Boki

Boki aus Schleswig-Holstein

Moin Moin,

ich bin vor ein paar Tagen auf eure Seite gestoßen und habe auch schon so vieles für mich Interessantes lesen können. Ich hatte mir zwar fest vorgenommen, nicht im www zu lesen, da ich ein so großer Angsthase bin und nicht weiß, ob das wirklich gut für mich ist, echte Erfahrungsberichte zu lesen, aber nun ist es eben passiert … und jetzt bin ich hier und freue mich, meine vielen Fragen und Gedanken mit Gleichgesinnten teilen zu dürfen.

Ich bin weiblich, 52 Jahre alt und tu mich sehr schwer damit, die so notwendige Kieferregulierung vornehmen zu lassen. Ich hätte schon als Kind eine Zahnspange haben müssen, leider hat sich niemand darum gekümmert. Ich habe ein zurückliegendes Kinn und einen sehr schmalen Oberkiefer. Schon seit vielen Jahren habe ich Gefügestörung im Nacken, Migräne, Probleme mit der Nasennebenhöhle. Da sich in den letzten Jahren nicht nur die Optik/das Profil merklich verändert/verschlechtert hat, sondern auch nachts Probleme beim Atmen mit u. a. Verschlucken hinzugekommen sind dadurch, dass im Rachen so wenig Platz ist, war ich 2009 auf Anraten des HNO bei einem Kieferchirurgen, der mich über meine Problematik aufklärte und mir riet, bei einem Kieferorthopäden vorstellig zu werden. Ich war 2009 dann bei gleich 2 Kieferorthopäden und bin dort auf wenig Verständnis für mein Anliegen gestoßen: zu alt, einige Zähne schon mit Kronen/Onlays versorgt, Muskeln machen das nicht mehr mit, psychische Probleme bei doch gravierender optischer Veränderung, OP sehr risikoreich usw.

Nachdem wir das Gefühl hatten, dass es nicht besser wird, eher schlechter, habe ich im Frühjahr d. J. noch einen 3. Versuch gestartet und bin jetzt bei einer sehr geduldigen und verständnisvollen Kieferorthopädin in Beratung/Behandlung, wo auch endlich mal die ganze umfangreiche Diagnostik durchgeführt wurde. Geplant ist zunächst die Oberkieferverbreiterung mittels GNE, dann Zahnspange mit anschl. OP, in der der Unterkiefer vorverlagert werden soll.

Seit Mai trage ich eine Aufbissschiene zur Lockerung u. Entspannung der Muskulatur und seit fast 4 Monaten liegt nun schon die Kostenübernahme der KK vor. Jetzt fehlt nur noch mein Anruf beim Kieferchirurgen, um den Termin für die GNE zu vereinbaren. Es kann also losgehen.

Obwohl ich weiß, dass ich mir das schon seit Jahren gewünscht habe, bleibt noch immer ein Rest Zweifel und die Angst, dass etwas schief gehen könnte. Ich hoffe sehr, dass ich meine Angst überwinden kann.

Zunächst einmal ganz liebe Grüße von Boki

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Hallo Boki,

erst einmal willkommen in der Fossilienrunde (alles über 40), wir brauchen dringend mal wieder ein paar neue Mitglieder. Wolfi ist deutlich über 50 und fast am Ende seiner Zahnregulierung (ohne OP), aber hier sind auch einige wie ich, die mit 40 und drüber operiert wurden. Und ein kleiner Rest Zweifel und Angst ist bei dieser Sorte von Behandlung normal und auch gut, zu blauäugig sollte man nicht an die Sache herangehen, aber mach den Anruf beim Kieferchirurgen, das Ergebnis wird sich lohnen.

Außerdem ist es erstaunlich, wieviele hier schon Kronen haben, die Behandlung geht damit auf alle Fälle. Bezüglich psychicher Problem bei der optischen Veränderung: Ich habe zwar auch einige Zeit gebraucht, bis ich mich an mein neues Gesicht gewöht habe, aber es gefällt mir deutlich besser als mein altes und ich bekomme eigentlich nur positive Rückmeldungen dazu, auch wenn nicht jedem auffällt, dass sich aus meiner Sicht sehr viel verändert hat.

Und in diesem Forum findet man einen reichhaltigen Schatz an Informationen und auch viel moralische Unterstützung.

Dir alles Gute für den weiteren Weg.

Irene

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Liebe Irene, danke für die nette Begrüßung. Du hast ja eine bemerkenswerte Odysse hinter dir.... Ich muss mich hier erst einmal zurechtfinden, aber mit der Suchfunktion wird es sicherlich klappen, dann brauche ich nur noch Zeit genug, um all das lesen zu können, was man möchte.

Du magst recht haben, dass man für diese Art der Behandlung mit über 40 wirklich schon als Fossil gilt ;-) Aber bei einer Lebenserwartung von nahezu 80 Jahren lohnt es sich noch allemal.

Ja, moralische Unterstützung, das ist es, was man braucht, denn kaum einer hat Verständnis für diesen doch harten Weg.

LG Boki

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Zum Thema Fossil: Meine KFO sagt bei jedem Termin "Ja, bei so alten Patienten wie Ihnen... Oh! Also, nicht das sie alt wären, ich wollte sie jetzt nicht beleidigen, aber... aus kieferorthopädischer Sicht, sind Sie schon... alt" Es ist schon ein bißchen süß von ihr. Wie sie sich dann immer wieder entschuldigt ;-) Zur Aufklärung: Ich bin 25 ;-)

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Liebe Boki

Zuerst ein ganz liebes Herzlich Willkommen :473:

Ich, auch Fossil mit 49 Jahren und einigen! Kronen kann nur sagen....tu es! Stell dich beim KFC vor, geh zur Not zu einem Zweiten, wenn du kein wirklich gutes Gefühl bei ihm hast und lass dich auf deinem Weg nicht von Aussagen wie..zu alt irritieren.

Das ist in der heutigen Medizin kaum noch ein Kriterium für eine geplante Operation. Was sollen dann die ganzen betagten Mitmenschen sagen, die sich mit über 70 den Schenkelhals brechen? Die kann man doch auch nicht einfach liegen lassen, mit der Begründung...zu alt! Die bekommen eine neue Hüfte, damit sie schnell wieder auf den Beinen sind.

Ich hab nächste Woche meine Bimax OP und bin narürlich froh, wenn alles vorbei ist....dennoch bereue ich es ganz und garnicht, dieses ganze Prozedere angefangen zu haben.

Außerdem wird sich in 25 Jahren mein Zahnarzt über schön ausgeformte Kiefer freuen, die aufeinander passen, wenn das Thema ...Die DRITTEN..ansteht. :522: Übrigens hatte ich aber auch am Anfang diesselben Gedanken, da hat mir ein gutes Gespräch mit meinem KFO sehr geholfen. Ihm konnte ich meine ganzen komischen Befürchtungen erzählen und er hat alle Zweifel aus dem Weg geräumt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Als ich damals aus seiner Praxis ging, wußte ich ganz genau: das ist der richtige Weg und mein Weg!

Also, nur Mut und du hast ja schon gewonnen, indem du dich damit beschäftigst.

beste Grüße von Glencoe

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Hallo snoody, was ich so beobachten konnte, liegt das Alter im Wartezimmer so zwischen 12 und 16, im Vergleich dazu bist du wirklich schon alt ;-). Ich werde immer so komisch angeguckt, weil ich gar kein Kind dabei habe :483:

Dein Rö.-Foto sieht meinem übrigens ziemlich ähnlich….

Liebe Glencoe,

auch dir vielen Dank für die nette Begrüßung und die Mutmachworte. Ich habe durch das viele Lesen hier gestern und heute noch so viel erfahren, dass ich dringend noch einmal mit meiner KFO reden muss. Und wenn ich dann am 12.12. dort aus der Praxis gehe, werde ich unverzüglich den Termin zur GNE abmachen.

LG von Boki

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@Glencoe,

irgendwie war mir gar nicht bewußt, dass Du ein so deutliches Fossil bist, dann bist natürlich mit Deinem Alter und Kronen ein gutes Beispiel für Boki. Ich kann selber zu Kronen nichts sagen, da ich keine habe und zum Glück auch vor ca. 10 Jahren nicht dem Vorschlag meines damaligen Zahnarztes gefolgt bin, der meine zwar gedrehten und auseinandergedrückten, aber ansonsten gesunden 1er im UK überkronen wollte. Jetzt stehen sie wieder gerade und ohne Kronen im UK und sollten mit Retainer und Zungenlage im OK auch dort bleiben.

@Boki,

klar, die OP ist definitiv kein Spaziergang und hat auch Risiken und Folgeschäden, aber auch 52 ist noch keine Alter für diese Art von Operation, bei der Knochenbrüche heilen sollen. Was sollte dann mein Vater sagen, ein 76 Jahre alter, übergewichtiger insulinpflichtiger Diabetiker mit Herzschrittmacher und künstlichem Blasenausgang und Osteoporose, der sich vor zwei Wochen den Oberschenkel gebrochen hat? Selbstverständlich wurde der Bruch operiert und er so schnell wie möglich mobilisiert und jeder ist sicher, dass meine Eltern Anfang Februar auf die langgeplante Kreuzfahrt von Mauritius nach Kapstadt gehen können. Und da die Kiefer-OP ja geplante OPs sind, kann man vorher auch nach dafür sorgen, dass man in einem körperlich möglichst guten Zustand ist.

Und wenn Du Fragen hast, quetsche Deinen KFO und Deinen KC gnadenlos aus und stelle Fragen hier im Forum, Du musst Dich dabei sicher und wohl fühlen, dann läßt sich das Ganze auch leichter ertragen.

Irene

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Hallo Boki,

gehöre auch mit 44 zu dem alten Eisen fühle mich aber innerlich wie 30 und habe gerade die GNE mit Erfolg hinter mich gebracht.

Alles bis jetzt sehr gut verlaufen und ich bereue nicht die Behandlung begonnen zu haben.

Habe auch erst nach dem 3 KFO die Behandlung begonnen.

Bei meinem jetztigen habe ich großes Vertrauen und gehe schon auf den nächsten Schritt die Zahnspannge und dann auf die BIMAX zu.

Es ist nie zu spät und ich glaube das durch die Veränderung das Selbstbewustsein sich zum Positiven wendet, und die Veränderung wird besser von einem selbst angenommen.

Grüße

Thomas

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Hallo Thomas,

es ist beruhigend zu lesen, dass auch andere ein paar „Anlaufschwierigkeiten“ hatten, bis die Behandlung endlich losgehen konnte.

Hab gerade entdeckt, dass deine GNE erst 2 Wochen her ist. Wie schön, dass alles gut verlaufen ist, solche Meldungen erleichtern mir den Anruf zur Terminabsprache beim KFO doch sehr…

Wirst du noch von deiner OP bisschen berichten?

VLG von Boki

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Hallo Boki,

ja die "Anlaufschwierigkeiten" waren da und ich bin froh diesen Schritt getan zu haben.

Es ist schon erstaunlich wie mein Oberkiefer in der kurzen Zeit sich schon verbreitert hat, und das Drehen spürt man nur noch die ersten paar Sekunden.

Klar werde ich noch einen Bericht einstellen, wenn ich diese Woche dazukomme.

Bis dahin Grüße

Thomas

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