Goriwyn

Gründe für eine so umfangreiche Behandlung - gegen den großen Wunsch, es so zu lassen?

Huhu,

da ich denke, dass hier viele Leute schon vor einer großen Entscheidung standen, sich operieren zu lassen und auch nochmal eine Zahnspange zu tragen, möchte ich einfach mal wissen: Was waren eure Gründe, es zu tun?

Bei mir sieht es so aus, dass mir meine Fehlstellung zwar durchaus bewusst ist - 1,1 cm Überbiss, schmaler Oberkiefer. Unterkiefer zu weit hinten, Gaumen sehr eng. Schlechte Nasenatmung, nur vier Zähne, die sich überhaupt treffen. Weiß ich alles. Dazu kommt eine erhebliche CMD, d.h. es knackt und knirscht, mein Kiefergelenk sieht laut Chirurg "nicht gut aus".

Jetzt kommt das große aber: Ich weiß nicht, ob mir das alles reicht. Ich lebe seit 28 Jahren recht gut mit meinem Kiefer. Meine Zähne sehen - trotzdem - schön aus, viele Leute finden einen Überbiss charmant und mein Lächeln schön. Ich selbst finde mein Gesicht super. Das mag ein Unterschied zu Leuten sein, die unter ihrer Optik leiden, ich bin mit meinem Spiegelbild seit jeher sehr zufrieden. Entsprechend groß ist die Angst, dass sich was verschlechtern könnte.

Mir sagen zahlreiche Ärzte, so wie es wäre, sei es nicht gut. Man könne optimieren. Sonst könne man mit erheblichen Spätfolgen rechnen. Zähne greifen aneinander vorbei, der Biss wird schlechter. Bereits jetzt sind Zahnreinigungen häufig problematisch, alles steht eng, häufig habe ich vom Druck auch leichte Zahnschmerzen. Das verstehe ich alles, aber manchmal frage ich mich: Reicht mir das?

Momentan geht es mir gut, ich habe einen tollen Abschluss, prima Jobchancen. Das alles wäre soo schön, wenn der blöde Kieferkram nicht wäre. Man sieht: Es beschäftigt mich auch an Weihnachten. Und manchmal frage ich mich, ob ich nicht einfach so tun kann, als hätte ich das nie erfahren, einfach so lassen - und mit Physio und einer neuen Schiene beim CMD-Experten dieses Problem angehen. Dann beängstigen mich die möglichen Spätfolgen und ich bin so weit wie vorher.

Vielleicht hat für mich jemand ein paar ausschlaggebenede Argumente, die mir bei meiner Entscheidung helfen können. Ich wäre euch sehr dankbar!

LG

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Hei Goriwyn

Das Wichstigste ist deine Gesundheit, nicht dein toller Abschluss oder deine prima Jobchancen. Erst wenn es deinem Körper gut geht musst du dir um nichts wirklich mehr gedanken machen.

Also, mache dir klar wie wichtig dir deine Gesundheit ist und entscheide danach.

Ich empfehle dir auf jedenfall eine Pro- und Kontraliste zu machen um dir selbst bei deiner Entscheidung zu helfen.

Ich drücke dir auf jedenfall die Daumen!!

LG aus Franken

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Hei Goriwyn,

ich kann mir vorstellen, dass deine Frage eine große Welle hier im Forum auslösen könnte.

Sie regt wirklich zum Nachdenken an. Trotz dem, dass ich eine Befürworterin für jegliche Art von Zahn- Kieferfehlstellungsbehandlungen bin, gebe ich dir einen Denkanstoss - gegen - eine jetzige Behandlung:

Mit mitte 40 kannst du das Thema immer noch angehen, dann, wenn dich womöglich doch etwas stört oder kiefertechnisch belastet.

Einen passenden Zeitpunkt gibt es wohl nie. Nicht nach dem Schulabschluss, nicht nach dem Studium, nicht nach der Lehrzeit, nicht vor oder nach den ersten Kindern...... also wann? Wenn du aber jetzt noch keine gravierenden Argumente für eine Behandlung hast, dann kannst du dir ja auch wirklich noch Zeit lassen - denn wenn du Probleme mit den Kiefern oder den Zähnen bekommst, kannst du auch mit einer Behandlung loslegen.

Viel Erfolg,

Sanne

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Hallo Goriwyn,

ich kann Dich sehr gut verstehen und Deine Zweifel gut nachvollziehen. Die Ärzte haben aber leider recht, wenn sie dich vor Spätfolgen warnen. Mit 28 kann man mit einem Überbiss und (auch) schiefen Zähnen (auch wenn es auf dich z.Z. nicht zutrifft) durchaus attraktiv und charmant aussehen. Die Kieferfehlstellung kann mit der Zeit die Kiefergelenke verschleißen. Die Zähne nutzen sich zudem schneller ab, als wenn sie in einer stabilen Position stehen (d.h. ohne die Fehlbelastung durch die Kieferfehlstellung) und verändern ihre Position, z.B. Zahnzwischenräume vergrößern sich, was spätestens mit 40 weniger charmant sondern eher ungepflegt aussieht. Hinzu kommen je nach Ausprägung gesundheitliche Folgen.

Ich hoffe, das hilft dir ein wenig, die Entscheidung zu treffen und wünsche dir dabei viel Erfolg.

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Hallo Goriwyn! Ich habe meine Behandlung fast abgeschlossen mit 21. Mit 17 stand ich vor der Entscheidung, OP oder nicht? Ich habe mir nicht viele Gedanken gemacht, ehrlich gesagt, habe ich stillschweigend zugestimmt, der Hauptgrund war, weshalb ich der Behandlung zugestimmt habe war, mein Kfc hatte mich über die möglichen Spätfolgen aufgeklärt, ich hatte Angst das diese irgendwann auftreten könnten und ich es bereuen würde, die Behandlung nicht gemacht zu haben. Ich wollte nicht mir 30 oder 40 die Behandlung zu beginnen und als Selbstzahlerin wäre das sehr teuer geworden. Auch mit 18 wieder eine Spange zu haben, ist für viele befremdlich, so bin ich die einzige in meiner Umgebung, die eine Spange hat (obwohl einige diese auch vertragen könnten). Ich wurde im Mai 2012 operiert, während meines Praktiumjahres, ohne Probleme mit meinem Arbeitgeber. Lg, Findus

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Hallo,

also ich habe auch sehr lange überlegt, bis ich dem KFO sagte, dass ich die Behandlung machen möchte. Mein "Bauchgefühl" hat zwar schon immer gesagt, dass es das Richtige sei, aber wer will schon nochmal jahrelang eine Zahnspange tragen und mehrere OPs hinter sich bringen!?

Letztenendes waren mehrere Aspekte ausschlaggebend: einerseits die Funktionalität des Gebisses, dann die ästhetische Verbesserung und noch die Angst vor Folgeschäden an Kiefergelenken etc..

Also mir gefallen meine Zähne nicht, auch nicht mein Lächeln, aber man sieht mir von Außen die Fehlstellung nicht so sehr an, meiner Meinung nach. Aber ihr kennt das ja sicher, dass einem selbst die Fehlstellung schon sehr auffällt...

Außerdem könnte es passieren, dass die Kiefergelenke irgendwann Probleme machen und man dann mit 40-50 Jahren nochmal eine Behandlung aufgrund der Schmerzen anfangen muss...wobei einem kein Arzt mit Sicherheit voraussagen kann, ob die Strukturen mal Probleme machen oder nicht.

Entscheidend war für mich aber die Funktionalität. Ich habe einen recht großen frontal offenen Biss und tue mir einfach sehr schwer beim Abbeißen. Außerdem habe ich einfach nicht genug Platz im Mund für meine Zunge aufgrund eines zu engen Oberkiefers und der Mundschluss ist auch sehr schlecht.

Ich kann dich verstehen, dass du zögerst, wenn du eher keine funktionalen oder ästhetischen Probleme mit deinen Zähnen hast. Aber es gibt kaum Leute, die nach einer OP schlechter aussehen als vorher oder einen schlechteren Biss als vorher haben. Und die Kiefergelenke würde es auch entlasten.

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Hallo Goriwyn,

bei mir waren es vor allem die funktionellen Probleme, die mich dazu bewogen haben, dass ganze nochmals anzugehen. Wenn Du schreibst, dass Du nur mit 4 Zähnen Kontakt hast, würde ich vermuten, dass Du wahrscheinlich damit auch Probleme hast, aber auch wunderbar drum herum arbeiten kannst. Mir ist erst im Laufe der Behandlung aufgegangen, wie sehr ich eigentlich unbewußt Sachen vermieden habe, die problematisch waren, wie z.B. das Abbeissen von irgendetwas. Ich habe z.B. schon jahrelang kein Stück Pizza mehr aus der Hand gegessen, da das Abbeissen nie wirklich geklappt hat, sondern irgendwie immer der halbe Belag mitgekommen ist. Aber dann sucht man sich entweder etwas anderes aus (Pommes) oder geht von vorherein so essen, dass man mit Messer und Gabel essen kann.

Bei mir lag eine Progenie (UK vor OK + leichter offener Biss) vor. Ich geniesse es jetzt nach der OP, von einem Nutellabrötchen abbeissen zu können, ohne dass die Nutella an der Nase hängenbleibt. War vorher der Fall, ich dachte immer, es liegt an der langen Nase, lag aber vor allem daran, dass ich das Brötchen vorher nach oben wegführen mußte und dann war die Nase im Weg, jetzt geht es nach unten weg. Ich habe auch vor kurzem fasziniert festgestellt, dass man nur eine Hand braucht, um von einem belegten Brötchen abbeissen zu können, man kann tatsächlich in einer Hand ein Glas halten und in der anderen Hand das Brötchen und muss nicht zum Abbeissen eine Stelle suchen, um das Glas abzustellen, weil man verzweifelt mit beiden Händen das Brötchen und den Belag festhält und hofft, dass nicht mit einem Biss der ganze Belag mitkommt. Ich habe auch schon länger Obst kleingeschnitten (die Begründung mir gegenüber war eine andere) und das lag unbewußt auch daran, dass das Abbeissen schwierig war. Das sind alles keine weltbewegenden Sachen, aber in der Summe sorgen diese für eine deutlich Verbesserung der Lebensqualität.

Das die Zunge inzwischen mehr Platz im OK hat, trägt bei mir auch zur Lebensqualität bei, bei mir hat die Zunge teilweise von unten an den Zähnen gerieben, was sehr unangenehm war.

Beim optischen habe ich den Eindruck, dass es eigentlich immer eine Verbesserung zum positiven gibt und Leute, die vorher schon hübsch waren, eigentlich nur noch hübscher werden. Und beim Lächeln muss man sich meist selber dran gewöhnen, dass es anders ist, weshalb es einem selber unnatürlich vorkommt. Bei mir stand ganz klar die Funktionalität im Vordergrund, auch wenn die optische Veränderung ein positiver Nebeneffekt ist.

Die Nasenatmung war bei mir nie ein Punkt, aber ich habe aus OP-Berichten den Eindruck, dass Leute es wirklich genossen haben, wenn nach Verbreiterungen des OK, meist durch eine GNE, die Nasenatmung besser wurde. Ich habe bei mir den Eindruck, dass durch die Verbreiterung des OK gerade meine Singstimme voller geworden ist und auch etwas klarer, was ich auch als einen angenehmen Nebeneffekt empfinde.

Es ist auf alle Fälle eine schwierige Entscheidung, aber wie Sanne gesagt hat, es gibt eigentlich nie den perfekten Zeitpunkt im Leben dafür, aber es hilft auch alle Fälle, die Zeit durchzustehen, wenn man sich klar ist, warum man das Ganze durchführen will. Und Du hast jetzt auch etliche Meinungen von den "Fossilien" gehört, es ist sicher auch möglich, mit über 40 das Ganze noch zu machen. Auch wenn es bei mir jetzt im Mai mit über 40 immer noch relativ problemlos war, aber ich meine erste OK-VV mit 17 doch als deutlich leichter in Erinnerung.

Alles Gute für Deine Entscheidung!

Irene

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Das Wichstigste ist deine Gesundheit, nicht dein toller Abschluss oder deine prima Jobchancen.

Ja...Das sagt sich leicht, wenn man nicht von 400 € Arbeitslosengeld lebt und die Ersparnisse knapp werden. Fakt ist einfach: Ich habe ein langes Studium und 2 Jahre Referendariat hinter mir. Beides war finanziell nicht so einfach. Jetzt die Arbeitslosigkeit zu verlängern, wenn die gesundheitlichen Probleme nicht über bloße "Lästigkeiten" hinausgehen, ist im Moment für mich keine so rechte Option.

Wenn du aber jetzt noch keine gravierenden Argumente für eine Behandlung hast, dann kannst du dir ja auch wirklich noch Zeit lassen - denn wenn du Probleme mit den Kiefern oder den Zähnen bekommst, kannst du auch mit einer Behandlung loslegen.

Darauf stellvertretend für einige ähnliche Antworten: Momentan ist das, was mich am meisten belastet, die CMD - das Knacken und die Blockaden bei der Mundöffnung. Nur: Da sagen mir Chirurgen und KFO, dass sich dass durch die Kieferbehandlung erstmal verschlechtern kann, nicht unbedingt besser werden muss. Die CMD kann 100 Ursachen haben, ein schlechter Biss ist eine davon. Das hilft mir nicht so sehr weiter, da ich wegen der CMD-Problematik doch zum Arzt gegangen bin. Dann kam das große Paket, Zahnspange, GNE, Unterkiefervorverlagerung - und dann die Aussage, dass das mit der CMD nicht unbedingt was zu tun hat. Wirft bei mir die Frage auf, wieso dann das Ganze?

Was ihr alle schreibt, über Bissproblematiken, Umgehungen beim Essen - kenne ich. Apfel abbeißen geht nicht, ich lasse mir meistens von meinem Freund einen Anfang beißen und breche dann den Rest. Belegte Brötchen seitlich Essen, bei der Pizza den Belag mit abziehen - kenne ich auch. Aber irgendwie lebe ich damit, es belastet mich nicht so sehr. Ja, wenn ich darüber nachdenke oder es mir passiert, dann denke ich manchmal: "Jetzt reicht es, jetzt lasse ich es machen!" - nur dann ist wieder das Problem mit dem richtigen Zeitpunkt da und dann ich so schlau wie vorher.

Für mich ist eigentlich schon klar, dass ich es machen lassen möchte - ich weiß nur nicht genau, wann. Wäre die GNE ein Woche nach Abschluss der Ausbildung gewesen. wäre ich jetzt schon halb durch - aber lispelnd und mit riesiger Lücke neu in den Job, das ist irgendwie keine Option.

Ich danke euch aber allen für die Antworten und hoffe, es kommen noch mehr. Bisher hatte ich beim stillen Lesen manchmal den Eindruck, hier würden viele absolute Befürworter derartiger Engriffe versammelt sein - ist ja auch klar, dass sich diese austauschen, die es lassen, tauchen vermutlich in so einem Forum nicht mehr auf. Ich bin aber froh, dass ich Gleichgesinnte gefunden habe - und ich bin natürlich auch so weit, dass ich das Thema auf alle Fälle angehen möchte. Ich muss nur für mich das "Warum" ein bisschen mehr herausarbeiten - denn es gibt ja nun auch Risiken und Nebenwirkungen, die man nicht völlig leugnen kann.

Alles eben doch nicht so ganz einfach.

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Hallo Gorywin, 

 

ich kann Deine Bedenken sehr verstehen. Ich habe jahrelang gebraucht, bis ich mich für die Behandlung entschieden habe. Als ich 22 war hörte ich zum ersten Mal von einer KFO, dass eine Behandlung bei mir nur mit OP geht . Für mich kam dies im ersten Moment nicht in Frage. Auch ich war mit meinem Äußeren im großen und ganzen zufrieden und habe auch von Freunden und Verwandten eher gehört: "Ach, so schlimm ist es doch nicht!" Meine Zähne waren zwar sehr schief, aber ich fand mich deswegen nie "hässlich" und auch von meiner Umgebung habe ich eher gehört, dass ich gut aussehe.

 

Noch mehr haben mich die Punkte genervt, die Schokolädchen so schön beschrieben hat. Genau das hätte ich auch schreiben können! Ich merke jetzt schon, wieviel besser ich abbeissen und essen kann, da mein offener Biss nun nach der GNE schon viel geringer geworden ist. Und was dies für ein Gewinn an Lebensqualität ist! Aber ich weiß auch, dass ich vorher nie so herzhaft lachen konnte, da immer der Gedanke an die schiefen Zähne da war.

 

Bei mir waren die Hauptgründe die Funktionalität (Essen) und auch, dass ich meine Backenzähne so stark abnutze. Auf Dauer wären da sicher auch Gelenksbeschwerden hinzugekommen. Aber auch über den Zahnersatz habe ich mir Sorgen gemacht, da dies bei einem derart verformten Oberkiefer, wie meiner war, schwierig gewesen wäre. 

 

Ich verstehe Deine Bedenken sehr. Vor allem auch den Punkt, dass Du nun arbeiten möchtest. Ich habe die Behandlung während meines Studiums angefangen. Dadurch bin ich flexibler. Ich kann verstehen, wenn Du darüber nachdenkst, alles so zu lassen wie es ist. Dies war zunächst auch mein Plan. Allerdings hat mich dieses Thema nie losgelassen. Jahrelang. Sodass ich mich dann mit 29 Jahren doch für die Behandlung entschieden habe. Ich bin auch sehr glücklich diesen Weg gegangen zu sein und hoffe, dass ich die Behandlung auch gut zu Ende bringen werden. 

 

Ich wünsche Dir, dass Du die richtige Entscheidung triffst. Nur Du kannst im Endeffekt wissen, was das beste für Dich und Deinen Kiefer ist. 

 

Alles Gute und halt uns auf dem Laufenden! 
Liebe Grüße, 

Hanay

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Hallo Goriwyn,

 

zunächst eine Frage vorab: Ich habe gesehen, dass Du auch in einer anderen Rubrik ein Thema gepostet hast, demnach hast Du Dich doch bereits für die Behandlung entschieden oder nicht?

 

Ich kann mich gut in Dich hineinversetzen, ich habe auch lange mit dem Thema gehadert. Bei mir ist es so, dass ich gesundheitlich keine großen Einschränkungen habe, abgesehen von einer schlechten Nasenatmung. Mich stört die Fehlstellung aber optisch sehr. Nicht nur die Zähne selbst, auch mein fliehendes Kinn, meine große Nase und meine schmale Oberlippe.Das alles wird sich durch die OPs hoffetlich harmonisieren, zumindest wurde mir das vorausgesagt. Ich war bei einigen Ärzten, aber erst in der Uniklinik Mainz waren mir die Ärzte so symphatisch, dass ich mich für die Behandlung entschieden habe. Ich denke, das spielt auch eine große Rolle, ob man sich bei seinen Ärzten gut aufgehoben fühlt. Ob die Fehlstellung mal schlimmere Schmerzen verursachen wird, kann, muss aber nicht sein. So hat man mir das dort erklärt!! Ich würde mich also von den möglichen bevorstehenden Einschränkungen nicht allzu verrückt machen lassen. Wenn Du aktuell gute Jobchancen in Aussicht hast, bewirb Dich doch erstmal und fasse Fuß. Wenn Du erstmal ein oder zwei Jahre in einer Festanstellung bist und dort Dein Können gezeigt hast, ist es doch bestimmt einfacher, mit dem Chef über dieses Thema zu sprechen. Und Du könntest finanziell dann auch etwas auf die Seite legen, denn auch mit OP kommen ja Kosten auf Dich zu bei der Behandlung, die Du selbst tragen musst. Ansonsten kann ich Dir nur raten, höre auf Dein Bauchgefühl und lass Dir im Zweifel einfach noch etwas Zeit.

Es kommt sicher der Tag, an dem Du plötzlich genau weißt, was und wann Du es willst, glaub mir!

 

Alles Gute.

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Hi Goriwyn,

mir ging es ähnlich, ich musste 2 Jahre überlegen bis ich die Behandlung durchgezogen habe.

Wenn du dich gegen die Behandlung entscheidest musst du auch in der Lage sein nicht mehr daran zu denken und die Sache zu vergessen und zu deiner Entscheidung zu stehen. Wenn du das nicht kannst und immer wieder an die Behandlung denkst ist es besser die Sache durchzuziehen, denn das Problem wird dich sonst immer belasten und dir schlaflose Nächte bereiten.

 

Ich habe jetzt die Behandlung zu 2/3 geschafft und bin froh es gemacht zu haben.

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Bei mir wurde auch CMD diagnostiziert... Nachdem ich schon mit 18 sehr große Probleme hatte, weil ich meinen Mund fast nicht mehr öffnen konnte und auch keine harten Sachen mehr essen konnte, war das schon ein Grund für mich, die Behandlung zu machen, damit das nicht wieder vorkommt. Nachdem ich aber auch große Zweifel hatte, wurden mir die Spätfolgen von sämtlichen Ärzten ans Herz gelegt. Auch mein Physio der für CMD spezialisiert ist, hatte mir angeraten die Behandlung zu machen, weil ich noch so jung bin (24) - und ich mein Kiefer noch einige Jahre benutzen soll. Er ist schon auch der Meinung, dass sich das Ganze auch erst einmal verschlechtern wird, weil ich mich an den neuen Biss gewöhnen muss, was ziemlich lang dauern kann. Er meinte dann eben, dass ich über die Behandlung hinaus auch noch Physiotherapie brauchen werde... Aber ich finde, dass damit zu leben ist, wenn mein Kiefer dafür länger Funktionsfähig bleibt!

 

@Schokolädchen: Jetzt wo dus geschrieben hast, ist es mir auch aufgefallen, warum ich immer Marmelade auf der Nase hatte...=) Und die Pizza schneide ich auch schon seit langem in Stücke. Belegte Brötchen hab ich immer ganz fest gehalten, damit die Wurst nicht abhaut - oder beim Burger-Essen, war das untere Brötchen immer schon weggegessen, während vom Oberen die Hälfte noch übrig war...! Bin gepannt, wie sich das verändern wird!!

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Ja...Das sagt sich leicht, wenn man nicht von 400 € Arbeitslosengeld lebt und die Ersparnisse knapp werden. Fakt ist einfach: Ich habe ein langes Studium und 2 Jahre Referendariat hinter mir. Beides war finanziell nicht so einfach. Jetzt die Arbeitslosigkeit zu verlängern, wenn die gesundheitlichen Probleme nicht über bloße "Lästigkeiten" hinausgehen, ist im Moment für mich keine so rechte Option.

 

 

Ich habe die Behandlung selber vor 9 Jahre begonnen, da war ich 19 und Arbeitslos. Hatte überhaupt keine Ersparnisse und musste bei meinen Eltern leben. Also, ich verstehe das, wenn man keine Kohle hat und natürlich einen gutbezahlten Job haben will. Du sollst auch die Jobsuche nicht komplett aufgeben, was spricht dagegen die Behandlung parallel zum Job zu machen? Wenn du eine feste Stelle hast, dürfte das dann doch kein Problem sein.

Da ich leider eine zweite Behandlung machen muss, bleibt mir auch nicht viel übrig es neben der Schule (mache derzeit mein Abi nach), da ich danach ins Ausland gehe. Der wirklich längere Ausfall den du hast, ist ja nur die OP, alles andere ist auch neben der Arbeitszeit möglich.

Ich finde einfach das ein gesunder Geist in einem gesundem Körper steckt und man damit viel einfacher erfolgreich sein kann.

Außerdem das Problem mit "Lästigkeiten" ist, wenn man sie aufschiebt, werden sie irgendwann zu großen Problemen. Es ist das gleiche, wenn man einen Loch im Zahn hat und wartet bis man zum Zahnarzt geht, wenn erst alle befallen sind.

Ich würde es an deiner Stelle jetzt angehen, dann hast du es hinter dir und musst dich auch dann nie wieder damit beschäftigen.

 

LG

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