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AnnaBlume

Sehnen wir uns zu sehr nach Perfektion?

Also ich bin erst seit ein paar stunden mitglied, aber irgendwie beschäftigt mich sehr dieser ausgepräkte wunsch nach perfektion der bei ein paar threads mitschwingt.

Ich weiss das bestimmt viele fälle ibt die medizienisch wirklich wirklich davon profitieren, oder deren aussehen so von dem abweicht mit dem sie glücklich sein können das eine OP wirklich die einzigste möglichkeit ist.

Ich selber bin ein fall in dem es vom gesundheitlichem aspekt schon vorteilhaft währe die OP zu machen, aber nicht das ende der welt wenn ich sie nicht machen sollte.

Optisch hat mich mein schiefes gesicht schon immer gestört. Mein unterkiefer ist einfach total nach links geschoben. Es sieht schon ziemlich bizzar aus wenn ich meine zähne zeige.

Jetzt habe ich mit meiner kamera ein paar fotos von mir im profil erstellt und wirklich analysiert wie ich aussehe.

Abgesehen von meinem kiefer sind mir noch viele weitere imperfektionen aufgefallen.

Mein gesicht ist schief. Meine Unterkiefer zu gross. Mein oberkiefer zu klein. Meine wangen knochen wirken so unscheinbar. Alles in allem eine suboptimale sache.

Aber trotzdem bin ich das und wenn ich glücklich bin und lache sehe ich auch irgendwie gut aus.

Wenn ich mich gesund bewege und nicht unter stress bin oder mich depressiv fühle dann  ist auch das schmerzhafte kieferknacken und die schmerzen beim kauen etwas seltener da.

Ich bin mir gar nicht sicher was ich sagen will genau, ich will mich ja eigentlich noch entscheiden.

Mache ich das nur weil ich mich versuche in diese immer mehr konforme gesellschaft einzureihen?

Gesundheitliche risiken auf mich zu nehmen um gesundheitliche risiken zu vermindern ist irgendwie eine komische rechnung.

Es ist nicht das erste mal das ich mich in meinem leben mit extremer andersartigkeit bei mir selber auseinandersetze, bei der es auch drastische masnahmen zur 'normalisierung' gibt und ich bin so extrem froh das ich meinen körper bisher noch nicht verändert habe.

Wie habt ihr das denn entschieden und empfunden, waren eure beweggründe eher gesundheitlich oder ein tiefer wunsch nach etwas mehr harmonie und perfektion?

LG

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Hallo Anna,

 

also ich kann nicht behaupten nach Perfektion zu streben. Ich glaube, viele User im Forum sehnen sich ganz einfach nach Normalität. Es geht doch nicht darum, ein strahlendes Model-lächeln zu bekommen. Sondern vielleicht nur darum, ganz normal abzubeißen. Und dafür nicht den Unterkiefer nach vorne schieben zu müssen. Na klar spielt auch das Aussehen eine Rolle. Wenn Du mit Deinem zufrieden bist, ist es doch wunderbar. Aber es gibt halt viele Menschen, die es aufgrund ihrer Fehlstellung nicht sind. Das geht bei dem ein oder anderen möglicherweise auch bis zur Schulzeit zurück. Gehänselt werden am Schulhof etc., merkwürdig beäugt zu werden, oder nur das Gefühl zu haben. Das haben viele Mitglieder im Forum erlebt.

 

Persönlich bin ich mit meinem Aussehen schon sehr zufrieden. Alle Haare sind noch da :-), ich mache Sport und bin alles in allem ganz gut in Form (hoffe ich zumindest). Trotzdem habe ich mich mit 37 entschieden, nochmal eine Behandlung zu beginnen. Für mich steht dabei ganz klar der Wunsch nach Normalität im Vordergrund. Im Alltag fällt meine Fehlstellung so gut wie nicht auf, weil ich darauf achte, meinen UK nach vorne zu stellen. Darauf habe ich einfach keine Lust mehr, ich will lachen können, ohne darauf zu achten, wie meine Kiefer stehen. Oder wenn ich bei einem Geschäftsessen bin und muss irgendwas abbeißen...

 

Wollen wir mal ehrlich sein, wenn Du in einer Talkshow bei Kerner oder Beckmann sitzen würdest, zu Gast wären Heidi Klum etc. Dann wäre Dir der Applaus sicher >> Motto: Richtig, steh zu deinem Körper. Aber in der Realität sieht die Sache leider anders aus. Ob Job- oder Partnerwahl, oftmals wird doch nach dem Aussehen entschieden.

 

Grüße

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Ich stimme jojos zu, wir suchen nicht die Perfektion, sondern Normalität. Mal richtig lachen zu können und dabei alle Zähne zu zeigen, von einem Brötchen abbeißen und nicht irgendwie mit der Zunge flach gegen die Zähne drücken oder nur mit den Molaren. Richtig durchkauen und nicht nur halb. Die Buchstaben endlich mal normal aussprechen, ohne zu lispeln und sich freuen, dass die Leute dich sofort verstehen. Normal schlucken und viel besser durch die Nase antmen! Kein "schiefes" Profil zu haben, sondern ausgegliechenen, wie es vom Natur aus vorgesehen war.

 

Das sind die Dinge, die Normalität ausmachen. Und wenn sie nicht da sind und man die Möglichkeit hätte sie zu haben, dann muss man die Chance nutzen.

 

Ich bin mit meinem Aussehen auch vor OP zufrieden gewesen, wurde auch so von meinem Mann geliebt, nur wollte ich immer normal beißen können. Richtig mit den Schneidezähen durch beißen, sei es ein Stück Brot oder eine Banane. Und das ich jetzt noch super gut durch die Nase atmen kann und endlich nicht mehr lipsle, sind zusätzliche Bonuspunkte über die ich mich noch mehr freue :-)

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Hallo,

 

ich bin derselben Meinung wie Jojos und Alexi. Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, normal zu leben.

 

Bei einer Fehlstellung sollte man auch an die Zukunft denken. Nicht nur das heute und jetzt. Ich bin 42 Jahre alt und bei mir hatte sich der Kieferknochen total zurückgebildet, die Zähne wackelten. Hätte ich nichts gemacht, wären die Zähne bald nacheinander ausgefallen. Zahnersatz ohne Kiefernknochen ist - soweit ich weiß - nicht möglich.

 

LG Steffi

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Hallo Anna,

 

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, insbesondere Alexi hat es wunderbar formuliert. Auch mir ging es nur um die Funktionalität beim Abbeissen und Kauen und ich bin immer noch begeistert, was plötzlich so einfach geht und vorher ein Kampf war und doch nicht wirklich funktioniert hat. Klar hat man Umgehungslösungen gefunden und hat manche Sachen auch (unbewußt) vermieden, aber so ist das Leben doch deutlich einfacher. Es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn der Belag beim Brötchen gleichzeitig mit dem Brötchen zu Ende ist oder man feststellt, dass es möglich ist, ein belegtes Brötchen mit nur einer Hand zu essen.

 

Wahrscheinlich interpretiere ich zu viel rein, aber ich habe das Gefühl, Du hast Angst, Dich bzw. Deine Einzigartigkeit durch die Veränderungen im Gesicht zu verlieren. Ich habe bei mir das Gefühl, dass ich mich durch die OP eher gefunden habe. Irgendwie hat sich die größere Stimmigkeit im Gesicht dahingehend ausgewirkt, dass ich mehr so bin, wie ich gerne sein möchte. Das ist eine Reaktion, die ich nicht wirklich erwartet habe, da es für mich wirklich nur auf die Funktionalität ankam, die Optik war und ist mir nicht wirklich wichtig. Und ich war auch niemand, der wegen des Gesichts gehänselt wurde oder sich damit unwohl gefühlt hat, auch wenn ich jetzt den Eindruck habe, dass mich Leute freundlichen behandeln.

 

Und ich kann Dir versichern, mit größerer Stimmigkeit für mich persönlich ist kein Einreihen in eine konforme Gesellschaft gemeint. Ich bin schon immer jemand gewesen, der nicht in die typischen Klischees fällt und arbeite z.B. als Frau in einem typischen Männerberuf und fühle mich damit auch wohl. Auch an anderen Stellen falle ich eher auf, z.B. ist meine Lieblingsfarbe rot. Und wer einmal mitbekommen hat, wenn ich mich erschrecke (und das kann bei harmlosen Kleinigkeiten sein), wird mich und meinen dazugehörigen Schrei wahrscheinlich sein Leben lang nicht mehr vergessen.

 

Und perfekt ist mein Gesicht definitiv noch immer nicht, was ich aber auch nicht erwartet habe, es ist aber eine deutlich Verbesserung gegenüber dem Zustand direkt vor der OP. Ich habe auch hier im Forum den Eindruck, wer die absolute Perfektion erwartet hat, wurde eher enttäuscht, ich kann mich da an bestimmte Beiträge erinnern. Man merkt dann schon, dass es eben keine Schönheits-OP sind, aber eine deutlich Verbesserung gab es eigentlich immer.

 

Letztendlich ist es aber immer ein persönliche Entscheidung, wobei ich mich gerade auch frage, ob es Zufall ist, dass die Antworten, die Du bisher bekommen hast, alle von den schon etwas älteren Semestern um die 40 sind.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Hallo Anna!

Ich persönlich wusste nicht mal, dass Kiefer wegen einer Fehlstellung operiert werden, bevor ich bei meinem Kfc auf der Matte stand.

Ich hatte vor der Op keine sehr grossen Probleme mit dem Essen oder ähnlichem, aber wie es auch Schokolädchen auffällt, kann ich jetzt viel besser ein Nutellabrötchen essen ohne das die Nutella an meiner Nase klebt.

Ich habe die Op über mich ergehen lassen, da ich Angst hatte, dass sich die Kiefersituation in den nächsten Jahren verschlimmert hätte, bei meiner Fehlstellung war dies zu erwarten.

Ich fand mein Gesicht nie hässlich, aber auch nicht sehr schön. Ich habe mich damit abgefunden. Dass sich mein Gesicht doch recht verändert hat, wunderte mich selber auch sehr!

Durch die "Verschönerung" des Gesichtes haben doch einige mehr Selbstbewusstsein erlangt! Das wirkt sich ja dann positiv aufs Privat- sowie Berufsleben aus. Ich persönlich renne jetzt nicht weg, wenn man mich fotografieren will.

Ich denke v.a im Teenager-Alter möchte man doch einfach "normal" bzw. "schön" sein, da erwartet man von der Op doch etwas mehr als "nur" eine Funktionsverbesserung.

Wie alle Vorredner schon geschrieben haben, den meisten geht es halt doch um die Funktionalität bzw. einfach schmerzfrei zu leben.

Zum Schluss noch, ich werde am 16.02 meine Metallentfernung haben, bei dieser werde ich halt doch noch eine Schönheitsop über mich ergehen lassen. Ach übrigens, ich bin 21 Jahre alt.

Alles Liebe, Findus

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Hallo Anna,

 

mir ist noch etwas eingefallen: Ich habe einen Arbeitskollegen, der vor gut 6 Jahren wegen seiner Kieferfehlstellung operiert wurde und den ich als eher nicht konform bezeichnen würde. Ich bin jemand, der nicht besonders gut ist, Leute zu beschreiben, einfach da mir solche Details nicht unbedingt auffallen, aber von ihm würde selbst ich eine Beschreibung hinbekommen, nach der man ihn leicht erkennen kann. Und er ist als solches einzigartig, hat sich also nicht mit seiner Nichtkonformität in der Kleidung einer anderen Gruppe angepaßt, innerhalb der es dann wieder einen eigenen Konformitätsdruck gebe.

 

Irene

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Hallo zusammen!

Auch wenn es hier um Zahnfehlstellungen geht, habe ich mich bei euch wiedererkannt: Auch ich wollte wieder "normal" leben, ohne meine Zähne verstecken zu müssen! Durch meine ZA-Angst und laange ZA-Abstinenz hatte ich eine gefühlte Trümmerwüste im Mund. Naja, die "Eigendiagnose" fällt oft schlimmer aus als die "Fremddiagnose" vom ZA! Habe auch etwas verkrampft gelächelt und auch sonst zu vermeiden versucht, daß men allzuviel von meinen Zähnen sieht!!

Aber schließlich habe ich mit Hilfe eines anderen Forums "den Stier bei den Hörnern gepackt"! Was soll ich sagen: Während meines Zahn-Marathons wurde ich laangsam immer selbstbewußter und immer weniger verkrampft!

Und jetzt? Es ist schön, wieder laut lachen und fröhlich singen; und auch Äpfel, Brot, etc. wieder zerbeißen oder ab und zu mal Plombenzieher (ja diese leckeren Karamel-Toffees von Mackintosh's Quality Street!) oder Krokant genießen zu können, ohne Angst zu haben, daß was kaputtgeht... :);)

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ganz einfache ANtwort:

 

Jeder Mensch will das maximale aus sich raus holen.

 

Wir mit unserer Kieferfehlstellung sind hierzu noch benachteiligt. Mit nach Perkfetion sehnen hat das nix zu tun.

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