chris106

Schlafapnoe - Kieferoperation möglich, Diagnose-Sicherung?

Hallo an alle :)

Mein Name ist Chris und ich bin neu hier im Forum. Ich werde im Folgenden versuchen, meine Problematik bzw. Fragen so kurz wie möglich zusammenzufassen;

Ich bin 28 Jahre alt, und mir wurde zeitlebens von "Schlafpartnern" gesagt, dass ich laute Atemaussetzter habe. Genaugenommen ein stockendes Stöhnen, das sich nach ca 90 Sekunden in einem lauten "Seufzer der Erleichterung" löst. Dann wieder von vorne losgeht.

Als Kind hatte ich eine Spangen-Therapie meines Kreuzbisses sowie Überbisses, die aber beide noch leicht vorhanden sind.

Ich hatte auch schon 2 mal so ein Gerät mit Maske und Fingersensor vom HNO-Arzt mitbekommen, was Sauerstoffsättigung und Atemfrequenz messen sollte. Aber das war immer nur für eine Nacht und ich hab mit dem Teil kaum ein Auge zubekommen - da kam keine vernünftige Diagnose bei raus. (meiner Meinung nach)

Zudem bin ich seit ein paar Jahren mit ADS diagnostizert. Das da ein Zusammenhang bestehen könnte, darauf kam ich nie. Als ich meinen behandelnden Psychologen drauf Ansprach meinte er aber, eine Schlafapnoe  oder auch eine neural bedingte Schlafstörung könnte die eigentliche Ursache meiner Leistungs und Aufmerksamkeitsprobleme sowie meiner häufigen Schwächegefühle sein.

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Lange Rede kurzer Sinn - ich denke über eine OP wie die hier oft besprochene "Rotation Advancement" ( wie sie der bekannte Prof in der Schweiz nennt), eher aber über die "deutsche" Version der "Bimaxillären Advancement" -OP nach. Da müsste ich vorher natürlich
die Diagnostik absichern. Und das am liebsten möglichst schnell und vor allem in der sinnvollen Reihenfolge...

Wie würdet ihr mir raten vorzugehen?

Ich hatte folgendes gedacht:

- ein letztes mal "1-Nacht Atemprüfgerät" vom HNO und das Ergebnis davon an meinen Psychologen weitergeben.
 (Termin schon für Anfang Februar gemacht)

- Überweisung vom ihm in ein "gutes" Schlaflabor, was auch die Hirnaktivität misst - würde er machen ( wo man vor allem auch mal ein 
   paar Tage lang ausführlich, vernünftig untersucht wird)

- je nach Ergebnis Fernröntgenbild + Untersuchung beim KFC machen lassen um Kieferstellung zu checken, und ob die Atemwege stark
  verengt sind ( da bin ich mir fast sicher, weil ich das selber seit Jahren vermutet bzw gefühlt habe, ohne von diesem Sachverhalt überhaupt
  zu wissen)
                                           
- Falls sich die Diagnose bestätigt, eine entsprechende Klinik und KFC in Deutschland finden, die die Op durchführen und mögliche 
  Kostenübernahme  mit KK checken

Über Tipps von euch, ob diese Rangehensweise und Reihenfolge Sinn macht, würde ich mich sehr freuen.  Könnte ich mir zum Beispiel die langwierige  Schlafapnoe-Diagnostik sparen, wenn auf einem Fernröntgenbild eindeutig ersichtlich wird, dass meine Atemwege stark verengt sind? Mit welcher Begründung könnte ich dann wo eins machen lassen?

Vielen Dank für die Geduld beim Lesen, über Infos und Ratschläge würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße, Chris ;)

 

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Hallo Chris,

 

Ich bin 23 und habe sehr ähnliche Probleme wie du: Fliehendes Kinn mit zu kurzem Unterkiefer, Schlafapnoe, Tagesmüdigkeit.

 

Über Tipps von euch, ob diese Rangehensweise und Reihenfolge Sinn macht, würde ich mich sehr freuen.  Könnte ich mir zum Beispiel die langwierige  Schlafapnoe-Diagnostik sparen, wenn auf einem Fernröntgenbild eindeutig ersichtlich wird, dass meine Atemwege stark verengt sind? Mit welcher Begründung könnte ich dann wo eins machen lassen?

 

Naja, also an deiner Stelle würde ich mir dieses Mini-Schlaflabor für Zuhause sparen. Um einen Besuch im Schlaflabor kommst du eh nicht rum. Wahrscheinlich kannst du auch direkt bei deinem HNO anrufen und er stellt dir eine Überweisung zum Schlaflabor schon vor Februar (also ohne richtigen Termin) aus.

 

Danach das Röntgenbild, das du wahrscheinlich beim KFO machen wirst -- der kann auch gleich seine Meinung abgeben. Also welche Art von OP, und vor allem ob eine Spangenbehandlung nötig ist (Biss könnte sich verändern etc.).

 

Achja, nochwas: Wieviel wiegst du bei welcher Körpergröße? Ist ja auch ziemlich wichtig beim Thema Schlafapnoe.

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Hey srsly

Danke für deine Tipps! Am Gewicht kann es nicht liegen , ich bin ein sehr schlanker Typ!

Der nächste Schritt wird wohl tatsächlich ein gutes  Schlaflabor sein, da werd ich mich aber von meinem Psychologen hinüberweisen lassen - der
kennt meine ADS Diagnostik und dem vertrau ich mehr als meinem Wald-Und Wiesen HNO :biggrin:

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Viel Spaß im Schlaflabor: Ich hatte ihn nicht :tongue:

 

Übrigens ist mir noch eingefallen, dass du die Möglichkeit einer Behandlung mit CPAP nicht vergessen solltest.

Nicht dass du dir noch deine Kiefer zersägen lässt obwohl die Schlafapnoe der vielleicht einzige Grund für eine OP ist.

 

Achja, und der einzige Thread hier im Forum eines Schlafapnoe-Patienten mit OP-Erfahrung findet sich

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Vielen Dank!

War es  denn so unangenehm im Schlaflabor? Hat es denn wenigstens diagnostisch was gebracht? Welche Test haben die denn genau gemacht, und wie lange warst du dort?

Ist CPAP dieses Atemmasken-gerät, was man dann jede Nacht tragen muss, welches  Überdruck erzeugt? Das wäre für mich keine dauerhafte Lösung, ich persönlich will nicht mein Leben lang mit einer Maschine schlafen. Vielleicht übergangsweise, wenn ich sehe, dass das Gerät die Kasse zahlen würde, und ich die OP selber zahlen muss...
Aber wenn ich irgendwann die OP machen lassen kann, und diese tatsächlich eine endgültige Heilung verspricht, statt nur Symptombehandlung -
dann würde ich mir tatsächlich lieber den Kiefer zersägen lassen ;)

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Vielen Dank!

War es  denn so unangenehm im Schlaflabor? Hat es denn wenigstens diagnostisch was gebracht? Welche Test haben die denn genau gemacht, und wie lange warst du dort?

Ist CPAP dieses Atemmasken-gerät, was man dann jede Nacht tragen muss, welches  Überdruck erzeugt? Das wäre für mich keine dauerhafte Lösung, ich persönlich will nicht mein Leben lang mit einer Maschine schlafen. Vielleicht übergangsweise, wenn ich sehe, dass das Gerät die Kasse zahlen würde, und ich die OP selber zahlen muss...

Aber wenn ich irgendwann die OP machen lassen kann, und diese tatsächlich eine endgültige Heilung verspricht, statt nur Symptombehandlung -

dann würde ich mir tatsächlich lieber den Kiefer zersägen lassen ;)

Hallo Chris, sorry, hab deinen Beitrag jetzt erst gelesen.

Ich war dort nur eine Nacht und hab wohl das Standardprozedere durchgemacht. Also eine ganz normale Überwachung des Schlafs.

Unangenehm war bei mir, dass man nur in einer bestimmten Position schlafen durfte, weil sonst die Sensoren durcheinander gekommen wären. Hätte ich mich im Schlaf einfach ein paar mal gewälzt wäre alles verknotet gewesen. Ich habe kaum ein Auge zubekommen und bilde mir ein, dass das Ergebnis dadurch verfälscht wurde. Am unangenehmsten war der Kleber der Kopf-Sensoren (War schwierig wieder rauszuwaschen) und die ungeheuerlich brennende durchblutungsfördernde Salbe, die man mir auf das Ohrläppchen geschmiert hat :D (Dort musste Blut genommen werden, am Vorabend. Weiß der Geier warum...)

 

Und ja, auf CPAP habe ich auf keine Lust. Ich klammere mich auch an einer möglichen OP fest...

 

Berichtest du weiterhin? Würde mich interessieren!

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Ja, mach ich. So ne Untersuchung in ner 08/15 Klinik für eine Nacht hatte ich vor ca 5 Jahren auch schon mal - aber wie bei dir kam da aus genau denselben Gründen nix bei rum, hab auch kein Auge zugetan.
Frage grade hier im Forum erstmal rum, ob jemand nen guten Kieferorthopäden im Norden kennt, der zumindest was die Kieferrückstellung und mögliche Enge der Luftröhre diagnostizieren kann - wenn man zum falschen Arzt rennt der sich nicht auskennt, kann mans ja gleich lassen. Echt schlimm, dass das so kompliziert sein muss.
Wird also wohl noch ne Weile dauern bis sich was tut, aber dann berichte ich natürlich! :)

Lg!

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