bimaxx

Unfassbare Unglücksstory

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Hallo bimaxx,

 

als ich Deinen Beitrag las, gingen mir einige Dinge durch den Kopf. Ich weiß nicht, ob sie Dir gefallen werden, aber vielleicht, nur vielleicht, bringen sie Dich auf der Suche nach einer Lösung weiter:

 

1. Du schreibst, Du hättest relativ kurz nach der OP mit eingehängten Gummizügen mehrfach den Mund geöffnet. Es ist nicht ganz abwegig, dass eine mechanische Belastung einen frisch operierten Kiefer ungünstig verschiebt. Das ist einer der Gründe, weshalb nach so einem Eingriff (mal mehr, mal weniger) körperliche Schonung verordnet wird.

 

2. Im Allgemeinen ist es so, dass wenn ein Kiefer falsch steht, die Zähne von Natur aus versuchen, eine Stellung einnehmen, mit der man noch irgendwie kauen kann. Das nennt sich Kompensation. Wenn nun eine OP geplant ist, stört das, denn wenn die Kiefer richtig gestellt werden, wäre die an die falsche Kieferstellung angepasste Zahnstellung hinderlich. Man betreibt also eine Dekompensation. Man stellt alle Zähne gerade ohne vorwiegend darauf zu achten, wie Ober- und Unterkiefer zusammenpassen. Dabei wird die Situation häufig erst einmal schlechter. Das passt in etwa zu dem, was Du berichtest.

 

3. Das Incognito-System arbeitet, wie die meisten von außen angebrachten System auch, mit vorgefertigten Drähten. Bei innenliegenden Zahnspangen ist die Herstellung dieser Drähte wesentlich aufwendiger, doch das Funktionsprinzip ist das gleiche: Der Draht wird in jedes Bracket eingelegt. Da die Zähne am Anfang der Behandlung nicht gerade nebeneinander stehen, wird der Draht bei dieser Aktion verbogen. Da er elastisch ist, stellt er sich wieder gerade und nimmt dabei die Zähne sozusagen mit. Der Kieferorthopäde muss trotzdem im Vorhinein bedenken, welche Zahnbewegungen das zur Folge hat und ggf. die Richtung beeinflussen. Das System arbeitet also bei Weitem nicht von selbst.

 

4. Die unterschiedlichen Drähte, die eingesetzt werden, haben ein und dieselbe Form. Es gibt bestimmte Ausnahmen, die aber weniger mit diesem Thema zu tun haben. Was sich unterscheidet, sind Dicke und Material der Drähte. Meistens beginnt man mit einem dünnen, sehr elastischen Draht und verwendet später einen dicken, stabilen. Vereinfacht gesagt, kann der dünne Draht nicht alle Zahnbewegungen durchführen, weil er zu schwach ist und der Dicke nicht von Anfang an eingesetzt werden weil er nicht elastisch genug ist. Deshalb muss man sich von einem Draht zum nächsten vorarbeiten. Am Schluss kommen oft noch bestimmte Drähte für Feinkorrekturen. Man kann nicht pauschal sagen, dass vor einer OP ein ganz bestimmter Draht eingesetzt sein muss, denn in der Regel bewegen alle Drähte die Zähne auf dieselbe Zielposition zu.

 

Fazit: Du hast offenbar sehr konkrete Vorstellungen darüber, wie Deine aktuellen Beschwerden zustande gekommen sind, aber oft ist es sehr schwer jede Ursache auszumachen. Deshalb solltest Du Dich darauf konzentrieren, dass abgeklärt wird, was genau vorliegt. Es ist einfacher für die Ärzte, wenn Du genau beschreibst, was im Moment nicht stimmt als wenn Du sie mit einer Theorie darüber konfrontierst, wie es dazu gekommen sein könnte.
Selbst wenn sich niemals mit Sicherheit klären ließe, was genau zu der jetzigen Situation geführt hat, wäre es wichtiger, dass man es schafft, Dich von Deinen Beschwerden zu befreien. Sofern Du es nicht schon gemacht hast, solltest Du mal mit einer ganz minimalistischen Beschreibung Deiner aktuellen Beschwerden beginnen. Wenn ein Patient vor einem sitzt und beispielsweise sagt: "Hier tut es weh." oder "Ich muss mich anstrengen um normal zuzubeißen.", dann ist es schwer, das Wesentliche zu übersehen oder nicht genug zu beachten.

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@Mimi89,

 

bimaxx hat schon einige Male angedeutet bzw. geschildert, dass es nach der Bimax Probleme gab, z.B. auch hier , aber nie den Namen des Chirurgen genannt. Aus anderen Beiträgen von bimaxx kann man aber schließen, dass es der gleiche ist, bei dem Du auch operiert wurdest.

 

Irene

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Ein sehr guter Name in München ist Frau Prof. Dr. Ingrid Rudzki.

 

Sie ist immer montags in den Praxisräumen meiner KFO, Frau Dr. Niedballa, die beiden sind Cousinen.

 

Prof. Rudzki hat bei mir auch schon desöfteren (Kontroll-)Termine übernommen und ich finde sie sehr gut, einfach unheimlich erfahren.

 

Eigentlich macht sie - wie Frau Dr. Niedballa - nur noch ihre Altfälle zu Ende, aber vielleicht kannst du ja mal zu ihr - nur für ein kurzes Einschätzungsgespräch.

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Hallo bimaxx,

 

ganz, ganz selten können OK-Rezidive nicht sein, ich hatte eines. Ich habe mich aber bisher auf Deinen Aufruf in dem anderen Fäden nicht gemeldet, da bei mir das Rezidiv erst einige Monate nach der ersten OK-VV aufgetreten ist, aus der Erinnerung heraus würde ich vermuten, nach ca. 8 bis 10 Monaten und dir scheint es ja momentan vor allem um Früh-Rezidive zu gehen.

 

Für mich war es kein Problem, einen KC zu finden, der mich operieren wollte, aber bei mir war die ursprüngliche OP ja schon über 20 Jahre her, man trat also keine noch praktizierenden Kollegen auf die Füße und es war bei mir eindeutig, dass es ein Rezidiv gegeben hatte, auch wenn der OK als solches fest war. Dem ersten KC wurde es irgendwann zu heikel, aber das war eine kleine Praxis mit Belegbetten im KH, wo Dysgnathie-OP nicht wirklich zum Tagesgeschäft gehören, obwohl ich mich dort gut aufgehoben gefühlt habe. Ich hatte mich dann sowohl in Ruit als auch im MH in Stuttgart vorgestellt und bin dann im MH operiert worden.

 

Ich weiß nicht, wieviel Geld bei Dir vorhanden ist, aber ich weiß, dass Prof. Sailer in Zürich Re-OPs macht, auch wenn ich es momentan nicht auf der Web-Seite finden kann und ich mir nicht sicher bin, was ich von seiner Selbstdarstellung und seinem ästhetischen Empfinden halten soll. Zudem meine ich auch, hier im Forum von Re-OPs in der Klinik Pyramide in Zürich gelesen zu haben, wo Leute auch relativ lange nach Hilfe nach schiefgelaufenen OPs gesucht haben, vielleicht findest Du etwas über die Suchfunktion dazu.

 

Hoffentlich findest Du bald Hilfe!

 

Irene

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Also ich würde noch zu weiteren MKG-Chirurgen gehen, denn das mit der "unendlichen Blutung" kann ich mir nicht vorstellen.... es kann gut sein, dass ihm dein Fall zu heikel ist und er dich damit abwimmeln wollte. Es gibt ja auch (leider) Patienten hier im Forum, die schon ca. 3-4 Re-Op's hatten.

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Hallo bimaxx!

Den Tipp von Schokolädchen zu Dr. Albino Triaca (Pyramide am See, Zürich) zu gehen finde ich sehr gut.
Mein Vater hatte vor einigen Jahren eine Kiefer-OP, die ziemlich schief lief. Er hatte immense Probleme und stellte er sich darauf hin bei mehreren MKG-Chirurgen vor: es war klar, dass nur eine Re-OP hilft. Sie haben ihm aber offenbart, dass wenn er sich noch einmal am Kiefer operieren lassen würde, der komplette Kiefer/Gaumenbereich instabil werden würde, er einen künstlichen Gaumen bräuchte und ihm höchstwahrscheinlich zeitlebens das Essen aus der Nase kommen würde.... Alles ziemliche Horrorgeschichten/-vorstellungen. Somit haben sie seinen enorm schwierigen Fall abgelehnt.

Durch Bekannte ist er auf Dr. Triaca aufmerksam geworden, der nicht zögerte und einer Behandlung sofort zusagete. Bei ihm ließ sich mein Vater schließlich doch noch einmal operieren: kein instabiler Kiefer, kein künstlicher Gaumen, kein Essen aus der Nase... Alles super! :-)

Dr. Triaca ist ein exzellenter Arzt!

 

(nur so als eventuelle Ermutigung)

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Hallo bimaxx,

 

dass ich zwei Chirurgen in der Schweiz vorgeschlagen habe, war in gewissem Sinne Zufall, aber es sind zwei, von denen ich sicher weiß, dass sie Re-OPs machen und petristars Vater war derjenige, an den ich gedacht hatte bzgl. der Pyramide, da sie dies schon vorher erwähnt hatte. Schweiz hat jedoch den Nachteil, dass dort die OPs anscheinend extrem teuer sind. Aber ich weiß auch, dass es häufig extrem schwierig ist, einen anderen KC für eine Re-OP zu finden, auch wenn es bei mir kein wirkliches Problem war.

 

Das mit der unendlichen Blutung bei Nasenboden freilegen halte ich auch eher für eine Ausrede. Warum sollte es dann ausgerechnet beim dritten Mal passieren und nicht schon beim zweiten Mal? Und was würden dann die ganzen Spaltpatienten machen, ich bin mir relativ sicher, dass dort mehrfach der Nasenboden freigelegt wird bzw. was auch immer im jeweiligen Stadium der Rekonstruktion und Spaltenschließung dort vorhanden ist? Aus meinem OP-Bericht weiß ich, dass der Nasenschlauch gerade rechts aufgrund der Vor-OP relativ vernarbt und teilweise beim Ablösen aufgrund der Vernarbung gerissen ist, aber von unendlichen Blutungen steht da nichts. Mir sickerte zwar nach der OP fast 10 Tag Blut aus der Nase, aber das hörte dann auch auf.

 

Das mit dem Teilrezidiv war 1988, also schon einige Jährchen her. Ich weiß von damals noch, dass es sehr schlagartig aufgetreten ist, ich hatte konzentriert am Computer gearbeitet und plötzlich paßte der Biss nicht mehr. Ich war zu diesem Zeitpunkt aber sicher schon entbändert, deshalb muss es ca. 8 bis 10 Monate nach OP gewesen sein. Dann bekam ich eine Zahnspange, die im OK saß und vorne eine Bügel zum UK hatte. Diese habe ich dann noch mehre Jahre getragen. Das es bei mir zu einem Rezidiv kam, dürfte aber auch daran gelegen haben, dass mein OK damals nicht vollständig verknöchert ist, so dass ich nur Knochenbrücken neben der Nase und am Jochbein hatte. Ich glaube nicht, dass 1988 der OK vollständig (trotz Verplattung) zurückgerutscht ist, sondern es ist langsam mit der Zeit geschehen, so dass es mir gar nicht so wirklich aufgefallen ist. Mein erster KC, der die Bescherung bei der GNE sah, die deswegen auch abgebrochen wurde, meinte, dass es so aussieht, als ob der OK vollständig zurück ist, wenn nicht sogar noch ein bischen weiter.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

 

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hallo bimaxx,

 

wenn das links deine entspannte kieferhaltung ist, wirst du, denke ich, keine großen probleme haben, einen zu finden der dich nochmal operiert.

kein KFC macht das gerne und manche lehnen Re-OPs sogar vollständig ab, aber es gibt trotzdem noch genügend die bei einem objektiven problem nochmal zum skalpell greifen.

 

wenn du mir per PM schreibst woher du ungefähr bist kann ich dir vielleicht einen konkreten tipp geben.

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Hallo bimaxx,

 

wer hat denn behauptet, dass nach einem Jahr kein Chirurg die Platten nicht mehr entfernen will? Mir wurde von 3 unterschiedlichen KCs gesagt, dass die Platten erst nach einem Jahr entfernt werden. Meine Bimax ist nächste Woche genau ein Jahr her und ich habe meine Platten noch drinnen, wobei ich nächste Woche auch einen Termin bei meinem KC habe und hoffe, dann auch den Termin für die ME zu haben, wobei es bei mir frühstens Anfang Juli geht. Bei meiner ersten OK-VV vor 26 Jahren wurden die Platten auch erst nach 2 Jahren entfernt, da es im ersten Jahr zu einem Rezidiv gekommen war und ich kann mich nicht dran erinnern, dass der KC gesagt hätte, dass es besonders schwierig war (aber dieser KC war aber sehr schweigsam). Hier  findet sich auch noch etwas zum Thema wie spät es noch geht. Ich weiß aber auch sicher, dass es jemandem von Deinem Ex-KC gibt, bei dem das Metall nach 2 oder gar nach 3 Jahren entfernt wurde, da es Probleme mit der Heilung gab (Stichwort: "Oberkiefer federt")

 

Bei dem im verlinkten Faden erwähnten Gespräch mit meinem KC am MH in Stuttgart über Metallentnahme hatte ich den Eindruck, dass die dort auch Metall von anderen KCs entfernen, aber ich bin mir nicht sicher. Ich weiß aber sicher, dass es hier im Forum einen Beitrag gibt, wo Metall von Deinem Ex-Chirurgen vom alten Team im MH in Stuttgart, die jetzt in Ruit sind, entfernt wurde. (Ich bin mir sicher, dass in dem Beitrag Namen genannt werden, deshalb will ich ihn nicht verlinken, suche mal nach Schnitten in der Wange und Zeitraum wahrscheinlich 2008 bis 2010, ich glaube nicht später, eventuell früher).

 

Viel Glück bei Deiner Suche, aber stresse Dich nicht zu sehr, dass es mit dem Metall zu spät sein wird, noch ist definitiv Zeit.

 

Irene

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