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Alexi

OK VV am 25.10.2012 UKE Hamburg, bei Dr. Vorwig

So, jetzt sind es schon fast 3 Monaten vergangen und jetzt endlich habe ich mich dazu gebracht einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Es ist ein wenig lang geworden, aber ich hoffe, es ist auch hilfreich und spaßig.

 

Meine Behandlung hat am 24. Januar 2012 begonnen, da habe ich die Brackets aufgeklebt bekommen. Und schon 10 Monaten später war ich bereit für eine OP. Es hätte Bimax sein sollen, aber da ich ziemlich große Zunge habe, hat der Chirurg sich für eine OK VV entschieden. Ich werde nicht sagen, dass mich es gestört hätte :-D

 

Da ich am 24 Oktober

 

um 10 Uhr schon im KH sein musste und ziemlich langen Anreiseweg hatte, habe ich bei einer Freundin übernachtet. Im KH war ich kurz nach halb zehn und musste ein wenig warten. Kurz vor zehn wurde ich eingewiesen, habe ein „Armband“ mit dem Strichcode bekommen und konnte hoch auf die Station 3B gehen. Dort angekommen habe ich erfahren, dass alle Betten belegt sind und ich muss jetzt noch ein wenig warten. Da ich sowieso noch einen Laden in der Nähe finden wollte, habe ich meine Tasche abgestellt und mich dann auf der Suche gemacht.

Nach einer Stunde bin ich zurück gekommen und da wurde mir gesagt, dass ich erst woanders muss und nach der OP in „meine“ Station gebracht werde. Ok, mir ist doch egal, wo ich schlafe, solange ich da schlafen kann. Gut, bin ins Zimmer gegangen, da stand schon das Bett, Schrank und ein Abstelltisch mit dem Monitor. Da ich ein Gespächt mit dem Anästhisisten um 13 Uhr hatte und bis dahin umgefähr so um die Stunde hatte, habe ich angefangen das Bett und Monitor zu erkundigen. Halt die Knöpfe drücken, rauf und runter fahren mit dem Bett und die Programme auf dem Monitor angucken. Habe rausgefunden, dass ich da Fern schauen und ins Internet kann. Dann kam eine Frau von der Küche und habe mich wie ein Stück Gemüse eingescannt, damit ich dann bei denen aufgenommen werde und immer was zum essen bekomme.

 

Danach runter zum Anästhisisten. Da wurde mir erzählt, dass ich gar keine Maske oder ähnliches bekommen, sondern es wird ein Schlauch in der Nase gesteckt und bis zur Lunge geschoben, damit die Narkose direkt wirkt. Es wurde über die möglichen Komplikationen erzählt und anderes.

 

Dann wieder zurück in der Station, bzw. in die Küche, habe mir lecker Würstchen mit Kartoffelbrei und Sauerkraut geholt und gegessen. Es war schon fast halb drei und kurz danach wurde Kaffee und Kekse verteilt. Danach musste ich auf dem Chirurgen warten, da wir noch ein mal über die OP sprechen und den Splint anprobieren sollen. Ich wollte noch mal zu Netto und mir Snickers kaufen, da ich plötzlich Appetitt darauf bekommen habe und der Artzt kam und kam nicht. Ich dachte, er hätte mich vergessen.

 

Dann, um halb sechs ist er doch gekommen und wir haben noch ein wenig über die OP gesprochen. Hab auch den Splint zu sehen bekommen. Ist fast wie Mundschutz bei Boxer, nur viel kleiner und aus durchsichtigen Plastik. Ausserdem hat KFC gesagt, dass es nur eine OK VV sein sollte und keine Bimax. Hurra! Es sieht so aus, als ob es reicht, wenn die OK 5 mm nach vorne verlagert und hinten um 5 mm hoch gehoben wird. So weit so gut. Bin trotzdem ein wenig nervös geworden. Habe mich sehr schnell angezogen und zur Netto gegangen, meine Schockolade zu kaufen.

 

Dann wieder zurück und auf das Abendbrot gewartet. Zwei Scheiben Brot mit Käse, Wurst, Stückchen Camamber, pflanzichen Aufstrich (liiiieeeebe ich) noch Kräuterquark und ein Apfel. Wie schade, dass ich nicht mehr Abendbrot oder Mittagessen da essen konnte :biggrin:

Abend kam dann die Schwester, habe das Bludruck gemessen. Meins war ein wenig zu niedrig, aber es war auch normal, so wie ich mich kenne. Dann habe ich ein schönes Krankenhaushemd bekommen und super-schicke Unterhose, die ich morgen anziehen sollte. Die Schwester wollte mir auch eine Spritze gegen Thrombose geben :522: und ich habe mich unter der Decke versteckt, da ich so ein rieeeesen Angst vom Spritzen habe. Sie hat lange versucht mich raus zu locken und hat dann versprochen, dass alles sehr schnell gehen wird. Da ich auch genug Speck am Bauch habe, habe ich mich entschieden den zu opfern und kam doch raus. Es war auch ganz schnell und tat gar nicht weh. Dann habe ich mich noch geduscht, Haare gewaschen, Zähne geputzt und mich ins Bett gelegt. Als letzte gab es zwei Tabletten: gegen Übelkeit und Schlaftablette. Dann bin ziemlich schnell angeschlafen.

 

 

25 Oktober. OP Tag.

 

Morgen früh wurde ich geweckt und es musste alles schnell gehen: Zähne putzen, Sachen in den Schrank packen, die Kleider austauschen (Schlafanzug gegen KHhemd), sms an meinem Mann schicken, noch eine Tablette schlucken, wieder ins Bett springen und es geht los! Wurde von einem Mann mit dem Fahrstuhl nach unten gefahren.

 

Unten angekommen wurde ich in ein Raum geschoben, habe die Haube übern Kopf bekommen und in einer Ecke abgestellt. Da ich die Brille nicht an hatte, konnte ich auch nix so viel sehen, nur dass alle, die rum gelaufen sind, grün waren. Die Assistentin hat angefangen mir die ganze Elektroden aufkleben, die mein Herzfrequenz verfolgen sollten und die Blutdruckmangete angebracht. Ich habe gefragt, warum ich keinen Monitor habe, der pipst und die Assistentin hat versprochen mir eins vorbei zu bringen. Und dann bin ich eingeschlafen und habe nicht mehr mit bekommen.

 

Aufgewacht bin ich, als jemand mich gerufen hat: „Aufwachen, sie sind im Aufwachraum. Die OP ist gut verlaufen, alles ist gut“. Und ich liege da und denke: „ich verstehe nix, wurde ich überhaupt operiert? Es tut nicht weh, mein Gesicht hat gar keine taube Stellen, ich kann den Mund aufmachen, es kratz nur ein wenig im Hals. Ok, überall sind die Schläuche (linkes Handgelenk, beide Füße – Zugänge für die Infusionen), die ganze Elektroden um Herzfrequenz zu messen und die ekelhafte, ekelhafte Schlauch aus der Nase“ Ich habe mich gerade gefreut, dass ich mich gut fühle und sogar sprechen kann und sofort habe ich mich übergeben. Zum Glück ist die Schwester ziemlich schnell gewesen und hat mir noch eine Schale noch geben können. Ich kann mich noch erinnern, dass ich da würge und denke: „hmm, ich kann ja den Mund aufmachen, das ist ja richtig cool!“

 

Dann bin ich eingeschlafen und wurde von einer Schwester geweckt, die fragte, ob ich mit meinem Mann sprechen möchte. Ich weiß noch, dass ich „hallo, mein Schatz“ sagte, an mehr konnt ich mich nicht erinnern, aber ich habe viel gesprochen :479:  Danach habe ich gefragt, ob ich Schmerzmittel haben könnte. Hatte zwar keine Schmerzen, aber sicher ist sicher. Dann wieder schlafen.

 

Aufgewacht bin ich weil mir richtig schlecht geworden bin und ich musste mich leider noch mal übergeben. Diese blöde Magensonde hat ja gar nicht geholfen! Dann bin ich wieder eingeschlafen, aber vorher habe ich eine Kühlmaske auf das Gesicht bekommen. Irgendwann bin ich wieder aufgewacht, dass mir wieder übel geworden ist, aber ich hatte eine Schale! Somit konnte alles schnell und sauber erledigt werden. Na ja, nicht so ganz sauber, da ich die Maske nicht ganz runterziehen konnte und sie hat was abbekommen.

Danach habe ich etwas gegen die Übelkeit bekommen und ich habe wieder um ein Schmerzmittel gebeten, aber den anderen, da ich genau nach dem Schmerzmittel mich übergeben haben. Die Schwester hat mir was anders gegeben und ich bin wieder angeschlafen. Habe mich auch schon an der Seite gedreht, da ich sehr ungerne auf dem Rücken schlafe.

 

Irgendwann wurde ich von den Pipsen des Geräts geweckt, da mein Blutdruck runter war. „Ach, - habe ich zur Schwester gesagt, - ist nicht schlimmes. Ist öfter mal zu niedrig.“ „Ja, ja, - sagte Schwester, - aber doch nicht 50 zu 30“ „Oh, dann müssen wir was machen. Aber ich fühle mich richtig gut! Kann sogar aufstehen.“ Komischerweise hat die Schwester es mir nicht erlaubt, somit musste ich liegen bleiben und weiter die Medikamente in sich tropfen lassen. Die blöde Blutdruckmangete hat mich richtig genervt, sie hat richtig stark gedruckt und ich habe sogar den Blauenfleck da bekommen. Na ja, irgendwann ging mir besser und der Blutdruck war schon ein wenig höher, so 70 zu 50 und ein wenig höher.

 

Am Abend haben die Schwester die Schichtübergabe gemacht und ich bin da wieder wach geworden gerade als sie über mich gesprochen haben. Danach wollte ich Schlafmittel. Die Schwester sagte, dass ich sowieso die ganze Zeit schlafe, warum jetzt noch Schlafmittel? Na ja, sagte ich, ich schlafe, aber ich wache immer wieder auf. Ich will aber schlafen und schlafen. Ich glaube, ich habe nix bekommen, da ich jede halbe Stunde aufwachte und immer fragte, wie spät es ist. Habe doch keine Brille dabei und konnte die Uhr an der Wand gegenüber nicht lesen.

Ich wurde im Aufwachraum über Nacht gelassen, da sie mein Blutdruck immer kontrolieren wollen. Und so bin ich nach oben, in meine Station, nur am

 

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Freitag, den 26. gekommen. 1. Tag nach der OP.

 

Ich kann mich ganz schlecht erinnern, was in der erste Hälfte des Tages passiert ist, nur das diese blöde Magensonde mich richtig genervt hat und ich sie raus haben wollte. Schrecklich! Aber nach dem Mittagessen (Tomatensuppe!) habe ich eindlich mein Schrank bekommen und konnte meine Brille raus holen. Habe noch zwei Fotos gemacht und dann noch Sms geschickt und dann hat dieses blöde Handy aufgehört zu funktionieren. Ich dachte, ich werde verrückt! Das schlimmste war, dass ich mich bei meinen Eltern nicht melden konnte.

 

Während nachmittags Visiten habe ich meinen Chirurg zum Gesicht bekommen (ist übrigens Chefarzt). Der hat sich gefreut mich in so einem guten Zustand zu sehen und erzählte, dass ich zwei Platten und 16 Schrauben habe (Habe mir später ein Röntgenbild machen lassen, sieht witzig aus). Ich konnte reden, lachen, hatte keine Schmerzen und fühlte mich eigentlich sehr gut. Habe mich über die Magensonde geklagt und der hat sie mir sehr schnell gezogen. Ich habe erzählt, dass ich gar keine tauben Stellen habe und er meinte, wenn es alles gut läuft, werde ich auch schon am Montag entlassen. Hurra, habe ich gedacht, und bin wieder eingeschlafen. :484:  Also, habe ich bis Samstag morgen geschlafen und weiß nur, dass mir immer wieder eine Tropf mit dem Schmerzmittel aufgehängt wurde.

Übrigens, wir haben mit KFC auch den Termin abgemacht, wann die Fäden gezogen müssen. Es sollte am 6. November sein.

 

2. Tag nach der OP. Am Samstag, den 27.

 

ist mir noch besser geworden und ich habe angefangen zu suchen, wo sich die Nähte befinden. Sie sind alle auf der Unterseite der Oberlippe und sehen richtig lustig aus mit ihren blauen Fäden :356: . Das Zahnfleisch oben war total taub, habe ich während „Zähnenputzen“ festgestellt und genau in diesem Bereich bin ich geschwollen. Ich hatte den Splint zwischen den Kiefer und die Gummis an den Seiten. Da die Gummis elastisch sind, konnte ich den Mund reativ weit aufmachen, den Strohhalm zwischen Splint und Zähnen durch schieben und somit gut trinken. Die Gummis dürfte ich nicht abmachen und somit war das richtige Zähneputzen nicht möglich. Ich musste die ganze Zeit mit dem Salbeitee spülen und mit den Wattestäbchen vorsichtig den weißen Belag von dem Zahnfleisch oben entfernen. Und man dürfte die Nase auch nicht putzen, war auch nicht das schönste Zeit. Habe teilweise mich richtig zusammen reißen müssen um nicht zu weinen, obwohl man oft Lust darauf hätte.

 

Der ganze Tag ist ziemlich gut gelaufen, nur habe ich nicht so richtig nach gedacht und mir jeweils nur eine Tasse Suppe bestellt und somit hatte ich Hunger :586: . Ein Becher Suppe war doch zu wenig. Also, bestellt euch schon zwei oder drei lieber. Zum Glück konnte ich während Nachmittagstee ein Paket Orangensaft ergattern und mich so ein wenig retten. Am Sonntag habe ich dann immer zwei Portionen bestellt, und konnte so über den Tag mich halten. Habe sogar einen Pudding gegessen! Und es ging richtig gut.

Ansonsten ist nix interessantes passiert, habe nur fern geguckt. Am Samstag habe ich nocht ganz viel geschlafen, aber am

 

Sonntag, den 28. Oktober (3. PostOP Tag)

 

war ich schon relativ fit. Bin ein bisschen rum gelaufen, habe gelesen und fern geguckt.

In der Nacht vom Sonntag auf Montag habe ich schon ohne Kühlmaske geschlafen, da sie mir zu kalt geworden ist, auch wenn ich die Temperatur hoch gedreht habe. Habe es zu Kenntnis genommen und habe die Maske abgelegt. Die Schwellung ist schon ein wenig kleiner geworden und sollte auch in zwei Wochen weg sein.

 

Am Montag morgens (4. PostOP Tag)

 

habe ich die Tasche gepackt und gewartet, bis ich entlassen werde. Mir wurde noch gezeigt, wie ich die Gummis abmachen konnte und wieder anspannen. Das erste Mal richtiges Zähneputzen! Hurra! Habe lange meine Zähne im Spiege betrachtet und wansinnig gefreut, dass sie jetzt so gerade und gleichmäßig sind. Am Dienstag musste ich dann zum KFO gehen, damit sie auch mal sehen, ob ich die Gummis richtig wechsle. Mein Mann hat mich dann abgeholt, ich habe noch das Rezept für die Schmerztropfen bekommen und habe mich auf den Weg nach gemacht.

 

 

30 Oktober, Dienstag

 

bin ich zur meiner KFO gegangen und die Helferin, die mich quasi die ganze Zeit betreut, hat noch mal kontrolliert, wie ich die Gummis ansetze. Zusätzlich habe ich noch ein Gummi über die Schneidezähne bekommen, damit sie ein wenig nach vorne rücken. Den Splint sollte ich drin behalten und nur beim Zähneputzen raus holen. Zum Glück liebe ich die pürierten Suppen, sonst wäre es schwer für mich. Zusätzlich konnte ich Joghurts und Puddings essen, soviel ich wollte, musste mir aber flachen Baby Löffelchen kaufen, sie gehen dann besser durch zwischen Splint und Zähnen.

 

6 November.

 

Der schlimmste Tag in gesamten Behandlungjahr. Die Nähte mussten weg. Und ich muss sagen, es war richtig schlimm! Meine Schwellung war schon fast komplett weg, nur ein wenig um die Nase ist was geblieben, und ich fühlte mich schon super fit. Aber! Wenn die Lippe ein wenig hoch gezogen wurde um die Nähte durch zu schneiden, hat es wansinnig weh getan, da ich alles, aber wirklich alles gespürt habe. Habe ein wenig rumgeschrien und geweint. Und alle haben mir gesagt, dass die Nähte ziehen gar nicht weh tut. Es tut richtig dolle weh! :481:

 

Na, wenigsten war ich meinen Splint los und konnte anfangen weiche Sachen richtig zu kauen. Hurra! Essen! Habe sofort Nudeln gekocht und alles genüsslich gegessen. Mmmmm... lecker!

Musste allerdings neu lernen zu kauen, da meine Zähne sich immer wieder aneinander stoßen und ich mir an die Zunge schon ein paar Mal gebissen habe.

 

Am 13. November

 

musste ich die Gummis neu anspannen. Früher hatte ich ein Gummi über drei Breckets gezogen (1 oben und 2 unten) und jetzt musste ich die Gummi an den unteren Bracken umhängen und dann zusammen legen, über den oberen ziehen und dann wieder an den unteren (daneben) anhacken. Der Zug war so ziemlich fest und man konnte gar nicht so gut sprechen und trinken. Grausam. Zum Glück musste ich nicht sooo viel reden und irgendwas erzählen.

 

5 Dezember.

 

Mir wurde erlaubt die Gummis nur Nachts zu tragen und am Tag gar nicht mehr. Und essen dürfte ich fast alles, nur keine Möhren durchbeißen oder ähnliches. Zur Zeit konnte ich auch schon alles essen und habe sogar schon die Nüsse (Walnüsse – sind schön weich) geknackt. Die Schwellung war schon längst vergangene Sache und ich habe mich an mein neues Gesicht gewohnt.

 

Und das beste kommt noch am

 

21 Januar.

 

Die Breckets werden abgemacht!!! Hurra!!! :689:

 

Fazit:

 

Ich bin mega super froh, dass ich die OP gemacht habe. Das Gefühl etwas durch zu beißen ist einfach unbeschreiblich und es ist unglaublich schön richtig, ohne zu lispeln, sprechen zu können. Außerdem atme ich viel besser durch die Nase und mein Profil sieht endlich mal normal aus.

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