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Baudrillard

UK-Vorverlagerung am 18.08. in Bad Homburg (Kater)

Letzten Freitag wurde mir in Bad Homburg mein Unterkiefer in Bad Homburg von Dr. Kater nach vorne verlagert. Ich glaube auch, dass er ein wenig nach rechts verlagert wurde.

Tag vor der OP:

Bin am Donnerstag,17.08., um 14:00 in der Praxis aufgeschlagen. Herr Kater hat sich die Blutwerte angeschaut, war nicht so begeistert von meinem Blutgerinnungswert und meinte, dass dies bedeute ich würde zu Hämatomen neigen. Da ich ja Arnica D12 mit hatte und vor der OP nehmen wollte, habe ich ihn dazu befragt und er meinte, dass ich bitte erst nach der OP mit der Einnahme beginnen sollte, da ich sonst diese Neigung zu Hämatomen verstärken würde. Dann wurde noch mal Blut abgenommen und ich durfte nach der Klärung weiterer Fragen und einer neuen Blutprobe ins Krankenhaus. Im Krankenhaus dann die notwendigen Formalitäten. Ich habe ein Bett in einem 4-Bett-Zimmer bekommen, mit 3 anderen Damen von denen eine die Titanplatten an diesem Tag rausbekommen hat. Ich habe die Zeit genutzt Andsche und Stubs einen kleinen Besuch abzustatten und mir ihre Erfahrungen anzuhören. (Vielen Dank noch mal an Euch Beide!) Ach ja, die meisten MKGler, die ich an diesem Tag getroffen habe dachten, dass ich nur die Platten rausbekomme, da man meine Fehlstellung kaum gesehen hat. Ich habe dann ewig auf der Station rumhängen müssen (bis etwa 18 Uhr), da der Narkosearzt zu einem Notfall musste. Naja, ich war dann noch mal bei Andsche und Stubs und habe beccy82 (?) und vf... (?) kurz kennen gelernt. (Schöne Grüße!) Den Rest des Abends hatte ich dann frei. Ich hatte aber kaum Hunger und bin daher kurzerhand zur nächsten Tanke und habe mir Süßigkeiten und ein fettes Magnum Classic geholt. Nachts konnte ich kaum schlafen vor Aufregung.

OP-Tag:

Ich habe mich lange mit meiner Zimmernachbarin unterhalten, die mittlerweile ihre 4. OP bei Kater hatte (1 Bimax, 1 UK, 2 x Platten). So gegen 10 habe ich dann die LMA-Tablette bekommen. Bin müde geworden und gleich eingeschlafen. Nach etwa einer Stunde bin ich wieder aufgewacht und da war die Wirkung wieder weg. Und dann hat die Warterei angefangen. Bin um 12:30 mit meinem Bett runtergefahren worden, durch die Schleuse auf die OP-Liege und habe dann ziemlich lange im Anästhesie-Raum warten müssen. Zwischendurch kam aber Kater kurz zu mir und hat mir gesagt, dass die zwei OPs vor mir länger gedauert hätten als erwartet, er aber dadurch gut für meine hätte üben können ;) Um 13:15 habe ich dann die Narkose bekommen (Infusion und Maske). Ich bin dann um etwa 15:15 im Aufwachraum aufgewacht. Konnte trotz verdrahtetem Mund ein wenig sprechen und habe gleich Schmerzmittel verlangt. Die Schmerzen waren nicht so schlimm aber unangenehm. So gegen 15:45 bin ich dann auf die Station zurück auf mein Zimmer gekommen. Ich hatte keine Magensonde (mehr?). Direkt nachdem ich aufgewacht bin, wurde mir Tamponage aus der Nase gezogen. Neben dem Draht, der um die beiden Schrauben im Ober- und Unterkiefer angebracht war, hatte ich noch die Infusionsnadel drin und die Lymph-Drainagen. Auf dem Zimmer habe ich gleich nach einer Kühlmaske gefragt, da ich ja durch das Forum wußte, dass die Dinger so gut sind. Die Schwester hat mir dann auch gleich eine gebracht. Irgendwann ist dann mein Mann zu Besuch gekommen. Da konnte ich dann nicht mehr sprechen. Ich war froh Zettel und Stift zur Hand zu haben. Kurz darauf musste ich auf die Toilette und habe meinen Mann zur Schwester geschickt, da ich dachte, dass es jetzt auf die Bettpfanne geht. Stattdessen hat die Schwester meinen Puls gemessen, für gut befunden, und ich durfte alleine auf die Toilette. Das ging auch. Erst nach dem ich wieder lag, war mir ein klitzeklein wenig übel. In der Nacht war ich ziemlich häufig wach. Habe 2x Schmerzmittel verlangt. Und die Nachtschwester hat mir dann etwas zu trinken gegeben (durfte vorher noch nicht). Das ging super mit der Schnabeltasse und hätte sonst eine große Sauerei gegeben. (Sollte keine zur Hand sein, dann nehmt Euch vorsichtshalber Strohhalme mit - Danke für den Tipp Stubs!).

1. Tag Post-OP:

Mir ging es überraschend gut. Ich bin aufgestanden, habe mir als allererstes einen Hausanzug angezogen (mit Lymph-Drainagen ein wenig Murks aber geht) und bin den Flur hoch und runter spaziert. Das Frühstück musste ich mit einer Spritze essen, da mein Mund ja noch verdrahtet war. Es gab so eine Art Haferschleim und pürierte Früchte (lecker!). So gegen 10 kam Dr. Edelmann dann auf Visite und hat mir den Draht aufgeschnitten. Er ist wohl noch nicht so lange im Geschäft und ein wenig 'ungeschickt'. Er hat versucht das alles zu machen, obwohl ich die Kühlmaske noch aufhatte. :-) Danach habe ich als allererstes meine Mutter angerufen. War ganz witzig mit Splint im Mund, aber man konnte sich verständigen. Wollte ja auch nur kurz Bescheid geben, dass es mir gut geht. Den Rest des Tages habe ich mit Essen, Schlafen, Spazierengehen etc. verbracht. Essen war sehr anstrengend, aber hat gut getan. Ich habe mir meist die pürierten Früchte für nachher aufgehoben, da es ziemlich anstrengend war. Mit den Schläuchen im Mund war das auch noch eine ziemliche Sauerei und ich habe mir daher von den Schwester ein Tuch als Schlabberlatz-Ersatz geben lassen. Zu diesem Zeitpunkt war ich so gut wie gar nicht geschwollen (Dr. Edelmann war erstaunt). Ich dachte, das liegt daran, dass ich die Kühlmaske wirklich nur immer für wenige Minuten abgenommen habe. Die Nacht habe ich entsprechend schlecht geschlafen.

2. Tag Post-OP:

Um etwa 9 hat Edelmann mir die Lymph-Drainagen gezogen. Hat nur auf der einen Seite ein wenig weh getan. Es hat keine 10 Minuten gedauert und mein Gesicht war geschwollen. Waren also hauptsächlich die Drainagen. (Ein Pfleger hat mir heute erzählt, dass Patienten, die gar nicht kühlen, wirklich extrem anschwellen. Er würde daher immer zum Kühlen raten.) Egal, habe auch in der Nacht gekühlt, mir aber diesmal ein Schlafmittel geben lassen. Bin trotzdem wegen des Maske (mir war dann kalt) aufgewacht und hatte wieder Probleme einzuschlafen. An diesem Tag habe ich mich auch zum ersten Mal wieder geduscht. War ein wenig ängstlich und habe daher die Tür nicht verschlossen. Ging aber wirklich gut und ich habe mir auch die Haare gewaschen. Nachts habe ich dann nach meiner allerletzten Antibiotika-Infusion durch die Nachtschwester endlich die Infusions-Nadel raus bekommen.

3.Tag Post-OP:

Morgen-Routine und dann runter zum Röntgen. Da habe ich auch die beiden anderen 'Kollegen' getroffen, die am gleichen Tag operiert wurden. Da beide eine Bimax hatten, waren die wesentlich stärker geschwollen. Bei dem Jungen konnte man trotz der Schwellung schon sehen, wie stark er sich im Positiven verändert hatte, da er vorher einen sichtbaren UK-Vorstand hatte. Kaum zurück auf dem Zimmer wurde das Frühstück aufgetischt. Kaum hatte ich den ersten Bissen Haferbrei in den Mund geschoben, sollten wir rüber in die Praxis. Wir sind zu zweit rüber, dann ist das Mädel zu uns gestoßen und nach der kurzen Untersuchung sind wir alle zusammen rüber in Krankenhaus. Dr. Edelmann sagte, dass ich Di oder Mi nach Hause dürfte. Kaum zurück, musste ich mir mein Frühstück, dass sie bereits entwendet hatten wieder zurück organisieren. :wink: Und dann musste ich meine Kühlmaske abgeben, an die nächsten Frisch-Operierten. Gegen Mittag kam dann mein Mann mit meiner kleinen Tochter zu Besuch. Das war das Beste überhaupt, danach habe ich mich 1000Mal besser gefühlt. Hatte doch Angst, dass sie Angst vor Mama Hamsterbacke hat. Nachmittags bekam ich dann überraschenderweise Besuch von Dr. Kater. Da ich ja mitbekommen habe, wieviele OPs er an diesem Tag hatte, hätte ich nicht erwartet, dass er noch mal vorbeischaut. Er sagte, dass meine Röntgenbilder in Ordnung seien, fragte nach meinen Zahnputzversuchen und meinem Wohbefinden. Als er dann gesagt hat, dass ich Dienstag nach Hause dürfte, wenn ich es mir zutraue, hätte ich ihn knutschen können. (Ich habe mich beherrscht). Die Nacht habe ich vor Aufregung wieder kaum schlafen können.

4. Tag Post-OP:

Warten auf die Entlassung. Meine Schwellung ist übrigens mit jedem Tag ein wenig zurück gegangen, aber noch deutlich sichtbar. Um 9:30 durften wir dann in die Praxis rüber. Dr. Edelmann hat mir neue Gummis reingemacht und mir die Schräubchen mit dem Schraubendreher rausgedreht. Betäubung wäre nicht notwendig, da die so frei lägen. Hat sich angefühlt als wenn er sie weiter rein drehen würde und jedesmal wenn es anfing weh zu tun, kam die Assitentin und hat die Schraube rausgenommen. Hat auch nicht geblutet und jetzt 10 Stunden später kann man die Löcher auch nicht mehr wirklich sehen. Den Splint, den ich bis dahin nur zum Essen rausgenommen hatte, muss ich nicht wirklich tragen. Das könnte ich selbst entscheiden. Ich hatte dann noch einen Termin zur manuellen Lymph-Drainage im Kkhs. Das war sehr angenehm. Mittagessen und dann hat mein Mann sich angekündigt. Ich habe also meine 7 Sachen gepackt, alle Formalitäten erledigt und mich noch ein wenig um meine Zimmernachbarin gekümmert, die erst kurz vorher von der Intensivstation gekommen ist (Bimax). Und dann ging es heute endlich nach Hause. Das erste Schläfchen in meinem eigenen Bett mit 2 Kissen und Stillkissen war toll. Aber Reden und Essen strengt noch ziemlich an.

So, jetzt will ich mal wieder nach meiner Kleinen sehen, bevor die ins Bettchen muss. Werde dann in den nächsten Tagen weiter über meine Genesung berichten und wenn ihr fragen habt, dann immer her damit.

Viele liebe Grüße

Baudi

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Hallöchen Baudrillard,

ich freue mich sehr für Dich und die gut überstandene OP!

Dein Bericht ist sehr gut geschrieben und hilft einem die ganze Sache wieder etwas positiver zu sehen!

LG

Sabrina :-P

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Hi Baudi

schön das es dir schon so gut geht:-)

ich denk das liegt auch daran dass bei dir die Verschiebung ja nicht so groß war

so hat es zumindest gewirkt;-) , wie viel mm waren es denn nun eigentlich?

das du in der ersten Nacht aufgeregt warst kann ich mir kaum vorstellen

so ruhig und ausgeglichen wie du am Spätnachmittag noch gewirkt hast

da war ich echt überrascht, die Ruhe in Person dacht ich:-)

ich wünsch dir dann mal ein fröhliches Abschwellen;-)

Gruß Heiko

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@sabrina25: Danke. Ich hatte ja ursprünglich noch viel mehr geschrieben, aber ich tendiere zum Labern :roll:

@ff1977: Bin noch ziemlich müde, da ich nachts noch nicht so gut schlafen kann. Aber ansonsten geht es mir (in Anbetracht der kurzen Zeit) sehr gut. Bezüglich der mm kann ich Dir (noch) gar keine genaue Auskunft geben. Ich bekomme erst im Laufe der nächsten Wochen eine Kopie des Arztbriefs bei meiner KFO und dann kann ich Dir die Frage genau beantworten. In meinem Heil- und Kostenplan steht OJ=7mm, OB=4mm. Ob sich da allerdings rauslesen lässt wieviel mm es letztendlich waren; dazu fehlt mir das Know-How. Mein Unterkiefer war aber bereits ein kleines Stück 'von alleine' nach vorne gekommen im Verlauf der kieferorthopädischen Behandlung, da ja mein Oberkiefer zu eng war. Durch das Kippen der Zähne nach außen, wurde der Unterkiefer dann nicht mehr gewaltsam weiter nach hinten gedrückt. Jetzt nach der OP habe ich - glaube ich einen Kopfbiss - da meine oberen Schneidezähne noch weiter nach vorne gekippt werden sollen. Ach egal, ich werde die Details nachliefern, sobald ich sie habe :-) (Sorry, kann noch nicht breiter Grinsen.)

Das mit der Ruhe in Person: Ja, ich scheine da tatsächlich ein Naturtalent zu sein. Manch einer behauptet sogar ich sei einfach nur sehr rational und pragmatisch ;-) Mir war ja klar, das dies ein massiver Eingriff in meinen Körper ist. Auch, dass ich keine Ahnung habe, wie ich das letztendlich durchstehen werde. In solchen Fällen versuche ich mich dann einfach auf das einzulassen, was da Kommen wird und mich erst dann auf die Meisterung der Krise zu konzentrieren. Ich finde, das klappt (bei mir) ganz gut. Naja, als ich im Anästhesieraum kurz vor der OP warten musste, habe ich mich selbst über mich gewundert. Ich habe ja meine Pulfrequenz hören können und mich schien so gar nichts aus der Ruhe zu bringen (vielleicht hat die Tablette 3 Stunden später doch noch gewirkt??). Aber die OP war ja eigentlich auch das Harmloseste an der Sache - zumindest in meinem ganz persönlichen Erleben der Geschichte. Ich bin friedlich in die Narkose geglitten und dann war schon alles vorbei und ich bin im Aufwachraum aufgewacht. Also habe ich von der OP ja absolut gar nichts mitbekommen. Erst hinterher wird es ja schwer. Und ich bin ohnehin davon ausgegangen, dass alles glatt läuft (sonst hätte ich bestimmt Panik geschoben!).

An dieser Stelle wäre es dann noch einmal angebracht mich ganz herzlich bei allen Mitgliedern dieses Forums zu bedanken und alle denen, die mich im Krankenhaus mit Informationen versorgt haben. Das alles hat mich dermaßen beruhigt, da ich wußte, auf was ich mich vorbereiten muss und es in den meisten Fällen auch gut geht. Da blieb mir gar nichts anderes übrig als ruhig zu bleiben. 1000Dank Euch allen - weiterso!

Ach ja, ein ganz wichtiger Aspekt war auch, dass ich Herrn Dr. Kater vertraut habe. Wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte ich mir einen anderen Kieferchirurgen gesucht. Ich finde das ist eine Grundvoraussetzung. Und das Vertrauen kam durch meine KFO, die ihn wärmstens empfohlen hat und ich sie für sehr kompetent halte. Sein Ruf war nettes Beiwerk aber nicht ausschlaggebend. Bin mir nicht sicher, ob ich mir nicht jemand Näheres gesucht hätte, wenn ich weiter weg gewohnt hätte.

Viele liebe Grüße

Baudi

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Hallo,

viel Glück zur überstandenen OP. Habe diese auch noch vor im Mai / Juni 2007

und finde es superinformativ darüber zu lesen.

Gute Besserung

LG Irina

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Hallo Irina,

danke für die Genesungswünsche. Habe heute nacht doch tatsächlich das erste Mal durchgeschlafen. Tolles Gefühl. Und heute morgen habe ich mich sogar getraut, ein wenig auf der Seite zu ruhen. Aber so ganz traue ich der Sache natürlich nicht so. Ich bin aber auf alle Fälle schmerzfrei. Nur der Druck, durch die Schwellung - die allerdings nicht mehr so schlimm ist - nervt, sobald ich mich ins Bett lege. Muss mich immer erst ein wenig daran gewöhnen bevor ich einschlafen kann und manchmal zieht es ein wenig unangenehm im Ohr. Aber ist ja gerade erst einmal eine Woche her. Ich finde nur Sprechen und Essen so anstrengend. Naja, mein Mann freut es sicher, dass ich ihn nicht andauernd vollquatsche. Das übernimmt dafür meine Kleine :lol:

Was wird denn bei Dir gemacht? Und ich interpretiere, dass Du Dich auch in Bad Homburg unter's Messer legst? Biete sich ja bei Deinem Wohnort an.

Viele liebe Grüße

Baudi

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Hallo Leute,

seit der Entlassung aus dem Krankenhaus war ich heute zum ersten Kontrolltermin bei meiner KFO und dachte daher, dass es wieder mal an der Zeit wäre über mein Wohlbefinden zu berichten ;-)

Die Hamsterbacken sind mittlerweile fast vollständig weg. Die einzige Schwellung ist wohl hauptsächlich im Mund und äußerlich kaum sichtbar. Fremde würde es jedenfalls gar nicht mehr merken. (Ich werde ein Foto einstellen, wenn ich meinen Mann dazu bekomme heute abend eins zu machen - dann aber in meinen Thread im Foto Forum).

Am Samstag habe ich dermaßen viel geredet, dass ich auf meiner rechten Seite ziemlich Schmerzen bekommen habe. :oops: Gemein war, dass ich es erst gemerkt habe, als ich meine Klappe für eine Weile gehalten habe. Ist aber nicht der Kiefer, sondern nur der Muskel, denn es zieht dann hinter'm Ohr nach oben. Naja, habe dann halt einfach mal die Klappe gehalten.

Im Mund habe ich seit etwa 4 Tagen ein wenig Probleme mit Aphten. Die Lippe(n) scheuern ständig an den Brackets und scheuern alles auf. Naja, habe da so eine Salbe, die schnell hilft. (Ist ja für eine 'erfahrene Schneekettenfahrerin' leider nichts Neues) Und wenn's gar nicht mehr geht werde ich meinen Lipp-Protector kürzen (der passt wegen der Gummis gerade nicht) und einsetzen. Ansonsten heilt alles prächtig und mir geht es sehr gut.

Da ich gestern abend wieder Muskelschmerzen hatte, habe ich meinen Splint zum Schlafen wieder angezogen und siehe da, es hat geholfen. Meine KFO hat mir heute bestätigt, dass der Splint meinen Muskel entlastet. (Wäre ich da doch früher drauf gekommen, dann hätte ich mir die Schmerztablette sparen können!)

Heute morgen ist mir beim Spülen mit Hexoral dann aufgefallen, dass es auf meiner rechten Seite im Mund ein wenig brennt. Naja, hatte ja ohnehin einen Termin bei meiner KFO. Die ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Sie hat mir einen Faden gezogen, der da noch 'rumhing'. Das Brennen kommt wohl daher, dass ich mir auf dieser Seite auf das Gewebe beiße. Sie kann da auch nicht viel machen und ich habe daher beschlossen, den Splint jetzt auch tagsüber anzuziehen. Ich hoffe, dass mich das davon abhält die Sache zu verschlimmern und weiter drauf rumzukauen. Meine KFO wird dann in 5 Wochen die kieferorthopädische Behandlung weiterführen, damit mein offener Biss möglichst schnell wieder verschwindet und das Problem vollständig behoben wird. Tja, da sieht man mal wofür so ein Splint alles gut ist ;-)

Naja, soviel zum Stand der Dinge von meiner Seite.

Viele liebe Grüße

Baudi

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Hi Baudi,

da mir am Mittwoch, 13.09. auch eine UK-Vorverlagerung bevorsteht habe ich gerade sehr aufmerksam deinen OP-Bericht gelesen.

Muß dir gleich vorab mal gratulieren und dir alles alles Gute für die weitere Genesung wünschen - du hast das wirklich toll beschrieben, und es motiviert mich weiterhin, einfach nur das Ziel zu sehen...Schließlich ist ja der Weg das Ziel...(mein Motto ;-))

Ich hab da aber noch eine Frage: was hast du da für Schrauben bekommen, die sie rausgedreht haben??

Danke vorab und allerliebste Grüße aus Wien

Dani

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@Baudrillard

Hallo,

ich habe Mitte Oktober ebenfalls ein Beratungsgespräch bei Dr. Kater und ich würde gerne wissen wer Deine KFO ist, falls sie sich im Raum Rhein-Main befindet. Ich werde wohl von meinem KFO in Bayern nach Hessen wechseln und bräuchte einen guten Tip...

Liebe Grüße,

Pusteblume

PS: Achja, und toll, dass Deine OP so gut gelungen ist. Bin sehr gespannt auf die Bilder.

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Hallo Dani,

Danke für die Genesungswünsche.

Mir wurde jeweils eine Schraube in den Oberkiefer und eine in den Unterkiefer gedreht. Die sind recht klein und liegen praktisch auf der Mittellinie direkt über bzw. unter den vorderen Schneidezähnen. Um diese Schrauben waren bei mir ein oder zwei Gummis und dieser Draht geschlungen, damit ich den Mund nicht öffnen kann. Ob die Schrauben auch während der OP eine Funktion hatten, kann ich Dir leider nicht sagen. Erst nach ein paar Tagen haben die Dinger genervt, da durch die Kühlmaske das Gesicht auf die Schrauben gedrückt wurde und dadurch das Gewebe gereizt war. Ich habe aber täglich mit Hexoral gespült, so dass sich das Gewebe nach der Entfernung der Schrauben schnell erholt hat. Frag einfach mal nach, ob Du auch solche Schrauben bekommst. Ich glaube, ich habe hier im Forum mindestens einen OP-Bericht gelesen, bei dem eine andere Methode erwähnt wurde, den Kiefer zu verdrahten (irgendeine Metallschiene).

Wünsche Dir für Mittwoch schon mal alles Gute! Solltest Du noch Fragen haben, dann immer her damit (auch gerne per PN).

Viele liebe Grüße

Baudi

(Habe ein wenig Probleme beim Erstellen einer Antwort, daher kommt das hier mit rein:)

@ pusteblume:

Meine KFO ist toll, aber zuweit weg, da in Gießen. Ich habe im Rhein-Main-Gebiet schon oft von Dr. Prokott in Friedberg gehört, der auch als Gutachter tätig ist (und meinen Heil- und Kostenplan abgelehnt hat. Aber wozu gibt es Obergutachten ;-) ). Ansonsten hat Herr Kater auf seiner Webpage noch einige Links zu KFOs, davon sind drei Praxen in Frankfurt:

Dr. Kollmannsperger (http://www.kfo-frankfurt.de/)

Dres. Frankenberger & Trexler (http://www.zahnwelt.org/)

Dres. Ritter & Ritter (http://www.ritter-ritter.com/)

Ich habe aber noch von keinem dieser KFOs gehört und kann daher auch keine Aussagen zur Qualität machen. Vielleicht kannst Du Herrn Kater ja fragen, ob er Dir jemanden empfehlen kann?

Viele liebe Grüße

Baudi

Ach ja, die Bilder stehen bereits im Bilder-Forum.

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Hallo Ihr Lieben,

gestern war ich wieder mal bei meiner KFO zum Check-Up und da wollte ich mal Meldung machen.

1) Ich heile prächtig. Bin kaum noch Geschwollen und daher ist der Gewebewulst nun auch weg. Ich sehe innen zwar immer noch aus wie eine Kraterlandschaft, da sich das Gewebe noch zwischen die Brackets drückt, aber das tut nicht weh und will ja auch keiner sehen. ;-)

2) Ich bin jetzt 'Gummi-frei'. Die KFO hat sie sofort raus genommen, da mein Unterkiefer wohl zu stark nach vorne gezogen wurde. Ich soll auch keine mehr tragen. Sie sagte, dass sich das selbst regulieren würde, da es ja nur eine Muskelgeschichte ist. Leider war mein Tag gestern nicht ganz so angegnehm, da ich ja jetzt mehr Bewegungsfreiheit habe und mich daher wieder mal neu an meinem Biss gewöhnen. Außerdem rieben gestern die Brackets in der 'Gummi-Gegend' unangenehm. Aber seit heute morgen habe ich keine Probleme mehr. Nur meine Zähne sind wieder mal druckempfindlich, da sie jetzt zum Teil ganz neuen Belastungen ausgesetzt sind. (Da freut man sich ja schon auf's Kauen :sad: )

3) Ich habe eine Kopie des Arztbriefs von der Praxis Kater an meine KFO bekommen. Leider steht da nicht drin, was im Detail gemacht wurde. Eben nur UK-advancement. Muss also doch noch mal beim KFC nachhaken wegen der Millimeter.

4) In zwei Wochen habe ich dann meinen Termin für neue Bögen und den (hoffentlich letzten) Termin beim KFC, an dem ich das Ok zum Kauen bekommen soll. Ich kann's kaum abwarten!

Viele liebe Grüße

Baudi

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Hallo,

sorry, dass ich erst so spät antworte, habs aber nicht gesehen.

Ich bekomme den Unterkiefer vorverlagert, um 7mm.(Hereditärer Distalbiss)......

In meinem Heil-und Kostenplan, den ich gestern erhalten habe steht auch, dass ich im OK operiert werde, da hat mich bald der Schlag getroffen.

Da ich im Moment eh nichts ändern kann, kläre ich dies das nächste Mal, wenn ich zum KFO gehe.

Ich war gestern bei ihm und habe meinen Brackets im OK einsetzten lassen. Au!!!

Meine Schwester hat vor 12 Monaten eine GNE bei Doc. Kater gehabt, insofern bin ich nicht so ahnungslos wie man danach "aussieht" und für Schmerzen hat. Ich fand dies ganz schrecklich und dachte damals, so was tue ich mir nie an.... und jetzt!!!

Ihre Bimax erfolgt im Januar 2007 und ich überlege mir ernsthaft ob ich sie die ersten Tage besuchen soll????

Liebe Grüsse

Irina

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So, jetzt geht es endlich weiter, denn ich habe gestern neue Bögen bekommen, um den offenen Biss los zu werden. Und jetzt habe ich Schmerzen vom allerfeinsten. (Aber wem erzähle ich das?) Ich hatte es ja bereits kommen sehen - als aber dann die Assistentin beim Einsetzen des unteren Bogens sagte, dass ich den spüren werde, war mir klar was auf mich zukommt. :roll: Naja, wird in ein paar Tagen rum sein und dann habe ich auch endlich die 6 Wochen hinter mir und darf wieder kauen :lol: Yeah!

Die Prozedur bei der KFO war auch etwas eigenwillig, bedingt durch die OP-Folgen. Zuerst wurden Fotos gemacht und dabei durfte ich natürlich den Mund gaaanz weit aufmachen. :neutral: Einen netten Nebeneffekt hatte das Ganze dann auch noch, denn bei jeder Kieferbewegung ist mein rechtes Gelenk rausgesprungen. Das hat schön geknackt. Zum Glück hat es weder weh getan und ist auch beim Schließen direkt wieder in die Pfanne gehüpft. Und nach wenigen Minuten war es dann ganz weg (und ist auch nicht wieder gekommen - Gott sei Dank). Ich hatte ja bereits beim Gähnen immer bemerkt, dass das Gelenk kurz 'vor'm Sprung' war und habe daher vermieden, den Mund weiter zu öffnen. Anscheinend habe ich den Kiefer schief bewegt und mich jetzt durch die ungewollte Übung beim Fotografieren (bzw. hinterher) an die korrekte Bewegung gewöhnt. Zumindest hoffe ich, dass es jetzt so bleibt und mein Gelenk nicht weiter rumturnt.

Das Bögeneinsetzen war dann auch super. Die alten rauszunehmen war ein ziemlicher Knochenjob und die Ligaturen haben auch ihre Zeit in Anspruch genommen. Aber das Beste war das Einsetzen der neuen Bögen. Da mein Zahnfleisch im UK hinten noch geschwollen ist, hatte die Assistentin Probleme etwas zu sehen. Und dann hat sich des Bogen noch eingeklemmt und sie konnte ihn nicht mehr rausbekommen. Spaß, Spaß, Spaß. Der Termin hat also ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen und dann bin ich so schnell als möglich nach Hause, um noch etwas zu Essen bevor der Schmerz kommt.

Den Schmerzen entsprechend haben die Zähne sich aber bereits seit gestern gut bewegt. In 4 Wochen gibt es dann neue Bögen und ich bin wieder einen Schritt weiter :grin:

Viele liebe Grüße

Baudi

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