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Niicole93

Bimax am 09.01.2013 im Spital Lindenhof, Bern (Schweiz)

Vorgeschichte
In meiner Kindheit trug ich ca. 6 Jahr um die 4 verschiedenen Zahnspangen. Meine KFO beendete die Behandlung als ich etwa 14 Jahre alt war. Die Zähne standen bis auf einen einzigen alle schön in einer Reihe und passten aufeinander, stabilisiert wurde nichts. Mit zunehmendem Alter hatte ich immer grössere Schmerzen beim Beissen und kriegte auch schlecht Luft durch die Nase und mein sogenannter Überbiss wurde immer fataler. Mich hat es auch von der Ästhetik her gestört, da ich Mühe hatte mit dem Lippenschluss und sich mein Kinn daher etwas „kräuselte“. Also habe ich die ganze Behandlung im März 2012 bei einem neuen KFO (weil der alte nicht bereit war diese OP zu machen)wieder neu gestartet. Bei ihm und dem zuständigen KFC fühlte ich mich von erster Sekunde an super betreut. Im Juni ging es los mit der ersten OP – der GNE inkl. Entfernung der oberen Weisheitszähne und den Eckzähnen im UK für mehr Platz im Mund. Vor der OP erhielt ich bereits die Dehn-Spange im Oberkiefer. Die OP verlief gut, die Schwellungen hielten sich im Rahmen und ich durfte das Krankenhaus nach einer Nacht bereits verlassen. Nach nur 10 Tagen durfte ich auch wieder arbeiten gehen (Büro mit Telefonschicht, also viiiiiiel reden). Anschliessend wurde mein OK um 9mm gedehnt. Die Zahnlücke fand ich sehr lästig, dies änderte sich jedoch mit dem Einsetzen der Brackets zum Glück sehr schnell. Ich habe im UK normale Stahlbrackets und im OK die speziellen Inkognitobrakets, die innerhalb der Zähne fixiert werden. Mein Fall wird über die Kasse bezahlt, da es unter Geburtsgebrechen versichert ist. Die Kosten für die Inkognito-Spange musste ich selbst tragen, die Ästhetik wars mir aber wert.  Die ganze Sache musste etwas schnell ablaufen, da die Kasse nur bi Ende Monat des 20. Geburstages zahlt. Im Januar 2013 war es nun soweit und die 2. OP stand an:

 

Dienstag 8. Januar 2013 – Eintritt
Am Morgen hatte ich noch einen Termin beim KFO, um die durchsichtigen „Knöpfchen“ auf den Zähnen im OK zu montieren, an denen später die Gummis festgemacht werden. Um 15.00 habe ich im Krankenhaus eingecheckt und wurde in mein Zimmer geführt. Es war ein 4er Zimmer mit zwei weiteren, älteren und sehr sympathischen Damen. Die Pflegerin kam mir Blut abnehmen und füllte mit mir einen Gesundheitsfragebogen aus. Ich erfuhr, dass ich während der Narkose eine Magensonde für maximal 24h erhalte, damit man mir das Blut im Magen absaugen kann und ich nicht erbrechen muss, da Blut schlecht verdaulich ist. Dies machte mir etwas Angst, da ich einen eher starken Brechreiz habe.  Anschliessend hatte ich das Gespräch bei der Anästhesistin. Mir war das meiste jedoch bereits klar, da ich bereits einige OPs hinter mir hatte (Mandeln schneiden, Sprunggelenk operieren, GNE). Bei meinem KFC hatte ich vor 2 Wochen das einzige Gespräch nach der GNE und vor dieser OP, ich wusste nicht im Detail was eigentlich gemacht wurde, was ich aber auch nicht unbedingt wissen will und ich meinem Chirurgen voll und ganz vertraue, da er einer der Besten in der Umgebung Bern (CH) ist ;) Ich wusste nur, dass der UK vorverlagert wird, der OK mittels Schwenkung am UK angepasst wird und mein Kinn etwas vergrössert wird, damit die Lippenschliessung besser funktioniert. Danach war ich bis zum Abendessen frei und besuchte meine kleine Schwester, welche aus anderen Gründen ebenfalls dort hospitalisiert war. Ich genoss mein Abendessen in vollen Zügen, da ich aufgrund der GNE bereits wusste, welche Speisen in nächster Zeit auf mich zukommen. Ich hatte in letzter Zeit geschlemmt wie noch nie, da ich von der GNE noch Kilos aufzuholen hatte und noch ein bisschen vorfuttern sollte, was letztendlich trotzdem zu wenig war mit 49 Kilo bei 1.60m Körpergrösse.

 

 

Mittwoch 9. Januar 2013 – Tag der OP
Ich wurde pünktlich um 6 Uhr geweckt. Ein letztes Mal genoss ich noch eine richtig heisse Dusche, putze mir die Zähne und zog die OP-Kleidung und die Thrombose-Strümpfe an. Um 6.30 bekam ich die Beruhigungstablette, welche bei mir jedoch sowieso nie wirklich wirkt ;) Um 7 Uhr wurde ich von den Schwestern abgeholt und in den OP-Vorbereitungsraum gefahren. Dort musste ich auf das OP-Bett umsteigen und wurde mit wunderbar warmen Decken zugedeck. Der Zugang wurde gelegt und bereits die die eine Hälfte des Narkosemittels gespritzt. Das Gefühl danach kenne ich zu gut und freue mich jeweils richtig darauf. Erst wurde mir sehr schwindlig doch dann fühlte ich mich einfach pudelwohl ;) Mir wurden dann noch zwei übergrosse Wattestäbchen in beide Nasenlöcher gesteck, die mit einer starken Flüssigkeit getränkt waren, dies für die diversen Schläuche. Anschliessend bekam ich die andere Hälfte des Mittels und die Narkosemaske und hörte noch wie sie mich fragten, wo ich als letztes in den Ferien war – doch bevor ich antworten konnte, war ich eingeschlafen. Etwa am Mittag erwachte ich im Aufwachraum und wurde sofort gefragt, wie ich mich fühle. Schmerzen hatte ich keine, schlecht war mir auch nicht. Alles was ich wollte war, einfach wieder einzuschlafen, was mir auch gelang. Das zweite Erwachen war wesentlich blöder, ich fühle mich zwar wach, konnte die Augen jedoch kaum offen halten. Nun kamen auch die Schmerzen hinzu, für welche ich jedoch dann ein Schmerzmittel bekam und ich spürte die diversen Apparate (Magensonde, Sauerstoffschläuche, Blutdruckmesser, Kühlmaske). Meine Nasenlöcher waren beide zu, so dass ich das Gefühl hatte zu ersticken. Ich frage nach einem Nasenspray, was die Schwester jedoch damit abtat, dass ich wegen der Sonde nur das Gefühl habe die Nase sei verstopft -.- Kurz später, als ich nur noch röchelte, gab sie mir dann trotzdem Nasenspray und ich konnte schnell wieder normal durch die Nase atmen. So verging ca. eine Stunde im Halbschlaf bevor die Schwester wieder kam und mir sagte, dass die Narkoseärztin sagte, man könne mir ruhig die doppelte Portion Schmerzmittel spritzen. Gesagt- getan, leider! Mir wurde auf einmal so schlecht und schwindlig und die Apparate fingen alle an zu piepsen ;). Ich erhielt aber prompt ein Gegenmittel und die Schwester musste die Magensonde absaugen, damit ich nicht erbrechen kann. Dann ging es mir wieder besser und ich war froh um den kurzen Besuch meiner Familie. Erst um ca. 16 Uhr durfte ich wieder aufs Zimmer. Ich hatte immer noch das Glück, die Kühlmaske zu tragen, welche konstant auf 17 Grad kühl. Die Freude hielt jedoch nicht lange und schon am Abend stieg das Gerät, welches sich als Testgerät herausstellte, aus. Nun hiess es wieder mühsames Kühlen mit feuchten Tüchern und Eiswasser. Den Abend verbrachte ich mit dösen, schlafe, den anderen Zimmergenossen zuhören, fernsehen und Besuch der Eltern. Essen gabs keins, hatte aber auch gar keine Lust drauf. Ständig bekam ich per Infusion Schmerzmittel und etwas gegen die Übelkeit. Die Magensonde wurde mir auch noch gezogen, da mir wegen dem Brechreiz mehr schlecht war als von OP-relevanten Dingen. Vor dem Schlafen musste ich leider aufstehen und mit dem Pfleger meinen Mund mit einem speziellen Gerät ausspülen gehen, eine Tortur, da alles taub war und ich mich sabbernd einfach nur schämte. Angeschwollen war ich dank der Kühlmaske kaum.

 

Donnerstag 10. Januar 2013 – 1. Tag Post-OP

Die Nacht war schrecklich und ich habe nie länger als 20min geschlafen. Ich hatte ständig das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen da mein Hals mehr und mehr anschwoll, meine Nase ständig verstopft war und mein Mund völlig ausgetrocknet war und ich schlecht Schlucken konnte. Ich verzichtete auf das Trinken, da ich jedes Mal das Gefühlt hatte, es kommt wieder hoch. Die Sonde hat meinen Magen wohl doch etwas gereizt. Um 7.30 wurden wir geweckt und untersucht, die Vitalwerte waren alle in Ordnung, lediglich die Temperatur mit 37.6 Grad etwas zu hoch. Ich bemerkte auch zum ersten Mal den Fremdkörper in meinem Mund. Ich habe einen Splint im UK und 6 Gummis halten die beiden Kiefer zusammen. Zum Frühstück bekam ich einen Karottensaft, ein Mocca Frappé und ein Proteindrink. Da ich absolut keinen Hunger hatte versuchte ich mich tapfer am Proteindrink, da dieser die wichigsten Nährstoffe besitzt. Ich musste mit einer grossen Sprize „essen“ und nach 3 Portionen / 60ml (!) brachte ich nichts mehr rein. Ab nun musst ich nach jeder Mahlzeit mi den Pflegern den Mund säubern gehen.  Die Schmerzen waren dank der vielen Schmerzmittel erträglich, nur störte mich dieser ewige Gestank nach Medikamenten und Antibiotika aus der Infusion und ich hatte das Gefühl der Duft färbe auch mich ab. Duschen durfte ich wegen dem Kreislauf und der Schwellung aber noch nicht. Beim Mittag- und Abendessen brachte ich etwa so viel in mich herein wie am Mittag – also praktisch nichts. Am Abend  bekam ich dann noch Besuch von meiner Familie, was mich etwas aufheiterte. Die anderen Patientinnen hatten leider noch lange Besuch und daher war es etwas laut im Zimmer. Ich war dann aber so erschöpft, dass ich mit Musik in den Ohren schnell einschlief.

 

Freitag 11. Januar 2013 – 2. Tag Post-OP
Die Nacht verlief deutlich besser als die vorherige. Ich erwachte zwar ständig wegen dem Blutdruckmessen und dem Schmerzmittelnachschub, aber insgesamt brachte ich es auf ca. 8h schlaf bevor die morgendliche Untersuchung stattfand. Die Vitalwerte waren gut und die Körpertemperatur wieder im normalen Bereich. Die Schmerzen und die Übelkeit blieben an diesem Tag etwa gleich, ich erhielt jedoch genügend Medikamente um nicht zu leiden. Die Schwellung hat trotz regelmässigem Kühlen und erhöhtem Kopfteil beim Bett etwas zugenommen, so dass ich mich beim ersten Blick in den Spiegel schon ziemlich erschrocken habe. Auch an diesem Tag konnte ich praktisch nichts esse, da ich einfach keine Lust hatte und ich es nicht in mich hereinbrachte. Mit der Spritze schmeckte es irgendwie komisch und war so unnatürlich. Langsam machte mir dies Sorgen und ich bekam mangels Flüssigkeit auch starke Kopfschmerzen. Am Vormittag durfte ich erstmals duschen, jedoch nur leicht lauwarm und nicht zu lange, damit die Schwellung nicht schlimmer wird. Ich fühlte mich jedoch gleich viel besser. Sie fragten mich, ob ich morgen nach Hause gehen möchte. Nach einigen Überlegungen beschloss ich jedoch, dass es besser ist, noch einen Tag hier unter Beobachtung zu verbringen. Am Nachmittag bekam ich Besuch von meiner Oma und abends von meiner Familie. Die Zeit dazwischen verbrachte ich grösstenteils mit dösen, um die Kopfschmerzen zu vertreiben.

 

Samstag 12. Januar 2013 – 3. Tag Post-OP

Die letzte Nacht war bisher die beste und ich konnte mich etwas ausruhen. Am Morgen die obligatorische Visite – alles in Ordnung. Mein KFC konnte bisher leider nicht vorbei schauen, da er ebenfalls krank im Bett liegt. Die Schwellung hat nicht zugenommen und ist etwa gleich wie gestern, kühlen muss ich ab sofort auch nicht mehr. Heute durfte ich beim Essen zum ersten Mal die 4 Gummis vorne am Kiefer entfernen, die beiden Gummis an den hinteren Zähnen bleiben dran und stören auch nicht. Ich konnte nun zum Frühstück mit einem Strohhalm eine GANZE Tasse kalte Milchschokolade zu mir nehmen. Ein riesen Erfolgserlebnis für mich und ich fühlte mich anschliessend sofort fitter. Auch Zähneputzen durfte ich nun selbst mit einer Zahnbürste und zu diesem Zweck darf ich nun auch den Splint einmal täglich entfernen. Dies war noch etwas schmerzhaft, da die Kieferöffnung noch etwas klein ist. Das Einhängen der Gummis war erst sehr knifflig und tat auch etwas weh, da meine Lippe leicht angeschwollen ist an der Stelle, wo sie mit den Gummis in Berührung kommt. Ohne Spritze fällt mir dies viel leichter. Nun bekomme ich auch Tabletten statt der Infusion, dies jeweils zu den Mahlzeiten wenn die Gummis raus sind. Da ich so viele Spangen und Brackets im Mund habe, war das Schlucken der Tabletten zuerst nicht sehr einfach und ich musste sie mehrmals zerkleinern. Nach dem Morgenessen wurden alle 3 Zimmergenossinnen entlassen, so dass ich für den Rest des Tages ein Viererzimmer ganz für mich alleine hatte. Zu Mittag konnte ich ein Schokoladenfrappé schlürfen, was mir erneut Energie gab. Am Nachmittag besuchte ich meine Schwester auf der oberen Abteilung, damit mein Kreislauf wieder etwas in Schwung kommt.  Zum Abendessen konnte ich mein erstes Vanillejoghurt löffeln, ein Traum! Zudem trank ich dazu ein Frappé und eine kalte Schokoladenmilch. Ein richtiges Schlemmen nach den vergangenen Tagen. Am Abend war ich immer noch relativ fit, so dass ich zum ersten Mal seit der OP eine ganze Fernsehsendung zu Ende schauen konnte ;)


Sonntag 13. Januar 2013 – 4. Tag Post-OP (Mein 20. Geburtstag)

In der Nacht habe ich super geschlafen und hatte nur leichte Schmerzen, obschon dies die erste Nacht ohne Schmerzmittel war. Ich genoss nochmals ein (für mich) reichhaltiges Frühstück mit 2 kalten Milchschokoladen und machte mich nach dem langwierigen Zähneputzen ans Packen. Um 9 Uhr schaute mein KFC vorbei und war sehr zufrieden. Der Biss des OK und UK passt genau auf den Splint. Die Schwellung ist etwas zurückgegangen, jedoch immer noch ziemlich heftig. Er zeigte mir daher noch einige Übungen zum Massieren der Schwellung. Anschliessend habe ich die Medikamente für zuhause bekommen (Dafalgan, Antiobiotika und Ponstan). Ich verabschiedete mich von den Pflegern, welche während des gesamten Aufenthaltes wirklich super zu mir geschaut haben. Sie taten mir oftmals leid, wenn sie mir wie einem Kleinkind beim Zähneputzen helfen mussten, da ich einfach überall noch taub war. Dann wurde ich von meiner Familie abgeholt. Zuhause angekommen fühlte ich mich bereits viel besser. Ich feierte meinen Geburtstag mit Schokoladenpudding und vielen tollen Geschenken. Das grösste Geschenk war jedoch, am Geburtstag wieder zuhause sein zu können und die ganze Tortur hinter sich gebracht zu haben. Zu meiner Verwunderung habe ich im Spital nur 3 Kilo abgenommen, dies lag wahrscheinlich an den Infusionen die mir geholfen haben.


Sonntag 20. Januar 2013 – 11. Tag Post-OP
Heute habe ich diesen Bericht verfasst und hoffe, dass er nicht allzu langweilig ist ;)
Ich habe während der letzten Tage brav meine Medikamente eingenommen, mich geschont und war regelmässig an der frischen Luft um Energie zu tanken. Seit heute bin ich endlich das Antibiotikum los und nehme nur noch selten Dafalgan zur Schmerzlinderung. Die Schwellung hat deutlich abgenommen, bin nun nur noch rechts an der Wange, am Kinn und unter der Nase etwas angeschwollen. Mit einem dicken Schal eingemummt, getraute ich mich heute sogar in den öffentlichen Verkehr ;). Die Schmerzen an den Nähten im Mund sind praktisch alle weg. Nun tun mir nur noch die Kiefermuskeln weh, da sich dieser an die neue Position gewöhnen muss. Im Kinn verspüre ich ein eigenartiges Kribbeln, das mir von der GNE bekannt ist. Ein gutes Zeichen für die Wundheilung. Zwischenzeitlich hatte ich heftige Schmerzen an einem Backenzahn. Ich hatte schon Angst, ich hätte nun mein erstes Loch, obschon ich doch so viel Zähne putze wie noch nie ;) Dieser Schmerz lässt nun jedoch nach, er war infolge einer Druckstelle des Splints. Das mit den Gummis und dem Splint herausnehmen funktioniert einwandfrei. Die Mundöffnung hat sich auch stark verbessert. Nur mit dem Essen habe ich da so meine Probleme. Seit der Entlassung stehen folgende Mahlzeiten auf meinem Speiseplan: Morgens Schokoladenmilchshake mit Proteinpulver, mittags Suppe mit Proteinpulver und Joghurt, abends Suppe mit Proteinpulver, Früchtesmoothie und zum Dessert Pudding o.ä. Da ich die Dehnspange im OK immer noch eingebaut habe, kann ich selbst kleine Stückchen nicht am Gaumen zerdrücken und muss daher noch auf alles, was eine stärkere Konsistenz hat als Brei, verzichten. Die Lust nach normalen Lebensmittel wie Brot, Käse, Teigwaren etc. ist qualvoller als der restliche Schmerz. Manchmal muss ich den Esstisch verlassen und allein esse, um vor lauter Lust und Hunger nicht draufzugehen. Mittlerweile habe ich auch immer wie mehr abgenommen. Seither mische ich in alles eine riesen Menge an Proteinpulver und schaue, dass möglichst viel schokoladig ist. Wenn ich den Splint noch länger nicht entfernen darf, werde ich wohl noch mehr Nahrungsergänzung besorgen müssen.

 

Übermorgen habe ich nun den Termin mein KFC. Am Splint stört mich eigentlich gar nichts, auch das Sprechen geht einigermassen. Ich hoffe einfach, er erlaubt es mir schon bald wenigstens einmal täglich ohne Splint zu essen, so dass ich weiche Speisen minimal kauen kann und mich nicht ewig von Flüssignahrung ernähren muss. Das Kauen sehr weicher Speisen würde nämlich schon recht gut klappen, wäre nicht der Splint der sich dann immer etwas löst und so komisch knattert :P
Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude – ich sehne mich schon auf den Moment, genüsslich in ein frisches, knuspriges Sandwich zu beissen J

 

Halte euch auf dem Laufenden ;)

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Wilkommen im Forum!

Toll, dass du die Op so gut überstanden hast. Gute Besserung weiterhin.

Grüsse aus der Nordwestschweiz ;)

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Erinnert mich an meine Geschichte, bin aber leider erst am Anfang (siehe Link in meiner Signatur).

 

Evtl.stellst du hier mal ein paar Foto´s von deinem bisherigen Verlauf rein, finde ich immer sehr interessant.

 

Wünsche dir auf jedenfall weiterhin gute Genesung.

 

Wie lang läuft die Behandlung denn jetzt noch mit Spange, oder hab ich überlesen das die bereits raus ist??

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Vielen Dank =)

 

Ich werde bald einige Fotos von ganz am Anfang, nach der GNE sowie nach der Bimax uploaden.

 

Die Dehnspange im Gaumen des OK sollte gemäss KFO nächstens entfernt werden, worüber ich sehr froh wäre, da diese wirklich viel Platz braucht. Sobald der OK stabilisiert ist, kommt diese raus.

Die Brackets im UK aussen und im OK innen werde ich wohl noch einige Monate tragen, was mich aber nicht stört, da man diese so gut wie nie sieht dank der Inkognito-Methode (http://zweiteiler.blogspot.ch/2011/01/it-piecegolden-inside.html)

 

Sobald alles seinen Platz hat, erhalte ich einen Stabilisator sowie eine Schiene für die Nacht, die mir mit dem Lippenschluss helfen soll. Nach den ganzen Strapazen in der Vergangenheit und vorallem jetzt wo mein Mund nach der OP mit "Fremdkörpern" vollgestopft ist, wird dies jedoch eine Kleinigkeit sein.

 

Liebe Grüsse :)

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Wow da ist die Dehnspange ja Super lange drin gewesen!

Die Dehnspange ist jetzt aber nicht die Apparatur wo du dran drehen musstest nach der GNE? Oder doch? Da ich noch nicht soweit bin kenn ich mich nur halb aus, Sorry :-D

Freu mich schon auf Bilder weil mich deine Geschichte wirklich an meine erinnert nur das du schon weiter bist und 5 Jahre jünger :) aber besser spät als nie ;-)

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Doch das ist leider noch diese Apparatur, bei der dran drehen konnte und sich dadurch der OK dehnte. Bei mir wurde eben in 2 Etappen gedehnt.
Habe die Spange vor der GNE eingesetzt bekommen, anschliessend wurden 5mm gedehnt. Danach setzten wir die Bracket sein und machten eine Pause mit dem Dehnen, damit die Zahnlücke nicht allzu dramatisch wird ;) Im Oktober nach den Ferien hab ich nochmals 4mm gedehnt.

Daher trage ich die Spange nun schon so lange. Normalerweise kann man diese nach einigen Wochen, sobald der Kiefer wieder "zusammengewachsen" ist, entfernen.

 

Hatte heute das Gespräch mit dem KFC. Dieser war sehr zufrieden, alles ist dort wo es sein muss. Er hat mir die Fäden etwas gekürzt, diese werden sich in den nächsten Tagen von selbst auflösen. Er meinte, dass ich das mit dem Splint mit dem KFO am Termin übermorgen besprechen soll. Seiner Meinung nach könne es gut sein, dass ich den Splint dann nicht mehr bräuche. Ist dies der Fall, wäre ich jedoch freiwillig breit, den Splint mindestens nachts noch zu tragen, da die Vergangenheit gezeigt hat, dass oft übereilig gehandelt wurde und sich daher alles wieder verschoben hat. 

Schauen wir mal ;)

 

Krankgeschrieben bin ich noch bis 4.2, also insgesamt 4 Wochen. Werde jedoch mit meinem Chef eine Lösung finden müssen, da mein Job 4-6h Telefonschicht beinhaltet. So viel zu reden wird wohl noch etwas anstrengend sein, werde mich wohl mit übrigen Papierkram statt Telefonieren rumschlagen müssen ;)

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na das hört sich doch alles gut an. Ja das mit dem viel telefonieren im Büro kenn ich, da muss ich mir (wenn es dann mal soweit ist) auch was einfallen lassen.

 

Aber wenn´s nur das ist :)

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War also nun am Donnerstag beim KFO. Dieser hat Röntgenbilder gemacht und ist ebenfalls sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die 4 Gummis vorne muss nun nicht mehr tragen, lediglich noch die 2 an den Backenzähnen. Es ist nun viel praktischer vor dem Essen, da ich nicht immer vor dem Essen die Gummis wegnehmen muss und auch kleine Zwischenmahlzeiten sind nun möglich. Der Splint bleibt noch zwei Wochen, anschliessend kann ich ihn sehr wahrscheinlich ganz ablegen. Der KFO hat diesen etwas abgeschliffen, damit er nicht mehr ganz so mächtig ist. 

 

Da mein Kiefer nun nicht mehr durch die Gummis festgehalten wird, ist es ganz schön anstrengend, die Zähne auch immer brav in den Splint zu drücken. In den ersten Tagen ohne Gummis hatte ich deshalb "Muskelkater" am Kiefer. 

 

Die Mundöffnung ist gut, muss diese jedoch nun täglich gezielt etwas dehnen.

 

Schwellung: wird immer besser. In der linken Gesichtshälfte ausser im Nasenbereich keine sichtbare Schwellung mehr. Rechte Gesichtshälfte an der Wange und im Nasenbereich noch etwas  mehr angeschwollen. Das Kinn ist nun noch am stärksten angeschwollen.

 

Nahrung: Trotz Entnahme der vorderen Gummis bereitet mir das Kauen mit Splint und den hinteren Gummis mmer noch grosse Probleme. Das Kauen an und für sich würde klappen, jedoch erhebt sich der Splint dann immer etwas, was sehr lästig und auch schmerzhaft ist. Zudem verfängt sich das Essen immer in den Gummis -.- Darum besteht  mein Speiseplan immer noch aus Suppe, Johurt, pürierten Früchten, Pudding, Milchshakes, Smoothies und nun gehen sogar kleingeschnittene Teigwaren oder suppengetränkte Brotstücke. Muss dies jedoch immer ganz runterschlucken, da Verdrücken am Gaumen infolge Dehnapparatur nicht geht. Folge -> Halsschmerzen.

 

Grüsse :*

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Na Hallo :)

Das ist ja mein "behandlungs-Zwilling" ;) Gleicher Jahrgang, fast gleiche Behandlung und dann noch aus der Schweiz :)

Schön, dass du die OP gut überstanden hast! Über Bilder würde ich mich natürlich auch freuen!

 

Werde Gesund und ich hoffe, dass du mit deinen Beisserchen nun zufrieden sein kannst

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Nach einem Monat wirds Zeit für ein kurzes Feedback meinerseits:

 

Benötige seit dem Besuch beim KFO überhaupt keine Schmerzmittel mehr. Die Schiene trage ich noch 24h, dazu jeweils auf jeder Seite einen Gummi hinter den Schneidezähnen. Habe mich ganz gut daran gewöhnt. Sprechen klappt ganz gut, muss mich jedoch sehr anstrengen damit ich deutlich rede. Einzig beim Essen stört die Schiene noch enorm. Das Essen verfängt sich immer in den Gummis und bei jeder Kaubewegung bewegt sich die Schiene frei im Mund herum.

 

Habe langsam wieder versucht zu essen. Nebst Joghurts und Suppen gehen jetzt auch kleine Teigwaren und eingeweichtes Brot. Da ich mein Verlangen nach normalem Brot jedoch nicht immer unter Kontrolle habe, esse ich ab und zu sogar den Rand mit, die Schmerzen nehme ich mittlerweile einfach in Kauf. Auch Snickers oder andere süsse, klebrige Naschereien habe ich schon ausprobiert. Mit sehr viel Anstrengung gehen fast alle Speisen,schlucke sie oftmals einfach ganz hinunter :P das kann man dann aber nicht GENUSS nennen.

Seit meinem letzten Bericht habe ich praktisch nicht mehr abgenommen. Mit dem zunehmen lasse ich mir Zeit, koste es dann richtig aus, wenn ich wieder kauen und das Essen wieder geniessen kann.

 

Es gab einen kleinen Zwischenfall letztes Wochenende. Wegen dem Hyrax im Gaumen habe ich um die Backenzähne Ringe, welche wie eine Krone nach Aussen zu den Backen haben. Hat mir anfangs im Sommer jeweils etwas weh getan, da sich das Zahnfleisch nicht daran gewöhnen wollte. Nun war dieses Problem zurück. Bei jeder Mundbewegung haben sich die Backen an diesen Kronen aufgescheuert und dadurch hatte ich im ganzen linken Kiefer höllische Schmerzen. Ich ging dann kurz beim KFC vorbei (da KFO in den Ferien), dieser teilte mir mit, dass mein ganzes Zahnfleisch aufgerissen ist.  Habe eine Salbe erhalten und eine zusätzliche Spülung. Nun gehts wieder einigermassen. Er meinte, der KFO kann diese Kronen, die seines Erachtens gar nie gebraucht wurden, dann abschleifen kann.

 

Die Mundöffnung bin ich regelmässig am trainieren, jeweils abends vor dem Fernsehen. Der KFO meinte, beim nächsten Besuch sollten mindestens 2 Finger durchpassen. Bin dem Ziel nicht mehr weit entfernt.

 

Die Schwellung ist bis auf den Kinnbereich fast ganz weg. Nur Leute, die mich fast täglich sehen merken, dass ich noch etwas angeschwollen bin.

 

Seit dieser Woche gehe ich nun auch wieder arbeiten. Mein Chef ist sehr verständnisvoll, daher muss ich noch keine Telefonschicht machen, bis die Schiene draussen ist und ich mir beim Sprechen nicht fast den halben Kiefer ausrenken muss, damit man mich versteht. Bin froh wieder etwas von zuhause weg zu kommen und nun auch wieder den alltäglichen Dingen wie Shoppen, Kino etc. nachzugehen.

 

Am Montag habe ich die nächste Kontrolle beim KFO. Letztes Mal meinte er, dass ich die Schiene wahrscheinlich dann nicht mehr tragen muss. Wäre richtig toll, dann kann ich endlich kauen!

Bei Gelegenheit werde ich ihn auch fragen, wann der Hyrax endlich weg kommt. Das würde mir das Essen dann enorm erleichtern, da ich die Speisen dann auch einfach am Gaumen zerdrücken kann und nicht ganz schlucken muss :P

 

Bilder habe ich laufend gemacht. Werde diese bei Gelegenheit uploaden. Leider hat mir seit drei Wochen noch keiner der Admins das Passwort der Gallerie verraten (letztes Mal hatte ich noch einen Beitrag zu wenig und sie meinten, ich hätte vielleicht nichts mit dem Thema zu tun und sei nur schaulustig...hähä klar nach meinem OP-Bericht). Denn ich weiss nicht wieso ich mich zur Schau stellen soll, wenn ich selbst überhaupt nichts sehen darf ;)

 

 

Grüüüüsse

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Hatte nun die entsprechende Anzahl Beiträge verfasst (5 glaube ich und die Vorstellung im vorstellungs-Forum).

Hatte aber auch erst nach einem Monat eine Antwort da der Admin in den Ferien war :)

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