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moritzfol

Herbst-Scharnier Erfahrungen

Hallo,

ich bekomme am Freitag ein Herbst-Scharnier und wollte fragen wie das mit dem zubeisen überhaupt geht da ja die Zähne nicht mehr aufeiander passen. Kann man den Kiefer zur Seite bewegen? Wie sieht es mit den Schmerzen aus?

 

Bitte helft mir!!

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Hallo Moritz,

 

ich hatte selbst das Herbst-Scharnier getragen und kann sagen, dass die ersten Tage schon wirklich unangenehm waren. Das Essen klappte sehr schlecht und Brei musste her in der ersten Zeit.

Aber man gewöhnt sich dann doch recht schnell dran und ich kann mich an keine weiteren Probleme erinnern. 

Ab und zu rutschen die Stäbe mir nur raus, wenn ich den Mund zu weit aufgemacht habe, aber nach ein wenig Geduld war auch wieder alles drin.

 

Warum sollten deine Zähne während des Herbst-Scharnier nicht mehr passen?

 

Du kannst deinen Kiefer auch ein wenig zu Seite schieben, ich kann mich an keine Einschränkung in der Hinsicht erinnern.

 

Wünsche Dir alles Gute und kannst ja mal berichten, wie für dich die erste Zeit war.

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Hallo Moritz,

 

hast Du Dein Herbstscharnier schon? und wie läuft es denn? In meinem Behandlungsplan ist auch der Einsatz eines Herbstscharniers vorgesehen zusammen mit incognito im OK und UK. Vor allem wie lange sollst Du es denn tragen, die gesamte Dauer der Behandlung?

 

Drücke Dir die Daumen, dass alles gut geklappt hat und Du keine Probleme hast.  :473:

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Ich bekomme auch ein Herbstscharnier und habe die selben Sorgen wie du. Man soll seinen UK nicht mehr seitlich bewegen können, das könnte beim Kauen am Anfang seltsam sein. Aber man gewöhnt sich bekanntlich an fast alles *g* Wie lange soll es bei dir drin bleiben?

 

Gruß Ash

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Hallo,

mein Herbst-Scharnier soll ich für ca 6-9 Monate tragen. Das man den Mund nicht mehr seitlich Bewegen kann stimmt nicht ganz. Leichte Bewegungen gehen schon. Ist aber unangenehm.

Grüße Moritz

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Hallo an alle.... mich würde mal brennend interessieren, was Ihr für eine Diagnose habt und warum Ihr ausgerechnet ein herbstscharnier bekommen habt oder werdet. Ich bin fast 41 und bei mir ist eigentlich eine UKVV geplant, aber da ich soviel Angst vor der OP habe, dachte ich, dass das herbstscharnier evtl. Eine Alternative für mich ist. Vielen Dank und frohe Ostern, Bykalp

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Herbst-Scharnier

 

Das schreibt Dr. Madsen darüber und beantwortet damit die meisten Fragen. Wichtig finde ich den letzten Absatz über die Herbst-Klone. Das ist schon eine Überlegung wert. Ob damit auch Knochenwachstum generiert wird, scheiden sich die Geister. Pancherz glaubt jedenfalls daran ich habe ihn mal in einem interessanten Vortrag gehört. Manche lassen Funktionsregler als Retentionsgerät nach Abschluss der Behandlung tragen um das erreichte Knochenwachstum muskulär abzusichern. Ein sehr logischer Schritt. In dieser Praxis wird das so gemacht, da habe ich einen Kurs besucht.

Herbstscharnier Würzburg Dres. Richter, Kieferorthopädie ...

 

Das Herbst-Scharnier ist eine festsitzende Zahnspange zur Behandlung des Rückbisses des Unterkiefers. Das klassische Herbst-Scharnier besteht aus zwei gegossenen Schienen, die auf die oberen und unteren Seitenzähne zementiert werden, und zwei Teleskopgeschieben, die den Unterkiefer mit dem Einbau sofort nach vorne bringen. Die Beweglichkeit nach vorn, zur Seite und die maximale Mundöffnung bleiben erhalten, nur kann der Unterkiefer mit einem Herbst-Scharnier im Mund nicht mehr nach hinten.

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Rückbiss vor Einsatz eines Herbst

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Rückbiss unmittelbar nach Einsetzen eines Herbst

Geschichte: Das Herbst-Scharnier wurde zuerst von Emil Herbst 1931 publiziert, wurde jedoch nicht zunächst beachtet und geriet für Jahrzehnte in Vergessenheit. Im Jahr 1979 hat Hans Pancherz es wieder entdeckt. Pancherz und viele andere Autoren haben seitdem so viele Studien über das Herbst-Scharnier veröffentlicht, das es eine der am Besten erforschten Zahnspangen überhaupt ist.

Wirkung: das Herbst Scharnier wirkt wie ein 24 Stunden am Tag getragener Aktivator, genau genommen sogar noch besser, weil ein Aktivator nur bei geschlossenem Mund wirkt, ein Herbst dagegen immer. Aus diesem Grund können im Wachstumsalter die meisten Rückbisse des Unterkiefers in 9 Monaten korrigiert werden: damit fackelt das Herbst Scharnier die langsame – oder oft ganz fehlende – Aktivator-Wirkung in einem Bruchteil der Zeit ab. Es ist daher eine sehr effektive Zahnspange. Wie bei den “funktionskieferorthopädischen” Doppelspangen gilt beim Herbst, dass die Wirkung überwiegend durch Zahnbewegungen, weniger durch Beeinflussung des Wachstums zu Stande kommt. Und die geringen skelettalen Effekte verschwinden in den Jahren nach der Behandlung weitgehend wieder, so dass auf lange Sicht auch mit dem Herbst Scharnier keine wahrnehmbare Verlängerung des Unterkiefers erreicht werden kann. Nachdem das HerbstScharbnier traditionell nur in der Wachstumsphase eingesetzt wurde, wird es inzwischen auch bei Erwachsenen bis in das vierte Lebensjahrzehnt angewendet und kann eine Alternative zur Dysgnathie-Chirurgie sein.

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Kieferbeweglichkeit mit dem Herbst-Scharnier

Vorteile: extrem effektive Zahnspange, unabhängig von Mitarbeit
Nachteile: hoher Preis, Reparaturanfälligkeit, viel Doktor-Zeit notwendig, für manche Patienten unkomfortabel; nach Behandlung fast zwingend zweite Behandlungsphase mit Brackets notwendig.

Herbst-Klone: Das Wirkprinzip des Herbst Scharniers wurde inzwischen von dutzenden verschiedener Vorschubmechanismen nachempfunden. Einige ähneln dem Herbst Scharnier fast wie ein Ei dem anderen, z.B. die Eureka-Feder, die MALU-Zahnspange und die SUS-Feder, andere sind etwas elastischer, aber immer noch mechanisch fast gleich. Zu den letzteren gehören der Jasper Jumper, die Forsus Feder und der Bite Fixer (Liste könnte endlos fortgeführt werden…). Der Vorteil vieler Herbst Klone ist, dass sie auf die Bracket-Zahnspange aufgeklipst werden können, so dass alle Behandlungsaufgaben in einer einzigen Phase erledigt werden können, während beim Herbst zwei Phasen notwendig sind. Durch die geschickte Verwendung von Herbst-Klonen kann also die Behandlungszeit deutlich verringert und die Effizienz der Behandlung erhöht werden.

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Vielen Dank lieber Norbert für die ausführliche Aufklärung :-) 

 

Mein Sohn bekommt auch in ein paar Monaten sein Herbstschanier bzw. so eine SUS-Feder. Bislang werden die Zahnbögen mit Brackets ausgeformt. Bin mal gespannt wie der damit leben kann. Die Brackets stören ihn kein bisschen, da isser net so wehleidig wie die Mama manchesmal ;-)

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Susi261177:

Bitte erspare mir diese Fragen, ich halte Frübehandlung für sinnvoll und habe Probleme mit einer Kieferorthopädie die  immer früher bereits mit Multiband behandelt.

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Der hat doch alle Zähne!!! Ich hätte ihm sonst niemals zu meiner KFO mitgenommen, ich weiß sehr wohl, daß wenn noch die Milchzähne drinnen sind, es einfach nur kontraproduktiv ist mit Brackets zu behandeln. 

 

Du müsstest meine Erfahrungen die ich hier schon sammeln durfte durchaus kennen lieber Norbert ;-) Klar bin ich kein Fachmann ääähm Frau, dennoch sagt mir das der gesunde Menschenverstand, daß man "schiefe Zähne" NICHT behandelt, sind es noch nicht die Bleibenden ^^

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Aber das dentale Wachstum ist nicht abgeschlossen in diesem Alter. Das bringt doch nichts mit mir da drüber zu diskutieren ob ich es gut finde oder nicht, es ist so wie es ist und wird schon gut gehen.

 

Gruß Norbert

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Das habe ich reinkopiert und das ist die Quelle wer will kann sich in diese Doktorarbeit einlesen.

adaptation jugendlicher kiefergelenke bei behandlung des ...

 

Der beste Zeitpunkt zum Einsatz des Herbstscharniers wird angegeben als derjenige nach Abschluss des Zahnwechsels im Seitenzahngebiet. Dem skelettalen Alter nach sollte das pubertäre

Wachstumsmaximum erreicht oder bereits überwunden sein (Pancherz(1994)). Das Maximum liegt bei Mädchen im Durchschnitt bei 11,0 Jahren, bei Jungen im Durchschnitt bei 14,0 Jahren

 

Susi261177:

Ich würde in dem Alter kein Multiband einbauen lassen und das Restwachstum (drei Jahre) mit einem Bionator nutzen, dann könnte man über Multiband und ein Herbstscharnier nachdenken wenn es noch nötig ist. Jetzt hast du meine Meinung. Jetzt beschwere dich bitte nicht wenn ich dich damit in Konflikte stürze. Zufrieden?

 

Gruß Norbert

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Habe ich mich jemals beschwert über deine Meinung lieber Norbert? Ich danke dir für deine ehrliche Meinung, und tja nun ist es eh zu spät. Vielleicht sollte ich auch noch erwähnen, daß er was die Zähne anbelangt schon immer ein frühreifer Junge war, er hatte mit nichtmal 2 Jahren sein komplettes Milchgebiss, wo andere immernoch mit dem Durchbrechen der Schneidezähne zu kämpfen haben...

 

Es sind Fakten aus einer Doktorarbeit die du da aufführst, wobei zu beachten ist, daß es um das Maximum geht. Kein Kind hält sich an diese Wachstumsregeln... er hat seine Spange mit 12,5 J bekommen nicht mit 12 oder jünger... Meine KFO hat alles vorher geröngt und mußte sogar feststellen, daß er seine kompletten 4 WHZ schon hat. Das ist auch untypisch für das Alter... Ich denke einfach man muß jedes Kind einzeln untersuchen um gewissen Wachstumsvorgänge zu untersuchen. Keins hält sich an irgendein Lehrbuch oder eine Studie...

 

Und ja die WHZ bekommt er auch noch raus, nachdem er fertig ist mit seiner ganzen KFO Behandlung, und ja ich werde sie alle 4 auf einmal rausnehmen lassen unter einer Vollnarkose. Finde es totalen Quatsch jeden Einzelnen schön rauszunehmen bei vollem Bewußtsein und dann jedesmal zu sehen wie sehr er leidet... Sorry ich schweife ab vom Thema... Würden die WHZ drinnen bleiben, dürfte er sich aller Warscheinlichkeit nach einer erneuten KFO Behandlung unterziehen. Und das ist völlig unnötig, wenn dann soll alles perfekt abgeschlossen werden.  

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Also ich persönlich halte immer eher das Röntgen der Arm/Handgelenke für sinnvoll.

 

Also jeden Weisheitszahn einzeln zu entnehmen, halte ich auch für Blödsinn, da macht man die Schwellungen und Schmerzen plus Verzicht auf Kaffee (; ) mehrmals durch. Ich habe mir alle vier mit 24 Jahren bei Bewusstsein entnehmen lassen. Ich habe vor Narkosen große Angst und die war größer. Allerdings waren die Zähne auch alle oben greifbar und der Kieferchirurg hat pro Zahn zwei Minuten gebraucht.

Ich habe nicht mal 3 Tage Schmerzmittel gebraucht und zwei Stellen mussten nicht mal genäht werden.

Als Teenie habe ich nichts machen lassen, denn mir hatte ein Professor der Zahnmedizin schon Jahre davor glaubhaft erklärt, dass diese Zähne nur für das Rauswandern der Eckzähne verantwortlich sein können, da sie nicht um die Ecke wirken. Und da die immer an ihrem Platz waren...

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