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Simone

Entscheidung für eine OP?

Hallo Ihr!

Ich habe mich und meine Kieferfehlstellung zwar schon unter "Kunterbuntes" vorgestellt, aber ich muss mich jetzt dennoch nochmal hier melden.

Ich war gestern in der Dysgnathiesprechstunde in Erlangen und dort wurde mir gesagt, dass eine kieferorthopädische Behandlung bei mir nichts bringen würde, sondern nur eine OP, zu der sie mir auch raten.

Im Endeffekt soll also der UK vorverlagert werden.

Jetzt ist es aber so, dass ich vor Operationen und vor einem Krankenhausaufenthalt wirklich totale Panik habe! Ich war noch nie im Krankenhaus, aber über die Jahre (bin ja erst 24 ;) )hat sich, warum auch immer, so eine richtige Krankenhausphobie aufgebaut.... Wenn ich mir die Erfahrungsberichte so durchlese, wird mir wirklich ganz anders :(

Dazu kommt noch, dass ich von Beruf Logopädin bin und auch nicht all zu lange ausfallen will und kann, das macht mein Arbeitgeber bestimmt nicht mit und es ist schon auch echt sch....wenn man seinen Patientenstamm von ca. 40 Patienten wochenlang in Therapiepause schicken muss.

Wie seid Ihr an Eure Entscheidung rangegangen?

Zum Thema "Leidensdruck/Störungsbewusstsein" sollte ich vielleicht sagen, dass mich meine große sagittale Stufe schon sehr stört und ich links auch ein ständiges Kieferknacken habe. Mein Profil finde ich nicht so tragisch, aber ich würde halt sehr gerne mal lachen, ohne das Gefühl haben zu müssen, ich muss mir die Hand vor den Mund halten, damit niemand mein Gebiss sieht....

Meine Familie sieht nicht wirklich eine Notwendigkeit (wg. des Äußeren), aber die Kieferchirurgen meinten, dass sie mir schon allein aus funktionellen Gründen (Erhaltung des Zahnhalteapparates, Kiefergelenkschonung) zu einer OP raten würden.

Jetzt sitze ich hier, bin total überfordert mit diesen ganzen Infos, höre meinen Kiefer viel bewusster als vorher fröhlich vor sich hin knacken und finde niemanden, der sich in mich reinversetzen kann und mich bei meiner Entscheidungsfindung unterstützt. Klar, die Entscheidung muss ich alleine treffen, aber ein bißchen mehr Verständnis wäre für mich schon hilfreich. Mein Freund steht zwar hinter mir, aber ich glaube, um verstehen zu können, wie es mir geht, muss man selbst schon mal in so einer Lage gewesen sein.....

Ich zermartere mir wirklich den Kopf und träume nachts nur noch von Kiefern :(

Ging Euch das auch allen so?

Verzweifelte Grüße!

Simone

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Hallo Simone!

Wovor genau hast du denn bei Krankenhäusern Angst?

Sicher hört sich das komisch an ;) aber das einzige, was mich dort bisher gestört hat war das Essen. ich finds total widerlich - obwohl es ja alles total sauber ist usw. ... weiß auch nicht ;)

zu deiner entscheidung zur op würde ich sagen, dass du dich auf jeden fall dafür entscheiden solltest!

wie du ja sicher schon weißt, heißt das knacken nichts gutes! und wenn man dann hier noch die anderen folgen einer dysgnathie liest, dann bestehen zumindest für mich keine zweifel mehr an der notwendigkeit einer op.

und auch deine arbeitsstelle betreffend bin ich der meinung, dass die gesundheit vorgeht! vielleicht ist es möglich, dass du für die "ausfallzeit" nach dem krankenhausaufenthalt einen praktikant/azubi einstellst bzw einstellen lässt!? du sagst was zu machen ist und der praktikant/azubi führt dann die sprachübungen aus.

so viel von mir! :)

liebe grüße, Chris.

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Hallo Chris - und erstmal herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort!!

Wovor ich genau Angst habe, kann ich eigentlich gar nicht sagen. Aber ich habe Krankenhäuser schon immer mit Negativem assoziiert - vielleicht weil mein Opa im Krankenhaus gestorben ist.

Auf jeden Fall krieg ich halt auch echt die Krise, wenn ich nur was höre von Magensonde und Blasenkatheter :(

Ja, das mit dem Kieferknacken ist wirklich eine dumme Sache, aber ehrlich gesagt, ist mir noch nicht ganz klar, was genau es bedeutet. Ich hab heute mal auf Dysgnathie.de nachgelesen und kapiere jetzt schon, dass sich der Diskus verschiebt, aber wie tragisch das ist und welche Folgen das genau hat, ....?! Was kann denn schlimmstenfalls passieren, wenn es weiter knackt?

Überhaupt hab ich so den Eindruck, dass ich gestern von dem Gesprächen mit den Chirurgen nicht viel behalten habe - ich war so geplättet von der Info, dass ich mich operieren lassen soll, dass ich irgendwie total abwesend war.....

Das mit dem Praktikant/Azubi geht leider nicht. Logopäden werden an Fachschulen ausgebildet und dürfen erst therapieren, wenn sie wirklich examinierte Logopäden sind. Klar, man lässt einen Praktikanten schon mal ne Stunde oder eine kurze Sequenz innerhalb der Stunde unter Supervision machen, aber das kann man leider nicht als Dauerlösung für mehrere Wochen sehen. In der Logopädie ist es zudem so, dass es momentan viele, viele offene Stellen gibt (mal ganz die Ausnahme in den heutigen Zeiten) und meine Arbeitsstelle liegt etwas am A....der Welt, wohin niemand will - mein Chef war schon froh, dass er überhaupt jemanden gefunden hat!

Ich hoffe halt, dass ich das irgendwie regeln kann mit Urlaub, wenn nötig auch unbezahltem.....

Das Dumme ist halt, dass ich erst ab November dort anfangen werde, da ich selbst gerade noch mitten im Examen stecke. Und wenn mein Chef das vorher schon weiß - und ich finde, dass ich die Pflicht habe, ihm das zu sagen, zumal ich mich sehr gut mit ihm verstehe - dann hab ich halt Angst, dass er dann sagt "unter diesen Umständen dann doch nicht". Bedeutet für ihn ja einen Kosten.- und Organisationsaufwand. Ich dachte halt, dass ich mit der KFO vielleicht Mitte Oktober beginne und dann ca. 1 Jahr später die OP hab - dann hab ich immerhin schon mal fast 1 Jahr gearbeitet und falle nicht schon innerhalb der Probezeit aus. Wahrscheinlich sollte ich wirklich einfach mal mit meinem Chef reden - ich hab bei ihm schon 5 Wochen Praktikum gemacht und wir verstehen uns wirklich sehr, sehr gut, duzen uns auch usw.. Ich hoffe halt einfach, dass er versteht, dass meine Gesundheit vorgeht und mir hilft, eine Lösung zu finden.

Grüße aus Nürnberg!

Simone

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Hallo Simone.

Mir gehts auch so. Bald steht meine OP an und schon seit Wochen kann ich an nichts anderes mehr denken. :shock: Echt schimm. Vor dem Krankenhausaufenthalt an sich hab ich jetzt nicht so Angst - auch wenn man sich jetzt was schöneres vorstelllen könnte -, ich krieg eher vor der OP Panik. Man selbst hat ja keinen Einfluss mehr drauf und kann nur noch auf den Arzt vertrauen, dass er alles richtig macht. Ich denke aber das klappt schon! :lol:

Interessant finde ich, dass Dir anscheinend die funktionellen Gründe nicht so wichtig sind. (??) Als Logopädin redest Du viel ud brauchst Deinen Mund. Mit den Kiefergelenken hast Du jetzt schon Probleme. Wahrscheinlich (noch) keine Schmerzen, sonst würdest Du stärker zu einer OP tendieren, schätz ich mal. Arthrose könnte sich vielleicht später auch dazu gesellen. Im Extremfall hast Du in 20 Jahren dolle Schmerzen in den Gelenken und könntest nicht mehr reden (wegen den Schmerzen) und Deinen Beruf auch nicht mehr gescheit ausüben. Um nur mal nur den wortst case darzustellen. :wink: Was sind da schon ein paar lächerliche Wochen Ausfall wegen der OP gegen eventuelle Berufsunfähigkeit??? Vor allem ist die OP ja nur eine einmalige + überschaubare Sache. Das Horrorszenario braucht auch nicht zu passieren und alles geht gut so wie es ist. Allerdings lebt man ja heutzutage immer länger...

Ich weiß nicht, wurde Dir auch ein frühzeitiger Zahnverlust vorhergesagt?? Das war jedenfalls bei mir so, weil ich nur noch die hintersten Backzähne belastet hatte (die letzten 2, also 8 zusammen) Mir sind meine Zähne schon sehr wichtig und dass ich sie vor allem lange, lange behalte! Bei einem Backenzahn hatte ich schon eine Wurzelbehandlung. Mein Zahnarzt konnte sich das damals gar nicht erklären, weil ich ja regelmäßig zur Kontrolle bin. Womöglich war es dem Zahn einfach zu viel geworden und hat adieu gesagt.

Das Du nicht befreit loslachen kannst, weil Du dann immer an Dein Gebiss denkst, ist ja auch nicht so schön. Kann ich aber gut verstehen, denn seit der GNE und Zahnklammer wurde bei mir mit der Zeit immer mehr Zahnfleisch beim Lachen sichtbar. Das hatte ich vorher nicht!!! ich halte mir zwar nicht die Hand vor den Mund, aber wenn ich mich auf Fotos breit lachen sehe, erkenne ich mich fast nicht wieder. Andere sagen, das sei gar nicht so wild. Naja, Hauptgründe der OP bleiben bei mir die Nasenatmung, ein fester Biss und richtig sitzende Kiefergelenke. Wie Chris es gesagt hat, die Gesundheit geht vor!! :lol:

Viele Grüße + alles Gute

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Hallo Claudia!

Die funktionellen Gründe sind mir schon wichtig, allerdings finde ich, dass ich von den Ärzten nicht gerade ausführlich darüber aufgeklärt worden bin. Als ich in der Sprechstunde war, hab ich aber auch - wie gesagt - nicht so viel mitbekommen vor lauter Entsetzen darüber, was die mir gesagt haben. Und zum KFO bin ich ja ursprünglich eher aus ästhetischen Gründen (da ist mir das Kieferknacken noch gar nicht aufgefallen).

Natürlich brauche ich meine Sprechwerkezeuge für meinen Beruf und damit eben auch den Kiefer. Ich habe halt aber auch Bedenken, dass die Sensibilitätsstörungen bleiben oder ich den Mund nicht mehr so weit wie vorher öffnen kann (hatte irgendwo im Internet davon gelesen) - das wiederum wäre auch eine funktionelle Beeinträchtigung.

So sehr mich das Ganze im Moment auch hin- und herbeutelt: ich sehe eigentlich schon, dass ich um eine OP nicht drumherum kommen werde. Das zu akzeptieren und das ganze Drumherum zu organisieren (Arbeitsstelle, Arbeitsausfall, Angst bewältigen, ...), braucht aber wohl noch ein bißchen und dieser Prozess ist halt einfach schwer :(

Grüße!

Simone

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Hallo Simone.

Da hast Du recht, die ganzen news muss man erst mal verdauen. War bei mir auch nicht anders. Da hört man dann plötzlich, was für ein Batzen auf einen zukommt und im ersten Augenblick weiß man gar nicht, wie man das so in seinem Leben (zeitmäßig) unterkriegen soll. :lol:

Ich bin mir sicher, dass sich das mit Deiner Arbeit klären lässt. Für Deinen Arbeitgeber ist es, denk ich, gut zu wissen, dass die OP nur eine einmalige Aktion ist und Dein Ausfall ist ja relativ gut planbar.

Das schaffst Du schon alles!

Viele Grüße

Claudia

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So, ich werde jetzt folgendermaßen vorgehen:

nächste Woche lasse ich mir einen Termin für die nächste Sprechstunde im Klinikum Nürnberg geben (ich wohne ja in Nürnberg und nicht in Erlangen) und hole mir eine zweite Meinung ein. Ich bezweifle die Diagnose der Erlanger zwar nicht, aber eine zweite Meinung kann ja nicht schaden. Außerdem kann ich dann noch das frgen, was mir erst jetzt im Nachhinein noch so an Gedanken gekommen ist. Und: vielleicht lasse ich mich dann auch in Nürnberg operieren - mal sehen. Sagen die Nürnberger auch, dass sie eine OP befürworten, dann gehe ich wieder zu meinem KFO und lasse alle nötigen Untersuchungen (Abdrücke etc.) für ein Gutachten zur Vorlage bei der Krankenkasse machen. Wenn die Kasse die OP genehmigt (hab jetzt schon von zwei Fällen gelesen, bei denen die AOK trotz zweier Gutachten die Genehmigung verweigert hat), dann rede ich mit meinem Arbeitgeber. Letztendlich ist es ja doch so: es sollte gemacht werden, also führt im Endeffekt ja eh kein Weg dran vorbei und irgendwie muss sich das dann einfach regeln lassen. Und in dem einem Jahr bis zur OP kann ich ja versuchen, meine Angst abzubauen, notfalls eben mit professioneller Hilfe.

Ich halte Euch auf dem Laufenden!

ganz liebe Grüße und 1000 Dank für Eure aufbauenden und mutmachenden Worte und Infos!!

Simone

PS: mal noch kurz ne fachliche Frage: mir wurde gesagt, dass man erst nach dem einen Jahr Vorbehandlung sagen kann, ob nur am UK oder an UK und OK operiert werden muss. Kann man das wirklich nicht vorher absehen??? ich glaube, mein OK ist eigentlich O.K. und nur der UK ist der "Übeltäter"...

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Hallo Sabine,

als ich den Ausmaß meiner Kieferfehlstellung erfahren habe, konnte man mich in die Ecke stellen. Ich habe zu Hause geheult wie ein Schloßhund, aber nach ein paar Tagen habe ich mich an die Vorstellung gewöhnt und bereue heute nichts.

Mir hat man am Anfang der Behandlung gesagt, ich würde nicht darum herum kommen beide Kiefer operieren zu lassen. Im nachhinein, Jahre später, hat sich herausgestellt dass doch nur der UK vorverlagert werden muss. Das Ergebnis, welches mit der KFO-Behandlung schon erzielt wurde, war am Anfang der Behandlung nicht abzusehen.

Außerdem denke ich, spielt es auch eine große Rolle, welche Einstellung der KFO-Arzt zu den OP's hat. Da ich in der Uniklinik in Behandlung bin, habe ich schon den 3. Arzt und alle Meinungen über die OP waren verschieden. Diese "Grundeinstellung" fließt selbstverständlich in die OP-Planung mitein.

Gruß

Inga

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Hallo Inga!

"In die Ecke stellen können" - ja, das trifft es sehr gut, finde ich..... Ich glaub, ich brauche auch noch ne ganze Zeit, bis ich das alles akzeptieren kann. Wenn ich meine Röntgenbilder ansehe, kommt mir jedes Mal das große Heulen, obwohl mir jeder versichert, dass es "in natura" überhaupt nicht so schlimm aussieht (das mein Kinn etwas zu weit hinten ist, ist noch niemandem aufgefallen. Der Kommentar des Kieferchirurgen dazu war aber "Ich will ja jetzt nicht unbedingt sagen, dass Sie unansehlich sind, aber das sollte man schon korrigieren" - und das in nem dermaßen blöden Tonfall, dass mir echt die Tränen in die Augen gestiegen sind; kann ja mal Fotos von mir reinstellen)

Was wäre denn mit Deinem OK gemacht worden? Nach hinten verlagert? Geht denn das?

Ich nehme an, Du hattest auch eine mandibuläre Retrognathie, oder?!

Liebe Grüße!

Simone

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Hallo Simone,

es braucht schon ein Weile, bis man es akzeptiert hat, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, da freut man sich auf die OP und dass danach alles vorbei ist :D

Die Kommentare bzw. den Tollfall der Ärzte würde ich mir nicht zu Herzen nehmen. Bei meinen Kieferchirurgischen Besprechnungen standen mehrere Ärzte vor mir, die mein Gesicht regelrecht zerpflückt haben. Die gehen aber von dem optimalen Gesicht bzw. Kieferstellung aus, die niemand haben kann (Auch die Ärzte nicht). :wink:

Als man mir gesagt, hat dass der OK nicht operiert wird, war ich im erstem Moment entäuscht. Hört sich blöd an, aber ich habe mich drauf eingestellt und jetzt sollte es plötzlich nicht mehr gemacht werden. :evil: Die Kieferfehlstellung des OK rechtfertigte keine OP, außerdem wäre mein Gesicht ins nachteil verändert worden. Das will ich natürlich auch nicht und ich bin heilfroh, dass nur der UK operiert wurde. Mein OK sollte eigentlich nach hinten und nach oben versetzt werden. Ach und ja ich habe bzw. hatte mandibuläre Retrognathie. Ich habe schon im krankenhaus bescheid gesagt, dass ich die vorher-nachher Fotos haben möchte. Mit viel Glück bekomm ich sie am Dienstag, und dann werde ich sie auch hier ins Forum stellen.

Gruß

Inga

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So, gestern war ich also noch bei einem bzw. zwei anderen Chirurgen im Klinikum Nürnberg und dort wurde mir Folgendes mitgeteilt:

1. Wie in Erlangen sind auch die Nürnberger Kieferchirurgen der Meinung, dass ohne eine OP kein befriedigendes Ergebnis möglich ist (funktionell und ästhetisch).

2. Vorher sollten alle vier Weißheitszähne (die nicht mal ansatzweise rausspitzen) raus.

3. Einen Splint setzen sie in Nürnberg nur sehr selten ein - sie stabilisieren das Ganze nur mit Gummis.

4. Krankschreibung bei einer reinen UK-Op: ca. 3 Wochen; Krankenhausaufenthalt: 4-5 Tage.

5. festere Kost nach ca. 4-6 Wochen.

6. Eine geringere Mundöffnung (bis um 5mm weniger) kann aufgrund der Narbenbildung an den Schleimhäuten zurückbleiben, sollte vom Ausmaß her angeblich jedoch keine funktionelle Beeinträchtigung darstellen (nicht mal in meinem Beruf).

7. Ob ich wirklich jemals Kiefergelenksprobleme kriegen werde und wie stark, können sie schlecht vorhersagen, da das Knacken meines linken Kiefergelenks alleine noch nicht so viel aussagt. Fakt ist aber, dass die ständige Kompensation (durch Vorschieben des UKs beim Kauen etc.) eine Überbelastung für das Gelenk darstellt. Falls es bei Nichtbehandlung später zu Schmerzen im Kiefergelenk kommen sollte, ist nur noch eine symptomorientierte, schmerzlindernde Therapie möglich (Schiene etc.). Allerdings ist es auch so, dass es sein kann, dass auch nach der OP Probleme mit dem Kiefergelenk bestehen bleiben können bzw. erst entstehen können (?).

Eine Schädigung des Zahnhalteapparates im OK ist möglich, aber ob und wann das Probleme macht, kann mir natürlich keiner genau sagen.

8. Mein Gesicht würde durch einen weiter vorne liegenden Unterkiefer harmonischer.

-- letztendlich ist es also so, dass ich mir überlegen muss, ob ich die nicht wirklich sicher absehbaren Folgen in Kauf nehmen will oder lieber auf Nummer sicher gehe und mit der OP eventuellen Schwierigkeiten vorbeuge.....

So viel wie in letzter Zeit an meinem Kinn und meinem etwas zu langem Mittelgesicht herumkritisiert wurde, drängt sich mir immer mehr der Eindruck auf, dass es sich um eine Schönheits-OP handelt und nicht um eine funktionelle Geschichte....

Klar, ich weiß von Euch aus dem Forum, dass dem nicht so ist, und die Krankenkassen würden solche Eingriffe ja wohl auch nicht zahlen, wenn es nicht funktionelle Hintergründe hätte, aber trotzdem bringt es einem halt doch ins Zweifeln, wenn viel über das Profil geredet wird und die funktionellen Aspekte als nicht sooooo gewichtig dargestellt werden. Außerdem sieht meine Familie die funktionellen Hintergründe auch nicht als so gravierend an und denkt, dass ich das Ganze hauptsächlich machen lassen würde, weil mich meine Zähne (leichter Engstand im OK) schon immer gestört haben - auf großartige Unterstützung von deren Seite kann ich also wohl nicht so sehr zählen, ....schlecht v. a. im Hinblick darauf, dass mein Nervenkostüm nicht gerade immer das Beste ist....

Ach ja, Thema Krankenkasse noch: Kann ich erstmal einen Antrag stellen (also mit Röntgenbildern und Abdruck) und mich dann bei eventueller Genehmigung immer noch entscheiden, ob ich die OP will oder nicht?! Oder muss ich dann die Abdrücke, Bilder etc. selbst bezahlen?

Und: Habt ihr in den Kliniken auch so ein Patienten-Aufklärungsblatt über die OP und die möglichen Risiken mitbekommen?!

Schöne Grüße!

Simone

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Hallo Tobias!

Der aktuelle Stand sieht folgendermaßen aus:

die Funktionsdiagnostik ergab, dass mein Kiefer v. a. auch deswegen knackt, weil ich ihn beim Abbeißen/Kauen seitlich verschiebe, da der Kontakt der Zähne beim ersten Aufeinandertreffen der oberen und unteren Zahnreihen nicht unbedingt stimmt. Dagegen soll ich jetzt eine Aufbiss-Schiene bekommen, die dann später dadurch ersetzt werden soll, dass die Zähne dementsprechend eingeschliffen werden.

Nichtsdestotrotz kompenisere ich meine Kieferfehlstellung weiterhin durch das Vorschieben des UKs nach vorne - und das ist trotz aller Aufbiss-Schienen eben eine Überbelastung fürs Kiefergelenk.

Ich denke eigentlich fast, dass ich mich früher oder später doch operieren lassen werde. Allerdings stecke ich gerade mitten im Examensstress und fange im November meine erste Stelle an - da passt das jetzt gerade einfach nicht rein. Ich denke, dass ich das Ganze dann in Angriff nehmen werde, wenn ich schon etwas gearbeitet habe und zumindest meine Probezeit rum ist. Mit der Vorbereitung durch die Spange zusammengerechnet bin ich dann ja 1 1/2 Jahre im Betrieb, bevor ich wegen der OP ausfalle und das ist das bestimmt auch nicht so dramatisch, wie gleich zu Beginn. All zu spät möchte ich das Ganze trotzdem nicht machen, denn man wird ja bekanntlich nicht jünger und die feste Spange möchte ich eigentlich so schnell wie möglich hinter mich bringen....

Hat eigentlich hier jemand eine Ahnung davon, ob abzusehen ist, dass die Krankenkassen mit der Zeit auch in Bezug auf die Übernahme der OP-Kosten usw. immer mehr kürzen?!

Soweit also von mir!

Liebe Grüße aus Nürnberg!

Simone

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