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Minka1983

UK-Rückverlagerung am 23.01.13 in der Uniklinik Aachen

Guten Tag an alle die kurz vor der OP stehen oder sich für eine entschieden haben!

Ich möchte auch mein Senf dazu geben und von meiner Behandlung erzählen. Ich hatte einen Kreuzbiss und dass schon seit den Teenagerjahren. Über die Geschichte wie ich davon erfahren habe, ärgere ich mich immer noch. Mein damaliger Zahnarzt hat es mir mitgeteilt, aber erst nachdem ich 18 geworden bin. Ich war schon vier Jahre seine Patientin und wenige Wochen nach meinem 18. Geburtstag sagte er mir, dass ich einen Kreuzbiss habe. Natürlich wollte er direkt mit der Zahnspange behandeln, ich musste diese ja selbst bezahlen. Wir haben uns anschließend von einem KFO beraten lassen. Er kam zum Ergebnis, dass der Unterkiefer schief ist (nach links) und ohne die OP der Kreuzbiss nicht korrigiert werden kann, da hilft auch die Zahnspange nicht. OK, mit meinem Aussehen hatte ich kein Problem, die Zahne waren gerade und natürlich hatte ich Angst vor der OP. Das war 2001 oder 2002. 2008 bin ich in die andere Stadt gezogen und habe natürlich meinen Zahnarzt gewechselt. Meine neue Zahnärztin hat meinen Kreuzbiss sofort gesehen und mir Folgendes erzählt: Solange ich meine Zähne habe, wird mich der Kreuzbiss nicht stören, vielleicht werde ich ab un zu Kiefergelenkschmerzen haben, aber sonst nichts. Jedoch wenn ich im hohen Alter die dritten Zähne bekomme, vor allem wenn es sich um den Gebiss handelt, werde ich große Probleme haben. Denn das Gebiss sitzt nie perfekt und durch den schiefen Kiefer wird es rutschen, es wird Druckstellen geben und dadurch natürlich Schmerzen. OK, das klang schon überzeugend und doch hatte ich Zweifel. Sie hat mir empfohlen einen Termin für einen Beratungsgespräch in der Uniklinik Aachen zu machen, da wird mir genau erklärt wie die Behandlung aussieht. Das habe ich auch gemacht. An das Gespäch kann ich mich nicht ganz erinnern, aber es wurde gesagt, dass der Kiefer gebrochen wird. Schock!!! Ich durfte mir Zeit nehmen, um darüber nachzudenken. Die habe ich mir bis Ende 2009 genommen. Was mich damals überzeugt hat, weiß ich nicht mehr, aber am 28.02.10 habe ich meine feste Zahnspange bekommen. Bevor die Behandlung angefangen hat, musste alles vorbereitet werden. Es wurden Fotos, Röntgenbilder, Abdrücke gemacht. Die UKA hat einen Kostenplan für die Krankenkasse gemacht und nach wenigen Wochen kam die Bestätigung, dass die KK 80 % der Kosten sofort übernimmt und ich 20 % erst selbt bezahlen muss, sobald die Behandlung erfolgreich abgeschlossen ist, werden die Kosten erstattet. Sollte ich die Behandlung abbrechen, muss ich alle Kosten tragen. Anfang Januar 2013 hat mein KFO entschieden, dass die Zähne jetzt soweit geformt sind, dass die OP gemacht werden kann und zusammen mit dem Chirurgen haben wir uns auf den 23.01.13 geeinigt. Am 22.01. wurde ich aufgenommen und am 23.01. sollte es schon um 7 Uhr früh losgehen. Die Beruhigungspille habe ich gerade bekommen und schon stand ein Pfleger da, der mich abholen wollte. Zuerst ging es in den Vorbereitungsraum. Hier stehen die OP-Liegen. Die Schwester sagte mir, dass das OP-Team sich gerade vorbereitet. Und die Pille wirkt immer noch nicht!!! Dann kam eine andere Schwester und ich durfte von meinem Bett auf die OP-Liege wechseln. Sie hat mich an den Beinen festgeschnallt und mich in den Narkoseraum geschoben. Hier wurde mir der Eingang gelegt und die Narkose verabreicht. Die OP hat ca. 3 Stunden gedauert und verlief ohne Komplikationen. Im Aufwachraum habe ich vielleicht eine Stunde verbracht, nachdem ich aufgewacht bin. Erst im Zimmer habe ich gemerkt, dass ich etwas in der Nase (es war die Magensonde) habe und etwas liegt auf meiner Brust (es waren die Fläschchen von der Drainagen). Ab jetzt musste ich ständig kühlen, essen ging nur über die Sonde und mein Mund wurde nicht verdrahtet, sondern nur mit vier Gummis festgehalten. An den oberen Zähnen wurde der Splint befestigt. Falls jemand nicht weiß was ein Splint ist: Es ist eine Art Schiene, die flach ist und auf dieser Schiene befinden sich die Zahnabdrücke. Der Splint dient dazu in den Biss reinzufinden. Durch die Verschiebung des Kiefers stehen die Zähne jetzt anders, aber die Muskeln und die Motorik "weiß" es noch nicht. Der KFO wird es besser erklären können! Meine Wangen sind natürlich angeschwollen, die Linke sogar etwas mehr, als die Rechte. Schlimm war aber die Magensonde. Ich habe das Essen zwar vertragen, aber der Schlauch lag so ungünstig im Rachen, dass ich Schmerzen bekammt, die immer stärker wurden. Außerdem war das Essen kalt und wenn es lief, habe ich die Kälte im Rachen gespürt, was zum Würgereiz führte und ich habe am selben Abend auch gebrochen. Ich lies die Flüßigkeit dann langsam laufen, sodass diese sich etwas erwärmen konnte und dann spürte ich es nicht. Aber der Schlauch lag trotzdem ungünstig, sodass ich Schmerzen im Hals bekam, die immer stärker wurden. Am Freitag wurde die Magensonde gezogen. Dann konnte ich nur mit dem Strohhalm etwas essen. Es gab natürlich nur flüßige Kost. Am Samstagabend sagte mir die Ärztin, dass ich schon am Sonntag nach Hause darf, da ich mich relativ gut fühle. Die OP war am Mittwoch in der Früh und am Sonntagvormittag war ich schon zuhause. Das hat mich sehr überrascht. Den Splint trage ich immer noch, wird aber am 21.02. raugenommen. Die Gummis muss ich zwei Mal am Tag wechseln. Die Fäden wurden am 04.02. gezogen. Gestern war ich bei der Kontrolle und Nähte sind alle verheilt. Sobald der Splint raus ist, darf ich breiige Mahlzeiten zu mir nehmen. Jetzt esse ich Cremesuppen, Milchshakes, Tee, Wasser und Diätshakes. Abgenommen habe ich nur vier Kilogramm, da die Cremesuppen sehr nahrhaft sind. Meine Zunge tut weh, da sie ständig gegen den Splint drückt. Die Schwellung ist kaum noch sichtbar. Ich schlafe auf der Seite. Aber das überraschende ist, dass ich keine Schmerzen hatte. Seit der OP habe ich keine einzige Schmerztablette genommen. Bei mir wurde der Unterkiefer gebrochen, zurückverlagert, ca. 5-6 mm rotiert nach rechts und die linke Seite wurde sogar etwas angehoben.

 

Den Sinn der OP sehe ich aber noch nicht. Vielleicht dann wenn der Splint raus ist und ich mein Gebiss sehe oder wirklich erst dann wenn ich die dritten Zähne habe.

 

 

Gruß

 

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Hallo :-)

Wie geht es dir den jetzt? Ist ja schon einige monate her...

Ich wollte auch in der Uni Klinik meine Bimax machen, aber mein Zahnarzt hat mir dann wieder empfohlen Sie im Marienhospital in Aachen zu machen.

Wie fandest du den die Ärzte dort und die Schwestern? Ich hoffe du bist jetzt mit dem Ergebnis zufrieden

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Hallo :smile:

Wie geht es dir den jetzt? Ist ja schon einige monate her...

Ich wollte auch in der Uni Klinik meine Bimax machen, aber mein Zahnarzt hat mir dann wieder empfohlen Sie im Marienhospital in Aachen zu machen.

Wie fandest du den die Ärzte dort und die Schwestern? Ich hoffe du bist jetzt mit dem Ergebnis zufrieden

 

Hallo,

 

es geht mir gut. Am 15.08. wurden die Titanplatten entfernt. Ich kann schon alles essen und die Zahnspange ich auch schon weg. Die Ärzte sind in der Uniklinik Aachen gut, richtig professionell, die Schwestern sind sehr nett. Das Gute an der Uniklinik ist, dass es Einbett- und Zweibettzimmer sind. Vereinbare doch mal ein Beratungsgespräch und dann kannst du entscheiden.

 

Viel Erfolg bei der Behandlung.

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