Hallo Leute,
 

ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Ich bin jetzt 19. Vor ein paar Monaten war ich beim Zahnarzt, der mir dann gesagt hat, ich soll zum Kieferorthopäden gehen. Der hat mir dann gesagt ich habe einen offenen Biss und hinten reiben sich bei mir die Zähne extrem ab, d.h. in ca. 20 Jahren wären die kaputt. Erst hieß es, ich würde eine Zahnspange bekommen, doch beim Beratungsgespräch hat er gesagt ich sollte mich operieren lassen, weil das das einzige wäre, was längerfristig zu einer Lösung des Problems führen würde. Dann war ich gestern beim Kieferchirurgen, der hat mir erzählt was er da machen würde. Er würde mir den Oberkiefer operieren, also auf beiden Seiten reinsägen, sodass er nur noch auf der Mitte an mir dranhängt, dann ein Stück vom Knochen wegsägen und dann wieder alles mit Metallplatten befestigen. Dadurch würde der Oberkiefer nach vorne gekippt werden und somit der offene Biss geschlossen werden.
Außerdem hat er gemeint er würde mir noch die Weisheitszähne rausoperieren wollen, entweder bevor ich einer Zahnspange bekomme oder dann während der Oberkiefer-OP.
Und ich soll zu einer Logopädin gehen, weil ich falsch schlucke und so gegen meine Zähne dücke, wodurch das Problem sich entwickelt haben könnte. Oder es ist ein Skelletaler Fehler oder eine Mischung aus beidem.
Also jedemfalls, wenn ich alles machen würde was die mir sagen, müsste ich mir erst die Weisheitszähne rausoperieren lassen, dann ca. 1 Jahr ne Spange, dann OP, dann nochmal ca. halbes bis 1 Jahr die Zahnspange und danach eine Lockere.

Nun zu meinen Fragen:
- Ist es wirklich nötig, sich die Weisheitszähne entfernen zu lassen, oder will der damit nur Geld machen?
- Wie macht der Chirurg die Platten eingentlich wieder raus? Ist dafür noch eine Op nötig?
- Werden durch den chirurgischen Eigriff auch Nerven durchschnitten? Und wenn ja, wachsen die wieder zusammen?
- In wie weit könnte ich die Probleme auch allein mit einer Zahnspange ohne OP beheben? Oder nützt die Spange eigentlich gar nichts, wenn ich die OP nicht mache?
- Der Chirurg hat gemeint, dass die OP ein einfacher Eingriff wäre und dass es eigentlich kaum Risken gäbe. Aber das kann ich irgendwie nicht ganz glauben, schließlich schneiden die mir in meinem Kiefer rum.
- Würdet ihr die OP machen? Irgendwie muss es ja schon wichtig sein, weil meine Kieferorthopädin mich zu dem Chirurgen überwiesen hat und die hat nix davon. Die würde warscheinlich mehr verdienen, wenn sie mich nur mit Zahnspange behandeln würde. Also muss es ja schon irgendwie stimmen, was sie sagt.
Aber ich bin da trotzdem skeptisch.

Wäre schön, wenn ihr mir helfen könntet.
Danke

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Hallo Feuerblume!

 

Ich versuche mal auf deine Fragen zu antworten. Ich hatte/habe selber eine kieferorthopädisch-kieferchirurgische Behandlung absolviert.


Ist es wirklich nötig, sich die Weisheitszähne entfernen zu lassen, oder will der damit nur Geld machen?

--> Dies kann nur dein Kfc/Kfo sagen, bei mir wurden die Weisheitszähne aufgrund der Gefahr entfernt, dass sich im OK die Zähne durch den knappen Platz wieder verschieben hätten können. Im UK wurde der Weisheitszahn aufgrund von hygienischen Gründen entfernt, da er locker war, "fielen" Essensreste in Lücke.

 

Wie macht der Chirurg die Platten eingentlich wieder raus? Ist dafür noch eine Op nötig?

--> Falls du die Platten entfernt haben möchtest, musst du dich tatsächlich einer 2. Operation unterziehen, diese dauert aber viel weniger lang.

 

Werden durch den chirurgischen Eigriff auch Nerven durchschnitten? Und wenn ja, wachsen die wieder zusammen?

--> Im Normalfall, wenn der Chirurg genau arbeitet, passiert dies nicht, die Nerven sind aber nach einer solchen Operation gereizt, was zu Taubheit führen kann.

 


In wie weit könnte ich die Probleme auch allein mit einer Zahnspange ohne OP beheben? Oder nützt die Spange eigentlich gar nichts, wenn ich die OP nicht mache?

--> Diese Frage kann am besten dein Kfo/KFc dir beantworten. Bei mir war es so, da ich eine starke Fehlstellung hatte und eine reine kieferorthopädische Behandlung nicht viel gebracht hätte.


Der Chirurg hat gemeint, dass die OP ein einfacher Eingriff wäre und dass es eigentlich kaum Risken gäbe. Aber das kann ich irgendwie nicht ganz glauben, schließlich schneiden die mir in meinem Kiefer rum.

--> Ich denke mal, ein solcher Eingriff ist im vergleich zu anderen Operationen doch recht risikoarm, was aber nicht bedeutet risikofrei!! Zu den meisten Risiken gehören: Blutverlust/Taubheit. Die Operation selber war für mich nicht sehr problematisch, also keine Schmerzen, Übelkeit oder ähnliches, die Zeit nach dem KH war sehr anstrengend für mich, war dauernd müde, schlapp etc.


Würdet ihr die OP machen? Irgendwie muss es ja schon wichtig sein, weil meine Kieferorthopädin mich zu dem Chirurgen überwiesen hat und die hat nix davon. Die würde warscheinlich mehr verdienen, wenn sie mich nur mit Zahnspange behandeln würde.

--> Der Kieferorthopäde verdient mit dir auch so, da er ja die Spange machen muss. Ich würde sogar behaupten, sie verdienen teilweise mit kieferorthopädischen-kieferchirurgischen Behandlungen mehr, da hierfür teilweise spezielle Apparaturen/Ringe/Drähte u.ä. gebraucht wird.

 

Alles Liebe, Findus

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Hi,

 

ich schließe mich Findus in allen Punkten an (ich hatte meine OP vorletzte Woche).

 

Das einzige: wie kommst du darauf, dass es deinem/r KFO nur ums Geld geht....?????? Es geht in erster Linie um deine Behandlung! Wenn es so wäre, dass nur das Geld zählte, liefen wir alle mit Invisalign rum und müssten ewig auf die OPs warten...

 

LG

vardite

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Hallo auch von mir
Also, mit meiner ganzen 'Lebenserfahrung'
Wenn du mit 19 die OP machen lassen kannst und die Kasse zahlt das, dann lass es machen.
Wäre meine Entscheidung im Rückblick auf mein Leben.

Weisheitszähne wurden bei mir damals auch schon rausgemacht, mit 14, ich war immer fein raus, als alle anderen als Erwachsene die noch haben rausmachen lassen müssen. Ausserdem machen die manchmal Platzprobleme oder wachsen schief, ich denke mal, das ist in deinem Sinn so gesagt.

Normale OP Risiken wie Thrombosen steckt man als 19jähriger jedenfalls besser weg wie später

Jeder Eingriff ist per se ein Ridsiko
Jeder Vollnarkose ist per se ein Risiko.
Besser ist, man ist sportlich hat einen guten Herz-Lungen-apparat und ist trainiert, dann steckt der Körper alles besser weg.

Nerven sind früher wohl öfters beschhädigt worden. Habe mir sagen lassen, das kann heute noch passieren, das gehört mit zum Risiko. Bei mir haben sie einen Nerv durchtrennt und einen gedehnt, ich leb schon seit 40 Jahren damit und es geht auch. Nerven können sich in gewissem Masse regenerieren, nicht unbedingt wieder zusammenwachsen, aber das ist alles indivuduell immer sehr unterschiedlich.
Bei dir, so wie ich das seh, nützt die Spange allein garnichts. Ich wüsste, was ich sofort machen würde, an deiner Stelle, ich habs dir ja oben gesagt.
Falls du dich entscheiden kannst, dann alles Gute und viel Glück!
 

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