HGFS

Zirkulär offener Biss - Welche Behandlungsmethoden?

Hallo zusammen,

 

ich habe augenscheinlich lt. meinem Zahnarzt einen zirkulär offenen Biss (es besteht nur ein Biss bei den jeweils letzten beiden Backenzähnen) , der sich erst in den letzten zwei Jahren nach dem Entfernen der Weißheitszähne entwickelt hat. Abstand der anderen Zähne zueinander beträgt hinten 1-2 mm und weiter vorne 2-3 mm.

 

Das komische ist, dass meine Zähne aufgrund einer mehr jährigen kieferorthopädischen Behandlung komplett gerade sind und jeweils die Zähne eigentlich perfekt zusammen passen müssten (wurde mir vom KO auch so, 5 Monate nach der Zahnextraktion (07/2011), bestätigt) . Es sieht so aus das durch die Weißheitszähne die letzten beiden Backenzähne weiter herausgewachsen sind als die anderen Zähne und deshalb diesen zirkulär offenen Biss verursacht haben.

 

Nun stelle ich mir natürlich die Frage, welche Behandlungsmethoden bei dieser Problematik möglich sind. Ich will in keinem Fall wieder eine feste Zahnspange, zu Mal das in diesem Fall auch meiner Meinung nach nichts bringen würde, da die Zähne ja schon perfekt angeordnet sind.

 

Ich hoffe Sie können mir einen Rat geben, wie man dieses Problem behandeln kann. Außerdem würde mich interessieren wie viel Zeit man bei solch einer Behandlung einplanen sollte.

 

Vielen Dank

 

HGFS

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Der Einfluss der Weisheitszähne ist meistens sehr gering. Wahrscheinlicher ist ein Restwachstum im Kieferbereich, das auch bei jungen Erwachsenen noch auftreten kann. Hierbei können die Zähne durchaus gerade bleiben, da es die Kiefer sind, in deren Bereich Veränderungen auftreten.

Welche Therapie möglich ist, hängt zu einem großen Teil vom Ausmaß ab. Bei geringer Ausprägung ist oft eine rein kieferorthopädische Korrektur möglich. Hierbei können beispielsweise die hinteren Zähne des Oberkiefers nach oben bewegt werden, so dass sich der Biss schließt. Das geschieht mittels einer festen Zahnspange und evtl. Miniimplantaten oder einem Hochzugheadgear.

In Einzelfällen kann es auch möglich sein, statt einer kieferorthopädischen Behandlung mit Kronen oder Veneers zu arbeiten, das heißt die Zähne so aufzubauen, dass der Biss zu ist. Auch das geht aber nur, wenn das Ausmaß nicht zu groß ist.

Bei stärker offenen Bissen kommt eher eine chirurgische Kieferverlagerung in Betracht. Fast immer erfolgt diese in Verbindung mit einer kieferorthopädischen Behandlung, also auch einer festsitzenden Zahnspange, denn die Zähne müssen so aufgestellt werden, dass sie nach der OP möglichst gut zueinander passen.

Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel mehrere Jahre. Wie lange genau es dauert, ist ebenfalls vom Befund abhängig.

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Kann man die beiden hinteren endständigen Backenzähne mittels einer Apparatur wieder "runterdrücken", sodass ein Biss erfolgt? Habe so eine Apparatur schon mal gesehen, weiß aber nicht ob sie bei dieser Problematik einsetzbar ist.

 

Ein Kieferwachstum ausgeschlossen, da davon auf den Röntgenbildern (von 2011 (im Alter von 22 Jahren) u. 2013 (mit 24 Jahren)) lt. Zahnarzt nichts zu sehen ist. Die Methode und gesunde Zähne ohne Karies zu überkronen halte ich für unverhältnismäßig und fahrlässig. Die Idee mit dem Herausziehen der anderen Zähne ist auch nicht sonderlich schön. Ich kann mir vorstellen, dass es dann zu Parodontose kommt, da die Zahnhälse zum Teil freiliegen. 

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Hallo,

 

bei mir (hatte auch einen frontal offenen Biss) ist es höchstwahrscheinlich, dass mit Anfang 20 noch ein Restwachstum im Kiefer stattgefunden und die Fehlstellung noch einmal verschärft hat, da erst so ab 23 wirklich Probleme aufgetreten sind...

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Einen kieferchirurgischen Eingriff möchte in jedem Fall vermeiden. Ich kann mich noch mir Graus an das Ziehen von 6 Weißheitszähne (4 normalen und 2 kleinen unterm Zahnfleisch) erinnern.

 

Da hatte ich 3 Monate starke Schmerzen (trotz Novalgin u. Ibuprofen 800 mg), 6 Monate einigermaßen erträgliche Schmerzen und noch mal ein weiteres Jahr zeitweise Schmerzen  bis es vollkommen abgeklungen war. Wenn ich mir vorstelle, dass jemand meinen Kiefer spaltet und/oder zersägt möchte ich lieber sterben :482: . Das möchte ich mir auf jeden Fall ersparen. Das wäre noch 100 Mal schlimmer als eine feste Zahnspange.

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Wie beschrieben gibt es bei entsprechend geringer Ausprägung des offenen Bisses die Möglichkeit, die hinteren Zähne zu intrudieren (in Richtung Zahnfleisch zu drücken). Das erfordert eine festsitzende Apparatur. Ob diese Möglichkeit besteht, kann man ganz sicher nicht aus der Ferne beurteilen. Ein Kieferorthopäde, der sich die Situation ansieht, könnte aber etwas dazu sagen.

Eine prothetische Lösung ist alles andere als "fahrlässig" wenn sie beispielsweise eine OP oder eine im Einzelfall schlecht oder nicht durchführbare kieferorthopädische Behandlung ersetzen kann.

Vom "Herausziehen" hatte ich eigentlich nichts geschrieben, aber eine Parodontitis kann man kieferorthopädisch nicht induzieren. Bei entsprechend langsamen Bewegungen lässt sich auch das Risiko für andere Schädigungen am Zahnhalteapparat gering halten. Das Problem bei diesen sogenannten Extrusionsbewegungen sind eher Rezidive, d. h. die Zähne bewegen sich gerne wieder zurück.

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Nachtrag:

Wenn es keine feste Zahnspange, keine Prothetik und keine OP sein darf, was ist dann - ernst gemeinte Frage - überhaupt erlaubt?

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Wie lange dauert denn ein Intrudieren um 1-2 mm bei zwei Zähnen und welche festsitzende Apparatur ist dafür erforderlich?

 

Was ist eine Prothetik? Hört sich irgendwie nach Prothese an. Mir wurden schon 4 Zähne (prämolare) wegen der Kieferorthopädischen-Behandlung gezogen. Also ist es sehr verständlich, dass das auch nicht besonders schön für mich ist.

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Das Intrudieren allein reicht nicht. Die Zähne müssen in eine saubere Verzahnung gebracht werden. Das ganze kann mal 2 Jahre dauern oder weniger oder mehr. Diese Frage wird hier niemand beantworten können, da man dafür den Befund sehen muss.

Prothetik umfasst auch Dinge wie Kronen, Veneers und Onlays.

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Ok, vielen Dank für die Auskunft. Hört sich alles nicht toll an, muss man wohl sehen was tatsächlich gemacht werden muss.

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Ich würde auch zur Beratung beim Logopäden vorstellig werden... ist bei mir vermutlich mit ein Grund warum auch erst im jungen Erwachsenenalter ein offener Biss entstanden ist...

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