sbine179

Zweifel an KFO... Total verunsichert

Hallo zusammen,

 

nachdem ich mich inzwischen tagelang durch dieses Forum "durchgelesen" habe, bin ich inzwischen total verunsichert... So ziemlich jeder hier scheint, was seine individuelle Behandlung betrifft, sehr viel besser aufgeklärt worden zu sein als ich. 

 

Zuerst mal kurz zu meinem Problem: Ich habe schon immer einen offenen Biss und einen zu weit nach hinten stehenden Unterkiefer. Zudem war zu Beginn meiner Behandlung mein Oberkiefer zu schmal und musste durch eine GNE angepasst werden. Abgesehen davon, dass ich seit der GNE im linken OK (bzw. auf Höhe des linken Nasenflügels) immer wieder Schmerzen habe, die weder Zahnarzt noch KFO noch KFC erklären können, war der Oberkiefer danach breit genug und im Juli 2012 wurde die feste Spange eingesetzt. Zu Beginn der Behandlung wurde mir vom KFO damals erklärt, dass zum Abschluss der Behandlung eine Operation erfolgen wird, bei der der Unterkiefer nach vorne versetzt wird. So weit, so gut. 

 

Meine Krankenkasse hat aufgrund der erheblichen Fehlstellung sofort die Zusage erteilt, die Kosten zu übernehmen und ich war von Anfang an recht guter Dinge. Nun ist mir dank dieses Forums allerdings schon mal aufgefallen, dass ich nie einen Heil- und Kostenplan erhalten habe. Dieser wurde wohl direkt zu meiner Krankenkasse geschickt. Theoretisch kann ich damit ja auch leben, aber inzwischen hat sich folgende Situation ergeben:

 

Vor Kurzem hat mir mein KFO angekündigt, dass die Spange bereits im Sommer entfernt werden kann und dann eben die OP vorgenommen werden soll. (Nächste Frage: Ich habe hier gelesen, dass die feste Spange in der Regel erst ein paar Monate NACH der OP entfernt wird - bei meinem KFO hörte es sich aber so an, als solle sie schon davor rausgenommen werden. ???)

Des Weiteren hat mein KFO dann in einem Nebensatz das Wort "Bimax" erwähnt, von dem ich bis dahin NUR in diesem Forum gelesen hatte. Da ich also wusste, was es bedeutet, habe ich ihn direkt darauf angesprochen, dass bisher NIE von einer Bimax die Rede war, sondern es am Anfang immer nur hieß, der Unterkiefer würde vorverlagert. (Deshalb würde ich inzwischen doch ganz gern einen Heil- und Kostenplan einsehen, denn da sollte sowas doch drinstehen, oder?)

 

Wie auch immer - mit einer Unterkiefervorverlagerung habe ich kein Problem. Darauf hatte ich mich von Anfang an eingestellt und mich auch bewusst dafür entschieden, es machen zu lassen. Vor allem, weil meine Krankenkasse ja die Behandlungskosten nicht erstatten wird, wenn ich die Behandlung nicht "ordnungsgemäß" abschließe. Auf meine Nachfrage hin, wieso es jetzt auf einmal eine Bimax sein soll, hat mein KFO nur gesagt, ich solle mit dem KFC sprechen, der die Operation durchführen wird (zum Glück ein anderer als der, der die GNE gemacht hat), der würde mir das dann schon erklären. Ich war jedenfalls so geschockt, dass ich danach nicht weiter nachgefragt habe. Das war vor zwei Tagen.

 

So, natürlich bin ich kein KFO oder KFC und kann das nicht wirklich beurteilen, aber ich finde mein Oberkiefer sieht völlig normal aus, steht also weder zu weit nach vorn noch nach hinten. Lediglich mein Unterkiefer stört mich MASSIV und daher war ich sogar froh, als ich zu Beginn der Behandlung erfahren habe, dass er vorverlagert werden wird. Hätte man mir aber damals schon gesagt, dass ich mit einer Bimax rechnen muss, hätte ich mir das ALLES vielleicht nochmal überlegt, medizinische Notwendigkeit hin oder her. Wenn ich nun aber eine Bimax verweigere, kann es dann sein, dass meine Krankenkasse mir die Kosten für die gesamte Behandlung nicht erstattet??? Ich habe gelesen, dass einige Ärzte eine Bimax nur aus "optischen" Gründen empfehlen - wie finde ich denn genau raus, ob das bei mir der Fall ist??? Wie gesagt, ich finde meinen Oberkiefer total normal und kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wieso er irgendwo anders hin versetzt werden sollte (und vor allem wohin??? oben, unten, vor, zurück????). 

 

Sorry für den ewig langen Text, aber ich zweifle momentan wirklich an allem... Gibt es hier vielleicht auch jemanden, der schon Erfahrungen mit der Uniklinik Bochum gemacht hat? Dort soll ich nämlich operiert werden. Könnte ich eigentlich - ohne Probleme mit der Krankenkasse zu bekommen - vielleicht einen anderen KFC aufsuchen, bei dem ich ein besseres Gefühl habe? Ich habe den Arzt bisher nur ein Mal zur "Voruntersuchung" (noch vor der GNE) gesehen und fühlte mich da auch nicht besonders gut aufgeklärt. 

 

Es wäre toll, wenn mir jemand weiterhelfen könnte! Vielen lieben Dank im Voraus!

 

 

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Hi!

 

Also, ich habe meinen HKP auch nie gesehen, weiß aber, dass dort nicht festgelegt ist, welche Art von OP erfolgen wird, da sich dies oft erst im Lauf der Behandlung genauer herausstellt bzw. das letzte Wort hierüber nicht der KFO, sondern der KC hat.

 

Ich denke, das Aufsuchen eines anderen KC (schon alleine für eine Zweitmeinung) dürfte kein Problem darstellen.

 

Und was die Frage UKVV oder Bimax angeht - die Antwort gibst du dir ganz am Anfang fast schon selber - du schreibst, dass du schon immer einen offenen Biss hattest - das riecht verdächtig nach der Art von Bimax, die ich auch hatte. Dabei wird der OK hinten ein kleines Stückchen (bei mir waren es 3 mm) hochgesetzt, also quasi etwas nach hinten oben gekippt, um den offenen Biss zu schließen. Danach wird entsprechend der UK vorverlagert.

 

Insgesamt kann ich aber auch nur sagen: löchere deinen KFO so lange, bis du keine Fragen mehr hast, die er beantworten können muss!!! Und was die Entnahme der Spangen vor der OP angeht - den "Zahn" wird ihm spätestens der KC ziehen, da dieser die Spangen beim Operieren benötigt. Hat dein KFO überhaupt Erfahrungen mit OP-Patienten?

 

LG

vardite

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Grüßdich!

 

Deine "Geschichte" erinnert mich sehr an meine. Ich werde/wurde von meinem KFO leider auch nicht wirklich umfangreich beraten bzw. aufgeklärt. Ich weiß bis heute nicht, wie meine "Fehlstellung" wirklich heisst und bei mir folgte dann der gleiche Hammer wie bei dir. In erster Lini kann ich dir sagen - ich habe meinen Heilkostenplan zu Hause, da steht (zumindest bei mir) nicht drin ob "nur" UK-VV oder Bimax. Bei mir war auch immer die Rede von einer Unterkiefervorverlagerung, ich hab mich darauf eingestellt - war froh dass diese "Fehlstellung" endlich behoben wird - habe mich darauf eingestellt und so schon genug Respekt davor - und mich ehrlich gesagt auch oft damit getröstet "Naja wenigstens brauchst du keine Bimax..."

 

Bei mir werden in 2 Wochen Abdrücke gemacht, die Woche darauf hab ich dann einen Termin beim KFC, der wird dann entscheiden ob es bei der UKVV bleibt oder doch ein Bimax benötigt. Mein Zahnarzt (wirklich ein super Arzt) hat mir das so erklärt: Mein Oberkiefer ist in einer absolut richtigen Position, da gibt es nichts zu meckern. Allerdings muss der UK wahrscheinlich so eine weite Strecke zurücklegen, dass es evtl. sinnvoller wäre dass ihm der OK sozusagen ein bisschen "entgegen kommt" ...

 

Ich lass mich jetzt überraschen, hab mich am Anfang auch SO SEHR über meinen KFO geärgert (manchmal immer noch) aber ja ich muss jetzt abwarten und HOFFEN dass es nur bei der UK-VV bleibt. Abbrechen würde ich die Behandlung aber auf keinen Fall (muss zwar so oder so alles selber bezahlen) aber ich will nicht, dass das alles umsonst war, ich würde mir mein Leben lang in den Ar*ch beissen. Ausserdem möchte ich auch die gesundheitlichen Probleme die mit meienr Unterkieferrücklage einhergehen ausräumen!

 

Ich drück dir die Daumen, dass es auch bei dir "nur" eine UK-VV braucht - hast du denn schon einen Termin beim KFC?

 

LG

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Hi!

 

Danke für eure Antworten! 

 

@vardite Ob mein KFO überhaupt Erfahrungen mit OP-Patienten hat, kann ich nur schlecht beurteilen. So rein vom Eindruck her scheint er zu 90% Kinder und Jugendliche zu behandeln, also würde ich eher vermuten nein. Ich glaube, bei Kindern und Jugendlichen werden in der Regel seltener OPs benötigt, oder? Jedenfalls bin ich meist die einzige Erwachsene, die im Wartezimmer sitzt. :( Jedenfalls bin ich damals von meinem Zahnarzt zu diesem KFO geschickt worden und weil mein Zahnarzt wirklich absolut super und vertrauenswürdig ist, hatte ich damit auch kein wirkliches Problem. Nur jetzt, wo es "ans Eingemachte" geht, sprich OP, werde ich ein bisschen unsicher... 

Aber danke auch für die Erklärung mit der Bimax - jetzt habe ich zumindest mal eine Vorstellung, was da überhaupt mit dem OK gemacht werden könnte! Wie war denn deine persönliche Erfahrung mit der Bimax? Wie lange warst du dafür im KH? 

 

@Magnolie Ja, das klingt wirklich genau nach dem, was ich bisher erlebt habe. Abbrechen würde ich aber auch auf gar keinen Fall! Allein durch die GNE und die feste Zahnspange hat sich bei mir schon so viel zum Positiven verändert, dass ich den "Rest" natürlich auch noch durchziehen möchte. Aber klar ist es erstmal ein Schock, wenn man sich "nur" auf die UK-VV einstellt und man dann auf einmal etwas von einer Bimax hört. Also meine OP soll erst im Sommer sein, aber ich überlege auch, vorher einfach nochmal in die Dysgnathie-Sprechstunde zur Uniklinik zu gehen. Der KFC hat mich ja bisher auch nur das eine Mal vor Behandlungsbeginn gesehen, vielleicht kann er ja dann jetzt mal quasi den "Zwischenstand" beurteilen. Und wenn eine Bimax wirklich absolut unumgänglich ist, dann muss ich da wohl durch, aber wenn es auch ohne gehen WÜRDE und nur aus ästhetischen Gründen gemacht werden soll, dann lieber nicht. 

Ich wünsche dir auch weiterhin viel Glück bei deiner Behandlung! Sag doch mal Bescheid, was dein Gespräch mit dem KFC ergeben hat, das würde mich interessieren!

 

LG

Sbine

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Na ja, dann geh tatsächlich nochmal zum KC, schildere ihm das Problem und dann wird er deinen KFO schon in die Mangel nehmen, wenn nötig!

 

Ich selber kann natürlich nicht beurteilen, wie ich mich nun nach einer reinen UKVV fühlen würde, aber es lief alles superglatt und unproblematisch. Ich bin mittwochs operiert worden und montags entlassen. Mein erster Arbeitstag war letzten Mittwoch nach 3 Wochen Krankschreibung.

Auf jeden Fall habe ich sehr bald nach der OP gemerkt, dass meine Zunge nun hinten im Mund doch spürbar mehr Platz hat und sich nicht mehr von den OK-Backenzähnen "eingeklemmt" fühlt. Und das erste Mal im Leben berühren sich meine Schneidezähne!!!

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Hallo,

 

so wirklich aufgeklärt wurde ich vom Kieferorthopäden auch nicht. Anfangs habe ich mich ja mehr mit dem Thema beschäftigt wie sieht es aus etc... Plötzlich ging es dann glücklicherweise schon los. Aber so wirklich Bescheid, wusste ich nicht. Ratz fatz waren die Spanngummis etc. drin. Aber ich bin ja heilfroh, dass es dann so schnell losging. Wenn sich sowas ewig in die Länge zieht, ist es ja auch nix.

Ich weiss nichtmal, welche Brackets ich später erhalte. Wir hatten nur abgesprochen, dass diese möglichst unsichtbar sind. Ich hoffe das wird dann auch tatsächlich so.

Bezüglich der Bimax würde ich tatsächlich mal einen Beratungstermin beim KFC ausmachen. Ich habe den ganzen Behandlungsplan erst mit dem KFC abgestimmt und bin dann zum KFO gegangen. Der KFC kann Dir genau sagen, ob eine Bimax in Deinem Fall überhaupt sinnvoll ist und auch die Gründe erläutern.

Mein KFC hat das Kinnadvancement optional in den Behandlungsplan mitaufgenommen. Ich kann die Praxis von Dr. Kater in Bad Homburt nur empfehlen!

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