Pollii

beschäftigung zu hause nach bimax

hallo liebes forum,

 

ich habe seit dem 4.3.13 meine bimax op hinter mir und bin nun seit einer woche zu hause . (op bericht kommt demnächst)

mir fällt momentan total die decke auf den kopf, obwohl ich ja erst eine Woche zu hause bin. so frage ich mich : wie soll ich das nur aushalten bis ich wieder arbeiten  kann??? ich hab richtig schlechte laune deswegen und falle so mehr und mehr  in ein loch. ich darf nichts essen, kann nicht  richtig schlafen (weil ich ja erhöht und auf dem rücken schlafen muss) , kann nirgendwo hin und  sitze den ganzen Tag auf dem sofa rum. 

an alle die operiert wurden: was habt ihr den ganzen tag gemacht als ihr krank geschrieben wart? 

über tipps  und antworten würde ich mich freuen.

 

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Hey Pollii,

 

du Arme! Zuerst mal: wer hat denn gesagt, dass du auch daheim noch auf dem Rücken und erhöht schlafen musst??? Ich habe bei der Entlassung explizit gefragt, ob ich wieder auf der Seite schlafen darf, weil ich im KH auf dem Rücken und erhöht auch extrem schlecht geschlafen habe... und ja, ich durfte.

 

Das ist auch eins der Dinge, die ich nach der OP daheim ausgiebig getan habe: geschlafen! Ansonsten haben Essen und die Mundhygiene gerade am Anfang noch viel Zeit in Anspruch genommen. Ich habe Suppen gekocht, viel gelesen, ferngesehen (hatte mir die Monate vorher einige schöne Sachen aufgenommen), war spazieren und einkaufen, bin durchs Netz, vor allem auch hierher, gesurft, habe mit meiner Familie gechattet und mich abends von meinem Freund kuscheln lassen. Ein wenig (unanstrengend) geputzt (Staub wischen und Saugen, Wäsche waschen) hab ich auch noch.

 

Langweilig war es mir nicht eine Sekunde... allerdings muss ich noch sagen, dass ich nach 3 Wochen wieder ins Büro bin und die ersten Tage schon seeehr anstrengend waren. Also nicht zu früh wieder arbeiten gehen...

 

LG

vardite

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danke für deine antwort! mein arzt hat gesagt, dass ich auf dem rücken und erhöht schlafen muss, weil es sonst unangenehm am kiefer sein soll. hab mich daraufhin gar nicht getraut es auszuprobieren. aber wenn es bei dir auch ging werde ich es wohl mal versuchen. 

einkaufen um einfach mal raus zu kommen, wollte ich eigentlich auch schon gehen. ich hab nur ein riesen Problem mit dem hunger und ich kann nicht in den laden gehen und all die schönen sachen sehen, ich glaub dann fang ich an zu heulen. das mit dem essen ist sowieso das schlimmste für mich. 

ich muss auch die ganze splint zeit zu hause bleiben, da ich bei  einer Zeitung arbeite  und auf keinen fall mit splint interviewen kann. also wirds bei mir auch noch dauern bis ich wieder zur arbeit kann. 

mit dem filme aufnehmen vorher hätte ich auch machen sollen, das ist ne gute idee, hab ich nicht dran gedacht leider. bist du denn im den ersten wochen nach der op viel unter leute gegangen (ich denk jetzt an kino, Einkaufszentrum etc)? körperlich fühle  ich mich absolut fit, nur ich hab so angst, dass ich irgendwas ins gesicht bekomme, also einen ellebogen oder so. hattest du die angst auch? 

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Hallo Pollii,

 

eigentlich dachte ich vor der Zeit daheim, dass danach mein Schreibtisch aufgeräumt sein wird und eventuell auch noch das Bücherregal etwas sortiert ist, aber dazu bin ich gar nicht gekommen, mir war definitiv nicht langweilig.

 

Ich muss aber auch sagen, dass ich (leider) Übung habe mit mehrwöchigen Krankschreibungen und beim ersten Mal war mir auch relativ langweilig. Mal überlegen, was ich diesmal gemacht habe: Auf alle Fälle etwas mehr geschlafen als sonst, da auch auf meinen Körper gehört, was er gebraucht hat und wenn er einen Mittagschlaf wollte, hat er den auch bekommen. Geschlafen habe ich daheim auch relativ schnell wieder flach, ich kann aber nicht sagen, wann ich mich auch auf die Seite getraut habe. Hat Dein KC gesagt, Du mußt oder Du sollst auf dem Rücken schlafen? Ich würde einfach noch einmal fragen, ob Du mit auf der Seite schlafen Schaden anrichten kannst. Wenn es "nur" unangenehm am Kiefer sein soll, aber keinen Schaden anrichten kann, ist es Deine Entscheidung als erwachsene Frau, ob Du damit leben bzw. in dem Fall schlafen kannst. Viel ist ja auch auf den Körper hören, wie es sich anfühlt. Das Schlafen mit erhöhtem Oberkörper sorgt aber auf alle Fälle dafür, dass man morgens nicht ganz so verquollen aufwacht.

 

Ansonsten habe ich viel gelesen und gestrickt, im Internet und genau wie vardite viel bei Progenica gesurft. Ich hatte meinen Laptop vom Arbeiten mit dabei und ab 2 Wochen nach OP normalerweise morgens und nachmittags mich 2 Stunden beim Arbeiten eingeloggt und einige von den Sachen gemacht, die man schon längst mal tun wollte, aber sonst nicht dazu kommt, weil irgendetwas anderes lauter schreit. Außerdem ist es immer angenehm, wenn man von einer längeren Krankschreibung zurückkommt und nicht erst noch die Mailbox aufräumen muss.

 

Draussen unterwegs ich auf alle Fälle und hatte nicht wirklich Angst, irgendetwas Ellenbogen, etc. abzubekommen. Zu Kontrollterminen bei meinem KC, die mich auch beschäftigt gehalten haben, da dabei fast ein Tag draufgeht, war ich immer mit dem Zug unterwegs und da kommt man schon mit Menschen in Kontakt. Ich war auch nach 2 Wochen wieder bei Chorproben. Auch sonst mußte ich schon deshalb unter Menschen, da ich mich alleine versorge. Selbst wenn ich einiges an Suppen vorgekocht hatte und auch eine Ladung H-Milch da hatte, braucht ich für das Abendessen und die Zwischenmahlzeiten frischen Nachschub sowie natürlich Obst. Und unter Menschen bin ich selbst mit Hämatomen im Gesicht (nicht abgedeckt) und habe so gut wie keine Reaktionen bekommen.

 

Zusätzlich hatte ich in die Zeit auch noch einen Kontrolltermin bei meiner Frauenärztin gelegt sowie Physiotherapietermine für ein anderes Problem, ich glaube, beim Orthpäden war ich während der Zeit auch noch. Ich habe es da aber auch genossen, für diese Termin Zeit zu haben und sie nicht nur einfach irgendwo reinzuquetschen, da ich normalerweise Vollzeit arbeite.

 

Warum ist das Essen für Dich so schwierig? Bekommst Du nicht genug rein, weil nur flüssig geht, oder weisst Du nicht, was Du essen sollst? Für Ideen gibt es hier den Rezeptefaden (siehe meine Signatur). Und ein Mixer bekommt so gut wie alles klein, zur Not auch das Steak mit etwas Brühe. Ich habe auch einige Bücher mit Brotaufstrichen und mir daraus einiges zum Abendessen gemacht. Quasi per definitionen ist ein Brotausstrich ziemlich weich und es gibt ja nicht nur süße, sondern auch herzhafte.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

 

 

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Hi Pollii,

 

nö, eine Angst vor irgendwelchen Ellenbogen hatte ich nicht - habe auch noch nie im Leben einen im Gesicht gehabt - also warum gerade jetzt???

Ja, ich war schon unter Leuten, aber ich war auch zu keiner Zeit blau im Gesicht... nur am Anfang etwas gelb-grün. Außerdem ist ja immernoch Schal-Wetter.

 

Was den Hunger angeht - während der flüssig-Phase hatte ich nie Hunger... vielleicht hilft es dir, wenn ich schreibe, was ich so gegessen habe: morgens z.B. Instantflocken mit viel Milch, so dass es fast flüssig war, mittags einen mit Milch zu flüssig gestreckten Schokopudding, Lassi (Trinkjoghurt) und einen Smoothie und am Abend eine Portion Suppe (von mir vorgekocht oder eine fertige von Roggenkamp) und eine Trinkschokolade. Jetzt in der Breiphase halt alles, was man vor dem Essen irgendwie zerdrücken oder mixen kann, gerne auch püriertes Obst.

 

Ich habe mich auch schnell wieder körperlich fit gefühlt - aber 8 h Vollzeit arbeiten ist doch noch mal ne ganz andere Größenordnung...

 

@Irene: ja, heimlich gearbeitet habe ich auch...

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Na da sind ja schon einig Tipps dabei, danke dafür!!! Und mit dem Ellenbogen im Gesicht hast du eigentlich völlig recht, hab auch noch nie einen ins Gesicht bekommen, ich weiß auch nicht warum ich da so ängstlich war:-) bin dann vorhin auch gleich ins Einkaufszentrum (das hat neu aufgemacht, es war brechend voll) und hab mir was schönes zum anziehen gekauft. So ein ganz normaler Tag draußen hat schon ziemlich gut getan, ich fühl mich gleich besser.

Und das mit dem essen ist bei mir so ne Sache, um das nochmal zu erklären. Ich kann auch Suppe, Brei, Pudding, Joghurt etc essen, also verhungern tu ich nicht. Aber das essen ist bei mir sowas wie ein großes Hobby. Es ist mir einfach sehr wichtig, darum fühl ich mich so eingeschränkt. Ich bin sonst mindestens einmal pro Woche essen gegangen und immer Freitags oder samstags Abends hab ich schön mit meinem Freund essen bestellt. Und auch sonst war das gemeinsame kochen und Abendessen jeden Tag mein Highlight. Ich esse einfach sehr sehr gerne und am liebsten Fleisch. Da ist es einfach schwer für mich nur breiiges und flüssiges zu essen, deshalb hab ich damit ein Problem.

Mit dem Rauchen aufhören ist mir 10 mal leichter gefallen als ne Diät.

Die Rezepte hier schau ich mir dann gleich mal an, Irene:-)

Und am Mittwoch habe ich nen Kontrolltermin beim Kfc, da frag ich dann nochmal explizit nach der Schlafsache.

Darf man eigentlich baden? Also in der Badewanne in richtig heißem wasser oder schwillt man dann wieder voll an?

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Hey Pollii,

 

habe leider keine Badewanne, kann dir also dazu nix sagen... aber ich füchte, mit dem Anschwellen hast du recht...

 

Ansonsten kann ich das mit dem Essen (und auch den Vergleich mit dem Rauchen) seeeeeehhhhr gut nachfühlen, aber dadurch, dass ich mir das meiste Brei-Essen selber mache und es ein vorher bekannter, fest definierter Zeitraum ist, komm ich super zurecht (auch mit nur wenig Fleisch...).

 

LG

vardite

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Hallo Pollii,

 

wenn es Dir an Fleisch mangelt, kannst ich Dir unter anderem meinen Hühnerauflauf aus dem Rezeptefaden empfehlen. Ist von der Konsistenz her eher breiig und wenn Du sowieso kochst, sollten Dir eigentlich auch Variationen dazu mit anderen Fleischsorten einfallen. Und wenn Du den Mund soweit aufbekommst, dass Brei geht, gehen eigentlich unheimlich viele Sachen, die mit der Gabel zerdrückt werden können, wie z.B. auch Hackfleisch, Cevapici, Fisch, Terrinen, viele Kuchen, alles was dann im Mund eventuell noch etwas eingespeichelt werden muss, aber durch das Zerdrücken mit der Gabel nicht mehr gekaut werden müssen. Und gemeinsam kochen könnt Ihr ja noch immer, Dein Freund ist dann normal und Dein Essen geht vorher noch durch den Mixer (eher getrennt als gemeinsam).

 

Ich hatte die Zeit nach der Bimax nicht als Diät empfunden, sondern sogar eher gedacht, dass ich mich teilweise besser ernähre als sonst. Sonst habe ich irgendwie meinen Satz an Essen und während der Zeit habe ich deutlich bewußter drüber nachgedacht und eigentlich auch mehr experimentiert.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Hallo Pollii,

 

nachdem ich mir heute zweimal den Kopf angehauen habe, einmal rechts, einmal links, damit es auch ja symetrisch ist, bin zumindestens ich wahrscheinlich gefährlicher für mich selber als alle andere. Ich glaube, die Ängstlichkeit ist schon verständlich und mit Angst kann man ja auch nicht mehr unbedingt rational denken. Ich habe nämlich auch ähnlich wie vardite gedacht, hast Du vorher schon jemals einen Ellenbogen ins Gesicht bekommen, im normalen Leben passiert es normalerweise nicht, am ehsten kann ich mir das noch beim Toben mit Kindern vorstellen.

 

@vardite,

 

heimlich war das gar nicht so unbedingt. Solange es Lohnfortzahlung ist, geht es ja vor allem darum, nichts zu tun, was der Heilung nicht förderlich ist, und wenn ich mich daheim zu Tode langweile, ist das der Heilung nicht wirklich förderlich. Wenn man von daheim Sachen geschafft bekommt, sind die Leute vor allem dankbar, wenn man wieder beim Arbeiten ist, wird ja nicht wirklich Rücksicht auf einem genommen. Gar nicht aus Böswilligkeit, wenn dann eher Gedankenlosigkeit bzw. die Annahme, wenn man da ist, kann man auch voll Arbeiten. Obwohl, ich bin auch einmal von Kollegen nach einer anderen OP im Krankenhaus angerufen worden, wo sich eine bestimmte Information im Dateisystem befindet und konnte es tatsächlich aus dem Gedächtnis sagen.

 

Wenn es nach 6 Wochen nicht mehr Lohnfortzahlung, sondern das Krankengeld der KK ist, sieht es mit dem Arbeit schon etwas anders aus. Da muss es dann von der KK genehmigt werden, meist im Rahmen einer Wiedereingliederung. Ich war jetzt zwar schon mehrfach länger krankgeschrieben worden, aber nie so lange, dass es Krankengeld wurde, deshalb weiss ich das nur theoretisch und habe es nie praktisch ausprobiert.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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@Irene: Wir sind ein so kleines Institut, dass quasi jeder alles mitbekommt und auch viel Rücksicht genommen wird. An feste Arbeitszeiten hält sich bei uns fast keiner (mails nachts um...), ist ja auch irgendwo üblich. Ich habe dann aber doch mehrere "Eins-auf-den-Deckel-geb"-Antworten bekommen, dass ich mich im KH gefälligst erholen und keine mails verschicken soll.... :) Daher danach dann "heimlich" ohne viele mails...

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