Benny28

GNE und später UKV in Nürnberg

76 Beiträge in diesem Thema

Ich (42 Jahre männlich) stehe kurz vor der OP (6 Tage noch) und fange mal langsam an, niederzuschreiben, wie es mir ergeht. Bitte nicht auf meine Terminologie achten, da ich kein Arzt bin und mich bei den Fachbegriffen nur schlecht auskenne... 

 

Angefangen hat alles vor mehr als einem Jahr, als mir nach einem Zahnarzt-Wechsel angetragen wurde, einen Kieferorthopäden (KFO) aufzusuchen, da es in meinen Kiefergelenken knirschte und eine Fehlstellung des Kiefers als Ursache für eine drohende Kiefergelenksarthrose vermutet wurde. Dort wurde dieser Verdacht bestätigt und ich wurde zu einem bekannten Nürnberger Kieferchirurgen (KC) überwiesen, der mir zu einer Gaumennahterweiterung (GNE) und einer Unterkieferverlagerung (UKV) riet, die dann etwa ein halbes Jahr nach der GNE erfolgen soll. Dabei soll der Unterkiefer leicht nach links geschoben werden, so dass die Zähne und damit die Kiefer endlich sauber aufeinanderpassen.

 

Jedenfalls entschloss ich mich trotz meines Alters dazu, die beiden OPs über mich ergehen zu lassen, mit der Aussicht, neben zwei Operationen auch für etwa zwei Jahre mit einer festen Spange herumzulaufen und danach hoffentlich von der drohenden Arthrose verschont zu bleiben, wie auch immer die sich auswirken könnte. Die bislang teilweise schiefen Zähne sollten dann auch behoben sein, so dass sich auch eine optische Verbesserung einstellen dürfte.

 

In den letzten Wochen wurden jedenfalls die Maßnahmen ergriffen, so dass nun die OP ansteht. Noch bin ich entspannt, was die OP angeht und harre der Dinge, die vor mir liegen.

 

Vor zwei Wochen wurden mir beim KFO jedenfalls die Gummis zwischen die Zähen geschoben, damit sich ein Abstand zwischen den Backenzähnen bilden kann, um dort später die Hyrax-Schraube zu befestigen. Die Gummis waren ein wenig ungewohnt, haben mich in meinem normalen Leben aber so gut wie gar nicht beeinträchtigt. Leichte Schmerzen waren beim Essen damit verbunden, ich konnte aber alles wie gewohnt zu mir nehmen. 

Nach einer Woche mit den Gummis wurde Abdrücke vom Oberkiefer gemacht, damit die Hyrax-Schraube angepasst werden konnte und nach einer weiteren Woche mit den Gummis wurde die Hyrax-Schraube einzementiert, die ich nun seit vier Tage im Oberkiefer trage. Insgesamt erträglich, bislang nicht schmerzhaft sondern vielmehr unangenehm, weil die Zunge in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist und ich angefangen habe zu nuscheln. "L", "N" und "CH" fallen schwer, bzw sind kaum zu verstehen - Macht der Gewohnheit halt und meine Zunge (=>Sprache) wird sich wohl nicht an die Schraube gewöhnen.

Die Metall-Bänder haben zur Backe hin scharfe Erhebungen, die die Mundschleimhaut reizen, um das zu minimieren bekam ich Silikon, das ich auf diese Erhebungen aufbringen kann, auf das ich bislang verzichtet habe. Wie gesagt es ist erträglich...

Normales Essen ist weiterhin möglich, bei härteren Sachen, die ich normalerweise mit den Backenzähnen zerkleinert habe, ist es etwas schmerzhaft, aber im Rahmen. Unangenehm ist auch, dass zwischen Schraube und Gaumen Essensreste stecken bleiben und sich der Bereich mit Speichel füllt, den man nur schlecht weg bekommt. Nach jedem Essen spüle ich jedenfalls den Mund mit Mineralwasser, damit die Essensreste rausgespült werden. 

Nachts ist es auch ungewohnt, weil eben der Speichel nicht wie gewohnt komplett geschluckt werden kann, sondern am Gaumen bleibt und daher der Mund schneller voll ist. Keine Ahnung wie ich das beschrieben soll.

 

Die OP-Vorbereitung beim KC wurde im Wesentlichen auf Zahnabdrücke, diverse Röntgen-Bilder und Foto-Aufnahmen reduziert, damit man im Laufe der Behandlung die Veränderungen erkennen kann. Den Prof selber habe ich jeweils nur kurz gesprochen, das meiste haben seine Assistentinnen erledigt. Alles bislang sehr nett und übersichtlich.

 

Soweit erstmal

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Hallo Benny,

 

ich werde auch eine GNE und UKV haben, meine GNE wird am 17.04. sein, allerdings werde ich meine Apparatur erst kurz vorher bekommen. Gummis hat ich auch schon drin, um Platz für die Bänderanprobe und Abdrücke zu schaffen. Dass die Bänder kratzen, hab ich bei der Anprobe schon festgestellt. Die anderen Begleiterscheinen, wie das schlecht Essen können und der viele Speichel  hab ich also noch vor mir :461:

Aber da müssen/dürfen wir durch und wir schaffen das auch  :524:   Entspann dich noch ein paar Tage und dann alles Gute für dich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Benny28!

 

Na sowas, das Forum wird ja derzeit nur so überschwemmt von Nürnbergern ;)

Ich wurde auch von diesem "bekannten Nürnberger Kieferchirurgen" operiert und bin sehr zufrieden.

Mir selber ist eine GNE erspart geblieben, aber als ich ins Krankenhaus kam, hab ich einen getroffen, der eine GNE hinter sich hatte und schon wieder echt gut drauf war!!! Ich hoffe, das lässt dich auch weiterhin entspannt bleiben ;)

Alles Gute für die OP!

 

Grüße - Würzl

 

PS: Hab in deinem Profil gesehen, dass wir sogar beim selben KFO sind :473:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Nachdem in der Zwischenzeit bei mir nichts passiert ist, nur zwei Antworten auf die posts:

 

@Boki:

Die Hyrax-Schraube habe ich eine Woche früher bekommen, weil mein KO danach Urlaub machte (in Bayern sind ja Osterferien). Ansonsten hätte man das auch eine Woche schieben können. So hatte ich eine Woche mehr Eingewöhnungszeit.

Von außen sieht man nichts, das Genuschel nervt nur ziemlich. Und das mit dem Essen und dem Speichel... Naja, die eine Woche mehr ist da auch nicht so schlimm. Wie gesagt keine Schmerzen, daher erträglich...

 

@Würzl:

Hab mir Deine Geschichte durchgelesen und sehe, dass Du es bald hinter Dich gebracht hast, auch mit einem kleinen Umweg... Als Du das mit dem gleichen KFO erwähnt hast musste ich kurz schlucken, aber zum Glück haben wir nun den gleichen und nicht, dass ich den gleichen habe, wie Du zu Beginn ;-)

Entspannt bin ich weiterhin und hoffe dass ich den ersten Step bald und komplikationslos hinter mich gebracht habe. Mal sehen, wie weit sie meinen Oberkiefer auseinanderschieben wollen... 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Da hast du aber ganz schön zu lesen gehabt :D

Bei meinem "PS" oben hätte ich sicherheitshalber noch ein "mittlerweile" einfügen sollen, dass da keine Unklarheiten entstehen... Tut mir leid! Aber mein Ex-KFO hätte dich garantiert nicht an Prof. L. überwiesen ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Heute 14.30 Uhr ins Krankenhaus zum anmelden. Danach meine Heimat für die nächste Woche aufgesucht und ein Gespräch mit dem Anästhesisten zur Vorbereitung geführt. Alle sind noch sehr nett.

Was ich nicht wusste, man muss bei der OP (um den Mund herum natürlich) rasiert sein... War ein kleines Problem, aber die Schwestern haben ein Notfall-Set.

Nochmal die Unterlagen von Prof. Lindorf durchgesehen. 6 bis 10 Tage Klinikaufenthalt!? Die Schwester meinte, normal nach fünf Tagen. Mal abwarten...

Die Henkersmahlzeit, die letzte feste Nahrung für die nächsten 6 Wochen, bestand aus Brot, Wurst und Käse.

Die nette Schwester verpasste mir und meinem Mitbewohner (auch morgen GNE und in einem halben Jahr UKV bei Prof. Lindorf und nicht mal halb so alt wie ich) unser Outfit für die OP und jeweils eine Spritze gegen Thrombose. Danach noch ein paar Verhaltensregeln für die nächsten Tage und weg war sie.

Ich bin gegen 9.00 Uhr dran und mein Kollege dann gegen 11.00 Uhr. Danach dann vier Tage nicht duschen!

Mehr dann morgen...

Ach ja, es gibt einen Stations-Fernseher, heute vielleicht Fußball Dortmund gegen Malaga?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallöle,

 

warum musstest du denn schon so früh im KH sein? Ich sollte erst um 18.00 Uhr da sein, obwohl ich am nächsten Tag schon um 7.00 Uhr dran kam...

Alle sind noch sehr nett.

Na dann hoffen wir mal, dass das auch so bleibt!!!

Der Stationsfernseher (ich war übrigens im Zimmer gleich daneben) hat mir mal eine schlaflose Nacht gerettet, allerdings mit weit weniger Hochwertigerem als dem Fußballspiel ;)

 

Alles Gute für morgen!!! :473:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hi Würzel und die anderen, Ich hatte um 15.00 Uhr noch Anästhesie - Gespräch und dann viel Zeit auf dem Zimmer. Und noch immer sind alle nett. Die Toilette ist soweit in Ordnung. Ich denke, dass ich und mein Kollege in zwei Tagen mehr stinken werden,als es die Toilette jemals kann ;-) So, heute wie gesagt OP-Termin. Habe nochmal geduscht und mich in das sexy Outfit geworfen. Nach der Dusche stand die halbe Toilette unter Wasser... Ich fühlte mich unschuldig! Pünktlich um 9.00 Uhr kamen zwei Schwestern, die mir ein Beruhigungsmittel in Form einer Pille verabreichten und mich Richtung OP fuhren. Dort wurde ich wiederum von zwei Schwestern in Empfang genommen, sie mich dann für die OP vorbereiteten. Blutdruckmesser, Sauerstoffmesser, EKG und eine eklige Flüssigkeit in die Nase... Es hat dann ein wenig gedauert, bis ich dran war. Der Anästhesist und ein Kollege von Prof. Lindorf haben derweil reingeschaut und Hallo gesagt. Im OP dann noch etwas gefaulenzt, ehe das Narkosemittel verabreicht wurde. Laut OP-Bericht war dann alles innerhalb von einer halben Stunde erledigt. Im Aufwachraum ging es dann auch fix. Ich fühlte mich fit und hatte keine Schmerzen. Zurück auf meinem Zimmer konnte ich mich recht schnell in mein privates Outfit umkleiden und dann auch selbständig auf die Toilette gehen, die weiterhin nicht stinkt ;-) Allgemeiner Zustand war in Ordnung. Nichts zu essen, nur Tee oder Wasser zu trinken und Eisbeutel zum kühlen. Im der Tiefe der Nase stecken Tamponaden, die die Blutung aufhalten und dazu noch was um den Kopf für den Notfall. In der Zunge hing noch ein Notfall - Faden, der heute Abend entfernt wurde. Kühlen sollte man übrigens die Oberlippe und die Backen, egal was die Schwestern sagen. Der OP-Arzt hat das dann korrigiert. Das Zimmer sollte man am ersten Tag auch nicht verlassen, auch wenn eine Schwester meint, dass es kein Problem ist und man das Eis selber wechseln kann. Das sollte automatisch etwa jede Stunde gebracht werden. Notfalls dann die Schwester rufen. Sonst: Prof. Lindorf verabreicht keine Schlaftabletten, dafür gab es Schmerz Zäpfchen. Meinem Nachbarn geht es den Umständen entsprechend ebenfalls gut. Mal sehen, wie wir schlafen können und was morgen passiert. Die Tamponaden sollen jedenfalls raus. Ach ja: die Hyrax-Schraube wurde bereits in meiner Narkose gedreht, so dass die Zahnlücke bereits sichtbar ist... Gute Nacht

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Benny28,

 

freut mich, dass sich das alles bei dir so gut anhört!!! Und dass alle immernoch nett sind ;) Das mit dem Klo war nur sehr einprägsam, da ich es trotz meiner verstopften Nase gerochen habe; aber wenns bei euch taugt, is ja schön. Ich hoff mal nur für dich, dass die Tamponaden morgen besser rausflutschen als bei mir... Aber den Assistenzarzt (ist es bei euch auch Dr. H.?) fand ich echt sympathisch :D

 

Dann viel Spaß beim Kühlen und gute Nacht zurück :473:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Benny28,

 

wie schön von dir zu lesen und dass alles so problemlos verlaufen ist. Kaum Schmerzen, einigermaßen fit und in eigenen Klamotten, was will man mehr :610:

Ich hoffe, da hat sich heute nichts dran geändert. Mein KFC wird auch noch in Narkose drehen, da bin ich auch schon mal beruhigt.

Mit den Tamponaden in der Nase kann man sicherlich kaum oder gar nicht Luft holen (?) hoffentlich kommt da bei mir keine Panik auf :626: und was war das für ein Notfall-Faden und was hattest du um den Kopf, das kann ich mir so gar nicht vorstellen. Sorry, wenn ich so neugierig bin, aber ich hab meinen Termin am 17.04.

Ich wünsch dir gute Besserung, wenig Schmerzen und dass die Schwellungen sich in Grenzen halten.

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Tut mir leid Benny28, dass ich dein Thema okkupiere, aber ich glaub, ich muss für Boki mal Akut-Entwarnung geben :biggrin:

1. Mit den Tamponaden bekommt man normalerweise schon ausreichend Luft, nur eben durch den Mund!

2. Der Notfall-Faden ist ebenfalls harmlos, du bekommst ihn während der OP, damit meines Wissens die Zunge nicht nach hinten rutscht; er bleibt bis ein zu einem Tag (oder eben kürzer) drin, falls Komplikationen auftreten und nochmal operiert werden muss; das herausziehen war meiner Erfahrung nach überhaupt nicht schmerzhaft.

3. Was Benny28 um den Kopf hatte, hört sich für mich nach einer Nasenschleuder an (klingt gefährlicher, als es ist ;)), die dafür sorgt, dass kein Blut/Schleim aus der Nase kommt; bei meinen siehst du das Teil in Aktion.

Keine Panik!!! :473:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wie nett von dir, danke Würzl :473:

Der Gedanke, keine Luft durch die Nase zu bekommen, ist für mich unerträglich, ich kann auch nicht tauchen :483:   Bei meiner Nasen-OP vor 20 Jahren hat man mir deshalb Röhrchen in die Tamponaden gelegt.

Wo ist denn der Notfallfaden befestigt? an der Zunge?

Es bleibt spannend.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Der Faden ist einfach vorne durch die Zunge gestochen gewesen und hat aus dem Mund rausgehangen... Ich hab es erst gemerkt, als ich gebrochen habe und mir den Mund abgewischt hab.

Wenn du Bedenken wegen der Luftzufuhr hast, würde ich das an deiner Stelle unbedingt mal ansprechen. Und wenn man vor 20 Jahren eine Lösung gefunden hat, sollte das heute noch weniger ein Problem sein! Alles Gute!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Stimmt alles, was Würzel geschrieben hat, daher gehe ich nicht näher darauf ein...

Erster Tag nach der OP

Schlafen konnte ich so gut wie gar nicht. Ungewohnte Stellung im Bett - zu hoch und auf dem Rücken. Dazu kam die Schwester nach jeweils etwas mehr als einer Stunde rein und ließ uns unsere Kühlpacks tauschen. Sehr lästig...

Dafür am morgen nach einem Tag Pause etwas zu essen, wenn man es so nennen kann. Es gab zwei große Schüsseln Brei, zwei kleine Schüsseln Brei und eine Schüssel Brühe. Strohalm oder Plastik-Löffel standen zur Wahl. Weiterhin keine Schmerzen, dafür immer wieder Blut in der Nasenschleuder (richtig, so heißt das Ding, mit dem das Blut unter der Nase gestoppt wird). Ist nicht weiter schlimm, nur etwas lästig.

Nach dem Mittagessen (zwei große Schüsseln cremige Suppe, eine kleine Schüssel Suppe mit kleinen Stückchen und zwei Schüsseln dünner Pudding) kam Würzels sympatischer Arzt Dr. H. Und entfernte die Tamponaden aus unseren Nasen. Sah eklig aus, fühlte sich eklig an, aber schmerzlos. Dazu wurden die Hyrax-Schrauben nachgedreht, zwei Nasensprays verteilt und mitgeteilt, dass alles gut ist und wir vermutlich am Montag entlassen werden. Ach ja, er meinte, dass man die Schraube nicht selber drehen kann. War mir neu... Am Dienstag steht dann ein Termin bei Lindorf auf dem Programm, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Sonst tote Hose. Thrombose-Spritze gehört zum Tagesgeschäft. Abendessen ähnlich wie Frühstück und Mittagessen...

Alles wird gut

Die Lücke zwischen den vorderen Schneidezähne ist etwa 4mm breit.

Alle sind nett, außer der Nachtschwester, die uns immer wieder geweckt hat. Schmerzen habe ich kaum und Kühlen hilft. Meine Backen sind geschwollen, aber kein Problem...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Zweiter Tag nach der OP

Wieder kaum geschlafen. Die Rückenlage und Kopf oben machen mich wahnsinnig. Ich bin aber auch nicht müde. Tue den ganzen Tag ja auch nichts...

Alle sind lieb, Schmerzen habe ich keine, warum beschwere ich mich? Ist es das Nichtstun?

Naja... Heute Morgen wurde jedenfalls der Zugang entfernt, wieder etwas mehr Lebensqualität. Duschen geht immer noch nicht, aber nötig hätten wir es... Würzels netter Assi war Vormittags kurz da und hat geprüft, ob ich die Schraube selber drehen kann und siehe da, ich kann. Das Essen ist weiterhin gewöhnungsbedürftig. Am Morgen hatte ich sechs Schüssel, Mittags bekam ich drei und am Abend fünf. Brühe, Brei und flüssigen Pudding. Dazu hat die nette Schwester (find ich viel sympathischer als den Assistenten ;-)) Ein Glas Hipp warm gemacht, mit Kartoffel- und Gemüse-Stückchen. Salzarm aber mal was anderes...

Spritze und Tabletten werden weiterhin verteilt. Den morgigen Tag überstehe ich auch noch und dann freue ich mich darauf, endlich wieder nach Hause zu kommen. Am Dienstag dann ein Date mit dem KFC und dann schauen wir, wie es weitergeht.

Um die Langeweile zu bekämpfen, lese ich viel und bin froh, dass ich ein Smartphone habe, mit dem ich kommunizieren kann. WhatsApp und Internet sei Dank... Mein Zimmernachbar hat seinen Laptop dabei und ist damit auch ausgelastet...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
[...] Würzels sympatischer Arzt Dr. H. [...]

 

[...] Würzels netter Assi [...]

Wie sich das schon anhört! :483: Was hältst du denn von ihm? Wahrscheinlich etwas komisch, sich von einem ca. 12 Jahre jüngeren Arzt behandeln zu lassen, oder? Im Vergleich zu mir ist er halt ca. 12 Jahre älter...

 

[...] die nette Schwester (find ich viel sympathischer als den Assistenten ;-)) [...]

Ja ja, Männer halt... :523:

 

Wegen Nichtstun: Hast du dir schon mal den Patientengarten angeschaut? Viel Zerstreuung bietet der ja nicht, aber um mal ne Runde zu drehen taugt er schon. Schon mal überlegt, dir was zum Schlafen geben zu lassen? Mir gings in der Hinsicht ähnlich, ich hab aber auch erst in der vorletzten Nacht nachgegeben... Aber du hast schon recht: Mit hochgestelltem Kopfteil sind die Betten eindeutug zu kurz! Das Essen fand ich auch nicht so berauschend, daheim ist das viel besser!!! Außerdem gabs bei mir das Essen immer schon um 17.00 Uhr, dann hatte man danach immer viel zu viel Zeit zum Langweilen.

 

Dann wünsch ich wieder ne gute Nacht :473:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hi Würzl, Ich hoffe, du vergibst mir, dass ich dir immer wieder mal ein "e" unterjuble und du erkennst den einen oder anderen Smily in meinen Texten. Also der Dr. H. ist schon nett, aber wie du festgestellt hast, bin ich halt ein Mann... Da ist einem eine nette Frau Dr. oder eine Schwester lieber und wenn er um die 30 ist, habe ich kein Problem damit. Mein Chef ist auch deutlich jünger als ich. So eine Stellung als Arzt oder Chef muss man sich erarbeiten und verdienen. Das wird einem nicht geschenkt. Bzgl. Schlafen: uns wurde gesagt, dass die Lindorf-Patienten nichts bekommen. Heute Nacht habe ich jedenfalls mein Bett flacher gestellt und da war es besser... und wie gesagt, müde bin ich ja nicht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hi Benny, das untergejubelte "e" sei dir verziehen, bestimmt eine Nachwirkung der Narkose ;) Dann sei mal froh, dass in Pflegeberufen immer noch hauptsächlich Frauen arbeiten, sonst wäre es bestimmt noch langweiliger für dich und deinen Zimmerkollegen...! Also bei mir war es irgendwie kein Problem, was zum Schlafen zu bekommen, im Gegenteil, mein netter Assi hat es mir immer wieder nahegelegt; aber bei mir war es ja auch die Umstellungs-OP, vll. hast du dann in nem halben Jahr mehr Glück ;) Hast du eig. auch einen Pflasterstreifen über der Oberlippe? Und musst du jetzt auch Retterspitz-Umschläge machen?

Gute Besserung weiterhin und schönen Sonntag :473:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Tag 3 nach der OP: Fast alles wie bisher... Neu sind die Retterspitz-Umschläge statt der Kühlung und zum Mittagessen gab es Kartoffelbrei mit Soße. Morgen dürfen wir dann erstmals lauwarm duschen und nach dem Frühstück (welchen Brei es auch gibt) nach Hause. Der nette Assi hat uns noch ein paar Verhaltensregeln mit auf den Weg gegeben und das war dann erstmal die erste OP. Von nun an jeden Tag die Schraube selber drehen, jede Woche zum Prof und dann sehen wir uns hier bis in sechs Monaten wieder. Dann sollte auch der KFO seine Brackets geklebt haben, dass es weitergehen kann. Melde mich in den nächsten Tagen mal von zu Hause. Das Schreiben am Handy ist etwas mühselig... Liebe Grüße an Würzl und alle, die bislang interessiert mitgelesen haben LG Benny

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Benny, jetzt müsstest du ja schon ne ganze Weile daheim sein! :) Viel Spaß morgen beim Prof., weiterhin gute Genesung und danke für den netten Austausch hier in den letzten Tagen!!! Vielleicht trifft man sich ja mal zufällig (KFC oder KFO)...

Liebe Grüße - Würzl :473:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

So nun auch bzgl. des Formats etwas ansprechender:

 

Tag 4 nach der OP:

Wieder schlecht geschlafen... Die Betten sind nicht mein Fall! Aber es war vorläufig die letzte Nacht in der Klinik. Dort durfte ich endlich duschen, nochmal die Brei-Varianten testen, Blut abgeben und dann war Kapitel 1 der Kiefer-OP beendet. 

Zu Hause habe ich mir dann erstmal was zu essen gemacht! Tomatensuppe mit kleinen Nudeln - lecker!!! Danach habe ich den Termin bei Lindorf für Dienstag fixiert und konnte mich endlich wieder wie ein normaler Mensch fühlen. Den Pflasterstreifen habe ich auch noch über der Oberlippe vom einen Ohr zum anderen hängen und die die ganze Mundpartie ist geschwollen, aber alles halb so schlimm, da schmerzlos. Ein Brot fehlt mir... dafür gab es heute Nachmittag Rühreier, auch mal wieder eine neue Erfahrung, nach 5 Tagen Brei. Sonst gibt es nichts zu sagen. Morgen schreib ich dann mal, was der Prof. Lindorf meint und dann werde ich mich weitaus seltener melden. 

 

@Würzl:

Vielleicht treffen wir uns, vielleicht haben wir das auch schon, aber da wir nicht wissen, wie der andere aussieht oder heißt, sieht es eher schlecht aus, mal Hallo zu sagen. Vielen Dank für die aufmerksame Betrachtung meiner Berichte. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hi Benny,

Danke für deine auführlichen Berichte hier! Klingt irgendwie alles halb so schlimm! Da ich keine GNE am 17.04. habe, bin ich froh dies hier noch zu lesen!!

Wünsch dir weiterhin gute Besserung!! Zuhause wird man eh am besten gesund :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

EINE!!! Sorry, blöd wenn man über´s Iphone kommentiert :-)

Sonst wäre deine Frage "was ich hier mache" berechtigt ;-)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

So ging es mir auch, als ich alles auf dem Samsung geschrieben habe. Wünsche dir auf jeden Fall das allerbeste bei deinem Termin. Wirst sehen, alles halb so schlimm. Der Termin heute bei Lindorf brachte kaum neues. Alles sieht gut aus. Nächste Woche dann Termine nochmal bei ihm und einen Tag später bei meinem KFO. Die Schraube soll ich is zum Anschlag drehen. "Wir brauchen Platz"... Wenn alles gut terminiert wird, könnte in einem Jahr schon alles vorbei sein. Wenn der OK paßt, 3 bis 6 Monate zur Verfestigung. Danach Anpassung der Zahnspange und dann kann relativ schnell OP 2 folgen. Danach bis zu sechs Monate bis auch die verdaut ist und dann kann die Spange wieder raus...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden