Ness

UKVV im Juli/August bei Dr. Lindorf in Nürnberg

37 Beiträge in diesem Thema

Hallo ihr Lieben,

 

Ich war mir jetzt nicht ganz sicher, ob ich dieses Thema bei den Zahnspangen-Geschichten oder bei den OP-Berichten poste sollte. Aber nachdem die Operation ja noch kommt und die Spange dazu gehört, habe ich mich jetzt für diese Rubrik entschieden... Wenn es doch nicht stimmen sollte, entschuldige ich mich schon im Voraus! :473:

 

Ganz neu im Forum möchte ich euch auch von meiner Geschichte erzählen. Ich hoffe, es ist für euch etwas Interessantes dabei... :380:

 

Ihr kennt das ja sicherlich... Man ist in der 5. oder 6. Klasse und plötzlich bekommt jeder um einen herum seine Zahnspange und in der Schule werden nur noch Hipp-Gläschen gegessen. Ich konnte mich damals daüber freuen, dass mir das Ganze erspart blieb, denn meine Zähne und auch die meiner Schwester waren traumhaft gerade.

Mit 16 bekam ich dann allerdings erste Probleme. Mein Überbiss, der sich über die Jahre gebildet hatt und nicht behandelt wurde verursachte jetzt eine Überbelastung meines Kiefergelenkes... Für mich verursachte es ernsthafte Schmerzen, nicht nur beim Kauen. Teilweise konnte ich meinen Mund gar nicht mehr richtig öffnen, also gingen wir erst mal zum Zahnarzt, der mich direkt zum KFO schickte.

 

Diagnose: Starker Überbiss mit Tendenz zum offenen Biss.

 

Nun bekam ich zwei Möglichkeiten vorgeschlagen:

1. Zwei von den Ooberen Backenzähnen ziehen und die obere Zahnreihe nach hinten verschieben, dass der Biss passt. (Dauer: 3 Jahre)

2. Ausformen der Zahnbögen mit einer anschließenden Verlängerung des Unterkiefers. (Dauer: 1,5 Jahre)

 

Da die erste Möglichkeit das Problem nicht an der Wurzel packt und zudem auch noch mein Aussehen negativ beeinflussen würde (Zitat KFC: "Du bekommst das Gesicht einer alten Frau!"), enschieden wir uns schließlich für die Operation.

Nun trage ich meine Spange also schon seit Ende August, Bögen wurde gewechselt Gummi-Kette eingesetzt, hier und da ein Bracet umgeklebt, Brei gelöffelt... Zwischendurch musste ich mir noch die unteren Weisheitszähne rausnehmen lassen, obwohl sie noch relativ fest im Knochen saßen... Das war vielleicht eine Tortur! :558:

Letztenendes bekam ich letzten Dienstag endlich grünes Licht für meine Operation! :402:

 

Am Mittwoch habe ich mich gleich meinem KFC in Roth vorgestellt. Ein sehr netter Mann namens Dr. Kochert der mit mir erst einmal darüber gequatscht hat, dass man in meinem kleinen Kaff gut essen gehen kann. :D

Er hat mir noch einmal sehr verständlich und genau erklärt, was bei der Operation gemacht wird und wie es mein Profil und meinen Biss beeinflussen wird (wobei ich den Vergleich mimt dem Holzhacken eher beunruhigend fand :redface: ).

Jedenfalls meinte er, dass er meinen Unterkiefer um etwa 9mm vorverlagern möchte und dass er von seiner Seite aus keine Probleme sieht. Jetzt will er sich noch einmal mit meinem KFO besprechen und dann kann ich für Juli/August endlich einen OP-Termin ausmachen!

Ich freue mich schon riesig! :biggrin:

 

 

Jetzt ist das Ganze ganz schön lang geworden, aber ich hoffe, ihr findet meine Geschichte nicht allzu langweilig und lest sie vielleicht trotzdem.

 

Liebe Grüße

Ness

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Hallo Ness,

 

klar les ich deine Geschichte!!!

Bin schon gespannt, wie es mit dir weiter geht, wenn die OP näher rückt, zumal ich ja vom selben Chirurgen operiert wurde (hast du ja schon gemerkt ;))!

 

Liebe Grüße - Würzl :473:

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Neuester Stand:

KFO und KFC haben sich bequatscht und stimmen beide einem OP-Termin im Juli zu. Jetzt warte ich sehnsüchtig auf einen Anruf von Frau Maul (passender Name :348: ), mit der ich dann den genauen Termin ausmache. Gott, ich freue mich schon so, wenn ich ein Datum habe, dem ich entgegen fiebern kann :350: .

 

Bei der Gelegenheit wollte ich euch noch meine Röntgenbilder von Juni 2012 zeigen, die ich neulich von meinem KFO bekommen habe. Sind zwar schon recht alt, da habe ich noch nicht einmal meine Spange aber ich bin ja so leicht zu faszinieren. :biggrin:

 

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Liebe Grüße

Ness

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Sooo... Vielleicht habt ihr es ja schon am neuen Ticker bemerkt: Ich habe endlich meinen OP-Termin!!! :402:

Am 19. August 2013 ist es endich soweit! Aufegnommen werde ich Abends am 18. August und dann gleich morgens von Dr. Kochert operiert. Hach Leute, ich freue mich so, auch endlich ein Datum zu haben, auf das ich hinfiebern kann! Jetzt heißt es, noch schön Speck anfressen, bevor die Hunger-Zeit nach der Operation kommt. :343:

 

Liebe Grüße

Ness

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Hallo Ness, das sind ja schöne Neuigkeiten!!! Freu mich für dich :485:

Nichts Festes essen können heißt ja nicht automatisch, dass man nicht satt wird, sondern eher, dass das "Essen" keinen Spaß macht... aber ich hab mir damals auch noch paar Kilos zugelegt...

Kleine Bemerkung am Rande: Ich glaub, dein Arzt heißt Dr. Kochel (steht zumindest auf der Internetseite der Praxis ;))

LG - Würzl :473:

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Hallo Ness,

 

schön, dass bei dir der Termin schon so bald ansteht! Ich muss leider noch ein wenig warten... Allerdings bin ich nicht ganz beim selben Chirurgen - aber in der selben Praxis...=)
Ich hab mal ein paar Fragen an dich: Wie lange meinte denn der Chirurg, dass du den Splint drinnen lassen musst?? (Vor dem hab ich nämlich ultra Panik!!!) Und seit wann hast du deine Zahnspange schon??

Schöne Grüße und alles Gute!

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Hallo _ff_

 

Über das Prozedere nach der OP wurde noch gar nicht wirklich gesprochen, lediglich, dass ich danach erst mal nur weiche Sachen essen darf und dass ich ein paar Tage in der Klinik bleiben muss. Bei meinem letzten Termin wurde mir eigentlich nur erklärt, wie die OP ablaufen wird.

Ich denke, die genaue Besprechung folgt dann, wenn in etwa zwei Monaten aktuelle Bilder und Abdrücke gemacht wurden.

Meine Spange trage ich jetzt seit dem 22. August 2012. Den Geburtstag meiner Zahnspange darf ich also in der Klinik feiern! :485:

 

Am 7. Mai bin ich wieder mal beim KFO. Bis ja schon gespannt, was der noch so zu sagen hat :)

 

@Würzl: Ja, mit dem Namen meines Arztes hast du wohl recht. Weiß auch nicht, warum ich permanent das Bedürfnis habe, ihn umzutaufen. Daheim nenne ich ihn auch immer Dr. Kochert. :483:

 

Liebe Grüße

Ness

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Liebe Leute lasst euch sagen es gibt Neuigkeiten...

 

Ob gute oder schlchte muss ich erst norch abwarten, aber Fakt ist, dass der liebe Herr Doktor Kochel, von dem ich eigentlich hätte operiert werden sollte, das Handtuch geworfen hat und auf und davon ist... Meinen 19. August kann ich also erst mal vergessen und man kann sich sicherlich vorstellen, wie frustriert ich bin. :680:

Jetzt sieht es so aus, dass ich, wenn ich Glück habe, den 22. Juli (Bei mir wäre das dann die letzte Schuloche diesen Schuljahres) bekommen könnte, weil ein Patien vielleicht noch absagen will, und wenn ich Pech habe muss ich bis zum 9. September (das wäre die erste Schulwoche des nächsten Schuljahres) warten. Bei meinem Glück, das ich zur Zeit habe möchte ich wetten, ich bekommen den Termin im September. Mensch, jetzt hab ich mich schon so gefreut, weil es gar nicht mehr lang hin ist, den Doktor mochte ich auch gern und dann geht wieder alles den Bach runter. :666:

 

Naja, drückt mir die Daumen, dass ich den Juli-Termin bekomme!

 

Liebe Grüße

Ness

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Frohe Kunde!
Gerade wirde ich von einer lieben Frau Petrov angerufen, es wäre ein Termin am 12. August frei, den sie mir anbieten könnte. Den hab ich mir natürlich sofort geschnappt, immerhin ist das sogar nochmal eine Woche vor meinem ursprünglichen Termin. Und sollte der 22. Juli doch noch frei werden, dann könnte ich den auch bekommen, wenn ich will, aber Fakt ist, dass ich meine UKVV spätestens am 12. August bekommen werde. :450:

 

Gott, ich bin gerade einfach nur so froh, dass ich das nicht Anfang der Q12 durchziehen muss, sondern früher dran komme! Ich bin wirklich begeistert von dieser Praxis, die durch die Kündigung von Dr. Kochel gerade sowieso schon Stress hat und um 7 Uhr Abends noch wegen einer kleinen Schülerin anruft. Ehrlich... HUT AB!!! :524:  Ich bin mir jetzt wirklich ganz sicher, dass ich die richtige Praxis gefunden hab! :)

 

Liebe Grüße von einer überglücklichen

Ness

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Hallo Ness!

 

Na zum Glück ist das noch mal gut ausgegangen! :483:

Gestern war Dr. Kochel noch auf der Website der Praxis (unter "Team") vertreten, heute dann nicht mehr... schon bisschen komisch!

Aber ich hab auch immer das Gefühl, dass die Mitarbeiter sich extrem gut um die Belange der Patienten bemühen.

Wirst du jetzt vom Prof. persönlich operiert?

 

Auf jeden Fall wünsch ich dir eine gute Wartezeit, hoffentlich ohne weitere Aufregungen!!!

Viele Grüße - Würzl :473:

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Hallo ihr Lieben,

 

Ich komme gerade vom Kieferorthopäden und wie sich herausstellte, werde ich am 8. August wohl noch OP-Häkchen bekommen... Kann mir jemand erklären, was ich mir darunter vorstellen darf und wozu man die genau braucht? Mein KFO war mal wieder auf dem Spring und darum bin ich nicht zum Fragen gekommen. Er meinte nur, es wären recht lästige Dinger und darum will er sie erst kurz vor der OP rein machen. Bitte um Aufklärung... :485:

 

Außerdem konnte ich einen kurzen Blick in meine Akte erhaschen und musste doch stark schlucken, weil ich die Notiz "Bimax?" gelesen habe..! Auch danach konnte ich leider nicht mehr fragen und ich hoffe jetzt ganz einfach mal, dass eine UKVV, wie sie ja eigentlich angedacht ist, reicht... :482:

Ich muss sagen, jetzt wo alles langsam näher rückt, werde ich doch ein bisschen nervös... Mein nächster Termin ist nicht mehr zum Bogenwechsel, sondern für OP-Häkchen und mein KFO hat mir schon alles Gute gewünscht... Irgendwie kommt das erst jetzt in meinem Bewusstsein an, dass alles nur noch knapp 6 Wochen hin ist...

 

Liebe Grüße

Ness

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Hallo Ness,

 

diese "OP-Häkchen" sind dünne Drahtschlaufen, die an den Brackets befestigt werden. Daran kann man nach der OP Gummizüge befestigen, um das Ergebnis zu stabilisieren oder (wie bei mir) später noch kleine Korrekturen durchzuführen. Wenn du "Kobayashi-Häkchen" bei der Google-Bildersuche eingibst, kannst du dir das Ganze mal anschauen.

Mir wurde auch gesagt, sie seien recht störend, aber man gewöhnt sich daran, so wie an die restliche Spange auch. Natürlich piekst es manchmal, aber das ist auszuhalten.

 

Ich hoffe, ich konnte diese Unklarheit beseitigen :483:

LG Würzl

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Hallihallo

 

Gerade komme ich vom Abschlussgespräch bei meinem KC und meine Güte, da war ja echt die Hölle los. Die Kündigung von Dr. Kochel bringt die Praxisi wohl ganz schön ins Schwitzen. Aber die sind da alle so nett und haben sich so sehr um einen OP-Termin bemüht, der optimal für mich ist, da verzeiht man es ihnen doch gerne, dass ich etwa 2 Stunden in der Praxis war.

Was alles gemacht wurde:

  • Aktuelle Röntgenbilder, da die letzten ja im Juni 2012 gemacht wurden und da hatte ich noch nicht einmal die Zahnspange drinnen.
  • Bilder von meinem Kiefer. Bei der Gelegenheit wurde ich gleich gefragt, ob mein Biss schon vor der Zahnspange offen war. Allerdings konnte ich darauf nicht wirklich antworten, da mir mein Fehlbiss eigentlich nie aufgefallen war, bis ich eben Schmerzen im Gelenk hatte.
  • Frontal- und Profilbilder vor der schönen blauen Wand, die man von der Homepage der Praxis kennt.
  • Wachsbisse
  • Abdrücke von Ober- und Unterkiefer. Geht es eigentlich nur mir so, oder ist/war diese Prozedur für euch auch der Horror..?
  • 3D-Scans
  • Ein Aufklärungsgespräch mit dem Prof.

Im Gespräch kam Folgendes heraus: Erst einmal konnte ich feststellen, dass Dr. Lindorf zu der Sorte Mensch gehört, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen und lieber alles etwas lockerer sehen. Außerdem hat er die Arbeit meines KFO in höchsten Tönen gelobt (O-Ton: "Ja, damit kann man durchaus sehr gut arbeiten."), allerdings auch den Zustand meiner Kiefergelenke - vor allem den des Linken - stark bemängelt. Anschenend sind die Gelenkköpfe durch den Fehlbiss sehr stark abgenutzt und darum kann es gut sein, dass ich nach der OP erst einmal Schmerzen haben werde, da sich die Gelenke neu umgewöhnen müssen. Darum muss ich den Splint und die Gummis wohl auch etwas länger tragen, als es die Norm vorsieht. Meine Mittellinie ist auch ein bisschen verschoben, aber dass wird mit der OP gerichtet.

Naja... Ich füge mich halt meinem Schicksal, bevor ich ein Rezidiv riskiere...

 

Das Narkosegespräch habe ich auch gleich danach noch hinter mich gebracht und alles so schnell wie möglich wieder verdrängt. Die Vorstellung, dass mir ein Schlauch durch die Nase in die Luftröhre geschoben wird, ist mir dann doch nicht ganz geheuer... Ist halt doch meine erste Vollnarkose...

 

Tja... Im Endeffekt wars das von heute auch schon. Ich melde mich vielleicht am 8. August nochmal, wenn ich meine OP-Häkchen bekommen habe (Ich weiß ja jetzt auch, wozu die gut sind ;)) und ansonsten eben nach der OP... In 12 Tagen...

 

Liebe Grüße

Ness

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Finchen, vielen Dank für deine lieben Wünsche. Ich kann sie sicherlich gut gebrauchen. :)

 

Sooo, der Vollständigkeit halber wieder ein schnelles Update.

Habe heute beim KFO - nach ungewohnt langer Wartezeit - meine OP-Häkchen bekommen, 3 oben und 3 unten jeweils vorne und ich finde sie stehen mir ausgezeichnet :524:  Ist halt nochmal ein bisschen mehr Metall, mit dem man sich anfreunden muss, aber es tut ja nichts weh. Bei der Gelegenheit hab ich auch gleich das Lob vom Prof weitergegeben, was die Zahnspangenarbeit angeht, was meinen KFO doch sehr gefreut hat. Auf Nachfrage habe ich schließlich meine Bedenken bezüglich der Vollnarkose geäußert, weil ich davor wirklich am meisten Angst habe, da es ja meine Erste ist. Direkt darauf haben der Chef und seine Perlen ihre Narkose-Geschichten zum Besten gegeben und das hat mir wirklich ein wenig die Angst genommen :)

 

Vielleicht stelle ich in den nächsten Tagen auch mal ein paar Bilder ins Bilderforum, das Passwort habe ich ja schon eine ganze Weile. Ich überlege allerdings, ob ich nicht lieber warte, bis ich Bilder von meinem geschundenen, geschwollenen Gesicht habe. Ich denke, man kann es dann besser vergleichen, wenn man auch schon das Ergebnis hat. Naja, ich schau mal... :)

 

Liebe Grüße

Ness

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Liebe Ness!

 

Vielleicht hast du deine OP ja bereits hinter dir, ich drück dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen!!!

Hoffentlich läuft alles nach Plan und du findest die nächsten Wochen genug zum Essen ;)

 

Ich bin gespannt, was du zu berichten hast, und denk an dich :)

LG - Würzl :115:

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Hallöchen ihr Lieben

 

Ja, bin seit heute morgen wieder daheim und schon fleißig am abschwellen. Leider reagiere ich sehr schlecht aufs Anitibiotikum, aber dau gibbet mehr im Bericht zu lesen. Ich denke, ich werde mich ein bisschen an Würzl orientieren und täglich häppchenweise posten. So wird es nicht so langweilig und langatmig  :484:

Ich habe das Ganze während der Klinik-Zeit geschrieben. Ist also sehr zeitnah. :524:

 

 

Sonntag, 11. August 2013 – Tag vor der OP

 

Ab dem Zeitpunkt als ich aufgewacht bin war mir vor Aufregung so übel, dass ich den ganzen Tag kaum etwas essen konnte. Lediglich zu Mittag habe ich durch die Überredungskünste meiner Mama ein paar Bissen hinuntergewürgt. Wobei man dazu sagen muss, dass es ihr auch nicht viel besser ging als mir.

Um 16 Uhr sind wir dann schließlich ins Auto gestiegen, um trotz Stau gerade noch rechtzeitig um 18 Uhr in der Klinik anzukommen. Dort wurden wir erst einmal auf die falsche Station geschickt, sind schlussendlich aber doch noch in meinem Zimmer 814 angekommen.  :485:  Ich wurde gefragt, ob ich denn schon zu Abend gegessen hätte und auf meine Verneinung wurde mir gesagt, dass ich noch etwas haben könnte, wenn ich will. Habe davon allerdings keinen Gebrauch gemacht. Auf meinem Nachttisch lagen bereits sehr verdächtig aussehende OP-Gegenstände (OP-Hemd, Thrombosestrümpfe und natürlich das sexy Höschen, das sich gar nicht als so schlimm herausstellte wie gedacht :483: ). Schließlich haben wir auch noch nach einem W-LAN für Patienten gefragt – hatten sie leider nicht. Aber ich habe im TV einen super Comedy Kanal gefunden, mit dem ich mich prima ablenken konnte.

Schließlich wurde es für meine Eltern an der Zeit zu gehen und das war der Punkt, an dem mir meine Nerven ein bisschen durchgegangen sind und ich die eine oder andere Träne nicht zurück halten konnte. Ich war allein in meinem Zimmer und fühlte mich plötzlich furchtbar einsam. Ich hatte mich aber aufgrund eben genannten Comedy Kanals wieder recht  schnell gefangen und gegen 23 Uhr versuchte ich dann auch ohne Schlafmittel zu schlafen, was auch einigermaßen gut klappte. Ich war alle paar Stunden mal wieder wach, musste am nächsten Tag aber trotzdem um 7:30 Uhr für meine OP um 9:30 Uhr geweckt werden. Ich war als Zweite von Dreien dran.

 

Ist vermutlich nicht besonders spannend für euch, aber mir war auch der Sonntag sehr wichtig. Ab morgen geht es dann richtig zur Sache. :478:

 

Liebe Grüße

Ness

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SUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUPI, du hast es überlebt!!! smilie_happy_093.gif

Ich freu mich schon auf deine weiteren Häppchen ;)

 

Liebe Grüße - Würzl :473:

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Jaaa! Ich lebe zum Glück noch! :473:

 

Bevor es weiter geht hätte ich einmal eine Frage - speziell an dich, Würzl, da du ja vom selben Chirurgen operiert wurdest: Durftet ihr sämtliche Bilder, die von euch gemacht wurden auf CD, Stick, o.Ä. beantragen? Ich habe nämlich das Problem, dass ich vor der OP keine ordentlichen Bilder von meinem Biss gemacht habe und außerdem interessiert es mich einfach brennend, ich will mir das mal genau ansehen. :375:

 

Montag, 12. August 2013 – OP-Tag

Wie gesagt, ich wurde um 7:30 Uhr von der Schwester geweckt und aufgefordert, mich fertig zu machen. Ich putze also noch einmal gründlich meine Zähne und spülte mit dieser ekelhaften Mundspülung namens Hexoral aus. Ich sehe es schon kommen, ich werde das Zeug in den nächsten Tagen noch verfluchen.  :386:  Dann duschte ich mich noch einmal ab, allerdings ohne Haare zu waschen, da ich Angst hatte, am Ende noch ins Hudeln zu kommen. Der Verdacht stellte sich allerdings als unbegründet heraus, ich hätte das locker noch geschafft… Dann zog ich also mein chices OP-Hemd an, an dem leider ein Faden fehlte und ich es so leider nicht komplett zubinden konnte, was allerdings nicht so schlimm war. Die ohnehin sehr engen Thrombosestrümpfe habe ich wegen der noch etwas nassen Haut leider beim besten Willen nicht über meine Beine bekommen, also musste die Schwester mit der Anziehhilfe anrücken. Ein, zugegebenermaßen ziemlich gut aussehender Praktikant, namens Samuel kam irgendwann nochmal vorbei, um meinen Blutdruck, meine Temperatur und meinen Puls (mit Hilfe einer SANDUHR) zu messen. Alle Werte waren gut, also konnte es losgehen. :345:

Ich bekam die berühmte Tablette zur Beruhigung und weiß noch, wie ich in die OP-Vorbereitung geschoben wurde und ich auf diese Liege geklettert bin. An die angenehm angewärmten Decken kann ich mich auch noch erinnern, aber danach habe ich einen kompletten Filmriss… Ich weiß nicht mehr, wie ich meinen Zugang bekommen habe, ich weiß nichts mehr von der angekündigten Sauerstoffmaske und so weiter. Hoffentlich ist in der Zeit nichts Peinliches passiert... :redface:  Plötzlich lag ich um 12:30 Uhr mit Splint und vier Gummis im Mund (Zwei vorne, zwei weiter hinten) im Aufwachraum und hatte keine Ahnung, ob ich es schon hinter mir hatte oder nicht.

Laut Schwester habe ich gefragt, ob ich es geschafft habe und auf die Bejahung ein bisschen geweint. Das nächste, was ich weiß ist, dass mir etwas Wasser mit einem Strohhalm angeboten wurde, allerdings bekam ich den Mund dafür nicht weit genug auf. Also musste eine Aufziehspritze herhalten, mit der es dann auch klappte.

Zurück auf der Station habe ich erst einmal nach tauben Stellen getastet. Komplett taub waren nur meine Unterlippe und mein Kinn. Den Bereich daneben konnte ich zumindest teilweiße, größtenteils allerdings ganz spüren. Im Lauf des Tages wurde es, denke ich, aber schon etwas besser, da es Abends sogar ein bisschen gekribbelt hat, wenn ich darüber getastet habe. Den Rest des Tages verbrachte ich größtenteils damit, vor mich hinzudösen und zwischendurch meine Kühlpacks erneuert zu bekommen. Alle zwei Stunden, wenn mich nicht alles täuscht. :708:

Irgendwann kam ein junger Assistenzarzt vorbei, der mir berichtete, dass die OP sehr gut und flüssig verlaufen sei. Er fragte mich nach Schmerzen und hielt mich an, heute möglichst nicht alleine aufzustehen. Als brave Patientin macht hält man sich halt dran.  :365:  Meine Eltern kamen auch kurz nachdem ich wieder auf der Station war, wir haben ein bisschen geredet, was am Anfang auch ganz gut geklappt hat, aber nach einiger Zeit wurde ich dann doch etwas schlapp. Vor allem mochte ich nicht mehr selber reden, da es doch nicht allzu angenehm war, weil ich den Mund durch die Gummis nur ein kleines Stück aufbekam.

Im Lauf des Tages stellten sich irgendwann üble Halsschmerzen ein, die sich allerdings nur beim Schlucken bemerkbar machten. Die Schwester meinte, das könnte von der Beatmung kommen oder vielleicht auch vom Kühlen. Also bekam ich zu den Kühlpacks zusätzlich noch einen Waschlappen unters Kinn geklemmt, sodass er über meinen Hals hing und ein wenig vor der Kälte schützte. Ich hoffe nur, das klingt schnell wieder ab. Das Trinken ist so schon schwer genug, mit verschnürtem Mund und diesem blöden Zungenbändchen (das ich morgen früh hoffentlich los werde). Was das Trinken angeht, habe ich heute um etwa 20 Uhr angefangen, mir auf alle 10 Minuten einen Wecker zu stellen, da ich selber merke, dass ich viel zu wenig trinke und ich nicht viel mehr als eine Spritze auf einmal schaffe, da mir sonst schlecht wird. Funktioniert so eigentlich ganz gut, ich kann es jedem nur empfehlen, der nach der OP auch zu wenig trinkt.

Was die Schwellung angeht, war sie am Anfang nicht so schlimm, aber auf Abend zu wurde sie etwas schlimmer und ich bilde mir ein, ich bin auch ein bisschen blau. Kann aber auch sein, dass es durch das Licht im Bad nur so gewirkt hat? (Antwort aus der Zukunft: Nein! Erst wurde es gelb, seit heute ist es grün.  :506: )

 

Liebe Grüße

Ness

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Hallo Ness,

ich hab nur mal nach meinen Röntgenbildern gefragt, da hieß es, ich dürfte sie abfotografieren. Wegen den Fotos würde ich an deiner Stelle einfach mal nachfragen!

Liebe Grüße - Würzl

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Hallo Ness, Glückwunsch zur überstandenen OP! Das klingt doch bisher alles (den Umständen entsprechend) gut.

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Und weiter gehts!

 

Dienstag, 13. August 2013 -  1. Tag Post-OP

Die erste Nacht nach der Operation war leider relativ schlaflos, da meine Kühlpacks alle zwei Stunden gewechselt wurden. Aber es war durchaus auszuhalten, da ich den Rest des Tages noch ein bisschen vor mich hindösen konnte. „Geweckt“ wurde ich gegen 7 Uhr morgens von einer Schwester, die mich zunächst von meinem Zungenbändchen befreite und mir schließlich ein Becherchen mit insgesamt 3 Tabletten unter die Nase hielt. Die beiden kleineren (+ mein Schilddrüsenhormon) bekam ich ohne weitere Probleme in den Mund, mit der großen Antibiotika hatte ich allerdings meine Probleme. Wir ließen das Problem aber erst einmal auf sich beruhen und ich bekam erst einmal mein Frühstück vorwiegend bestehend aus einem dickflüssigen Vanillebrei, Hipp-Gläsern und Joghurt vorgesetzt. Ich aß nicht sonderlich viel, da ich meine Probleme hatte, den Brei mit der Aufziehspritze durch meine allzu kleine Mundöffnung zu bekommen. Nach dem Frühstück wurde mir dann auch noch etwas schlecht, wahrscheinlich weil ich seit Sonntagmittag praktisch nichts mehr gegessen hatte. Auch der nette Praktikant von gestern kam noch einmal mit seinem Blutdruckmessgerät, seinem Thermometer und seiner Sanduhr vorbei. Schließlich wurde ich mit meinen beiden Leidensgenossen (zwei weiteren Herren wurde auch der Unterkiefer versetzt) ins Labor zum Blutnehmen gebracht, wobei ich definitiv am stärksten geschwollen war, allerdings das meiste redete.  :479:  Ob es am Geschlecht liegt oder daran, dass ich generell sehr gerne redete kann ich allerdings nicht sagen. :461:

Kurz vor 9 bekam ich schließlich eine Bettnachbarin namens Amy, mit der ich mich allerdings nicht lange unterhalten konnte, da sie direkt für ihre Mandel-OP abgeholt wurde. Ersetzt wurde sie wenig später durch meine Eltern und es kam was kommen musste: Das Antibiotika in Saftform. Irgendwie schaffte ich es, ihn mit der Aufziehspritze in meinen Mund zu befördern und auch zu schlucken, doch kaum war das Zeug unten legte ich auch schon ein gekonntes Rückwärtsessen hin,  :533:  also mussten wir es erneut mit der Tablette versuchen, was nun erstaunlicherweise auch klappte.

Die Süppchen, die es zum Mittagessen gab schlürfte ich mit einem Strohhalm unter zur Hilfenahme eines Handspiegels und um 13 Uhr kam auch wieder eine sehr schläfrige Amy ins Zimmer, die auch ihren Eingriff gut überstanden hatte.

 

Meine Schwellung hat wie erwartet im Lauf des Tages noch etwas zugenommen und die Schwestern meinten, dass es wahrscheinlich auch morgen noch so weiter gehen wird. Insgesamt geht es mir aber ganz gut, Schmerzen habe ich auch praktisch keine und meine Halsschmerzen sind auch etwas besser geworden. Nur diese Langeweile macht mich wirklich fertig.

Als Beilage zum Abendessen gab es natürlich auch wieder die Monster-Tablette, die sich diesmal allerdings gleich nach dem Schlucken wieder auf den Rückweg machte. Die letzte Möglichkeit, die die Schwestern noch sahen war, das Antibiotikum zu zerstampfen und unter meine Suppe zu mischen, auch dieser Versuch scheiterte kläglich. Wir beschlossen also, das Ganze morgen mir Dr. Raab abzuklären.

Nach dem Abendessen war in unserem Zimmer nicht mehr viel los, denn wir beide waren fix und fertig. Amy noch von ihrer Narkose und ich vom ständigen Erbrechen, also schliefen wir schon recht früh, was auch gut so war, denn die Nacht war durch das ständige Wechseln meiner Kühlung wieder relativ schlaflos.

 

Viel Spaß damit und liebe Grüße

Ness

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Hallo Ness,

 

ich finde es doch immer wieder erstaunlich, wie viele Leute davon berichten, dass sie nach der Osteotomie mit den großen Antibiotika-Tabletten "gequält" wurden. Ich habe sowohl bei meiner Bimax als auch jetzt bei der ME das Antibiotikum im KH als Infusion bekommen und frage mich wirklich, warum das nicht überall so gemacht wird. Wie ging es eigentlich mit dem Schlucken das Schilddrüsenhormons? Ich fand das Schilddrüsenhormon in Kombination mit dem Splint teilweise viel tückischer, da die Tablette dann im Splint "verschwand" und erst wieder mühsam mit dem Zunge rausgepfriemelt werden mußte.

 

Bis gespannt auf die Fortsetzung (vielleicht gibt es das Antibiotikum doch noch als Infusion wie bei Würzl? :-))!

 

Irene

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Hallo Schokolädchen

Mit dem Hormon und auch mit der Pille hatte ich keine größeren Schwierigkeiten. Ist doch mal was hängen geblieben, habe ich halt meinen Kopf in den Nacken gelegt und ein bisschen "geschüttelt" und so mache ich es jetzt auch noch. :384:

 

Soooo, bevor es weiter geht ein kleines Update von meinem Kontrolltermin heute:

Ich war heute wieder in Nürnberg, der Prof. ist zwar noch in Urlaub aber das wusste ich ja. Nach einer guten Dreiviertelstunde Wartezeit wurde ich endlich zum Röntgen aufgerufen und von da kam ich dann auch eigentlich relativ schnell in den Behandlungsraum, wo schon mein altes und mein neues Röntgenbild hingen und ich gut das Ergebnis bewundern konnte. Erstaunt war ich nur über die Anzahl der Schrauben, die mir im Kiefer stecken: Exakt 4 an der Zahl... Ich weiß nicht, ob mir der Gedanke geheuer ist, dass vier kleine Schräubchen meinen ganzen Unterkiefer zusammenhalten... :371:

Auf jeden Fall wurde ich für eine Splintreinigung kurz von meinen Gummis befreit und ich hatte die Gelegenheit zuzubeißen. Ein bisschen erschrocken stellte ich fest, dass ich nur mit den Frontzähnen Kontakt habe und sonst gar nicht! Aber Dr. Janus konnte mich beruhigen, indem sie sagte:"Ja, da passt noch gar nichts zusammen, gell? Soll es momentan auch noch nicht, das kommt jetzt erst in den nächsten Wochen." Na dann. :375:

So schön es auch war, Splint und Gummis mussten wieder rein und ich wurde über die nächste Zeit aufgeklärt:

  • Ich darf die beiden vorderen Gummis zum Essen rausnehmen, dann müssen sie aber gleich wieder rein, nicht, dass der Biss vorne wieder aufgeht. Damit kann ich leben, solange ich endlich mal einen Löffel in den Mund bekomme und was anderes essen kann, als nur Suppen. :524:
  • Ich soll wieder mit dem Zähneputzen anfangen, allerdings nur an den Außenflächen. Dazu dürfen alle Gummis und der plint raus, danach natürlich gleich wieder rein. Die erste "Vollwäsche" hab ich vorhin schon hinter mich gebracht und die hinteren Gummis fast nicht mehr rein bekommen, weil ich mir zuerst nicht ehr ganz sicher war, an welchem unteren Zahnt sie jetzt eigentlich hängen müssen. :483: Aber jetzt hängen sie Gott sein Dank wieder richtig. 
  • Insgesamt ist der Splint für ganze 8 Wochen vorgesehen. Naja... Eine hab ich ja praktisch schon hinter mich gebracht...
  • Weiterhin natürlich kein Sport und nicht üermäßig viel Anstrengung.

 

Und für alle, die schon neugierig sind gibbet gleich Tag 2 und Tag 3 Post-OP, weils allzu kurz ist ;)

 

Mittwoch, 14. August 2013 – 2. Tag Post-OP

Der Tag begann wie gewohnt mit einem Samuel, der mit Sanduhr, Thermometer und Blutdruckmessgerät bewaffnet ins Zimmer kam und bei mir sowohl zu hohe Temperatur, als auch zu hohen Puls feststellte. Anscheinend ließ er es damit auf sich beruhen, da ich den ganzen Tag nichts mehr von dem Thema hörte.

Zum Frühstück gab es zu meiner Verärgerung wieder die altbekannte Antibiotika-Tablette, obwohl ich gehofft hatte, dass ich zumindest eine andere Variante oder gleich eine Infusion bekomme. Ich nahm sie also erst einmal nicht und berichtete Dr. Raab kurz darauf bei der Visite vom Vortag. Sein Kommentar dazu war nur, ich solle es doch einfach noch einmal versuchen, er setzt sich mit Prof. Lindorf in Verbindung, vielleicht stellen wir die Medikamente Abends um. Super! :537:

Also fügte ich mich meinem Schicksal, würgte das Antibiotikum herunter und mit Biegen und Brechen blieb es schließlich auch unten. Allerdings hatte ich daraufhin mit Übelkeit und Magen-Darm-Problemen zu kämpfen, die sich schon gestern angekündigt hatten.

Viel zu Mittag aß ich also auch nicht, aus Angst es würde alles wieder hoch kommen. Später ging ich noch mit meinen Eltern ein wenig durch die Klinik und in den unglaublich großen Patientengarten, wo wir allerdings ein Eichhörnchen bewundern konnten, das blitzschnell vom einen Eck ins andere rannte. Meine Güte, war das niedlich :348: . Außerdem wurde mir von einer Schwester eine Fresubin-Flasche auf den Tisch gestellt, da ich anscheinend, wegen der immer noch vorhandenen Übelkeit, nicht genug aß.

Abends kam schließlich die erlösende Nachricht: Ich würde ein anderes Antibiotikum bekommen. Nun müsste ich zwar zwei Tabletten schlucken, doch die waren im Vergleich zu dem vorherigen Monster-Teil wirklich winzig und ich hatte auch keine Beschwerden danach. Später wurde ich auch endlich meinen Zugang auf dem Handrücken los und ich bekam frische Thrombosestrümpfe und damit auch endlich die Gelegenheit, mir meine Beine einmal gründlich zu waschen. Zum Rest des Abends lässt sich noch sagen, dass Amy Besuch von ihrem Freund bekam, der sie ausreichend mit Hipp-Gläsern versorgte und, dass wir uns die Zeit größtenteils mit Fernsehen vertrieben. Auch die Nacht war wieder vom obligatorischen zweistündigen Wecken geprägt und dementsprechend wieder nicht allzu angenehm. Aber die Schwellung dankte es mir am Morgen darauf! Außerdem tat mir langsam aber sicher alles vom erhöhten Schlafen auf dem Rücken weh, da ich normalerweise ein chronischer Seitenschläfer bin und mein Krankenhausbett war soooo kurz, obwohl ich ja wirklich nicht besonders groß bin. Hoffentlich wird das besser, wenn ich wieder daheim bin.

 

 

Donnerstag, 15. August 2013 – 3. Tag Post-OP

Wie gesagt war die Nacht wieder sehr unruhig und auch der Morgen war nicht allzu erfreulich, da meine Temperatur mittlerweile 38.3°C erreicht hatte. Es wurde angekündigt, dass später noch einmal gemessen wird (Nachricht aus der Zukunft: Diese Ankündigung wurde nie wahr gemacht...) aber erst einmal sollte ich statt der vorherigen Kühlung Ritterspitz-Umschläge bekommen. Diese waren viel leichter und dadurch war das Tragegefühl viel angenehmer, allerdings musste man sie auch viel öfter erneuern, was etwas lästig war. Auf das neue Antibiotikum, das ich zum Frühstück bekam wurde mir wieder etwas schlecht, aber es wurde erst wieder schlimm, als ich später etwas Wasser mit Kohlensäure trank. Das war wirklich keine gute Idee gewesen und es musste natürlich alles wieder hochkommen. Immerhin: Diesmal traf ich nicht den Boden, sondern die dafür vorgesehene Nierenschale. :356: Die Schwestern machten daraus jedoch kein allzu großes Drama, da es ja eine ganze Weile drin geblieben ist und legten mir noch ans Herz, mich erst einmal mit stillem Wasser zufrieden zu geben.

Ich ging noch ein bisschen in den Patientengarten und traf dort einen meiner Leidensgenossen, der mittlerweile schon wieder viel besser sprechen konnte, sodass nicht ich den ganzen Redenanteil übernehmen musste. Wir quatschten ein bisschen über dies und jedes und es stellte sich heraus, dass wir beim gleichen Kieferorthopäden in Behandlung sind. Vielleicht läuft man sich da ja mal zufällig über den Weg.

Dr. Raab kam auch wieder zur Visite vorbei, um Dr. Lindorfs Werk zu bewundern und er stellte mir eine Entlassung am Samstag in Aussicht, was mir natürlich noch viel zu lange dauerte.

Nachmittags kam meine Schwester zu Besuch, die gerade ein paar Freunde aus NRW bei sich hatte und die ich sonst nicht kennen gelernt hätte und so ging der Tag schließlich auch noch relativ zügig rum. Das kann ich diesmal auch von der Nacht behaupten, da nicht mehr alle zwei Stunden fisch gekühlt wurde und so konnte ich zumindest einigermaßen gut durchschlafen. Es ist halt doch nicht das eigene Bett. :666:

 

Liebe Grüße

Ness

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Und es gibt den nächsten Happen

 

Freitag, 16. August 2013 – 4. Tag Post-OP

Als die Schwestern wie gewohnt morgens um 6:45 Uhr ins Zimmer kamen hatten sowohl Amy als auch ich nur noch einen Gedanken: HEIM!!!

Wir aßen unser Frühstück, ich nahm mein Antibiotikum, auf das mir dank einer Magenschutztablette nicht speiübel wurde und als kurz darauf Amys Arzt zur Visite kam verkündete sie ihm gleich ihr Vorhaben, was er natürlich nicht guthieß. Jedoch konnte sie sich durchsetzen „gegen ärztlichen Rat“ noch vor dem Mittagessen nach Hause zu fahren und auch ich hatte immer mehr das Bedürfnis, nach Hause zu gehen. Den Gedanken an das selbe eintönige Essen, das unbequeme Bett und die Langeweile ertrug ich kaum.

Als der Doc dann endlich zur Visite kam fragte ich ihn direkt, ob er mich denn nicht schon heute entlassen könnte, doch ich traf auf unfruchtbaren Boden. Er meinte, wenn ich nicht so schlecht aufs Antibiotikum reagiert hätte, ließe er vielleicht mit sich verhandeln aber so würde er mich erst morgen direkt nach dem Frühstück gehen lassen. Wenn ich es sehr eilig hätte, könnte ich auch gerne schon abends mit dem Packen anfangen. Ich werde ihn beim Wort nehmen. :375:

Schließlich erklärte er mir noch, welche Medikamente ich daheim besorgen müsste und schrieb es für mich in einer furchtbaren Handschrift auf. Na, ob das der Apotheker später noch lesen kann? :350:  Dann natürlich noch, was ich in den nächsten Wochen tun und lassen soll (nicht auf der Seite schlafen, kein Sport, etc.) und am Montag solle ich in der Praxis anrufen und den nächsten Kontrolltermin ausmachen.

Dann war es endlich soweit: DUSCHEN! Ich hatte ja keine Ahnung, wie gut eine ordentliche Dusche nach gut und gerne vier ungewaschenen Tagen tun kann! Es hieß zwar, ich solle nicht zu lange unter dem Wasser stehen bleiben, aber ich hatte mittlerweile das Bedürfnis, mir meine schmutzige Haut auszuziehen und einen Neue anzuziehen. Diese ausgiebige Dusche wollte ich mir einfach nicht nehmen lassen. :341:

Tja, und dann vertreibt man sich halt die Zeit bis zum nächsten Essen, das diesmal erstaunlich anders aussah. Es gab zwar immer noch den selben alten Vanillebrei, der jedes Mal zurück an die Küche geht und sie selbe viel zu würzige klare Brühe, die man eben runterwürgt. Aber diesmal gab es noch eine fränkische Kartoffelcremesuppe und eine Pilzcremesuppe, die beide durchaus genießbar waren! Ich muss sagen, das war bis jetzt das beste Essen, das ich seit Dienstag hatte. Ich bin ja mal auf heute Abend gespannt.

Der Rest des Tages lässt sich recht knapp zusammenfassen: Zeitvertreib mit Hilfe von meinen Eltern, Kreuzworträtseln, Pflanzen gegen Zombies (kennt jemand dieses PC-Spiel? Ist klasse, wenn man Zeit totschlagen will :348: ). Auch zum Abendessen gab es erfreulicherweise wieder die bekannte Cremesuppe, zum Einschlafen gab es ein allerletztes Mal die ungeliebte Thrombosespritze, die Strümpfe musste ich trotzdem noch tragen. Da half das ganze Flehen nichts und ich sah eben zu, dass ich meine letzte Klinik-Nacht gut rumbrachte.

 

Liebe Grüße

Ness

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