IrisS

UKVV und Kinnplastik am 29.03.2013 in Paris

59 Beiträge in diesem Thema

So, nachdem ich selber hier viele hilfreiche Erfahrungsberichte gelesen habe, möchte ich meinen eigenen hinzufügen.

Allerdings wurde ich in Frankreich operiert, was sicherlich einen großen Unterschied ausmacht. Daher sollte man das hier wohl eher als „lustigen“ Auslandsbericht lesen...

 

Einige kennen meine Vorgeschichte bereits, ansonsten hier eine kurze Zusammenfassung: Nach zwei missratenen kieferorthopädischen Behandlungen (im Alter von 13 und 24 Jahren) musste ich im Alter von 33 Jahren eine dritte Behandlung beginnen, diesmal mit Operation. Ansonsten hätte ich meine ohnehin schon stark abgenutzten Zähne immer weiter kaputtgeknirscht.

 

Meine Diagnose: Unterkieferrücklage und offener Biss.

Außerdem waren alle Backenzähne leicht nach innen gefallen und beide Kiefer etwas zu schmal, was aber allein mit der Spange reguliert werden konnte.

 

Ende März 2012 wurde die Zahnspange (einfache Metallbrackets und thermoelastische Drähte) eingesetzt, jetzt nach einem Jahr standen die Zähne perfekt für die Operation.

 

Gemacht wurde: Unterkiefervorverlagerung und Kinnplastik

Dauer: Eineinhalb Stunden.

 

Am 28. März wurde ich in der Clinique Turin in Paris aufgenommen und kam gegen 18:00 Uhr in das Zimmer. Dort wurde mir das Abendessen serviert: Nudeln mit einer Art Frikadelle (essbar), dazu eine dünne „Suppe“ mit einem Geschmack nach Mehl und Heilerde (ekelhaft, :531:  nicht essbar), außerdem ein hartes Brötchen (zum Abreißen der Zahnspange?), ein Stück Käse völlig ohne Geschmack und ein Mokkapudding. Ich habe nur die Nudeln und den Pudding gegessen. Nicht gerade die feine französische Küche, aber ich war ja auch nicht zu einer Gourmet-Tour gekommen.

 

Etwas später kam noch die Anästhesistin und teilte mir mit, dass ich am nächsten Morgen ab ca. 10 Uhr die zweite Patientin sein würde. Gegen 8:30 würde ich meine Beruhigungstablette bekommen. Den Chirurg sah ich an diesem Tag nicht.

 

Im Zimmer war bereits eine andere Patientin, die am Vortag operiert worden war. Sie wirkte sehr nett, allerdings bin ich mit ihr kaum in Kontakt gekommen. Die Betten waren durch einen Vorhang getrennt und ich wollte auch nicht aufdringlich sein.

 

An dem Tag passierte nicht mehr viel, außer dass mehrmals Blutdruck und Fieber gemessen wurden und ich mit einem jodhaltigen und schlecht riechenden Desinfektionsmittel duschen musste (einschließlich Haare).

 

Direkt am Bett hatte ich einen schwenkbaren Bildschirm mit Fernseher und Internet, mit dem ich mir noch etwas die Zeit vertrieb.

Man gab mir eine Magen- und eine Schlaftablette. Letztere zeigte leider keine Wirkung. Ich war nicht besonders ängstlich, drehte die Sache aber dennoch ständig im Kopf hin und her. Außerdem war es eiskalt... Französische Betten haben oft keine Decken, sondern Laken mit zwischengelegten Tüchern, was nicht sehr praktisch ist. Auch mit einer weiteren „Decke“ aus dem winzigen Kleiderschrank wurde es kaum besser. :472:

 

OP-Tag (Karfreitag)

Der Tag begann mit einer erneuten Desinfektionsdusche. Jetzt lernte ich auch den Nachteil des ansonsten sehr schönen Badezimmers kennen: Der Wasserdampf von meiner Dusche am Abend vorher war noch da, offensichtlich funktionierte die Belüftung nicht gut (Hygiene?). Durch erneutes Duschen kam natürlich noch mehr Dampf hinzu, wodurch der Spiegel unbenutzbar wurde. Nach dem Abwischen beschlug er sofort wieder. Zum Glück bin ich in der Lage, meine Zähne auch mit Zahnspange und Haken darauf „blind“ zu putzen, habe ja genug Erfahrung. Allerdings kann das bestimmt nicht jeder, denke da gerade auch an Patienten mit Incognito-Spange... Gleichzeitig hämmerte eine Krankenschwester ungeduldig mehrfach an die Tür und rief, ich solle mich beeilen, schließlich müsse sie noch meinen Blutdruck messen und all das... Ich habe mich aber davon nicht beeindrucken lassen, sollte ja auch noch eine gründliche Mundspülung vornehmen und bis zur OP waren noch über zweieinhalb Stunden Zeit.

Nachdem ich dann den blauen Kittel und die Thrombosestrümpfe angezogen hatte, setzte ich mich wieder ins Bett. Irgendwann kam die besagte Dame, maß meinen Blutdruck und meckerte etwas wie „da ist man schon verspätet, und dann bummelt auch noch jemand...“. Unmöglich. :210:

 

Etwas später bekam ich zwei Beruhigungstabletten, die leider auch fast wirkungslos waren. Nach zehn Uhr wurde ich in den OP-Vorraum gefahren. Hier kam bald die Anästhesistin, um mir den Zugang zu legen, autsch. Danach kam der Chirurg und warf einen letzten schnellen Blick auf meine Zähne. „Bis gleich“ sagte er und verschwand, allerdings sah ich ihn an diesem Tag gar nicht mehr. Als ich in den OP kam, war er nicht anwesend.

Ich musste auf den OP-Tisch klettern, auf dem ich in Tücher und Decken eingehüllt wurde. Über mir hing eine riesige Lampe, die aber noch nicht eingeschaltet war. Neben mir stand ein Bildschirm mit meiner Herzfrequenz. Die Anästhesistin gab etwas in den Zugang, woraufhin ich mich fühlte, als ob ich zu viel Wein getrunken hatte. Das sagte ich auch und sie antwortete „Ja, das ist die Narkose.“

Filmriss von einem Moment zum nächsten.

Allerdings nicht ganz, denn ich träumte während der OP von den ganzen Zahnproblemen, die mich seit über eineinhalb Jahren verfolgen... Nicht besonders einfallsreich, aber immerhin passend zum Thema.

 

Wach wurde ich in einem sehr betriebsamen Aufwachraum und fühlte mich hundsmiserabel. Ich war völlig groggy, hatte Kopfweh, Magenweh, mir war übel und fürchterlich kalt. Die zuständige Krankenschwester hat das zum Glück sofort bemerkt und mir eine Wärmedecke übergelegt. Alle gefühlten zwei Minuten pumpte sich eine Blutdruckmanschette an meinem Arm auf.

Ich hatte keine Magensonde, keinen Katheter, keinen Splint (hatte ich vorher gewusst) und ansonsten nur die Infusion und eine Fingerklemme für den Sauerstoffgehalt. Der Mund war (und ist) nur mit Gummis „fixiert“. Ich hatte auch seit der OP nie den geringsten Blutgeschmack im Mund, was eine sehr positive Überraschung ist. Gleichzeitig frage ich mich, wie das möglich ist? Nach meiner Wurzelspitzenresektion vor einigen Wochen war der Blutgeschmack sehr deutlich gewesen.

Wie lange ich dort insgesamt blieb, weiß ich nicht, aber es können höchstens eineinhalb Stunden gewesen sein. Danach wurde ich ins Zimmer zurückgerollt und von einer ganz jungen und besonders netten Schwesternschülerin in Empfang genommen. Sie legte mir sofort Eisbeutel auf, die sehr angenehm waren. Die Klingel gab sie mir direkt in die Hand, falls ich sie brauchen würde. Das Eis wurde regelmäßig erneuert.

Eine andere Schwester gab mir etwas gegen die Kopfschmerzen. Im Kiefer zog es nur leicht.

Bald schon tastete ich nach tauben Stellen. Rechts von der Mitte und nach unten zum Kinn hin fand ich eine, was mich ziemlich beruhigte. Es ist nicht besonders viel, und selbst wenn es so bleiben würde, könnte ich damit leben. Ich hatte nämlich Angst gehabt, es könnte das ganze Kinn betreffen.

Der Unterkiefer war weiter vorne, für meinen Geschmack fast etwas zu weit. Deshalb biss ich nur mit den Schneidezähnen zusammen, während die Backenzähne keinen Kontakt hatten. Der Chirurg erklärte mir am nächsten Tag, das sei absichtlich so und werde sich völlig normalisieren. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, hat er den Unterkiefer etwas „überkorrigiert“, da dieser sowieso wieder leicht zurückfallen wird.

Zu diesem Zeitpunkt war mein Gesicht noch kaum geschwollen und ich merkte, dass ich den Mund viel besser schließen konnte als vorher.

Ansonsten fühlte ich mich ziemlich elend. Mein Mitbewohner kam mich besuchen und muss recht geschockt gewesen sein. Er machte ein Foto von mir, auf dem ich wie eine Sterbende aussehe. :230:  Anscheinend habe ich die Narkose nicht besonders gut vertragen.

Dennoch schaffte ich es etwas später am Tag, meine E-Mails zu lesen und auf zwei Genesungswünsche zu antworten. Durch die nur geringe Taubheit konnte ich problemlos Wasser aus einer Flasche trinken.

Irgendwann sah auch noch die Anästhesistin nach mir.

Und ob es an den Nachwirkungen der Narkose oder an anderen Medikamenten lag: An diesem Nachmittag konnte ich bei geschlossenen Augen auf Wunsch Halluzinationen :483:  erzeugen, was sehr amüsant war. Ich dachte zum Beispiel an Schuhe und sah direkt eine ganze Auswahl von glitzernden verschiedenfarbigen Sandalen vor mir, die ich sogar heranzoomen und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten konnte. Dann dachte ich an irgendwelche Dokumente, die ich dann auch sah und lesen konnte, leider stand nur Unfug darin... Landschaften sah ich auch, konnte nur leider durch die Erschöpfung usw. nicht so richtig davon profitieren.

Meinem Mitbewohner, der mich besuchte, erklärte ich, ich habe ja jetzt eine neue Bettnachbarin. Das stimmte überhaupt nicht, aber durch die Nachwirkungen der Narkose war ich fest davon überzeugt, eine andere Dame gesehen zu haben. Das sagte ich ihm, während sie direkt daneben im Bett lag... peinlich, sie muss alles gehört haben.

So ging der Tag dahin mit ständigem Fieber- und Blutdruckmessen (gefühlte 100 Mal an diesem Tag). Essen durfte ich noch nichts, mir wäre auch zu übel dazu gewesen. In der Nacht habe ich sogar einige Stunden geschlafen (bis die Schwester zum Blutdruckmessen kam).

 

1. Tag post-OP (Karsamstag)

Am Morgen kam dann leider ein ziemlicher Drachen von Krankenschwester :676: : „So, jetzt ist Schluss mit dem Eis, jetzt setzen wir uns auf, dann frühstücken wir und waschen uns.“ Mit diesen Worten nahm sie mir das Eis vom Gesicht (es war allerdings auch Zeit, denn ich hatte von der Kälte fast keine Stimme mehr, hatte in den Tagen vorher auch eine leichte Mandelentzündung gehabt). Dann stellte sie das Kopfteil des Bettes nach oben, obwohl ich lieber noch etwas liegen geblieben wäre. Das Frühstück kam erst eine halbe Stunde später oder so.

Es gab zwei Trinkjoghurts und zwei Kompotte in Trinkpäckchen, dazu Apfelsaft und Tee. Obwohl ich vorher zweimal angegeben hatte, eine Allergie gegen Bananen zu haben, wurde mir ein Bananenjoghurt serviert... Eine allergische Reaktion mit roten Flecken und Juckreiz am ganzen Körper und einer Gesichtsschwellung, das hätte mir gerade noch gefehlt.

Zum Glück habe ich es bemerkt und gleich gesagt. Die eigentlich sehr nette Schwester „Sie mögen keine Bananen?“ (Nuscheln durch Schwellung und Gummis:) „Doch, aber ich habe eine Allergie dagegen...“ „Was, ich wusste gar nicht, dass man gegen Bananen eine Allergie haben kann!“ Sehr lustig. Sie tauschte den Joghurt dann mit dem meiner Bettnachbarin aus.

Das Essen (oder vielmehr Trinken) klappte ganz gut, währenddessen besuchte uns der Chirurg. Er sagte mir, die OP sei gut verlaufen und ich könne am nächsten Tag nachhause gehen.

 

Nach dem Frühstück ging es mir schon etwas besser und der Kreislauf wurde stabiler. Allerdings nahm die Schwellung immer mehr zu.

Etwas später wurde meine Bettnachbarin entlassen und das Mittagessen nahm ich alleine im Zimmer ein. Da das Essen bzw. Trinken mit Schwellung und Gummis nicht einfach war und niemand da war, achtete ich überhaupt nicht auf gute Manieren... ein Schwein hätte wahrscheinlich weniger Geräusche gemacht... :483:

Es gab eine Suppe mit Gemüse und gemixtem Omelette (nicht gut, aber zur Not essbar), zwei flüssige und mehr oder weniger genießbare Quarkgemische sowie Orangensaft.

Kurz darauf musste ich dann in ein anderes Zimmer umziehen. Die Abteilung der MKG-Chirurgie wurde geschlossen, da ich und eine andere Dame die einzigen Patientinnen waren. Wegen Ostern hatten am Freitag nur zwei Operationen stattgefunden. Wir hatten dann zusammen ein Zimmer in der Urologie, das viel schöner als das vorherige war. Größer, heller, moderner und mit einer Art Marmorbadezimmer (allerdings mit einer Papiernotiz an der Tür, man solle diese nicht verschließen, sonst könne man eingeschlossen werden... typisch französisch).

Mit meiner neuen Bettnachbarin Stéphanie verstand ich mich richtig gut. Sie hatte eine Bimax mit Kinnplastik gehabt und war kaum geschwollen. Sie hatte Vorher-Fotos, sodass ich das Ergebnis direkt bewundern konnte. Es war perfekt. Vorher hatte sie einen eingefallenen Mund mit vorstehendem Kinn und eine groß wirkende Nase gehabt. Das alles hatte er in zweieinhalb Stunden korrigiert.

Mein eigenes Ergebnis versteckte sich unter einer zunehmenden Riesenschwellung.

In der Nacht war es dann richtig übel, es brannte und ich glaubte, mein Kopf würde platzen. An Schlaf war nicht zu denken. Stéphanie litt sehr, weil sie die Nase nicht putzen durfte.

Auf dieser Station hatten wir einen chinesischen Krankenpfleger, der sehr nett war, aber schlecht Französisch sprach. Ich verstand ihn meist kaum, und auch Stéphanie als Französin hatte Mühe. Nachts brachte er uns ein übel schmeckendes Schmerzmittel. Stéphanie hatte es bereits genommen und ich war gerade am Trinken, als der chinesische Pfleger im Hinausgehen etwas wie „... verursacht Übelkeit.“ nuschelte. Bei allem Elend mussten wir beide fürchterlich lachen, hielten uns dabei verzweifelt die geschundenen Kiefer und ich hatte Angst, die Nähte könnten platzen. Wir kamen zu dem Schluss, dass dieser Mann auf keinen Fall mit Kieferpatienten arbeiten sollte. Ich schlug eine Hand- oder Fußchirurgie vor, dann konnte man sich beim Lachen wenigstens nicht so wehtun.

Das Mittel hat aber tatsächlich geholfen und wir beide haben noch ca. drei Stunden schlafen können. Übel war mir auch etwas...

 

2. Tag post-OP (Ostersonntag)

Heute wurden wir entlassen. Erst hieß es, der Chirurg würde noch einmal zu uns kommen. Nach stundenlangem Warten kam aber nur ein Anästhesist und erklärte uns noch einige Dinge. Der Chinese erklärte uns etwas über die Verwendung der Mundspülung, das in etwa so klang: „Tp-t-t-p... Infektion... t-t-tttpp- Karies -tt--p t- Essen -t-tt-pp--ttt...“. Eine Krankenschwester brachte uns Rezepte für Antibiotika etc. und Überweisungen zum Radiologen. Normalerweise werden die Röntgenbilder nach der OP in der Klinik gemacht, aber an Ostern war das wohl leider nicht möglich... Zum Glück gibt es in Paris auch am Ostersonntag geöffnete Apotheken, eine davon ganz in der Nähe der Klinik. Danach konnte ich mir mit Stéphanie ein Taxi teilen, da sie in eine ähnliche Richtung fuhr wie ich.

 

Zuhause ging es mir direkt viel besser. Ich war so froh, aus diesem Irrenhaus von Klinik entkommen zu sein.

 

Die Schwellung wurde in den folgenden Tagen immer geringer und die Schmerzen nahmen langsam ab. Einige Male musste ich nachts ein Opium-Schmerzmittel nehmen und erneut Eis auflegen, aber auch das wurde besser. Kinn, Hals und Dekolleté färbten sich gelbgrün.

Meine Eltern kamen zu Besuch aus Deutschland und brachten mir noch mehr Flüssignahrung mit, darunter auch Schmelzflocken, die es in Frankreich nicht zu geben scheint.

 

Leider ging es meinem Magen in den folgenden Tagen immer schlechter und ich konnte kaum noch essen. Eines der zwei verschriebenen Antibiotika hatte ich letztes Jahr schon einmal genommen und sehr schlecht vertragen. Hier hatte ich es wieder, allerdings in einem anderen Produkt, sodass ich es nicht sofort wiedererkannt habe. Auch das Absetzen des Mittels brachte keine Besserung. Zu ständiger Übelkeit und grässlichen Magenschmerzen kamen nächtliche Atemprobleme: Ständig schlief ich für wenige Sekunden ein, um dann mit einem verzweifelten Luftschnappen wieder wach zu werden. Ich begann zu glauben, dass mein Herz bei der Narkose Schaden genommen hatte. So verbrachte ich zwei wahre Höllennächte :341: , in denen ich kaum schlief und nur pausenlos nach Luft schnappte.

 

Genau eine Woche nach der OP entschied die Anästhesistin, dass ich wieder in die Klinik kommen müsse. Dort wurde mein Magen mit Infusionen behandelt, die auch bald Besserung brachten.

Leider glaubte die Anästhesistin zu Beginn, die Atemprobleme kämen von meiner Angst... Ja klar, nach der erfolgreich verlaufenen OP bekomme ich so eine Angst, :655:  dass ich davon zwei Nächte nicht schlafe, schon logisch. Nachmittags hängte mir daher eine Krankenschwester einen Infusionsbeutel mit etwas zur „Entspannung“ an, was mich völlig umhaute. Ich schlief, und als mein Mitbewohner mich besuchte, habe ich ihn nicht sofort erkannt. Er wollte mit mir ein Spiel auf dem Bildschirm spielen und ich kapierte überhaupt nichts. Später kamen meine Eltern und ich konnte kaum die Augen offen halten. Ein richtig fieses Gefühl.

Abends servierte man mir ein Abendessen mit einer Suppe, wie ich bisher noch keine gesehen hatte. Sie roch nach Sch...e, :472: was mir meine Eltern und mein Mitbewohner bestätigten. Was da wohl drin war? Die habe ich jedenfalls nicht angerührt, es gab auch noch einen Joghurt und einen Nachtisch.

Abends kam die Anästhesistin wieder und mein Mitbewohner fragte sie, was ich denn für eine Krankheit habe. Eine „Gastritis“, sagte sie, und ich habe eben die OP schlecht verkraftet und jetzt etwas die Orientierung verloren. Wo sie das her hatte, kann ich mir nicht erklären.

Jedenfalls wurde mein Mitbewohner dann etwas unangenehm und sie lenkte ein. Dann betrachtete sie leicht kopfschüttelnd das kaum angerührte Essenstablett. Ich befürchtete schon, jetzt würde sie mich als magersüchtig bezeichnen, weil ich diesen ekelhaften Fraß nicht gegessen hatte. Als sie draußen war, war mein Mitbewohner furchtbar wütend. Er sagte, ich habe die OP im Gegenteil sehr gut verkraftet und man nehme mich hier überhaupt nicht ernst.

 

Vor der Nacht hatte ich etwas Angst, aber durch die Magenmittel schlief ich recht gut. Das Luftschnappen kam nur ganz kurz einmal.

 

Zum Frühstück wollte man mir trotz meiner Allergie wieder Bananenjoghurt servieren... Die passen wirklich nicht auf. Dann besuchte mich noch der Chirurg, womit ich nicht gerechnet hatte.

 

Die Ärztin war dann wie umgewandelt. Sie sprach nicht mehr von meiner „Angst“. Jetzt waren diese Atemprobleme plötzlich Spasmen, ausgelöst durch die Gastritis. Sie verschrieb mir einige Magenmittel, und dann konnte ich (gestern) gehen. Meine Eltern holten mich ab.

 

Durch die Magenmittel konnte ich etwas essen und auch recht gut schlafen. Hoffentlich bekomme ich das jetzt schnell in Ordnung...

 

Ansonsten geht es meinem Kiefer sehr gut und ich habe nur noch selten Schmerzen. Die taube Stelle begann schon wenige Tage nach der OP zu „arbeiten“, also hoffe ich, dass das Gefühl hier auch wiederkommen wird.

Am Freitag habe ich einen Termin beim Chirurgen mit den Röntgenbildern – auf die bin ich sehr gespannt.

 

Mein Gesicht nimmt allmählich auch wieder normale Formen an...

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Hallo Iris!

 

Erstmal Glückwunsch zur überstanden Operation! Gute Besserung :) Jetzt sind wir schon zwei, die in Frankreich operiert worden sind ;)

Dieses Dusch-Desinfektionsmittel kenne ich zu gut, ich hatte danach Metallgeschmack im Mund -.-

Ich finde es schade, dass das Pflegepersonal nicht so freundlich war. In meinem KH war ich sogar überrascht wie freundlich und zuvorkommend das Personal war.

 

Dann frohes Abschwellen! :)

 

Findus

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Hallo Iris,

 

Glückwunsch zur überstandenen Operation. Du hast ja einiges erlebt im Pariser Krankenhaus. Schon schlimm, wenn man sich nach der Op so schlecht fühlt und bekommt dann noch Essen auf das man allergisch reagiert und eklige Sachen. Aber die Hauptsache ist, die OP ist gut verlaufen und Du hast es hinter Dir.

 

Komische Sitten im Pariser Krankenhaus -  mit Desinfektionsmittel duschen. Hab ich nie gehört vorher.

 

Mich wundert immer wieder dass Du und auch andere Forummitglieder schon 2. Tage nach der OP aus dem Krankenhaus entlassen worden seid. Ich musste 8 Tage im Krankenhaus bleiben. Muss auch dazu sagen, dass ich kaum in der Lage war aufzustehen. Ich war lange platt und erschöpft und mein Blutdruck war total im Keller.

 

Jedenfalls wünsche ich Dir von ganzem Herzen gute Besserung.

 

Ganz liebe Grüße

Birgita

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Danke für Eure Besserungswünsche!

Meinem Magen scheint es nach und nach besser zu gehen, heute habe ich zum ersten Mal seit der OP wieder so etwas wie Hunger. Die Anästhesistin hatte mir empfohlen, jetzt doch schon etwas fester und nicht nur flüssig zu essen, da das dem Magen besser bekomme. Und tatsächlich schaffe ich es, Breiiges mit einem Löffel zwischen den Gummis durchzuschieben.

 

Hallo Findus,

ja, jetzt sind wir schon zwei, vielleicht werden es ja irgendwann noch mehr? Metallgeschmack hatte ich nicht, für den Mund gab es zum Glück ein anderes Produkt. Vielleicht kommt es in meinem Bericht nicht gut rüber: Das Personal war größtenteils sehr freundlich, es gab nur wenige Drachen. Ich finde es halt so unverständlich, wie man jemanden zweieinhalb Stunden vor einer Kieferoperation beim Zähneputzen zur Eile antreiben kann, nur weil man noch den Blutdruck messen will (dauert zwei Minuten?).

 

Hallo Birgita,

ja, das mit dem Essen war eine Sache, mit der ich so nicht gerechnet hatte. Die Klinik befindet sich in einem der feinsten Stadtviertel von Paris und sieht von außen sehr edel aus. In der Eingangshalle sieht man eine fantastische Architektur und Designermöbel, mit einem solchen Schweinefraß rechnet da bestimmt keiner.

 

Das Desinfektionsmittel heißt Bétadine, enthält Jod und scheint in Frankreich ziemlich verbreitet zu sein. Es ist eine dunkelbraune Flüssigkeit mit schlechtem Geruch, der hinterher penetrant in den Haaren hängt.

 

Das mit der Entlassung nach zwei Tagen scheint dort auch üblich zu sein, nach einer Bimax sind es drei Tage. Wenn es mir allerdings richtig schlecht gegangen wäre, hätte man mich vielleicht doch noch dabehalten?

 

Jedenfalls hoffe ich jetzt sehr, dass das Metall mir keine Probleme bereitet und dass es bleiben kann. Sonst muss ich wieder da hin...

Wegen dem Chirurg hätte ich keine Bedenken, der ist ausgezeichnet und gilt sogar als der beste in Frankreich. Aber diese Klinik...

Ich glaube, in Frankreich sollte man sowieso besser überhaupt nie ins Krankenhaus müssen. Da hatte ich auch mit meinem Mitbewohner hier schon ziemlich unschöne Dinge erlebt.

 

Grüße aus Paris,

 

Iris

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Hallo Iris! Glückwunsch zur überstandenen OP! Da hast du ja wieder mal doppelt ausgefasst! ;) Naja, anscheinend ist das Schlimmste jetzt vorbei und du kannst dich aufs gesund werden konzentrieren! Du wirst sehen, auch wenn man am Anfang glaubt, da geht gar nix weiter...es wird langsam aber sicher besser. Und oft tut sich einige Zeit nichts (hatte ich grade) und plötzlich passiert wieder ein größerer Schritt. Aber keine Frage- Geduld braucht man eine Menge! Gute Besserung und lass deinen Pürierstab qualmen! ;) lg andrea

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Danke Kaffeemix und Gummibärli,

 

ja, für mich gab's mal wieder eine Extrawurst... :483:

Wenn das mit dem Magen nicht wäre, wäre ich schon wieder richtig fit. Habe bestimmt schon mehrere Kilo abgenommen...

Dem Kiefer ging es so ab dem siebten Tag nach der OP sehr gut, womit ich so schnell gar nicht gerechnet hätte. Die Schmerzen sind so gut wie weg, die Wunden sind sauber verheilt, das Essen klappt bestens und die Schwellung ist kaum noch zu sehen. Nur das Zähneputzen ist noch etwas knifflig, weil ich wegen den Gummis nicht in alle Ecken komme.

 

Lg, Iris

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Gestriger Kontrolltermin beim Chirurgen zwei Wochen nach der OP:

Es sieht alles gut aus, in einem Monat darf ich wieder mit Kauen anfangen.  :434:  Die Gummis soll ich jetzt nur noch 12 Stunden am Tag einhängen und in der übrigen Zeit Übungen zur Mundöffnung machen... Auf die Verlagerungsstrecke angesprochen sagte er etwas wie „Das war ein ganz schönes Stück...“, schien sich also nicht an die Anzahl der mm zu erinnern. Ich habe mal auf den Röntgenbildern nachgemessen und die Verlagerungsstrecke des Unterkiefers auf 6 mm sowie die des Kinns auf 8 mm geschätzt. Zu den Fäden hat er nichts gesagt, also müssen die wohl selbstauflösend sein.

Auf den Röntgenbildern sieht man, dass er nicht geizig mit Metall war, mit so viel hatte ich nicht gerechnet. Je zwei stabil aussehende Platten links und rechts mit je vier Schrauben und zwei zusätzliche Schrauben am Kinn, also insgesamt vier Platten und 18 Schrauben!

Gestern Abend dachte ich „Jetzt kann ich endlich die Gummis entfernen und wieder ordentlich putzen.“ Ja denkste. Es war ganz schwierig, da der Mund nicht gut aufgeht. Naja, das wird sicher auch wiederkommen. Leider habe ich vor der OP nie die Mundöffnung gemessen, sodass ich jetzt keinen Vergleich habe. Heute Morgen habe ich mal bei geöffnetem Mund den Abstand zwischen den Schneidezähnen von Ober- und Unterkiefer gemessen (macht man das so?), er beträgt 2 cm.

Zu meiner großen Freude sind die Weisheitszähne immer noch da. :350:  Vor einigen Wochen hatte ich den Chirurgen gefragt, ob die ihn wohl nicht stören würden und er hatte gesagt "Wir sehen mal." Deshalb hätte ich mich nicht sehr gewundert, ohne sie aufzuwachen. Aber er hat es tatsächlich geschafft, um sie herum zu operieren. Früher hatte ich immer gedacht, für eine solche Operation könnten die gar nicht bleiben.

Das linke Kiefergelenk knackt und knirscht bei Bewegungen nicht mehr, ob das wohl jetzt weg ist? An den Gelenken selbst hat er nichts gemacht. Vor der OP konnte man von außen ertasten, dass der Gelenkkopf links weiter heraustrat als rechts. Das ist jetzt überhaupt nicht mehr so.

Am Mittwoch habe ich einen Termin bei der KFO, den Chirurg sehe ich erst wieder, wenn die Spange draußen ist. Das wird sicherlich einige Monate dauern, denn der Biss passt noch überhaupt nicht und sogar die Mittellinie ist um 1 mm nach rechts verschoben.

Ansonsten bin ich sehr fit, womit ich so schnell nicht gerechnet hatte. Meinem Magen geht es auch wieder sehr gut. Heute Morgen habe ich problemlos einen Großeinkauf erledigt, was mich selbst erstaunte. Schmerzen habe ich nur noch morgens ganz leichte, weil ich wohl nachts auf dem armen Kiefer herumknirsche... :110:

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Hallo Iris! Schon wieder einige Ähnlichkeiten...! ;) Auf meine Frage an die KFC wegen der Verlagerungsstrecke kam auch die Antwort: "Das kann ich jetzt auswendig gar nicht sagen, aber es war viel!" Mein erstes Röntgen nach der OP hab ich erst bei meinem letzten KFO-Besuch vor 1 1/2 Wochen gesehen (sie hat mir übrigens ein Vorher-Nachher-Röntgen mitgegeben...Wahnsinn!) und ich hab das selbe drin wie du, nur im Kinn hab ich nur eine Schraube- die sieht dafür aus wie ein Riesen Zimmermanns-Nagel! :0 Das mit der Mundöffnung wird auch wieder- ich bin am Anfang einmal heulend vorm Spiegel gestanden, weil ich die blöden Gummis nicht mehr reingebracht hab! Letzte Woche bei der Physio hab ich schon 3 Finger reingebracht. Die hat mich auch gefragt, wie groß die Mundöffnung vor der OP war...ähhh, keine Ahnung?!? Sonst soweit alles in Ordnung für dein Empfinden? Die Zeit vergeht ja sooo schnell, es ist ein Wahnsinn! Und wie gefällt dir dein neues Äußeres? Hast du dich schon dran gewöhnt? Und dein Umfeld- was sagen die? Wünsch dir weiterhin fröhliches Heilen- lg andrea

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Hallo Andrea!

Also habe nicht nur ich so viel Metall... ein Zimmermannsnagel, auch nicht schlecht. Hast Du auch so besonders stabil aussehende Platten? Hier im Forum hatte ich schon Fotos von Platten gesehen, die wesentlich graziler waren als meine.

Ja, das mit den Gummis ist ein richtiges Gefummel, besonders an den Backenzähnen. An einer Stelle ist der Haken so weit zum Zahnfleisch hin gebogen, dass ich den Gummi richtig hineinzwängen muss. Zum Herausnehmen kann ich ihn ja einfach durchschneiden.

Ansonsten scheint mir alles in Ordnung zu sein. Das mit der Mundöffnung hat sich in den letzten drei Tagen schon von 2 auf 2,5 cm verbessert, was das Putzen ziemlich erleichtert. Drei Finger erscheint mir schon viel... Mal sehen, wie weit das bei mir noch kommt. Später im Jahr brauche ich nämlich noch ein Onlay für einen Backenzahn, und da wäre es ja praktisch, wenn der Zahnarzt auch drankommt...

Die Zeit vergeht wirklich sehr schnell. Erst schiebt man jahrelang Panik wegen einer solchen OP, und dann ist alles ratz-fatz vorbei. Mein neues Aussehen gefällt mir recht gut. Es ist halt immer noch leicht geschwollen. Der Chirurg hat gesagt, das Endergebnis könne ich erst in etwa sechs Monaten sehen. Mein Umfeld - es hat mich noch kaum jemand gesehen seit der OP. Mein Mitbewohner findet es gut. Meine Eltern waren einige Tage nach der OP hier, aber da war ich noch viel stärker geschwollen. Mal sehen, ob überhaupt jemand etwas bemerken wird, denn sooo enorm ist die Veränderung auch nicht. Das Kinn hat einfach eine andere Form. Vorher war es rund und etwas fliehend, jetzt ist es kantiger und weiter vorne.

Wie ist das bei Dir mit dem Aussehen? Hat sich viel verändert und wird es von den Leuten bemerkt?

 

Lg, Iris

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Gestern war die OP drei Wochen her. Meinem Kiefer geht es weiterhin sehr gut.

Eigentlich sollte mir meine KFO diese Woche zeigen, wie ich die Gummis genau einzuhängen habe. Leider musste ich den Termin absagen, da mein Magen seit Tagen wieder völlig durchgedreht ist und ich vor Schwäche kaum noch aus dem Haus komme. :537:  Daher hänge ich die Gummis immer noch so ein, wie es der Chirurg getan hatte... hoffentlich ist das in Ordnung so. Denn ich habe keine Ahnung, wie lange das mit dem Magen noch dauern wird. :frown:

Schon die Vollnarkose hatte ich nicht gut vertragen, nach dem Aufwachen hatte ich Übelkeit und Magenweh. In den folgenden Tagen war mir ständig etwas übel. Als ich dann nach der Entlassung zuhause ein Antibiotika einnahm, das ich nicht vertrug, kam es zu einer schlimmen Gastritis, die eine Woche nach der OP stationär in der selben Klinik behandelt wurde. Es war dann auch viel besser und besserte sich zuhause noch mehr mit den Medikamenten, die die Anästhesistin mir für den Magen verschrieben hatte. Vor einer Woche ging es mir noch richtig gut.

Seit Anfang der Woche kann ich jetzt kaum noch essen, sogar Trinken ist eine Qual (trotz den Medikamenten). Ich habe die Anästhesistin wieder angerufen, in der Hoffnung, ich könnte wieder in die Klinik kommen. Doch leider kam diesmal keine Einladung... Es müsse eine Magenspiegelung gemacht werden, aber wegen dem Kiefer gehe das erst in drei Wochen...

Ein anderer Arzt hat mir neue Medikamente verschrieben, die aber auch nicht viel Wirkung zeigen. Wenn es am Montag nicht besser ist, suche ich einen Facharzt auf.

Ich hoffe sehr, dass ich das Ganze nicht deshalb noch bereuen werde. Am Ende habe ich perfekt stehende Zähne und Kiefer, aber einen dauerhaft geschädigten Magen? Noch nie war ich in einem solchen Schwächezustand wie derzeit. :621:  Sogar im Gesicht habe ich abgenommen, die Backen sind eingefallen, was mit dem noch leicht geschwollenen Kiefer sehr merkwürdig aussieht.

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Oje du arme!

Ich hatte vor 5 Jahren eine magenspiegelung auch wegen Gastritis, nicht schön! Aber was du machen kannst ist wobenzym bzw. Ananas oder Papaya Enzym zu nehmen um die Magenschleimhaut zu regenerieren, dazu ein probiotisches Präparat, am besten in der Apotheke kaufen, es gibt welche die die darmflora regenerieren nach eine Antibiotika Einnahme. Ich reagiere nicht gut auf Antibiotika, deswegen war ich froh dass ich im Krankenhaus die AB intravenös bekommen habe, so leidet den Magen/Darm nicht darunter. Das kannst du auch machen wenn du auf jeden fall die AB nehmen muss und du sie nicht verträgs; das wird meistens im Krankenhaus gemacht.

Basentee berühigt auch den Magen, Fenchel-Anis-Kümmel usw.

Gute Besserung!!

Kaffeemix

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Hallo Iris,

 

das tut mir leid mit dem Magen. Versuche es Mal mit Kamillentee. Das hat bei mir super gut geklappt, besser als Medikamente. Wenn Du Mal nach Kamille googelst, ist das die Heilpflanze, die eine Magenschleimhautentzündung ausheilt.

 

Gute Besserung.

 

Tania

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Hallo Kaffeemix und Tania!

 

Danke für Eure Besserungswünsche.

Zum Glück ist es seit gestern wesentlich besser und ich kann auch schon wieder einigermaßen essen. Zweimal Gastritis seit der OP, hoffentlich bleibt es jetzt dabei, habe wirklich genug davon.

 

Ich muss mir wirklich mal eine Art Hausapotheke mit Kamille usw. anlegen, um für solche Fälle gerüstet zu sein. Jedes Mal trifft mich das völlig unvorbereitet. Heilerde und Natron hatte ich vor einigen Tagen probiert, aber das half überhaupt nicht.

In der Klinik gab es das Antibiotika intravenös, das war auch gar kein Problem. Nur für danach bekam ich eins verschrieben, das ich schon letztes Jahr mal nicht vertragen hatte. Leider war es aber in einem anderen Produkt mit einem anderen Namen, sodass ich Dummkopf es nicht wiedererkannt habe. Jetzt habe ich die Lektion gelernt...

 

Übermorgen habe ich auch endlich meinen ersten Termin bei der KFO seit der OP, da ich letzte Woche nicht hin konnte. Es wird auch langsam Zeit, da ich immer noch die Fäden habe... Da man mir nichts gesagt hatte, glaubte ich die ganze Zeit, es seien selbstauflösende Fäden. Das kann aber wohl doch nicht sein, da sie nach dreieinhalb Wochen immer noch nicht verschwunden sind. Außerdem habe ich manchmal leichte Kiefergelenksschmerzen, vielleicht müssen die Gummis jetzt anders eingehängt werden.

 

Lg, Iris

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Hallo iris,

 

na wie war dein Termin bei deinem Kifie?


Wieviel Gummis musst du denn einhängen?

 

Viele Liebe Grüße

Sarah

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Hallo Sarah,

 

der Termin bei meiner KFO war recht anstrengend: Sie hat fast alle Haken entfernt, die Bögen herausgenommen, sie eeeewig lange zurechtgebogen, wieder eingesetzt und neue Gummis eingehängt. Das alles mit empfindlichen Zähnen, empfindlichem Kiefer, eingerissenen Mundwinkeln und seeehr engen Slots an den hintersten Backenzähnen, in die die Bögen jedes Mal mit Kraftaufwand hineingedrückt werden müssen.

Links muss ich einen Gummi möglichst rund um die Uhr von oben hinten nach unten vorne einhängen, was sehr unangenehm ist. Das linke Kiefergelenk mag das gar nicht. Rechts muss ich einen Gummi nachts in Dreiecksform einhängen. Beide zusammen sorgen regelmäßig für Kopfschmerzen. Der linke schneidet mir außerdem ab und zu die Backe auf.

Aber ich weiß ja, wofür ich das alles mache...

Angeblich soll die Klammer in etwa drei Monaten entfernt werden, was ich mir gerade kaum vorstellen kann, da der Biss noch nicht richtig passt. Wir werden sehen.

 

LG, Iris

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So, meine selbstauflösenden Nahtfäden haben auch schon begonnen, sich langsam zu verabschieden... es wurde Zeit.

Die OP ist morgen sechs Wochen her und die Fäden sind immer noch da. Meine KFO hatte mir ja gesagt, dass das bis zu zwei Monate dauern kann.

Allerdings wurden diese Fäden immer unangenehmer. Sie ziehen und brennen manchmal, das Zahnfleisch ist an den Stellen geschwollen und vor einigen Tagen hatte sich hinten links sogar ein fieser blut- und eitergefüllter Knubbel gebildet, der einem Pickel ähnelte. Ekelhaft. :676:

Deshalb hatte ich beim Chirurgen angerufen und gefragt, ob man die Fäden nicht einfach entfernen könnte. Die Assistentin meinte, das ginge nicht, das sei zu früh, denn die Wunden seien jetzt nur oberflächlich verheilt (nach fünfeinhalb Wochen?). Wegen dem Knubbel sagte sie mir, ich solle am nächsten Tag wieder anrufen und könne dann direkt mit dem Chirurgen sprechen.

Am nächsten Tag war der Knubbel dann viel kleiner geworden und ich bemerkte zu meiner Freude, dass dort ein Stück Faden verschwunden war. Ich rief nicht mehr beim Chirurgen an. Inzwischen ist der Faden an mehreren Stellen locker und zerrissen. In einigen Tagen ist vielleicht alles weg... Dann wird hoffentlich auch die Empfindlichkeit an diesen Stellen verschwinden.

Ansonsten scheint alles gut zu laufen, außer dass die Gummis mir ziemliche Beschwerden verursachen. Manchmal wache ich morgens ohne sie auf. Dann habe ich sie wegen Schmerzen nachts entfernt und kann mich hinterher nicht mehr daran erinnern... Zum Glück schaffe ich es trotzdem, auf die nötige Stundenzahl zu kommen. Meine Mundöffnung hat sich auf etwas über 3 cm verbessert. In drei Tagen darf ich wieder mit dem Kauen beginnen :350: Bin schon gespannt, wie das wird.

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Erstmal wird es komisch mit dem Kauen, aber ziemlich schnell wieder ganz gut... das mit den Fäden war bei mir ähnlich (wenn auch ohne Knubbel...) - sobald die ganz weg sind (auf einmal gehen sie alle flöten...!) wird es schnell viel besser!!!

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Stimmt genau, das mit dem Kauen ist im Moment noch seeehr merkwürdig...

Heute Morgen durfte ich wieder, und es ging nicht besonders gut. Der Biss passt bisher nur links einigermaßen, rechts ist er noch etwas offen. Außerdem tun mir die Gelenke von den Gummis weh und ich habe mir mehrfach in die Lippe gebissen, weil ich nicht daran gewöhnt bin, dass die unteren Zähne so weit vorne sind.

Aber das wird schon werden.

Ansonsten ist die taube Stelle an Unterlippe und Kinn zu meiner großen Freude fast verschwunden :651: Nur das Zahnfleisch zur Lippe hin an den unteren vier Schneidezähnen ist noch völlig "weg". Zur Zunge hin ist es merkwürdigerweise überhaupt nicht taub. Ich bin mal gespannt, ob das auch noch wiederkommt. Allerdings stört es nicht, ich könnte damit leben, da es nur beim Putzen zu spüren (oder besser gesagt: nicht zu spüren) ist.

Den nächsten Termin bei der KFO habe ich erst Ende Mai wieder, bis dahin heißt es Gummis tragen und leiden...

Aber auch das wird vorbeigehen.

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Toll, dass du wieder kauen darfst! Du musst unbedingt versuchen, was abzubeißen - das ist echt unglaublich!!!

 

Das mit dem Gefühl kommt bei mir so in Etappen... im Moment ist der letzte Bereich, wo es noch nicht wieder "normal" ist: links oben im OK außen, vor allem die Zähne und das darüberliegende Zahnfleisch, die Putzen mit der Sonicare momentan üüüüüberhaupt nicht mögen... aber es wird besser...

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Hallo Vardite,

 

das mit dem Abbeißen habe ich versucht, geht aber wegen den (durch die Gummis) empfindlichen Schneidezähnen nicht so gut.

Überhaupt muss ich mich mit dem Kauen noch sehr zurückhalten, weil das linke Kiefergelenk - auch durch die Gummis - ganz beleidigt ist. Beim Kauen macht es Geräusche und tut fies weh, bei sonstigen Bewegungen komischerweise nicht. Sogar die zwei ungetoasteten Toastscheiben heute Morgen waren schon zu viel.

Braucht wohl alles Geduld...

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ich habe auch mit ganz weichen Sachen angefangen - Toast (ok, mag ich eh nicht) wäre mir am Anfang noch zu "schlecht kaubar" gewesen

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Hallo, Ihr im Ausland Operierten!

 

Wie lief den das mit der Krankenkasse; darüber habe ich jetzt nichts gefunden...

Kann sich jeder theoretisch auch im Ausland operieren lassen?

USA zum Beispiel?

 

Lieben Dank für die Info & gute Genesung weiterhin

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Hallo optimist-in-training,

 

ich lebe seit Jahren in Frankreich und bin hier voll krankenversichert. Dazu gehört eine gesetzliche und eine zusätzliche private Krankenversicherung. Letztere ist nötig, weil die gesetzliche Versicherung in Frankreich immer nur einen Teil der Kosten übernimmt (dafür ist sie auch viel billiger als in Deutschland).

Trotz dieser Zusatzversicherung habe ich noch einiges dazuzahlen müssen, besonders für den Chirurgen.

Mit einer deutschen Krankenversicherung und ohne französische Zusatzversicherung stünde man hier für genau diese Behandlung finanziell sehr schlecht da.

Man hätte dann nämlich nur die Erstattung der französischen gesetzlichen Krankenversicherung, die wirklich mickrig ist.

Für die kieferorthopädische Behandlung bekomme ich von der französischen gesetzlichen Versicherung zum Beispiel genau 193 € erstattet (!). Zum Glück ist meine Zusatzversicherung recht gut und hat wenigstens für die Spange den größten Teil der Kosten übernommen.

Es gibt auch wesentlich billigere Behandler als meine, z.B. in Unikliniken. Dort hatte ich mich auch vor Beginn meiner Behandlung einmal vorgestellt. Ich traf auf ein grenzenloses Chaos und völlige Inkompetenz. Denen wollte ich meine Zahn- und Kiefergesundheit nicht anvertrauen, obwohl die Behandlung dort wohl fast kostenlos gewesen wäre. Dann lieber mehr bezahlen.

Trotz allem stehe ich mit meinen Behandlungskosten im internationalen Vergleich ziemlich gut da. Meine KFO-Kosten betragen genau 3300 €, so viel bezahlen manche hier im Forum als zusätzliche Kosten... außerdem sind die Retainer (Drahtretainer und Plastikschienen) sowie deren Kontrolle und Reparatur ein Jahr lang nach Behandlungsende schon im Preis enthalten.

 

In den USA haben die Preise meines Wissens nach noch ein ganz anderes Niveau. Von meiner hiesigen Anästhesisten habe ich erfahren, dass manchmal Amerikaner bis nach Paris kommen, um sich bei meinem Chirurgen operieren zu lassen, weil es trotz Anreise etc. für sie billiger ist.

 

Für welches Ausland interessierst Du Dich denn? Bei einer solchen Behandlung übernimmt eine deutsche gesetzliche Versicherung bestimmt nicht alle anfallenden Kosten im Ausland.

 

Grüße aus dem schönen Paris, Iris

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Hallo Iris,

 

vielen Dank für den ausführlichen Bericht! Es war sehr spannend zu lesen, wie es in Frankreich mit den Versicherungen ausschaut.

Dass Du den Chirurgen quasi extra zahlen durftest, ist ja sehr gewöhnungsbedürftig.

 

Da hat sich die Gesetzliche mit 193€ aber richtig aus dem Fenster gelehnt und sich Deine Spange etwas kosten lassen!

 

Oh Je, das mit der Uniklinik hört sich gar nicht gut an. Hoffe, das ist bei den deutschen anders! Da bin ich aber froh, dass mir nichts passiert ist, als ich vor Kurzem in Paris im Urlaub war.

 

Diese ganzen Kosten; meine Güte! Na, ich bin mal gespannt, was auf mich zukommt...

Da hier so viele Geplagte angemeldet sind, müssten wir uns eigentlich mal formieren und dagegen vorgehen, dass man den ganzen Spaß (oder den halben) aus eigener Tasche zahlen muss, um schmerzfrei zu werden und/oder einfach so auszusehen, wie es die Evolution mal geplant hatte.

 

Wenn Du schreibst, die Amerikaner kommen nach Europa, fällt der umgekehrte Weg für mich flach. Also kostenmäßig. Hatte auch gedacht, die sind in der medizinischen Entwicklung bzgl. Kieferfehlstellungen evtl. schon weiter, aber sicher bin ich mir da nicht.

 

Wie geht es denn Deinem Kiefergelenk inzwischen?

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