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j0ker

Kostenübernahme einer logopädischen Behandlung (GKV)

Hallo zusammen,

 

ich habe ein paar Fragen zur Kostenübernahme in der gesetzlichen Krankenversicherung. Kurz zur Hintergrund: Ich habe aufgrund meiner anstehenden kieferorthopädischen Behandlung bisher bei einigen KFOs eine "Erstuntersuchung" gemacht (bisher habe ich "meinen" KFO noch nicht gefunden und dementsprechend auch noch keine KFO-Behandlung begonnen). Einer dieser KFOs hat mir nahegelegt, mich aufgrund meiner falschen Zungenlage in logopädische Behandlung zu begeben. Ich halte meine Zunge wohl viel zu tief, eher im UK als oben am Gaumen. Dies ist wohl einer der Gründe für meinen verengten OK-Bogen. Er hatte mir damals (Ende letzten Jahres) auch gleich mal ein Rezept für 10 Stunden myofunktionelle Therapie mitgegeben.

 

Aufgrund einer anderen zahnärztlichen Behandlung werde ich die KFO wohl erst später beginnen, würde mich aber ganz gerne schon jetzt die logopädische Behandlung angehen, die sich für mich unabhängig von der konkreten KFO-Behandlung sehr sinnvoll anhört.

 

Ich habe bei meiner Krankenversicherung nach Infos zu einer Kostenübernahme gefragt und dort wurde mir gesagt, dass die Kosten für eine logopädische Behandlung ganz normal übernommen werden, wenn man ein Kassenrezept dafür bekommt. Bisher kannte ich mich in der Thematik überhaupt nicht aus, habe aber jetzt rausgefunden, dass es sich bei dem Rezept von dem KFO um ein Privatrezept handelt ("blaues" Rezept). Ich glaube, dieser KFO sagte damals auch etwas davon, dass ich evtl. bei einem HNO-Arzt vorsprechen müsste, um von diesem eine "richtige" Verschreibung zu bekommen, also wohl so ein "rotes" Kassenrezept, damit meine Kasse die Behandlung übernimmt.

 

Wie war das bei euch? Welcher Arzt hat euch ein Kassenrezept für eine logopädische Behandlung (in meinem Fall myofuntionelle Therapie) verschrieben? Dieser KFO, von dem ich das Privatrezept bekommen habe, ist wohl ein reiner Privatzahnarzt, was ja für die KFO-Behandlung keine Rolle spielen würde, wenn ich es richtig verstehe, da die KFO ab 18 ja sowieso nicht von der GKV übernommen wird. Aber ist das der Grund, wieso der mir kein Kassenrezept ausgestellt hat? Kann ein normaler Vertragszahnarzt mir so ein Kassenrezept für eine logopädische Behandlung ausstellen? Oder muss das bei einem HNO-Arzt passieren?

 

Wer sich hier irgendwie besser auskennt als ich, der möge mich bitte erhellen! ;)

 

Vielen Dank und viele Grüße

j0ker :)

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Bei mir hat mein KFO das Kassenrezept ausgestellt, der hatte jedoch auch eine Kassenzulassung. Eine Freundin erzählte mir mal, dass ihr ihre Physiotherapeutin auch eine logopädische Behandlung verordnen könnte.

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Danke für die Info! Das heißt, dass dieser KFO vermutlich einfach kein Kassenrezept ausstellen konnte, weil er Privatzahnarzt ist, nicht wahr?

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Hallo zusammen,

 

ich meine nach einigen eigenen Nachforschungen und Anruf bei meiner Krankenkasse nun folgendes zu wissen: Zahnärzte und KFOs können einem eine myofunktionelle Therapie zwar verschreiben, aber diese muss von der Krankenkasse (in meinem Fall die TK) immer noch genehmigt werden, bevor diese übernommen wird. Alternativ können andere Ärzte (Allgemeinärzte, HNOs, ...?) einem eine Heilmittelverordnung für eine myofunktionelle Therapie bei einem Logopäden austellen, diese wird dann ohne Genehmigung immer von der Kasse übernommen. Das Problem ist dabei wohl, dass Ärzte nur ein bestimmtes "Kontingent" haben und deswegen u.U. nicht sonderlich gerne eine solche Heilmittelverordnung austellen. Ich hoffe, dies stimmt so einigermaßen? Ansonsten bitte gerne korrigieren.

 

Meine Situation nun: Ich befinde mich noch nicht in KFO-Behandlung und habe noch nicht "meinen" KFO gefunden. Die KFO werde ich wohl auch erst so ab Oktober wieder angehen, da ich vorher im Sommer noch ein paar Monate in einer anderen Stadt arbeiten werde.

 

Meint ihr, es macht Sinn, jetzt z.B. über einen HNO-Arzt zu versuchen, eine solche Heilmittelverodnung zu bekommen und eine logopädische Therapie aufgrund meiner schlechten Zungenlage zu beginnen, ohne dass ich parallel in KFO-Behandlung bin und ohne dass das ein KFO der behandelnde Arzt ist, der quasi die logopädische Behandlung "beaufsichtigt"? Oder sollte ich mit der Logopädie besser einfach warten, bis ich meine KFO beginne und dann alles parallel machen? Dabei ist zu bedenken, dass ich wie gesagt ab Mitte Juli für drei Monate in einer anderen Stadt arbeite und dann sicher keine logopädischen Stunden mehr wahrnehmen könnte, d.h. wenn dann müsste ich jetzt versuchen, schnell bis Mitte Juli die normalerweise verschriebenen 10 Stunden unterzubekommen und dann aufzuhören oder pausieren. Nicht so ideal, oder? :(

 

Ich weiß, insbesondere Laien können mir hier über's Internet keine fundierten Ratschläge geben, aber wenn jemand meint, hier etwas beitragen zu können, nur raus mit der Sprache! :)

 

Vielen Dank und viele Grüße

j0ker

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Mein Kfo will mir kein Logo Rezept geben, eher Physio. Also werde ich mich an einen Hno wenden wegen evtl. Schluckstörungen!!

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Hallo j0ker,

 

ich habe aus ziemlich verlässlicher Quelle gehört, dass Zahnärzte und KFOs kein beschränktes Budget für die Verordnung von CMD-Behandlungen haben.

 

Und trotzdem bekomme ich keine von meinem ZA, er möchte doch erst gerne eine Funktionsdiagnostik verkaufen. Hat sich in diesem Thema fortgebildet.

Scheint halt wirklich modern zu sein, CMD-Behandlungen, und alles, was damit zu tun hat.

Patienten, die nicht mehr weiter wissen, denen wird das Geld ganz dreist aus der Tasche gezogen. Jedenfalls in meinem Fall, bin scheinbar an die schwarzen Schafe geraten...

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Zumindest in BW sind Zahnärzte in diesem Fall (Logopädie) nicht Budgetiert. Wenn ein Behandler Logopädie nicht unterstützt ist er nicht in der Lage diesen wesentlichen Zusammenhang herzustellen. Da sollte man ernsthaft überlegen ob man bei ihm in guten Händen ist.

Gruß Norbert

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Was genau heißt im diesem Zusammenhang "nicht budgetiert"? Dass die Zahnärzte keine entsprechenden Maßnahmen verordnen können, welche die Kassen dann zahlen müssten?

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Schreibe ich so schwer verständlich?

Der Zahnarzt kann ein Rezept für Logopädie (es muss heißen für MFT - myofunktionelle Therapie) ausstellen. Sein Budget ist davon nicht betroffen.

Ein Zahnarzt oder KFO der dies verweigert hat schlicht die Zusammenhänge nicht verstanden. Nicht regelgerechte Schluckmuster und Zungenfunktion ist wesentlich für das Zustandekommen dentaler und skelettaler Fehlentwicklungen (mit)verantwortlich.

Nach einer KFO, wird in diesem Bereich nichts unternommen, gibt es halt ein Rezidiv. Um diese Zusammenhänge sollte ein Behandler wissen, sonst ist es halt ein schlechter Behandler.

So deutlich wollte ich es eigendlich nicht sagen. Aber jetzt dürftest du es verstanden haben, so hoffe ich.

Gruß Norbert

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Schreibe ich so schwer verständlich?

Wie du an meiner Frage erkennen kannst: ja, die Formulierung, dass "ein Arzt budgetiert ist", war mir nicht geläufig und daher nicht verständlich.

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Tiefbiss:

 

Auf jeden Fall nicht die Welt, er ist etwas höher als bei Physiotherapie ich glaube 30%, aber sehr gut angelegtes Geld (wenn der Therapeut was taugt). Er sollte myofunktionell geschult sein (das ist nicht selbstverständlich) am besten MFT nach Kittel.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass Schluckübungen bei einem funktionsgestörtem Gebiss ohne (höchstens bis zum ersten Frühkontakt aber sanft) Zahnkontakt, geübt werden. Darauf muss man den Logopäden hinweisen, von selbst stellt er diesen Zusammenhang nicht her.

 

Gruß Norbert

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Zungenruhelage und Logopädie

 

 

 

Warum Zungenruhelage und Mundschluss so wichtig sind:

 

  • Die Atmung erfolgt normalerweise durch die Nase (sie erwärmt, säubert und befeuchtet die Luft).
  • Durch vergrößerte Mandeln/ ständige Erkältungen/ eine schiefe Nasenscheidewand kann es zur ständigen Mundatmung kommen.
  • Vermehrter Speichelfluss kann dadurch auftreten.
  • Aufgrund des fehlenden Mundschlusses können Lippen und Wangen nicht ihre optimale Muskelkraft ausbilden.
  • Die Zunge liegt während der Mundatmung nicht in der Ruhelagestellung (normalerweise flächig am Gaumengewölbe) sondern am Mundboden. Sie kann somit nicht ihre optimale Kraft entwickeln um das Gaumenwachstum (bei Kindern) positiv zu beeinflussen.
  • Es kann zu einem falschen Schluckmuster kommen (die Zunge drückt dabei gegen die Zähne und den Zahnbogen).
  • Muskelgruppen, die eigentlich andere Aufgaben erfüllen, müssen dadurch unnötig mithelfen den Schluckvorgang einzuleiten. Dies führt evtl. zu Spannungen/ Schmerzen im Gesichtsbreich oder Kiefergelenkschmerzen.
  • Da wir ca. 2000 mal pro Tag schlucken, sind das 2000 Stöße gegen die Zähne mit einer Kraft von teilw. mehreren Tonnen.
  • Somit kann es leichter zu Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien kommen.
  • Man spricht dann auch von einer orofacialen Dysfunktion (Dysbalance der Gesichtsmuskulatur) oder Myofunktionellen Störung (Störung des muskulären Gleichgewichts im Mundbereich).
  • Im Wachstum erworbene Fehlmuster sollten schon im Kindesalter behoben werden, damit sich diese nicht einschleifen. Aber auch im Erwachsenenalter können Fehlfunktionen durch gute Mitarbeit und Veränderung von Verhaltensmustern verbessert werden.

 

Was die Logopädie tun kann:

 

  • Eine logopädische Therapiestunde beträgt 45 Min. und dauert ca. 20-30 Sitzungen.
  • Mit Hilfe eines Übungsblocks (nach Anita Kittel) werden die Zungenruhelage erarbeitet, sowie Zungen-, Lippen- und Ansaugübungen am Gaumen trainiert.
  • Ist ein muskuläres Gleichgewicht geschaffen und die Zungenruhelage angebahnt, wird das korrekte Schluckmuster erarbeitet.

 

 

 

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Zahnarzt

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Habe in 2 Tagen einen Hno Termin, was soll ich genau sagen, um auch sicher ein Rezept für Logopädie zu bekommen?

 

LG

 

Hallo Tiefbiss,

 

hier sind einige Infos (auch unter weiter) http://www.martina-gester.de/fachinfos-fuer-aerzte , da steht unter anderem, wenn es korrekt ausgefüllt wird, wird das Budget des Arztes nicht belastet und das sollte eigentlich auch wirken. Ausfüllen der Logopädierezepte scheint auch immer eine hohe Kunst zu sein, aber auf der Seite steht soweit ich es als Patient beurteilen kann, alles wichtige. Meine Logopädierezepte waren immer für SP3 (Störung der Artikulation) ausgestellt. Wichtig ist auch noch: Die Logopädierezept sind nur für 14 Tage gültig, normalerweise habe ich aber länger auf den ersten Termin gewartet, deshalb sollte auf dem Rezept noch drauf stehen: Behandlungsbeginn bis ...

 

Liebe Grüße und viel Glück!

 

Irene

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Halte nun ein Logopädie Rezept in der hand und da steht nichts von MFT drauf, sondern Verbesserung der Schluckfunktion, mehr nicht. Glaube ist das falsche Rezept, oder?

 

 

Ohhh man, ich will nicht mehr. :466:

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Halte nun ein Logopädie Rezept in der hand und da steht nichts von MFT drauf, sondern Verbesserung der Schluckfunktion, mehr nicht. Glaube ist das falsche Rezept, oder?

 

 

Ohhh man, ich will nicht mehr. :466:

 

Hallo Tiefbiss,

 

ich habe gerade nachgeschaut, auf meinem ersten, von der Logopädin korrigierten Rezept steht auch nur etwas von Zungendysfunktion, wobei auf dem aktuellen, vom KFO ausgestellten Rezept sogar die myofunktionale Therapie enthält. Deshalb glaube ich nicht unbedingt, dass Du das falsche Rezept hast.

 

Hast Du schon eine Logopädin? Ich würde beim Anrufen speziell nach der myofunktionalen Therapie fragen. Außerdem ist die Zunge essentiell beim Schlucken beteiligt, ohne korrekte Zungenlage geht auch korrektes Schlucken nicht.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Hallo Allerseits. Ich bin eine ganz schlimme Lisplerin und muss daher auch unbedingt mal einen Logopäden besuchen.
Da ich aber innerhalb der letzten 3 Wochen zwei Kiefer ops hatte, werde ich erst mal 3 Monate warten..

Ich werde einfach mal meinen KC fragen, vll kann der mir ja dann ein Rezept ausschreiben?
Meinen KFO sehe ich nämlich jetzt erst mal nicht mehr und mein KC  ist iwie netter :D

lg

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Hallo Tiefbiss,

 

hast du denn mittlerweile Logopädie bekommen? Ich habe wohl Glück, denn nur 3 Wochen Wartezeit und es geht los bei mir... 

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