Lissi

Fakten zu Risiken UKVV?

Guten Morgen,

 

ich lese immer nur bei der (modifizierten) Schlössmann-Methode (auch Bad Homburg Methode genannt) ist das Risiko geringer den Nerv zu verletzten und das Risiko Probleme bei der Knochenheilung wäre höher. Zu Obwegeser/Dal Pont hab ich gelesen, dass das Risiko den Nerv zuverletzten 3 - 5 % oder 5 % beträgt und die Knochenheilung besser ist.

Was mich nun interessiert:

- wie hoch ist das Risiko dass der Nerv verletzt wird, wenn nach Schlössmann operiert wird?

- wie hoch ist je Methode das Risiko, dass es Probleme bei der Knochenheilung gibt?

 

Es muss doch irgendwo Zahlen dazu geben?! Weiß jemand wo man das nachlesen kann?

 

Grüße

Lissi

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

gibt es soweit ich weiß nicht und wird es auch nicht geben. man müsste einen chirurgen finden, der beides gleich gut beherrscht, und der müsste jeweils mehrere tausend patienten mit den beiden techniken operieren um irgendetwas statistisch signifikantes zu erhalten. ich würde den KFC nicht danach auswählen.

die 5% nervverletzung glaube ich aber nicht. das wäre doch jeder 20!? die vielen vorübergehenden und zum kleinen teil auch bleibenden gefühlsstörungen, von denen man im forum liest, treten bei beiden techniken auf, ohne dass der nerv verletzt wurde.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

ich vermute das war dann der anteil der bleibenden gefühlsstörungen, nicht der nervverletzungen. die zahl kann, je nachdem wie sie gemessen wird, noch viel höher als 5% sein.

das sind aber selten welche, die im alltag beeinträchtigen. man hat halt eine stelle am kinn, die man erst suchen muss und die sich etwas anders anfühlt, beispielsweise.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Also mein KFC sagte mir, man könne das Risiko, den Nerv zu verletzten, deutlich duch einen 3D-Scan verringern. So kann er genau sehen, wie der Nerv verläuft und die OP genauer planen. Wird von der KK allerdings nicht ünernommen und es ist wohl auch nicht unbedingt billig... Wenn du wirklich Angst vor einer Nerv-Verletzung hast, dann frag doch einfach mal bei deinem KFC nach :524:

Aber diese 5% kommen mir auch etwas hoch gegriffen vor... Ich glaube, ich habe im Forum noch nie gelesen, dass soetwas schon einmal passiert ist...

Hat das jemand vielleicht schon mal machen lassen und weiß, wie viel das genau kostet? Würde mich mal interessieren.

 

Liebe Grüße

Ness

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Lissi,

 

in dieser Dissertation ( http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000003057 ) findest Du im Einleitungskapitel eine ganz gute Übersicht inklusive Literaturhinweise. In Kapitel 4 wird dann unter anderem auf die Nervschädigungen eingegangen, wobei aber auch zu beachten ist, dass die untersuchten Patienten zwischen 1992 und 1997 operiert wurden.

 

In meinen Notizen, die ich zum Aufklärungsgespräch gemacht habe, habe ich mir eine 3%-Wahrscheinlichkeit für eine Nervschädigung notiert und die Wahrscheinlichkeit 1: 6 000 000 für eine Durchtrennung des Unterkiefernervs. Ich bin mir aber nicht sicher, was mit einer Nervschädigung genau gemeint ist, ich würde eher vermuten, damit sind allgemein die Sensibilitätsstörungen gemeint. Und da kann ich die Aussage von relative bestätigen, ich habe eine Stelle links am Kinn, die anders ist. Wäre angenehm, falls es irgendwann wieder komplett normal wäre, aber ist definitiv etwas, mit dem ich für den Rest meines Lebens leben kann.

 

Ich kenne übrigens jemand, bei der der UK-Nerv während der OP durchtrennt und wieder rekonstruiert wurde. Sie sagt zwar, dass es nicht wieder so wie vorher ist, aber dass sie gut damit leben kann. Und trotz ihrer Erfahrung hat sie mir z.B. nicht von der OP abgeraten.

 

Viele der Sensibilitätsstörung tauchen auch deshalb auf, weil der UK-Nerv je nach Verlagerungsrichtung gezogen oder gestaucht werden muss und dies übel nimmt und niemand vorhersagen kann, wie lange der Nerv "beleidigt" ist. Und das ist unabhängig davon, wo der Knochen durchtrennt wird. In dieser Dissertation (http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2004/1598/pdf/ErbeChristina-2004-03-24.pdf ) sieht man um Seite 10 herum sehr deutlich, warum der UK-Nerv bei Obwegeser und ähnlichen Varianten gefährdet ist, während bei Schlössmann oberhalb der Nerveneintrittstelle durchtrennt wird.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

In meinem OP-Vorbereitungsgespräch wurde mir bestätigt, dass bei der Schlössmann-Methode das Nervverletzungs-Risiko gegen Null geht (da er ja nicht "berührt" wird).

Nach der OP hatte ich im UK-Bereich auch keinerlei Gefühlsstörungen.

 

Bei einer alten Schulfreundin von mir wurde übrigens auch der UK-Nerv auf einer Seite geplant komplett durchtrennt und nicht rekonstruiert (dazu wäre die Strecke zu lang gewesen, sie hatte eine seeeehr starke Fehlstellung in alle nur erdenklichen Richtungen). Sie meint, sie merkt davon nur noch selten etwas, kann gut damit leben und hat mir auch nur zur OP geraten.

 

LG

vardite

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden