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17Again

Deckbiss Behandlung als Erwachsene? Lingualspange?

Hallo zusammen,

 

ich bin bei meiner Recherche zum Thema Zahnspange für Erwachsene auf dieses Forum gestossen und bin nun ganz neu hier und hoffe auf regen Erfahrungsaustausch.

 

Meine Story:

 

Ich hatte als Kind einen Tief- und Deckbiss sowie eine ausgeprägte Zahnlücke zwischen den oberen Schneidezähnen dank des dort baumelnden Lippenbändchens  (und der Himmel weiß, was noch alles schief stand). Mit fast fünfzehn (meine Eltern haben mir die Behandlung entgegen des zahnärztlichen Rates vorher verweigert) habe ich für vier Jahre eine feste Spange bekommen und danach eine lose für nochmal drei Jahre. Dazu kamen zwei Lippenbändchenoperationen sowie die Entfernung aller Weisheitszähne. Nach der Spange standen meine Zähne perfekt. Leider hat mein KFO es damals versäumt, mir oben hinter die Schneidezähne einen Retainer einzusetzen (ich selbst weiß erst seit kurzem, dass es so etwas überhaupt gibt), so dass diese im Lauf der letzten gut fünfzehn Jahre wieder zurück gekippt sind und eine kleine Lücke habe ich auch wieder zwischen den Schneidezähnen, die fällt aber außer mir niemandem auf. Ich mag sie trotzdem nicht. Optisch sehen meine Zähne also eigentlich alle sehr gerade und hübsch aus (der Deckbiss fällt auch niemandem auf)

 

In den letzten zwei Wochen hat sich erstmals bemerkbar gemacht, dass ich mit den oberen Schneidezähnen neuerdings an die unteren stoße. Das ist sehr störend und irritierend und muss dringend behoben werden, da ich nun ständig ein Störgefühl im Mund habe. Außerdem sollen die oberen Schneidezähne ja nicht noch weiter zurückkippen und die unteren zurückschieben (auch hier hat bereits eine kleine Verschiebung nach hinten statt gefunden, die fällt aber kaum auf - ich möchte um UK eigentlich nichts machen lassen). Die Backenzähne sind m.E. immer noch mehr oder weniger so perfekt wie nach der ersten kieferorthopädischen Behandlung ausgerichtet. Auch hier möchte ich nichts machen lassen.

 

Einen Termin beim KFO habe ich natürlich sofort gemacht, der ist in gut einer Woche und mir ist auch klar, dass ich erst dann Näheres erfahren werde und dass ich um das Tragen einer festen Spange wohl nicht herum kommen werde. Anders bekommt man die Schneidezähne nicht nach vorne. Allerdings kommt eine sichtbare Spange für mich nicht mehr in Frage, ich bin Mitte dreißig und hatte das Vergnügen schon mal sieben Jahre lang, das mache ich nicht nochmal durch, für mich war das eine ziemlich traumatische Erfahrung.

 

Ich wollte aber schon vor dem KFO-Besuch mal nach euren Erfahrungen fragen: Wenn ich nur meine vier oberen Schneidezähne wieder gerade stellen möchte (und idealweise auch gleich die Lücke zuziehen lasse), ginge das mit einer Lingualspange? Stört es dann nicht, dass die Kante der oberen Schneidezähne Kontakt mit den unteren hat? Passt das Lingualbracket trotzdem? Wie lange dauert das ganze wohl? Müssen dann im OK alle Zähne mit Brackets versehen werden? Kann ich die Behandung wirklich auf die Frontzähne beschränken? Die umfassende Bisskorrektur aller Zähne hab ich ja schon hinter mir.

Kann man ein erneutes Zurückkippen nach Behandlung durch einen Retainer wirklich verhindern? Die unteren Schneidezähne können die oberen nicht dauerhaft halten, das hat schon mal nicht funktioniert.

 

Ich bin ziemlich unglücklich deswegen. Abgesehen davon, dass das Tragen der festen bzw. losen Spange für mich damals als junge Erwachsene sehr schlimm war und mein Selbstbewusstsein sehr, sehr darunter gelitten hat, erinnere ich mich nur zu gut an die Schmerzen nach den Nachstellen und die zahlreichen Verletzungen und Aphten im Mundraum. Wachs, Kamistad Gel und Salviathymol waren damals meine besten Freunde.

So oder so leide ich ziemlich unter der Aussicht, wieder Spange tragen zu müssen, für mich kommt aber nur aus den genannten Gründen nur eine unsichtbare in Frage. Ich hoffe sehr dass das geht und nicht zu lange dauert.

 

Vielen Dank schon mal für Eure Antworten!

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So, da bin ich wieder...hier hat sich ja nicht so viel getan...

 

Ich war heute beim KFO. Ja, Lingualspange geht und wäre wirlich das Mittel der Wahl (GOTT SEI DANK!!!!).

Leider hat sich alles seit der letzten Behandlung wieder verschoben, auch im Backenzahnbereich. Allerdings stört mich das nicht.

Die KFO prüft nun, welche Behandlungsalternativen es für mich gibt. Die umfangreichste wäre Spange im OK und UK und operative Unterkiefervorverlagerung, letzteres möchte ich allerdings nicht. Die kleinste wäre nur die oberen Schneidezähne gerade stellen und dann lebenslang Retainer tragen. Allerdings ist noch nicht klar, ob das wirklich geht, also auch dauerhaft hält. Lebenslang Retainer tragen muss ich jedenfalls so oder so.

 

Ich möchte eigentlich nur den kleinstmöglichen Aufwand mit dem kleinstmöglichen Leid betreiben, die umfangreiche Bisskorrektur kann mir gestohlen bleiben, das hat schon mal nicht gehalten und stört mich wie gesagt nicht. Ich bin bitter enttäuscht, dass die erste Behandlung so wenig dauerhaften Erfolg hatte. Und dafür habe ich so lange gelitten? Das lässt mich der erneuten Behandlung doch sehr skeptisch gegenüber stehen....

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Hallo 17Again,

 

nur als Einleitung, ich bin jemand, bei dem die kleine Lösung normalerweise nicht funktioniert und eigentlich nur die Leidenszeit bis zu einer richtigen Lösung verlängert, und der gerade sich der dem Ende der zweiten KFO/KC-Behandlung nähert.

 

Gibt es eine Begründung, warum es sich wieder alles so verschoben hat, auch bei den Backenzähnen? Mir wurde bei dieser Behandlung gesagt, dass die beste Rezidiv-Prophylaxe eine möglichst perfekte Verzahnung ist, kann es sein, dass nach der ersten Behandlung zwar die Zähne perfekt standen, der Biss aber nicht wirklich gestimmt hat?

 

Ich persönlich würde deshalb der operativen Behandlung nicht von vorneherein negativ gegenüberstehen, sondern zumindestens hinterfragen, mit welcher Variante das stabilste Ergebnis erreicht werden kann, auch wie lange nach der Behandlung lose Spangen noch getragen werden sollen, bei mir ging es wahrscheinlich mit dem Rezidiv erst dann richtig los, als ich nach mehreren Jahren die lose Spange weggelassen habe. Bei Tom12 habe ich vor kurzem eine 20 Jahre alten Retainer gesehen, so lange kann er also halten.

 

Ich hatte meine zweite feste Spangen von 41 bis 43 und habe mich bewußt gegen eine Lingualspange entschieden, da ich auch ohne Spange schon sehr stark unter Aphten gelitten habe und die auf der Zunge immer die schlimmsten waren. Interessanterweise habe ich seit der OP vor einem Jahr vielleicht noch 2 oder 3 gehabt und gerade die letzten Wochen vor der OP habe ich ständig unter Aphten, häufig auch mehreren, gelitten.

 

Alles Gute für Deine Entscheidung!

 

Irene

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Danke für deine Antwort! :smile:

 

Ob der Biss vor 15 Jahren gestimmt hat oder nicht, kann heute vermutlich keiner mehr sagen, ich nehme aber an, dass es so war.. Die erneute Verschiebung kommt daher, dass mein UK zu klein für meinen OK ist und das kann man nicht mehr richten, auch mit OP nicht (wenn ich das richtig verstanden habe). Da hätte man wohl in der Wachstumsphase noch ran müssen, das haben meine Eltern aber verpennt.

(Ist so eine OP nicht unglaublich schmerzhaft? Als man mir die Weißheitszähne rausgenommen hat, hatte ich vier Tage lang das Gefühl zu verrecken, war auch mit Schmerzmitteln kaum zu ertragen.)

 

D.h. dass eine erneute komplette Bisskorrektur auch kein Garant dafür ist, dass es so bleibt, weil der Kiefer nicht gerichtet werden kann, sondern nur der Biss und das hatte ich ja schon mal. Insofern weiß ich nicht, ob ich mir das antun muss. Was allerdings getan werden muss, ist die Aufrichtung der oberen Schneidezähne, ich schlag mir ja fast die unteren mit den oberen aus. Wenn das stabil mit Lingualspange und Retainer herzustellen ist, gerne.

Welche Alternativen ich wirklich habe, erfahre ich erst in gut vier Wochen nach der Auswertung und muss mich dann entscheiden.

 

Für mich kommt nur Lingual in Frage (subjektiv und objektiv: Zähne von innen schieben geht halt besser als von außen ziehen).

Was die Aphten angeht, ich habe auch eine ausgeprägte Neigung, welche zu bilden, allerdings nie auf der Zunge, dafür bei buchstäblich jeder kleinen Verletzung der Wangenschleimhaut. Während meiner Multibandbehandlung hatte ich also knapp vier Jahre ständig Aphten im Mund, meist auch mehrere, die sind z.T. so groß geworden, dass sie ineinander gewachsen sind, es war der Horror.

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Hallo 17Again,

 

also wenn man sich die OP-Erfahrungsberichte ansieht, sind die meisten erstaunt, wie wenig Schmerzen sie hatten. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass ich mich bei meiner ersten OK-VV vor 26 Jahren überhaupt nicht an Schmerzen erinnern kann. Letztes Jahr bei der Bimax hatte ich zwar Schmerzen, aber das schmerzhafteste waren die Magensonde, die für starke Halsschmerzen gesorgt hat (und etwas die Hüfte, aus der Knochen transplantiert werden mußte). Ich habe zwar noch relativ lange Schmerzmittel genommen, aber wahrscheinlich lag das vor allem an "Draht-Ösen", die eigentlich zum Einhängen von Gummis dienen und die eine sowieso schon empfindliche Stelle noch mehr gereizt haben. Jedenfalls wurde es deutlich besser, nachdem diese Ligaturen entfernt wurden. Insgesamt habe ich weniger Schmerzmittel bekommen und gebraucht als bei einer OP am Sprunggelenk, bei der auch ein Knochen gewollte durchtrennt wurde und wieder zusammengefügt wurde. Ich weiß aber auch von Leuten, für die die OP mit großen Schmerzen verbunden war, aber das ist definitiv die Ausnahme, eine fühlte sich von ihrem Körper richtiggehend betrogen.

 

Auch bei zu kleinem UK ist operativ noch einiges möglich, Berlino hat es vor kurzem hier (  ) zusammengestellt, aber das ist dann natürlich sehr weit weg von "kleinstmöglichem Aufwand mit dem kleinstmöglichen Leid". Aus den Berichten im Forum habe ich zudem den Eindruck, dass die UK-Distraktion nochmals unangenehmer ist als die Verbreiterung des OK (GNE).

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Hm, ok...also, meine Spekulationen ersetzen zwar nicht den Besuch beim KFO, aber ich versuche mal, mir zusammen zu reimen, was ich für Möglichkeiten habe (ich muss ja noch vier Wochen auf meinen nächsten Termin warten, furchtbar):

 

Das Mißverhältnis zwischen OK und UK kann man also durch eine OP beheben, aber auch nur dadurch, richtig?. D.h., wenn eine OP für mich nicht in Frage kommt (und das kommt nicht in Frage, dazu empfinde ich meine Zahnprobleme nicht als schlimm genug), bleibt das für immer so.

 

D.h. weiterhin, dass man wieder nur den Biss korrigieren kann, der sich dann aber vermutlich genau wie nach der ersten Spange wieder verschieben wird, richtig?

 

Nun ist es ja so, dass ich keinerlei Probleme mit meinem Biss habe, außer eben dass die oberen Schneidezähne zu weit nach innen gekippt sind und gegen die unteren drücken. Meine Backenzähne greifen ineinander (wenn auch anscheinend nicht ganz korrekt), ich knirsche nicht mit den Zähnen, Muskeln und Kiefergelenk sind top, ich habe keine Kopfschmerzen, Verspannungen oder sonstiges. Bis vor vier Wochen war ich vollkommen glücklich und zufrieden mit meinen Zähnen.

 

Was spricht denn nun dagegen, nur die oberen Schneidezähne wieder ein Stück nach vorne aus dem "Gefahrenbereich" zu schieben (evtl. die unteren auch wieder ein Stück nach vorne) und mit einem Retainer zu halten, meinetwegen auch mit einer Nachspange oder Schiene für nachts, meinetwegen auch mein Leben lang (wie gesagt, den Retainer muss ich laut KFO ohnehin, egal was ich mache, mein Leben lang tragen)?

Ist es zwingend notwendig, dass die oberen Schneidezähne von den unteren gestützt werden oder kann ein Retainer diese Stützfunktion übernehmen? Können sich die Zähne mit Retainer denn überhaupt noch bewegen? Dann wäre der ja sinnlos.

 

Ich will diese operative UK-Vorverlagerung auf gar keinen Fall machen. Und wenn das der einzige Weg ist, mein Problem dauerhaft zu lösen, dann will ich diesen nicht gehen. Dann muss ich aber auch die komplette Bisskorrektur kein zweites Mal machen, weil die dann genau wie die erste komplett für den Eimer ist, richtig?

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Hallo 17Again,

 

mit den Frontzähnen habe ich mich bisher noch nicht wirklich viel beschäftigt, wer da wen als Abstützung braucht. Eventuell kann DagmarW dazu mehr sagen, schau mal nach ihren Beiträgen, ich meine, sie hatte/hat auch Probleme mit einem Deckbiss.

 

Wahrscheinlich spricht nicht viel dagegen, die Zähne wie Du es nennst, aus dem "Gefahrenbereich" zu schieben und dann konsequent sowohl mit einem Retainer als auch losen Spangen zu fixieren, vor allem da Dir klar ist, dass Du die OP nicht willst. Bei mir ist zwar unmittelbar nach Einsetzen des Retainers ein Frontzahn gekippt, aber meine Frontzähne waren nach Entfernung der losen Spangen aufgrund ihrer kurzen Wurzeln extrem beweglich und ich glaube meinem KFO auch, als er meinte, dass er so etwas noch nicht gesehen hat (und an fehlender Berufserfahrung dürfte es bei seinem Alter nicht gelegen haben). Mit einer Spezialkonstruktion sind die beiden Frontzähne jetzt auch wieder annähernd gerade.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Danke, Irene, dass Du mir immer wieder antwortest, scheint ein Zwei-Personen-Thread zu sein. ;-)

 

Ich hab ein bißchen im Forum gestöbert, viele Leute, die eine OP machen, haben ja anscheinend echte Probleme, also Kieferschmerzen, Kopfschmerzen, Schmerzen beim Kauen, können nicht richtig Kauen oder abbeißen oder sind mit ihrem Aussehen unglücklich. Da kann ich auch echt verstehen, dass man zu so drastischen Mitteln greift, wenn da enormer Leidendruck hinter steht. Aber da ich ja nichts dergleichen habe, kann man mir nur schwer vermitteln, warum ich mir meinen völlig gesunden Kiefer zersägen lassen soll, zumal das ja nicht ohne Risiken ist. Und wenn ich erst dadurch Probleme bekomme?

 

So ähnlich ist das mit der Bisskorrektur, ich leide nicht, ich bin glücklich mit meinen Zähnen, warum soll ich mich jetzt (nochmal!) jahrelang mit einer Spange quälen?

 

Alles, was mich stört, sind die Schneidezähne, also sehe ich nicht ein, warum man die Korrektur nicht darauf beschränken kann. Ich hatte aber so ein Gefühl, dass das der KFO nicht "reicht", dass sie unbedingt ein Gesamtkunstwerk erstellen will, so nach dem Motto "so halbe Sachen mache ich nicht". Sicher weiß ich das natürlich noch nicht. Aber woher weiß ich, ob sie mir die Wahrheit sagt? Ob es z.B. wirklich keine Minimallösung gibt, weil die nicht stabil wäre oder ob sie mir nur die Vollbehandlung "aufschwatzen" will?

 

Soll ich jetzt echt mehrere KFOs abklappern? Das wird teuer und ich hab da ein wenig Zeitdruck, denn meine Schneidezähne tun echt weh. Vor einem Monat hatte ich noch kein Problem, hab nicht das Geringste gespürt und jetzt drücken die oberen wirklich stark gegen die unteren, da passiert also zur Zeit richtig was, was so schnell wie möglich gestoppt werden muss.

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So, jetzt bin ich klüger:

 

Mein UK ist zu klein für meinen OK. Deswegen können die unteren Schneidezähne die oberen auch nicht stützen, da sie zu weit weg sind und deswegen kippen die oberen immer wieder zurück. Abgesehen davon sind die Zähne schön und gerade und der Biss stimmt im Großen und ganzen auch (hatte ich anfangs falsch verstanden). Probleme, Schmerzen oder sonstige Unzufriedenheiten habe ich neben der Schneidezahngeschichte nicht. Meine Kiefergelenke sind tip-top. Und ich liebe mein Gesicht wie es ist.

 

 

Ich habe zwei Behandlungsalternativen bekommen, die kleine Kompromisslösung und die Komplettlösung inkl. OP.

 

Die Kompromißlösung:

Mit einem halben Jahr Invisalign nur im OK kann man meine Frontzähne wieder gerade stellen. Danch muss ich ein Leben lang einen Klebe-Retainer über die 6 vorderen Zähne tragen und (da nicht von sich aus stabil) ein Leben lang eine Retainerschiene nachts.

 

Die Komplettlösung:

Ca. 1,5 Jahre lang eine feste Spange (Incognito) zur OP Vorbereitung, dann UK-VV um 6 mm (ist das viel?), dann noch ein paar Monate Spange zur Feinjustierung tragen, dann auch ein Leben lang einen Klebe-Retainer über die 6 vorderen Zähne.

Das heißt alles, was dadurch besser ist als bei der Kompromißlösung ist, dass die Retainerschiene wegfällt. Dafür gehe ich dann aber alle Risiken der OP ein (inkl. bleibende Taubheit im Gesicht und verändertes Aussehen) und all die Unanehmlichkeiten, die mit Spange und OP einhergehen. Warum soll ich das tun ohne Not, ohne Leidensdruck?

 

Der KFO rät mir zur Komplettlösung, ich tendiere zur Kompromißlösung.

 

Wie seht ihr das? Bin grad ziemlich verwirrt. Man lässt sich doch nicht mal eben den Kiefer zersägen, nur weil das funktional richtig wäre. Ich hab doch gar keine Probleme, die nur so gelöst werden können. Die Retainerschiene ewig zu tragen, stört mich nicht. Den Kleberetainer zu tragen schon, aber der bleibt mir ja so oder so nicht erspart...

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Da bei dir keine gesundheitlichen Beschwerden bestehen und die Zähne schön und gesund sind, möchte ich deinen Gedankengang zur Kompromisslösung stärken. Die OPs steckt man wirklich nicht so leicht weg und es bestehen die schon erwähnten Risiken.

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Hallo 17Again,

 

du stehst wohl gerade vor dem "Problem" das ich auch hatte.

Nur das meine Zähne nicht gerade sind ;).

 

Wenn bei dir ne UK VV gemacht werden soll, hast du denn auch nen entsprechenden Überbiss?

Finde 6mm interessant. Ist dein UK zu kurz für deinen OK? Wie sieht es denn für deine hinteren Zähne aus wenn der UK vorverlagert wird?

 

So nun zu meiner Entscheidung:

 

Ich habe mich im Vorfeld schon entschieden gehabt, dass ich eine Behandlung möchte die keine OP beinhaltet.

Auch wenn das heisst, dass ich alles selber zahlen darf.

Mit OP hätte die KK alles übernommen (bis auf Extra-Wünsche)

 

Ich habe keine gesundheitlichen Probleme und möchte aus ästhetischen Gründen und zukünftiger Zahngesundheit die Korrektur meiner Zahnfehlstellung.

Ich habe einen Überbiss, der aber auch aus der Schiefstellung der Schneidezähne resultiert und da hätte man eine Ukk VV oder Bimax machen können.

 

Mein Kfo hat einen Behandlungsplan ohne OP ausgetüftelt und ich hoffe das das Ergebnis mit meinen Vorstellungen übereinstimmt.

 

Übermorgen habe ich meinen ersten Zahnspangen-Kontrolltermin und habe fast die gleichen Fragen wie du.

 

Wird das Ergebnis von Dauer sein? Kann sich da wieder was verändern etc.

 

Retainer, loser Spange zur Stabilisation und Nachtspange werde ich auch einige Zeit verbringen aber bei einem Kompromiss muss man auch selber einen eingehen. Sicher frage ich mich auch jetzt ob die OP sinnvoller wäre aber ich glaube eine Antwort hat man erst, wenn die Behandlung am Ende steht.

 

Ich hoffe das ich übermorgen einige Antworten bekomme. Und für dich hoffe ich, dass du den richtigen Weg für dich findest. :)

 

Was musst du denn zahlen? OP oder nicht kann auch ein finanzieller Aspekt sein.

 

Lg

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Hi,

 

ich bin in genau der selben Lage. Mir hat man vor 2 Jahren auch prophezeit, dass das nur mit UKVV um 6mm zu lösen sei. Da ich aber so oder so Selbstzahler bin, habe ich mich auch erst einmal für die reine KFO Lösung entschieden. (@Oleander: es gibt auch OP Fälle, die mangels KIG-Einstufung selbst zu bezahlen sind).

Nun bin ich 16 Monate in Behandlung.

Das hat bisher auch alles ganz gut funktioniert, der UK ist noch nicht ganz nivelliert und einige Zahnlücken sind noch da. Der Oberkiefer ist schon etwas weiter. Der Deckbiss ist komplett aufgehoben.

Das Problem ist aber, dass ich immer noch die 6mm UK Distalbisslage habe und momentan auch kaum einen Zahnkontakt. So 3mm könnte es KFOtisch vielleicht nach vorn gehen (meine Einschätzung als Patient), aber komplett ? Wenn ich ehrlich bin habe ich da Zweifel.

Auf Weisheitszähne entfernen und Kiefer zersägen habe auch ich natürlich wenig Lust, aber wenn es wirklich nicht anders geht ? Ich habe hoffentlich noch 50 Jahre vor mir, und die bitte ohne Fehlstellung.

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Danke für Eure regen Antworten. Ich versuche mal, auf alles einzugehen:

 

Ich habe tatsächlich zwei wunderschön gerichtete, gerade, karies-, knirsch- und schmerzfreie Zahnbögen, die "nur" daran kranken, dass die oberen vier Schneidezähne wieder in Deckbissposition gekippt sind und jetzt neuerdings gegen die unteren drücken. Optisch habe ich immer noch kein Problem, denn da alle vier Zähne gekippt sind und nicht nur die vorderen zwei, fällt das erstmal gar nicht auf, man muss es schon wissen und von der Seite drauf schauen.

 

Ja, mein UK ist quasi zu kurz für den OK, d.h. ich habe auch einen Überbiss vorne. Da meine hinteren Zähne dank der ersten langwierigen kfo-Behandlung ja aber nun passen, müssten diese folglich im Zuge der OP alle mehr oder weniger auch irgendwie um diese 6 mm bewegt werden, deswegen auch nochmal knapp 2 Jahre Spange tragen (das passt mir auch gar nicht, ich hab viel durchgemacht, um sie so passend hinzubekommen).

 

Ohne OP müsste ich auf jeden Fall alles selbst zahlen, mit OP aber vermutlich auch, weil - haltet euch fest - man mir im Zuge meiner ersten KFO-Behandlung alles wegtherapiert hat, was mich zur Erstattung berechtigt hätte. Meine Zähne sind jetzt eben fast perfekt, bis auf diese Frontzahnstellung und die reicht nicht, damit die Kasse zahlt und der zu kleine UK wohl auch nicht. Ich soll dann zwar einen Antrag stellen, aber ob der erfolgreich ist, steht in den Sternen. Aber vom Geld möchte ich meine Entscheidung ohnehin nicht abhängig machen.

 

Ich finde den Gedanken, dass man bei einer Kompromisbehandlung auch selbst einen Kompromiss eingehen muss, gut. Wenn ich nicht alles an Kraft in die Behandlung stecken will, dann muss ich eben mit anderen Unanehmlichkeiten leben. Das wäre der Deal.

Für mich hieße es ja Retainer und Retainerschiene auf ewig, weil man die Frontzähne anders nicht stützen kann. Ok, nicht schön, ist mir aber immer noch lieber als einen völlig gesunden und nur zu kleinen Kiefer zersägen zu lassen. Ob das stabil ist? Ich weiß es nicht. Aber ich sag's mal so, die OP läuft mir nicht weg. Und die Frontzähne müssen so oder so nach vorne und die Kompromißbehandlung dauert auch nur ein halbes Jahr also hätte ich so oder so nicht viel verloren, falls ich es drauf ankommen lasse, es erst nur mit der Kompromissbehandlung zu versuchen und das dann nicht hinhaut. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass es hinhaut und bereit, alles dafür zu tun.

 

Ich bin jetzt Mitte dreißig. Seit 15 Jahren trage ich gar keine Spange mehr und ich war bis vor kurzen ohne jegliche Retention beschwerdefrei und sehr glücklich mit meinen Zähnen, auch mit der Optik. Die Zähne sind zwar unaufhaltsam nach innen gekippt, aber es hat 15 Jahre gedauert, bis mir das ein Problem gemacht hat. Wenn ich sehr viel Glück habe, lebe ich noch 60 Jahre oder so (mit eigenen Zähnen) - mit sehr viel Glück. Das ist nur viermal so lange wie diese 15 Jahre. Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass die konsequente Anwendung von zwei Retainersystemen in der Lage ist, meine Zähne zumindest so zu halten, dass ich keine Beschwerden mehr bekomme.

 

Der KFO hat versucht, die UK-VV auf das Niveau einer Weisheitszahn-OP herunter zu spielen. Also, meine Weisheitszähne sind alle draußen und ich dachte danach drei Tage lang, dass mir das Gesicht explodiert, aber ich musste mich bestimmt nicht wochenlang flüssig ernähren.

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@ mik: Darf ich fragen, ob du eine OP hattest?

Ich hab meine Meinung zwar immer noch nicht geändert, frage mich aber natürlich schon, ob ich das richtige tue.

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Um deine Frage zu beantworten, ich hatte bereits eine GNE und eine Bimax. Für mich war die Entscheidung einfach, denn ich hatte eine ausgeprägte Kieferfehlstellung und daraus resultierende gesundheitliche Probleme.

 

Also ist die Notwendigkeit wichtig, wobei der präventive Gedanke ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist. Es ist halt so, dass es keine kleinen OPs sind, sondern die Behandlung Jahre dauert und die Genesung sehr anstrengend ist.

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Dann weißt Du also, wovon du redest, das ist gut zu wissen. :-)

 

Gedanken über Prävention habe ich mir natürlich auch gemacht. Aber bei der Kiefergelenksuntersuchung kam raus, dass alles in Ordnung ist. Unter Verspannungen, Kopf- oder Rückenschmerzen leide ich nicht. Also kann ich mich nicht so recht davon überzeugen lassen, mir mal eben auf Verdacht den Kiefer brechen zu lassen, denn es ist, wie du sagst: die Behandlung dauert Jahre und die Genesung ist anstrengend. Außerdem könnte es ja sein, dass ich durch die OP Probleme bekomme, die ich vorher nicht hatte.

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Ich war heute beim KFO, um nochmal einige Detailfragen zu klären und er hat mir so ins Gewissen geredet, dass ich die OP machen soll, dass ich jetzt wieder ganz wirr im Kopf bin. :461:

 

OK, ich habe massive Probleme im Frontzahnbereich durch den Deckbiss, diese würde aber auch durch die Kompromißbehandlung gelöst werden und können durch die Nachtschiene auch dauerhaft stabil bleiben.

 

Dann bliebe einzig und allein die UK-Rücklage. Und das einzige Argument, das noch für die OP bleibt, ist dass mir diese Fehlstellung mal durch Fehlbelastung Probleme machen könnte, denn sie macht mir ja zur Zeit keine. Ist das Grund genug für eine OP??? Ich finde immer noch: Nein!

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