anne

bericht meiner op vom 24.08.2006

so, nun bin ich auch endlich mal wieder hier. leider hat mein pc komplett den dienst verweigert und tut es teilweise noch immer (nicht wundern wenn ich jetzt wieder ewigkeiten nicht antworten kann..), sodass ich hier gar nicht mehr rein kam, leider!

also folgt nun ein kurzer bericht meiner oberkieferosteotomie, die am 24.08. stattfand.

am 23.08. musste ich um spätestens 10:00 im st. franziskus hospital in bielefeld sein, wo ich mich den ganzen tag furchtbar gelangweilt und gefürchtet habe. zum glück haben mich noch einige liebe menschen angerufen und versucht, etwas zu beruhigen =) außerdem war ein mädchen in meinem alter mit auf meinem zimmer, der eine unterkiefer-op bevorstand, sodass ich mit meiner großen angst nicht ganz so allein war.

jedenfalls hab ich mir abends dann auch eine schlaftablette geben lassen und damit und meinen mitgebrachten kassetten zur beruhigung klappte das mit dem einschlafen auch halbwegs.

am nächsten tag sollte meine bettnachbarin um 08:30 in den op kommen, für sie waren 90 minuten op-zeit eingeplant. da war hal beim selben chirurgen (dr.dr.pytlik) waren, wusste ich in etwa, dass ich so gegen 10:00 dran sein würde. um 09:30 wurde mir dann die scheiß-egal-tablette gebracht und ich dachte, es müsse jeden augenbklick losgehen. das tats aber leider nicht und so wartete ich mehr als zwei stunden, bis endlich jemand ins zimmer kam und mir sagte, es sei ein unfall mit kieferbruch dazwischen gekommen. geil. also bekam ich eine weitere tablette und wurd gegen 12:45 dann endlich in den op gebrahct. auch für mich waren 90 minuten veranschlagt worden. meine erinnerung setzt dann erst (vollkommen lückenhaft) so um 18:00 ein. vorher weiß ich nur schemenhaft, dass ich viel blut gekotzt habe und erinner mich dunkel an eine schwester, die meinen kopf hielt..=( meine mutter war in heller aufregung als ich etwas zu mir kam, weil ich statt der drei stunden, wie meine nachbarin, bis 17:30 unten geblieben war, weil es wohl recht stark nachgeblutet hat und ich das ganze blut geschluckt habe..köstlich!

jedenfalls weiß ich vom donnerstag (tag der op) nicht mehr viel, außer, dass mir am anfang furchtbar schlecht war und ich auch schmerzen hatte, die waren nicht total schlimm, aber schon recht heftig wie ich fand.

die nacht war scheiße, da meiner nachbarin und mir dauernd schlecht war und keine schwester kam, wenn wir klingelten. und wenn eine kam, waren die stets total patzig zu uns. was ich noch gar nicht erwähnt habe: während ich noch im op war, war meine nachbarin mit der uk-op schon auf dem zimmer, zusammen mit einer weiteren frau, die die ganze zeit schlief. natürlich war das mädchen auch zugedrahtet. irgendwann musste sie sich fürchterlich übergeben, klingelte und niemand kam! sie hat mir nachher erzählt, dass sie regerechte todesangst hatte. in ihrer panik, weil sie natürlich dachte, sie ersticke, hat sie dann ein glas an die wand geschmissen, die frau neben ihr wurd wach und hat eine schwester geholt, die sich dann über das zerbrochene glas beschwert hat..also die zustände auf dieser station (das war eine belgstation) waren katastrophal. ich will nicht das krankenhaus als ganzes verurteilen, aber diese station auf jeden fall. allerdings muss ich auch noch sagen, dass ich mir keinen besseren chirurgen als dr.dr.pytlik hätte wünschen können. sehr freundlich, verständnisvoll und vor allem kompetent.

nun ja. der erste postoperative tag verlief ganz gut, allerdings bekam ich immer noch schmerzinfusionen und was gegen die übelkeit usw, weils mir recht scheiße ging. auch in dieser nacht klingelten wir wieder vergeblich(20 minuten warten und das mit zugedrahtetem mund - wer bekommt da bitteschön keine angst?!), sodass meine angst, weiter dort zu bleiben, nur noch wuchs. am samstag war ich so weit, dass ich nur noch geheult hab und nach hause wollte, weil ich mich einfach total schlecht aufgehoben gefühlt habe. dr.dr.pytlik hat das dann auch abgesegnet, da nichts entzündet war oder sonst irgendwelche großartigen risikofaktoren (außer jetzt den sowieso bekannten) bestand. also kam ich samstag schon wieder nach hause =)

da gings mir dann auch schon besser, obwohl ich immer noch teilweise schmerzen hatte und die schwellung sehr groß war, da in der klinik oft versäumt wurde, uns kühlpacks zu geben.. naja. dann gings jedenfalls bergauf, soadd ich mich bald so weit fühlte, besuch empfangen zu können, was mir nochmal kraft gegeben hat, das gut hinter mich zu bringen. am montag dann kontrolle, da war alles in ordnung, am freitag war dann nach acht tagen aufdrahten angesagt! das tat leider ziemlich weh und ich bekam gummis eingehängt, von denen ich vorher nichts gewusst habe, sodass ich sehr gefrustet und schlecht drauf war, da ich da schon 7 kilo abgenommen hatte.. letzte woche dienstag kamen dann die gummis raus und jetzt kann ich schon etwas mehr essen..halt natürlich nichts kauen, aber wenigstens eis und sowas. vorher ging ja nur trinken durch den strohhalm und das eben eineinhalb wochen.

morgen werden die reste des drahtes entfernt und bis jetzt sieht der biss ziemlich gut aus und ich hab selten schmerzen. höchstens nach zu viel reden /essen oder lachen. mein kreislauf macht sich noch sehr bemerkbar, weil ich ziemlich groß und dünn bin und mir das abnehmen echt nicht gut getan hat, aber das wird auch denk ich.

also, soviel erstmal von mir..drück mir die daumen, dass das drähte rausmachen nicht wieder so weh tut morgen..ich denke an alle die das noch vor sich haben..man sollte sich nicht so verrückt machen, wie ich das getan habe, aber ganz ohne ist das auf keine fall und erst recht nicht zu unterschätzen..mir gings zeitweise ziemlich scheiße. aber jetzt ist fast alles wieder gut und ich freu mich aufs ergebnis=) und an den leiter des kh hab ich einen brief geschrieben und ihm alles geschildert, was da falsch gelaufen ist (ich hab hier ja nur eine sache erzählt, aber da ist noch einiges mehr vorgefallen, aber das würde hier echt zu weit führen) damit niemand nochmal eine solche behandlung erfährt..ich hoffe sehr, dass das was bewirkt..

liebe grüße an alle, anne

(p.s.: jemand hatte mal gefragt, wie lang man krankgeschrieben ist..ich wurd am 24.08. operiert, musste ja schon am 23.08. ins kh und war bis zum 08.09. krankgeschrieben, also zweieinhalb wochen!)

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Hallo Anne!

Danke für den OP-Bericht, auch wenn eine "nur" OK-OP anscheinend nicht viel harmloser ist, als z.B. eine Bimax... V.a. das mit dem Verdrahten klingt ganz schön übel, besonders wenn´s einem schlecht wird. Ein Freund von mir hatte sowas mal nach einem Kieferbruch, der hatte dann immer eine Schere um den Hals hängen für den Fall der Fälle! Soweit ich weiß, soll bei mir keine Verdrahtung stattfinden (da gibt´s anscheinend verschiedene Techniken), uff...

Das mit der Station bzw. den Krankenschwestern klingt ja ganz schön heftig. Gut, dass Du einen Brief dorthin geschrieben hast - auch wenn sich kurzfristig nichts ändert, sowas wird schon registriert. Wenn sich die Beschwerden dann häufen, passiert auch was.

Wie geht´s Dir denn inzwischen? Noch arge Schwellungen? Schmerzen? Taubes Gefühl?

Auf jeden Fall weiterhin gute Besserung!

Susanne

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hey..danke für die antwort!

achja, mir gehts soweit ganz gut eigentlich. gestern hatte ich mal wieder einen kontrolltermin und da meinte der chirurg, alles sei bislang in bester ordnung.

schwellung ist inzwischen auch endlich weg..das war zwei wochen ziemlich stark geschwollen und danach noch so eineinhalb bis zwei wochen, dass man es doch noch gesehen hat, aber jetzt ist alles weg. taub ist es immer noch teilweise, in der nase bekomm ich langsam wieder gefühl, unter den augen, die wangen und die oberlippe sind aber immer noch recht taub.

schmerzen hab ich zum glück keine mehr=) das drähte rausmachen war schmerzhaft, aber danach kam nichts mehr. es spannt nur noch und manchmal springt das kiefergelenk über, was ich natürlich nicht so toll finde =/

aber sonst alles paletti und höchst zufriedenstellend =)

liebe grüße

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Hallo Anne,

erst einmal Glückwunsch zur überstandenen OP.

Hoffe das Ergebniss ist besser als der Klinikaufenthalt. Dann hat die Strapaze sich ja gelohnt. Ich hätte auch am meisten Angst vor dem Erbrechen. Und das mit verdrahtetem Mund. Ich stelle mir dass lieber nicht vor.

Wie lange warst Du denn jetzt krankgeschrieben? Nur die 2 Wochen ?

Viele Grüße

Daniela

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dankeschön=)

ja ich denke schon dass es sich gelohnt hat..zumindest bin ich mehr als glücklich dass ichs einfach hinter mir hab. jetzt muss nur noch etwas mehr gefühl wiederkommen, ich würd gern wieder mehr und uneingeschränkter essen können und die platten raus, dann gehts mir prima=)

ja, 2 1/2 wochen warens und danach war ich halt nur bedingt zur schule..also ich hatte gleich am ersten tag bis 5 uhr und das ging dann halt vom kreislauf her u.a. noch nicht..ja und für sport bin ich natürlich weiterhin noch krankgeschrieben. (ich bin in der schule im badminton hockey sportkurs - wenn ich da den schläger ins gesicht bekomme wirds spaßig :D )

grüße von

anne

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Hallo,

da warst Du aber nicht lange krankgeschrieben. Die meisten sind bis zu 8 Wochen krankgeschrieben. Mit dem Sport wäre ich auch vorsichtig. Lieber ein bischen warten, als später den Ärger.

Ab wann darfst Du wieder kauen ? Ich meine richtige Sachen z.B Pizza ??

Du kannst bestimmt keine Nudeln mehr sehen, oder.

Viele Grüße

Daniela

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