andr

Bimax 7.5.2013 SMZ Ost (Donauspital) Wien

Hallo Leute,

 

letzten Dienstag (7.5.) war es so weit und ich hatte meine Kiefer-OP. Hier mein Behandlungstagebuch vom Donauspital (SMZ Ost) in Wien:

 

Ausgangssituation:

BIMAX - Verlagerung OK nach vorne, Verlagerung UK nach hinten (Le Fort I Segmentosteotomie)

Zahnspange seit September 2011

 

 

Montag:

Die Aufnahme im Krankenhaus war bis 11 Uhr vormittags. Es gab dann ua. ein Gespräch mit der Chirurgin bei dem mir erklärt wurde, dass wegen zu wenig Platz im OK ein weiterer Bruch vor den 14ern notwendig war (Segmentosteotomie). Weiters lernte ich noch einen weiteren OP-Assistenten kennen - auch ein sehr netter Doktor, wie die Chirurgin.

 

Dann gings ab in die Station. Leider hat die Kieferchirurgie keine eigene Station. Die Unterbringung erfolgte in meinem Fall in der Urologie/Andrologie.

 

Nachteil der Unterbringung in der Urologie/Andrologie war, dass es keinen auf Kieferpatienten abgestimmten Essensplan gab. Es wurden Menüs serviert, die unmöglich zu essen waren, wenn man nichts beißen kann bzw den Mund nicht weit aufbekommt. Als Notlösung gab es „Astronautenfutter“ - so kleine Fläschchen (von der Größe ähnlich der Katzenmilch von Whiskas), die viel Nährstoffe bzw Vitamine enthalten sollen.

 

Am Abend gab es eine Beruhigungs- und Einschlaftablette. Ab 24 Uhr musste man bis zur OP nüchtern bleiben.

 

Dienstag:

Weckruf um etwa 6 Uhr, nochmal Körperpflege und ab ins Bett und nach einer Tablette gings Richtung OP-Saal. An Gespräche mit einem OP-Gehilfen und ein paar Augenblicke vor der OP kann ich mich noch erinnern. Die folgenden Erinnerungen beschränken sich auf ein paar Augenblicke im Aufwachraum gegen 13 Uhr und gegen 15 Uhr im Zimmer, als ich mit einem Gesichtsverband aufgewacht bin.

 

Jetzt war mir aber ziemlich übel. Nachdem viel trinken wichtig ist, habe ich versucht einen Becher Wasser zu mir zu nehmen, was zu Folge hatte, dass gleich ein halber Liter Blut aus dem Magen raus wollte. Danach ging es mir aber besser. Essen und Trinken war mir jedoch ein wenig zu anstrengend, ich erhielt eine Nährstofflösung über eine Infusion.

 

Im Mund hatte ich noch keine Schiene, weil die wegen dem oben erwähnte zusätzlichen Schnitt nicht genau passte und erst am nächsten Tag angepasst werden sollte. Lediglich zwei Gummis waren zwischen OK und UK gespannt.

 

Am Abend bin ich mit Hilfe eines Pflegers bereits aufgestanden. Es wird auch von der Chirurgin gewünscht, dass man möglichst bald nach der OP aufsteht. Ich denke das fördert die Genesung, wenn man nicht nur dauernd rumliegt.

 

Die Nacht war leider eine Qual. Ich konnte als Folge der Narkose durch die Nase nicht atmen, weshalb mir der Mund komplett ausgetrocknet ist.

 

Mittwoch:

Wieder Weckruf um 6 Uhr und um 7.30 Termin in der Kieferchirurgie. Ich fühlte mich noch nicht ganz sicher auf den Beinen und bin zwar selbst zur Kieferchirurgie gegangen, aber doch mit einem Pfleger neben mir.

 

In der Kieferchirurgie wurde die Schiene angepasst, ein wenig abgeschliffen und eingehängt. Dabei hat mein Kreislauf doch nicht so mitgemacht und die anschließend geplante Lymphdrainage musste auf den Nachmittag verschoben werden. Im Gesicht habe ich ein paar taube Stellen (Kinn, Lippen, neben der Nase).

 

Später gab es noch eine Untersuchung in der Physikalischen, ein Röntgen in der Kieferchirurgie und die erwähnte Lymphdrainage.

 

Donnerstag:

Der Tag war in Österreich ein Feiertag, weshalb nicht viel passiert ist. Irgendwann am Vormittag konnte ich zur Kontrolle in die Kieferchirurgie – passt alles.

 

Nachmittag war wieder Besuch da und wir gingen ein paar Schritte spazieren. Die Schwellung hat gegenüber Mittwoch merklich zugenommen. Wobei der zweite postoperative Tag von der Schwellung her ja am schlimmsten sein soll.

 

Freitag:

Die letzte Infusion mit Antibiotikum bekam ich bereits um 6 Uhr, dazu auch wieder einen Schuss Kortison.

 

Gegen 8 Uhr ging es zur Kontrolle in die Kieferchirurgie. Die Schiene wurde nochmal kurz angepasst (abgeschliffen) und nach ein paar Formalitäten durfte ich nach Hause.

 

Am Nachhauseweg sind wir kurz bei der KFO stehen geblieben und haben einen Termin für Donnerstag ausgemacht.

 

Samstag:

Die Schwellung ist meinem Gefühl nach leider ein wenig stärker geworden bzw hat sie nicht nachgelassen. Jedoch war es auch der erste Tag ohne Infusionen. Aufgrund von Schmerzen im Kiefer habe ich zwei Tabletten mit dem Wirkstoff Ibuprofen (400 mg) genommen.

 

Leider kommt aus der Nase immer noch einiges an Blut und ich bin mit einem Blutfleck unter meinem Gesicht aufgewacht.

 

Nachdem die elektrische Zahnbürste von Philips im Krankenhaus den Geist aufgegeben hat, musste ich mir eine neue besorgen. Als Aufsteckbürsten kann ich die weichen Sensitivbürsten empfehlen. Hoff halt die Putzleistung passt.

 

Sonntag:

Ganzen Tag ziemliche Schmerzen im Kiefer. Laut Besuch hat sich die Schwellung gebessert – ich merk nichts.

 

Montag:

Schlecht geschlafen, dafür draußen Sonnenschein. Frühmorgens Kontrolle in der Kieferchirurgie. Die Operateure sind zufrieden, die Schmerzen im Kiefer sind Muskelschmerzen. Sollten nach 1-2 Wochen vergehen.

 

Dienstag:

Heute hoffe ich auf eine weitere Besserung. :smile:

 


Zur Info noch die Medikation im Krankenhaus:

Im Krankenhaus erhielt ich Antibiotika, Kortison fürs Abschwellen und mehrmals auf Wunsch Schmerzmittel (prophylaktisch). Infusionen gab es mehrmals täglich. Morgens gab es immer eine Magenschutztablette.

 

Nach jedem Essen musste ich mit einer Wasserstoffperoxydlösung 3 % (1:1 mit Wasser verdünnt) spülen. Laufend habe ich Coolpacks aufgelegt.

 

Zusätzlich habe ich in meiner Not auch noch auf Homöopathie zurückgegriffen und nehme Arnica wegen der Schwellungen und Hypericum für die Nerven.

 

Insgesamt wurden bei der OP 6 Platten und 25 Schrauben verarbeitet.

 

 

 

Ich hab zwar keinen Vergleich zu anderen Chirurgen und das ganze Prozedere ist ja noch nicht überstanden, aber das Team der Kieferchirurgie im SMZ Ost hat mein vollstes Vertrauen und ich denke sie machen auch eine sehr gute Arbeit!

 

Falls jemand Fragen hat, kann er sie gern an mich stellen.

 

lg,

andr

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Gratuliere zur "überstandenen" OP !  Wie gehts dir heute? Schwellung und Schmerzen schon besser geworden? 

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Hello!

 

Danke der Nachfrage, die Schwellung hat heute gefühlsmäßig schon wieder ein wenig abgenommen (nachdem sich zwei Tage wenig getan hat)! :-)

 

Gestern hab ich mal wieder zwei Schmerztabletten genommen, unter anderem weil die KFO einen neuen Bogen ins OK gemacht hat. Der alte wurde ja bei der OP wegen der Segmentosteotomie durchtrennt.

 

Die KFO hat gestern außerdem gemeint, dass wir die Schiene im Mund nicht mehr brauchen. Hab stattdessen 3 Gummis bekommen. Heute in der Früh war ich dann noch bei der KFC und es wurden die Fäden gezogen. 

 

Bin schon gespannt wie das Gesicht aussieht wenn die Schwellung abgenommen hat. Aber glaub ich finds ganz okay.

 

Die tauben Stellen im Gesicht sind noch immer vorhanden. Kann grad nicht beurteilen, ob die tauben Stellen weniger werden, oder ob ich mich einfach daran gewöhne. Jedenfalls kommts mir gerade weniger störend vor.

 

glg,

andr

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freut mich, dass du fortschritte siehst! darf ich fragen wie lang man bei so ner op im krankenstand bleiben muss? alles gute noch von mir

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wahnisnn, wirklich glückwunsch zur gelungenen op. mir steht sie noch bevor aber nur ukvv und auch im smz ost. bin schon echt gespannt, hab aber erst die op-besprechung :-)

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Danke  :-)

 

In einem Schreiben der Kieferchirurgin steht, dass man bei einer Operation von einem Kiefer nach 2 Wochen wieder arbeiten kann, bei einer Operation von beiden Kiefern nach 4 Wochen. Ich bin jetzt mal kommende Woche noch krank geschrieben, denke aber, dass ich bis Ende Mai zuhause bleiben werde, weil ich doch noch ziemlich k.o. bin. Mal schaun wie es mir Ende der Woche geht ..

 

Euch beiden auf jeden Fall alles Gute für eure OPs!

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Tut mir Leid wegen der späten Antwort! Bin seit letzter Woche Montag wieder arbeiten, war also genau 4 Wochen im Krankenstand. Eine Woche mehr hätte wohl auch nicht geschadet. Bin noch ein wenig geschwollen, im Vergleich zur letzter Woche aber doch weniger.

 

Heute ist es genau 5 Wochen seit der OP her. Was noch Probleme macht ist leider die Mundöffnung. Bekomm den Mund noch nicht weiter auf als unmittelbar nach der OP :-(

 

In etwa 2 Wochen hab ich den nächsten Kontrolltermin bei der KFC.

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Danke für den ausführlichen Bericht! Er hat mir sehr geholfen (werd Mitte Oktober im SMZ-Ost operiert).

 

Ich wünsch dir alles Gute für deine weitere Genesung! :-)

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