Nadine1990

Kostenübernahme abgelehnt.

Leute, ich könnte kotzen.
ich quäle mich seit einem knappen Jahrzehnt mit Atemaussetzern rum, die ich einer fehlbehandlung vom KFO verdanke & jetzt hab ich endlich die Lösung & die krankenkasse stellt sich quer !
 

heute kam die Absage vom medizinischen Dienst, als ich dort anrief, meinten diese, die beweislast für die Indikation sei nicht gedeckt.. also mit anderen Worten: Der Befund war nicht aussagekräftig genug.

Klar, es stand nur drin "Die Patientin hat obstruktiveschlafapnoe und benütigt deswegen eine bimaxilläre Umstellungsosteotomie" aber eig. dachte ich, das reicht.

jetzt hab ich bei Dr Seiler in der Schweiz angerufen, Profi auf dem Gebiet. der hat über den Bericht seines 'Kollegen' nur gelacht und mir geraten, Wiederspruch einzulegen und beifügig noch eine Art 'eigenen Text zu verfassen mit bereitsgetätigten Operationen, Therapien' , etc.

hab ich geschrieben und eingereicht.

"

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich, Nadine **** , habe am 18.04.2013 einen Kostenübernahmeantrag bei meiner Krankenkasse (AOK HESSEN) eingelegt, es handelt sich um folgendes Anliegen:

Als Teenager brauchte eine feste Zahnspange, wie fast jeder, da mein Kiefer (wahrscheinlich, weil ich eine Frühgeburt der 26. SSW bin) zu klein ist.
Der behandelnde Kieferorthopäde, **** , extrahierte 4 Zähne meines Gebissen, was mich zwar zu einem graden schönen Lächeln brauchte, mein Gesicht jedoch total veränderte. Außerdem ‚verlor ich meinen Hals‘.  Der Übergang vom Gesicht zum Rumpf ist ein großes auffälliges ‚Doppelkinn‘ auch fliehendes Kinn genannt.

Meine Eltern beobachteten zunehmend lautes Schnarchen, Unausgeschlafenheit und Konzentrationsstörungen, sprachen Dr. ****** auf dieses an (welcher nicht reagierte)  und gingen mit mir zum HNO-Arzt. Der gab mir damals ein Gerät mit, welches mich und meine Atmung damals dokumentierte.
Er schickte mich ins Klinikum und der behandelnde Kinderchirurg,  Dr.  Illing, entfernte mir die Polypen.
Das Schnarchen wurde nicht besser, wir gingen ein weiteres Mal zum HNO – dieser überwies mich mit Verdacht auf obstruktive Schlafapnoe nach Immenhausen ins Schlaflabor. Dort wurde diese Diagnose dann bestätigt.  Für meine Eltern war dies ein großer Schock, ich selber realisierte das Ganze noch nicht. Schließlich denken Kinder naiv und so dachte auch ich, dass das nur eine vorübergehende Therapie ist.

Ich wurde größer und jetzt musste ich anfangen zu lügen – ich fuhr auf keine Klassenfahrten, aus Scharm, ich übernachtete nicht bei Freunden – aus Scharm. Ich hatte ich meinem ganzen Leben noch nie einen Freund, denn wie erklärt man diesem so etwas? Kurz gefasst : ich verpasste meine komplette Kindheit.

Man selber ist natürlich, wenn man krank ist, der beste Arzt, wenn es um diese Krankheit geht – so war auch ich immer auf der Suche nach neuen Behandlungs-/Heilungsmethoden der Krankheit.
Eines Tages erfuhr ich von der ‚Aschmann-Methode‘. Dr. Aschmann vergrößert den Rachen-/Gaumenraum operativ. Ich zeigte dies meinem Vater und er machte mit mir sofort einen Termin bei Dr. Aschmann in Düsseldorf. Im Sommer 2008 fuhren wir dort hin. Dr. Aschmann erklärte mir den Vorgang der Operation und ich machte sofort einen Termin für diese in einer dort nahgelegenen Klinik. Die Operation kostete mich knapp 10.000€. Im Op begrüßte mich, eine für mich vollkommen fremde Ärtzin und schon schlief ich ein.  Als ich aufwachte, hatte ich große Schmerzen, was normal ist, aber das war mir egal. Denn ich dachte, ich sei nun gesund und ab da an, war mir alles egal. Am nächsten Tag kam die Ärztin zur Nachkontrolle in den Raum – sie erblickte mich kurz & meinte „Jetzt wo ich Sie so sitzend  im Profil sehe, kann ich schon fast garantieren, dass die Operation nichts gebracht hat‘ in dem Moment brach meine Welt zusammen. Sie lies noch schnell eine Schlafschiene fertigen, welche meinen Unterkiefer nachts nach vorne drücken sollte und verließ dann den Raum. Ich, so naiv, wie ich war, glaubte/hoffte weiterhin auf Heilung – doch nichts geschah. Ich schnarchte weiterhin sehr laut, hatte weiterhin die gefährlichen Aussetzer und schwebte damit weiter in Gefahr, früher als andere, an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu versterben. Also trug ich weiter die CPAP-Maske, die ich mittlerweile tief verachtete. Mit 18 Jahren konnte ich die Last nicht mehr tragen. Ich verstand nicht, warum ausgerechnet ich so gestraft bin – und wurde dann nach einem Suizid-versuch nach Merxhausen eingeliefert. Dort wollte ich jedoch nicht bleiben und suchte mir wegen meinem nicht-vorhandenen Selbstbewusstsein durch das ganze Hilfe bei einer Psychologin. Doch die konnte mich nicht verstehen, ich solle lernen die Krankheit zu akzeptieren, es gäbe schlimmeres. Doch diese Frau hat wahrscheinlich noch nie Probleme mit Mobbing  oder Ausgrenzung gehabt.
Ich akzeptierte die Maske trotzdem irgendwann, ich nahm sie sogar mit in den Urlaub – das war kein Problem. Doch schlief ich leider auf der Fahrt zum Urlaubsort im Reisebus ein. Der gesamte Bus beschwerte sich. Ich war total müde, wurde aber ständig von den anderen geweckt. Mein größter Wunsch ist es einfach, zu schlafen, unzwar tief und erholsam, ohne eingeschränkt zu sein oder andere vom schlafen abzuhalten.

Heute bin ich knapp 23 Jahre alt, lebe schon seit knapp 10 Jahren mit Schlafapnoe und kann langsam nicht mehr. Letztes Silvester bin ich bei Freunden in Berlin eingeschlafen, ich hatte natürlich versucht dieses mit viel Kaffee zu vermeiden, aber irgendwann muss ich eingeschlafen sein – am  nächsten Tag wurde über mich gelacht und es wurde sich lauthals beschwert – so, wie ich es schon lange kenne.
Ich erklärte denen, die ich gut kenne, das ich krank bin und dafür nichts kann. In dem Moment  fing ich auch schon an zu weinen – eine meiner Freundinnen, die Tochter einer Krankenschwester, fragte aus Interesse ihre Mutter nach Rat und diese erzählte mir von der Bimaxillären Umstellungsosteotomie. Ich suchte in Kassel dann direkt einen Kiefer-Chirurgen auf (PD Dr. Dr. ****). Dieser veranlasste noch, bevor ich ihn persönlich sprach, ein Röntgenbild und plötzlich war alles klar:
ich habe eine starke Oberkiefer- und Unterkieferrücklage. Meine Atemwege sind stark verengt und nachts, durch das zurückfallen der Zunge komplett geschlossen.
Ich erzählte ihm alles, von meiner Zahnspange, meinen Operationen und sogar meinen Selbstmordgedanken, der psychischen Belastung und der Einschränkung.

Heutzutage ist bewiesen, dass eine solche Operation, besonders bei einer solchen Kieferfehlstellung (Dysgnathie), heilt. (www.schlafapnoe.com) außerdem besuche ich regelmäßig das Kieferchirurgie-Forum www.progenica.de, indem ebenfalls alle Schlafapnoe-belasteten erzählen, nach einer Bimax seien sie geheilt wurden. Außerdem weiß man heute, die Kieferrücklage damals durch das Extrahieren der Zähne im Jugendalter ausgelöst wurde.

Nun bin ich 22 Jahre, bald erst mit der Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten in einer Kinderarztpraxis fertig und weiß nicht, wie ich das Geld aufbringen soll. Ich bin niemand, der ständig krank ist, der die Krankenkasse mehr kostet, als er einbezahlt. Nein, ich bin so gut wie nie krank. 1x Jährlich vllt. und, wenn ich mal den Arzt aufsuche, dann wegen der obstruktiven Schlafapnoe.

Ich versichere Ihnen hiermit, dass ich diese Operation nicht aus ästhetischen Gründen machen lassen möchte. Eigentlich habe ich sogar Angst vor meinem neuen Gesicht. Ich möchte einfach nur frei atmen, spontan sein, einfach keine Angst mehr haben, irgendwo einzuschlafen.

Bitte überdenken Sie die Entscheidung nach ein Mal.


Mit freundlichen Grüßen"



Solangsam kriege ich den verdacht, der Kieferchirurg will gar nicht, dass mir die Kosten übernommen werden.
kann das sein?  hat er vorteile, wenn ich sie selber zahle?

Achso, und wie findet ihr den Text? kann sich der MDK nun ein besseres Bild von mir machen?


Vielen dank im Voraus :***

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Solangsam kriege ich den verdacht, der Kieferchirurg will gar nicht, dass mir die Kosten übernommen werden.

kann das sein?  hat er vorteile, wenn ich sie selber zahle?

 

frag ihn doch mal, ob er überhaupt schon einen patienten hatte, für den eine deutsche gesetzliche krankenkasse die kosten vollständig getragen hat. ich bezweifle das sehr. wenn man eine GKV von der notwendigkeit, eine OP im ausland durchführen zu lassen überzeugt, dann übernehmen die die kosten, die in deutschland angefallen wären. das ist bei den preisen von S. ein tropfen auf den heissen stein.

über das forum hab ich von einer patientin erfahren, die nach einem schweren behandlungsfehler eines deutschen arztes und anschließendem gerichtsverfahren es geschafft hat, einen relativ hohen betrag für eine re-OP im ausland von der GKV zu bekommen. aber sogar in diesem extremfall würde der betrag wenn ich richtig informiert bin höchstens 30% einer OP bei S. decken.

 

wenn es dir wirklich um die schlafapnoe geht und nicht um die ästhetischen aspekte einer OP bei S. würde ich dir raten dir einen deutschen MKG zu suchen, der dir einen ordentlichen befund schreibt, in dem die indikation zur kieferoperation auch mit den früheren behandlungsversuchen belegt wird.

was der MDK dir geantwortet hat stimmt doch. man operiert nicht alle schlafapnoe-patienten am kiefer. "hat schlafapnoe, braucht kiefer-OP" ist doch kein befund.

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Naja du willst dich ja gar nicht unbedingt von Prof. S. in der Schweiz behandeln lassen, oder? Du hast ja nur angerufen und dich telefonisch beraten lassen, so wie ich das verstanden habe... Gegen den Ablehnungsbescheid würde ich auf alle Fälle erstmal formal Widerspruch einlegen (vorformulierte Briefe findest du da bestimmt im Internet) und zwar spätestens innerhalb von 2 Wochen. Die KK entscheidet ja nach den Einteilungen der Kieferorthopädischen Indikationsgruppen und wenn dein Biss so wie er jetzt ist eig. stimmt, dann ist es schon verständlich, dass die KK es zunächst ablehnt, denn der Befund von deinem KFC ist wirklich nicht sehr aussagekräftig. Nach Widerspruch bei der KK würde ich den KFC aufsuchen und ihn bitten einen genaueren Befund zu schreiben, in dem auch die medizinische Notwendigkeit der Op erklärt wird (zu kleine Atemwege, die durch Kiefervorverlagerung vergrößert werden, etc.). Dann hast du bestimmt gute Chancen auf eine Kostenübernahme. Viel Glück!

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@Nadine: Du benutzt doch irgendwelche Geräte zur besseren Atmung während der nacht. Wer hat sie dir verschrieben? HNO? 

Dann bitte ihn mal ebenso ein Gutachten zu schreiben, ob er auch der Meinung sei, dass eine Kiefervorverlagerung dieses Problem aus der

Welt schaffen könnte. Es ist nämlich so, dass viele KFC wirklich bloß halbherzige Gutachten mit paar Fachbegriffen schreiben, weil

sie meist bloß der verlängerte Arm von KFOs sind. Bei denen liegt meistens die größte Arbeit der Argumentation, wenn es um die

Bewilligung eines Kostenplans geht. Diese Kurzgutachten vom KFC sind meistens Formalia und das macht jeder direkt beim ersten Termin.

Hab sicher drei Stück ohne dass ich es wollte, weil es für die wirklich nichts besonderes ist. Deshalb muss wirklich ein Facharzt für dein Problem begründen

warum diese Operation notwendig ist, weil seine Fähigkeiten in seinem Gebiet nun mal an ihre Grenzen gestoßen sind.

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