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j0ker

Medizinische Frage zur GNE-OP

Hallo Leute,

 

ich habe mal eine allgemeine medizinische Frage zur chirurgisch unterstützten GNE-OP. Vielleicht hat jemand ja Ahnung und kann mir die beantworten. Auf dem unten angehängten Bild, das eine GNE-OP darstellt, sieht man ganz gut, was ich meine.

 

Bei der GNE-OP wird der Oberkiefer/Gaumen ja sagittal gespalten (auf Bild die vertikale roten Linie). Ich verstehe aber noch nicht ganz, ob der Kiefer auch in der "Le Fort I"-Ebene (die horizontale rote Linie) komplett abgetrennt wird oder was hier genau gemacht wird.

 

Ich dachte immer, dass bei der GNE-OP im Gegensatz zu einer OK-Verlagerung der Kiefer auf der "Le Fort I"-Ebene nicht komplett durchtrennt wird, denn dann müsste man den OK ja dann auch mit Metallplatten stabilisieren, was ja nicht gemacht wird. Auf diesem Bild sieht es doch so aus, als würde hier doch eine komplette Abtrennung durchgeführt...?

 

Das soll jetzt übrigens eine Frage aus reinem Laien-Interesse sein. Bei mir steht die Entscheidung noch aus, ob evtl. eine GNE-OP durchgeführt wird, daher informiere ich mich über die ganze Thematik und finde das alles ziemlich interessant. Die Beantwortung dieser Frage hat jetzt nicht direkt etwas mit meiner Entscheidungsfindung zu tun. ;)

 

Viele Grüße

j0ker

 

 

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Hallo Joker!

 

Der OK wird bei einer GNE nicht vollständig abgetrennt, sondern nur geschwächt, um die Dehnung zu ermöglichen. Wie stark geschwächt wird, hängt davon ab, wie dick deine Knochen sind und wie weit der OK gedehnt werden soll.

 

Der OK hat danach eine gewisse Beweglichkeit und Du kannst einige Wochen lang nur weiche Sachen essen.

 

Viele Grüße von hase1

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Hallo, also am besten fragst du das mal einen KFC. Soweit ich weiß wird die GNE als "Subtotale Le-Fort 1 Osteotomie mit sagittaler Spaltung" bezeichnet. Der Knochen wird also auf jeden Fall wie bei einer OK-Verlagerung in der Le-Fort 1 Ebene durchtrennt. Jedoch erfolgt bei einer Kieferverlagerung dann noch die Down-Fracture, also die vollständige Mobilisation des Kiefers, welche bei der GNE wohl nicht erfolgt. Bei der GNE ist der Oberkiefer noch weiter hinten Richtung Rachen an knöchernen Strukturen befestigt. Aber so genau weiß ich es auch nicht, ist also ohne Gewähr :)

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Die KFO erklärte mir, dass die Trennung der mittleren Gaumennaht wohl eine Technik ist die eigentlich nicht mehr angewendet wird. Zumindest ist das während meiner OP so. Es wird die Linie unter der Nase getrennt und im hinteren Rachenbereich. In der Operation wird die Schraube aufgedreht um die mittlere Naht zu schwächen bzw zu trennen, allerdings ohne diese mit einem Meissel zu schwächen. 

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Hey... Euch allen schon mal vielen Dank! Ich denke, jetzt ist mir das etwas klarer. Wenn man sich das obige Bild auch mal genauer ansieht, erkennt man ja auch, dass die rote Linie in der "Le Fort I"-Ebene nicht komplett durchgehend ist. Also rechts von der Spitze dieser "Säge" (?) ist ja noch ein kleines Stückchen, welches dann also wohl nicht durchtrennt wird, korrekt?

 

Bedeutet das dann nicht übrigens auch, dass beim Dehnen mittels GNE-Apparatur die beiden Teile des OKs vorne weiter auseinander geschoben werden als hinten und die beiden Teile eben nicht komplett parallel zueinander verschoben werden? Natürlich ist dieser Unterschied in der Breite zwischen vorne und hinten nicht total groß, aber trotzdem finde ich das interessant. Bei mir z.B. besteht nur ein Kreuzbiss im hinteren Kieferbereich bei den Molaren, wo dann ja etwas weniger gedehnt würde als weiter vorne, wo gar kein Kreuzbiss besteht. Naja gut, das ist jetzt wie gesagt eher "akademisches" Interesse.

 

@Engelchen: Was genau meinst du? Ich verstehe nicht, wie das bei Erwachsenen mit komplett verknöcherter Gaumennaht funktionieren soll, wenn die Gaumennaht eben nicht aufgetrennt wird.

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Es ist tatsächlich oft so, dass die Gaumennaht vorne schneller und weiter aufgeht. Ist das nicht erwünscht, kann man versuchen, mit einer möglichst starren, rigiden GNE-Apparatur eine parallele Weitung hinzukiregen, was aber nicht zu 100% gelingen kann. Praktisch ist das meistens kein großes Problem, da man den vorderen Platzüberschuss im Rahmen der weiteren Behandlung gut unter Kontrolle bekommt.

 

Die Gaumennaht wächst sehr spät zusammen. Dabei greifen die beiden Hälften des Oberkiefers zunehmend ineinander. Der hauptsächliche Widerstand bei der GNE besteht nicht an der Naht sondern an den Seiten. "Meine" Chirurgen schwächen bei chirurgischen GNEs aber immer auch die Naht. Da ich kein Chirurg bin, kann ich das nur eingeschränkt beurteilen, aber ich könnte mir vorstellen, dass es nicht schaden kann, auch im Hinblick auf die Nasenscheidewand.

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Hi,

 

also das Bild mit dem Skelett und dem Schnittmuster. Wurde bei mir haargenau so durchgeführt. Der Abstand zwischen Nase und Oberlippe ist dadurch gewachsen. Ich musste die Narbe, die sich im Mund am Kieferkranz befand immer rein halten und mit Kamillostad spülen. Kein Ding!

 

Meine GNE spaltete sich vorne (man stelle sich bitte eine Schere vor!) um 9 mm / hinten nicht. Nicht viel, aber ausreichend um eine Pommes durchzuschieben ohne die Zähne zu öffnen. Die OP ist nun ein Jahr her und ich habe die Apparatur immernoch drin. Die Lücke wird mittels meiner ausgesuchten Speed-Bracketts peu au peu bzw. Zahn um Zahn zusammengezogen. Noch ein paar Monate und ich bekomme die UK-Rückverlagerung. Ich hoffe bald!! :)

 

Vom Gesamtbild: Mein Gesicht ist etwas platter als zuvor. Die Wangen sind quasi eingefallen. Damit diese aber wieder dort stehen, wo sie vorher waren, kümmert sich mein KC darum.

 

Das wars! Ich denke, wenn alles glatt läuft, berichte ich nächstes Jahr über das Ende meiner Behandlung -> Allerdings im Forum "Gaumennahterweiterung".

 

lg,

KeuleTM

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