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melöne96.

Bimax mit 16! OKVR + UKRV

Vorab: Ich hatte eine stark ausgeprägte Progenie , die im zunehmenden Alter immer schlimmer wurde , also entschied ich mich diese OP mit 16 machen zu lassen. Damit jetzt in den Kommentaren nicht wieder kommt ; ich hätte gewartet bis du 18 bist , du bist noch gar nicht ausgewachsen und so weiter.. Ich bin ausgewachsen , sonst wäre diese OP sicherlich nicht zugelassen worden! 

Am 06.06.13 ließ ich dann diese Operation machen

 

05.06.13 - Tag vor der OP

Ich musste um 10 Uhr im Krankenhaus zur Stationären Aufnahme sein. Schnell gingen wir in die MKG (Mund- , Kiefer- , Gesichtschirugie) und ich füllte den Zettel für die Anästhesie aus und wurde nochmal von der Oberärztin begutachtet. Die letzten Fragen wurden geklärt und mir wurde schon mal der Zugang gelegt.. Da meine Venen sehr schlecht sind finden die meisten Ärzte bei mir nur gute in der Ellenbeuge :( Und wie viele vielleicht wissen stört er da ungemein :b ich bekam darauf hin schnell Antibiotikum. Nach Stunden des wartens in der Anästhesie konnte ich dann endlich in das Zimmer. Ich stellte nur meine Sachen ab und ging danach nochmal in die Stadt um meine Henkersmalzeit zu verdrücken ;-) was ich jeden empfehle , denn das Essen wird euch fehlen! Am Abend gabs dann nochmal Antibiotikum und eine Tablette gegen Nervosität. 

 

06.06.13 - OP Tag

Um 7 Uhr wurden wir geweckt. Es hieß ich sei die erste und bin 8:55 Uhr dran.. Das hieß es nur. Natürlich ließen sie mich warten und ich wurde erst um 10 uhr abgeholt. Meine Nervosität stieg um ins "genervt-über-die-ganze-situation"sein um da ich schon seit 7 Uhr bereit in meinem schicken Ophemd lag. Dann wurde ich abgeholt und die Nervosität ließ mich doch nicht im Stich und wie ich so bin , began heftig an zu zittern. Wenn ich Panik bekomme , dann so richtig. Natürlich ließ ich das direkt beim Anästhesiten aus und er spritze mir was gegen die Nervosität , was auch super half. Dann musste mein Zugang leider wieder umgelegt werden undzwar in die andere Ellenbeuge -.- Und schon war ich weg..

Das nächste woran ich mich erinnern konnte , war , dass ich im Aufwachraum lag und man mich ansprach , dass ich nun zurück auf die Station kommen würde. Ich war noch immer wie benebelt und konnte die Augen nicht offen halten. Immer wieder döste ich weg. Oben auf dem Zimmer bekam ich mit , wie meine Eltern reinkamen und die Chefärztin , die mich operierte. Es sei alles gut verlaufen und die OP habe 4 Stunden gedauert. Wachen halten konnte ich mich nicht und döste immer weiter vor mich hin. 

Zum Abend hin , wurde mir dann Tee über die Magensonde gegeben , welchen ich direkt nicht vertrug und ich fürchterlich würgen musste. Generell hat die Sonde nur  Probleme gemacht. Dann wurde mir noch die Kühlmaske gebracht und angelegt , welche so super gut tat und im nachhinein bin ich echt froh , dass ich sie hatte. 

Um 3 Uhr morgens musste ich dann das erste mal auf Toilette. Rasch klingelte ich nach der Schwester. SIe half mir auf und beim Aufstehen , fing meine Nase an zu bluten. Es kam wie aus einem Wasserhahn aus mir heraus und auch aus dem Mund. Zum glück war das schnell vorbei , aber danach war mein Kreislauf noch schwächer und aufstehen ging überhaupt gar nicht. Der Toilettenstuhl musste her.. Ich habe mich zutiefst geschämt auf diesen Stuhl zu gehen , aber ich wusste es gab keine andere Chance mehr für mich  :483: Nach der ganzen Tortour hatte ich dann Schmerzen und bekam dann rasch was dagegen und ich konnte weiter schlummern 

 

07.06.13 - 1. Tag Post-Op

Dieser Tag entwickelte sich zum schlimmsten Tag überhaupt. Mir ging es weder Körperlich noch pysisch in keinster Weise gut. Nach dem Wecken wurde direkt mein 'Essen' gebracht und an der Sonde angeschlossen. Die ersten Male vertrug ich das überhaupt nicht und mir wurde schnell davon schlecht. Am Nachmittag kam dann meine Mutter und ich bekam schreckliches Heimweh und fühlte mich total unwohl und allein. Die ganze Situation überforderte mich total und ich kam damit nicht klar. Die Schmerzen waren an diesem Tag am stärksten , aber ich bekam immer Infusionen wenn ich welche hatte. Also wer sich Sorgen wegen den Schmerzen macht ,sie sind aushaltbar :461: Am Nachmittag kam dann meine Ärztin herein und berichtete nochmal wie schön alles lief. An dem Tag bin ich auch das erste mal aufgestanden und konnte mich im Spiegel betrachten. Ich war wirklich überrascht wie anders ich aussehe.. und wie geschwollen  :532: Den gesamten Tag lag ich im Bett und wurde ab und zu an der Magensonde angeschlossen. Die Nacht war schrecklich und ich konnte kaum schlafen , da die Kühlmaske so laut war und meine Zimmergenossinnen auch..

 

08.06.13 2.Tag Post-OP

Im Grunde genommen verlief jeder Tag im Krankenhaus gleich. Aufstehen , Essen über die Sonde , Visite , Essen , Antibiotikum , Essen. Heute aber hatte mich die Oberärztin abgeholt um die Drainagen zu entfernen. Sie hing die Gummis aus und zog die Drainagen , wovor ich ziemliche Angst hatte , da ich sehr schmerzempfindlich bin.. Doch ich habe wirklich nichts gespürt und sie waren schnell draussen. Das einzige was mir schmerztechnisch wirklich Probleme bereitete waren meine Mundwinkel. Sie waren stark entzündet und immer wenn Gummis eingehangen wurden , wurden sie erneut aufgerissen.. Aua! Immer schön die Mundwinkel eincremen! Dann konnte ich wieder aufs Zimmer gehen und mich dort langweilen. Am Abend kamen dann meine Eltern und brachten mir ein bisschen was zum lesen , da die Zeit dort einfach nicht vergehen wollte.. Wie jeden Tag gabs 3 mal täglich Antibiotikum. 

 

09.06.13 3. Tag Post- OP

Als ich aufwachte fühlte ich mich plötzlich viel besser als die Tage davor. Ab diesem Tag ging wirklich alles bergauf. Das einzige was an diesem Tag schlimm war , waren die Schmerzen vom Mundwinkel und die Sonde , da sich das Nasenloch mit der Sonde von Tag zu Tag mehr zu setzte und ich immer weniger Luft bekam. Da ich die Nase überhaupt nicht putzen durfte , setzte sich das andere auch schnell zu. Die Nasentropfen halfen mir wirklich gar nicht und das nagte ganz schön am Wohlbefinden. Dann bei der Visite tatschte mir der Assistenzarzt völlig gefühlslos im Gesicht rum und erzählte den anderen Ärzten wie toll das lief. Ich konnte diesen Arzt gar nicht ab da er so abgehoben und arrogant war. Während meiner ganzen Zeit im Krankenhaus , waren 8 Ärzte an meiner Seite. Ich war sowas wie ein Sonderfall und es wurde direkt eine Doktorarbeit mit mir geschrieben  :372: Später war ich dann zum Gummiwechsel und zum Zähne putzen wieder bei der Oberärztin. 

 

10.06.13  4. Tag Post - OP 

Mittlerweile brauchte ich nur noch nach Besuchen und nach dem Aufstehen Schmerzmittel. Heute ging ich das erstemal in die Praxis meiner Ärztin für ein Röntgenbild. Natürlich alles nur im Schneckentempo , da der Kreislauf enorm gelitten hat und ich nicht lange aufrecht sitzen oder laufen konnte. Heute war meine Nase so extrem verstopft , sodass ich gar keine Luft mehr bekam und ich die Sonde einfach nur noch weg haben wollte , da mir das Essen sowieso zum Hals raus hing. Ich war echt überwältigt von dem Röntgenbild , da die Zähne so perfekt aufeinander passten und selbst das mit den ganzen Platten und Schrauben sah nicht schlimm aus.  :382: Langsam trottete ich dann zurück auf die Station wo bereits die Oberärztin wartete für das tägliche Zähne putzen und Gummiwechsel. Direkt heulte ich mich über die Sonde aus und drückte ein wenig auf die Tränendrüse damit sie mir auch bloß gezogen wird. Die Ärztin gab grünes Licht und sie wurde mir dann später gezogen was so ekelig war.. Das Gefühl und der Geschmack , einfach abartig..Die Schmerzen der Mundwinkel waren wieder enorm und ich denke , die Zeit wär wesentlich angenehmer gewesen ohne die aufgerissenen , entzündeten Mundwinkel. Mir wurde auf täglich gesagt , dass die Schwellung ziemlich wenig ist und auch schnell abklingen würde. Wahrscheinlich hatte ich dann das Problem mit den Mundwinkeln stärker  :385: Am späten Nachmittag bekam ich dann Probleme mit meinem Zugang und er musste gezogen werden. Das hieß , wieder runter in die MKG und einen neuen legen lassen. Und diesmal war es wieder in die andere Ellenbeuge.. Erst rechts dann links und wieder rechts.. Oben erwartete mich dann meine beste Freundin , die mich zum ersten Mal besuchte.. Ich freute mich unendlich über ihren Besuch und glaubt mir danach ging es mir viel besser. Dann gabs zum ersten Mal richtiges Essen für mich.. Suppe. Und die war so ekelig , aber die Lust auf richtige Suppe war zu groß und ich aß sie brav auf.Das Gefühl wieder richtiges zu essen war super :370: Zum Abend hin passierte nichts weiteres...

 

11.06.13 5. Tag Post- Op

Zum Frühstück gabs Suppe , aber natürlich wieder die selbe wie den Tag zuvor zum Abendessen.. bäh! Der Drang nach Hause zu gehen war mittlerweile wirklich riesig , also entschloss ich bei der Visite mal vorsichtig zu fragen.. Sie sagte , da alles so gut laufen würde könne ich morgen gehen *__* Dieser Satz machte mir den Tag noch schöner! Doch der Tag sollte nicht ganz so schön werden.. Ich sollte runter in die MKG um zu lernen wie man Gummis richtig einhängt. Mein Kreislauf war stabil , also machte ich mich allein auf die Socken , was sich als sehr fataler Fehler erwies. Unten konnte ich dann ordentlich Zähne putzen und das einhängen der Gummis erwies sich als die Tortour schlecht hin. Er bekam es einfach nicht hin und riss immer weiter an meinen Mundwinkeln herum. Noch dazu tat dies sehr an den Nähten die im Oberkiefer sind weh , da sehr viel Spannung drauf lag. Mir wurde immer schlechter und schlechter. Als er fertig war machte ich mich auf dem Weg nach oben. Auf dem Weg zum Aufzug wurde mir dann immer schlechter und wärmer. Ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten und und stützte mich auf den Beinen ab. Im Aufzug stand ich dann mit zwei Ärzten aus der MKG. Mir wurde immer schwindeliger und als ich ausstieg spürte ich noch wie man mich auffing und ich wurde bewusstlos. Als ich die Augen wieder aufschlug lag ich da , 3 Ärzte und 4 Schwestern standen da. Das war mir super peinlich und dann als ich aufstehen wollte , hielten sie mich fest und bestanden darauf mich in mein Bett zu tragen. Gesagt - getan. Einer der Ärzte trug mich dann über die Station , und ich spürte wie wir alle Blicke fingen. In meinem Bett wurde ich dann gleich an den Tropf gelegt und bekam im Laufe des Tages immer wieder Besuche von denen die dabei waren... Den Tag über konnte ich dann nicht mehr aufstehen , da mein Kreislauf da komplett im A*sch war. 

 

12.06.13 Tag der Entlassung! 

Ich hatte in der Nacht super geschlafen und freute mich einfach nur noch auf zu Hause! Voller Eifer fing ich schon mal an alles zu packen und um 10 uhr ging ich noch mal zu Untersuchung in die Praxis. Sie gab grünes Licht und es hieß bye bye Krankenhaus! Der Rest war gepackt und ich wartete auf meinen Vater. Dann verabschiedete ich mich von allen und war einfach nur froh nach Hause zu kommen..

 

Fazit: Bei mir war es so die ersten 2 Tage sind wirklich die schlimmsten , das kann wirklich keiner abstreiten ABER ich würde es noch einmal machen! Ich habe mir das ganze 1000 mal schlimmer vorgestellt als es im Endeffekt war. Natürlich gab es vieles was nicht so schön war , aber das Ergebnis jetzt nach einer Woche kann sich schon richtig sehen lassen. Ich fühle mich mittlerweile als wär nie was gemacht worden , ausser die Schwellung und das ganze aber Schmerzen habe ich keine. Leider hat bei der ganzen Sache mein Kreislauf ganz schön gelitten und ich bin noch immer sehr schwach , da ich mich nur noch von Suppe und pürierten Sachen ernähre , aber ich denke mir dann immer - auch das geht vorbei. Und ein ganz positiver Nebeneffekt , ich hab 5 Kilo abgenommen!  :658:  Ich hoffe ich konnte damit jetzt ein paar Leute ermutigen , denn es ist alles halb so wild , wie man sich es in seinen Horrorszenarien vorstellt! 

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Hallo melöne,

 

das Problem mit den Venen kenne ich, wobei meine gerade in der Ellenbogenbeuge abtauchen. Meistens recke ich meinen Venen hin mit den Worten "Viel Spaß" und je nach Tagesform kann es manchmal mehrere Versuche bedeuten.

 

Und das mit dem Umfallen ist ja schon ziemlich heftig, aber Dir ist es ja vor den richtigen Leuten passiert, die dann auch wußten, wo Du hingehörst.

 

Weiter gute Besserung, gutes Abschwellen und einen starken Kreislauf!

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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