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OK Vorverlagerung und Klarinette / Querflöte spielen

Hallo,

 

ich bin 40 Jahre alt und habe seit mehr als 15 Jahren starke Kiefergelenksschmerzen mit Arthrose und Entzündung - dazu eine OK Retrognathie. Als Kind hatte ich einen Unfall bei dem ein (Milch)Schneidezahn verloren ging. Der bleibende Zahn 31 kam dann später ganz gelb und verkrüppelt "auf die Welt" und konnte mit dem Speichelsauger gezogen werden. Nun bekam ich einen Platzhalter, Kopf-Kinn-Kappe, lose und feste Spangen und eine Schiefe Ebene - die Lücke wurde verschlossen.

 

Seit 1995 folgte wegen Schmerzen eine Aufbißschiene nach der anderen.

 

Nun wurde bei mir eine OKVV in der Uniklinik Mainz in Erwägung gezogen.

 

Da ich einen Zwangsbiß habe, und bei Entspannung des UK nur auf einen Schneidezahn beiße, trage ich zur Zeit eine Schiene, die den UK nach vorne rutschen lässt. Wenn eine beschwerdegebesserte Position gefunden werden kann, dann wird wohl die Kfo und KC geplant und der OK nach vorne verlegt.

 

Ich trage die Schiene schon seit 3 Wochen und merke inzwischen dass der UK noch weiter vor möchte. Nächste Woche gehe ich zur Kontrolle in die Prothetik und werde dann weiter berichten.

 

Ich habe auch noch eine (drei) Frage(n): Spielt jemand von euch auch Klarinette  oder Querflöte? Wie lange konntet ihr nach der OK OP nicht spielen und wie war das mit Taubheitsgefühl??? Meine Familie hat große Angst dass ich nach der OP gar nicht mehr spielen kann und meine Unterrichtstätigkeit aufgeben muss.

 

Grüße    post-16089-0-13384500-1372190858_thumb.j

bearbeitet von Zahn31

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Hi silvia, ivh versuche mal deine fragen zu beantworten:

Ich habe auch noch eine (drei) Frage(n): Spielt jemand von euch auch Klarinette oder Querflöte?

-ich nicht, aber glaube, dass es bis zu 6-8 wochen nach der op sicher schwer ist. Icb weiss nicht genau, wie sehr die op dich beeintraechtigen wird. Habe gelesen, dass einige post op nicht mehr pfeiffen koennen, aber ich persoenlich GLAUBE, dass floete spielen eigtl. klappen muesste. Am besten mal nachfragen an der uniklinik mainz! Bzw. Den chirurgen.

Wie lange konntet ihr nach der OK OP nicht spielen und wie war das mit Taubheitsgefühl???

-taubheit ist vor allem in der unteren gesichtshaeldze deutlich spuerbar und icb kann vieles novh nicht genau fuehlen, besonders unterlippe und kinn, wenn bei dir aber nur der OK behandelt wird, duerften diese probleme aber eigtl. kaum auftreten.

Meine Familie hat große Angst dass ich nach der OP gar nicht mehr spielen kann und meine Unterrichtstätigkeit aufgeben muss.

-das risiko besteht evtl. wirklich, aber vielleicht fragst du da auch mal beim musikerkollegium nach. Vllt kann ja jmd. eine aehnliche erfahrung berichten.

Deine problematik mit dem kiefer hoert sich aber wirklich nicht ohne an! Icb denke fuer dich ist eine op wirklich eine elementare verbesserung der gesundheit, auch wenn der job drunter leidet, wuerde ich das an deiner stelle riskieren.

LG

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Hallo,

 

ich bin 40 Jahre alt und habe seit mehr als 15 Jahren starke Kiefergelenksschmerzen mit Arthrose und Entzündung - dazu eine OK Retrognathie. Als Kind hatte ich einen Unfall bei dem ein (Milch)Schneidezahn verloren ging. Der bleibende Zahn 31 kam dann später ganz gelb und verkrüppelt "auf die Welt" und konnte mit dem Speichelsauger gezogen werden. Nun bekam ich einen Platzhalter, Kopf-Kinn-Kappe, lose und feste Spangen und eine Schiefe Ebene - die Lücke wurde verschlossen.

 

Seit 1995 folgte wegen Schmerzen eine Aufbißschiene nach der anderen.

 

Nun wurde bei mir eine OKVV in der Uniklinik Mainz in Erwägung gezogen.

 

Da ich einen Zwangsbiß habe, und bei Entspannung des UK nur auf einen Schneidezahn beiße, trage ich zur Zeit eine Schiene, die den UK nach vorne rutschen lässt. Wenn eine beschwerdegebesserte Position gefunden werden kann, dann wird wohl die Kfo und KC geplant und der OK nach vorne verlegt.

 

Ich trage die Schiene schon seit 3 Wochen und merke inzwischen dass der UK noch weiter vor möchte. Nächste Woche gehe ich zur Kontrolle in die Prothetik und werde dann weiter berichten.

 

Hi Silvia,

 

du hast ja ähnliche Probleme wie ich. Nur, dass es bei mir kein Unfall war, sondern misslungene kfo Behandlungen. Wie ist deine jetzige Schiene gestaltet? Und was hattest du vorher für Modelle? Hattest du auch einmal fko Geräte? Auch drei Fragen, ähm, und leider kann ich dir zu deinen nichts sagen.

Aber jedenfalls, alles Gute für deine Behandlung!

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Wenn bei dir der OK vorverlagert wird, ist denn dein UK ansonsten passend, oder muss er mit vorverlagert werden?

 

Du schreibst, dass dein UK weiter nach vorne möchte.

 

Dann hoffe ich das du gute Nachrichten bekommst :)

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Hallo Dagmar,

kfo-Geräte hatte ich nur in der Kindheit. Ich hatte schon ca. 10 Aufbißschienen - mal im OK mal im UK und davon 2 Michiganschienen von der Uniklinik HD, und eine vom Kfo - die 600,- EUR musste ich selbst zahlen.

 

Meine jetzige Schiene ist im OK, wenn ich zubeiße dann rutscht der UK vor und ich beiße in eine vorgeschliffene "Rinne" o.ä. also so, als würde ich ohne Schiene einfach den UK vorschieben und auf die Schneidezähne beißen. Die Schiene ist sehr bequem, aber ich glaube der UK muss noch weiter vor.

 

Grüße

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Hallo Mama2012,

 

danke für die Nachricht - den Musikunterricht gebe ich nebenberuflich (bin erwerbsgemindert und bekomme eine kleine Rente) aber KLarinette ist mein großes Hobby.

 

Grüße

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Hallo Oleander,

 

Dr. Landes von der Uni Frankfurt wollte den UK nach hinten verlagern -also eine Bimax planen. Das Team der MKG-Chirururgie Mainz meinte dass es wohl reicht wenn der OK vorverlegt wird. Das wäre auch besser für die Athmung, weil der Mundraum sich sonst noch mehr verkleinert.

 

Grüße

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...

Ich habe auch noch eine (drei) Frage(n): Spielt jemand von euch auch Klarinette  oder Querflöte? Wie lange konntet ihr nach der OK OP nicht spielen und wie war das mit Taubheitsgefühl??? Meine Familie hat große Angst dass ich nach der OP gar nicht mehr spielen kann und meine Unterrichtstätigkeit aufgeben muss.

 

Grüße Silvia 

 

Hallo Silvia,

 

ich hatte vor 26 Jahren schon einmal eine OK-VV und habe zu dem Zeitpunkt Querflöte gespielt, kann mich aber einfach nicht mehr dran erinnern, wie es damals war, wann ich z.B. wieder mit dem Querflötenunterricht angefangen habe. Von daher würde ich sagen, dass ich z.B. keine ewiglange Pause gemacht habe, dran würde ich mich erinnern und dass es auch keine gravierenden Probleme mit dem Ansatz gab. Ich habe in den Jahren danach bis zum Abitur eigentlich sogar mehr Musik gemacht (mehrere Chöre, zusätzlich wieder mit Blockflöte angefangen) als vor der OK-VV. Ich kann mich auch nicht an Taubheit im Lippenbereich erinnern, nur mein Gaumen war taub, aber diese Taubheit hat mich nie gestört.

 

Ich habe einen Arbeitskollegen, der eine OK-VV hatte und der intensiv Klarinette spielt und habe bei ihm auch keine Probleme mitbekommen. Bei ihm war es eine relativ knappe Entscheidung, ob nur OK-VV oder Bimax und er hat dann die reine OK-VV der Bimax vorgezogen, weil die Gefahr von Nervenverletzungen im UK größer ist und er sein Klarinettespielen nicht gefährden wollte.

 

Ich würde mit mehreren Wochen Ausfall beim Selberspielen rechnen und dann vorsichtig anfangen, aber nur nach Absprache mit dem KC. Ich singe momentan sehr viel und war zwei Wochen nach der Bimax das erste Mal bei der Chorprobe, aber definitiv sehr, sehr piano und nur mit einem sehr begrenzten Tonumfang. Bei einem Blasinstrument, bei dem Druck aufgebaut werden muss, wäre ich aber sehr viel vorsichtiger. Ich hatte aber nach der Bimax für 8 Wochen einen Splint im Mund und damit wäre ein Blasinstrument sowieso nicht gegangen. Ich hatte auch die ersten Wochen und mit Splint Probleme, Druck aufzubauen, und konnte gar nicht einen Strohhalm benutzen, auch wenn das das Klischee bei Kieferbrüchen ist. Aber nach einiger Zeit ging es dann auch wieder ohne Probleme, das entscheidende ist in vielen Fällen Geduld.

 

Alles Gute für Dich!

 

Irene

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Danke Irene,

 

ich glaube auch dass ich mit der Querflöte früher als mit Klarinette anfangen kann - Klarinette geht wohl erst frühestens wenn ich wieder "zubeißen" darf, denn da muss ich ja auf das Mundstück beißen. Bin schon froh wenn nur der OK operiert wird - der UK wäre mir auch etwas zu risikoreich wegen dem nervus mandibularis.

 

Grüße

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Hallo,

ich war heute in der Uni Mainz in der Prothetik zur Kontrolle der Aufbißschiene - "sitzt ,passt, wackelt und hat Luft" also alles ok, die Schiene bleibt wie sie ist , der UK soll nicht weiter nach vorne rutschen. Oberarzt Dr. Dietrich hat noch eine Funktionsdiagnostik angeordnet, welche auch sofort von Fr. Dr. Ziebart  durchgeführt wurde.....aua. :481: sie kann ja auch nichts dafür dass es weh tat!  Ich bekam noch ein Rezept und Adressen für Manuelle Therapie.

 

Ich habe mir noch die Röntgenbilder auf CD brennen lassen - hat nichts gekostet - habe mich gefreut.  :485:  Auf dem FRS-Röntgen kann ich nun auch sehen, dass mein OK doch "eingedrückt" wirkt und dass ich ein vorstehendes Kinn und Unterlippe habe (bin nicht so schlank). Man selbst sieht sich ja eher selten ganz genau von der Seite im Spiegel. Mal schauen ob ich das FRS hochladen kann.

 

In drei wochen habe ich wieder einen Termin in der Dysgnathie-Sprechstunde Bei Dr. Al-Nawas MKG-Chir. (oder Dr. Moergel) zusammen mit  Frau Dr. Wried, KFO.Da wird dann evtl die OKVV besprochen, evtl. kommt noch Dr. Dietrich dazu.

 

        post-16089-0-97630800-1372191049_thumb.j 

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