matteo

Krankenkassen- " Suche" !!! Billiger ?

46 Beiträge in diesem Thema

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich möchte heute ein Thema anschneiden, bei dem sich vielleicht herauskristallisiert, welche Krankenkasse den besseren Servise bietet.

Dabei stellt sich mir die Frage, nach welchem Prozentsatz, sprich welche im Kostenansatz den unkomplizierteren Servise bietet. Ich überlege nämlich die KK zu wechseln, um Kosten für das gesamte Jahr zu sparen. Dabei möchte ich gerne den Vergleich antreten zwischen TK und BBK. Der Vergleich AOK und TK wäre auch interessant. Habt ihr da schon Erfahrungen sammeln können? Danke für Eure zahlreichen Beiträge. Gruß matteo:razz:

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Ich bin selbst bei der TK und finde die ganz in Ordnung, auch wenn es sicher billiger geht. Was man bei der Wahl einer BKK auf jeden Fall beachten sollte, dass Ärzte von denen weniger Geld bekommen. Zumindest kann ich mich daran erinnern, dass die BKKs z.B. weniger an ärztlichen Gesprächskosten getragen haben und daher nicht so gerne bei Ärzten gesehen wurden. Dieses Wissen ist aber schon so 3 Jahre her, da hab ich nämlich in einer Allgemeinarztpraxis gejobbt und da hatten wir diese Tabellen auf dem Schreibtisch.

Ich denke aber, dass sich auf lange Sicht die Kassen nicht mehr groß voneinander unterscheiden werden (können), denn es ist nicht gerechtfertigt, warum die eine GKV mehr bezahlen kann als die andere, solange es den Risikostrukturausgleich gibt.

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Von den Leistungen an sich unterscheiden sich die Kassen nicht. Das ist alles gesetzlich festgehalten und vorgeschrieben.

Unterschiede kann man lediglich beim Service feststellen, genau.

Ich selbst hab mal bei der TK gearbeitet und kann von daher guten Gewissens behaupten dass die TK guten Service bietet und kundenfreundlich ist. Nebenbei gehört sie derzeit mit 13,2 % zu den günstigeren Kassen.

Zur Zeit arbeite ich bei einer etwas größeren BKK, die natürlich von allen den allerbesten Service bietet, ich kann euch also nur allen raten, euch dort zu versichern. :wink: (ein bisschen Werbung darf ich doch machen, oder?)

Naja, also der Service einer Krankenkasse hängt natürlich auch viel von den Mitarbeitern ab, und kann sich somit auch ständig ändern. Je nach Mitarbeiter setzt sich der eine halt mehr ein und der andere nicht. (Bei meiner BKK arbeiten nur nette, zuvorkommende und kluge Mitarbeiter, Beitragssatz 12,9 %.:rolleyes: )

Von den Beitragssätzen unterscheiden sich die Kassen mittlerweile auch nicht mehr so riesig.

Die TK hat z.Zt. 13,2 % und die meisten BKKn liegen nur knapp darunter.

Es gibt allerdings auch eine BKK mit derzeit 15,5 % soweit ich weiß. Die AOK Rheinland derzeit 13,4%. Wichtig bei so einer Entscheidung ist finde ich, wie lange gibt es die Kasse schon, und wie stabil war der Beitragssatz in den letzten 2-3 Jahren.

Der Service ist bei sehr jungen Kassen, welche dann wohl meist BKKn sind, meistens noch nicht sooo sehr ausgereift. Wenn eine Kasse allerdings schon mindestens 2 Jahre besteht, kann man von gutem Service eigentlich ausgehen.

Eine gerade neue Kasse mit enorm günstigen Beitragssätzen würde ich aber ehrlichgesagt meiden, da diese aufgrund der enorm hohen akuten Nachfrage von wechselwilligen Versicherten oftmals mit Ihrer Arbeit nicht so schnell hinterherkommen. Da ist der Beitragssatz zwar extrem günstig aber der Service mies.

Es ist tatsächlich nicht so leicht zu sagen, wer den besten Service bietet. Ich denke dass sich da tatsächlich nicht mehr so viel unterscheidet und dass sowohl TK, Barmer, DAK, KKH und auch viele BKKn sehr guten Service bieten.

Aufgrund der wechselnden politischen Lage kann sich das aber alles ganz schnell ändern.

Zu dem was Kathi gesagt hat: Die Kassen zahlen für jeden Versicherten eine Pauschale an die Kassenärztlichen Vereinigungen. Diese zahlen nach einem bestimmten Schema an die Ärzte. Was genau für welchen Versicherten bezahlt wird, das bekommen die Kassen gar nicht mit. Es war wohl tatsächlich mal so, dass diese Pauschalen für BKKn geringer ausgehandelt wurden von Kassenärztlicher Vereinigung und BKK, aber mittlerweile dürfte auch da kein Unterschied mehr bestehen.

Hier schreiben oftmals einige von schlechten Erfahrungen mit Ihren Kassen undsoweiter.

Ich hoffe ich bin jetzt nicht in Ungnade gefallen, weil ich bei einer solchen „bösen“ Kasse arbeite. Weil ich bin nämlich (meistens) ganz lieb.

Und was ich auch noch loswerden wollte: Letztendlich machen nicht die Kassen die Gesetze, die Gesetze werden von anderen gemacht.

Und: Wie die einzelnen Ärzte mit den unterschiedlich Versicherten umgehen ist auch nicht die Schuld der Kassen.

Die TK bietet einen guten Service, das weiß ich. Und die BKK Essanelle auch. :wink:

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.

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Und was ich auch noch loswerden wollte: Letztendlich machen nicht die Kassen die Gesetze, die Gesetze werden von anderen gemacht..

Die Kassen verschlingen aber soviel Verwaltungskosten, wie alle zahnärztlichen Behandlungen in Deutschland zusammen genommen kosten.

Vergiss also nicht auf die private Vollversicherung hinzuweisen, die Altersrückstellungen, Beitragsstabilität und auf Wunsch "Vollversorgung" bietet. Mittlerweile schon für Normalverdiener überlegenswert.

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Hallo Kermi,

ich finde es schon blöd, wenn man sich für eine Vollversichertenversorgung nochmal extra versichern soll. 1. ist das nur eine andere Art der Abzocke und 2. sollen eher mal die KK`s abspecken und wieder auf den Teppisch der Normalität zurückkommen.

Wenn ich Currywurst essen will, möchte ich auch nicht in einen anderen Laden gehen, um Curry zu bekommen.

Leider hat sich hier aber einfach eine 2. Versicherungsbranche aufgetan, die kräftig am verdienen ist. Klar, dass man es dem Normalverdiener schmackhaft machen will, denn nur die Volkesmasse macht den Gewinn einer Versicherung aus.

Wenn es dann zum Schadensfall kommt und die Versicherung soll aufkommen, geht es nicht so einfach wie umjubelnd angepriesen wird. Sorry, dass ich das mal so dirrekt sage, aber man soll auch als Normalverdiener mal überlegen, wer hier das Geld aus der Tasche zieht. Gruß matteo:wink:

Janine: Danke für deinen Beitrag. Dass bewegt mich zum bleiben bei der TK.:-D

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Hallo Kermi,

ich finde es schon blöd, wenn man sich für eine Vollversichertenversorgung nochmal extra versichern soll.

Hi matteo,

nicht "nochmal extra", sodern stattdessen (gesetzliche KK)

Wer dabei die Versicherten "abzockt" lasse ich mal dahin gestellt, Fakt ist aber, dass die Privaten Beitragsstabillität bieten, die Gesetzlichen nicht.

Und wenn ich mir dann anschaue, dass die AOK Rheinland z.B. ihre Verwaltungs- und Kundenbüros in unmittelbarer KÖ-Nähe in Düsseldorf unterhält und dies die Beitragszahler aufbringen müssen, dann frag Dich mal woher das Defizit u.a. kommt.

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Hi,

ich weiß nicht was die KÖ-Nähe ist, aber da denke ich ist der Haushalts plan der AOK ( Rheinland) so gut, dass sie es sich leisten können. Wenn man pflichtversichert ist, wird man doch automatisch bei der AOK angemeldet, und das nutzen die aus. ( Spekulation mit einem Kern von Wahrheit). Dann ist es vielleicht zu Anfang des Jahres, also vor der großen Weltmeisterschaft gewesen, da ---- sprachen die AOK im besonderen davon---- sie hätten Gewinn gemacht. Und es sei im Gespräch den Beitragssatz zu senken. Wie wir sehen sind das die besten Verkäufer. Sie haben Gewinn erwirtschaftet und fragen sich doch glatt, was damit geschehen soll? Aber die Beiträge werden nicht gesenkt zum Trotz der Kundschaft. Hier muss man mal den staatlichen Rotstift ansetzen. Und eine Nachversteuerung des Staates verlangen !!! Stattdessen folgt eine Refinanzierung mit der Angabe: Alles wird teurer und man sei wieder hochverschuldet. wenn ihr mich fragt, ist das die falsche Politik mit einer weiteren Verschuldung der Bürger. dann mit weiteren Verträgen ( Zusatzverträgen zu kommen, ist eine Mißwirtschaft und KK`s Vorstände bekommen das Geld geschenkt. Gruß matteo:p

Klar sind die Fakten nibulös und dennoch wird alles teurer. An der billig produzierten Technik kann es nicht liegen, aber an der Marktstrategie und den Gesetzen !!

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Vielleicht solltet ihr mal bedenken, dass die Gesetzlichen Krankenkassen einen gesetzliche Risikostrukturaushgleich zahlen müssen. Das heißt, dass einen KK wie z.B. die TK mit "guten" d.h. viel zahlenden Mitgliedern mehr Geld erwirtschaftet und dann einen Ausgleich an die KK mit einer schlechteren Mitgliederstruktur zahlen muss. Das ist vor allem die AOK, weil dort viele alte Menschen und Wenigverdiener versichert sind. Vor einiger Zeit wollte dann die AOK Sachsen ihren Beitragsatz auf 12,9% (glaube ich) senken, da es ihnen dadurch so gut ging. Da sind die anderen KK natürlich auf die Barrikaden gegangen. So einfach ist das als auch nicht. Des Weiteren ist mir die z.B. AOK Berlin eh ein Dorn im Auge, andauernd hört man Radiowerbung von denen und die AOK wirbt auch im Fernsehen, außerdem bieten die lauter komische Kurse etc. für wenig Geld an. Woher nehmen die denn das Geld? Da läuft ziemlich was schief in dem System.

Naja, aber solange noch riesige Schönheits-OPs von der GKV bezahlt werden, muss man sich nicht wundern. Meiner Tante wurde gerade vor einer Woche eine Bauchdeckenplastik und Fettabsaugen an Taille, Hüfte und Rücken auf Krankenkassenkosten gemacht. Ist ja schön für sie, aber sie ist ja nicht die einzige, die sowas bezahlt bekommt :x . Der plastische Chirurg macht übrigens 90% aller solchen OPs auf Kassenkosten.

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Hallo matteo,

Kö ist die Königsallee in Düsseldorf (halt sehr teuer)

Pflichtversichert wird man nicht automatisch bei der AOK.

Gesetzliche KK dürfen keinen Gewinn erwirtschaften.

Da die meisten Arbeitslosen in der Aok versichert sind, bezweifle ich die Überschüsse von denen Du sprichst.

Beitragssenkungen hat Ulla nach Einführung der Praxisgebühr versprochen....war eine glatte Lüge.

@ Kathibaby

...wobei Du den Strukturausgleich doch wohl nicht in Frage stellst?

Stell Dir vor, eine KK würde keine Arbeitslosen versichern......(was zum Glück gesetzlich geregelt ist)

Was Schönheitsoperationen angeht bzw. med. notwendige OPs, die diesen gleichkommt, so weiß ich von einer Freundin, dass dies ein Horror ist so etwas genehmigt zu bekommen.

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@ Kathibaby

...wobei Du den Strukturausgleich doch wohl nicht in Frage stellst?

Stell Dir vor, eine KK würde keine Arbeitslosen versichern......(was zum Glück gesetzlich geregelt ist)

Was Schönheitsoperationen angeht bzw. med. notwendige OPs, die diesen gleichkommt, so weiß ich von einer Freundin, dass dies ein Horror ist so etwas genehmigt zu bekommen.

Ich stelle den Risikostrukturausgleich in Frage, wenn er für unnützes Zeug ausgegeben wird.

Und zum Thema Schönheits-OP kann ich nur sagen, dass der besagte Chirurg einen Bekannten beim MDK hat, bei dem dann seine Patientinnen die Termine bekommen und der befürwortet dann die OPs. In der Klinik, in der ich in der Chirurgie mein PJ absolviert habe, wurden übrigens auch viele Schönheits-OPs auf Kasse gemacht und ich hab die Patienten gesehen, das waren keine medizinisch indizierten Dinge.

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Ich stelle den Risikostrukturausgleich in Frage, wenn er für unnützes Zeug ausgegeben wird..

Vom Prinzip in keinem Fall, von der Umsetzung und damit KK- Verwaltung in jedem Fall.

Ist ähnlich dem Solidaritätszuschlags, der auch völlig zweckentfremdet zur Ausbeute degradiert ist.

Wie das mit den Schönheitsoperationen hingegen funktioniert, ist mir allerdings unklar. Ist meine Nase zu lang (was sie ist), oder mein Bauch zu fett, wie bekommt man die Korrektur bezahlt?

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Hallo Kermi, gerade wegen der Einführung der Praxisgebühr haben die KK`s einen Überschuß erwirtschaftet. Die Frage ist halt, was man mit dem Erwirtschaffteten macht, man könnte es zur Refinanzierung benutzen. Der Strukturausgleich wird nun von Bayern stark in Frage gestellt, denn in Bayern soll doch gerade gut gezahlt worden sein. da kommt man auf die Idee und will dem Kunden was -GUTES- tun. Dieser Strukturausgleich ist eine merkwürdige Sache, denn wo wenig an Bevölkerung ist, ist wohl das Leiden proportional weniger. Der Gewinn wird stillschweigend verschoben, wie man es braucht. Das Geld ist also im beweglichen Fluß und wird dadurch ständig in Anspruch genommen. Guter Trick , gell!!

Die schönheits- Op`s sind meiner Meinung eine Ausnahme, die als solches noch nicht an die Öffentlichkeit getreten sind. Man sah das an dem Arbeitslosen, der in Miami war, da wurde politisch ganz schnell gehandelt und die Bildzeitung hat als politisches Organ mitgewirkt. Schlimm, dass sowas auf solch billigem Wege läuft.

Ich finde es aber auch gut, wenn die KK´S untereinander ausgeglichen werden. Scheint aber nur die offizielle , blitzende Medaillienseite zu sein.

Immerhin sollte man sich mal Gedanken machen, wie gut es einem dennoch geht.

Die Privatversicherten sind da an einem besseren Hebel, da sie wirklich stabilere Beitragssätze haben, aber sie zahlen auch mehr, logisch, dass da der Tank so schnell nicht leer ist. Gruß M:p

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Die schönheits- Op`s sind meiner Meinung eine Ausnahme, die als solches noch nicht an die Öffentlichkeit getreten sind. Man sah das an dem Arbeitslosen, der in Miami war, da wurde politisch ganz schnell gehandelt und die Bildzeitung hat als politisches Organ mitgewirkt. Schlimm, dass sowas auf solch billigem Wege läuft.

Ich finde es aber auch gut, wenn die KK´S untereinander ausgeglichen werden. Scheint aber nur die offizielle , blitzende Medaillienseite zu sein.

Nö, ist leider keine so wirkliche Ausnahme, hab es mit eigenen Augen gesehen. Bei meiner Tante im KH werden pro Woche mehrere Frauen mit Bauchplastiken operiert, sonst wäre sie ja selbst nie auf die Idee gekommen. Man muss nur wissen an wen man sich wenden muss. Neulich saß ich in der Sauna, unterhält sich da so ein 20jähriges Mädel mit ihrer Freundin und erzählt gerade, dass die AOK ihr zugesagt hätte, dass der Bauch auf KK-Kosten operiert wird. Scheint in Berlin gerade groß in Mode zu sein.

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Hi Kathibaby,

das ist der Hammer und die Berliner schauen zu. Da sollte man sich gut zuvor informieren, ob der Magen dann immer noch genügend Platz hat zum satt werden, lach, lach. Gruß matteo:mrgreen:

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Hi Kathibaby,

das ist der Hammer und die Berliner schauen zu. Da sollte man sich gut zuvor informieren, ob der Magen dann immer noch genügend Platz hat zum satt werden, lach, lach. Gruß matteo:mrgreen:

Jaja, die Berliner sind schon ein seltsames Völkchen.

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Hallo Kermi, gerade wegen der Einführung der Praxisgebühr haben die KK`s einen Überschuß erwirtschaftet.

Hi matteo,

stimmt, dann kam aber plötzlich ein Defizit der Pflegeversicherung zur Sprache, deren Rücklagen ach so plötzlich nicht ausreichen und die Arbeitslosigkeit, die zu Einnahmeausfällen führte..........das ist eine derartige Misswirtschaft und Verarsche, dass ich nur so aus Protest die Praxisgebühr bei meiner Zahnärztin erstmal nicht bezahlt habe.

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Tja Kermi, was soll man da machen? Streiken:lol: ?

Es müssen bestimmt noch wesentlich mehr sein, dann ändert sich was, weil Geld fehlt. Gruß M:p

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Also ich finde ihr regt euch schon zu recht auf über unser schlechtes Gesundheitssystem. Ich reg mich auch immer auf, wenn mal wieder ein Versicherter so tut als wenn er krank wäre, nur weil er keine Lust mehr hat zu arbeiten..... Oder wenn jemand eine Schönheits-OP machen lässt und das für die Kasse extra so dargestellt wird, als sei es medizinisch notwendig.... Natürlich reg ich mich auch auf, wenn ich meine Lohnabrechnung am Ende des Monats sehe.... :x

Aber wenn es so einfach wäre, die Wünsche der Krankenkassen, Ärzte, Krankenhäuser, Pharmaindustrie, Apotheken usw. alle unter einen Hut zu bringen, dann hätte doch sicher schon mal irgendjemand einen konstruktiven Vorschlag dazu gemacht. Leider ist es wohl doch nicht so einfach, oder habt ihr wirklich eine Idee wie Deutschland aus diesem Schlamassel herauskommen soll?

Es ist doch so, dass die Sozialversicherung, also auch Arbeitsämter und Rentenversicherungen, erschaffen wurden, damit ALLE, jeder einzelne Mitbürger, im Notfall medizinische Behandlung bzw. Geld zum Lebensunterhalt von der Solidargemeinschaft erhält. Wie sieht es denn heutzutage wirklich bei den meisten Menschen aus? Gemeinschaft? Das kennen die meisten doch heutzutage gar nicht. Jeder ist sich selbst der nächste, und genau nach dem Prinzip werden Krankenkassen, Arbeitsämter, usw. heutzutage abgezockt!

Natürlich steigen die Verwaltungskosten dabei an, man muss ja immer alles ganz genau überprüfen, weil man sonst total verarscht wird. (Die Verwaltungskosten betragen im Vergleich zu allen anderen Kosten übrigens einen minimalen Prozentsatz.)

Kaum dass mal irgendwo ein Überschuss erwirtschaftet wird, halten alle anderen die Hände auf. Das ist ja bei den Steuergeldern nichts anderes.

Was bitte sollen Ulla Schmidt und Co. denn genau machen? Mir fällt dazu nichts ein.

Ein 12-tägiger Krankenhausaufenthalt eines Krebspatienten kostet die Kasse übrigens um die 12.000 EUR. Und dadurch ist so eine Behandlung ja noch lange nicht abgeschlossen. Das ist natürlich eine sehr schwere Erkrankung die auch dementsprechend kostet. Sollte auch nur ein Beispiel sein. Aber auch diese Menschen müssen von der Solidargemeinschaft aufgefangen werden. In Deutschland geht es uns doch noch gut. In vielen anderen Ländern hätte dieser Mensch, wenn er nicht eigenständig jeden Monat entsprechend etwas zurückgelegt hätte, doch überhaupt gar keine Chance.

In die private Versicherung (anstelle GKV) kann man übrigens nur wechseln, wenn man pro Monat mindestens 3562,50 € brutto verdient... Die meisten Menschen verdienen lange nicht so viel. Ich auch nicht.

Und wenn es so wäre und alle in die private wechseln würden, dann wären die privaten Kassen 100%ig auch nicht mehr so gut gestellt!

Also wer von euch wird jetzt der nächste Gesundheitsminister? ;-)

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In die private Versicherung (anstelle GKV) kann man übrigens nur wechseln, wenn man pro Monat mindestens 3562,50 € brutto verdient... Die meisten Menschen verdienen lange nicht so viel. Ich auch nicht.

Und wenn es so wäre und alle in die private wechseln würden, dann wären die privaten Kassen 100%ig auch nicht mehr so gut gestellt!

Der entscheidende Unterschied ist aber, dass man in die PKV nach seinem eigenen Risiko einzahlt und nicht nach dem Solidarprinzip wie in die GKV. Daher würde die PKV auch bei Geringverdienern genauso gut gestellt sein, da ja das Risiko jedes Einzelnen abgesichert wird. Aber ist schon klar, dass der Staat die Abwanderung in die PKV mittels der Beitragspflichtversicherungsgrenze beschränken will, um mehr Mitglieder, die schon den Höchstsatz zahlen in der GKV zu halten.

Natürlich steigen die Verwaltungskosten dabei an, man muss ja immer alles ganz genau überprüfen, weil man sonst total verarscht wird. (Die Verwaltungskosten betragen im Vergleich zu allen anderen Kosten übrigens einen minimalen Prozentsatz.)

Die verwaltungskosten sind aber auch so hoch, weil es so viele verschiedene GKVen gibt und das ist doch völliger Unsinn. Warum sollen wir von unseren Beiträgen hunderte von Vorständen etc. finanzieren, wenn eine GKV ausreichen würde? Da könnte man schon sehr viel Geld sparen. Aber irgendwie blökt Ulla den ganzen Tag nur rum, dass Ärzte zuviel verdienen würden. Die hat einfach keine Ahnung, die Frau :x . Im Osten verdient man als Assistenzarzt z.B. 2500 Euro brutto Einstiegsgehalt (nach Lebensalter und nicht nach Erfahrung) in einem kirchlichen Haus und das für bis 60-80 h Arbeit/Woche. Dafür würde kein Hartz IV Empfänger auch nur die Augen aufmachen. Und dann muss man sich nicht wundern, wenn es bald keine Ärzte mehr in Deutschland gibt, da in anderen Ländern viel mehr gezahlt wird.

Tja, armes Deutschland...

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Der entscheidende Unterschied ist aber, dass man in die PKV nach seinem eigenen Risiko einzahlt und nicht nach dem Solidarprinzip wie in die GKV. Daher würde die PKV auch bei Geringverdienern genauso gut gestellt sein, da ja das Risiko jedes Einzelnen abgesichert wird.

Und was ist mit den Geringverdienern, die sich keine Absicherung über die PKV leisten können? Irgendwo muss das Geld für die ganzen Behandlungen doch herkommen...

Die verwaltungskosten sind aber auch so hoch, weil es so viele verschiedene GKVen gibt und das ist doch völliger Unsinn. Warum sollen wir von unseren Beiträgen hunderte von Vorständen etc. finanzieren, wenn eine GKV ausreichen würde?

Irgendwann wird das bestimmt auch so kommen. Ich frag mich nur immer ob Das das Wahre ist. Wenn der Wettbewerbsdruck wegfällt, bekommt man als Versicherter womöglich gar nichts mehr, wie bei der Rente.

Aber irgendwie blökt Ulla den ganzen Tag nur rum, dass Ärzte zuviel verdienen würden. Die hat einfach keine Ahnung, die Frau

Da geb ich dir Recht..... :razz:

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Irgendwann wird das bestimmt auch so kommen. Ich frag mich nur immer ob Das das Wahre ist. Wenn der Wettbewerbsdruck wegfällt, bekommt man als Versicherter womöglich gar nichts mehr, wie bei der Rente.

In einem staatlich reguliertem System kann es per se keinen Wettbewerb geben;-) .

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(Die Verwaltungskosten betragen im Vergleich zu allen anderen Kosten übrigens einen minimalen Prozentsatz.);-)

Ja nur 30 % ! (ist belegt)

Zur privaten KK: Zum einen sind nicht alle "abhängig Beschäftigte" und zum anderen ist das Prinzip der Beitragsrückerstattung dort umgesetzt. Und zur Solidarität gehört es auch jemanden der jung ist und nie krank auch zu entlasten.

Mir wird übel, wenn ich die kostenlose Familienmitversicherung der GKV betrachte und dann sehe wenn Hartz4 Grossfamilien ihre 5 Kinder zum KFO schicken. Solange es da keine Deckelung gibt, will ich dafür nicht bezahlen.

Da ist mir das USA-System fast lieber.

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Ja nur 30 % ! (ist belegt)

Wo ist das belegt? Meine Kasse hatte 2004 z.B. Verwaltungskosten von 2,6 %.

Mir wird übel, wenn ich die kostenlose Familienmitversicherung der GKV betrachte und dann sehe wenn Hartz4 Grossfamilien ihre 5 Kinder zum KFO schicken. Solange es da keine Deckelung gibt, will ich dafür nicht bezahlen.

Da ist mir das USA-System fast lieber.

Meinst du damit, dass diese Kinder kein Recht auf gerade Zähne haben, nur weil ihre Eltern keinen Job finden (oder meinetwegen auch einfach nicht arbeiten wollen)??

Die privaten Kassen können nur so "toll" arbeiten,weil die das Recht haben jeden Versicherten mit dem kleinsten Pups an Vorerkrankungen abzuweisen. Nur so können die gewinnbringend arbeiten und Beiträge rückerstatten.

Irgendwo muss das Geld ja herkommen! Mit Sicherheit wird dort auch noch genug Eigengewinn übrigbleiben.

Nicht umsonst wird man auch bei Abschluss einer Zusatzversicherung danach gefragt, ob man jemals schon mal Rückenbeschwerden hatte oder ob man z.B. raucht. Und dann wird man individuell versichert. Ganz toll wenn man z.B. Asthma hat. Wie viel soll man denn dann da zahlen??

Übrigens zu dem Gebäude der AOK auf der Kö:

Arztpraxen gibt es dort doch auch. Wo nehmen die denn das Geld für Ihre schicke Praxis her?

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Wo ist das belegt? Meine Kasse hatte 2004 z.B. Verwaltungskosten von 2,6 %.?

Die Bilanzen der gestzlichen KK werden kontinuierlich veröffentlicht und

eine Expertenkomission unter Lauterbach hat dies untersucht,wobei die über 250 Kassen allein durch Gehälter und Dezentralisierung durch hunderte Ortskrankenkassen die Kosten sprengen. Wie Du das Kind jetzt nennst (ob allg.Verwaltungskosten, Betriebskosten etc.) ist sekundär, es sind alles Gelder die nicht für die medizinische Versorgung verwendet werden können.

Meinst du damit, dass diese Kinder kein Recht auf gerade Zähne haben, nur weil ihre Eltern keinen Job finden (oder meinetwegen auch einfach nicht arbeiten wollen)??.?

Doch haben Sie, aber nicht umsonst.

Das Solidarprinzip geht da eindeutig zu weit und es ist nicht einzusehen warum

ein Single den gleichen Beitrag wie eine 8köpfige Familie zahlt, zumal diese schon andere Solidarvergünstigungen (Steuern, Kindergeld,Erziehungsgeld etc.) erhält.

Es ist genauso unsolidarisch als Arbeitslose auch noch Kinder zu bekommen, wenn man nicht einmal für sich selber sorgen kann.

Die Ärzte zahlen ihre Mieten selber, die der AOK wird von den Versicherten bezahlt.

Oder rechnet ein Arzt seine Miete mit der KK ab?

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http://gesundheitspolitik.verdi.de/gesundheit_von_a-z/glossar_a-z/ausgaben_wofuer_geben_die_krankenkassen_das_geld_aus

Von 30 % konnte ich nirgends etwas lesen.

Aber der Lauterbach will doch meines Wissens nach die PKVn am liebsten abschaffen und die Bürgerversicherung einführen, oder?

Wenn Arbeitslose keine Kinder mehr bekommen sollen, wie soll sich dann der demographische Wandel positiv entwickeln? Das ist auch so eine Sache, die bei diesen ganzen politischen Diskussionen immer wieder angeführt wird. Wir sollen doch viele Kinder bekommen.

Statt des Beispiels mit den Arztpraxen hätte ich auch private KVn sagen können, ich vermute mal stark, dass auch einige von denen dort ihre Filialen haben werden.

Also, ich bleib dabei: nicht allein die gesetzlichen Krankenkassen sind an der derzeitigen Situation schuld. Und um etwas zu ändern bedarf es ein bisschen mehr, als den GKVn den schwarzen Peter zuzuschieben.

Kann sein, dass ich nicht ganz objektiv an die Diskussion herangehe, aber immerhin bin ich ja auch Beitragszahler und Patient und zahle genauso Praxisgebühr wie alle anderen auch.

Wenn du das noch weiter ausdiskutieren möchtest, Kermi, sollten wir uns vielleicht auf der Kö zu einem Cafe treffen...

:mrgreen: Kleiner Scherz! :mrgreen: Du arbeitest nicht zufällig bei einer privaten Krankenversicherung? :rolleyes:

Viele Grüße

Janine

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