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Female23

GNE am 12.06.2013 bei Dr. Jürgens im KKH Lörrach

Hallo an Alle,

wie versprochen möchte ich hier meinen GNE-Erfahrungsbericht mit euch teilen, alles etwas länger geworden als gedacht aber ich hoffe mein Beitrag kann einigen von euch die Angst bzw. Nervosität nehmen.

 

Montag, 10.06.13 gegen 11:00 Uhr war es also soweit, ich sollte meine Hyrax-Schraube

Eingesetz bekommen. Zur Unterstützung hatte ich meine beste Freundin dabei, das Eisnetzen war eher unangenehm als schmerzhaft und das Mundgefühl im Nachhinein

Mehr als schlecht.

Die Zunge war unter der Schraube eingepfercht und konnte sich kaum bewegen, der Mund war voller Speichel und es wurde immer mehr da mein Mund den Fremdkörper wohl loswerden wollte. Da Mein KFO sagte die Spange sei nicht wirklich fest hatte ich also zudem Panik das Ding zu verlieren… Es war ein Horror-Tag an dem ich mich von Suppe ernährte.

 

Dienstag, 11.06.13 gegen 9:00 Uhr hieß es Abfahrt ins Kreiskrankenhaus Lörrach, nach kurzer Wartezeit hatte ich die Anmeldung hinter mir und war auf meinem Zimmer, den tag verbrachte ich mit Warten, rauchen und trinken (Essen ging ja nicht). Herr Dr. Jürgens schaute kurz vorbei und ein Gespräch mit dem Anästhesisten am späten Abend brachte ich auch hinter mich. Ich habe gut geschlafen und war nicht wirklich nervös oder ängstlich – ich glaube ich habe das alles ziemlich gut verdrängt.

 

Mittwoch, 12.06.13 heute ist es soweit. Geplant war 08:00 Uhr OP geholt wurde ich kurz nach 10:00 Uhr nachdem ich die LMAA-Tablette und das OP-Outfit bekommen hatte. Nach der Tablette bekam ich langsam Herzrasen und wurde ziemlich nervös obwohl diese ja genau das Gegenteil bewirken sollte…

Im Vorbereitungsraum (oder wie man das nennt) wurde ich an ein EKG angeschlossen wodurch ich dann hören konnte wie nervös ich war- mein Herz galoppierte und überschlug sich fast- das Einstechen der Nadel für spätere Infusionen war mehr als unangenehm und ich war froh als das Ding endlich in meiner Hand steckte. Gegen 11:00 Uhr sah ich das letzte Mal auf die Uhr und spürte Wärme und ein Gefühl wie in einer Hängematte zu liegen bevor ich dann schließlich weg war.

Als ich wieder zu mir kam bemerkte ich das ich ziemlich heulte weil ich so erleichtert war, mir wurden Tempos und Kühlpacks gereicht und es war mittlerweile 15:00 Uhr; ich kann mir nicht erklären wo die Zeit hin ist da die OP wohl nur eine Stunde ging…

Zurück im Zimmer kamen auch sofort meine Mutter und Simon und ich konnte ziemlich unbeschwert sprechen, keine Schmerzen, nur Hamsterbacken welche ich durchgehend kühlen sollte. Um weitere Schwellungen zu vermeiden sollte ich zudem das Kopfteil des Bettes auf 30-45° stellen und nicht flach liegen – ich entschloss die nächsten Tage und Nächte nahezu sitzend zu verbringen, sicher ist sicher.

In der Zeit bis zu meiner Entlassung am 15.06.13 verbrachte ich die Zeit damit im Bett zu sitzen, mein Gesicht durchgehend zu kühlen und darauf zu warten, dass ich Besuch bekomme. Zu Essen gab es 3-mal täglich Suppe, Schmerzen hatte ich nie es sei denn mir wurde wieder die Antibiotika-Infusion angeschlossen. Scheinbar sind meine Adern an der hand nicht gewillt Infusionen anzunehmen weswegen sie nach einer Infusion dicht machen sodass vor dem nächsten Antibiotika-Cocktail erstmal mit Kochsalzlösung durchgespült werden muss- Schmerzen!!! Pure Schmerzen (für einen Sekundenbruchteil).

Freitag kam Herr Jürgens noch mal um mir zu sagen, dass ich sehr gut aussehe (Schwellung war kaum da auch keine Blutergüsse), ich das Infusionsteil heute loswerde (Gott sei dank!) und morgen früh nach Hause darf. Die Krankenhaus-Zeit war schwierig, ständig geht die Tür auf und jmd bringt Infusionen – auch Nachts obwohl man nur schlafen will oder der Helikopter weckt einen oder jmd auf dem Gang schreit vor Schmerzen, ich war froh als ich zu Hause war.

 

Eine Woche post OP ging es dann los mit dem Dehnen, ich soll 14 Tage einen halben Millimeter pro Tag dehnen, alles lief völlig Schmerzfrei und nach kurzer Zeit konnte man schon deutliche Veränderungen sehen (meine Eckzähne wandern nach hinten bzw. drehen sich irgendwie weg, da bei mir nicht zw den Schneidezähnen sondern links+rechts zwischen Eckzahn und letztem Schneidezahn geschnitten wurde- also bleibt mir die Zahnlücke vorne erspart :) ). Bei der Kontrolle nach 14 Tagen sagte die Ärztin ich solle noch weitere 4 Tag dehnen und es sähe alles gut aus. (insgesamt hätte ich dann 9,5mm gedehnt)

 

Alles in allem lief alles sehr gut und ich würde den Eingriff jederzeit wieder vornehmen lassen. Jetzt, 3 Wochen nach der OP fehlen mir langsam meine Zigaretten (Weiß wer wann man wieder rauchen "darf"?? mein KfC ist da irgendwie nicht so redselig) sowie „richtiges“  Essen, ich ernähre mich hauptsächlich von Pudding und Nudeln/Reis mit Soße wobei ich alles einfach runterschlucke ohne auch nur ansatzweise zu kauen.

 

Natürlich könnt ihr mir gerne Fragen stellen, sorry falls mein Text nicht immer mit den genauen Fachwörtern gespickt war aber dieses ganze Fachlatein verwirrt mich manchmal

 

liebste Grüße

Ina

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Hey,

Glückwunsch zur OP!!! Ist alles wie bei mir gelaufen, problemlos, schmerzfrei, toll :)

Ich hab geschafft eine Woche nicht zu Rauchen, ab da dann 1-2 pro Tag!! Weitere 5-6 Tage später habe ich wieder geraucht wie immer! Aber am Anfang immer mit Mundspülung nachgespült das hat's für mich sicherer gemacht!

Gefragt habe ich meinen KFC danach allerdings auch nie... Hat aber wohl nicht geschadet, man ist schließlich schon mit dem Essen genug bestraft ;-)

Alles Gute für dich weiterhin!

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Huhu!

danke für deine Antwort!
ich bin jetzt genau 3 Wochen "rauchfrei" obwohl ich von mir selber sagen würde das Rauchen mein Hobby ist, ich weiß es ist dumm aber ich machs einfach gerne, das sind dann "meine 5 Minuten"

Mein KFC meinte solange ich drehe nichr rauchen und dann noch 1 Woche danach nicht weil der Knochen sonst in der Bildung beeinträchtigt wird.... bin nächste Woche nochmal bei Ihm und werde nochmal

nachfragen :)

 

Es freut mich natürlich das bei dir auch alles gut lief, man liest ja doch öfter von starken Schmerzen usw... von daher toi toi toi

 

Dir auch alles Gute und viel Durchhaltevermögen (was das Essen betrifft zB)

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Ich kann zum Glück wieder alles essen, OP war am 17.04. in 3 Wochen bekomm ich die Apparatur schon raus, dann geht das essen noch besser :)

3 Wochen rauchfrei? Respekt, dann kannst du ja aufhören :-P

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Ah dann hast ja Glück und es fast geschafft!
ja ja aufhören das raten mir alle, bis jetzt hab ichs nicht vor aber wer weiß :D

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Vielen Dank für diesen Bericht! Also mir hat das viel weiter geholfen  :)

Ich habe ein bisschen Angst vor Narkosen, aber wenn sich das anfühlt als würde man in einen Hängestuhl fallen, dann klingt das sehr erträglich. Ich hoffe dass ich auch bald einen Termin bekomme und das hinter mich bringe.

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Du bist halt ziemlich benebelt wenn die die Mittelchen in die Vene drücken, ich fühlte mich als wenn ich eine Flasche Wein auf Ex getrunken hätte total schwummerig... das wird schon werden bei dir :-)

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