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Finchen

UKVV am 03.07.13 in Bremen im Diako

Hallo,

da mir eure Berichte vor und auch nach der OP sehr viel geholfen haben, werde ich euch nun meine Erfahrungen mitteilen. Mein Unterkiefer wurde durch die OP 7mm nach vorne geschoben.

Kurze Vorgeschichte:

Schon als Kind habe ich verschiedene Versionen von Zahnspangen getragen. Mit diesen wurde ein Großteil meiner schiefen Zähne begradigt und mein Unterkiefer wurde nach vorne gezogen.

Nach abgeschlossener Behandlung und ein paar Jahren wurde mein Unterkiefer durch meine Muskeln wieder nach hinten gezogen und meine Zähne fingen wieder an schief zu werden.

Nach reichlicher Überlegung und Beratungsgesprächen habe ich mich dann zu der Op entschlossen. Nach mehreren Gesprächen mit dem MKG-Chirugen Herrn Gropp wurde der Termin für die Op festgelegt und auch der Voruntersuchungstermin am 03.06..

Voruntersuchung 03.06.:

Hier wurden alle Abdrücke meiner Zähne gemacht. Außerdem wurde mein Gesicht genau vermessen, wonach Herr Gropp entschied, dass bei mir keine zusätzliche Kinnplastik nötig ist.

Aufnahme am 02.07. 11:00 Uhr:

Nach einer letzten Besprechung mit Herrn Gropp und Klärung der letzten Fragen in der MKG-Praxis neben dem Diako wurde ich in das eigentliche Diako zur Aufnahme geschickt. Schon hier machte das Krankenhaus einen guten Eindruck, da die Aufnahme ziemlich schnell ging und mir z.B. auch eine Broschüre über das Diako mitgegeben wurde.

Weiter ging es zum Anästesisten, bei dem ich nach längerer Wartezeit Gesundheitsfragen beantwortete und nähere Informationen zur Narkose bekam. Anschließend ging ich zu der Station und konnte nach ein paar Essensfragen (Die bei mir ziemlich leicht zu beantworten waren, da ich nach der OP ja sowieso nur Suppe essen durfte...) mein Zimmer beziehen. Mein Freund begleitete mich an diesem Tag, sodass wir nachmittags eine Abschlusspizza in der Umgebung gegessen haben. Danach fuhr er nach Hause und ich ging auf mein Zimmer. Ich war relativ entspannt und eigentlich froh darüber, dass ich die OP bald hinter mir habe. Die Beiträge in diesem Forum haben dazu wahrscheinlich auch viel beigetragen, da man dann wusste, was ungefähr auf einen zu kommt.

OP-Tag 03.07.:

Gleich morgens um 7:00 Uhr wurde ich geweckt, da meine OP die erste um 8:00 Uhr war. Ich genoss noch eine letzte Dusche und zog mir das hübsche OP-Hemdchen und OP-Höschen an. Um 7:45 Uhr bekam ich die berühmte Pille und wurde in Richtung OP-Saal geschoben. Man war ich aufgeregt!!

Vor dem OP-Saal wurde ich kurz abgestellt, was mir aber nicht soviel ausmachte, da die Tablette bereits ihre Wirkung zeigte. Kurze Zeit später wurde ich von einem Mann in OP-Kleidung in den Saal geschoben. Hier kletterte ich dann von meinem Bett auf die Liege und bekam meine Bettdecke zum Zudecken. Der Anästesist legte mir den Zugang, klebte die EKG-Plättchen auf meine Brust und legte mir eine Blutdruckmanschette an den Arm. Da die Wirkung der Beruhigungstablette ziemlich gut war, war ich in dem Moment ziemlich entspannt. Kurze Zeit später wurde mir auch schon das Narkosemittel durch den Zugang gespritzt und ich schlief ein.

Als ich das erste Mal aufgewacht bin, lag ich bereits im Aufwachraum. Ich war ziemlich durch den Wind, hörte die Schwestern entfernt irgendwas reden und die Blutdruckmanschette, die sich regelmäßig aufgeblasen hat. Ich bin danach wohl noch einige Male wieder eingenickt, konnte mich aber auch nicht wach halten. Als nachstes kann ich mich daran erinnern, dass ich mit den Füßen direkt am Fußende lag, was ich in dem Moment als sehr umbequem empfand. Ich hatte aber auch keine Kraft, um mich zu bewegen und mein Mund war mit den starken Gummis verschlossen, sodass ich nicht sprechen konnte. Eine Schwester fragte mich nach meinen Schmerzen, die ich in dem Moment aber nicht so stark empfand. Nachdem ich wieder kurz eingenickt bin, machte ich eine Schwester auf mich aufmerksam, die mich wieder nach meinen Schmerzen fragte (diese waren aber immer noch in Ordnung). Ich versuchte sie irgendwie nach etwas zu Schreiben zu fragen (was sie nach ein paar Versuchen dann auch verstand) und fragte wann ich wieder auf die Station komme. Anschließen wurde auf meiner Station angerufen und ich wurde schon für den Transport bereit gemacht. Zwei Schwestern kamen zu mir und schoben mich zurück in mein Zimmer, wo mein Freund bereits auf mich wartete. Erst dann begriff ich, dass es schon 14:30 Uhr war und ich ab ca. 10:15 Uhr im Aufwachraum lag. Dies beunruhigte mich ziemlich, aber ich war auch einfach kaputt, sodass ich schnell wieder einschlief. Im Nachhineim wurde mir gesagt, dass sowas durchaus mal vorkommen kann. So verging auch der Nachmittag: Ich wachte zwischendurch kurz auf, freute mich darüber, dass mein Freund da war, ging auf die Toilette, zog mich um, bekam Schmerzmittel, machte Bilder von mir (Ich musste ja auch wissen wie ich nun aussah!), kühlte mein Gesicht und schlief wieder ein. Gegen Abend wurde mir etwas schwindelig, wogegen ich sofort eine Infusion bekam. Zum Abendessen bekam ich eine Brühe, die mir in einer Spritze aufgezogen wurde. Davon bekam ich allerdings nicht viel runter und ich war froh, dass ich die Infusion bekommen habe. Irgendwann verabschiedete mein Freund sich schweren Herzens und eine Schwester kontrollierte Blutdruck und Körpertemperatur. Nach ein bisschen Fernsehen schlief ich wieder ein. Die Nacht stellte sich als ziemlich anstrengend heraus. Ich wachte sehr oft auf und mir machte der geschlossene Mund sehr zu schaffen. Irgendwie hatte ich noch viel Schleim im Mund und in der Nase (wahrscheinlich von der Intubation) und hatte Angst im Schlaf zu ersticken. Irgendwann hatte ich die Nacht jedoch ohne weitere Vorkomnisse überstanden. Man sollte sich also nicht verrückt machen! :-)

1. Tag post-OP:

Erstaunlicherweise hatte ich sehr wenig Schmerzen. Die Schwellungen wurde jedoch schon größer. Ich konnte nicht reden und war sehr glücklich, dass mein Freund mir am Vortag so eine Kindertafel mitgebracht hat, anhand der ich mich gegenüber den Schwestern ausdrücken konnte (Ziemlich guter Tipp auch an die Leute, die die OP noch vor sich haben!). Herr Gropp kam im Laufe des morgens vorbei, fragte nach dem Rechten und erzählte mir, dass die OP gut verlaufen sei. Der Tag verging mit Besuch, mit Essversuchen (die sich anfangs als ziemlich schwierig herausstellten, da das Kinn und die Unterlippe taub war und der Mund verschlossen war), Schmerzmittel und mit kühlen. Am Meisten hatte ich mit dem geschlossenen Mund zu kämpfen.

2. Tag post-OP:

In der Nacht wurde ich mehrfach von den Atembeschwerden und auch von einem seltsamen Kribbeln in den Beinen wach. Dies teilte ich der Schwester morgens mit, die einen Arzt informierte. Ich hatte schon Angst vor Trombose, da ich vor der OP keine Vorkehrungen gegen Trombose bekommen habe. Bei der täglichen Visite untersuchte ein Chefarzt meine Beine, stellte aber nichts fest und riet mir lediglich mich etwas zu bewegen. (Hier muss ich nochmal erklären, dass mein Chrirug anscheinend eine Art Kooperationsvertrag mit dem Krankenhaus hat und nicht beim Krankenhaus angestellt ist. Trotzdem wurde jeden Tag bei der Visite, von Ärzten die ja eigentlich nicht für mich zuständig waren, nach meinem Befinden gefragt!). Ich fing also an mich etwas zu bewegen und der Tag verging mit weiterem Besuch, Schmerzmitteln, Essversuchen, mehrfachem Kühlen und mit einem kurzen Besuch von Herrn Gropp. Die Schwellung nahm weiter zu.

3.Tag post-OP:

Die Schmerzen wurden immer weniger und ich bekam nur noch auf Verlangen Schmerzmittel. Wie erwartet hat die Schwellung an diesem Tag ihren Höhepunkt erreicht. Das Kribbeln bestand weiterhin, wobei sich dieses mit etwas Schmerzen in den Beinen abwechselte. Am schlimmsten fand ich jedoch, dass ich den Mund immer noch nicht aufbekam. Dies sollte sich nachmittags aber ändern. Mein Chirug rief auf meiner Station an und ich wurde mit meiner Akte zur Praxis nach nebenan geschickt. Hier sah ich zum ersten Mal eine Leidensgenossin, was irgendwie ziemlich komisch war. Wir saßen nebeneinander, hatten beide einen Verband um (der die Schwellung in den ersten Tagen zurück hielt) und konnten uns fast gar nicht verständigen. Ich hätte gern ein Bild davon gesehen! Nacheinander wurden Röntgenbilder von uns gemacht und wir wurden ins Behandlungszimmer gerufen. Nun war es endlich soweit, ich konnte das OP-Ergebnis auf einem Röntgenbild begutachten. Herr Gropp erklärte mir alles genau und das Ergebnis war wie erwartet gut. Außerdem wurde mir endlich der Verband abgemacht und die festen Gummis wurden nach kurzer Säuberung durch lockere Gummis ersetzt. Es war ein sehr komisches Gefühl den Mund wieder öffnen zu können und ich war froh, dass ich den Splint im Mund hatte. Der gab mir ein Gefühl der Sicherheit. Zurück auf meinem Zimmer war ich vom Grinsen nicht mehr abzuhalten. Dies war auch die erste Nacht in der ich vernünftig schlief.

4.Tag post-OP:

Die Essversuche wurden besser und ich durfte vorsichtig lauwarm duschen (Endlich!). Den weiteren Tag verbrachte ich mit kühlen und ich bekam viel Besuch. Zum Glück wurde das Kribbeln/Schmerzen in den Beinen auch weniger. Die Schwellung blieb und die Schmerzen im Kiefer waren echt auszuhalten!

5. Tag post-OP (08.07.):

Endlich! Ich durfte nach Hause!

Um Punkt 8:00 Uhr sollte ich zu einem vorerst letzten Besuch zum Chirugen, der wieder meinen Mund sauber machte und mir alle nötigen Papiere mitgab. Hier machte ich gleich einen Termin zur nächsten Kontrolle in einer Woche. Anschließend nahm ich meine Sachen aus dem Zimmer, verabschiedete mich von den netten Schwestern und fuhr mit meinem Freund nach Hause. Man war ich froh endlich wieder zu Hause zu sein! Die Schwellung nahm schon wieder etwas ab.

Zum Krankenhausaufenthalt ist zu sagen, dass ich sehr zufrieden mit den Mitarbeitern und der Unterkunft war. Die Schwestern (und Pfleger) waren alle sehr nett und die Zimmer waren modern und freundlich eingerichtet.

Herr Gropp war sehr freundlich - Er ist bisher wirklich zu empfehlen.

Die Schmerzen waren auch auszuhalten. Ich hatte die Befürchtung, dass sie viel schlimmer werden, als sie tatsächlich waren!

So, das war es erstmal zu meinem OP-Bericht.

Ich hoffe ihr könnt meinen Erfahrungen gut folgen und ihr seid zwischendurch nicht eingeschlafen. Verzeiht es mir bitte, falls ich irgendwelche Rechtschreibfehler eingebaut habe. Ich habe den kompletten Bericht mit dem Handy geschrieben.

Liebe Grüße,

Finchen

Ps: Meine erste Nachuntersuchung bei Herrn Gropp hatte ich vorgestern auch schon. Dazu erhaltet ihr morgen einen weiteren kurzen Bericht.

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Hallo Finchen,

 

danke für deinen tollen Bericht. Und Respekt für deine Handy-Tipp-Fähigkeiten ;-)

 

Es tut wirklich gut, mal einen OP-Bericht völlig ohne Horror-Szenarien zu lesen. Insbesondere rund 7 Wochen vor der anstehenden OP ;-)

 

Freut mich für dich, dass alles so gut verlaufen ist. Wünsche weiterhin gute Besserung und fleißiges Abschwellen!

 

VG

snoody

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Hallo snoody,

es freut mich, dass dir mein Bericht gefällt! :-)

Was lässt du denn in 7 Wochen bei dir machen?

Habe mich vor der OP nicht zu genau mit diesem Forum auseinander gesetzt, was im Nachhinein vielleicht auch ganz gut war. Ich wusste dann was auf mich zukam (Schwellung, Splint usw.), habe aber nicht mehr die Zeit gehabt soviele Horrorgeschichten vorher zu lesen.

Mach dich nicht verrückt! Ich denke im Verhältnis zur Vielzahl der Leute, die in einem Jahr diese Art von OP's haben (von denen wahrscheinlich auch sehr wenige Berichte hier landen) haben ziemlich wenige Patienten irgendwelche schwerwiegenden Probleme mit oder nach der OP!

Lg und danke für die Wünsche,

Finchen

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So und nun nochmal der versprochene Bericht zur Nachuntersuchung am 15.07. - 12. Tag post-OP:

Zu meiner ersten Woche zu Hause ist nicht besonders viel zu sagen. Habe die meiste Zeit mit Ausruhen und Kühlen verbracht. Die Schwellungen nahmen bei mir zum Glück schnell wieder ab und dadurch ging das Essen auch gleich besser. (Mein Hit zu der Zeit: Tomatensuppe mit kleinen Buchstabennudeln und Sahne - Ging ziemlich gut runter zu schlucken!) Herr Gropp hat mir im letzten Termin im Krankenhaus gesagt, dass ich alles essen darf, solange ich nicht kaue!

Dann war es soweit und der erste Termin zur Nachuntersuchung stand Montag an.

Herr Gropp lobte meine Zahnhygiene und begutachtete die Heilung der Nähte. Kurz bevor er wieder die Gummis einhängen wollte, hielt er auf einmal inne und fragte mich, ob ich den Splint nicht auch schon loswerden wollte. Klar! Gesagt - Getan! Es war zu Anfang ein sehr komisches Gefühl den Mund wieder normal zumachen zu können. Außerdem haben die Zähne an bisher ungewohnten Stellen plötzlich Kontakt gehabt, woran ich mich auch erstmal gewöhnen musste. Herr Gropp klärte mich in diesem Zuge darüber auf, dass bei der Korrektur eine sog. 3-Punkt-Stellung verfolgt wird, bei der die Zähne sich anschließend an den jeweiligen Backenzähnen und natürlich an den Schneidezähnen berühren sollen. Dies ist auch bei mir geglückt!

Mein Chirug befreite mich anschließend von der Illusion in naher Zukunft zumindest Nudeln kauen zu dürfen. 2 Wochen nach der OP ist der Knochen immer noch gebrochen und erst in der nächsten Zeit geht es los mit neuer Knochenbildung. Also bin ich jetzt bei dem Stand weitere 4 Wochen alles essen zu dürfen, aber bloß nicht zu kauen! Außerdem gab er mir noch den Hinweis mit, dass ich weiterhin die Spülung benutzen soll und längere Sonnenstunden vermeiden soll (Sehr schade bei diesem Wetter!)

Meine Schwellung ist bisher sehr gut zurück gegangen. Man sieht nur noch kleinere dicke Stellen, die fremden Leuten wahrscheinlich nicht mal auffallen würden. Zur Zeit habe ich allerdings (bedingt durch die Wärme draußen) etwas mit Schwellungen im Mundinnenraum zu kämpfen. Diese lassen sich jedoch gut mit kühlen behandeln.

Bisher bin ich wirklich zufrieden mit dem Ergebnis der OP und ich hoffe es geht so weiter.

Mein nächster Kontrolltermin ist in zwei Wochen. Melde mich dann wieder zu einem kurzen Bericht.

Sonnige Grüße aus dem Norden,

Finchen

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Hallo Finchen,

 

ich werde auch eine UKVV bekommen. Hoffe es läuft genauso glatt wie bei dir. Das wäre echt super! Ist ja schon ohne Komplikationen Strapaze genug!

 

Mit der Schwellung, die zu kühlen ist, und dem Gebot nicht zu kauen, hast du ja jetzt einen Freifahrtschein für jede Menge Eis ;-) Das hilft auch kalorientechnisch.

 

Und das mit dem Sonnenverbot kannst du auch positiv sehen. Besser du bekommst es verboten, als dass du eigentlich dürftest, aber nicht kannst, weil du den ganzen Tag im Büro sitzen musst, oder ähnliches.

 

VG

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Ich gratuliere dir zur überstandenen op. Hatte meine bimax vor vier Wochen und bei mir war auch alles total gut gelaufen

Finde es interessant wie unterschiedlich das mit dem Essen ist. Die ersten acht Tage war mein Mund komplett verschlossen und ging keinen mm auf. Als acht Tage Post op alles herauskam außer ein Gummi mir auf jeder Seite sagte mein kfc ich durfte alles essen was ich mir selber zutraue. Jetzt natürlich keine Nüsse oder kaputte abreißen aber sonst ist es ja alles fest sagt er. Ich kann natürlich noch mich wieder normal Essen aber mein Bord und ähnliches kaue ich mit Genuss.

Weiterhin gute Besserung :)

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Hallo Finchen,

 

Erst mal herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP. Freut mich, dass dir das Ergebnis gefällt und du mit deiner Bahndlung zufrieden bist. Ich hab in knapp 4 Wochen auch endlich meine UKVV und meine Mutti ist jetzt schon am Überlegen, was sie in der Zeit nach der OP für mich kochen soll. Die Frau treibt mich langsam in den Wahnsinn...  :483:  Darf ich fragen, was du alles so isst (also mal abgesehen von Päckchensuppen  :485: )?

Weiterhin natürlich alles Gute, ein schnelles und reibungsloses Abheilen. Halte uns auf dem Laufenden.

 

Liebe Grüße

Ness

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Hallo Ness,

 

verweise doch Deine Mutter mal auf den Rezeptefaden (siehe meine Signatur), da sollte sie sich eigentlich austoben können. Ansonsten kannst Du sie ja noch in die Bücherei schicken auf die Suche nach (pürrierten) Suppenrezepten. Ein Mixer und eventuell ein Fleischwolf ist auch immer hilfreich, die bekommen so gut wie alles klein und zur Not kann man mit Brühe verdünnen, bis es je nach Gummistärke die richtige essbare Konsistenz hat. Momentan sollte sie ja auch einiges an Smoothie-Rezepten finden können und ich habe während meiner Splintzeit auch immer wieder Brotausstriche selber gemacht (auch dazu finden sich Rezeptbücher) und eben ohne Brot gegessen. Und immer dran denken, flüssig/pürriert/weich heißt nicht, dass Würzen verboten ist, wenn man richtig würzt, kann selbst pürriertes Hühnerfleisch gut schmecken, wie ich letzte Woche im KH erneut festgestellt habe.

 

Alles Gute für die OP! Und ich habe während meiner 8 Wochen Splintzeit nie Tütensuppe gegessen.

 

Irene

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Vielen Dank für eure Wünsche! :-)

@SabiMausiii: Das ist wirklich seltsam. Vielleicht benutzen die Chirugen unterschiedliches Material?

@Ness: Also ich habe ehrlich gesagt in den ersten Tagen zu Hause viel Tütensuppe und Pudding gegessen. Mittlerweile bin ich mutiger und bei mir gibt es verschiedene Varianten von Kartoffelpüree (z.B. mit Spinat oder Karotte) oder gestampfte Eintöpfe (z.B. Karotten/Kartoffel). Michreis kann man auch ganz gut essen. Gestern habe ich mir diese kleinen Nudeln gemacht, die man aus den Hühnersuppen kennt und dazu eine Bolognesesoße mit wenig Hack, das hat auch gut funktioniert!

Man sollte einfach alles ausprobieren, wichtig ist für die erste Zeit nur, dass genug Soße/Flüssiges dabei ist. Dann bekommt man das Essen besser runter. ;-)

Sobald ich den Splint raus hatte, wurde das Essen viel leichter für mich!

Und Irene hat Recht, in dem Rezeptleitfaden sind auch viele Ideen.

Ich hoffe ich konnte dir helfen!

LG

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Hier ein kleines Update:

Gestern war ich zu einer Nachuntersuchung bei Herrn Gropp. Es wurde ein Kontroll-Röntgenbild gemacht, da ich mir letzte Woche blöderweise ein Staubsaugerrohr gegen das Kinn gehauen habe. Zum Glück (!!) ist jedoch alles in Ordnung und ich habe dabei nichts kaputt gemacht. Herr Gropp sagte, dass es auch schon dicker geworden wäre, wenn irgendwas kaputt gegangen wäre.

Ansonsten ist bei dem Termin nichts spannendes passiert. Ich darf weiterhin nicht kauen, muss die Mundspülung weiter benutzen und soll Sonne vermeiden (bei dem Wetter ziemlich ärgerlich!). Meine Fäden lösen sich von selber auf, daher müssen die bei mir nicht gezogen werden.

Ab morgen geht's wieder zur Arbeit und ich bin sehr gespannt wie ich das überstehe.

Meine Schwellung ist leider nicht weiter zurück gegangen. Da man aber nicht mehr soviel davon sieht, stört es mich nicht soo sehr.

Nun noch ein kleines Zwischenfazit zur gesamten OP: Bisher bin ich mit dem Ergebnis wirklich zufrieden, obwohl sich mein Gesicht nicht soo sehr verändert hat. Ich selber erkenne natürlich die Veränderung und fühle mich nun viel besser. Ein paar Leute haben mich zu meiner Überraschung sogar auch schon drauf angesprochen! Die Strapazen der OP lohnen sich meiner Meinung nach wirklich für jeden der eine derartige OP vor sich hat, denn das Ergebis vermittelt einem ein ganz anderes Selbstwertgefühl! Mit dem Chirugen Herrn Gropp habe ich auch die richtige Wahl getroffen, mit ihm lief bisher immer alles gut und unkompliziert ab.

Ich freue mich auf Fragen oder Anmerkungen von euch und Drücke allen die Daumen, die die OP noch vor sich haben!

Liebe Grüße,

Finchen

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Dann warst du ja ziemlich genau 4 Wochen krankgeschrieben. Reicht das in deinen Augen denn?

 

Ich muss sagen, dein positiver Bericht macht mir Mut, dass ich das auch alles durchstehe.

 

Ich fand bei der GNE die Tage im Krankenhaus soo lang, bei dir klingt das aber eher so, als wären die bei dir recht entspannt gewesen? Wie hast du dir die Zeit vertrieben? Ich war nach meiner GNE einfach viel zu wach und konnte mich nicht entspannen, dachte nur daran, wann ich nach Hause kann. Davor habe ich im Hinblick auf die 2. OP den größten Horror. Vielleicht kannst du mich da beruhigen?

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Also die 4 Wochen sind schon ziemlich knapp bemessen. Da ich aber keinen körperlich anstrengenden Beruf habe, ist es in Ordnung. Ich merke halt zwischendurch immer wieder, wie mein Mund etwas anschwillt (was natürlich auch durch die Hitze kommt).

Die ersten beiden Tage waren für mich ehrlich gesagt auch ziemlich anstrengend. Aber danach ging's immer bergauf und man hat sich von einem kleinen Fortschritt zum nächsten gehangelt. Ich hatte während meiner Krankenhauszeit viel Besuch, wodurch die Zeit viel schneller verging. Außerdem hatte ich eine liebe Zimmergenossin, ein gutes Buch und einen Fernseher.

Vielleicht fühlt es sich dieses mal besser für dich an, wenn du weißt, dass du das Schlimmste endlich hinter dir hast?

Mir hat es geholfen, dass ich nun endlich durch damit bin und positiv in die Zukunft schauen kann!

Wann ist es bei dir denn soweit?

Ich drücke dir auf jeden fall die Daumen! :)

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Hallo,

 

da ich mich seit längerem nicht mehr zurück gemeldet habe, ist in der Zwischenzeit entsprechend viel passiert.

 

Ich habe meinen ersten KFO-Termin hinter mir gebracht!

Es saßen erstmal alle Arzthelferinnen staunend um mich herum und fragten wie es mir bei der OP ergangen ist.

Nach einer kurzen Untersuchung (kurz, da der Mund noch nicht sonderlich gut aufging), habe ich ziemlich starke Gummis mitbekommen, die ich nun jeden Nachmittag+jede Nacht einhängen muss. Dadurch wird mein Biss feiner eingestellt, habe bisher nämlich auf der einen Seite doller "gebissen".

Da die starken Gummis für mein Gefühl für die erste Zeit zu stark waren, habe ich vorsorglich für die Anfangsszeit weichere Gummis mitbekommen, die ich in den ersten Tagen auch lieber getragen habe. Beim Reden waren die starken Gummis nämlich sehr schmerzhaft und daher habe ich diese zu Anfang nur während der Nacht eingehängt.

 

An dem Tag nach meinem KFO-Termin (6 Wochen post-OP) hatte ich meinen lang ersehnten KFC-Termin.

Und kaum zu glauben, aber Herr Gropp gab mir die Freigabe endlich wieder zu kauen!!

Natürlich durfte ich nur leicht anfangen, aber ich habe mich soo sehr über diesen Fortschritt gefreut und bin anschließend freudestrahlend mit meinem Freund in ein italienisches Restaurant gewandert! :)

Die ersten Bisse waren sehr sehr ungewohnt, aber mit jedem Biss wurde es besser!

 

Mittlerweile habe ich die OP schon fast seit 2 Monaten überstanden und ich bin richtig froh, diesen Schritt gewagt zu haben! :)

 

LG Finchen

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