Longitude

Misslungene Kieferoperationen

Hallo,

 

ich wollte mal nach Fragen, wie es überhaupt möglich ist, dass manche User darüber berichten können, dass ihr Oberkiefer nach der Operation beweglich ist oder gar durch die Gummis verutscht ist.

Man befestigt die doch fest mit Schrauben und Platten. Da kann doch theoretischerweise nichts mehr bewegt werden. 

 

Mit freundlichen Grüßen

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Platten, oder eher "Plättchen"...

Die Teile gibt es zwar in vielen verschiedenen Ausführungen, aber unzerstörbar sind sie alle nicht. Fußbälle, Türen, Fäuste und in manchen Fällen auch eine überaktive Kaumuskulatur können die Platten deformieren oder sogar brechen lassen. Hinzu kommt, dass die Knochenheilung nicht bei jedem Menschen identisch verläuft. Was bei einem gut geht, kann bei einem anderen "zuviel" sein.

Um die größtmögliche Sicherheit zu haben, helfen nur Schonung und, je nach Verfahren, ein guter Splint, der nicht allzu früh nach der OP entfernt wird.

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Das heißt also, man ist immer selber Schuld falls der Kiefer sich wieder anfängt zu bewegen? Ich habe die Platten selber gesehen und gespürt. Die kann man, wie du schon selber gesagt hast, nur durch äußere Einwirkungen kaputt kriegen.

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In einem Teil der Fälle wird "selbst schuld" die Erklärung sein, aber ich möchte nicht ausschließen, dass es Faktoren gibt, für die man einfach nichts kann. Beispielsweise kann man sich schlecht nachts anketten, um die 100%ige Gewissheit zu haben. dass man sich wirklich niemals im Dämmerzustand mit dem Kinn auf die Matratze legt. Hinzu kommt, dass eben nicht jeder Knochen exakt gleich gut heilt.

Nach meiner Erfahrung sind die Fälle, in denen es zu Heilungsstörungen kommt, zum Glück sehr selten und betreffen tendenziell eher solche Patienten, bei denen, beispielsweise wegen einer syndromalen Grundproblematik, schwierige anatomische Verhältnisse mit großen Verlagerungsstrecken zusammentreffen. Aber wie so oft im Leben ist das kein Trost, wenn man eben der/die eine von 1000 ist, bei dem/der so etwas aufgetreten ist.

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Hallo Longitude,

 

mir wurde gesagt, dass bei dem in Deutschland üblicherweise verwendeten Material die Platten sich in gewissen Grenzen verbiegen können und auch sollen. In Kombination mit den Gummis und dem Splint soll dafür gesorgt werden, dass sowohl der Biss passt als auch das Kiefergelenk glücklich ist. Oder wie es ein KC mir gegenüber formuliert hat: Die Platten sind übungs- aber nicht belastungstabil. Und wenn ich meine Platten und Schrauben mit den Schrauben vergleiche, die in meinem Sprunggelenk waren, kann ich diese Aussagen auch nachvollziehen, also das es theoretisch so fest ist, dass sich nichts mehr verschieben kann, glaube ich nicht wirklich.

 

Vor allem auch, weil ich nach meiner ersten OK-VV praktisch erlebt habe, dass dem nicht so ist. Noch während die Platten drin waren, kam es zu einem Rezidiv (OK ging wieder zurück). Und ich bin und war definitiv jemand, der sich an sämtliche Anweisungen des KCs gehalten hat, wobei das Rezidiv auch erst nach einigen Monaten und nicht während der ersten Wochen kam. Wie sich später herausgestellt hat, ist der OK damals nicht wirklich verknöchert, sondern es gab nur Knochenbrücken neben der Nase und am Jochbein, wobei das anscheinend laut Lehrbuch trotzdem ausreichen sollte. Für das Gefühl von Stabilität hat es auch ausgereicht, aber nicht um zu verhindern, dass der OK mit den Jahren immer weiter zurückgerutscht ist. Du kannst Dir ja mal in meinem Bilderfaden das DVT-Bild anschauen, da ist die fehlende Knochenmasse sehr deutlich.

 

Klar habe ich jetzt vor der Bimax auch versucht herauszufinden, ob und was damals schiefgelaufen ist. Bei einer OK-VV entstehen ja, anders als bei Bewegungen des UK, Lücken entlang der LeFort 1-Ebene. Anscheinend sollten auch ab 3 mm Verlagerungsstrecke die dabei entstehenden Lücken mit Knochen aufgefüllt werden. Jetzt bei der Bimax sind auch sämtlich Lücken mit Knochen aufgefüllt worden und da insgesamt relativ viel gebraucht wurde, kam der Knochen aus dem Becken, häufig kann man ihn aber auch aus dem UK gewinnen.

 

Von dem, was ich hier im Forum beobachtet habe, ist meine "Lieblings"-Theorie für alles unvorhersehbare, dass es von der Stellung des 7. Mondes (oder war es doch der 5. :472:) um den Jupiter abhängt, noch wahrscheinlich für eine fehlende Verknöcherung als die Schuld des Patienten. Sicher gibt es Patienten wie denjenigen, von dem mir mein erster KC berichtet hat, der von Anfang an Karotten gegessen hat und weil es mit den Schneidezähnen nicht gut ging, hat er es mit den Eckzähnen gemacht. Bei ihm hatten sich dann auch sämtlich Platten gelockert. Aber bei vielen anderen lässt sich auch nicht wirklich eine Erklärung finden (siehe auch dieser Faden: ). Und wahrscheinlich macht auch nicht einmal die Wahl des Operateur einen Unterschied, mir fallen aus dem Stand 3 bis 4 Leute ein, die in BH operiert wurden und bei denen es Probleme mit der Verknöcherung des OK gab, das kann aber auch eine Frage der Statistik sein und an der Anzahl der Leute liegen, die in BH operiert wurden.

 

Ich hatte gerade meine ME und diesmal ist wirklich alles sauber verknöchert. Mein KC hat auf meine Bitte auch Bilder davon gemacht, die ich zwar noch nicht gesehen habe, aber ich glaube ihm jetzt erst einmal.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

 

 

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mir wurde gesagt, dass bei dem in Deutschland üblicherweise verwendeten Material die Platten sich in gewissen Grenzen verbiegen können und auch sollen. In Kombination mit den Gummis und dem Splint soll dafür gesorgt werden, dass sowohl der Biss passt als auch das Kiefergelenk glücklich ist. Oder wie es ein KC mir gegenüber formuliert hat: Die Platten sind übungs- aber nicht belastungstabil. Und wenn ich meine Platten und Schrauben mit den Schrauben vergleiche, die in meinem Sprunggelenk waren, kann ich diese Aussagen auch nachvollziehen, also das es theoretisch so fest ist, dass sich nichts mehr verschieben kann, glaube ich nicht wirklich.

 

 

da verbiegen sich nicht die platten sondern die platten sind je nach OP-verfahren in einer art und weise angeordnet, die den kiefer nicht an ort und stelle festhält sondern ihn nur "einklemmt", damit man dann noch dran "ziehen" kann mit gummis. die nennen das semi-rigide osteosynthese.

die platten sollen sich nicht verbiegen und ich glaube nicht dass rezidive und wackelnde oberkiefer damit zu tun haben.

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da verbiegen sich nicht die platten sondern die platten sind je nach OP-verfahren in einer art und weise angeordnet, die den kiefer nicht an ort und stelle festhält sondern ihn nur "einklemmt", damit man dann noch dran "ziehen" kann mit gummis. die nennen das semi-rigide osteosynthese.

die platten sollen sich nicht verbiegen und ich glaube nicht dass rezidive und wackelnde oberkiefer damit zu tun haben.

 

Hallo relative,

 

ich bin mir sicher, dass mein KC sogar mehrfach von Verbiegen geredet hat, wobei ich mir persönlich darunter auch kein massives Verbiegen drunter vorstellen eher eine minimale Anpassung, geht also eher schon in den Bereich eines "Fliessens", aber das die Platten bei der Plattenentnahme nicht notwendig mehr genau die Form haben, die sie bei der eigentlichen OP hatten. Mir ging es auch eher um die ursprüngliche Aussage von Longitude, dass mit den Platten und Schrauben theoretisch nichts mehr bewegt werden kann. Und da geht deine Aussage mit dem semi-rigide ja noch mehr in Richtung eine gewissen Beweglichkeit, die aber natürlich weit von einem wackelnden OK entfernt ist.

 

Und mein Rezidiv ist damals (vor 26 Jahren) trotz 2 wöchiger Verdrahtung und ohne Gummis aufgetreten, dürfte wahrscheinlich also eher an einer aus welchen Gründen auch immer gestörten Knochenheilung gelegen haben.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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