hilly

HILFE! WAS TUN?

Hallo Leute,

 

ich bin ganz neu im Forum...

Ich weiss auch gar nicht, ob ich in die richtige Kategorie schreibe..

 

Ich bin 24 , Studentin und komme aus Düsseldorf bzw. aus Mönchengladbach.

 

Seid langem habe ich Kieferbeschwerden: Nachts Zähneknirschen und ich beiße zu stark auf meine Unterkiefer deswegen habe ich auch mit den Jahren ein kantiges Gesicht bekommen, weil sich die Massetermuskeln stark ausgebildet haben... darüber hinaus habe ich regelmäßig starke Kopf- und Nackenschmerzen, meine Mundöffnung ist stark eingeschränkt und bis vor kurzem konnte ich keine harten Lebensmittel essen... mittlerweile geht es wieder aber ich beiße ungern in ein Apfel, weil dann die Kiefergelenke sich irgendwie blockieren und ich dann für eine kurze Zeit mein Mund bzw. meine Kiefer nicht bewegen kann... das kam vor ca. einem Jahr oft vor, aber heute eher selten!

 

Und erst vor kurzem ist mir aufgefallen, dass ich eine Kieferfehlstellung habe (Unterkiefer zu weit hinten und Obekiefer zu weit vorne)...

Mit dieser Feststellung habe ich eine Paar Ärzte ausgesucht sowohl KFC, als auch KFO. Daraufhin bin ich auch auf Empfehlung nach Bad Homburg gefahren zum Dr.Dr. Kater.

Ich habe mich bei Ihm kurz vorgestellt und er hat mir ein Paar fragen gestellt und dann kam auch schon direkt seine Diagnose;

nach fast jedem Satz hat er gesagt, dass er mir dringend emphielt eine Krankenhaus- Zusatzversicherung abzuschießen, damit keine privaten Kosten auf mich zu kommen, und das obwohl ich beireits bei Ihm in einem Beratungsgespräch war...

 

Sein Brief an den KFO ist wie folglich:

 

Sehr geehrter Herr Kollege Bimler,

 

oben genannte Patientin stelle sich gestern in unserer Dysgnathie- Sprechstunde vor (sie wird sich in Kürze bei Ihnen vorstellen) mit nachgenannter

 

Diagnose: - Rechtsbetontes cranio- mandibuläres Schwerzsyndrom mit zunehmend rezidivierenden Cephalgien, HWS- Symptomatik    etc. bei Vorliegen einer ausgeprägten Dysgnathie mit Angle- Kl.- II - Verzahnung durch seitenungleiche mandibuläre Retrognathie.

- Low- angle- Situation mit Masseterhypertrophie bei Bruxismus.

- Zustand nach Sephtorhinoplastik alio loco.

 

Behandlungsvorschlag: - Kombiniert kieferothopädisch / kieferchirurgische Therapie mit zunächst Ausformung der Zahnbögen, achsengerechter Ausrichtung der Fronten sowie Herstellung regulärer Spee'-scher Kurven mittels kieferothopädischer Maßnahmen.

- Sodann chirurgische Bisslagenkorrektur durch UK- advance- Modell- OP.

- Alternative: BIMAX. Umstellungsosteotomie zur Harmonisierung von Form und Funktion.

- Begleitend: Botoxinjektion zur Beschleunigung der Masseterrückbildung.

 

Aufgrund der skelettal bedingten Okklusionsstörung und den daraus resultierenden funktionellen Einschränkungen sowie der objektivierbaren weit fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen beider Kiefergelenke halte ich einen kombiniert kieferorthopädisch / kieferchirurgischen Behandlungsansatz in bewährter Weise für dringlich indiziert, um Folgeschäden abzuwenden.

 

Um Doppeldiagnostik mit entsprechenden Folgekosten zu vermeiden, habe ich auf die Anfertigung  weiterer diagnostischer Hilfsmittel verzichtet und bitte Sie, obigen Behandlungsplan aufgrund ihrer kephalometrischen Analysen zu prüfen und ggf. zu modifizieren.

 

Ich bitte Sie der Patientin die Freigabe zur OP erst dann zu erteilen, wenn die Zahnbögen soweit ausgeformt sind, dass sich an aktuellen Modellen eine gesicherte Angle-Kl.-I- Verzahnung einstellen lässt, um die Rezidivgefahr zu minimieren.

(...)

 

Daraufhin war ich bei Dr. Bimler in der Sprechstunde und er hat sich das Ganze angeschaut und hat mir von der OP abgeraten, und wollte mir eine Schiene verschreiben und mich zum Physiotherapeuten schicken, weil er der Meinung war, dass sich die Ganze Situation dadurch verschlimmern könnte.

Nur mal so beiseite: der Bimler meinte aber auch, dass die Diagnose von Dr. Dr. Kater, so wie er es geschildert hat von KK ohne weiteres übernommen werden würde. Der sprach auch davon, dass der Kater manchmal die Sache ein wenig übertrieben darstellen würde, damit die KK das bezahlt.

Aber kommt es nicht darauf an, was der KFO dazu sagt? Ist seine Diagnose nicht aussagekräftiger für KK als von dem KFC?

 

Dann bin ich in Dortmund gewesen bei Dr. Ritschel. Es wurden Fotos von mir gemacht ohne UNTERSUCHUNG. Es war also nur ein Beratungsgespräch. Er meinte, dass die langjährig mit dem Dr. Dr. Kater in Bad Homburg arbeiten und er auch die OP als notwendig sieht, so jetzt kommt er Punkt, wieso ich verwirrt bin:

Er meinte, dass die KK die Behandlung nicht zahlen würde, dies bedeutet ich müsste alle Kosten selbst tragen... Er hat mir Invisalign angeboten! Die Gesamtkosten für die KFO- Behandlung würden mich satte 7000 Euro kosten. Ich will nicht wissen, wie hoch die KFC- Behandlung beim Kater kostet.

Ein weiterer Punkt ist, wenn die Diagnose so ist wie es in dem Arztbrief steht, und wenn mein Gebiss angeblich so schlimm ist, wieso übernimmt die KK dann nichts? Anzumerken ist, dass noch kein Kostenvoranschlag oder so gemacht wurde...

 

Ich habe lange überlegt und mich darüber lange informiert und habe mich eigentlich für die Behandlung entschieden, weil ich daran glaube, dass unabhängig vom Ästhetischen, Funktional sich einiges im Positiven ändern würde, falls es nach Plan läuft.

Ich habe viele positive Berichte über Dr.Dr. Kater gelesen und er scheint in dem Gebiet der Spezialist zu sein...

 

Sollte ich eine Krankenhaus- Zusatzversicherung sicherhaltshalber abschließen?

 

Ich weiss um ehrlich zu sein ,wie ich im Weiteren handeln soll... ich bin total durcheinander.

Sollte ich zu einem anderen KFO?

Welchen würdet Ihr mir hierfür empfehlen? Was soll ich tun?!

Sollte ich mit meiner Krankenkasse darüber sprechen?

Würde die KK die Kosten für diese Behandlung in meinem Fall übernehmen?

Falls nein, gibt es keine Möglichkeit oder Alternativlösungen, sodass die KK das übernimmt?

WICHTIG: Ich hatte zuvor keine KFO bzw. KFC -Behandlung und ich bin auch momentan nicht in einer Behandlung, war bis jetzt nur beim Beratungsgespräch bei verschiedenen Ärzten!

 

Ich merke ich habe zu viel geschrieben, aber besser als zu wenig :grin:.

 

Ich freue mich auf eure Antworten.

 

Herzliche Grüße aus Düsseldorf

Hilal

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Hallo Hilal,

 

ich denke, die Krankenkasse würde die Kosten übernehmen. Wenn die Krankenkasse einer kombinierten Behandlung zustimmt, wird auch das "Kassenmodell" der Zahnspange gezahlt. Du hast die Wahl was an zusätzlichen Kosten für Dich anfällt.

Das kann alles zwischen 0 und einigen Tausend Euro sein.

Dr. Kater kann auch nicht zaubern und ich weiß von mehreren seiner Patienten, die nach der OP Probleme haben. Keine Ahnung was die Krankhauszusatzversicherung bringen soll. Klingt so, als könnte er dann mehr abrechnen... Sorry aber mir Dr. Kater unsympatisch, nach dem was ich so über ihn gelesen habe...

In den Unikliniken fallen in der Regel gar keine Kosten für die OP an und ich bezweifle, dass die Risiken dort höher sind.

Vielleicht kannst du über dieses Forum auch einen guten KFO finden, der nicht nur Geld machen möchte.

Besuche im Notfall mehrere KFO und KFC bis du die richtigen Ärzte für dich gefunden hast.

 

Ich würde an deiner Stelle auch den Vorschlag der alternativen Behandlung mit Schiene und Physio gut überdenken bzw. herausfinden ob andere Ärzte die gleiche Meinung haben. Ich glaube viele unterschätzen die OP, ich habe das zumindest getan.

 

Hoffe du findest den richtigen Weg deine Probleme zu lösen.

 

Grüße

Lissi

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Hi :)

 

ich gehe davon aus, dass du die Op von der KK auf jedne fall kriegst mit deinen 28494949748 Diagnosen zur Progenie.

 

ich habe perfekte Zähne, aber nen Rücklage von OK & UK .. und kriege die bimax bezahlt. und hätte auch die spange bezahlt gekriegt, wenn ich eine gebraucht hätte. und deins hört sich wirklich  krasser an, als meins :o

 

Viiiiiiiiiel Glück ! :)
 

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Klar wird sich die Krankenkasse auch die Diagnose vom Arzt durchlesen wenn es um die Bezahlung des ganzen geht. Aber soweit ich weiß lässt sich die Krankenkasse vom Kieferorthopäden die Röntgenbilder und Gebissabdrücke vorlegen. Denn es gibt da so objektive Kriterien von der Krankenkasse wann eine Zahnspange gezahlt wird (da ist z.B. genau festgelegt ab welchen Abweichungen in Millimeter vom "Normzustand" das bezahlt wird).

Dr. Kater verlangt wohl immer einige Euros an Privatleistungen (hab ich zumindest hier im Forum gelesen). Wie auch schon oben geschrieben, es gibt auch Ärzte, die weit weniger oder gar nix zusätzlich verlangen. Dr. Kater hat schon durchaus viel Erfahrung, aber er ist bei weitem nicht der einzige Arzt, der viel Erfahrung hat ;) du kannst z.B. mal unter https://www.tk.de/tk/klinikfuehrer/114928 suchen, dort Operationen und Eingriffe anklicken und als Suchbegriff 5-776 oder 5-777 eingeben (die Zahlen stehen für Verlagerung des Unter- bzw. Oberkiefers). Dann nach Fallzahl sortieren. Bad Homburg/Usingen ist Dr. Kater, die anderen Orte dann eben andere Ärzte ;)

Ob eine Zusatzversicherung generell noch abschließbar ist..wäre ich mir nicht so sicher (Krankhauszusatzversicherung könnte allerdings schon klappen). Denn die Kassen fragen da durchaus nach was denn aktuell für Krankheiten vorhanden sind/waren, was für Diagnosen so gestellt sind und ob man in den letzten paar Monaten schonmal bei Beratungsgesprächen o.ä. war. Aber das hängt von der Krankenkasse ab was gefragt wird, das kann man meines Wissens nach jetzt nicht so allgemein sagen.

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Hallo,

 

danke für die schnellen Antworten:)!

Ich habe von einem Arzt gehört in Kassel, Prof.Dr. Terheyden. Hat jemand Erfahrungen bei ihm gemacht? @Nadine1990 kannst du mir einen KFO empfehlen?

Und bei wem wirst du operiert?

Mir ist es egal wo der KFO oder der KFC, hauptsache ich habe einen passenden und guten gefunden -.-

Es gibt eben diese KIG und der KFO in Dortmund meinte ohne mich untersucht zu haben, dass die Krankenkasse meine Behandlung nicht bezahlen würde, weil laut ihm meine Fehlstellung nicht extrem genug ist... aber dann frage ich mich wieso der Dr. Kater das Ganze so schlimm geschildert hat in dem Arztbrief...

Wird eine Dysgnathie mit Angle- Kl.- II - Verzahnung nicht von der KK übernommen? Was ich nicht verstehe ist, kommt es bei der Kostenübernahme der KK bei so einer Art Behandlung nur darauf, um wie viel Millimeter meine Unterkiefer zurückliegt? Das kann doch nicht sein, dass es an einem einzigen oder zwei Milimetern das ganze scheitert, weil das Ganze hat ja tausend Auswirkungen auf meine Gesundheit...

Der Kater sooo viele Diagnosen zur Progenie gemacht, dass müsste die KK doch übernehmen?! Aber wieso haben die KFO da so verschiedene Aussagen? Wahrscheinlich wird es Wochen/ Monate dauern bis ich den richtigen Arzt gefunden habe...

Kennt ihr KFO/ KFC, die auch gleichzeitig Gutachter sind? Das wäre doch ganz praktisch oder?

 

Ganz ganz liebe Grüße :)

Hilal

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Du musst unterscheiden: Es gibt die Zahnspange und die eigentliche Operation. Bei der Operation ist es meines Wissens nach so: Wenn der Arzt sagt, dass die Operation nötig ist, dann zahlt das die Krankenkasse (bzw. falls sie doch nicht zahlen würde, ist das bei der gesetzlichen Krankenkasse das Problem vom Arzt ;) aber der weiß ja wann Operationen gezahlt werden). Allerdings verlangen manche Ärzte mehr oder weniger hohe Zusatzkosten für diese Operation, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen werden (kann im Bereich von wenigen hundert bis mehrere tausend Euro liegen, das ist wirklich vom Arzt abhängig, daher nachfragen).

Dann gibt es es noch die Kosten für die Zahnspange. Da werden (soweit ich weiß) eben wirklich nur diese KIG Kriterien angewendet um zu entscheiden ob eine Zahnspange bezahlt wird oder nicht. Und ja, da kommt es wirklich drauf an wieviel Millimeter die einzelnen Zähne bzw. Kiefer zueinander falsch stehen. So Sachen wie Kiefergelenksschmerzen o.ä. sind (leider?) keine Kriterien. Der Kieferorthopäde macht ja normalerweise seine Röntgenbilder und Abdrücke und dann kann er das ausmessen und bei der Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Außer der Kieferorthopäde sieht schon von Anfang an, dass das nix wird mit Kostenübernahme. Aber normalerweise sollte man das schonmal ausmessen, dann weiß man was los is.

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Mal eine andere Frage: Warst du noch nie in physiotherapeutischer Behandlung?

 

Bei meiner CMD läuft nun seit ungefähr 2 Jahren parallel auch Physiotherapie und das hat mir jede Menge gebracht. Ich habe eine deutlich verbesserte Mundöffnung, weniger Geräusche im Gelenk und keine Schmerzen mehr.

 

Ich bin mir ziemlich sicher, dass man sowas kombinieren sollte, da die Muskulatur sich über Jahre den Bedingungen angepasst hat und die Probleme entsprechend verstärkt. Ich war jetzt schon häufiger komplett beschwerdefrei, je nachdem, wie zügig sich dann die Zähne aber wieder bewegen, vereinbare ich dann wieder Termine bei meiner Physiotherapeutin, die zieht mir alles gerade und dann habe ich wieder einige Wochen Ruhe.

 

Ich kann sowas nur empfehlen. Bei mir wurde Physiotherapie auch bis kurz vor dem Krankenhaus und direkt kurz nach der OP gemacht und ich bin mir sicher, dass das sehr dazu beigetragen hat, dass alles so zügig problemlos ging.

 

Zur übrigen Problematik würde ich an deiner Stelle weitere KFO aufsuchen und mich beraten lassen. Ich habe so lange gesucht, bis ich eine KFO hatte, der ich Vertrauen schenken konnte. Chirurgen kommen dann ins Spiel, wenn ich sie brauche, den Rest macht sie - Behandlungspläne an die Kasse schicken und Kostenübernahme klären, Modelle, Behandlungsplanung. Welchen Chirurgen ich letztendlich nehme, kann ich mir dann überlegen.

 

Im Übrigen würde ich genau 0 € zuzahlen (außer den 20 % Eigenanteil bei der Kasse), wenn ich nicht auf innenliegende Brackets bestanden hätte. Bevor ich also zig Tausende in die Hand nehme, würde ich erstmal sichergehen, einen seriösen Arzt zu finden. Das scheint mir bei dem, was ich hier im Forum lese, nicht selbstverständlich zu sein.

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