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**LA**

Erfahrungen mit Lingualtechnik und Kosten

42 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen!

 

Ich würde gerne wissen was ihr für Erfahrungen mit Lingualtechnik gemacht habt, wo und wie teuer es bei euch war?

 

Möchte in nächster Zeit auch eine Lingualspange einsetzen lassen, habe allerdings überall von ganz unterschiedlichen Preisen gelesen und gehört... daher bin ich auf der Suche nach einem KFO, der es möglichst günstig macht. KK übernimmt bei mir nichts mehr.

 

Würde mich über Antworten freuen! :-)

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Vertraue nicht den Werbetexten. Nach meiner Meinung ist eine außenliegende Spange wesentlich günstiger, schneller und das Ergebnis besser.

bearbeitet von mik

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Sorry, Einspruch. Wesentlich günstiger stimmt, schneller stimmt nicht und besser ebenfalls nicht.

Die größten Nachteile der Lingualtechnik sind meiner Ansicht nach ein erhöhter Aufwand für den Behandler, Irritationen an der Zunge und vor allem der Preis.

Für die Zahnbewegung ist es technisch nahezu egal, wo das Bracket ist. Allerdings kommt man bei Lingual seltenst ohne individuell gestaltete Bögen aus, und alle Maßnahmen sind für den Behandler mit mehr Verrenkungen verbunden. Zu einem nicht unerheblichen Teil spielt auch die Übung eine Rolle. Ansonsten kann man alles ebenso richtig, falsch oder kreativ lösen wie bei einer bukkalen Apparatur.

Was den Komfort angeht, habe ich verschiedene Aussagen gehört: Von "Ich merke kaum was." bis "So habe ich mir das aber nicht vorgestellt." war alles dabei.

Die Kosten halte ich für das größte Problem. Bei Incognito, dem vermutlich am meisten verbreiteten System, ist ein großer Batzen an Laborkosten dabei, da jedes Bracket individuell gegossen wird.

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Entschuldigung für die allgemeine Formulierung. Aber, ich hatte beide Systeme schon im Mund und so sind meine Erfahrungen.

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@Mush:

Gibt es wissenschaftliche Belege über die Effektivität im Vergleich zu bukkalen Systemen?

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Es gibt zunächst eine Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Linguale Orthodontie, über deren Wert man streiten kann, da sie ja von der DGLO kommt. Ein schnelles Überfliegen ist sie aber allemal wert. Dann gibt es noch einige Studien, die die Behandlungsergebnisse der Lingualtechnik mit einer zuvor hergestllten "Wunschaufstellung" der Zähne, dem sogenannten Setup vergleichen, z. B.:

Bei denen kommt immer wieder heraus, dass das Setup, ziemlich genau erreicht wird.

Vergleichbare Studien gibt es für bukkale Apparaturen nicht, da dort vor der Behandlung meistens kein Setup erstellt wird. Eine Ausnahme bildet das Insignia-System, das sich diesen Aspekt gewissermaßen von der Lingualtechnik abgeschaut hat, aber noch recht neu, also auch nicht großartig mit Studien untermauert ist.

Dann gibt es noch eine Studie, die zeigt, dass bei der Lingualtechnik offenbar das Kariesrisiko geringer ist.

 

Es gibt eine ganz aktuelle Meta-Studie, die versucht Lingual- und Bukkaltechnik hinsichtlich verschiedener Aspekte zu vergleichen und dabei nur teilweise Ergebnisse liefern kann.

 

Wenn man so will, ist die Lingualtechnik, was das Erreichen des angestrebten Behandlungszieles angeht, besser untersucht als die Bukkaltechnik und schneidet dabei auch sehr gut ab. Von der Biomechanik her gibt es Unterschiede, die auf die unterschiedlichen Kraftansatzpunkte zurückgehen, doch das grundsätzliche Prinzip ist gleich, weswegen es theoretisch überhaupt keine fundamentalen Unterschiede bei der Effektivität geben kann.

Wenn ich an meine ersten Incognito-Fälle zurückdenke kann ich aber auch verstehen, wenn man der Technik kritisch gegenüber steht. Vieles, was man in der Fachzahnarztausbildung gelernt hat, hilft einem nicht oder kaum weiter, und man muss viele neue Handgriffe und Vorgehensweisen verinnerlichen. Wenn dann etwas nicht funktioniert (vor allem beim Kleben), möchte man das ganze Zeug am liebsten an die Wand klatschen, aber ich finde, die Mühe lohnt sich, und nach einer Weile macht Lingualtechnik auch Spaß.

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Ich muss sagen, dass ich bis dato mit meiner Lingualspange sehr zufrieden bin. Meine KFO macht das schwerpunktmäßig und hat damit viel Erfahrung - entsprechend dauerte mein Termin zum Einsetzen auch nur 1,5 Stunden für beide Kiefer incl. Draht - und ich hatte und habe bisher keine großartigen Probleme.

 

Aussprache ist mit Sicherheit ein Thema, die ersten 2-3 Wochen habe ich schon noch gelispelt. Aber: Genügend Freunde und Bekannte bestätigten mir, dass sie es nur hörten, wenn sie es wussten und es zu vernachlässigen wäre - da es bei mir nach der Gaumennahterweiterung war, kann ich definitiv sagen, dass die sprachliche Einschränkung mit 9mm Zahnlücke und Gaumenschraube größer war ;)

 

Kosten halten sich bei mir auch in Grenzen, ich zahle nur die Laborkosten zu. Damit liege ich mit etwa 1500 € doch noch deutlich unter dem, was manche Leute für ihre außenliegenden Brackets zuzahlen. Im KFO-Bereich lohnt es sich eben schon, zu vergleichen - die Uniklinik hier hätte 6000 € Zuzahlung verlangt, was ja nun doch ein erheblicher Unterschied ist. Bei den 1500 € muss man aber berücksichtigen, dass wegen der OPs bei mir die Kasse alles andere übernimmt, deswegen ist das natürlich nicht ohne Weiteres vergleichbar.  

 

Für mich persönlich ist das Lebensgefühl, keine Brackets an den Außenseiten der Zähne zu haben, sowohl das Geld als auch die 2-3 Wochen Gelispel wert. Ich sehe jeden Tag, welche Zähne sich nun in eine Reihe ziehen und wie hübsch die aussehen können, wenn sie nicht weggekippt stehen - und das ist für mich erhebliche Motivation bei diesem ansonsten doch recht schweren Weg. Wenn ich dann noch optisch durch außenliegende Brackets beeinträchtigt wäre (vor allen Dingen im Job!), wäre das für mich alles eine Nummer zu groß, da bin ich mir sicher.

 

Entscheidungen muss man selbst treffen und sicherlich ist der ganze Kram nicht immer einfach, aber ich finde für mich, dass sich die Lingualspange definitiv lohnt. Und Preise vergleichen, eine Bekannte von mir muss ihre Behandlung auch selbst bezahlen und zahlt bei meiner KFO für die Lingualspange weniger, als bei einem anderen KFO für Standardbrackets.

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Meine Bewertung der individuell angefertigten Lingualspange (im Vergleich zur Normalen):

 

+++ Unsichtbar

++ beim Essen keine sichtbaren Essensreste

+   subjektiv angenehmer zu tragen (außer Anfangsphase -> Zunge)

0   Reinigung, ist egal nach meiner Ansicht

-    Sprache kann beeinträchtig sein (bei mir nur am Anfang)

-    Häufigere Bracketverluste (lingual: ca. 6, Normale: 1)

--   nicht einfach, nicht flexibel handzuhaben: Sprich, der KFO kann nicht einfach ein Bracket umkleben; den Draht anzupassen ist schwieriger,

     bzw. wenn muss alles sorgfältig ausgebaut werden; neue vorgefertigte Bögen sind teuer und man muss darauf warten. Gummis müssen an

     extra außen angeklebte Pins angebracht werden.

--   Die Termine dauern wesentlich länger.

---  Preis(-Leistung); Extrakosten bei Reparaturen und co.

 

* Die Bewertung erstellte ich unabhängig vom Können des KFO. Wie Mush richtig sagt, kann man mit beiden Systemen alles richtig, aber auch falsch machen.

 

Trotz allem:

- Für OP-Fälle rate ich dringend zur Normalen, da kein Computersystem der Welt weiß, wie der Chirurg die Fehlstellung korrigieren wird: Das Feintuning nach der OP ist (siehe aus oben genannten Gründe) einfacher und ich denke auch schneller umsetzbar. Zudem kann der KFC den Splint während der OP einfacher befestigen.

- Für einfachere Fälle (ohne OP) und Berufstätige ist es sicherlich eine gute und ästhetische Wahl, aber man muss bereit sein, viel zu zahlen.

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..., eine Bekannte von mir muss ihre Behandlung auch selbst bezahlen und zahlt bei meiner KFO für die Lingualspange weniger, als bei einem anderen KFO für Standardbrackets.

 

Ein fairer Vergleich wäre, günstigste Außenspange mit günstigster Innenspange.

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Ein fairer Vergleich wäre, günstigste Außenspange mit günstigster Innenspange.

 

In der Tat, das sind bei mir 1500 € Unterschied.

 

Und die zeitlichen Einschränkungen, von denen hier die Rede ist (längerer und komplizierter Einbau, längere Dauer von Terminen) kann ich bei meiner KFO nicht bestätigen, wenn ich mir die Zeiten hier in den Forumsberichten angucke. Mag sein, dass das bei anderen KFO der Fall ist, aber das ist dann eben doch eine Frage von Können des KFO.  

 

Bei all den Listen und Vergleichsmöglichkeiten bleiben für mich der preisliche Unterschied, die sprachlichen Probleme am Anfang und die Ästhetik.

 

Die anderen Argumente, die du anführst, kann ich so ohne Weiteres nicht nachvollziehen, da die Chirurgen, die ich darauf angesprochen habe, kein Problem an der Lingualspange sehen. Gerade auch die Aufassung, dass eine Lingualspange nur für leichte Fälle ohne OP geeignet ist, teile ich daher nicht. Dafür konnte ich mir bei meiner KFO genug Fälle angucken, die sehr wohl auch chirurgisch behandelt wurden.

 

Letztendlich kann es für das Ausrichten der Zähne auch keinen Unterschied machen, ob die Spange innen oder außen sitzt. Sicherlich sind außenliegende Brackets bekannter und haben eine längere Erfahrungsgeschichte, aber deswegen zu der Aussage zu kommen, dass das andere weniger effektiv ist, sehe ich nicht so.

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In der Tat, das sind bei mir 1500 € Unterschied.

 

Und die zeitlichen Einschränkungen, von denen hier die Rede ist (längerer und komplizierter Einbau, längere Dauer von Terminen) kann ich bei meiner KFO nicht bestätigen, wenn ich mir die Zeiten hier in den Forumsberichten angucke. Mag sein, dass das bei anderen KFO der Fall ist, aber das ist dann eben doch eine Frage von Können des KFO.  

 

Bei all den Listen und Vergleichsmöglichkeiten bleiben für mich der preisliche Unterschied, die sprachlichen Probleme am Anfang und die Ästhetik.

 

Die anderen Argumente, die du anführst, kann ich so ohne Weiteres nicht nachvollziehen, da die Chirurgen, die ich darauf angesprochen habe, kein Problem an der Lingualspange sehen. Gerade auch die Aufassung, dass eine Lingualspange nur für leichte Fälle ohne OP geeignet ist, teile ich daher nicht. Dafür konnte ich mir bei meiner KFO genug Fälle angucken, die sehr wohl auch chirurgisch behandelt wurden.

 

Letztendlich kann es für das Ausrichten der Zähne auch keinen Unterschied machen, ob die Spange innen oder außen sitzt. Sicherlich sind außenliegende Brackets bekannter und haben eine längere Erfahrungsgeschichte, aber deswegen zu der Aussage zu kommen, dass das andere weniger effektiv ist, sehe ich nicht so.

 

Bei der Spangenanbringung ist lingual wirklich recht komfortabel. Hierbei werden die Brackets gleichzeitig durch eine Schiene an der Zahninnenseite angebracht. Es muss nur noch gelasert werden und fertig.

Aber der Bogenwechsel beansprucht deutlich mehr Zeit, egal wie gut der KFO ist. Normal: wenige Minuten ; Lingual: sehr viel länger.

 

Ich denke, es macht in der Tat einen Unterschied, ob Brackets innen oder außen geklebt sind, bzgl. Hebelverhältnisse.

 

Letztendlich ist es jedem selbst überlassen, wie er sich behandeln lässt. Dass für manche lingual nur in Frage kommt, ist durchaus legitim und ich kenne auch gute Ergebnisse mit OP (hier im Forum). Aber, da ich beide Systeme im Mund hatte und somit eine objektive Meinung darüber bilden konnte, werde ich jedem davon abraten.

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Hi,

 

auch ich habe den Vergleich mit beiden Systemen und würde sofort wieder Lingualtechnik wählen.

 

Die ersten 1-2 Wochen sind nie angenehm und bei Lingual sicherlich etwas schlimmer.
Den Mehraufwand beim Bogenwechsel war minimalst, ich war nach rund 20 Minuten meist aus der Praxis raus.

Im Gegenteil war eher der Vorteil, dass der Doc persönlich den Bogen wechselte und nicht eine der Helferinnen.

 

Die Entscheidung muss jeder selbst für sich treffen, wer vorab schon Angst und Zweifel vor der Lingualtechnik hat, wird wahrscheinlich auch dann nicht glücklich sein damit.

 

Schau dir die Möglichkeiten einfach an - du wirst hier im Forum einige Tagebücher von glücklichen Incognito-Trägern finden, du wirst aber auch immer wieder mal von Problemen lesen.

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Aber, da ich beide Systeme im Mund hatte und somit eine objektive Meinung darüber bilden konnte, werde ich jedem davon abraten.

 

Das kannst du gerne machen und ich finde es auch sehr interessant, wenn verschiedene Meinungen ausgetauscht werden. Für mich vermischst du aber sehr allgemeingültige Aussagen mit subjektiven Erfahrungen und das finde ich etwas schwierig.

 

Was die Zeit angeht, werde ich nach meinem ersten Bogenwechsel berichten ;)

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Ein guter Kieferorthopäde der verantwortungsvoll sein Handwerk betreibt wird sich eher nicht mit Lingualtechnik beschäftigen. Das macht man um neue Kundenfelder zu erschließen das ist eine Spielerei. Es ist schon fragwürdig genug mit mittelwertigen Systemen zu arbeiten. Die Kunst des Behandlers spielt dabei keine Rolle mehr, da wird alles delegiert.

Norbert Vogel

Relaktor-Dentaltechnik

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Genau, alles Spielerei, dieses neumodische Zeug. Das macht man nur wegen der Millionen von Patienten von denen man weiß, dass sie das wollen, und außerdem macht eh alles die Helferin.

Danke für den Beitrag... :461:

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Mush:

Wer erstellt das Set-up / biegt die Bögen / entscheidet wieviel Bögen benötigt werden / liefert die Matritze zum übertragen der Brackets in den Mund, sie oder ein Dienstleister und somit auch der Computer? Wird der Patient über muskuläre (myofunktionelle) Ursachen seiner Dysgnathie aufgeklärt? Wird ihm gesagt, dass wenn er diese nicht verbessert eine große Rezidivgefahr besteht. Und vorallem, dass diese mittelwertigen Systeme mit Risiken verbunden sind.

Norbert Vogel

Relaktor-Dentaltechnik

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Wer baut denn Aktivatoren oder Entlastungsschienen? Das Setup wird, wie jede andere zahntechnische Arbeit, nach den Vorgaben des Behandlers erstellt. Er kann diese, wie bei jedem anderen System auch, mehr oder weniger detailliert gestalten. Es besteht kein systemimmanentes Defizit an Einflussmöglichkeiten. Der Umgang mit der Lingualtechnik stellt darüber hinaus erhöhte Anforderungen an den Behandler, der zunächst Zeit und Geld in Fortbildungen investieren muss. Mehr als bei der bukkalen Technik ist hier nicht zu delegieren.

Art und Umfang der Aufklärung sind ebenfalls von dem gewählten System unabhängig. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass orofaziale Dyskniesien nur eine mögliche Ursache für die Entstehung von Dysgnathien darstellen. Andersherum bietet eine Harmonisierung der myofunktionellen Situation allein keinen ausreichenden Rezidivschutz, speziell hinsichtlich dentaler Dysgnathien.

Angebliche Risiken der Straightwire-Technik werden immer wieder mal postuliert, besonders gern im Zusammenhang mit der Vermarktung vermeintlich kiefergelenksschonender Produkte und Techniken. Tatsächlich sind die allgemeinen Risiken der verschiedenen MB-Techniken weitestgehend gleich.

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Sind das tatsächlich Laborarbeiten und biegen sie ihre Bögen selbst?

Oder sind das computer-simulationen an Hand derer ein Dienstleister die Bögen liefert?

Die Kunst des Kieferorthopäden ist durch die Skelettale - und Weichteilsituation limitiert. Hält er sich daran ist zumindest kein Dauerretainer notwendig.

Bei Klasse III wenn das Zungenhabit nicht beseitigt wird, gibt es selbst nach einer OP häufig ein Rezidiv. Anschaulicher kann man die Wirkmächtigkeit myofunktioneller Fehlfunktionen nicht machen. Dabei handelt es sich um Erwachsene. Wenn man eine KFO mit 13 oder 14 abschließt potenziert sich das Risiko.

Eine funktionelle Orthopädie die nicht nur morphologisch therapiert sondern auch die funktionellen Abwegigkeiten ist in der Medizin selbstverständlich. Ob dieses Denken jemals in der Zahnmedizin ankommt, daran habe ich erhebliche Zweifel.

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Es wäre schön, wenn sich allein durch die Berücksichtigung myofazialer Verhältnisse dauerhaft stabile Behandlungsergebnisse erzielen ließen, aber das ist nicht der Fall. Rezidive können die verschiedensten Ursachen haben. Wer sich, einer simplen Ideologie folgend, auf eine davon konzentriert und die anderen ignoriert, schadet unter Umständen dem entsprechenden Teil seiner Patienten.

In der Zahmedizin, speziell im europäischen Raum, haben die Funktionskieferorthopädie und die Mitbehandlung funktioneller Faktoren übrigens seit Jahrzehnten einen festen Platz. So zu tun als müsse hier noch irgendetwas ankommen, zeugt günstigstenfalls von Unkenntnis.

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Außer, dass sie mir (günstigstenfalls) Unkenntnis unterstellen haben sie konkret keine Frage beantwortet.

In Amerika ist Funktionskieferorthopädie tot in Europa am aussterben, ja es gibt sogar Bestrebungen den Orthopäden in der Berufsbezeichnung abzuschaffen und auch in Deutschland den Orthodont(ic) (Zähne bewegen) einzuführen wie es international üblich ist. Wie sie darauf kommen funktionelle Orthopädie ist ein fester Bestandteil der KFO ist mir ein Rätsel. Ich habe die Entwicklung hin zu einer überwiegend mechanischen Behandlungsweise hautnah miterlebt.

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Ganz konkret: Ihre Annahmen sind falsch.

Ich gehe davon aus, dass Sie weder jemals einen Patienten behandelt noch überhaupt Zahnmedizin studiert haben, denn anderenfalls wären Ihnen die Vorlesungen und Seminare mit funktionskieferorthopädischen Themen nicht entgangen, die an manchen Universitäten sogar einen überwiegenden Teil der kieferorthopädischen Lehrinhalte ausmachen.

Ich komme darauf, weil ich Semester für Semester einige dieser Seminare halte.

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Das bringt so nichts. Ich bin kein Arzt unter www.relaktor.de können sie sich informieren was mich Qualifiziert über die KFO und ihre Entwicklung mit ihnen zu diskutieren. Ich empfehle den Artikel „Funktionelle Störungen“ da wird explizit auf die geschichtliche Entwicklung eingegangen.

Warum wird in diesem Forum nicht über muskuläre Zusammenhänge diskutiert wenn sie so einen hohen Stellenwert in der KFO haben? Die kommen dann zu mir, wenn mal wieder heftig an den Weichteilen vorbeibehandelt wurde.

Aber auf konkrete Fragen, da sind einige die auf Antwort warten, gehen sie ja nicht ein.

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Nochmal: Funktionelle Faktoren sind nicht alles. Sich auf sie zu konzentrieren und alles andere auszublenden, ist nicht zielführend.

Ihre Homepage bestätigt in der Tat meine Vermutung, was Ihre Qualifikation angeht.

 

Des weiteren darf ich anmerken, dass Beiträge auf Progenica nicht dazu dienen sollten, Werbung zu transportieren.

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