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Lovely_Yola

Intrusion der Backenzähne - offenen Biss schließen

Hallo zusammen, 

vielleicht kennt mich ja noch jemand von früher, wobei ich das eher bezweifle, bzw. "bezweiflen möchte", da ich hoffe, dass alle, die früher hier mit mir unterwegs waren, ihre Kiefergeschichten erfolgreich abgeschlossen haben und nicht mehr aktiv hier sind. 

 

Jedenfalls..... ich hatte gerade den Bericht von Steffi gelesen, die ein ähnliches Problem wie ich hat, und wollte deshalb mal meine Geschichte erzählen. 

 

Mein Problem: 

frontal offener Biss, Zahnkontakt eigentlich nur auf 1.6 und 4.6, wenn ich den Kiefer "kippe", dann auch links Kontakt je nachdem wie ich den Kiefer schiebe, aber höchstens bis zum 2.3 (und das auch nur links) 

 

Also ganz kurz zu Anfang: 

2003 Zahnspange 

DANN war ganz lange die Überlegung da, mich operieren zu lassen, GNE und Oberkiefer-OP, -ich konnte mich letztendlich aber nicht dazu durchringen, da die Angst vor der OP doch zu groß war. 

 

Nach viiiiielen vielen Zahnarzt-, Kieferorthopädie- und Kieferchirurgen Besuchen kam ich dann auch auf die Alternativmethode, die Zähne intrudieren zu lassen. 

Im Dezember 2009 war es dann soweit, dass ich die zwei Implantate ins Gaumendach bekommen habe. 

Die OP ist wirklich ein Klacks, ich hatte gehört, die Spritze in den Gaumen soll sehr weh tun - ist aber nicht so (gut, ich habe auch so ein Betäubungsgel auf die Stelle bekommen). 

Dann wurden die Implantate gebohrt, was aber auch wirklich nicht schlimm war. 

Nach schätzungsweise 15 Minuten war alles vorbei und ich durfte auch sofort gehen. Ich hatte den Tag über noch so ein leichtes Pochen und ein Druckgefühl, leichte Kopfschmerzen, aber am nächsten Tag war alles wieder gut, und wie gesagt, auch davor aushaltbar. 

 

Ich bekam dann ein paar Tage später (sorry, es ist schon so lange her) die Gaumenapparatur eingesetzt. Nicht schmerzhaft, aber schrecklich. Ich konnte nicht mehr richtig sprechen. Die Gaumenapparatur hatte zwei Bügelchen, die links und rechts zu 1.6 und 2.6 liefen, an denen ich so Metallmanschetten hatte. 

Nun - jedes mal, wenn ich geschluckt habe, hat die Apparatur die Zähne nun reingedrückt. 

 

Nach einigen Tagen gewöhnt man sich an die Apparatur, man lernt auch besser zu sprechen, wobei ich in der ganzen Zeit (8 Monate) nie klar gesprochen habe. 

 

Etwa Anfang Februar 2010 riss die Apparatur. Was sehr ärgerlich war, da sie abends riss, und ich sie aber nicht vollständig entfernen konnte. Mir baumelten also die Bügelchen lustig im Mund umher und ich musste sie dann über Nacht mit irgendeiner Schnur mit der Zahnspange notdürftig verschnüren, damit sie mir im Liegen nicht den Hals zerstachen. 

 

Am nächsten Tag wurde die kaputte Apparatur vom Kieferorthopäden entfernt und ich durfte nochmals einen Weg von 540 km fahren, damit der Kieferchirurg eine neue Apparatur einsetzte. Aber nun gut, das war damals der letzte Strohhalm, nach dem ich griff, ich hätte glaub ich fast alles getan. 

 

Etwa im Juni 2010 riss die Apparatur ein zweites Mal. 

 

Wieder ließ ich sie mir richten. 

 

Nach Herausnahme der Apparatur im August 2010 hatte ich einen nahezu geschlossenen Biss und 1.6 war richtig krass (etwa 2mm schauten noch raus) im Kiefer verschwunden. 

 

ICH WAR GLÜCKLICH WIE FAST NIE ZUVOR!!!! 

Ihr könnt euch das nicht vorstellen, wie es ist, wenn man über 6 Jahre lang für etwas kämpft und dann erfüllt sich der Wunsch.... 

Die vorderen Schneidezähne hatten keinen Kontakt (aber knapp), aber Eckzähne und alle Backenzähne hatten Kontakt.... 

 

Ich war (wie gesagt ;) ) total happy mit dem Ergebnis, bekam die Zahnspange dann auch eeeeeeendlich raus, sowie die Apparatur, einfach ALLES :biggrin:

 

Kleberetainer im Oberkiefer von 1.4 zu 2.4 (ich wollte ihn ausdrücklich so bis zu den Prämolaren). 

 

Jedenfalls war ich einige Zeit sehr glücklich mit dem Ergebnis, bis ich im Herbst 2010 bemerkte, dass sich ein Rezidiv einstellt. 

Im Dezember hatte ich dann schon fast wieder die ursprüngliche Situation. Wobei ich sagen muss, dass es mir vorkommt, dass sich EIN BIßCHEN was gebessert hat, also wenn die vorherige Situation = 0 war, und die Happy-Situation = 100, dann ist meine jetzige (also die ab etwa Dezember 2010) = 10. 

 

Ich muss trotz allem sagen, dass ich froh bin, die Behandlung wenigstens probiert zu haben, weil ich wollte nichts unversucht lassen; obwohl sie mich in etwa 2.000 Euro gekostet hat. 

 

Wie ist die Situation heute? 

 

Hmmmm.... ich kämpfe immer noch mit den Entscheidungsmöglichkeiten 

1. Zähne abschleifen lassen 

2. alles so lassen wie es ist und sich irgendwie arrangieren 

3. doch noch die OP anzugehen, wobei ich das eher ausschließe. 

 

Achja, ich wollte noch etwas zum Thema Zähne abschleifen sagen: (das ist nur meine Meinung!) 

Klar finde ich es furchtbar, den Gedanken, gesunde Zahnsubstanz abschleifen zu lassen, und ich finde, man sollte sich das GUT überlegen. 

Aber man muss sich auch mal darüber im Klaren sein, was für Risiken eine große Umstellungsosteotomie hat, was für Folgeschäden bleiben können. Taube Stellen, Nervenschäden, etc. - wenn man das einmal auf die Waage stellt und gegenüber das mit dem Zähne einschleifen, dann finde ich Zähne einschleifen die mildere Variante. Man sollte sich auch darüber bewusst sein, dass so ein Zahn (wenn er nicht extrem stark eingeschleift wird), mit einer Krone versorgt werden kann, und je nach Einschleifungstiefe dann auch keine Probleme mehr macht (so wurde mir es jedenfalls vom Zahnarzt gesagt). Wohingegen ein Kieferknochen, der gebrochen wird, so viel mehr Schäden einbringen kann, weil da ja die Gesichtsnerven verlaufen, die in einem Zahn nicht verlaufen. 

 

Mich würde mal interessieren, wie ihr dazu steht. 

Es kann auch sein, dass ich falsch liege, ich hab mich nach dieser ganzen Odyssee ziemlich entfernt vom Zahn-Thema, weil ich einfach mal meine Ruhe wollte, und deshalb hab ich wahrscheinlich auch viel vergessen, weil ich nicht mehr in der Thematik drin bin. 

 

Ach ja, ich habe das Thema jetzt einfach mal in diese Rubrik gepostet, weil ich mir nicht sicher war, in welche es reinpasst. 

Falls ein Admin denkt, es wäre woanders besser geeignet, dann ruhig verschieben ;)

 

Ich hoffe, ich habe irgendjemanden von euch ein bißchen weiterhelfen können und falls ihr irgendwelche Fragen habt, stellt sie ruhig in diesem Post. 

 

Viele liebe Grüße, 

Anna 

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Hallo Anna,

 

wirklich schade, dass das mit dem Gaumenimplantat nicht geklappt hat.

 

Ich selber hatte auch einen offenen Biss, hätte mir aber nie die Zähne abschleifen lassen wollen, um diesen zu schließen.

Denn das würde zu einem Absenken des Bisses führen. Ob das den Kiefergelenken gefällt? Einen Versuch, den ich nicht machen würde. Womöglich ginge es eine Zeitlang gut und würde Jahre später plötzlich Probleme bereiten.

 

Außerdem würde es ja nicht genügen, nur die hintersten Zähne abzuschleifen. Es müssten ja praktisch alle von hinten nach vorne beschliffen werden! Die hintersten am stärksten und dann nach vorne hin immer weniger.

 

Klar kann man Zähne mit Kronen versorgen lassen, was allerdings schade wäre, wenn der Zahn vorher noch völlig gesund war. Denn sobald man Füllungen, Kronen etc. hat, ergeben sich Angriffspunkte für Kariesbakterien, die darunter „arbeiten“ können (eigene schmerzliche Erfahrung).

 

Bei einem flacher geschliffenen Zahn ist außerdem der Zahnnerv nicht mehr so weit von der Oberfläche entfernt. Wenn der Zahn dann für eine Krone bearbeitet wird, ist natürlich das Risiko größer, dass es zu einer Pulpitis und so zu einer Wurzelbehandlung kommt. Wenn dann gleich mehrere Zähne betroffen sind... hatte selber drei Wurzelbehandlungen, die allmählich zur unendlichen Geschichte mutieren (toter Backenzahn ist entzündet und muss wohl bald raus).

 

Wenn ich Du wäre, würde ich entweder

  • nichts tun und mich so arrangieren

  • oder die ganze Behandlung mit der OP durchziehen.

Vor der OP hatte ich selber auch jahrelang große Angst und wollte sie auf keinen Fall. Als mir dann aber ein Zahnarzt eröffnete, dass ich praktisch keine Wahl mehr hatte, begann ich viel zu lesen (vor allem hier im Forum die OP-Berichte) und verlor die Angst dadurch immer mehr.

 

Die OP selber war dann auch wirklich halb so wild.

Und beim Oberkiefer ist die Gefahr einer Nervenverletzung ja (soviel ich weiß) auch viel geringer als beim Unterkiefer. Wobei auch da wirkliche Verletzungen selten zu sein scheinen.

 

Ich hoffe, dass Du eine gute Lösung findest.

 

LG, Iris

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Hey Anna,

ja, das ist schon echt ne sche***...

 

Nicht umsonst heißt es, der offene Biss sei am schwierigsten weg zu bekommen und die Rezidiv Gefahr ist so unglaublich hoch.

 

Ich hatte ja das selbe Problem und stehe/stand auch zwischen den Punkten.

Mein offener Biss hat sich aber nun so verschlimmert, das man so viele mm gar nicht abschleifen könnte und auch nicht intrudieren kann.

 

Also steht für mich auch nur

  • nichts tun und mich so arrangieren

  • oder die ganze Behandlung mit der OP durchziehen. (Bei allen anderen Methoden, wäre es mir auch einfach zu unsicher.)

 

Aber ein wichtiger Punkt ist vielleicht auch, um wie viel mm offenen Biss es sich bei dir Handelt? Habe ich da was überlesen?

Davon würde ich die Entscheidung auch stark abhängig machen.

 

 

PS: Ich habe mich für "nichts tun und mich so arrangieren" entschieden.

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Hey Anna,

das tut mir echt leid für dich!! Ich stehe noch ziemlich am Anfang meiner Behandlung (GNE schon hinter mir, die wirklich garnicht schlimm war) jetzt Spange und in ca. 1 Jahr UKVV!!

Ich weiß nicht wie ich an deiner Stelle handeln würde, aber ich kann mir vorstellen das du es später bereust wenn du jetzt nichts unternimmst!! Aber letztendlich kannst nur du das entscheiden!!

Ich würde mich für die OP etc entscheiden! Vor allem die ganzen positiven vorher nachher Geschichten mit Fotos zeigen mir täglich, das ich auf dem richtigen Weg bin!!

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung! Du wirst für dich den richtigen Weg gehen!

LG

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Hallo Anna;

 

vielen Dank, dass Du Dich hier meldest nach so langer Zeit! Das ist in der Tat sehr hilfreich (und für Dich kommt hoffentlich auch was dabei herum - Unterstützung, Ideen usw.).

 

Habe auch einen offenen Biss und Deine Geschichte bestätigt mal wieder, wie rezidivanfällig die sind :(

Von daher: mir hilft Dein Beitrag, nicht jede alternative Behandlung auszuprobieren, nur aus Angst vor der OP. Dann tendiere ich vielleicht lieber zu "gar nichts machen".

Ach, ich bin genau so unentschlossen wie Du...

Nur Zähne abschleifen kommt für mich nicht in Frage [ja, und OP irgendwie auch nicht, ähem... ;) ]. Was passiert denn, wenn sich der Biss verändert? Dann passt das ja alles gar nicht mehr. Oder sehe ich das falsch?

 

Tut mir so leid, dass dieser Glückszustand, von dem Du geschrieben hast, nicht länger oder für immer angehalten hat. :(

 

Ganz liebe Grüße und ich bin gespannt, wie Du Dich entscheidest. Alles Gute für Dich!!! 

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Hey,

 

so wie ich das verstanden habe, hattest du eine konservative GNE?

Hört sich nach der Geschichte an, wovor mich mein KFC immer gewarnt hatte. Auch bei mir war der Oberkiefer nach 1jähriger Zahnausformung durch die Zahnspange zu klein. Deshalb musste eine chir. GNE durchgeführt werden, da ab 6mm Weitung eine konservative GNE zu rezidivgefährdet sei.

 

Ich kann die GNE empfehlen, zwar war sie unangenehm, aber im Vergleich zur Bimax nicht schlimm. Spätfolgen gab es durch die GNE nicht.

 

Zähne würde ich nicht einschleifen lassen, da wie mein Vorredner richtig sagt: Dein Biss scheint nicht stabil zu sein. Einschleifen ist meines Wissens nur sinnvoll, nach stabiler kieferorhopädischer Behandlung. Das waren auch die Worte meines Zahnarztes und wenn dann nur Mikrometer.

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