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RexRaptor

Kieferoperation vor 21. Lebensjahr

Hallo,

 

mein Kieferorthopäde hat mir gesagt, dass man Kieferoperationen normalerweise erst ab dem 21. Lebensjahr durchführt, da man sicher gehen will, dass der Patient 100% ausgewachsen ist. (Zwecks Kieferwachstum nach der OP)

 

Da ich erst 18 Jahre alt bin ist nun meine Frage, ob es doch eine Möglichkeit gibt, dass ich vor dem 21. Lebensjahr operiert werden kann!?

Ich bin mir ziemlich sicher das ich ausgewachsen bin! (seit 4-einhalb Jahren nicht mehr gewachsen und der Größte in meiner Familie)

 

Ein Freund hat mir jetzt erzählt, dass ich zu einem Orthopäden gehen soll, der könnte meine Hand röntgen und so feststellen ob meine Wachstumsfugen noch offen sind oder nicht. Wenn der Orthopäde feststellen würde das ich nicht mehr wachse und ich meinem Kieferorthopäden das Ergebnis zeige, könnte ich dann schon früher operiert werden? Hab nämlich seit 1 Jahr starke Kieferschmerzen (vorallem beim Kauen) und bin deswegen nicht scharf drauf noch 3-4 Jahre zu warten.

 

Danke im Vorraus

 

 

 

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Hallo RexRaptor,

 

das der KFC erst die OP durchführen will, wenn man ausgewachsen ist, ist natürlich logisch und auch normal.

 

Aber erst ab der 21. Lebensjahr finde ich wirklich hoch gesetzt. Ich glaube nicht, dass es bei anderen KFC auch so ist. Bei mir wurde gesagt, ab dem 18./19. Lebensjahr.

Es gibt hier einige Leute die unter 21 sind und schon ihre Kieferop hinter sich haben.

 

Ich kann dir nicht sagen, ob es da wirklich bei manchen KFC feste Regeln gibt beim Alter und sie auch ohne wenn und aber nix vor dem 21. Lebensjahr machen.

 

Falls dich dein KFC wirklich Quer stellt wäre das für mich ein Grund zum Wechseln. Einen KFC zu finden, der früher Operiert sollte nicht schwer sein. Man muss ja auch bedenken, wenn du bis zum 21. Lebensjahr wartest, ob du nicht dann schon fest im Arbeitsleben stehst ect. und dafür dann noch Zeit und Platz ist.

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Ich glaube kaum das du mit deinen momentanen kieferschmerzen direkt unters Messer gelegt wirst! Wahrscheinlich steht dir dann genau so ne Behandlung bevor wie einigen hier - Spange, OP, Spange... Kann man so natürlich nicht sagen aber die Wahrscheinlichkeit ist denke ich groß! Von daher hättest du auch noch Zeit für die OP und wenn man anhand des Röntgenbild sieht, das du nicht mehr wächst, sollte eigentlich nix dagegen sprechen! Such dir nen gescheihten KfO, danach bist du schlauer :-)

Viel Erfolg!

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Hallo RexRaptor,

 

Ich bin 17 und hatte vor genau 2 Wochen meine Unterkieferverlagerung. Meine Behandlung habe ich bereits mit 16 1/2 angefangen (sprich: Die Zahnspange bekommen), damals wurde ein Röntgen von meiner Hand gemacht und festgestellt dass alle Fugen geschlossen sind. Ich war mir nicht sicher, ob ich darüber glücklich sein sollte, da das hieß, dass ich nicht mehr größer werde als 1,64m, aber es hat mir die Möglichkeit eröffnet, vor 18 operiert zu werden.

Weder KFO noch KFC haben sich jemals über mein junges Alter beschwert und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das dein KFO nach einem Röntgen machen würde. Wenn doch, dann würde ich an deiner Stelle zusehen, dass du wechseln kannst. Denn wie Steffi schon sagte, weißt du nicht, wie dein Leben in 3 Jahren aussehen wird. Außerdem wirst du höchstwahrscheinlich, wie die meisten von uns, auch in den Genuss einer Zahnspange kommen und während du sie trägst hast du theoretisch ja auch noch Zeit zu wachsen ;)

 

Viel Glück und liebe Grüße

Ness

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Ob deine Kieferschmerzen durch eine OP geheilt werden, waage ich zu bezweifeln. Dafür gibt es muskuläre Gründe. Vermutlich hat dein KFO etwas an den Weichteilen vorbei behandelt. Du kannst dich bei ihm für deine Schmerzen bedanken. Eine OP aus ästhetischen oder funktionellen Gründen ist eine andere Baustelle. Ein vernünftiger Chirurg wird dir dasselbe erzählen.

Gruß Norbert

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@norbert vogel

Wie kann ein KFO "an den Weichteilen vorbei behandeln"?

Kieferschmerzen können sehr wohl durch eine OP geheilt werden. Du widersprichst dich selbst. Wenn OK und UK nicht zueinander passen, dann hat das Verspannungen und Schmerzen in der Muskulatur zur Folge. Hier hilft eine OP sehr wohl, wenn das die Ursache ist. Dass Logopädie, Physiotherapie etc. auch begleitend angewendet werden sollten, versteht sich von selbst.

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Ich hoffe für dich, dass du recht behälst. Bist du wegen Kieferschmerzen zum KFO, oder hast du die Schmerzen erst durch die Vorbehandlung für die OP bekommen. Wenn ja, stellt sich die Frage warum wirst du jetzt vobehandelt obwohl man dich erst in einigen Jahren operieren kann?

Gruß Norbert

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Kiefergelenksschmerzen können sehr wohl von einer Fehlstellung der Kiefer kommen. Zum Beispiel ist mein rechter Gelenkkopf durch den Fehlbiss und die daraus resultierende Fehlbelastung bereits übermäßig stark abgenutzt, daher meine gelegentlichen Schmerzen beim Kauen. Eine Osteotomie greift das Problem an der Wurzel und beseitigt die Hauptursache, auch wenn der Schaden vielleicht bereits angerichtet ist.

Natürlich können Verspannungen etc. noch ein verstärkender Faktor sein, wenn man beispielsweise Nachts mit den Zähnen knirscht (was auch meistens am Fehlbiss liegt, da man Nachts unbewusst versucht, die Zähne in die richtige Position zu bringen. Da das aber nicht möglich ist resultiert das Ganze ins Knirschen), aber zu behaupten, dass eine OP die Schmerzen nicht beheben kann finde ich nicht unbedingt richtig. :)

 

Liebe Grüße

Ness

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Ness:

Danke für die lieben Grüße, aber du hast meine Fragen nicht beantwortet. Ich bin auch Franke. Hier muss man ja aufpassen wie ein Lux. Ich ging davon aus mit Rex Raptor und seiner Ausgangsfrage zu kommunizieren. Ein schönes Durcheinander. Da kann ich lange warten von dir seine Antwort zu bekommen.

Gruß Norbert

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Hallo Ness,

 

hat die KK die Kosten für das Handröntgen übernommen? Ich bin mir eh zu 99 % sicher das ich ausgewachsen bin. 1,84 groß während alle anderen in meiner Familie 1,60 bis 1,70 sind, noch dazu seit 4-einhalb Jahren kein Stück gewachsen ... Naja, ich werde schauen dass ich in nächster Zeit einen Termin beim Orthopäden ausmachen kann und dann mal sehen.

 

Noch ein Grund wieso der KFO mich nicht richtig behandeln will (neben dem Alter), ist, dass meine Kieferfehlstellung laut seiner Aussage sehr grenzwertig ist. Hab einen Kopfbiss (obere Schneidezähne treffen genau auf untere) und einen Kreuzbiss, deshalb weis er nicht ob eine Behandlung bzw. eine OP dringend notwendig ist. Laut seiner Aussage zu viel Risiko für die "paar" Millimeter. Er rät mir jetzt bis zum 21. Geb. jedes Jahr zweimal vorbeizukommen um zu schauen "wie sich das so entwickelt". Sehr toll, meine Schmerzen sind ihm anscheinend egal. Ich hoffe wirklich, dass er sich durch das Ergebnis vom Röntgen umstimmen lässt.

 

Hallo Norbert,

 

ich bin wegen Kieferschmerzen zum KFO gegangen und natürlich wegen der Fehlstellung, die mein inkompetenter Zahnarzt leider erst recht spät "entdeckt" hat. Hab ihn als ich jünger war sogar öfters gefragt, ob mit meinen Zähnen/Kiefer alles in Ordnung wäre, da ich so ziemlich der einzige in meinem Freundeskreis war der keine Zahnspange hatte. Aber er hat immer behauptet dass ich keine Zahnspange bräuchte ... und so dumm wie ich war hab ich ihm natürlich vertraut.

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RexRaptor:

 

Jetzt kommt etwas mehr Licht ins Dunkel. Die Bedenken deines KFO teile ich. Was ich nicht verstehe warum er deinen Kreuzbiss nicht beseitigt (GNE). Aber grundsätzlich wäre es ratsam MFT (myofunktionelle Therapie) zu machen und dich um deine Gesichtsmuskulatur zu kümmern. Wenn eine Spannungsproblematik im Gesicht vorhanden ist, sollte man nicht mit Multiband behandeln. Das Ergebnis wird davon unkalkulierbar beeinflusst. Das wird auch von der DGKFO empfohlen.

 

Gruß Norbert

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Die myofunktionelle Therapie ist eine unterstützende Maßnahme. Die Meisten Dysgnathien kann sie nicht allein Beheben, und auch bei denen, für die eine myofunktionelle Ursache angenommen werden kann, ist der Erfolg fraglich.

 

Was die DGKFO hinsichtlich MFT wirklich empfiehlt, steht hier.

Es ist nach wie vor fraglich, inwieweit durch alleinige funktionelle Übungsansätze, Zahn- und 
Kieferfehlstellungen korrigiert werden können. Dazu liegen Studien mit konträren Aussagen 
vor. Auch das Primat der zunächst alleinigen Umstellung der Funktion vor apparativen Korrekturen konnte bisher nicht bestätigt werden. 

 

 

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Mush:

 

Dass MFT bei Erwachsen alleine eine Dysgnathie beseitigen kann, habe ich auch nicht behauptet. Was ich aber zu behaupten wage ist, dass regelgerechte myofunktionelle Funktionsmuster das zustandekommen von Dysgnathien in den meisten Fällen verhindern. Aber über das verbessern von Schluckmustern und Zungenverhalten ist es möglich die Spannungsproblematik der Gesichtsmuskulatur zu lindern und im günstigsten Fall zu beseitigen. Physiotherapie kann das nicht, sie ist nur unterstützend nötig um die absteigend verursachten orthopädischen Probleme zu lindern. Weiter habe ich gesagt, dass so lange eine Spannungsproblematik besteht es bei Multiband unkalkulierbare Risiken gibt und die DGKFO in diesen Fällen von einer Behandlung abrät. Die Stellungsnahmen dazu hätten sie reinstellen sollen. Sie heben immer darauf ab myofunktionelle Funktionen wären nur eine von vielen möglichen Ursachen, vergessen aber zu erwähnen, dass sie mit Abstand die wichtigste Ursache sind. Kein Behandler hat gerne Rezidive und das Risiko kann man erheblich reduzieren wenn man den Stellenwert erkannt hat und sich entsprechend verhält. Ihre Patienten werden es ihnen danken.

 

Gruß Norbert

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Die anderen Stellungnahmen finden sich hier und hier. Welche darf es sein?

Dass die Muskelfunktion nur eine von vielen möglichen Ursachen ist, stimmt schon. Natürlich können abwegige Funktionsmuster Rezidive begünstigen, doch Ihre Korrektur erübrigt in keiner Weise die üblichen Retentionsmaßnahmen.

Deshalb wäre der Nutzen Ihres Produktes begrenzt, selbst wenn es die von Ihnen behauptete Wirkung entfalten könnte. Dass es das auch nur ansatzweise kann, ist nicht belegt und darf bezweifelt werden. Dass Sie es trotzdem in verschiedenen Diskussionen, die zum Teil komplexe Dysgnathien und Krankheitsbilder thematisieren, immer wieder ins Spiel bringen und suggerieren, es könne für die Betroffenen von entscheidendem Nutzen sein, empfinde ich als unethisch.

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Mush:

 

Was sie nur immer mit meinem Produkt haben, ich werde ihnen schon nicht die Butter vom Brot nehmen. Ich werde alle Hinweise darauf löschen (es sind gar nicht so viele). Aber wenn man auf muskuläre Zusammenhänge und insbesondere auf die Wichtigkeit von Zungenverhalten und Schluckmustern hinweist, sie einem unethisches Verhalten vorwerfen, muss ich mich schon fragen ob sie nicht als Kieferorthopäde den Beruf verfehlt haben.

 

Orthopaideueins kommt aus dem Griechischen und bedeutet "richtiges erziehen" und das sollte die Kernaufgabe eines Orthopäden sein. Und Betroffene haben tatsächlich entscheidenden Nutzen davon.

 

Über den Stellenwert tonischer Funktionsmuster kann man diskutieren aber es als unethisch zu bezeichnen wenn man diese Diskussion einfordert finde ich absolut grenzgängig.

 

Gruß Norbert

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Hallo Norbert,

 

wieso teilst du die Bedenken meines KFOn? Eine Freundin hatte ebenfalls einen Kopfbiss, allerdings ohne Schmerzen und ohne Kreuzbiss, und wurde trotzdem erfolgreich operiert, obwohl es nur "wenige Millimeter" sind. Ich bin der Meinung, dass das Argument mit den "paar Millimeter" schwachsinnig ist. Kopfbiss ist genauso eine Kieferfehlstellung wie etwa Überbiss o. Ä. und gehört behandelt. Das mit dem "mal schauen wie sich das entwickelt" bringt nicht wirklich viel, wenn ich keinen einzigen Millimeter mehr wachse. Was soll sich da also noch entwickeln!?! Völlig absurd. Dazukommen die ganzen Probleme die ich durch die Fehlstellung habe. Schlechtes Kauen, Erosionen an den Schneidezähnen, Schmerzen, Zahnabnutzungen ect. Nein, da nehme ich lieber das Risiko einer Operation in Kauf.

 

Zum Kreuzbiss: Auch da hat er nur gesagt, "am besten warten wir ab wie sich das entwickelt" Keine Behandlung oder andere Maßnahmen ... Weis nicht was das soll. Erwartet er ernsthaft das sich da noch was verändert?

 

Hab jetzt heute einen neuen Termin bei meinem KFO und beim Orthopäden ausgemacht und mal schauen wie das läuft. Ich vermute aber, dass er mit den Behandlungen für eine Operation sowieso nie anfangen wird. Selbst wenn ich beweisen kann dass ich ausgewachsen bin wird er es vermutlich wegen den "paar Millimeter" nicht einsehen zu operieren. Wenn das der Fall ist werde ich zu einem anderen KFO gehen ...

 

Zu den Schmerzen: Mein KFO hat gesagt, dass die durch meine Fehlstellung entstehen und nur durch eine Kieferoperation verschwinden können. Ob das so stimmt sei mal dahin gestellt ...

 

Werde euch auf dem Laufenden halten =)

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RexRaptor:

 

Dein Kreuzbiss gehört behandelt. Ein Kopfbiiss mit normalen Achsneigungen nicht. Da ist deine Information nicht ausreichend. Hast du falsche Achsneigungen kann das schon ganz anders aussehen, man müsste Bilder sehen.

Trotzdem solltest du mal zu einem Logopäden gehen. Das klingt schon sehr nach falschen Schluckmustern und Zungenverhalten. Der Zusammenhang mit deinen Schmerzen erschließt sich nicht so ohne weiteres. Aber wenn du da was verbesserst reduzieren sich deine Schmerzen - garantiert. Du solltest den Logopäden darauf hinweisen, dass Schlucken in einem funktionsgestörten Gebiss ohne Zahnkontakt zu üben ist. Von selbst stellt er diesen Zusammenhang nicht her.

Eine OP ist keine Garantie dass dadurch deine Symptome besser werden. ich würde die Wahrscheinlichkeit als sehr gering einschätzen. Deine Schmerzproblematik kann dadurch auch verstärkt werden. Frage den Chirurgen.

 

Gruß Norbert

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Hallo Norbert,

 

nein, mein Schluckmuster und Zungenverhalten ist gut. War bereits bei einem Logopäden und der hat kaum was bemängelt. Meine Zunge hat beim Schlucken nie Zahnkontakt sondern geht beim Schluckreflex immer nach oben an den Gaumen so wie es sein sollte.

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Es macht nicht jeder alles gleich, und nicht zum selben Zeitpunkt. Insofern würde ich auch nicht behaupten wollen, dass eine Vorgehensweise richtig und die andere falsch ist, aber das Konzept, das ich kenne beinhaltet, dass man bei einer Dysgnathie mit CMD zunächst konservativ versucht, die Kiefergelenksbeschwerden zu lindern. Nach der üblichen Diagnostik wird beispielsweise mit einer Entlastungsschiene versucht, die Kiefergelenke in eine möglichst entspannte Position zu bringen. Erst danach folgen die kieferorthopädische Vorbehandlung und die OP. Dies hat den Vorteil, dass eine unter Umständen vor der Behandlung muskulär verfälschte Unterkieferposition keinen größeren Einfluss auf die OP-Planung hat, und dass vor der OP abgeschätzt werden kann, ob eine Positionsveränderung der Kiefergelenke und eine Entlastung der Okklusion einen Einfluss auf die Beschwerden haben.

Insgesamt sind Kiefergelenksbeschwerden ein weites Feld und lassen sich nicht immer gleich gut behandeln. Es gibt Patienten, bei denen eine OP nicht hilft. Unabhängig davon klingt es so, als bestünde mit dem Kreuz- und Kopfbiss ohnehin eine OP-Indikation.

Erst mit 21 zu operieren ist in der Tat eher spät, aber bringt auf jeden Fall zusätzliche Sicherheit, da gerade bei Männern ein Restwachstum im Unterkieferbereich auch noch auftreten kann wenn das Längenwachstum des Körpers schon erschöpft ist.

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Mush:

 

Was ist jetzt kaputt, wenn ich das sage wiedersprechen sie mir und jetzt schlagen sie selbst diese sehr sinnvolle Reihenfolge vor. Zuerst die Spannungsproblematik therapieren und dann KFO und eventuell eine OP. Nichts anderes versuche ich hier zu vermitteln. Mit welchen Mitteln ist letzlich egal Hauptsache die Spannungsproblematik wird aufgelöst. Selbst die Risiken wurden benannt. Wenn sie tatsächlich mit diesen Prioritäten therapieren hätten sie ihren Beruf doch nicht verfehlt.

.

RexRaptor:

 

Dein Kopfbiss und Kreuzbiss deuten schon darauf hin, dass du mit deiner Zunge Blödsinn machst. Warst du bei einem Logopäden der für MFT qualifiziert war, das ist nicht selbstverständlich. Ich empfehle Logopäden mit Zusatzausbildung nach Kittel (da werden auch Zusammenhänge mit Fehlstellungen hergestellt). Wenn es in deiner Nähe einen Chiropraktor gibt, diese sind Optimal geeignet orthopädische Zusammenhänge aufzuspüren. Bitte nicht mit Chiropraxis verwechseln.

 

Das kannst du ja mal ausprobieren,

Ich hatte ein längeres Gespräch mit einer Logopädin. Sie arbeitet bei Kindern mit Autosuggestion. Das habe ich bei mir auch gemacht. Das Spiel funktioniert so. Kurz vor dem Einschlafen achtet man darauf, liegt meine Zunge brav im Gaumen, ist mein Mund entspannt geschlossen, halte ich eine minimale Ruheschwebe ein, stütze ich diese mit der Zunge ab und atme ich durch die Nase. Dann nimmt man sich vor, beim Aufwachen soll das auch so sein. Über diesen Gedanken schläft man ein. Probieren sie es aus. Ein Tagebuch zu führen wäre nützlich.

 

Man gewinnt ein wenig den Eindruck, dass du möglichst schnell eine OP möchtest um dein Schmerzproblem zu lösen. Sie ist aber dafür nicht unbedingt eine Lösung. In diesem Sinne teile ich die Bedenken deines KFO.

 

Gruß Norbert

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Hallo Norbert,

 

wie gesagt mein Zungen- und Schluckverhalten ist gut. Die Übung die du mir empfiehlst brauche ich nicht ausprobieren, da ich das bereits seit Jahren so mache. Meine Zunge ist im Ruhezustand und beim Schluckreflex immer an meinem Gaumen und hat nie Zahnkontakt. Ich atme (fast) immer durch die Nase, mein Mund ist (fast) immer geschlossen (außer beim Reden natürlich =)) Und das mache ich bereits mein ganzes Leben so. Mein Logopäde hat wie gesagt ebenfalls bestätigt, dass es in diesem Bereich keinerlei Probleme gibt (und der betreut sehr oft Leute mit falschem Zungen- oder Schluckverhalten) Ich denke, dass es in dieser Hinsicht dann recht verständlich ist, warum ich unbedingt die OP möchte. Außer Sie können mir eine Methode präsentieren die auch wirklich funktioniert. Selbst wenn die Operation das Schmerzproblem nicht lösen sollte, habe ich viele  andere Probleme weniger.

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