snoody

UKVV am 04.09.13 bei Dr. Dr. Seeberger in der Kopfklinik Heidelberg

Liebes Forum!

 

Da auch mir die vielen OP-Bericht geholfen haben, mich psychisch und auch faktisch auf meine OP vorzubereiten, will ich nun mit meinem OP-Bericht meinen Teil zu diesem Forum beitragen.

 

Mein Zahnspangentagebuch findet ihr hier:

 

EIne kurze Anleitung vorweg: Mir ist die OP nicht besonders leicht gefallen, wer sich also leicht Panik machen lässt, sollte dies hier bitte nicht lesen... Ganz allgemein sind diese OP-Bericht ohnehin nur dann sinnvoll, wenn man mit den Inhalten umgehen kann. Natürlich kann man diese Berichte als Anlass nehmen, Angst vor jeglichen möglicherweise auftretenden Komplikationen zu bekommen - NICHT besonders sinnvoll. Wenn man aber daraus eine Art "Aufklärung" mitnimmt, und sich vielleicht noch wichtige Dinge notiert, die man beim Koffer packen vergessen hätte, dann ist es -so meine Meinung- eine sinnvolle Vorbereitung. Dementsprechend wird es eine Kurzfassung geben und eine ausführliche Version:

 

Die Kurzfassung:

Ich musste am Tag vor der OP morgens zur Aufnahme, durfte den Nachmittag wieder gehen und musste abends zurück sein. Am OP-Tag selbst, war ich um ca. 10 Uhr dran. Um ca 14 Uhr bin ich im Aufwachraum aufgewacht. Der Rest des OP-Tages war sehr unspannend. Die folgenden Tage vergingen immer gleich:

- Medikamente,

- Frühstück,

- Check-Up,

- Visite,

- Splint raus, reinigen, wieder rein,

- Mittagessen und Medikamente

- einen laaaangen Nachmittag rumbringen (meist u.a. durch Besuch von meinem Freund)

- Abendessen und Medikamente

- Schlafen (was bei mir leider nicht möglich war).

 

Die Pflegekräfte und Ärzte waren größtenteils sehr, sehr nett. Man hatte eigentlich nie Angst, nach etwas zu fragen, alle haben einen immer angelächelt. Das war wirklich toll. Wie es eben so ist, schwarze Schafe gibt es immer.

 

Das Essen war nicht so toll. Zum Frühstück immer eine warme Milchspeise (Erdbeer, Vanille, Schoko). Mittags und Abends immer Suppe. Eine davon war immer Spargelcremesuppe. Dazu Tee, stilles Wasser, Säfte, Milchgetränke. Andererseits: Was sollte es auch großes geben?!

 

Die Schmerzen waren stets auszuhalten. Viele schreiben sie hätten gar keine gehabt, das habe ich anders empfunden. Aber wie gesagt, alles im ertragbaren Bereich. Dennoch fand ich den Zustand sehr unangenehm. Das Gesicht fühlt sich irgendwie zu jeder Zeit an als würde es explodieren. Die Schwellung war aber laut der Ärzte "moderat". Die Taubheit empfinde ich auch als sehr unangenehm. Der Mund mit den Gummis war/ist bei mir so stark verschnürt, dass null Bewegung möglich ist. Somit konnte ich auch wirklich gar nicht reden. Sich dauernd mit Stift und Zettel zu verständigen nervt auf die Dauer. Ich war sehr schlapp, selbst auf Toilette gehen hat genervt.

 

Wichtige Dinge für die Koffer-packen-Liste:

- Pyjama /Trainingsanzug (ich war zu schlapp, tagsüber in einen Trainingsanzug zu wechseln, also bin ich die ganze Zeit im Pyjama rumgelaufen und habe mich dabei auch in guter Gesellschaft befunden)
- kleines Kissen (Kissen dort sind eine Katastrophe)
- Tafel / Block & Stift (da Verständigung sonst nicht möglich)
- Hausschuhe (logisch)
- feuchte Tücher (aufgrund der tauben Lippen läuft einem ständig was aus dem Mund. Alles was an den Lippen hängen bleibt, etc. muss ja weg. Habe ich gebraucht ooooohne Ende!!!)
- Kleenex-Box (s.o.)
- Handspiegel/Handy mit Frontkamera (besonders zum Lippen eincremen)
- Schal (die Kühlmasken sind SAU kalt. Es wäre echt unangenehm die Kälte dauernd bis auf den Hals hinaus zu haben)
- Ohropax (Krankenhäuser sind laut....)
- Laptop, Bücher (brauchte ich nur bedingt. Konnte mich ohnehin lange nicht genug auf sowas konzentrieren)
- Bepanthen (wichtig für die Lippen, die in der Zeit unendlich leiden)
 

Und nun die ausführliche Version:

 

1. Tag PRÄ OP (Dienstag)

 

Am 03.09. hatte ich stationäre Aufnahme in der MKG. Um 08.00 Uhe war Antreten angesagt (wie ich früh aufestehen hasse). War alles sehr unspektakulär. Mir wurde Blutdruck, Puls und Fieber gemessen, mein Zimmer gezeigt, dann noch kurz einen Arzt über die Zähnchen schauen lassen.

 

Anschließend runter zum Narkosegespräch, das wirklich super war. Endlich mal jemand, der sich Zeit für einen nimmt und einem alles erklärt und einem wirklich die Angst nimmt (jaja, man scherzt ja, dass Anästhesisten eh schlicht viel zu viel Zeit hätten). Leider hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass über eine bei mir nun aufgetretene Komplikation nicht aufgeklärt wurde...

 

Danach musste ich noch kurz zurück auf Station, habe dort aber dann ausgehandelt, dass ich den Nachmittag noch wieder gehen darf (wurde in HD operiert und wohne auch hier). So konnte ich noch einen total schönen, sonnigen Nachmittag mit meinem Freund verbringen, der mir eine sehr starke Schulter ist.

 

Um 20.00 Uhr musste ich wieder auf Station sein. Es flossen natürlich Tränen beim Abschied von meinem Freund, der mich in die Klinik gebracht hatte. Meine Zimmernachbarin (Oberkieferverlagerung) im 2-Bett-Zimmer sollte um 07.00 Uhr am kommenden Morgen dran sein, ich um 09.00 Uhr. Meine Aufregung war ziemlich groß. Es war mein erster wirklicher Krankenhausaufenthalt, meine erste OP, meine erste Vollnarkose. Von Natur aus, bin ich jetzt auch nicht unbedingt der Typ "von nichts aus der Bahn zu werfen". Das Einschlafen fiel mir dann auch nicht besonder leicht.

 

OP-Tag (Mittwoch)

 

Die Nacht zur OP habe ich kaum schlafen können. Zu groß war die Angst und die Aufregung. Zudem die ungewohnt Umgebung. Zusätzlich kamen ca. alle 2 Stunden die Pfleger/Schwestern nach uns gucken, nicht besonders hilfreich.

 

Um 06.00 Uhr wurde meine Zimmernachbarin geweckt, damit sie aufstehen und noch duschen konnte, sich die OP-Kleidung anziehen, etc. Mir sagte man "ich könne ja noch ausschlafen". War natürlicht gar nix mehr mit schlafen.

Als dann um 07.02 Uhr die Schwester reinkam und zur Zimmernachbarin meinte "So, jetzt sind sie dran" (in einem Ton, der eher nach Erschießungskommando klang) war es bei mir völlig vorbei. Herzrasen, Paaaaaanik. Die Zimmernachbarin wurde um 07:20 mit ihrem Bett nach unten gerollt. Ich hatte das Gefühl, man würde sie zur Hängung holen... Und ich blieb zurück, schon völlig am Ende mit den Nerven. Ich habe dann zumindest schonmal geduscht und mich auch in OP-Kleidung geworfen.

Mein Freund kam überraschen um 08.00 Uhr, konnte mich ein wenig ablenken, musste aber um 08.30 wieder los zur Arbeit.

 

Um 09.00 Uhr war noch weit und breit niemand zu sehen, der mich holen wollen würde... Um 10:00 Uhr wurde ich dann endlich abgeholt. Ich bekam meine Beruhigungstablette. Was leider völlig fürn A*** war, weil die etwas Zeit braucht um zu wirken.

Unten im Narkose-Vorbereitungszimmer angekommen, meinte einer der drei Narkose-Ärzte dann auch zu mir "Mensch, sie sind ja noch hellwach. Haben die Ihnen die Tablette wieder erst auf dem Weg runter gegeben? Die werden das auch nie raffen... Die beginnt jetzt wahrscheinlich zur Mitte der OP hin zu wirken" Ja, super. Vielen Dank.

Dementsprechend kam die Narkose für mich auch absolut plötzlich. Nix mit zählen sie mal von 10 runter oder denken sie jetzt mal an was schönes. Es hieß "ich geb ihnen jetzt die Spritze" und dann war ich von einer Millisekunde auf die nächste weg.

 

Als nächstes bin ich wieder "aufgewacht" und war zum einen sofort total klar und außerdem völlig in Panik. Ich wusste sofort "Oh je, jetzt ist es um mich geschehen. Alles ist rum, es gibt kein zurück mehr". Ich muss sagen, dass ich diese ganze Narkose-Sache als SEHR unangenehm empfunden habe. Es ist nicht wie schlafen, weil man nicht diesen Prozess des Einschlafens hat. Auch ist wenn man aufwacht für einen selber überhaupt keine Zeit vergangen. In der letzten Sekunde lag man noch im Vorbereitungsraum, jetzt im Aufwachraum. Und trotzdem war einem klar, dass dazwischen etwas ganz gravierendes passiert ist. Ich habe mich irgendwie "betrogen" gefühlt.

 

Die vorigen Aufwachvorgänge habe ich aber überhaupt nicht mitbekommen. Sie müssen aber stattgefunden haben, da ich schon die Beatmung und die Magensonse nicht mehr drinnen hatte. Wenigstens habe ich davon nix mitbekommen.

 

Ich wurde dann zurück hoch in's Zimmer gebracht. Witziger Weise kam zeitgleich mein Freund, obwohl der ja gar nicht wissen konnte, wann meine OP vorbei sein würde. Es war mittlerweile ca. 15:00 Uhr. Er ist nicht lange geblieben, da ich mich nun doch ziemlich mitgenommen fühlte und keine Kraft hatte für Gespräche oder ähnliches. Der Pfleger hat mich an diese Kühlmasken-Maschine angeschlossen und mir wohl auch noch einiges erzählt, woran ich mich aber heute nicht mehr erinnere. Den Rest des Tages habe ich nur dort gelegen und vor mich hingedämmert, allerdings nicht wirklich geschlafen. Es kamen häufig Pfleger, ich musste Medikamente nehmen, sonst nichts mehr passiert.

 

1. Tag Post OP (Donnerstag)

 

Ich hatte die Nacht GAR NICHT geschlafen. Ich hatte es auf die Narkose und die ganzen Umstände und vor allem auch auf die Kühlmaske geschoben. Das Gerät dazu springt nämlich alle 5-15 Minuten an, um die Flüssigkeit wieder runterzukühlen und macht dabei einen Höllenlärm... Außerdem war die Maske direkt nach dem Runterkühlen stets viel zu kalt und tat auf dem Gesicht weh.

 

Um ca 07.30 Uhr gab es wieder Medikamente, um 08.00 Uhr Frühstück, um 09.00 Uhr Blutdruck, Fieber, Puls messen, um 10.00 Uhr Visite. Dieser Vorgang war mit kleinen Minuten-Abweichungen die folgenden Tage immer gleich. Bei der Visite hieß es, die OP sei gut verlaufen und wir dürften am Montag voraussichtlich nach Hause. Um 10.30 wurden wir (wenn ich von WIR rede, meine ich immer mich und meine Zimmernachbarin - wir waren in den kommenden Tagen quasie eine Einheit ;-) ) ins Behandlungszimmer geholt. Dort wurde der Splint rausgenommen, wir sollten zurück aufs Zimmer, Zähne putzen und dann würde uns wieder jemand holen, damit Dr. Dr. Seeberger den Splint wieder einsetzen kann, und sich das Ergebnis nochmal angucken kann. Gerade als wir mit dem Putzen fertig waren, kam jemand und meinte er solle uns zum Röntgen bringen. Also ging es zum Röntgen (ohne Splint...). Nachdem wir zurück waren, warteten wir darauf, dass uns nun wieder jemand holen würde, um den Splint wieder einzusetzen. Als um 13.00 Uhr immer noch niemand gekommen war, fragten wir mal nach: Man hatte uns vergessen... Herr Dr. Dr. Seeberger war nun auch nicht mehr da. Naja, so setzte uns halt ein anderer Arzt den Splint wieder ein und es ging zurück aufs Zimmer. Den Rest des Tages habe ich wieder mit rumliegen, gekühlt werden, Medikamenten und Ess-Versuchen verbracht. Mit dem Splint im Mund zu essen ist wirklich eine Herausforderung. Es geht nur mit einem Strohhalm oder einer großen Spritze. Es muss wirklich alles sehr flüssig und absolut stückchenfrei sein, sonst kriegt man nix runter. Es gibt auch nur ein paar wenige Stellen im Mund, wo überhaupt etwas zwischen den Zähnen und dem Splint durchgeht. Am Nachmittag kam noch mein Freund kurz vorbei. Wie jeden Tag. Seine Besuche waren die absoluten Höhepunkt meiner Tage, wenn sie auch stets eher kurz waren, das meine Kräfte noch nicht für viel reichten.

 

2. Tag Post OP (Freitag)

 

Wieder hatte ich die Nacht nicht geschlafen. Ich schob es zunächst weiterhin auf die Kühlmaske, das helle Zimmer (keine wirklichen Verdunkelungsmöglichkeiten und gegenüber ein weiteres Krankenhaus-Gebäude, dass die ganze Nacht hell erleuchtet war). Außerdem war es auch sehr heiß, so dass wir die Fenster die ganze Nacht offen hatten, so kam auch Lärm von draußen rein.

 

Der Tag verlief im Prinzip exakt wie der 1. Tag Post OP. Daher erspare ich mir weitere Ausführungen. Dieses Mal hatten wir allerdings kurz unseren Termin bei Dr. Dr. Seeberger, der ebenfalls nochmal bestätigte, dass alles gut gelaufen sei und auch jetzt sehr gut aussehe.

 

Am Abend wurde ich dann schon leicht nervös: Würde ich diese Nacht wohl endlich schlafen können? Man muss ja bedenken, dass ich nun seit 2 Nächten gar nicht und die Nacht vor der OP nur sehr schlecht geschlafen hatte). Ich wälzte mich in meinem Bett und konnte wieder nicht schlafen. Langsam verfiel ich deswegen in einen Angstzustand. Es konnte doch nicht normal sein, dass ich seit ca. 60 Stunden nicht mehr geschlafen hatte. Außerdem fiel mir auf, dass wann immer ich es endlich geschafft hatte, mich an einen schlafnahen Zustand zu bringen, ich sofort panisch aufschreckte. Ich geriet also in Panik. Mitten in der Nacht bat ich die Pfleger, mir den Splint zu entfernen. Ich hatte den Verdacht, dass ich nicht genug atmete, und deswegen nicht schlafen könne. So bekam ich den Splint entfernt und versuchte erneut zu schlafen. Wieder unmöglich. Immer wenn ich am Wegdämmern war, schreckte ich wieder panisch hoch. Mein Körper schien sich gegen den Schlaf zu wehren. Ich wusste überhaupt nicht mehr was los war. So bekam ich totale Panik, Nervenzusammenbruch. Ich hyperventilierte, bekam einen Sauerstoffschock. Wurde von mehreren Ärzten behandelt und mittels Beruhingungstabletten wieder ruhiger gestellt. Konnte mit den Tabletten tatsächlich ca eine halbe Stunde schlafen. Danach wieder wach. Aber dank Beruhigungstabletten nicht mehr panisch.

 

3. Tag POST OP (Samstag)

 

Der Tag verlief erneut wie die Tage zuvor. Ein perfekt einstudierte Tanz des Krankenhauses. In schöner Regelmäßigkeit kamen Essen, Medikamente, Pfleger um zu gucken, wie es uns ging und mein Freund. Der Nachmittag konnte ganz schön lang werden, denn da war ja immer nicht so viel los.

 

Abends dann wieder dieses bange Gefühl. Angst schleicht in mir hoch. Die fast gewisse Ahnung: ich werde auch heute Nacht nicht schlafen... Und so sollte es auch sein. Um 03.00 Uhr nachts ist es mir zu viel. Ich bitte die Pfleger sofort einen Arzt zu rufen. Der Bereitschaftsdienst habende Arzt kommt und hört sich mein Leiden an. In der Tat können Schlafstörungen eine Nebenwirkung der Narkose sein. Die Narkose ist eine ziemliche Strapaze für den Körper. Alles wird irgendwie durcheinander gebracht. Ich bekomme ein Schlafmittel und kann zumindest 1 1/2 Stunden schlafen.

 

4. Tag POST OP (Sonntag)

 

Ich rede am Morgen mit der Ärztin bei der Visite über meine Schlafstörungen. Mittlerweile bin ich nur noch ein nervliches Wrack. Ich weine ständig. Ich habe Angst. Die jetzt diensthabende Ärztin meint, dass gesundheitlich mit mir alles in Ordnung sei. Die OP sei gut verlaufen, die Heilung sei im normalen Bereich. Sie fragt mich, ob ich schon heute nach Hause möchte, das würde meiner Genesung sicher gut tun. Ich bejahe, unbedingt will ich nach Hause. So werde ich also entlassen. Bekomme meine Medikamente für den Tag mit und ein Rezept um es am Montag für die folgenden Tage einzulösen.

Bin zu Hause und unheimlich froh, aus dieser Hölle entkommen zu sein. Mir geht es den Tag über blendend. Viele Freunde kommen mich besuchen, und freuen sich, dass ich wieder zu Hause bin. Ich bin nach den Besuchen zwar völlig erschöpft aber dennoch total glücklich. Und ich bin der festen Überzeugung: Heute Nacht kann ich bestimmt richtig gut schlafen. Und ich liege damit.... völlig falsch. In der Nacht liege ich wieder wach... Ich habe wieder Angstzustände. Zum Glück habe ich eine Beruhigungstablette aus dem Krankenhaus mitbekommen. Ich entschließe mich ca. um Mitternacht diese auch zu nehmen. Ich kann tatäschlich bis ca. 6 Uhr schlafen.

 

5. Tag POST OP (Montag = heute)

 

Ich gehe gleich früh zu meinem Hausarzt und berichte ihm von meinem Angstzuständen und meinen Schlafproblemen. Er meint es sei eine nachvollziehbare Reaktion auf die Vollnarkose. Es ist eine Art Trauma. Das Gefühl des Kontrollverlustes und der Ohnmacht hat meiner Psyche und meinem Körper wohl einen Knacks versetzt. Es sollte sich aber mit der Zeit wieder bessern. Ich habe Beruhigungsmittel und Schlafmittel verschrieben bekommen. Diese soll ich jetzt zum Einschlafen nehmen. Und der Zustand sollte sich bald wieder normalisieren... Ich hoffe es....

 

Zusammenfassung:

Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass die OP an und für sich gut verlaufen ist. Die Zeit im Krankenhaus ist sicher kein Zuckerschlecken, aber wenn man nicht ganz so dünn besaitet ist wie ich, dann ist das schon auszuhalten. Ich würde dennoch allen raten, es nicht zu unterschätzen. Zu Komplikationen kann es leider auch immer kommen. Andere müssen ständig brechen oder haben die ganze Zeit Nasenbluten oder sonstwas. Bei mir ist es eben das Problem mit den Angstzuständen und der Schlaflosigkeit. Das sind aber jeweils Einzelschicksale. Jeder reagiert halt anders.

 

So, damit ist mein Bericht für den Moment fertig. Ich werde natürlich auch weiter berichten, was so passiert. Morgen habe ich meinen ersten Kontrolltermin in der MKG-Ambulanz.

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Hallo Snoody,

Glückwunsch zur überstandenen OP! Hört sich doch fast alles sehr gut an. Wie sieht es bei dir mit den Schwellungen aus?

Ich hoffe, dass sich dein Schlafproblem schnell wieder gibt. Ich bin jetzt fast 4 Wochen post OP und habe ein ähnliches Problem. Ich schlafe kaum eine Nacht mehr als 3 oder 4 Stunden und werde, wenn ich denn mal schlafe, ständig von irgendwelchen Alpträumen wach. Und ich frage mich auch schon die ganze Zeit woher das kommt und wann ich endlich wieder eine Nacht durchschlafen kann..

Ich drücke dir die Daumen, dass es dir schneller besser geht und wünsche dir eine gute Heilung!

LG

Katyy

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Hi Snoody,

 

das mit der Narkose habe ich ähnlich empfunden wie du, aber zum Glück habe ich dadurch keine Schlafprobleme bekommen. Ich hoffe du bekommst das schnell wieder in den Griff. Falls es nicht bald weg ist, wäre es vielleicht eine Idee mit einen Psychologen zu sprechen? Mir sind Schlaftabeletten unheimlich...

 

Ich wünsche dir gute Besserung!

 

LG

Lissi

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Hallo snoody,

 

erst einmal wünsche ich Dir gute Besserung und das Du bald wieder ruhig und ohne Albträume schlafen kannst. Und siehe es soweit als positiv an, dass die Ärzte Dir von Anfang an geglaubt haben und Dir auch eine nachvollziehbare Begründung gegeben haben. Und die Schlaf- und Beruhigungsmittel können für einige Zeit auch sinnvoll sein, nicht dass sich dann ungute Muster wie Angst vor dem Einschlafen, da man dann irgendwann mit Panik aufwacht verfestigen, so dass dann irgendwann eine Schlafstörung da ist, ohne dass die eigentliche körperliche Ursache noch vorhanden ist.

 

Vielleicht hilft auch noch das folgende zum Verarbeiten des Kontrollverlustes: Ein befreundeter Anästhesist hat zu mir gemeint, dass es nach einer Narkose ein gewaltiger Unterschied ist zwischen "wach" sein und sich bewußt zu sein, dass man wach ist und diese Tatsache auch abspeichert. Und ich meine, ein Teil der Narkosemedikamente sorgt auch noch für eine Amnesie. Im Normalfall muss man anscheinend im OP auch schon so weit wach sein, dass man auf Ansprache reagiert, bevor die Beatmung entfernt wird, ich habe aber bei meinen vielen Vollnarkosen in den letzten Jahren noch nie die Entfernung der Beatmung mitbekommen. Nach meiner Bimax bin ich bewußt auch erst auf der Zwischenintensiv wachgeworden, obwohl mein KC im Aufwachraum noch nach mir geschaut hat. Und da ich offensichtlich nach der Bimax so stark gezittert habe, dass mir noch etwas gespritzt wurde, bin ich ganz froh, dass ich von diesem Teil gar nichts mehr weiß. Und glaube mir, die Entfernung der Magensonde ist auch deutlich angenehmer, wenn man das nicht bewußt mitbekommt :-(.

 

Noch eine Frage zu Deinem Schlafen: Du schreibst oben, dass Du aufgewacht bist und das Gefühl hattest, dass keine Zeit vergangen ist. Wenn Du normal schläft, kannst Du dann beim Aufwachen sagen, wie lange Du geschlafen hast? Ich habe im Schlaf überhaupt kein Zeitgefühl, brauche also nach einem Schlaf eine Uhr, um überhaupt zu wissen, wie spät es ist. Träumen hilft auch nicht, um ein Zeitgefühl zu haben. Interessanterweise kann ich sehr gut im Zug schlafen, habe aber noch nie ein Aus- bzw. Umsteigen verschlafen.

 

Und wie lange dauert bei Dir das Einschlafen? Ist das bei Dir dann ein langsames "Rüberdämmern"? Bei mir geht das normalerweise auch relativ schnell, das Narkoseeinschlafen fühlte sich für mich gar nicht so anders an, ich bin da eigentlich auch beim normalen Einschlafen schlagartig weg. Aber wenn es bei Dir länger dauert und man es gefühlt steuern kann, gibt einem so ein schnelles Einschlafen natürlich auch nochmals das Gefühl des Kontrollverlustes.

 

Ganz liebe Grüße!

 

Irene

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Hi snoody! Ich fuehle mit dir! Wie gegrs dir mittlerweile? Ich bin heute genau 3 monate post op und es geht nur seeeehr schleppend voran, habe heute zumindest endlich mal wieder vom kfo einen neuen bogen bekommen. Ich hoffe das alles ist bald ueberstanden.

Dir noch alles gute!

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Snoody:

 

Google einfach mal "Durchgangssyndrom" das sind mögliche Begleiterscheinungen einer Narkose. Allein das Wissen darum kann beruhigend sein und vorallem es geht vorrüber.

 

Gruß Norbert

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Hallo snoody,

 

habe an deinem OP-Tag an dich gedacht und auch ein wenig mitgezittert. Die Krankenschwester, die deine Zimmernachbarin vor dir zur OP abholte und die beiden Narkoseärzte, die sich über die zu späte Einnahme der Beruhigungstablette in deiner Anwesenheit unterhielten, waren nicht gerade hilfreich. Vielleicht hat sich dein Körper  bei der "Hauruck"-Narkose gegen das Einschlafen bzw. Angst vor dem nicht wieder Aufwachen gewehrt und deine Schlafprobleme nach der OP rühren evtl. daher. Evtl. verträgst du ein bestimmtes Narkosemittel nicht gut (Unverträglichkeit/Überreaktion). Körperlich scheinst du die OP ansonsten gut zu überstanden zu haben. Wünsche dir eine schnelle gute Besserung und ruhige Nächte. Zurück zu Hause in der gewohnten Umgebung hilft dir sicherlich. Im eigenen Bett schläft es sich doch besser als im Krankenhaus.

Vielleicht hilft es dir beim Einschlafen, wenn du dich auf deinen Atem konzentrierst. Falls du nicht einschlafen / durchschlafen kannst, soll es besser sein, aufzustehen und für 15 Minuten etwas lesen (damit die Augen müde werden) oder entspannende Musik hören anstatt sich im Bett hin und her zu wälzen und Panik vor dem Nicht-einschlafen-können zu haben. Nicht laufend auf die Uhr schauen (keine beleuchtete Uhranzeige).

 

Alles, alles Gute. Liebe Grüße

faith

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Hallo liebes Forum!

 

Danke für eure vielen Antworten. Ich brauchte nun erstmal einige Zeit ohne Forum. Musste ein wenig Abstand von diesen ganzen Gedanken an die OP bekommen.

 

Schlafen kann ich mittlerweile zum Glück wieder "alleine" und auch die Angstzustände sind weitestgehend weg. Habe nur kurze Zeit die Medikamente gebraucht. Fand das aber auch nicht so gut, weil dadurch mein Körper ja wieder "ausgetrickst" wurde, insofern stimme ich Lissi durchaus zu...

 

Nicht so toll war, dass mir im Krankenhaus halt erstmal nächtelang niemand geglaubt hat. Es hieß immer nur "Ach, hören Sie noch ein bißchen Musik. Versuchen Sie es doch einfach nochmal. Das wird schon. etc." Obwohl ich denen erklärt habe, dass ich sonst NIE Probleme mit dem Schlafen habe. Und vor allem, dass es auch nicht normal ist, dass man 4 Tage und Nächte lang GAR NICHT schläft. Und dass ich halt auch diese Angst dazu hatte. Erst als ich dann aus dem Krankenhaus entlassen wurde und meinen Hausarzt konsultiert habe, wurde ich mal ernst genommen. Dieser meinte halt, dass die Narkose ja wirklich für den Körper und die Psyche eine totale Belastung sei und die Angst und Schlafstörungen schon eine Reatkion darauf sein können. Insofern rate ich jedem, der ähnliche Probleme hat, wirklich einen Arzt zu suchen, der einen da ernst nimmt.

 

Naja, jetzt schlafe ich ja wieder (3x auf Holz klopf...).

 

@ Schokolädchen: Ich habe nach normalen Schlaf schon das Gefühl, dass Zeit vergangen ist. Dazu trägt natürlich sicher auch bei, dass man geträumt hat, so dass ja irgendwie Zeit vergangen sein muss. Ich kann auch meist sofort sagen, ob es noch früh oder schon recht spät ist, ob ich also lange geschlafen habe, oder nur kurz.

Der Einschlafvorgang dauert bei mir nicht lange. Ich bin kein Mensch, der lange zum Einschlafen braucht. Aber es ist schon ein Wegdämmern. Das kriege ich schon bewusst mit. Und ich liebe dieses Gefühl. Wenn ich merke "Ah... Jetzt gleich biste weg". Insofern war das mit der Narkose für mich schon völlig anders.

Anders war halt auch, dass mir für gewöhnlich im Schlaf nichts widerfährt. Ich schlafe ein, es passiert nix und morgens wache ich auf. In diesem Falle dachte sich mein Körper wahrscheinlich "Ey, ihr Arschl***! Ich wollte 1. nicht einschlafen, 2. was habt ihr mit mir angestellt und 3. wo bin ich; hier bin ich nicht eingeschlafen!"

 

Ansonsten gibt es nicht viel neues zu erzählen. Der Kontrolltermin am Dienstag war unspektakulär. Es sieht wohl weiter alles gut aus. Mir wurde gezeigt, wie ich die Gummis selbst rein und raus mache, damit ich auch zu Hause 1x täglich putzen kann. Um ehrlich zu sein, nehme ich den Splint jetzt 2x täglich zum Essen und anschließenden Putzen raus. Die Schwellung ist schon wieder äußerst human. Wer mich nicht kennt, könnte meinen ich hätte einfach ein recht moppeliges Gesicht.

 

Mir schwant ein wenig, dass das seeeeehr sehr anstrengende Wochen werden, die ich da vor mir habe. Sonntag und Montag habe ich eine deutliche Verbesserung meines Allgemeinzustandes verspüren können. Ich fühlte mich fitter und Teile meines Gesichts sind aufgetaut. Seit dem: absoluter Stillstand. Seit Dienstag hat sich mein Zustand nicht verändert (heute ist Samstag). Ich bin immernoch ziemlich schlapp. Mein Gesicht ist im Bereich Kinn, Unterlippe noch total taub und auch im Innenraum fühlt es sich noch recht taub an. Die Eintönigkeit von Suppe, Hipp-Brei und Fresubin geht mir auch jetzt schon auf die Eierstöcke (und ich habe noch mind. 5 Wochen vor mir...).

 

Jetzt heißt es also vor allem: Geduld haben!!!!

 

Ich melde mich wieder, wenn ich was Neues zu berichten habe (vermutlich erst nach meinem nächsten Kontrolltermin am kommenden Dienstag).

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Nicht so toll war, dass mir im Krankenhaus halt erstmal nächtelang niemand geglaubt hat. Es hieß immer nur "Ach, hören Sie noch ein bißchen Musik. Versuchen Sie es doch einfach nochmal. Das wird schon. etc." Obwohl ich denen erklärt habe, dass ich sonst NIE Probleme mit dem Schlafen habe. Und vor allem, dass es auch nicht normal ist, dass man 4 Tage und Nächte lang GAR NICHT schläft. Und dass ich halt auch diese Angst dazu hatte. Erst als ich dann aus dem Krankenhaus entlassen wurde und meinen Hausarzt konsultiert habe, wurde ich mal ernst genommen. Dieser meinte halt, dass die Narkose ja wirklich für den Körper und die Psyche eine totale Belastung sei und die Angst und Schlafstörungen schon eine Reatkion darauf sein können. Insofern rate ich jedem, der ähnliche Probleme hat, wirklich einen Arzt zu suchen, der einen da ernst nimmt.

 

Naja, jetzt schlafe ich ja wieder (3x auf Holz klopf...).

 

@ Schokolädchen: Ich habe nach normalen Schlaf schon das Gefühl, dass Zeit vergangen ist. Dazu trägt natürlich sicher auch bei, dass man geträumt hat, so dass ja irgendwie Zeit vergangen sein muss. Ich kann auch meist sofort sagen, ob es noch früh oder schon recht spät ist, ob ich also lange geschlafen habe, oder nur kurz.

Der Einschlafvorgang dauert bei mir nicht lange. Ich bin kein Mensch, der lange zum Einschlafen braucht. Aber es ist schon ein Wegdämmern. Das kriege ich schon bewusst mit. Und ich liebe dieses Gefühl. Wenn ich merke "Ah... Jetzt gleich biste weg". Insofern war das mit der Narkose für mich schon völlig anders.

Anders war halt auch, dass mir für gewöhnlich im Schlaf nichts widerfährt. Ich schlafe ein, es passiert nix und morgens wache ich auf. In diesem Falle dachte sich mein Körper wahrscheinlich "Ey, ihr Arschl***! Ich wollte 1. nicht einschlafen, 2. was habt ihr mit mir angestellt und 3. wo bin ich; hier bin ich nicht eingeschlafen!"

 

Hallo liebes Forum!

 

Hallo snoody,

 

ich hatte aus dem Bericht fälschlicherweise den Eindruck, dass man Dir schon im KH geglaubt hat. Es ist natürlich frustrierend, wenn man Probleme hat und sich nicht erstgenommen fühlt, vor allem wenn zu den Beschwerden Angstzustände kommen. Zum Glück hast Du dann wenigstens einen guten Hausarzt. Und schön, wenn es jetzt mit dem Schlafen auch wieder ganz gut geht.

 

Wahrscheinlich ist Deine Erklärung 1./2./3. sogar ganz vernünftig. Und wenn es die erste OP ist, ist einem wahrscheinlich auch gar nicht bewußt, dass man an einem anderen Ort aufwacht als man eingeschlafen ist, was ja auch zu einem Gefühl der Desorientiertheit beiträgt, bzw. was alles noch mit einem geschieht, ohne das man es bewußt mitkommt.

 

Und wenn Du das Wegdämmern bewußt mitbekommst und liebst, dann ist es ja bei einer Narkose doch ziemlich anders. Normaleweise bin ich eigentlich eher schlagartig weg und ich empfinde es sogar eher als unangenehm, wenn ich es mitbekomme, wenn ich einschlafe, weil es dann eher ein "falling asleep" im Sinne eines Fallens ist. Von daher schlafe ich bei einer Narkose eher bewußter ein, weil es normalerweise mit Ansage erfolgt.

 

Liebe Grüße, gute Besserung und stelle nicht zu hohe Ansprüche an Dich selber, schließlich ist Dein Gesicht gerade umgebaut worden!

 

Irene

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@ Irene: Dass man mich im Krankenhaus nicht ernst genommen hat, hat sicher die Situation auch nicht grad verbessert ;-) Bin auch sehr froh, dass ich jetzt diese Angstzustände nicht mehr habe und halbwegs normal schlafen kann. Einziges Problem ist jetzt nur, dass ich irgendwie seit der OP meine Lippen nicht mehr geschlossen bekomme. Also nur, wenn ich mich bewusst drauf konzentriere und es braucht auch einiges an Muskelkraft. Nachts ist dementsprechend mein Mund immer offen und trocknet total aus. Ich wache davon mehrfach nachts auf und trinke dann einen Schluck Wasser. Aber das ist längst nicht so schlimm, wie der Zustand direkt nach der OP.

 

Das mit dem Lippenschluss wundert mich allerdings schon ein wenig. Da mein UK ja nach vorne verlagert wurde, müsste das doch eigentlich jetzt sogar besser gehen als vorher, oder? Und meine Schwellung ist jetzt auch nicht so enorm... Naja, wird sich hoffentlich noch richten...

 

Ich bin bisher noch meinen Bericht vom Kontrolltermin am vergangenen Dienstag schuldig geblieben:

 

Ich bin nach diesmal recht kurzer Wartezeit (das variiert hier in HD wirklich zwischen 2 Stunden und 2 Minuten...) dran gekommen. Auf dem Weg ins Behandlungszimmer bin ich schon an Frau Dr. Gandner vorbei gelaufen, die während der Urlaubszeit von Dr. Seeberger seine Vertretung übernimmt und die mich schon total angestrahlt hat. Frau Dr. Gandner hat mich im Prinzip die ganze Zeit post-OP betreut und ist wirklich super. Die ist soooo freundlich und verständnisvoll. Nimmt sich total Zeit und ist voll sensibel. Ich bin wirklich eher froh, dass Dr. Seeberger grad im Urlaub ist ;-)

 

Es hat auch alles wieder soweit gut ausgeschaut. Auf beiden Seiten waren die Wunden noch etwas offen, das sei aber nicht besorgniserregend. Die Mundöffnung ist quasi noch nicht vorhanden, da werde ich aber ab 4 Wochen post-OP Physiotherapie verschrieben bekommen.

 

Außerdem durfte ich den Splint direkt dort lassen. Habe das mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Einerseits war ich natürlich heilfroh, weil das Ding echt nervig war, andererseits hat es einem irgendwie auch SIcherheit gegeben. Aber die Muskeln gewöhnen sich wohl ohne Splint besser an die neue Situation.

Die Gummis muss ich zudem weiterhin genauso einhängen, wie mit Splint. So ergibt sich eigentlich kaum einer Veränderung, wenn die Gummis drin sind.

 

Ich habe noch eine Krankschreibung bis zum 04.10. bekommen und ein neues Rezept für Fresubin.

 

Ansonsten hat sich in der Woche kaum etwas getan. Schmerzmittel brauche ich jetzt nur noch abends. Die Restschwellung ist nach wie vor vorhanden. Sie war nie besonders doll, hält sich dafür jetzt hartnäckig. Bei der Taubheit gilt das gleiche. Besonders im Mundinnenraum ist es noch recht taub und außen vor allem im Bereich Kinn und Unterlippe.

 

Dazu mal eine Frage: War eure Mimik nach der OP auch so gestört? Bei mir ist's irgendwie total schief. Wenn ich versuche zu grinsen, geht das irgendwie nur auf der rechten Seite. Die linke Seite zieht überhaupt nicht mit. Ist das normal?

 

Morgen (Dienstag) habe ich wieder Kontrolltermin in der Klinik. Am Mittwoch sieht mich dann meine KFO erstmals nach der OP. Bin sehr gespannt, was sie sagt. Nächsten Dienstag habe ich dann wieder Kontrolltermin in der Klinik, mit Dr. Seeberger, der dann zurück ist. Danach werden die Abstände größer.

 

Liebe Grüße

snoody

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Hi snoody, das mit dem schiefen grinsen gibt sich, war bei mir auch so ich bin mittlerweile 3 + monate post op und es wird. Die mund oeffnung koennte besser sein aber daran arbeite ich noch, lymohdrainage tut auch gut. Wurde auch in HD operiert und finde auch, dass die ihren job gut machen aber ich habe mir die zeit nach der op echt einfacher vorgestellt.

Dir noch alles gute!

VG

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@Mama2012: Habe heute beim Kontrolltermin nachgefragt, wegen der schiefen Mimik. Das soll sich also noch geben. Liegt angeblich an den ganzen Umstellungen und Umformungen im Gesicht. Es besteht also Hoffnung für uns beide :-) Habe deinen Bericht mit Spannung verfolgt, da ich ja wusste, dass ich auch bald in HD dran bin... Habe es mir auch leichter vorgestellt... Naja, eigentlich hab ich versucht mir gar keine Gedanken zu machen. Aber dementsprechend fällt es mir grad auch nicht so leicht...

 

Kurzer Bericht vom Kontrolltermin: Sieht weiterhin alles "gut" aus. Wunden sind jetzt zu. Fäden wurden nicht gezogen, weil ich den Mund nicht weit genug aufbekomme (nämlich quasi gar nicht...). Zwei Fäden sind aber schon rausgefallen. Der Rest wird sich auch von alleine verabschieden, daher muss das auch nicht sein. Habe zwei Rezepte bekommen: Physiotherapie für die Mundöffnung und Logopädie für den Lippenschluss. Darf ich ab nächster Woche (4. Woche Post-OP) machen. Schmerzmitteltechnisch (brauche noch welches zum Schlafen) soll ich jetzt von Voltaren auf Ibuprofen umsteigen.

 

Was ich etwas beunruhigend fand: Ich habe auch nochmal diese Taubheit im ganzen Gesicht angesprochen. Fühle zwar oberflächlich jedenfalls außen etwas (wenn auch irgendwie vermindert). Aber es fühlt sich immer so an, als wäre drinnen im Fleisch noch alles taub. Vor allem die Wangeninnenseiten (also im Mund) sind noch total taub: Da besteht wohl eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das bleibt. An den Wangeninnenseiten sind wohl Gefühlsnerven, die beim Aufschneiden beschädigt werden und dann hat man da halt Gefühlstaubheit. MANCHMAL (!) kann das wohl zurück kommen. Find das irgendwie nicht so klasse. Denn wenn ich die Gummies mal draußen habe zum essen, beiße ich mir ständig auf die Wangeninnenseiten, weil ich da halt nix spüre. Spüre dann halt nur den Widerstand zwischen den Zähnen...

 

Zum nächsten Termin muss ich dann jetzt aber doch erst in 3 Wochen. Soll mir auch recht sein... Bis dahin versuche (!) ich weiterhin geduldig zu sein und nicht zu verhungern...

 

Liebe Grüße

snoody

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Hi snoody, das klingt ja alles gut bis auf due taubheit :-/ also bei mir war es mit der taubheit der unterlippe und kinn GANZ SCHLIMM (hat mich mental echt fertig gemacht) Es wird so langsam, ich habe nach ca 5-6 wochen nach der op meinen antroposophen aufgesucht und er hat mit globulis verschrieben und das gefuehl ist deutlich besser, noch nicht ganz aber enorme verbesserung gemessen am katastrophalen ursprungszustand post op. Vielleicht waere das auch eine option, die dir helfen koennte (schaden tuts eh nicht, man muesste halt bisschen dran glauben...). Dass das bei dir so bleibt, klingt unschoen daher hoffe ich sehr, dass du vllt doch wieder bald was in der mundhoehle spuerst! Lass dir auch lymphdrainage verschreiben, das tut echt gut.

VG

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Hi Snoody,

 

ich hatte ja auch eine UKVV und auch recht lange Probleme mit dem Lippenschluss. Bin auch jeden Morgen mit total trockenem Mund aufgewacht. Das hat sich aber inzwischen gegeben. Meine Mimik hat ebenfalls ziemlich unter der OP gelitten. Seitdem ich zur Physio gehe (ca. 4 Wochen post-op hab ich damit begonnen) übe ich Grimassen schneiden. Ich gehe immer noch 2 mal die Woche zur Physio und es bringt echt was. Es geht zwar sehr langsam voran aber wenn ich an meinen ersten Termin denke und dann an meinen Zustand heute, sind es Welten.

Frau Gander fand ich nur bei meinem letzten Termin vor der OP nett. Nach der OP fand ich ihre Art ziemlich unsensibel und von oben herab. Ich hoffe er ist bis zu meinem Termin nächste Woche aus dem Urlaub zurück. Aber vielleicht hat sie ja mehr Spaß an ihrem Job, wenn sie mehr Verantwortung hat ;)

 

Wünsch Dir weiterhin Gute Besserung

 

LG

Lissi

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Hi Snoody,

ich habe mir ebenfalls lange nach OP noch auf die Innenseiten der Wangen gebissen, so das manchmal richtig offene blutige Stellen waren. Mein Kfo meinte zu dem Problem, das geht weg wenn auch die Schwellung im Mund weg ist. Und heute muss ich sagen, er hat recht. Es hat lange gedauert, aber es passiert mir tatsächlich nicht mehr.

Taub ist es nur noch oben am Zahnfleisch aussen und hinter den Schneidezähnen an diesem kleinen Knubbel oben.

Die Wangeninnenseiten sind eher sensibilitätsgestört,auch heute noch. Und Stellen am Kinn und der Unterlippe. Im Alltag störts nicht weiter, nur wenn mal bei essen ein Krümel hängen bleibt, bin ich schon dankbar, wenn man unauffällig darauf hingewiesen wird :483:

 

oder wenn der Jackenkragen oder ein Halstuchzipfel ans Kinn kommt, ist es komisch. Das kann ich dann nicht haben.

 

alles Gute, Glencoe

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Danke für eure zahlreiche Anteilnahme. Es tut immer wieder gut, hier im Forum auf Verständnis zu stoßen!!!

 

@ Mama2012: Wegen der Taubheit habe ich auch schon überlegt mir ein Vitamin-B-Präparat zu besorgen. Dr. Dr. Seeberger meint zwar das bringt nix, aber ich glaube schon irgendwie daran, dass es was bringen kann, und dann hat es ja vielleicht zumindest einen Placebo-Effekt. Es wird aber auch so sehr langsam etwas besser. Zumindest diese Taubheit "im Fleisch" scheint ein wenig abzunehmen. Ich wünsche dir, dass auch bei dir weiterhin Fortschritte spürbar werden.

Lymphdrainage habe ich nicht bekommen, weil ich nur so wenig geschwollen bin. Da die Restschwellung jetzt aber recht hartnäckig auf gleichem Level bleibt, werde ich da eventuell nochmal nachfragen.

 

@ Lissi: Beruhigend zu wissen, dass sich der Lippenschluss wieder verbessert. Naja, davon bin ich schon auch irgendwie selbst ausgegangen. Aber für den Moment stört es halt trotzdem, weil ich leider nicht nur morgens mit trockenem Mund aufwache, sondern nachts mehrfach davon wach werde. Heute Nacht habe ich mir dann auch gleich mal im Halbschlaf das halbe Glas Wasser über Gesicht/Hals/Kopfkissen verschüttet. War aber zu schläfrig um es wegzumachen. Ist von selbst getrocknet ;-) Zur Physio und Logopädie gehe ich auch nächste Woche. Habe gestern von meiner KFO zwei Praxen empfohlen bekommen und direkt einen Termin ausgemacht. Setze auch viel Hoffnung darauf. Insbesondere weil mein Gesicht sich wirklich noch bei jeder Bewegung total merkwürdig (fremd) anfühlt.

 

@ Glencoe: Bei mir sind irgendwie derzeit an den Wangeninnenseiten auch noch total die Hubbel, die halt sehr weit an die Zahnreihen ranreichen. Dort wo genäht wurde, schätze ich. Sieht alles aus wie eine Mondkraterlandschaft ;-) Ich hoffe mal, dass das auch noch wegheilt.

Sehr lustig ist, was du über das Kinn und Jacken/Schals schreibst. Das ist mir nämlich auch sehr schnell nach meiner Entlassung aufgefallen. Wenn ich draußen spazieren war und meine Jacke/Schal ist gegen das Kinn gekommen, dann fand ich das sowas von unangenehm. Naja, damit wird man leben können...

 

So, gestern war ich ja auch bei meiner KFO, die mich also zum ersten Mal nach der OP gesehen hat. Schon ihre Arzthelferin meinte als ich reinkam, dass das ja total toll aussehe und war schier begeistert. Und meine KFO stimmte dann kurz darauf in den Lobgesang ein, mein Gesicht wäre ja so toll geworden. Konnte und kann die Euphorie irgendwie nicht so ganz nachempfinden. Aber beruhigt mich dann doch, dass meine KFO auch aus (zahn-)medizinischer Sicht, was sie dann später bei einem genaueren Blick äußerte, sehr zufrieden ist.

Habe dann anschließend noch bei meinen ehemaligen Kolleginnen (Büro ist bei der KFO direkt um die Ecke) vorbei geschaut und die meinten auch, ich würde voll hübsch aussehen und das sei ja viel besser als vorher.

 

Finde das irgendwie total komisch, weil ich selbst irgendwie kaum eine Veränderung sehe. Der UK wurde ja auch nur 4/5mm vorverlagert. Und ich habe mir vor allem vorher gedacht, dass Außenstehende das sowieso überhaupt nicht sehen werden, weil ich mir eigentlich total den Sonntagsbiss angewöhnt hatte, also meinen UK ohnehin immer nach vorne geschoben habe. Naja, entweder habe ich das nicht besonders effektiv gemacht, oder es macht doch einen wesentlicheren Unterschied, ob man den UK mit Muskeln nach vorne schiebt, oder ob der halt skeletal bedingt vorne ist. Oder es wollten alle nur nett zu mir sein und was positives sagen ;-)

 

So, nächster KFO-Termin in zwei Wochen (bei dem wir evtl. schon mit der Weiterbehandlung beginnen???!!!) und nächste Woche dann Physio und Logopädie. Da bin ich auch sehr gespannt. Habe so etwas noch nie gemacht. Ich werde berichten!

 

Liebe Grüße an alle, die hier mitleiden und auch euch stets alles Gute für euren Behandlungsweg!

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2 Monate post-OP

 

Habe mich nun schon länger nicht mehr gemeldet. Was zu einem großen Teil auch daran liegt, dass ich ganz schön gefrustet bin und war, was den Heilungsprozess angeht.

 

Ich fang mal mit den guten Nachrichten an: Ich habe keine Schwellung mehr, der Lippenschluss funktioniert wieder und die Taubheit an Unterlippe und Kinn ist weg. Ja, das wars dann auch schon...

 

Die Taubheit im Mundinnenraum hält sich allerdings insbesondere in Richtung der hinteren Backenzähne noch hartnäckig. Das ist beim Zähneputzen etwas doof und wenn ich Essensreste dort hinten verliere...

 

Auch dieses Gefühl, dass alles etwas merkwürdig ist, wenn ich mein Gesicht bewege ist immernoch recht stark vorhanden. Die Muskeln und anderen Weichteile scheinen sich nicht so wirklich an den neuen Zustand gewöhnen zu wollen.

 

Beim letzten KFC-Kontrolltermin (vor ca 2 1/2 Wochen) hieß es auch, ich könnte wieder mit dem Kauen anfangen. Hatte mich schon riesig gefreut. Aber dann kam die große Enttäuschung: Kauen ist absolut unmöglich. Ich kriege überhaupt keinen Druck aufgebaut, es tut sobald Wiederstand entsteht furchtbar in den Muskeln und im Kiefergelenk weh und selbst ganz weiche Sachen sind sau schwer zu essen, weil die Bewegungsabläufe ja ganz neu sind und meine Zunge auch noch gar nicht so recht weiß, wo sie das Essen jetzt hinschieben soll, dann noch die Taubheit, das ist echt kein Spaß. Ich ernähre mich also weiter von Brei und breiartiger Nahrung... Frage mich wann das mal besser werden soll...

 

Ich trage eigentlich auch noch 24/7 Gummis, nachts etwas stärkere als tagsüber. Nachdem ich aber die gesamte letzte Woche furchtbare Kieferschmerzen hatte (die ich mit 3 Ibuprofen 500 pro Tag halbwegs in den Griff bekommen habe), habe ich die Gummis gestern mal tagsüber weggelassen und das hat unfassbare Linderung gebracht. Dementsprechend trage ich heute auch keine Gummies. Muss dann morgen mal zur KFO und mit ihr darüber sprechen (sowas passiert natürlich auch immer an langen Wochenenden).

 

Ansonsten gehe ich fleißig zweimal die Woche zur Physiotherapie. Allerdings hat sich meine Mundöffnung nur minimal verbessert. Angeblich aber alles normal...

Logopädie hatte ich auch einige Sitzungen aber pausiert jetzt erstmal, denn bevor ich nicht den Mund weiter aufbekomme und das Kiefergelenk nicht mehr so schmerzt, können wir da nicht weitermachen...

 

Auch die KFO-Behandlung stagniert weiterhin. Auf den Röntgenbildern von nach der OP hat sich gezeigt, dass sich einige Zahnwurzeln sehr ungünstig verschoben haben, die sind jetzt ganz schief. Da müssen also die Brackets umgeklebt werden, das geht aber nur, wenn wir dann auch den OP-Draht rausmachen und einen weichen Draht reinmachen können und das wiederum geht erst, wenn ich keine Gummies mehr tragen muss... Das dürfte also noch dauern...

 

So, das war's auch schon an erzählenswertem... Euch allen weiterhin alles Gute und einen schönen Sonntag noch!

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Hey snoody,

 

ein paar Dinge davon kenne ich auch... zuerst: hast du noch die Gummis drin, die du in HD mitbekommen hast? Von denen habe ich nach einer gewissen Zeit auch starke Schmerzen gehabt - beim KFO habe ich größere bekommen, das war dann viel angenehmer! Frag einfach danach!

 

Was die Muskelschmerzen und das Gefühl angeht, nicht so recht zu wissen, wie zu kauen - hatte ich auch... bei mir wurde der UK um etwa 8-9 mm vorgeholt und der OK ja auch noch etwas versetzt. Die "unschöne" Antwort ist: das wird nur besser, wenn du mit dem Kauen anfängst! Starte mit kleinen Portionen und Sachen, die man zwar kauen muss, die sich aber leicht kauen lassen!

 

Ich drücke die Daumen und schick dir viele liebe Grüße!

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2 Monate post-OP

...

Beim letzten KFC-Kontrolltermin (vor ca 2 1/2 Wochen) hieß es auch, ich könnte wieder mit dem Kauen anfangen. Hatte mich schon riesig gefreut. Aber dann kam die große Enttäuschung: Kauen ist absolut unmöglich. Ich kriege überhaupt keinen Druck aufgebaut, es tut sobald Wiederstand entsteht furchtbar in den Muskeln und im Kiefergelenk weh und selbst ganz weiche Sachen sind sau schwer zu essen, weil die Bewegungsabläufe ja ganz neu sind und meine Zunge auch noch gar nicht so recht weiß, wo sie das Essen jetzt hinschieben soll, dann noch die Taubheit, das ist echt kein Spaß. Ich ernähre mich also weiter von Brei und breiartiger Nahrung... Frage mich wann das mal besser werden soll...

...

 

Hallo snoody,

 

sehe es ähnlich wie bei einem Beinbruch, da erwartet man ja nach 6 Wochen Ruhigstellung auch nicht, dass man sofort losspringen kann, sondern man fängt langsam und vorsichtig an und denkt die ersten Schritte auch, dass man überhaupt nicht mehr gehen kann und das die Muskeln nur noch Pudding sind. Die Schmerzen in den Muskel und Kiefergelenk sind wahrscheinlich auch dadurch zu erklären, dass die Nerven die letzten Wochen ja auch nichts zu tun hatten und mit der plötzlichen Anstrengung leicht "überfordert" sind. Ich fand es in den letzten Jahren immer wieder faszinierend, wenn ich nach 6 Wochen Entlastung das Bein wieder belasten durfte und sich die Fusssohle sich wieder an die Belastung gewöhnen mußte. Die ersten Schritte taten normalerweise nicht an der operierten Stelle weh, sondern eben in der Fusssohle und so viel Gewicht bringe ich da wirklich nicht drauf. Wie vardite gesagt hat, fange mit relativ weichen Sachen an und steigere Dich langsame, z.B. das Toastbrot mit Nutella, ungetoastet anfangen und dann immer stärker toasten und Du wirst sehen, nach einiger Zeit wird es immer normaler, aber am Anfang muss sich einfach alles neu sortieren.

 

Alles Gute für Dich!

 

Irene

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Danke euch beiden!

 

Mein Physiotherapeut stellt auch immer den Vergleich zu dem gebrochenen Bein an ;-) Ich hätte halt nur nicht gedacht, dass es so schlimm wäre, immerhin hatte ich nur eine UKVV und dazu noch keine besonders große Verschiebung... Und ich hatte halt ohnehin noch nie etwas gebrochen, so dass ich gar nicht wirklich einen Erfahrungswert habe, wie lange so etwas dauert... Jetzt weiß ich jedenfalls, was meine KFO meinte, als sie mich immer wieder gewarnt hat, dass ich nach der OP GEDULD!!!! haben müsste ;-)

 

Die Gummis hatte ich schon gewechselt bekommen. Mit den kleinen aus der Klinik hatte ich auch relativ bald Probleme. Dann habe ich die größeren bekommen. Doof nur, dass ich mit denen jetzt auch wieder diese Schmerzen habe...

 

VG snoody

 

LG und

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Ab einer bestimmten Zeit musste ich die Gummis nicht mehr 24 h tragen, sondern nur noch 12 und dann kamen schon die Spangen raus... frag einfach nach - generell lieber einmal zuviel als einmal zu wenig fragen... ja, und etwas Geduld braucht es leider wirklich... :D

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Hallo snoody,

 

darf ich Dich an diesen Faden () erinnern, in dem Du Dich auch geäußerst hast :-)? Und ich glaube, dass die Bimax mein dritter gewollter Knochenbruch war, der heilen mußte, dürfte bei der Zeit danach neben den anderen Zeiten an Krücken auch geholfen habe. Beim einzigen normalen Knochenbruch, den ich hatte, habe ich mir den Oberarm so geschickt und speziell (Grünholzbruch) gebrochen, dass ich zwei Tag nach dem Bruch mit dem Arm ein Rad gemacht habe, um meiner Mutter zu zeigen, dass er nicht gebrochen war und einem Tag später kam der Anruf vom KH, dass sich der Chefarzt nochmals die Bilder angeschaut hat und festgestellt hat, dass es doch gebrochen war, von daher zählt der nicht (und bei jeder anderen Belastung außer entlang der Achse wie beim Radschlagen wäre der Arm wahrscheinlich auch vollständig durchgebrochen).

 

Ich hatte vor kurzem noch ein interessantes Gespräch mit einem Arzt aus meinem Bekanntenkreis, der Nervenregeneration macht. Er meinte vor allem, dass am Anfang, wenn das Gefühl wiederkommt, der Nerv häufig mit Schmerz reagiert, weil er in der Zeit, in der keine Signale bekomme, seine Empfindlichkeit anders eingestellt hat, so dass jetzt normale Signale als Schmerz ankommen. Und wahrscheinlich ist es mit den Muskeln ähnlich, die hatten die letzten Wochen wenig zu tun und werden jetzt unsanft geweckt und reagieren entsprechend "genervt". Wichtig war diesem Arzt aber bei der Nervenregeneration, dass es sanft und an der Wohlfühlschwelle des Nerves geschehen soll, wahrscheinlich geht es den Muskeln ähnlich. Deshalb nicht zwingen, nach der Methode, es muss jetzt aber gehen, sondern eher neugierig schauen, was schon geht und Du wirst feststellen, es geht immer mehr.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Hallo snoody,

 

 

2 Monate post-OP

 

Habe mich nun schon länger nicht mehr gemeldet. Was zu einem großen Teil auch daran liegt, dass ich ganz schön gefrustet bin und war, was den Heilungsprozess angeht.

 

Ich fang mal mit den guten Nachrichten an: Ich habe keine Schwellung mehr, der Lippenschluss funktioniert wieder und die Taubheit an Unterlippe und Kinn ist weg. Ja, das wars dann auch schon...

Jetzt weiß ich jedenfalls, was meine KFO meinte, als sie mich immer wieder gewarnt hat, dass ich nach der OP GEDULD!!!! haben müsste ;-)

 

wie geht´s Dir inzwischen?

 

in Geduld üben, sagt sich leicht. Wenn man wochenlang auf normales Essen ect. verzichten muss und das eigene Spiegelbild in dieser Zeit auch nicht gerade so appetittlich/attraktiv ausschaut, fällt es einem manchmal nicht so leicht, schnell wieder Energie zu schöpfen und sich zu sagen: Take it easy, in ein paar Wochen sieht die Welt gleich ganz anders aus und du bist wieder auf den Beinen. Schwach ist von uns keiner, wer eine lange KFO/KFC,Logopädie-Behandlung macht, beweist doch starkes Durchhaltevermögen und Ausdauer.

 

Auf dem Weg zum KFO ist ein Plakat an einer Brücke: Bild: Smartphone am Steuer, Schrift: "Lenken statt ablenken."  Unser eins braucht manchmal Ablenkung von der Kiefersache mit schönen Dingen, um zu lenken. :419:

 

Am Nikolausabend bin ich in HD, würd´ mich freuen dich zu sehen. :643: Schokonikolaus kannst du bis dato vielleicht noch nicht kauen, Schoko auf der Zunge zergehen lassen und lutschen geht da wohl eher. :354:  "Man gönnt sich ja sonst nichts." ;) Bring dir einfach eine Nikolaustüte Aufheiterung gegen den Frust mit. In gut 2 Mon. werde ich gebimaxt.

 

LG, gute Genesung und viel Erfolg für deine weitere Behandlung.

faith

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3 Monate post-OP:

 

Sodele, nun bin ich fast auf den Tag genau drei Monate post-OP.

 

Der Heilungsprozess verläuft weiter nach Plan, wenn auch dieser mir gelegentlich immernoch zu langsam ist. Aber das "sich in Geduld üben" hat ein bißchen geholfen, ich kann es nun meistens etwas weniger genervt ertragen.

 

Das sicher nicht zuletzt weil halt auch immer wieder kleinste Fortschritte passieren. Wenn der Physiotherapeut mir nach der Sitzung sagt, dass wir heute in der Mundöffnung wieder einen mm weiter sind, oder wenn ich merke, dass jetzt auch schon weiche Nudeln essbar sind und sehr gut durchgekochtes Gemüse, Frikadellen, etc. Auch fühlt sich das Gesicht immer mehr "normal" an.

 

Außerdem wurde gestern meine KFO-Behandlung fortgesetzt, das war für mich auch ein wichtiger Schritt in Richtung "es geht voran". Dazu aber mehr im KFO-Faden.

 

Seit gestern trage ich nun erstmal für 2 Wochen auch keine Gummies mehr. (Dies ist der Tatsache geschuldet, dass bei mir gestern Brackets umgeklebt wurden, ein neuer Draht reinkam und der ist zu locker, um mit Gummies zu arbeiten.)

Zuletzt hatte ich nur noch nachts relativ leichte Gummies getragen. Die erste Nacht ohne Gummies war jetzt schon ein komisches Gefühl. Vorher wurden Zähne und Kiefer durch die Gummies so schön beisammen gehalten. Heute Nacht war dauernd alles schief und ich wusste gar nicht wie beißen und so. Man glaubt es kaum, aber ich freue mich, wenn ich die Gummies in 2 Wochen hoffentlich wieder tragen kann (wenn dann hoffentlich wieder ein festerer Draht rein kann).

Habe natürlich auch total die Panik, dass sich ohne Gummies jetzt ein Rezidiv einstellt. Wir wollen hoffen, dass nicht.

 

Viele Grüße

snoody

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6 Monate post-OP:

 

Und schon wieder sind drei Monate rum. Viel zu erzählen gibt es eigentlich nicht.

 

Das Gefühl ist im gesamten Gesicht zurück gekommen. Kurzzeitig war tatsächlich alles wieder "normal". Vor zwei/drei Wochen kam es aber zu einer witzigen Neuerscheinung: Meine Nerven in den Wangen sind plötzlich total hyperempfindlich. Wenn ich Zähne putze oder wenn beim Essen ein Stück essen gegen die Wangeninnenseite kommt, kitzelt das total. Und vor allem zieht dieses Kitzeln einmal quer durch die Wange bis vorne zum Kinn. Ebenso kann ich mich neuerdings selbst auch von außen -zB mit meinen Fingern- an den Wangenaußenseiten kitzeln. Sehr komisch. Naja, ich mache mir zunächst keine Sorgen und hoffe, dass es sich um eine temporäre Überempfindlichkeit handelt.

 

An meiner Mundöffnung arbeite ich weiterhin - jetzt allerdings nur noch 1x wöchentlich - mit meinem Physiotherapeuten. Ich bin mittlerweile bei ganzen 33mm. Wobei das direkt nach einer Sitzung gemessen war. Nach den Sitzungen ist die Mundöffnung schon immernoch mal n ganzes Stück besser. Ab 35mm -sagte er- könne man von einer vollständigen Funktionalität sprechen. Normal seien wohl 40-50mm. Wenn wir 40-42mm schaffen, wäre er zufrieden.

 

Nachts trage ich weiterhin Gummis, da mein Biss sich nicht wirklich schließen will. Solange ich die Gummis trage, ist zwar alles ok. Aber ohne Gummis öffnet er sich nach 1-2 Tagen wieder.

 

Essen kann ich wieder relativ gut, ich kann wieder recht gut Kraft im Kiefer aufbauen. Auch die Koordinierung hat sich gebessert. Das Gefühl, dass bei jedem Kauen und Schlucken irgendwie alles nicht "passt/sitzt/stimmt" ist nicht mehr so schlimm.

 

Zwischenzeitlich hat sich öfter mal mein Kiefergelenk blockiert, das war immer weniger lustig und auch ein bißchen schmerzhaft. Aber das hat auch nur 2-3 Wochen angedauert und ging dann wieder weg. Ich musste halt in der Zeit nur beim Gähnen oder Lachen aufpassen.

 

Das einzige, was mich etwas stört ist, dass meine Aussprache etwas undeutlicher geworden ist und ich gefühlt manchmal etwas lisple. Das liegt sicher auch noch daran, dass ich neu lernen muss zu sprechen. Wieviel davon jetzt genau auf die OP und wieviel auf die KFO-Behandlung im Allgemeinen zurück zu führen ist, weiß ich auch nicht so genau. Wenn die Spange dann in ein paar Monaten draußen ist, werde ich wohl nochmal zur Logopädie gehen um das wieder weg zu bekommen.

 

Tja, soweit so gut. Ich muss sagen, dass dauert schon alles ganz schön lang und beschäftigt einen irgendwie immernoch jeden Tag. Aber es ist auch nicht mehr so schlimm. Es wird irgendwie zum Alltag.

 

VG

snoody

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