Spangenmann

Überblick - gute MKG-Chirurgen?

Hallo zusammen.

 

Nachdem ich mich nun schon jahrelang mit einer Spange herumplage, um irgendwann eine Ober- und Unterkieferverlagerung durchführen zu lassen, halte ich es nun nicht mehr aus. Ich habe bestimmt schon 4-5 Jahre meines Lebens unnötigerweise diese blöse Spange getragen! Nun stehe ich leider vor der Frage: Wo kann ich die Operation gut machen lassen?

 

Ich war schon mehrfach bei Herrn Dr. Kater in Bad Homburg zwecks Planung usw. Insgesamt habe ich fachlich einen sehr guten Eindruck vom Arzt, von der Praxis und den Kliniken dort.

Das Problem ist aber folgendes: Die Krankenkasse sagt, sie würden "alle Vertragsleistungen" bezahlen. Herr Dr. Kater meint aber, die Krankenkasse würde von den Kosten nur einige Hundert Euro übernehmen und privat müsste ich dann noch mehr als das Zehnfache drauf zahlen.

 

Die Standpunkte sind also zusammengefasst sinngemäß folgende:

 

Krankenkasse: "Wir zahlen ja sowieso alles Nötige. Der Herr. Dr. Kater will einfach gerne doppelt abkassieren, indem er sich das alles nochmal zusätzlich privat bezahlen lässt. Das können wir dann natürlich nicht auch noch zahlen."

 

Dr. Kater: "Eine gute Behandlung kostet einfach so viel. Günstiger geht das eben nicht. Die Krankenkasse bezahlt davon aber leider nur ein Zehntel."

 

 

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass es unmöglich sein soll, auf Krankenkassenkosten eine vernünftige Behandlung zu bekommen, ohne privat noch zig Tausend Euro zuzahlen zu müssen.

 

Mir stellen sich da folgende Fragen:

 - Wieviel kostet eine gute und möglichst umfassende OP (inkl. Simulation usw.) mit möglichst geringem Risiko von z.B. Nervenschädigungen und möglichst gutem Gesamtergebnis (auch aus kosmetischer Sicht)?

 - Wieviel davon würde die KK zahlen?

 - Welche Kieferchirurgen können das machen?

 - Welche davon machen das "auf Kasse"?

 

Ich fürchte, dass da in die Sache mit Herrn Dr. Kater keine Klarheit mehr kommt. Die Positionen von ihm und der KK liegen seit Jahren weit auseinander.

Mehrfache Nachfrage bei beiden Seiten sowie eine Klage gegen die KK haben daran nichts geändert.

 

Daher muss ich mir nun wohl einen anderen Chirurgen suchen. Es ist mir ziemlich egal, wo in Deutschland die Behandlung stattfände. Hauptsache, sie ist gut und wird von der KK bezahlt. An ein paar Hundert Euro soll es auch nicht hängen. Wenn ein Kieferchirurg meint, er braucht unbedingt irgendetwas, das die KK wahrscheinlich nicht bezahlen wird (z.B. aufwendige Modell-OP oder so) und es hält sich in Grenzen, dann würde ich das auch privat bezahlen.

 

Was mir fehlt, ist einfach ein Überblick, wo man sowas machen lassen kann und wer bei diesen OPs wie gut ist. Es gibt ja leider keine Stiftung Warentest MKG-Chirurgie. ;-)

Ich brauche hier keine Erfahrungsberichte wie "Ich war bei Herrn Dr. ... und war eigentlich recht zufrieden.", da das nicht repräsentativ ist. Was mir eher helfen würde, wäre die Einschätzung einer Fachperson, die einen gewissen Überblick hat, wie z.B. ein Kieferorthopäde, der schon seit Jahren Erfahrungen mit verschiedenen Chirurgen, Patientenrückmeldungen usw. hat.

 

Wer kann mir helfen?

 

 

Grüße

Spangenmann

 

 

 

 

 

 

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Was mir fehlt, ist einfach ein Überblick, wo man sowas machen lassen kann und wer bei diesen OPs wie gut ist. Es gibt ja leider keine Stiftung Warentest MKG-Chirurgie. ;-)

Ich brauche hier keine Erfahrungsberichte wie "Ich war bei Herrn Dr. ... und war eigentlich recht zufrieden.", da das nicht repräsentativ ist. Was mir eher helfen würde, wäre die Einschätzung einer Fachperson, die einen gewissen Überblick hat, wie z.B. ein Kieferorthopäde, der schon seit Jahren Erfahrungen mit verschiedenen Chirurgen, Patientenrückmeldungen usw. hat.

 

 

wirst du nirgends kriegen. sogar ein kieferorthopädie hat allerhöchstens eine vergleichsmöglichkeit zwischen 2-3 chirurgen, die bei ihm in der nähe arbeiten. und häufig nicht einmal das.

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Das Marienhospital in Stuttgart verlangt keine Zusatzkosten. 

Ich hab da momentan drei Patienten die operiert werden sollen, das Kostenthema wurde da nicht mal angeschnitten.

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Moment mal...

 

Wieso wird bei Dir nur 1/10 übernommen? Das kann ich mir ehrlich gesagt nur insofern erklären, als dass bei Dir ausschließlich o. zumindest hauptsächlich ein kosmetisches Problem vorliegt. Die Krankenkasse trägt im Regelfall aber nur die (Grund-)Kosten für medizinische Eingriffe, sprich für notwendige Eingriffe, die der Gesundheit dienen. Was hast Du denn überhaupt für eine Fehlstellung und welcher Schweregrad liegt vor? Was soll der Eingriff bei Dir kosten?

 

Für mich hört sich das nämlich so an, als würde die Kasse deswegen nicht bezahlen, weil ein Eingriff (medizinisch) bei Dir nicht notwendig ist oder vorab anderweitig konservative Behandlungen von Dir abgelehnt wurden (Zahnspanne?!) .

 

Die "nackte" Op selbst entspricht ~3/4  der Gesamtkosten und das haut bei 1/10-Übernahme überhaupt nicht hin.

 

Das Problem wirst Du bei jedem Arzt haben, denn Dr. K. wird ja wohl kaum vergoldete Verbände in Rechnung stellen.

 

LG

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Die Zusatzkosten sind bei Dr. K. aber im Vergleich (meistens?) schon enorm hoch. Sollte das mit den 1/10 (hast du überhaupt schon einen Kostenvoranschlag?) wirklich zutreffen, hört sich das ja wirklich mehr nach "medizinisch nicht notwendig" an. Aber lass dir mal einen Kostenvoranschlag geben, dann weiß man mehr als bei solchen Aussagen.

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Ich hab das vielleicht etwas missverständlich formuliert. Ich habe schon Kostenvoranschläge von Dr. K.

Gesamtkosten für die Bimax, Simulation usw. ca. 5.500,- Euro.

 

Die Krankenkasse zahlt wie gesagt die komplette Behandlung, kombiniert kieferorthopädisch und kieferchirurgisch.

Dr. K verlangt aber praktisch, dass man seine Kostenvoranschläge usw. unterschreibt, ich vermute, weil er sich absichern und im Zweifel einfach schön privat abrechnen können will.

 

Und er ist eben der Meinung, dass die Krankenkasse nur ca. 500 Euro zahlen würde. Das ist ja das, was mich so wundert.

In irgendwelchen Unikliniken wird das ja bestimmt einfach nur über Kasse abgerechnet und ich glaube kaum, dass die für so eine OP nur 500 Euro kriegen.

 

 

Fachlich ist der sicher super. Ich kann auch verstehen, dass man sich in diesem schrecklichen zwei-Klassen-Gesundheitssystem als Arzt gerne absichern möchte und auch lieber Patienten behandelt, für die man mehr und sicherer sein Geld bekommt.

Aber wenn die Kasse die Behandlung voll bezahlt, sehe ich natürlich nicht ein, wieso ich da noch 5.000 Euro drauf legen soll.

 

Meine bisherigen Favoriten sind:

 - Mainz: Gute Erfahrungsberichte hier, scheinen einen guten Ruf zu haben

 - Heidelberg ebenso

 - FFM: In der Nähe

 - Marburg: Auch in der Nähe, aber leider bisher keine näheren Informationen.

 

Ich hätte natürlich schon gerne eine möglichst gute Behandlung mit wenig Schmerzen, kurzem Aufenthalt, ohne Blutkonserven, mit gutem Ergebnis (auch optisch), keine Taubheit usw.

Aber es gibt sicher noch andere gute Kieferchirurgen in D, bei denen das Kostenrisiko für Patienten zweiter (bzw. dritter) Klasse überschaubarer ist. Man muss sie nur finden...

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Die 5500€ werden die Zusatzkosten für was auch immer sein, er kann ja im "Hintergrund" trotzdem mit der Krankenkasse die normalen Tarife für die Operation, usw. abrechnen (wieviel Euro das jetzt auch immer sind). Er meint vermutlich, dass du von diesen Zusatzkosten vlt. 500€ wieder sehen wirst von der Krankenkasse.

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manche KFCs - und ich glaube ich habe das auch schon entsprechende berichte von Dr. Kater im forum gesehen - sagen ihren patienten, dass nur ein kiefer medizinisch notwendig ist und die kasse dann keine bimax bezahlt, und wollen den anderen kiefer dann privat abrechnen. könnte das bei dir so sein? denn 5000 würde für eine bimax nach GOÄ gar nicht reichen.

 

streng genommen verhält er sich damit korrekt, wenn nur OK oder nur UK medizinisch notwendig ist. die fallfauschale durch die kasse ist dann auch geringer. aber andere KFCs rechnen mit der kasse halt einfach eine bimax ab und gut. überprüfen tut das eh niemand.

 

anders kann ich mit die 5500 nicht erklären, wenn da keine kinnplastik dabei ist, die du fast nirgends umsonst bekommst.

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Hi! Also ich habe mal gehoert, dass dr dr seeberger von der uniklinik heidelberg bei dr kater gelernt hat. Er koennte dir ggf. das in einem persoenlichen gespraech genauer sagen. Ich hatte gne und bimax inkl kinnplastik bei ihm und bin zufrieden und gabe nichts zahlen muesen. Die bimax habe ich mir lange nicht so anstrengend vorgestellt, aber vom ausfuehren der op kann ivh ihn empfehlen. Mein kfo hatte zu seiner zeit uniklinik ffm und heidelberg empfohlen, zu mainz kann ich leider nichts sagen. Am besten mal termine machen und eindruck verschaffen. Alles Gute hierbei!

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Hallo,

ich kann dir die Uniklinik in Mainz empfehlen - bin zwar noch nicht operiert, aber die Ärzte sind dort sehr freundlich und kompetent. In der Dysgnathiesprechstunde betrachten dich die KfOs und MKG-CHir. gemeinsam und suchen nach einer passenden Lösung. Du bist dort nicht nur ein Ober-oder Unterkiefer sondern ein ganzer Mensch.

 

Grüße

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Ich hätte natürlich schon gerne eine möglichst gute Behandlung mit wenig Schmerzen, kurzem Aufenthalt, ohne Blutkonserven, mit gutem Ergebnis (auch optisch), keine Taubheit usw.

Aber es gibt sicher noch andere gute Kieferchirurgen in D, bei denen das Kostenrisiko für Patienten zweiter (bzw. dritter) Klasse überschaubarer ist. Man muss sie nur finden...

 

also keine Taubheit wird dir KEIN KFC garantieren!!! In der Anfangszeit wird die operierte Stelle taub sein; wenn bei der OP alles normal verlaufen ist, wird die Taubheit nach und nach immer weniger werden, bis ganz verschwinden. Selbst eine lähmungsfreie OP wird dir kein KFC versprechen, die werden sich vor der OP absichern! Das muss dir klar sein, wenn du dich für einen bestimmten KFC entscheidest!

 

Ich selber habe lange nach einem guten KFC gesucht der mich operieren soll, wo eine 3D-Planung dabei ist und ich wenig bis nichts privat hinzu zahlen muss. Wichtig war mir bei der Auswahl des Arztes auch, wie er fachlich und als Mensch mit seinen Patienten umgeht (in dem Fall mit mir). Fachlich sind alle top bei denen ich war, keine Frage!!! Ich war auch in BH zur Vorstellung, aber die Zuzahlung von rund 2.000 €+/-X, hat mich dann doch abgeschreckt und ich hatte mich dann für eine kleine Privatklinik in HD entschieden, wo ich nichts zuzahlen musste (als gesetzl. Versicherter)!   

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Hallo Spangenmann,

 

den Kostenplan für Deine OP reicht Dein Kieferorthopäde bei der Krankenkasse ein. Diese übernimmt in der Regel die OP-Kosten inklusive Krankenhaus-Aufenthalt. Dr. Kater bietet über die Standardbehandlung hinaus noch ein OP-Modell im Vorfeld an, anhand dessen das Ergebnis simuliert wird. Außerdem benutzt er eine spezielle OP-Technik, die das Verdrahten nach der OP überflüssig macht. Das sind Zusatzleistungen, die man privat bezahlen muss. Bei mir sind es circa 2000 Euro Zuzahlung, die ich selbst leiste. Es gibt aber gesetzliche Krankenkassen, die diesen Teil mit übernehmen (soweit ich weiß, die AOK). Meine Krankenkasse (Barmer) hat es leider nicht übernommen.

 

Ich möchte aber bei solch einer großen OP nicht am falschen Ende sparen. Dr. Kater ist sicher nicht der günstigste, aber er macht bis zu drei solcher OPs am Tag und hat eine immense Erfahrung. Meine OP ist in zwei Tagen. Ich werde berichten :-)

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Dr. K. ist aber nicht der einigste, der spezielle und moderne OP Techniken anwendet, die das Verdrahten oder verschnüren nach der OP überflüssig macht! Genauso simulieren mittlerweile auch viele andere KFC die OP vor einem Eingriff! Wer im Vorfeld etwas recherchiert, wird einige gute bis sehr gute Chirurgen finden, die genauso viel auf dem Kasten haben, die ebenfalls moderne Techniken anwenden, wie er! Und viele von denen sind um einiges preiswerter.

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Dr. K und andere Ärzte benutzen gar keine moderne OP-Technik, sondern eine die nachm 2. Weltkrieg schon längst eingesetzt wurde. 

Das ist nichts anderes als die Schlössmann-methode. Viele KFC empfehlen auch trotz dieser Methode die Weisheitszähne zu entfernen.

Und es hat nichts mit der Methode zu tun, dass man nicht Verdrahten und verschnürren muss. Kiefer ab, ist Kiefer ab.

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Sollte jemand einen menschlichen und fachlich guten Chrirugen suchen, der zudem den Patienten nicht das Geld aus der Tasche lockt, dann bitte persönliche Nachricht an mich. (Raum Stuttgart)

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