Sweetie1990

GNE am 19.09.13 in der Uk Homburg

Hallo ihr Lieben,

schon längere Zeit lese ich hier im Forum mit- besonders seit ich weiß was die nächsten Jahre auf mich zukommt.

Also kurz zu meiner Person. Ich bin weiblich, 23 Jahre alt und habe schon immer eine Kieferfehlstellung (überriss aktuell 13mm und zu enger ok) und schiefe Zähne. Des weiteren waren auch Zähne nicht bzw falsch angelegt. Somit begann mein weg beim Kfo mit neun Jahren. Die Behandlung zog ich auch eisern durch. Allerdings brachte sie leider nicht den erhofften Erfolg.

Durch einen mehr oder weniger dummen Zufall kam ich letztes Jahr im November hier in die Universitätskliniken des Saarlandes in die MKG.

Die Ärzte dort wiesen mich, unabhängig von meinem damaligen Zahnproblem, direkt darauf hin, dass ich doch mal einen Kfo aufsuchen müsse. Nachdem ich ihm die Geschichte meiner bisherigen Kfo-Laufbahn erzählt hatte war klar, dass er mich in die Kfo überweist und dass wohl nichts ohne op gehen würde.

Also Fotos und Abdrücke, Antrag bei der KK stellen...ihr kennt das ja.

Und morgen ist es so weit: meine GNE steht an.

Bislang bekam ich nur die Abdrücke gemacht und die Ringe angepasst.

Morgen startet somit meine "richtige" Kfo-Behandlung Klappe die 2.

Letzte Woche am Freitag hatte ich die Aufklärungsgespräche.

Heute morgen dann stationäre Aufnahme, Blutentnahme und jetzt mal abwarten was der Tag noch bringt.

Sobald es was neues gibt Berichte ich ;-)

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Hallo Sweetie,

 

dann drücke ich dir für morgen die Daumen!!! Wann wirst du denn operiert? Und wieso bist du schon stationär aufgenommen worden? Ich muß am Tag der GNE-OP rein. 

 

Grüssle Susi

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Soooooo nun mein Erfahrungsbericht im Detail:

18.9. Stationäre Aufnahme:

Wie an diesem Tag schon berichtet musste ich am 18.9. um 9 Uhr zur stat. Aufnahme auf der MKG-Station im chirurgischen Gebäude der UK Homburg erscheinen. Diese Station ist keine reine MKG-Station, sondern dort befindet sich auch noch die Unfallchirurgie.

Zuerst mal musste ich eeeeeeewig mit anderen Neuzugängen im Aufenthaltsbereich der Station warten. Da es wirklich lange gedauert hat, ist meine Mutter, die mich zur Klinik gebracht hat schonmal nach Hause gefahren. Wir wussten ja, dass an diesem Tag nicht mehr viel passieren würde.

So war es dann auch.

Ich durfte mich ca. um 10.15 in der Aufnahme anmelden, bekam dort meine Etiketten und ein schickes Armband mit meinem Name und durfte dann wieder im Wartebereich der Station platz nehmen.

Um 11.30 rief mich dann eine Schwester auf. Es folgte das Aufnahmegespräch und die Blutentnahme.

Danach....ihr ahnt es sicher schon....wieder im Aufenthaltsbereich warten!

Kurz nach 12.00 kam die Schwester mit einem Essenstablett auf mich zu welches sie mir vor die Nase stellte um im gleichen Atemzug zu fragen ob ich denn noch kein Zimmer habe was ich natürlich verneinte. Sie berichtete mir daraufhin, dass sie dieses soeben fertig gemacht hätte und ich auch dort essen könne.

Also mit Essen und Gepäck über den kompletten Flur gewandert und mein Zimmer bezogen.

Bei dem Zimmer handelte es sich um ein 2-Bett-Zimmer und meine Zimmernachbarin war eine 22-jährige unfallchirurgische Patientin mit der ich noch so einiges erleben durfte :354:

Essen war unspektakulär- man konnte es essen, aber es war nicht unbedingt der Brüller (Nudelauflauf mit Gemüse oder so was ähnliches :-D)

Nun folgte Auspacken, einrichten und später kam noch der MKG-Chirurg vorbei um mich nochmal aufzuklären. Ich hatte am Freitag zuvor schon das Aufklärungsgespräch mit der Anästhesie und dem OA in der MKG-Chirurgie.

Den Arzt kannte ich schon, da ich in der MKG schonmal bei ihm war und er mir sehr sympathisch war. Aufgeklärt über alles was passieren wird oder kann und könnte unterschrieb ich den Bogen und das wars dann für diesen Tag.

Ich wartete auf meinen Freund, der noch arbeiten war. Am Abend aßen wir noch ein leckeres Grillhähnchen und nachdem er sich auf den Weg nach Hause gemacht hatte schaute ich noch fern und konnte dann ohne die verlangte Schlaftablette doch relativ ruhig schlafen.

Am Abend erfuhr ich noch, dass ich als dritte auf dem OP-Plan stehen würde und man damit rechnen kann, dass es gut Mittag wird bis ich dran komme- na super :-/

Ich war die Tage vor der stationären Aufnahme sehr aufgeregt. Ab dem Zeitpunkt als ich das KH betrat war die Aufregung allerdings ersaunlicher Weise sehr gering.

19.9. OP-Tag:

Wecken um kurz nach 6.

Zimmernachbarin als erstes ins Bad- ich hatte ja noch Zeit. Als sie fertig war duschte ich ausgiebig, denn ich war eigentlich der Meinung nach der OP einige Tage darauf verzichten zu müssen.

Dann Frühstück und auf meinen Freund warten.

Um kurz nach 10 kam dieser und von OP war noch nichts in Sicht, außer dass ich meinen "Dress" schon erhalten hatte.

Um kurz vor halb elf dann plötzlich Hektik: Es sollte los gehen. OH NEIN! Aufregung von null auf hundert. Zitternd am ganzen Körper habe ich mich in die OP-Kleidung geworfen, mein Bauchnabelpiercing noch durch ein op-taugliches ersetzt (war wegen dem Zittern echt ein schwieriges Unterfangen *g*) und auf den Transportdienst gewartet.

In dieser Klinik ist es nämlich so, dass der OP der MKG nicht im Chirurgie-Gebäude ist, in dem ich ja lag, sondern im MKG-Gebäude, in dem es aber keine Patientenzimmer, sondern nur die Ambulanz und den OP gibt.

Um kurz vor elf rückten dann endlich die Männer vom Transportdienst an. Ich sollte auf eine Liege klettern und los gings. Mein Freund durfte uns begleiten :651:

Ab gings einmal quer durch Gebäude durch den Haupteingang raus draußen einmal um die Ecke und ins Gebäude der MKG rein. Aufzug hoch, erster Stock, Eingang zum OP. Kurze Verabschiedung von meinem Schatz und zu war die Tür. Ein letzter Blick zurück und er hatte doch tatsächlich Tränen in den Augen- süß :308:

In der OP-Abteilung traf mich doch echt der Schlag. Alles alt- wirklich alt! Ich glaube das ganze Gebäude samt Interieur war aus den 60ern :180:

Ich musste dann dort auf dem Flur auf meiner "bequemen" Trage noch bis kurz vor Zwölf warten bis es in den OP ging. Die ganze Warterei wurde durch ein aufbauendes Gespräch mit einem Pfleger verkürzt. O-Ton:" Wenn sie wüssten wie das da drin gemacht wird und mit welcher brachialen Gewalt das läuft würden sie sich nicht operieren lassen" Na super :-D

Auch wenn ich Krankenschwester bin und weiß, dass der OP kein Streichelzoo ist, ist sowas doch nicht gerade aufbauend, wenn man eh Angst hat^^

Im OP-Saal war ich dann doch beruhigt, dass dort wenigstens moderne Aussattung vorhanden war. Zugang gelegt, Nochmal Name und OP-Art abgefragt sowie Allergien...Moment mal Allergien....der Anästhesist zum OP-Personal: "Ihr wisst ja schon, dass die junge Dame auf Latex allergisch ist" Neeee, sie wussten es nicht (wieder sehr Vertrauen erweckend). Also durfte sich das Personal nochmal umziehen und dann gings los.

12:15 :An was schönes denken, erste Spritze, nichts passierte :229: Maske aufs Gesicht aus der natürlich "nur Sauerstoff" kommt. An unseren wunderbaren Ägypten-Urlaub gedacht und kurz drauf wars dunkel.

Was nach der OP auf mich zukam gibts dann im nächsten Beitrag ;-)

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Hallo Sweetie,

 

schöner Bericht, bin auf die Fortsetzung gespannt, (was erlebst Du noch mit Deiner Zimmernachbarin :confused: )

 

Was machen die eigentlich mit dem Betten-/Patiententransport bei Regenwetter oder bei -20°C, gibt es dann eine Wetterschutzhaube?

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Die ganze Warterei wurde durch ein aufbauendes Gespräch mit einem Pfleger verkürzt.

O-Ton:" Wenn sie wüssten wie das da drin gemacht wird und mit welcher brachialen Gewalt das läuft würden sie sich nicht operieren lassen" 

 

Unglaublich! :603: Das geht ja gar nicht! Wie unsensibel…

 

Ich bin auch schon sehr auf Deine Fortsetzung gespannt..?

 

LG!

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Was machen die eigentlich mit dem Betten-/Patiententransport bei Regenwetter oder bei -20°C, gibt es dann eine Wetterschutzhaube?

Ja genau das haben wir uns auch gefragt, aber anscheinend nichts als nen Schirm drüber halten und gut zudecken :-/

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19.9. Nach der OP

 

Das nächste woran ich mich wieder erinnern kann ist, dass ich unseren Traumstrand von Ägypten vor mir gesehen hab.

Herrlich :smile:

Und im nächsten Moment....Aua wer reißt mir da einen Schlauch aus meiner Nase und warum tut mein Gesicht so weh???

Oh nein, da war die Erinnerung zurück...die OP

Der Schlauch der mir gerade gezogen wurde war die Magensonde und es hatte sich ziemlich ekelig angefühlt obwohl ich im ersten Moment ja noch nicht mal gewusst habe was genau das war.

Danach wurde ich vom OP-Tisch auf die Transportliege umgebettet und im Flur am Überwachungsplatz (einen richtigen Aufwachraum gibt es dort nicht!) an den Monitor angschlossen. Dort  schaute ich direkt auf die Uhr und es war 14.15.

Ich vermisste direkt nach dem wunderschönen Ägypten-Traum meinen Schatz so sehr, dass ich jämmerlich zu wimmern anfing. Interessiert hat das zunächst mal keinen! Alle liefen an mir vorbei als würden sie mich nicht sehen und bereiteten eilig die nächste OP vor.

Ich wusste, dass  mein Aufenthalt in diesem "Aufwachraum" nur von kurzer Dauer sein würde und das beruhigte mich doch etwas. Man hatte mir gesagt, dass sie die Patienten nur ca. 15 Minuten dort verweilen müssten und die weitere Überwachung dann auf Station passieren würde.Somit schloss ich guter Hoffnung nochmals kurz die Augen. Ich tastete meine Mund mit der Zunge ab und spürte den Distraktor. Er war allerdings ganz oben am Gaumen und somit empfand ich ihn nicht als störend. Wenig später kam dann ein Pfleger und fragte mich nach Schmerzen. Zuerst verneinte ich, da ich mir nicht mal sicher war ob ich welche hatte (Man ist schon seltsam nach einer Narkose *g* :482:). Er fragte wenig später nochmal nach und da konnte ich ihm sagen, dass ich starke Schmerzen hatte. Ich hoffte auch noch ein bisschen Schlafen zu können, denn die Situation in diesem Flur war echt unangenehm. Schräg gegenüber war der OP in dem auch ich zuvor operiert worden war. Dort lag schon wieder der nächste Patient auf dem Tisch und ich konnte alles Gespräche und alle Geräusche (!!!) genau mitverfolgen.

Aber viel mit schlafen sollte nicht drin sein. Ich schloss die Augen und wenige Minuten später kam der Pfleger um zu fragen, ob denn alles OK sei....JA, ich will doch nur :484:

Ich bekam noch mit, dass der Pfleger mit seiner Familie telefoniert hat und im Internet surfte während es langsam schon kurz vor 15 Uhr war.

Ca. um 15.20 telefonierte der Pfleger plötzlich hektisch und ich konnte vernehmen, dass es um meinen Transport zurück zur Station ging. "eine halbe Stunde....ja macht nur langsam" Na ganz klasse! Noch so lange! Ich musste langsam auf Toilette. Also musste wohl ober übel die Bettpfanne her :-/

Und bei dieser Gelegenheit verkündete mir der gute Mann auch noch, dass er vergessen habe den Transport zu bestellen. Er arbeite sonst in einem anderen OP und ist mit den Gepflogenheiten hier nicht vertraut.

Ok. Somit wieder waaaaarten.

Um kurz vor 16 Uhr fragte der Pfleger nochmals nach ob ich noch etwas gegen Schmerzen haben wollten und ich verlangte mir nochmals etwas, da es mir vor dem holprigen Transport zurück zur Station ziemlich graute.

Ich bekam etwas und wartete weiter. Es kamen und gingen immer wieder Leute, aber der Transportdienst kam nicht!

Um 16.20 kam ein anderer Pfleger und meinte, dass draußen vor dem OP meine Angehöirgen stünden und ziemlich verzweifelt wären ob mit mir alles OK sei.

Der Pfleger informierte sie, dass es mir gut ginge und der Transport sofort kommen würde, sodass sie getrost wieder in meinem Zimmer auf mich warten könnten.

 

Um sage und schreibe 16.45 kamen die Männer vom Transportdienst. ENDLICH!

Los gings nach draußen, durchs Freie und über die Pflastersteine geholpert durch den Haupteingang rein, einmal quer durchs Gebäude und da war es...mein Zimmer!

 

Meine Mutter und mein Freund begrüßten mich schon auf dem Flur und schauten beide sehr besorgt drein. Meine Mutter fing sogar direkt an zu weinen, sodass ich meinen Freund erst mal zu ihr schickte während ich von der Liege zurück ins Bett kletterte.

Danach versicherten mir beide, dass ich doch gar nicht so schlimm aussehen würde und die Krankenschwester kam um mir eine neue Flasche mit Schmerzmittel anzuhängen und endlich das heiß ersehnte Eis zu geben!

 

Bald darauf verabschiedete sich meine Mutter und ich schlief noch etwas.

 

Um ca. halb acht verabschiedete sich meine Zimmernachbarin zum Rauchen. Allerdings wusste ich, dass sie nicht Rauchen gehen würde, sondern auf eine Party gehen wolle, da sie mich am Tag zuvor fragte, ob ich glaube, dass es auffällt, wenn sie so um acht geht und um drei nachts wieder kommt. Ihre Freundin feiere Geburtstag. Ich konnte dazu nichts sagen, weil ich das noch nicht mal ernst genommen habe. Immerhin hatte sie nach der OP noch ihren Schmerzkatheter im Arm. Aber sie meinte es ernst und Verschwand.

 

Wie es weiterging erfahrt ihr im nächsten Beitrag ;-)

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Klingt ganz schön irre wenn ich das mal in aller Deutlichkeit sagen darf...! Die komplette Geschichte ist ist alles außer langweilig :-) 

 

Mit deiner Bettnachbarin das ist auch ziemlich heavy!!! Wenn da was passiert wäre, darüber darf man gar net nachdenken... erzähl bald wie es weitergeht!

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19.09. Nach der OP- Teil 2

 

Wie im letzten Beitrag schon erwähnt:

Meine Zimmernachbarin verschwand zum Rauchen (auf die Party) und mein Freund und ich waren alleine- endlich Ruhe! Sofort steckte er ihren Kopfhörer aus, denn der Fernseher lief ja auf Lautstärke für Hörgeschädigte (Meinen Kopfhörer hatte ich die ganze Zeit im KH kein einziges mal selbst einstecken müssen- immer alles so gehört^^)

 

Bald kam die Krankenschwester um mir mitzuteilen, dass ich mal probieren dürfe aufzustehen- YEAH!

Also gesagt, getan. Ich stand auf und bat meinen Freund mich ins Bad zu begleiten. Dort ging ich auf Toilette und beim Abtrocknen der Hände war es dann soweit. Ein kurzes "Schatz, ich kollabier gleich" und schon rutschte ich meinem Freund in die Arme. Zum Glück stand er schon direkt hinter mir (er kennt mich und meinen Kreislauf ja *g*) und er hielt mich fest unter den Armen. Das habe ich noch durch einen Grauschleier mitbekommen, ebenso wie dass er nach der Schwester geklingelt hat und dann war wieder alles dunkel- fast wie bei der Narkose *grins*

 

Kurze Zeit später spürte ich etwas weiches unter mir, ein Ruck und schon war ich wieder da. Klatschnass geschwitzt lag ich in meinem Bettchen, die Beine nach oben und grinste der Schwester und meinem Freund ins Gesicht. "War mir doch klar, dass das wieder passieren würde"

Na ja, angenehm war es trotzdem nicht, noch dazu, dass mein Freund mich quer durchs Zimmer gezogen hat, weil die Schwester so lange brauchte bis sie kam und er in der Situation zu überfordert war um mich an Ort und Stelle auf den Boden zu legen um die Beine nach oben zu halten.

 

Nachdem ich ja wieder heile im Bett lag, bekam ich etwas Suppe zu essen. Das hat mehr oder weniger gut mit vielen Taschentüchern und etwas zum unterlegen wegen der ganzen Sabberei funktioniert. Trinken ging nur schluckweise mit einem Strohhalm, denn die Mundöffnung war nicht wirklich der Brüller.

 

Nach dem Essen ging mein Freund nach Hause und ich versuchte zu schlafen.

Wenig später kam der Pfleger herein welcher Nachtdienst hatte und war auch verwundert, dass meine Mitpatientin immer noch nicht wieder aufgetaucht war.

Er kam daraufhin alle halbe Stunde und somit war mit schlafen nicht viel.

Um Zwölf Uhr war das Mädel immer noch nicht aufgetaucht und der Pfleger verkündete mir, dass er die Polizei verständigt habe.

Ich sollte eine Personenbeschreibung abgeben (nicht so einfach, wenn man frisch operiert ist und eh nicht reden kann und will!).

Eine halbe Stunde später tauchte das Mädel wieder auf, völlig erbost darüber, dass die Polizei informiert worden war. "Sie wäre eh auf dem Weg zurück ins KH gewesen"

Super! Die Polizei hatte ihre Eltern angerufen und diese hatten ihre Tochter verständigt.

 

Die restliche Nacht verging ziemlich ruhig und war nur davon unterbrochen, dass ich alle Stunde das Eis auf die andere Seite legen musste oder mir neues verlangt habe.

 

 

20.09.- 1. Tag Post OP

 

Wecken um kurz nach 6.

Zimmernachbarin ab ins Bad unter die Dusche und Musik am Handy auf volle Lautstärke.

 

Die Schwester, welche an diesem Morgen Dienst hatte kannte ich, da sie bei mir in der Krankenpflegeschule einen Kurs unter mir war. (wiztig wie klein die Welt doch ist)

 

Ich ging dann auch ins Bad um mich etwas frisch zu machen. Duschen durfte ich ja leider nicht :-(

 

Zuerst kam die chirurgische Visite zu meiner Nachbarin samt Standpauke vom Stationsarzt wegen dem "Ausflug" am Vorabend und dann gab es Frühstück. Spargelcremesuppe.

Klasse...und das zum Frühstück^^

Aber ich hab sie schön brav geschlürft und dann kamen auch schon die Chirurgen der MKG zu mir.

Alle waren super zufrieden. Meine Schwellung hielt sich in Grenzen (hab auch gekühlt wie ein Weltmeister) und Hämatome hatte ich fast gar keine. Ich sah also im Vergleich zu Vortag um Welten besser aus :-)

Die Ärzte wollten noch ein Röntgenbild von mir und drückten mir den Schein fürs Röntgen in die Hand. Ich solle rüber in die MKG-Ambulanz gehen.

Moment mal...gehen???? Aber das fiel mir natürlich erst auf als die zwei schon wieder weg waren. Also Rücksprache mit der mir bekannten Schwester und ich wurde beim Transportdienst angemeldet um mit dem Rolli in die Ambulanz ins andere Gebäude gebracht zu werden.

Morgenmantel an (ich war alleine nicht in der Lage gewesen den Schlafangzug auszuziehen und es war mir an diesem Tag auch egal^^) und nach längerer Zeit des (ihr ahnt es schon...) wartens wurde ich abgeholt.

 

Drüben in der Ambulanz erfolgte dann schnell das Röntgen, wobei die Zahnfilmaufnahme echt weh tat und unangenehm war.

Danach kam nochmal der OA zu mir, der mich operiert hat. Alles sieht super aus. JUHU!!!

Auch der Professer der MKG unterhielt sich kurz mit mir.

Ich bekam die Erlaubnis schon an diesem Tag zu duschen und vorsichtig so weit möglich die Zähne zu putzen. *freu freu freu*

 

Danach wieder warten auf den Transportdienst. Diesem kam mein Freund aber voraus, der zu Besuch kam und mich wieder rüber auf Station fuhr.

An diesem Morgen hielten sich die Schmerzen in Grenzen und ich bekam nur eine Infusion mit Novalgin und natürlich weiterhin die Antibiose über die Infusion dreimal am Tag.

 

Der weiter Tag war zunächst unspektakulär:

Duschen mit Hilfe meines Freundes (hat zwar eeeeeewig gedauert, war aber erfolgreich :-) )

Zähne putzen (mehr schlecht als recht mit der Kinderzahnbürste, aber besser als gar nicht)

Besuch von Mutter und Bruder

Suppe schlürfen und Wasser mit dem Strohhalm

 

Am Abend wurds dann mies. Unendliche Schmerzen, es dauerte ewig bis ich Schmerzmittel bekam (mehr als eine Stunde trotz mehrmaligem nachfragen), selbst für einen neuen Beutel mit Eis musste man fast eine Stunde warten, da die Schwestern es wichtiger fanden die Tabletts in den Essenswagen einzusortieren.

 

 

Weiter gehts im nächsten Beitrag ;-)

 

 

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