liminalty

Offener Biss, alternative Behandlung

Hallo,

 

ich bin ein wenig verzweifelt und hoffe, das mir vielleicht hier wer weiterhelfen kann. Ich bin Seit vielen Jahren in Behandlung beim KFO wegen einem Offenen Biss. Ich hatte schon feste Spangen,Lose Spangen usw... Nichts hat wirklich geholfen, da sich immer alles wieder auf dem Ursprung zurück verschoben hat. Nun hat dieser Offene Biss sehr schlimme Kiefergelenks Beschwerden hervorgerufen. Eine Schiene hilft hier zwar als Übergangslösung, aber leider muss ich diese 24/7 tragen und sie muss jeden Monat angepasst werden durchs viele tragen. Leider ist das auch ziemlich teuer, da die Kasse nicht zahlt. In letzter Zeit treten vermehrt Schmerzen im Kiefer und Kopfbereich auf. Besonders wenn ich morgens aufwache dröhnt mein Kopf und der ganze rechte Kiefer schmerzt extrem. Ich hab auch nie das Gefühl, wirklich gut geschlafen zu haben.

 

Als alternative hat man mir nun folgendes aufgezeigt:

 

1. Kiefer Op = Kasse zahlt nicht, da Abstand zu gering.

 

2. Invisalign (bin mir nicht 100% sicher, ob es so hieß) = Behandlung mit mehreren Schienen. Soll den Biss zumindest so weit schließen, das meine Schiene nicht mehr 24/7 benötigt werden. Leider zahlt die Kasse ebenfalls nicht und ich müsste mit einer Summer von ca. 6000 Euro rechnen. 

 

Ich weiß nun echt nicht weiter, da die Kasse sich überall quer stellt und ich nur noch fürchterliche Schmerzen habe. Teilweise muss ich muss sogar krank schrieben lassen von der Arbeit, da die Kopfschmerzen auch teilweise Übelkeit mit sich hervorbringen. 

 

Hat vielleicht jemand einen Tipp was ich noch tun kann? Ich kann mir diese teuren Behandlung nicht leisten, will aber auch nicht auf Schmerztabletten zurückgreifen. Zumal das Kiefergelenk ziemlich zu leiden hat.

 

Vielen Dank schon für eure Hilfe.

Schöne Grüße

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Hi,

 

Bist oder warst du in logopädischer Behandlung?

 

Vor einigen Monaten ist bei meinem KFO-Termin eine Patientin neben mir gesessen (es gibt pro Zimmer 2-3 Behandlungsstühle), die ebenfalls Probleme hatte mit ihrem offenen Biss. Die KFO hat ihr dringends geraten die logopädischen Übungen wirklich brav durchzuführen, da sich sonst der offenen Biss nicht gut schließen bzw wieder öffnen kann. Eventuell kann dir ein Logopäde weiterhelfen.

 

Was ich nicht ganz verstehe: Da du ja ziemlich leidest, kann dir kein Arzt sagen woher das kommt? Ist es "nur" der offene Biss?

 

lg

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liminalty:

Ich kann mich da nur "yuffie" anschließen. Wenn du deine myofunktionellen  (Schluckmuster / Lippenschluss) Funktionen nicht verbesserst, kannst du dir jegliche Behandlung schenken. Ich empfehle MFT nach Kittel und das machen Logopäden. Ich habe eine Logopädin gebeten einen Text für meine Homepage zu machen, dies ist ihr Textvorschlag.

 

Gruß Norbert

Zungenruhelage und Logopädie

 

 

 

Warum Zungenruhelage und Mundschluss so wichtig sind:

 

  • Die Atmung erfolgt normalerweise durch die Nase (sie erwärmt, säubert und befeuchtet die Luft).
  • Durch vergrößerte Mandeln/ ständige Erkältungen/ eine schiefe Nasenscheidewand kann es zur ständigen Mundatmung kommen.
  • Vermehrter Speichelfluss kann dadurch auftreten.
  • Aufgrund des fehlenden Mundschlusses können Lippen und Wangen nicht ihre optimale Muskelkraft ausbilden.
  • Die Zunge liegt während der Mundatmung nicht in der Ruhelagestellung (normalerweise flächig am Gaumengewölbe) sondern am Mundboden. Sie kann somit nicht ihre optimale Kraft entwickeln um das Gaumenwachstum (bei Kindern) positiv zu beeinflussen.
  • Es kann zu einem falschen Schluckmuster kommen (die Zunge drückt dabei gegen die Zähne und den Zahnbogen).
  • Muskelgruppen, die eigentlich andere Aufgaben erfüllen, müssen dadurch unnötig mithelfen den Schluckvorgang einzuleiten. Dies führt evtl. zu Spannungen/ Schmerzen im Gesichtsbreich oder Kiefergelenkschmerzen.
  • Da wir ca. 2000 mal pro Tag schlucken, sind das 2000 Stöße gegen die Zähne mit einer Kraft von teilw. mehreren Tonnen.
  • Somit kann es leichter zu Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien kommen.
  • Man spricht dann auch von einer orofacialen Dysfunktion (Dysbalance der Gesichtsmuskulatur) oder Myofunktionellen Störung (Störung des muskulären Gleichgewichts im Mundbereich).
  • Im Wachstum erworbene Fehlmuster sollten schon im Kindesalter behoben werden, damit sich diese nicht einschleifen. Aber auch im Erwachsenenalter können Fehlfunktionen durch gute Mitarbeit und Veränderung von Verhaltensmustern verbessert werden.

 

Was die Logopädie tun kann:

 

  • Eine logopädische Therapiestunde beträgt 45 Min. und dauert ca. 20-30 Sitzungen.
  • Mit Hilfe eines Übungsblocks (nach Anita Kittel) werden die Zungenruhelage erarbeitet, sowie Zungen-, Lippen- und Ansaugübungen am Gaumen trainiert.
  • Ist ein muskuläres Gleichgewicht geschaffen und die Zungenruhelage angebahnt, wird das korrekte Schluckmuster erarbeitet.

 

 

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Zahnarzt

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Hallo!

 

danke für die schnellen Antworten :) Ich hätte vielleicht noch etwas ausführlicher schreiben.

 

Ich war bereits in Logophädischer Behandlung für 2 Monaten. Dies hat schon eine menge gebracht. Dort wurde zumindest festgestellt, das die Zunge Verursacher des Offenen Bisses ist, da sie beim schlucken gegen die Vorderzähne drückt. Leider hab ich einen sehr kleinen Mund und nur wenig Platz. 

Die Schmerzen enstehen leider, weil auf jeder Seite nur 1-2 Zähne Kontakt haben. Der Rest hängt sozusagen in der Luft und deswegen suchen die Zähne immer Kontakt und der Kiefer kommt wohl nie zur Ruhe. Trotzdem muss man die Zähne irgendwie wieder aufeinander zu bewegen. Und da wurden mir nur die 2 Möglichkeiten aufgezeigt. Leider unbezahlbar, wie ich finde :/ Zumal die Schienen Behandlung oder eine feste Spange den Biss nur verbessern könnte. Schienenlos wäre ich trotzdem nicht danach. Und dafür 6-7000 Euro ausgeben.. phuu

 

Danke schön für die Hilfe :)

Vielleicht hat noch wer eine Idee

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Meine Meinung: Insofern eine normale Spange damals nicht geholfen hat, dann werden es die Schienen ebenfalls nicht... Schließlich werden die Schienen nur für leichte Fehlstellungen der Zähne empfholen.

 

Höre dich nach guten KFOs um und lass dir einen Guten vom Zahnarzt empfehlen. Es gibt bestimmt eine Lösung für dein Problem. :-)
Aber ich würde da echt ernsthaft auch noch mit der KK reden, vielleicht kannst du auch eine Spangenbehandlung privat zahlen und die Kasse übernimmt die OP.
 

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Situationen wie diese gibt es leider immer wieder: Der individuelle Leidensdruck ist überdurchschnittlich groß, aber die Fehlstellung ist "nicht schwerwiegend genug". Im vorliegenden Fall bedeutet das, dass der offene Biss weniger als "4 mm, skelettal offen" ist. Das ist leider alles, was die Kasse interessieren muss. Sie ist nicht verpflichtet, eine Behandlung zu übernehmen.

Wenn jetzt ein Kieferorthopäde die Schieblehre ein wenig anders an die Zähne hält, auf > 4 mm kommt und bestätigt, dass das auch noch skelettal ist, könnte er einen Behandlungsplan schreiben. Das kann gut gehen, aber wenn Ihr Pech habt, schickt die Kasse den Plan zum Gutachter. Der misst die Modelle nach, kommt z. B. auf 3,5 und lehnt den Plan ab. Du kriegst keine Behandlung, und der Kieferorthopäde kann sich darauf gefasst machen, dass jetzt öfter mal ein Plan von ihm begutachtet (und vielleicht auch abgelehnt) wird.

Mein Vorschlag: Geh in die kieferorthopädische Abteilung einer Universitätsklinik. Vielleicht bringt das auch nichts, aber vielleicht hilft es, wenn das Problem einmal multidisziplinär betrachtet wird, und sollte der Biss 4,001 mm offen sein, wird eine Uniklinik weniger Angst davor haben, dass ein Gutachter 3,999 messen könnte.

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