susette

Op-Bericht:Bimaxilläre Umstellung des Ober-und Unterkiefers

Hallo allesamt!

Ich bin vor 2 Wochen und 3 Tagen in der Uniklinik-Kiel operiert worden.

Mein Oberkiefer wurde verlängert und mein Unterkiefer gekürzt. Zur Vorbereitung auf die Op musste ich fast ein Jahr kieferorthopädisch behandelt werden und oben und unten eine Zahnspange tragen. Da ist erstmal ans Tageslicht gekommen, dass mein Unterkiefer etwas schief war! Zum Glück stand der Op-Termin dann an und ich musste nicht länger so rumlaufen.

Ein Tipp am Rande: Esst vor der Op soviel ihr könnt! Ich habe jedenfalls vor der Einweisung ins Krankenhaus noch ordentlich gesündigt und das kann man ohne Reue auch getrost tun, aber dazu später...

Mittwochs bin ich in der Kieferchirugie aufgenommen worden ( Himmel, war ich nervös!) und Donnerstagvormittag wurde es dann ernst. Ich kann mich nur noch erinnern wie ich in die sogenannte Op-Schleuse gebracht wurde und dann sanft wegdämmerte.....

6 Stunden später wachte ich wieder auf! Ich dachte erst, die Op hätte solange gedauert, aber vorher gab es noch einen Notfall. Ich lag 4 Stunden unterm Messer, auch keine schlechte Zeit, denke ich.

Das Aufwachen war nicht so schlimm. Ich hatte noch keine Schmerzen und übergeben musste ich mich auch nicht, allerdings war ich sehr schwach und durfte nicht aufstehen, weil ich sehr viel Blut verloren hatte. Ich bin nur knapp einer Bluttranfusion entgangen. In meinen Füßen waren noch die Einstichstellen der Tranfusionsnadeln zu erkennen, zur Sicherheit wurde eine drinnen gelassen. Ich hatte auch einen Harnkatheter, worüber ich froh war, da ich mir aufstehen nicht mal vorstellen konnte. Ach ja, mein Gesicht war so dick wie ein Ballon, aber wenn man fleißig kühlt, wird die Schwellung jeden Tag weniger.

Die erste Zeit war also echt hart und die Schmerzen wurden immer schlimmer, so schlimm, dass ich Schwierigkeiten hatte Flüßigkeit zu mir zu nehmen. In den ersten 3 Tagen, den schlimmsten, dachte ich die ganze Zeit nur: Hätte ich mich bloß nicht operieren lassen! Na ja, als ich mich am 3. Tag viermal übergeben ( mit Maulsperre!) musste und die Krankenschwester auch nicht mehr wusste, was sie tun sollte, hätte ich am Liebsten geheult!Aber auch das war irgendwann überstanden und am Sonntag ging es leicht bergauf und Montag fing ich wieder an, mich wie ein Mensch zu fühlen und ab da ging es mir immer besser! Ich hatte immer weniger Schmerzen und das Trinken und das Schlürfen von Suppe klappte auch. Ich ging immer öfter mit meiner Mutter auf dem Klinikgelände spazieren, obwohl ich sehr erschöpft war, aber die frische Luft tat einfach nur gut!!

Am Donnerstag nach der Op bin ich dann endlich entlassen worden, leider immer noch mit Maulsperre, aber Zuhause schmecken Suppen sowieso besser. *grins* Und ich bin zum Milchjunkie mutiert, das war wenigstens lecker!

Eine Woche später musste ich wieder in die Klinik und habe zum Glück die halbe Maulsperre bekommen. Jetzt kann ich zumindest Brei essen! Der Arzt hätte mich am liebsten noch eine Woche zugeschnürt, aber da ergriff eine sehr nette Krankenschwester Partei: ich habe jetzt nämlich ziemliches Untergewicht und wäre bald zusammengebrochen.( Deshalb: vorher viieel essen!)

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass ich die letzten 3 Tage nur mit Essen verbracht habe....eine Wohltat.

Jetzt fühle ich mich relativ fit und werde in einer Woche wieder in die Klinik müssen. Hoffentlich kommen die Gummis dann ganz raus.

Den Splint, diese Aufbissschiene, werde ich noch 4 Wochen tragen müssen...echt hart, aber dann habe ich es endlich überstanden!

Am Schlimmsten finde ich mittlerweile, dass man nicht richtig essen und Zähneputzen kann. Die Schmerzen sind schnell vergessen und nur noch eine böse Erinnerung.

Ich kann also nur jedem, der in irgendeiner Form eine Kieferfehlstellung hat, empfehlen diese operativ beheben zu lassen!

Das Resultat ist bei mir jetzt eindeutig erkennbar und ich bin stolz auf mich, das machen lassen zu haben. Ich fühle mich jetzt viel wohler und hübscher!

Der Operateur hat auch sehr gute Arbeit geleistet.

Gruss, Susette

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Hallo Susette,

Glückwunsch zu überstandenen OP. Du kannst auch stolz auf dich sein. Es ist ja nicht nur die OP, sondern auch die Kfo Behandlung die man über sich ergehen lassen muss. Ist ja auch nicht immer einfach.

Wenn du mit deinem Ergebnis zufrieden bist, hat sich ja alles gelohnt.

Warum musstest Du dich am dritten Tag so oft übergeben?? Warst du verdrahtet, oder hattest Du Gummis??

Viele Grüße und weiterhin Gute Besserung

Daniela

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Hallo,

ich freu mich ja für dich, dass du es überstanden hast, bin aber total froh, dass das ganze bei mir etwas harmloser war.

Weiterhin alles Gute und liebe Grüße, Stubs

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Hi Susette,

wollte dir auch ganz lieb zur überstandenen OP gratulieren und dir baldige Genesung wünschen - und natürlich, daß du bald wieder richtig reinhauen kannst :-)!!

Liebe Grüße

Dani

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Hallo Susette,

auch von mir die besten Wünsche zur baldigen Genesung.

Sei stolz auf Dich, dass du es überstanden hast!!!

Liebe Grüsse

Irina

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