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sancho1980

Sancho aus Stuttgart

Hallo,

 

nachdem ich nun schon zwei Threads aufgemacht habe will ich mich wenigstens auch mal kurz vorstellen: Ich bin der Sancho, (33, m) und wohne in Stuttgart.

Ich hatte in meiner Jugend eigentlich wie fast alle meine Freunde eine lose Zahnspange. Als ich mit der "durch" war, bekam ich von meinem Kiefernorthopäden noch eine zweite Spange "für die Nacht": So ein Teil für Ober- und Unterkiefer, damit der Unterkiefer beim Schlafen etwas "nach vorn" gezwungen wird. Ich denke, ich habe meine Spangen nie ganz so getragen wie ich sollte, aber am Ende der Behandlung wurde das Ganze dennoch als Erfolg verbucht (ohne dass ich mir damals größere Gedanken darüber gemacht hatte). Erst einige Zeit später wurde mir selbst klar, dass ich ein sogenanntes "fliehendes Kinn" habe, und dass ich deswegen die zweite Spange für die Nacht bekommen hatte. Zu allem Überfluss fiel mir auch auf, dass ich dieses fliehende Kinn von meinem Vater geerbt habe, zu dem ich ein eher *bescheidenes* Verhältnis habe...

Irgendwann begann ich mir anzugewöhnen, den Unterkiefer ganz bewusst nach vorn zu schieben in der Hoffnung, dadurch würden sich irgendwelche Muskeln, Knochen, etc. entsprechend verschieben - was natürlich ziemlich zinnlos ist. Das Ganze ist schon seit Jahren zu einem mehr oder weniger unbewussten Tick geworden. Obendrein hat mich auch schon seit einiger Zeit immer genervt, feststellen zu müssen, dass sich einer meiner Schneidezähne im Oberkiefer vor den anderen schieben will. Also hatte ich mir mehr oder weniger unbewusst angewöhnt (besonders in Stresssituationen) den Unterkiefer nach vorn zu schieben und mit den Schneidezähnen des Unterkiefers die Schneidezähne des Oberkiefers "nach hinten" zu drücken...also quasi "in eine Ebene zu plätten". Manchmal bin ich auch nachts plötzlich aufgewacht und musste feststellen, wie ich völlig verkrampft mit meinem UK-Schneidezähnen auf die OK-Schneidezähne einschlage.

Naja, irgendwie dachte ich mir schon vor ein paar Jahren, dass das alles so nicht gut sein kann, aber erst Anfang dieses Jahres konnte ich mich letztendlich mal dazu aufraffen, zum Kiefernorthopäden zu gehen. Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, das Ganze könnte man mit einer Spange machen, aber dann erfuhr ich, dass es nur mit OP geht. Da der KO obendrein auch noch einen Kreuzbiss feststellen musste, wird die Behandlung auch von der Kasse übernommen.

Nunja, und nun hatte ich erstmal am 19.9. meine GNE-OP und habe gestern zuml letzten Mal gedreht. Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe muss ich den Apparat geschlagene 9 Monate tragen. Danach kommen Brackets oben und unten..un am Ende der Behandlung (mein KO meinte: frühestens in eineinhalb Jahren) bekomme ich entweder nur eine UKVV oder eine Bimax. Fürs Erste heißt es aber erstmal Happy Durchnuscheln mit Zahnlücke...

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sancho1980:

Ich finde es erstaunlich, dass man jahrelang KFO macht und dabei nicht mal ansatzweise über Zusammenhänge aufgeklärt wird. Funktionskieferorthopädie kann nur funktionieren wenn das Kind die Zusammenhänge verstanden hat und die Behandlung unterstützt. Das ist bei Kindern (meistens) problemlos möglich. Du kannst dich bei deinem KFO bedanken, für dein "Happy Durchnuscheln" und weitere Freuden die dich erwarten. Das wäre sehr wahrscheinlich vermeidbar gewesen. Fünf Sterne für deinen Text.

Gruß Norbert

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Ich frage mich in letzter Zeit manchmal, ob es hier nicht auch Versäumnisse meiner damaligen KFO gegeben hat. Wenn ich heute eine GNE mitsamt OP brauche, weil mein Oberkiefer zu schmal ist - hätte man damals nicht auch eine GNE (und zwar noch *ohne* OP) machen können? Und warum wurde die Behandlung beendet und als Erfolg gewertet, wenn ich heute immer noch eine Retrognathie habe? Ich war doch damals noch im Wachstum - hätte man das Ganze damals vielleicht noch völlig ohne OP hinbekommen können?

Vielleicht dachte meine damalige KFO, man könne mir keine feste Zahnspange zumuten, weil meine Mundhygiene damals *ähermm* etwas zu wünschen übrig ließ. Wer weiß, hat mir nie einer erklärt. Hab mir immer nur die Geräte in den Mund gesteckt, die man mir gegeben hat ... zumindest mehr oder weniger regelmäßig :-)

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Auch wenn es viele nicht mehr hören können, nach einer GNE ist ein Funktionsregler als Retentionsgerät eigentlich unverzichtbar. Der Wangendruck, er ist verantwortlich wenn es ein Rezidiv gibt, wird komplett vom Oberkiefer abgehalten und die Wangenmuskulatur gedehnt sozusagen dem vergrößerten Oberkiefer angepasst. Zusätzlich bekommt die Zunge einen Reiz sich im Oberkiefer aufzuhalten. Beides zusammen garantieren, dass ein Rezidiv zuverlässig vermieden wird. Man kann Jahrelang das Ergebnis mit einem Bügel oder einem vergleichbaren Retentsionmittel stabilisieren, bleibt der Wangendruck erhalten und die Zunge befindet sich nicht regelgerecht im Oberkiefer, wird nach entfernen des Retentionsmittels das Ergebnis wieder kollabieren.

Gruß Norbert

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