yukai23

BIMAX-OP 2010 bei Dr. Kater in Bad Homburg

Hallo zusammen!

 

Ich bin nun vor drei Jahren in Bad Homburg operiert worden und bin nun mehr als nur spät dran.

Ich habe lange Zeit überlegt, ob ich hier einen Bericht posten sollte aber nachdem ich nun seit Ewigkeiten mal wieder hier im Forum unterwegs bin, habe ich beschlossen zumindest in kurzer Form von meinen Erfahrungen zu berichten.

 

Da ich es wie gesagt kurz halten möchte, fasse ich die wichtigsten Ereignisse mal zusammen:

 

Vor der OP:

Dr. Kater habe ich vor der OP einmal gesehen und auch nur sehr kurz. Er sprach aber - was mich sehr irritierte - plötzlich von einer Kinnplastik, die bei unseren vorherigen Terminen nie Thema war. Nach kurzer Besprechung im Rahmen der Visite beschloss er selbst, es sei wohl sinnvoller bei der Metallentfernung die Kinnplastik folgen zu lassen, da man erst nach dem Abheilen genau planen kann wo das Kinn nach der Bimax ist und wo es hin soll.

 

OP-Tag:

Am OP-Tag wurde ich in die Schleuse gebracht und ein Kollege von Dr. Kater kam zu mir. Er solle im Auftrag von Herrn Dr. Kater fragen, ob wir die Kinnplastik nicht doch jetzt gleich machen sollten. 

Ehrlichgesagt war ich total überfordert! Ich lag praktisch auf dem OP-Tisch, war aufgeregt und schon seit 2 Stunden prämediziert! Ich kann mich nur noch vage daran erinnern, dass ich sagte Dr. Kater solle das intraoperativ entscheiden. 

 

Intensivstation:

An die ITS kann ich mich praktisch nicht mehr erinnern, das Pflegepersonal blieb mir als sehr nett in Erinnerung, mehr weiß ich nicht mehr. (Achja und das Ziehen der Magensonde, das aber halb so schlimm ist wie erwartet). 

Außerdem stellte ich auf ITS fest, dass anscheinend eine Kinnplastik erfolgt ist.

 

Die Zeit danach:

Starke Schmerzen hatte ich eigentlich nur an den ersten beiden Tagen, danach war es durchaus erträglich. Dazu muss man sagen, dass es kaum Medikamente gibt und die gegebenen auch nicht gerade potent sind.

 

In den ersten Tagen war ich beim Aufstehen noch sehr wackelig auf den Beinen, es ging aber immer besser. 

Bei der ersten Röntgenkontrolle war ich sehr irritiert: ich sollte zum Röntgen laufen und danach zu Fuß in die Praxis von Dr. Kater. Eine Zimmernachbarin sollte mitkommen. Zu zweit liefen wir zum Röntgen und sprachen noch darüber, dass wir uns beide noch etwas unsicher beim Laufen fühlen. 

Im Anschluss an das Röntgen machten wir uns auf den Weg zur Praxis von Herrn Dr. Kater. Noch im Krankenhaus kollabierte meine Zimmernachbarin. 

(Diese Geschichte nur am Rande, aber ich finde es nicht geschickt Patienten, die kaum mobilisiert sind, zu Fuß in die Praxis zu schicken, auch wenn es nur ein Fußweg von 3-4 Minuten ist). 

 

Die Tage danach vergingen eigentlich recht schnell, die Schmerzen haben schnell nachgelassen und ich war auch wieder gut zu Fuß unterwegs. 

Dr. Kater habe ich übrigens nach der OP kein einziges Mal mehr gesehen!

Nach einiger Zeit habe ich dann festgestellt, dass eine Hälfte meiner Unterlippe taub ist! Ich versuchte in der Praxis mit Dr. Kater darüber zu sprechen, wurde von seinem Kollegen aber darauf hingewiesen, dass das direkt postoperativ normal sein kann und das Gefühl eventuell zurückkehrt (was ja auch stimmt). 

Warum nun doch eine Kinnplastik gemacht wurde, konnte auch er mir nicht sagen. 

Alle weiteren Versuche nochmal mit Dr. Kater persönlich zu sprechen, schlugen fehl, er hatte nie Zeit. 

Auch später zurück in der Heimat habe ich öfter versucht persönlich mit ihm zu sprechen wegen meiner tauben Unterlippe. Zweimal wurde mir versprochen er rufe zurück, was leider nie passiert ist!

 

 

Nach einigen Wochen zuhause kam dann der große Schock: Die Rechnung.

Ich hatte im Vorfeld mit Dr. Kater besprochen, dass meine Versicherung nicht für die OP aufkommt, nicht einmal teilweise. 

Daraufhin wirkte er sehr verständnisvoll und erklärte, er bemühe sich um Kostensenkung wo es nur ginge. Ich bekam lange vor der OP einen Kostenvoranschlag, der ca. 6000€ betrug. (Als Hinweis unter dem Kostenvoranschlag: "Dies ist ein Kostenvoranschlag - die tatsächlichen Kosten fallen in der Regel deutlich geringer aus").

Die tatsächliche Rechnung betrug aber insgesamt 13 000€!! 

Da ich alles aus eigener Tasche zahlen musste, eine unzumutbare Kostensteigerung! Gespräche mit Dr. Kater blieben weitestgehend erfolglos, also musste ich zahlen. 

 

 

 

Die Hälfte meiner Unterlippe ist leider taub geblieben. (Vor der OP wurde mir gesagt: "Das passiert in äußerst seltenen Fällen". Seit meinem Kontakt frage ich mich, wie Dr. Kater das überhaupt statistisch verwerten möchte, für mich war er jedenfalls danach nicht mehr zu sprechen und es erkundigte sich auch keiner nach dem Befinden meiner Lippe). 

 

 

 

Zu guter Letzt noch die Platten: Da meine OP wohl sehr aufwendig war und "der Knochen sehr dünn war" (so wurde es mir beschrieben), sollten die Platten nicht wie sonst innerhalb des ersten Jahren wieder entfernt werden, sondern etwas später.

Nach einem Dreiviertel Jahr rief ich in der Praxis an, um zu fragen wann es soweit wäre. Eine der Schwestern sagte nur "da schicken wir Ihnen dann einen Brief, einfach abwarten!" Bei meinem nächsten Anruf (deutlich später aber ohne Brief in der Zwischenzeit) hieß es: "Na da sind Sie nun eigentlich zu spät, das machen wir eigentlich viel früher!". 

Daher ist das Material auch drei Jahre später noch verschraubt und wird es wohl bleiben. 

 

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mich nicht besonders gut aufgehoben gefühlt habe und ich mit der Betreuung durch Dr. Kater sehr unzufrieden war. 

Das chirurgische Ergebnis hingegen ist gelungen, als Operateur ist Dr. Kater also durchaus zu empfehlen!

Ich persönlich würde die OP nie bereut und würde sie wieder machen, wenn auch nicht in Bad Homburg, dort gab es einfach zu viele Vorkommnisse, die so nicht sein sollten.

 

 

 

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Hallo Yukai

 

Da ist ja so manches schief gelaufen und ich kann mir gut vorstellen, wie entsetzt du auf die abschliessende Rechnung geschaut hast. 

Wenn es wirklich so ist, dass du zur Kinnplastik nur dein mündliches Einverständniss gegeben hast und dieses auch noch im schon sedierten Zustand, hättest du nicht am Kinn operiert werden dürfen. Da gibt es eine ganz klare Gesetzeslage!

 

Du hättest dich mit Hilfe eines Anwaltes dagegen wehren können und so vielleicht einen Teil der Kosten nicht bezahlen müssen. Das ist aber sicher nach 3 Jahren Geschichte. Dann kannst du es nur noch unter unseriöser Abzocke verbuchen. Er wird schon wissen, warum er sich postop. so rar gemacht hat.

 

Wenigstens gut, dass das Ergebnis gelungen ist. Die Gefahr mit der tauben Lippe ist ein ernstzunehmender Risikofaktor, da muss man dafür auch unterschreiben, dass man dieses in Kauf nimmt.

Nur wirbt ja gerade Dr. Kater mit seiner,, minimalinvasiven" OP-Methode , das soetwas nicht vorkommt. Hä???  

 

Für mich ist jeder mutwillig herbeigeführte Knochenbruch maximalinvasiv, egal welches chir. Werkzeug dafür benutzt wird.

 

Eine ME kann man auch nach 3 Jahren noch durchführen, wenn es sein muß. Nur wird diese OP dann nicht wirklich elegant werden, da die Schrauben schon ziemlich eingewachsen sind, bei Platten ist es noch schlimmer.

 

Ich wünsche dir , dass du trotzdem damit deinen Frieden findest , hast halt nun einen sehr ,,kostbaren" Unterkiefer!

 

 

Lg

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Liebe Yukai,

 

bei mir ist es in Bad Homburg auch nicht wirklich zufriedenstellend verlaufen. Ich habe im Vorfeld vieles mit Dr. D. in der Praxis besprochen, was sich im Nachhinein als großer Fehler herausgestellt hat, da das, was Dr. D. sagt und dass, was Dr. K. hinterher macht, zwei völlig verschiedene Dinge sind. Dr. D. sagte, dass mein OK nur wenig gekürzt wird (Gummi-Smile), weil es unästhetisch aussieht, wenn man die obere Zahnreihe nicht mehr sieht. Ergebnis: Die obere Zahnreihe ist komplett von der Oberlippe verdeckt, weil der OK viel zu viel nach oben verlagert wurde. Dr. D. hatte Zweifel, dass mein Kinn nicht vorverlagert werden könnte und verkaufte mir für ca. 120,- EUR eine zusätzliche Röntgenaufnahme, die ich selbst bezahlen mußte. Das Kinn war für Dr. K. aber gar kein Problem und ich hätte mir die Aufnahme sparen können. 

Meine komplette Unterlippe + Kinnbereich sind seit 2 Jahren taub und mein Neurologe hat keine Hoffnung, dass sich daran noch etwas ändern wird. Das zur minimalinvasiven Technik. Ich fühle mich durch diesen Umstand absolut eingeschränkt. Narbenzüge sorgen zusätzlich für ein Steifheitsgefühl in dem Bereich. Manchmal fühle ich mich regelrecht behindert und leide sehr darunter. Dr. K. kommentierte dieses Problem damit, dass man Geduld haben müsse und sich das schon legen werde. Jeder andere Arzt sagt einem, dass Nerven sich nach 2 Jahren nicht mehr regenerieren. Das optische Ergebnis ist ebenfalls nicht zufriedenstellend, zumal im Vorfeld gar nicht besprochen wurde, was ich mir optisch eigentlich wünsche. Ich bereue den Eingriff sehr und der Gedanke daran, dass ich für den Rest des Lebens mit dieser Taubheit verbringen muß ist belastend!

 

Liebe Grüße, Serenissima

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@Glencoe: vielen Dank für die Antwort! Vielleicht hast du Recht und ich sollte es einfach so sehen, dass ich einen "kostbaren" Unterkiefer habe :smile:

Das mit dem Anwalt hatte ich zum damaligen Zeitpunkt auch überlegt, habe es dann aber (wahrscheinlich blöderweise) nicht gemacht.

 

@Serenissima: Ja, da haben wir tatsächlich ähnliche Erfahrungen gemacht, tut mir auch für dich leid!

Das die Taubheit jemals weggehen würde, habe ich nach einigen Monaten schon nicht mehr geglaubt und so war es dann ja auch!

Ich hoffe nur, dass unsere Erfahrungen vielleicht dem Ein oder Anderen eine Warnung sind zumindest genauer hinzuschauen und sich im Zweifelsfall auch im Nachhinein zu wehren (wie Glencloe ja geschrieben hat).

 

Eine Frage habe ich noch an alle "Wissenden": da meine Kinnplastik nicht wirklich angepasst werden konnte und ich die (im Gegensatz zur BIMAX) vom operativen Ergebnis her nicht überzeugend finde, wollte ich fragen, ob die Möglichkeit besteht nun die ME und eine Chin Wing zusammen in einer OP zu machen? Weiß jemand darüber was genaues? Oder ist das nun gar nicht mehr möglich?

(Diesmal natürlich nicht mehr in Bad Homburg!)

 

Vielen Dank!

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Die Metallentfernung und eine Chin-Wing-Op sollten schon in einer Op machbar sein. Nur wird bei der Chin-Wing auch wieder der Knochen mit Metallschrauben festgeschraubt, aber zumindest sind die größeren Platten von der Bimax dann entfernt. Ein weiterer Vorteil wäre, dass die ME von der Krankenkasse bezahlt wird und wenn die Chin-Wing dazu gemacht wird, dann dürfte es dir billiger kommen als eine reine Chin-Wing-Op (man spart sich Anästhesie-Kosten, Krankenhaus-Kosten, etc.).

 

Soweit ich weiß muss aber erst durch ein DVT abgeklärt werden, wie der Unterkiefernerv verläuft, damit dieser bei der Chin-Wing nicht verletzt wird.

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Hallo zusammen,

 

ich hatte eigentlich nicht vor, über meine Erfahrung zu schreiben. Vielleicht weil ich schon längst aufgegeben habe. Vielleicht weil es mich noch mehr runter zieht. Vielleicht weil ich gedacht habe, dass es sowieso gelöscht wird, .......

Ich habe heute Abend plötzlich einen Einfall gehabt, der mich wieder nach sehr langer Zeit zu diesem Forum geführt hat. Nun nachdem ich diesen Beitrag gesehen und ähnliche Erfahrungen entdeckt habe, macht es vielleicht doch Sinn, darüber zu schreiben und evtl. Andere darauf aufmerksam zu machen.

Ich habe meine Oberkiefervorverlagerung und Unterkieferrückverlagerung 2012 in Pforzheim gehabt. Seit dem habe ich folgende Beschwerden:

- Die Unterlippe ist von innen ein wenig taub

- Von außen kribbelt die Haut noch etwas

- Mein Speichel fließt nicht richtig, so dass ich bei Anspannung (z.B. einer Präsentation) dermaßen trockene Lippen bekomme, dass sie aus eigener Kraft nicht mehr bewegt werden können

 

Das alles ist noch im Rahmen des Erträglichen und nicht wirklich schlimm. Jedoch gibt es zwei weitere Sachen, die mich in meiner Lebensqualität erheblich beeinträchtigt haben.

 

1) Der gesamte Kinn- und Unterlippenbereich ist extrem steif. Es fühlt sich an als wäre mein Gesicht in diesem Bereich aus Holz. Ich kann nicht mehr schnell sprechen oder etwas einwandfrei vorlesen. Sprachen, die etwas stärkere Mundgymnastik brauchen fallen mir besonders schwer. Ich fühle diese Steifheit permanent und kann damit nicht klar kommen. Ich fühle mich invalide.

2) Mein UK ist nicht ausreichend zurückverlagert worden, so dass ich seit der Op im Frontbereich Frühkontakt habe und die seitlichen Zähne nicht schließen. Von der funktionalen Störung, dass ich nichts mehr zermahlen kann, abgesehen, ist dieses Gefühl, dass die Backenzähne in der Luft hängen, extrem ermüdend, so dass ich manchmal aus Verzweifelung geweint habe. Ich habe mich deshalb entschlossen, die Zähne im OK wieder in einer längeren kieferorth. Behandlung aus der zuvor erreichten korrekten Lage nach außen zu schieben, damit ich etwas Entlastung im Frontbereich erfahren kann. Dadurch sehen meine Frontzähne wieder nach außen geneigt aus. Es sind große Lücken entstanden, die ich mit Kunststoff schließen musste, wodurch meine Zähne nun ziemlich wuchtig und riesig aussehen. Mein UK ist auch nicht optisch und funktional korrekt positioniert. Ich habe nach wie vor etwas Progenie, nur halt etwas schwächer als zuvor.

 

Alles in allem bereue ich die Insgesamt 6 jährige, schmerzhafte und kostspielige Behandlung, die aus mir nach so viel Nervenkrieg mit verschiedenen Ärzten und auch Extraktion von gesunden Zähnen eine Invalide gemacht hat

Ich würde diese Behandlung nur Personen empfehlen, die einen ENORMEN Leidensdruck empfinden. Bei einem einigermaßen normalen Biss / Gesicht, vor allem, wenn man schon mitten im Leben steht, würde ich dringend davon abraten.

Mein Körper, meine Seele, meine Familie und meine Karriere haben darunter massiv gelitten und tun das immer noch. Das ist eine Tatsache, die ich hiermit ausdrücken möchte, selbst auf die Gefahr hin, dass Manche das als übertrieben dargestellt empfinden.

Für mein Leiden und dieses suboptimale Ergebnis hat sich kein Arzt zuständig/verantwortlich gefühlt. Die Aussagen reichten von "Hätte alles nicht sein sollen" bis "Das Ergebnis ist perfekt", "OP in Rekordzeit", "Steifheit kennen wir nicht, gibt es nicht, unbekannt, in meiner 20 jährigen Erfahung nie gehört". Gleichzeitig wurde jedoch eine zweite Op vorgeschlagen:) Inzwischen lache ich nur noch über die Inkonsistenz vieler Ärzte.

 

Liebe Grüße,

happyteeth

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Hallo Happy Teeth,

 

dass das bei dir alles so schlecht verlaufen ist tut mir total leid. Ich glaube jeder hier im Forum kann das nachvollziehen da sowas der absolute Alptraum ist. Was mich jedoch noch interessieren würde ist wie Dr. Kretschmer reagiert hat, sofern er überhaupt persönlich mit dir gesprochen hat. Könntest du noch ein bisschen detailierter schildern wie die Reaktionen im Nachgang waren? Wer hat dich denn eigentlich operiert?

 

Ich hatte meine GNE ebenfalls in Pforzheim und muss sagen dass ich total schockiert war über die "Fließbandabfertigung". Auch ist mein Kiefer bei der GNE nur in eine Richtung aufgegangen wodurch ich nun einen komplett verzogenen Kiefer habe. Als ich dort vorstellig wurde hieß es nur "Tjo,...ist nicht optimal gelaufen aber kann man jetzt nicht ändern". Der Chefarzt sah es nichtmal für nötig auch mal kurz reinzuschauen obwohl er ein Zimmer nebendran saß und ich ausdrücklich darum gebeten hatte. Die Bimax ist zunächst auch dort geplant aber ich habe unglaubliche Panik bei dem Gedanken dass bei der Bimax etwas schief läuft. Denn eines ist sicher dann bin ich dort komplett verloren und keiner wird mir helfen. Wie sind deine Erfahrungen diesbezüglich?

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Hallo Brokenarrow,

 

ich möchte in diesem Forum nicht bekannt geben, wer mich operiert hat. Jedoch möchte ich dir versichern, dass er von allen den seriösesten und kompetentesten Eindruck auf mich gemacht hat. Er fand das Op-Ergebnis hervorragend. Meine Mißempfindungen und Steifheit im Kinn- und Unterlippenbereich waren für ihn verwunderlich bzw. ein "unbekanntes Phänomen", was vermutlich auf eine sogenannte Lippeninsuffizienz zurückgeführt werden könnte, was allerdings nicht der Fall ist. Denn ich habe keine Lippeninsuffizienz nach der Op. Es gibt auch keinen realen Grund dafür, da meine Lippen den gleichen Abstand zu einander haben, wie vor der Op. Die Höhe wurde nicht verändert. Durch die UK-RV hat sich der Abstand höchstens gekürzt (also gebessert) und damit auch mein Lippenschluß.

 

Bzgl. des Frühkontakts wurde mir gesagt, es handele sich nur um wenige Millimeter und ich soll die Frontzähne schleifen lassen!!

Ich könnte aber auch wieder operiert werden, wenn ich wollte, was ich vehement abgelehnt habe aus nachvollziehbaren Gründen.

 

Es wurde also keine Verantwortung für nichts übernommen und keinerlei Beratung für eine mögliche Lösung in Aussicht gestellt.

 

In Sachen Pforzheim muss ich sagen, dass ich die Zeit als wahre Hölle empfunden habe.

Die Inkompetenz und Überforderung des Personals zu der Zeit in Kombination mit sehr schlechten hygienischen Verhältnissen hatten nicht nur Konsequenzen wie z.B. eine ausgeprägte Verätzung des Mund- und Rachenraums, die für mich 2 Wochen wirkliche höllenqualen bedeuteten.

Vielmehr verursachten sie ein absolutes Ohnmachtsgefühl, in dem Zustand völlig ausgeliefert und auf mich allein gestellt zu sein. Zum Glück komme ich aus der selben Branche und war super vorbereitet und gut in der Lage mich zu verteidigen. Meine Zimmernachbarin war ein junges Mädchen, das aus völliger Verzweifelung nur geweint hat. Ich werde solang ich lebe nie wieder dieses KH freiwillig besuchen.

 

Ich habe alles genauso beschrieben, wie ich es erlebt und empfunden habe. Vielleicht hat sich das alles in der Zwischenzeit wesentlich gebessert. Das kann ich nicht beurteilen. Ich habe jedenfalls nicht vor dich zu erschrecken, möchte aber auch nicht irgendwas beschönigen.

 

Ich hoffe nun, deine Fragen weitgehend beantwortet zu haben.

 

Ich wünsche dir sehr viel Glück und hoffe sehr, dass bei dir alles optimal läuft. Jeder, der dieses Leiden hat, hat es besonders verdient, irgendwann sein Leben unbeschwert genießen zu dürfen

 

Viele Grüße,

ht.

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In Sachen Pforzheim muss ich sagen, dass ich die Zeit als wahre Hölle empfunden habe.

Die Inkompetenz und Überforderung des Personals zu der Zeit in Kombination mit sehr schlechten hygienischen Verhältnissen hatten nicht nur Konsequenzen wie z.B. eine ausgeprägte Verätzung des Mund- und Rachenraums, die für mich 2 Wochen wirkliche höllenqualen bedeuteten.

Vielmehr verursachten sie ein absolutes Ohnmachtsgefühl, in dem Zustand völlig ausgeliefert und auf mich allein gestellt zu sein. Zum Glück komme ich aus der selben Branche und war super vorbereitet und gut in der Lage mich zu verteidigen. Meine Zimmernachbarin war ein junges Mädchen, das aus völliger Verzweifelung nur geweint hat. Ich werde solang ich lebe nie wieder dieses KH freiwillig besuchen.

 

 

 

Oh mein Gott, du sprichst mir aus der Seele. Als ich dort operiert wurde gab es kurz zuvor einen Stationswechsel. Dadurch waren die Krankenschwestern vollkommen überfordert weil sie überhaupt keine Erfahrungen im Umgang mit MKG-Patienten hatten. Das wäre vermutlich nicht weiter schlimm gewesen wenn wenigstens die Ärzte verfügbar gewesen wären, aber dadurch dass es sich nur um Belegbetten handelt sind diese leider praktisch nie vor Ort.

 

Und was die hygienischen Umstände angeht, so kann ich gar nicht sagen wie ich das bestätigen kann. Das absolut Krasseste war eine Nachtschwester die den Bananenbeutelverschluss mit den Zähnen im Mund aufgeschraubt hat ehe sie ihn in meinen Zugang drückte. Ich war so sauer und hab die so zur Schnecke gemacht, das kannst du dir kaum vorstellen. Einen einzigen Pfleger gab es dort der sich tatsächlich jeweils zwischen jedem Patienten gründlich die Hände desinfiziert hat. Diesen habe ich auch ausdrücklich gelobt weil ich das sehr vorbildlich empfand. Ansonsten hatten die Schwestern von Hygiene wirklich überhaupt keine Ahnung.

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Ganz ehrlich Brokenarrow: Wenn du dich dort unwohl gefühlt hast, geh da nicht nochmal hin. Ich habe für meine zweite OP jetzt auch das Krankenhaus gewechselt und wenn ich die Berichte lese, freue ich mich schon fast auf meine OP. Es ist alles keine Garantie, dass es gut läuft, aber ich würde niemals mit einem flauen Gefühl im Bauch nochmal auf eine Station gehen, wo ich mich schon einmal unwohl gefühlt habe.

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Ich werde vor der Bimax die Vorgespräche abwarten und mich dann entscheiden ob ich die zweite Operation ebenfalls dort durchführen lasse oder woanders hingehe. Aber falls ja, dann nur direkt in Ruit und nicht mehr in Pforzheim. Anscheinend ist dies mit Sondergenehmigung der Krankenkasse möglich.

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bad homburg ist eine abfertigungsanlage für menschen mit kieferprobs.

dr. kater kommt einmal zu beginng. schwafelt was in seinem diktiergerät und dann sieht man ihn nie wieder oder nur, wenn es irgendwie was besonderes zu besprechen gibt. man kann kaum eine bez. aufbauen, ich meine muss man ja auch nicht. ärzte behandeln in ihrer laufbahn 1000000000000000 (tahl mag jetzt übertrieben sein :P), aber dennoch ist es wichtig, dass man wenigstens zeit sich nimmt, auf den patienten eingeht etc.

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Ich werde vor der Bimax die Vorgespräche abwarten und mich dann entscheiden ob ich die zweite Operation ebenfalls dort durchführen lasse oder woanders hingehe. Aber falls ja, dann nur direkt in Ruit und nicht mehr in Pforzheim. Anscheinend ist dies mit Sondergenehmigung der Krankenkasse möglich.

Was denn für eine Sondergenehmigung? Man hat doch freie Arztwahl.

 

Also ich habe meine GNE bei einem Krankenhaus gemacht und gehe jetzt für die zweite OP einfach woanders hin. Unterlagen einpacken, Überweisung zum Kieferchirurgen - und fertig. Das ist ja nicht personengebunden.

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Mag sein, aber Ruit hat keinen Versorgungsauftrag für Kieferoperationen. Das ist der Grund wieso das Team aus Ruit in Pforzheim operiert.

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Dann musst du dir überlegen, was dir wichtiger ist: Beim gewohnten Chirurgenteam bleiben, oder nach der OP bessere Versorgung. Ggf. auch mal eine Mail an die Klinik schreiben. Ich hatte nach meiner GNE ein langes Gespräch auf der MKG-Abteilung über die Missstände, die ich in meiner Klinik erlebt habe - für die Bewältigung und den Abschluss mit der Geschichte war das sehr hilfreich und konstruktiv.

 

Für mich persönlich kommt es nicht in Frage, nochmal mit Angst auf diese Station zu gehen. Deswegen Krankenhauswechsel - auch wenn ich dafür 1 Stunde pro Tour fahre.

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.... dann nur direkt in Ruit und nicht mehr in Pforzheim. Anscheinend ist dies mit Sondergenehmigung der Krankenkasse möglich.

Woher weißt Du das?

Ist das sicher?

Wie müsste ich diese Sondergenehmigung begründen..?

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Wurde mir beim Nachsorgetermin vorgeschlagen als ich sagte dass ich mich nicht nochmal in Pforzheim operieren lassen möchte. Das Schreiben wird wohl vom Chirurgen aufgesetzt. Was dort genau drin steht und wie die Chancen liegen dass es akzeptiert wird weiß ich leider nicht. Privatpatienten werden ja generell direkt in Ruit operiert. Bei der fehlenden Zulassung für Ruit geht es nur um den Versorgungsauftrag der Krankenkassen. 

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