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anitacom

Kreuzbissbehandlung bei einer 6-jährigen

meine kleine(6) hat seit ein paar Tagen eine fixe "Dehnplatte" ?Expander? der mit zement auf die Zähne geklebt wurde. musste das unbedingt sein? Lose zahnspange hatte sie grade mal 3 Monate, das ganze ohne mich vorher richtig zu informieren, wurde einfach reingeklebt ohne mich zu fragen.. ist das normal?. meine kleine fühlt sich ziemlich eingeschränkt beim schlucken essen etc...

Hat wer info für mich? 

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So geht das nicht, der Arzt muss die Zeit haben den Elternteil gut zu informieren. Ich würde mich um Zweitmeinungen bemühen, diese können ihnen dann auch sagen, was sinnvoll ist und was besser nicht. Ich persönlich empfinde 6 als sehr jung und ich wäre da sehr vorsichtig.

 

Alles Gute ihrem Kind!

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Also ich hätte da eine Szene hingelegt!!! Kein Arzt kann ohne Einwilligung der Eltern, am Kind irgendwas anbringen bzw. behandeln!!!

 

Und wie mein Vorredner schon schrieb, mit 6 J. schonmal gar net...!

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Die Art und Weise ist zu kritisieren aber nicht die Maßnahme. Es ist mehr als sinnvoll sehr Frühzeitig diesen Kreuzbiss zu beseitigen. Auch rechtfertigt dieser (noch) dentale Fehler die kurzzeitige Einschränkung des Kindes. Unternimmt man nichts wird aus diesem dentalen Fehler eine skelettale Fehlentwicklung die es um jeden Preis zu vermeiden gilt. Das kann man auch einem Kind erklären. Geht man mit dem Kind zum Osteopathen wird sich zeigen, dass es Auswikungen auf den ganzen Körper hat. Unternimmt man nichts wird sich diese Einschränkung manifestieren. Alleine den Kreuzbiss zu beseitigen ist nicht ausreichend. Es ist sehr zu empfehlen dem Kind anschliesend einen Funktionsregler zu verordnen um tonische Funktionsmuster zu verbessern die ursächlich für diese Fehlentwicklung sind. Begleitend sollte Logopädie gemacht werden. Das bedeutet nicht, dass das Kind jahrelang mit Geräten gequält werden muss. Das wäre eine sehr sinnvolle temporäre Maßnahme um seine weitere Entwicklung in vernünftige Bahnen zu lenken. Wird in diesem frühen Alter kurzzeitig intensiv mit dem Kind gearbeitet provitiert es ein Leben lang davon. Das Kind sollte allerdings die Maßnahme verstehen um seine Mitarbeit sicherzustellen. Das gehört unbegingt dazu auch die Eltern sollten einbezogen werden um das Kind zu unterstützen.

Gruß Norbert

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Das ist die Stellungnahme der DGKFO zur Frühbehandlung

Anomaliebezogen und unter Berücksichtigung der verschiedenen

Behandlungsaufgaben lassen sich die Zeitabschnitte für kieferorthopädische

Maßnahmen in folgende Altersstufen unterteilen:

A. Behandlung im Säuglingsalter

Bei Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten kann bereits in der ersten Woche das

Einfügen einer kieferorthopädischen Platte sinnvoll sein, um eine präoperative

Umformung des Oberkiefers im Sinne einer Annäherung der Kiefersegmente zu

erreichen. Sofort nach dem Einsetzen der Platte ergeben sich außerdem bessere

Trinkmöglichkeiten, und das Stillen wird erleichtert. Die kieferorthopädische

Betreuung dieser Patienten setzt sich in der Folge (ggf. mit Unterbrechungen)

während der gesamten Periode der Gebissentwicklung bis in das permanente Gebiss

fort. Auch bei Kindern mit Down Syndrom kann im Rahmen der orofazialen

Regulationstherapie der Einsatz von Stimulationsplatten zur Korrektur von

Zungenfunktionsstörungen und zum Erreichen eines Mundschlusses bereits im

Säuglingsalter indiziert sein.

B. Frühbehandlung im Milchgebiss

Kieferorthopädische Therapiemaßnahmen im Milchgebiss sind selten erforderlich, da

ausgeprägte Zahnfehlstellungen und Gebissanomalien in dieser frühen Phase der

Gebissentwicklung nicht so häufig vorkommen wie im Wechselgebiss bzw. im

permanenten Gebiss. Auch kann sich ein zu früher Behandlungsbeginn nachteilig im

Sinne einer unnötigen Verlängerung der Behandlungsdauer sowie einer

vermeidbaren Belastung des Patienten auswirken. Die Indikation einer

kieferorthopädischen Behandlung im Milchgebiss besteht daher in der Regel nur bei

ausgeprägten skelettalen Dysgnathien, die zur Progredienz neigen, eine

Wachstumshemmung zur Folge haben können oder deren erfolgreiche Behandlung

zu einem späteren Zeitpunkt erschwert bzw. unmöglich scheint. Eine weitere

Vorraussetzung ist, dass sich die Anomalien durch prophylaktische Maßnahmen

(z.B. Einschleifen von Milchzähnen bzw. Abgewöhnung von Habits oder

Fehlfunktionen) nicht entscheidend beeinflussen lassen.

Zu diesen Dysgnathien zählen beispielsweise:

• Milchgebissprogenie

• Rücklage des Unterkiefers mit extrem vergrößerter Frontzahnstufe und gestörtem

Lippenschluss

• lateraler Kreuzbiss mit Gefahr einer Wachstumshemmung des Oberkiefers

• ausgeprägte Formen des lateralen bzw. progenen Zwangsbisses mit Gefahr einer

Wachstumsbeeinträchtigung oder artikulären Fixierung

• extreme Formen des frontal offenen Bisses

• traumatische bedingte Kieferanomalien (z.B. Folgen von Gelenkfrakturen)

sowie

• Fehlentwicklungen bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten bzw. syndromalen

Erkrankungen (Morbus Down, Pierre Robin Syndrom u.a

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Hallo Anitacom,

 

Dass eine Frühbehandlung positive Folgen haben kann für deine Tochter stelle ich jetzt mal so hin aber nichts desto trotz hat der Kfo, der deine Tochter behandelt, die Pflicht dich als stellvertretende mündige Person, die für die unmündige Patientin spricht, in allen Bereichen zu informieren und die Einwilligung für jeden Behandlungsschritt einzuholen!

 

Du solltest bei dem nächsten Termin deiner Tochter ein klärendes Gespräch führen, sollte der Kfo nur zw. Tür und Angel sein, dann lasse dir ein Gesprächstermin geben und fordere von ihm ein, dass er bevor er was macht alles mit dir bespricht bzw. dich vorher dazu fragt.

Sollte er nicht kooperativ sein und das nicht einsehen, dann ist er unseriös und konfrontiere ihn mit einem evtl. Wechsel, wenn er nicht kommunizieren kann.

 

Die Frage ist ob es bei der Hyrax (so nennt man die kleine Schraube) nicht auch eine lose Platte (Spange), die verstellt werden kann, ausgereicht hätte. Wurde bei mir im Kindesalter angewendet. Erfordert aber sehr viel Mitarbeit vom Kind und Unterstützung von den Eltern. Wahrscheinlich ist ein festsitzendes Gerät für den Kfo einfacher zu handhaben, da das Kind dieses nicht vergessen bzw. verlegen kann.

 

Was das temporäre angeht, von dem Hr. Vogel spricht:

 

Kinder müssen diese Form mitunter fast 9 Monate bis über ein Jahr tragen. Ich finde es dann schon wichtig dass das Kind und die Eltern vorher informiert und dazu befragt werden.

 

Zusammenfassend: Auf jeden Fall das Gespräch suchen und ihm klar machen, dass er solch große Schritte nicht ohne euch angehen kann.

 

Viel Erfolg

 

Deine Tochter wird mit Sicherheit noch ein paar Jahre mit einem Kfo arbeiten, der sollte dann auch umgänglich sein.

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So lange dauert das nicht. Das ist in drei Monaten erledigt. Ein Funktionsregler hat den hübschen Nebeneffekt, dass er gleichzeitig das Ergebnis sicherstellt (durch ihn wird die Wange abgehalten und ist nach dieser Maßnahme das beste Retentionsgerät was es gibt). Wird dieser noch sechs Monate getragen (richtig gemacht ist dieser angenehmer zu tragen als jede Zahnspange) ergibt sich eine Behandlungsdauer von unter einem Jahr. Dann kann man erstmal abwarten, ohne jegliches Gerät, wie sich das Kind weiter entwickelt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass durch diese Maßnahme keine weitere Behandlung notwendig ist.

Orleander:

"Die Frage ist ob es bei der Hyrax (so nennt man die kleine Schraube) nicht auch eine lose Platte (Spange), die verstellt werden kann, ausgereicht hätte. Wurde bei mir im Kindesalter angewendet. Erfordert aber sehr viel Mitarbeit vom Kind und Unterstützung von den Eltern. Wahrscheinlich ist ein festsitzendes Gerät für den Kfo einfacher zu handhaben, da das Kind dieses nicht vergessen bzw. verlegen kann."

Herausnehmbar ist in diesem Fall nicht sinnvoll. Der KFO hat technisch bisher alles richtig gemacht, nur menschlich ist er mit Recht zu kritisieren.

Gruß Norbert

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bin auch der Meinung das mann schon früh etwas gegen den Kreuzbiss machen sollte - aber dachte auch an eine lose Spange die wir vorher hatten - ganze 8 Wochen -  danach wurde mir ganz lapidar gesagt die bringt ihr zu wenig.... wohlgemerkt nachdem der expander schon reingeklebt war.

 

Bin zwar kein Kieferorthopäde aber dachte bisher der Kreuzbiss meiner Tochter ist auch nicht alzu ausgeprägt, 3 mm oder so würde ich sagen.

 

und hab am Montag schon einen Termin für eine Zweitmeinung.

 

Danke euch allen.

LG anita

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