yuffie

Bignathe Osteotomie - Oktober 2013 - SMZ-Ost Wien (Donauspital)

42 Beiträge in diesem Thema

Was wurde bei mir gemacht:
Oberkiefer um 5mm impaktiert und der Länge nach geteilt und damit etwas breiter gemacht
Unterkiefer verlängert um nicht ganz 1cm, rotiert und passend zum Oberkiefer gestellt
Das Kinn wurde auch angepasst

Bei der Nahtentfernung werd ich die Strecken genauer nachfragen.

 

Was hat sich optisch geändert:
Das kann man so genau so kurz nach der OP nicht sagen. Aber die Nase ist auf jeden Fall breiter und die Augen wirken größer. Das hat damit zu tun, dass die Proportionen im Gesicht jetzt endlich stimmen, weil die Kiefer dort sind, wo sie funktionell hingehören.

Das Profil hat sich auch stark geändert. Vorher war wegen dem kurzen Unterkiefer eingefallen. Jetzt sind die Lippen vor den Augen (von der Seite aus betrachtet *g*)

 


!!! WARNUNG !!!:
Ich hab echt so gut wie nichts an schlimmen Ereignissen ausgelassen. Bitte lest den Bericht nur wenn ihr das auch aushalten könnt.

Bitte beachtet auch, dass ich eine Ausnahme bin! Bei mir kommt immer alles zusammen. *g*

 

Alle waren total überrascht, dass ich das so ruhig ertragen hab. Aber so bin ich halt ;-) Wenn ich etwas von ganzem Herzen will, dann kann ich problemlos alles aushalten ohne die Nerven wegzuschmeißen. *g*

 

 

Tag vor der OP:
In der Früh hab ich bei meiner KFO einen Termin gehabt zum OP-Bogen einsetzen. Meine OP-Bögen sind nicht schlimm. Sie scheuern überhaupt nicht, weil am oberen Ende der Stifte bei denen die Gummiringerl eingehänkt werden, eine Abrundung ist.

Danach bin ich gleich ins Spital gefahren und hab in der Kieferambulanz warten müssen. Dort wurde mir nochmal alles in Ruhe erklärt und ich hab die Papiere zum "Einchecken" erhalten. Also zur Aufnahme und dann auf die Station. Das SMZ-Ost hat keine eigene Kieferstation. Die Patienten werden je nach Bettenlage auf unterschiedliche Stationen aufgeteilt. Ich hatte Glück und durfte mit meinen 32 Jahren auf die Kinder- und Jugendchirurgie. Ich schau schon sehr jung aus, aber so jung? *ggg*

Dort wurde ich mit noch zwei anderen jungen erwachsenen Frauen in ein gemeinsames Zimmer einquartiert. Die Schwestern sind sehr nett. Hier nochmal ein dickes Lob von mir. Sie sind geduldig, freundlich und kümmern sich sehr gut um die Patienten. Mir wird alles erklärt und die Schwester und ich machen uns lustig über den Fragenbogen, der ja eigentlich für Eltern mit ihren Kindern gedacht ist. Danach hab ich gleich einen Venen-Zugang erhalten und die Anästhesistin hat später auch vorbeigeschaut. Ich wollte eigentlich kein Beruhigungsmittel direkt vor der OP nehmen, weil ich alles klar miterleben wollte. Gesundheitlich ist es bei meinem leicht erhöhten Augendruck besser, wenn ich eine nehme. Gut, dann also doch *g*

Am Abend habe ich kein Schlaf- und auch kein Beruhigungsmittel erhalten. Ich wollte aber eh keines einen Tag davor.


Tag der OP:
Ich soll als zweite drankommen. Zuerst duschen. Das OP-Hemd soll ich anziehen und die Unterhose kann ich vorübergehend anbehalten. Hab eine Infusion bekommen und die Beruhigungstablette geschluckt. Ich muss echt sagen, dass ich alles mitbekommen hab. Mein Bewußtsein war nicht getrübt und ich war auch nicht müde. Mein Körper war halt voll entspannt vom Blutdruck her. Dann hieß es warten bis ich drankomm. Aufstehen darf ich nicht mehr.

 

Zur Erklärung: Angst entsteht vorwiegend aus Unwissenheit, finde ich. Deshalb lasse ich mir immer alles erklären und schau wenn möglich zu. Das nimmt mir die Angst.

Ich werde am Vormittag abgeholt und mitsamt dem Bett komme ich in einen Vorbereitungsraum und muss meinen Mund mit einem Mittel auspülen und bekomme Nasentropfen eingeflöst. Dann noch eine hübsche OP-Haube, die mir ganz stark festgeklebt worden ist. Dann heißt es warten. Nach einiger Zeit werd ich in den OP-Saal geschoben. Der wirkt nicht so bedrohlich wie im Fernsehen. Er ist ganz normal und nur 2 Personen sind bei mir. Es dauert keine 5 Minuten, da bin ich auch schon weg. Extrem stressfrei.

Im Aufwachraum kann ich mich errinnern, dass ich mich noch gut gefühlt hab. Die Augen sind mir einige Male wieder zugefallen. Die Ärzte haben mir erklärt, dass alles gut verlaufen ist. Später hab ich in meiner Krankenakte nachgelesen, dass ich im Aufwachraum 2x Blut erbrochen hab. Ich kann mich weder an das noch an den Weg zurück auf die Station errinnern.

Auf der Station war mir zuerst nicht übel. Die Schwester fragt mich ob ich aufstehen möchte. Ja warum nicht. Ich setz mich auf und werde gefragt ob mir schwindlig ist. Ja ein wenig. Und keine Sekunde später bin ich in Ohnmacht gefallen. Ich hab von der Ferne Leute rufen hören und nach einigen Sekunden war ich wieder da.

 

Wer noch nie in Ohnmacht gefallen ist, braucht keine Angst zu haben. Das ist nicht so schlimm. Vor allem weil man aufgrund der Narkose-Nachwirkung eh noch nicht ganz bei sich ist.

Mit aufstehen wird das nix. Auch gut ich hab ja eh einen Harn-Katheter. Den spürt man überhaupt nicht. Davor braucht man keine Angst zu haben. Einige Zeit später erbreche ich wieder Blut. Zu dem damaligen Zeitpunkt, hab ich gedacht es ist das erste Mal. Nein war es nicht. Ich muss immer wieder in der nächsten Zeit Blut erbrechen und von der Menge her nicht grad wenig. Das ist nicht so schlimm. Nur irgendwann fehlt dem Körper die Flüssigkeit im Magen und das zähflüssige Blut lässt sich nicht so leicht erbrechen. Da geht der Hals vorher zu. Man braucht also mehrere Anläufe, klappt aber auch. Einfach ruhig bleiben. Der Körper macht das schon.

Es wird vermerkt, dass ich lieber mit aufrechtem Oberkörper im Bett liege, weil mir da das Erbrechen so leichter fällt. *g* Wie gesagt, ich bin ein sehr praktisch denkender Mensch, der auch über sich lachen kann. *ggg*

Durch die ganzen Medikamente kriegt man das nicht so schrecklich mit. Ich war immer froh, weil man sich nach dem Erbrechen kurzfristig besser fühlt. Es kommt leicht aber kontinuierlich Blut aus dem Mund. Ich frag die Schwester ob das normal ist. Eigentlich schon, aber weil das nicht besser wird und der Kreislauf immer schlechter, holen sie extra einen KFC. Die Schwestern sind überrascht, dass ich so ruhig bleib. Scheinbar werfen die meisten Patienten an spätester diesem Zeitpunkt die Nerven weg :smile: Der Monitor an dem ich angeschlossen werd, pipst öfter mal. Ich krieg Infusionen weil der Kreislauf immer schlapper wird.

Der KFC kommt und die Nase wird abgesaugt um zu sehen woher die Blutung kommt. Es gibt angenehmeres. Aber es muss ja geschaut werden was es da hat. Scheinbar aus dem hinteren Teil der Nase blutet es. Dort läuft das Blut direkt runter in den Magen. Kein Problem. In beide Nasenlöcher wird so ein langer Verbandstreifen gestopft. Das stoppt die Blutung und ich muss auch nicht mehr erbrechen. Man kann sich aber vorstellen dass das Hineinstopfen des Verbandsmaterials bis ganz hinten in die Nase sich nicht grad super anfühlt ;-) Ich nehms gelassen. Die Schwestern wirken mitgenommen *g*


1. Tag nach der OP
Man soll in der Früh zur Kontrolle in der Kieferambulanz sein. Ok, ich klingel nach der Schwester, weil ich wegen den ganzen Schläuchen nicht selber aufstehen kann. Sie kommt und ich hab den Eindruck, dass sie erwartet, dass ich um Schmerzmittel bitte oder mich ausheulen möchte. Dabei wollte ich nur sagen, dass ich ja in die Kieferambulanz muss. Sie meint: Nach der Nacht??? Ich denke: Naja, so stehts halt in meinen Unterlagen *g*

Ich hatte keine Schmerzen. Ich fühlte mich nur schwach wegen dem Blutverlust. Deshalb werd ich mit dem Rollstuhl dorthin gefahren. Der Blasenkatheter wird auch entfernt. Brennt nur kurz, ist überhaupt nicht schlimm.

Die KFCs fragen mich wie es mir geht. Mir gehts gut. :smile: Na wirklich! Ich bin da extrem belastbar. Und jetzt mal ehrlich: Die Nerven so richtig komplett wegzuwerfen macht die Sache nur schlimmer. Man wird ja vorher über die Nebenwirkungen und Risiken aufgeklärt. Dass bei mir fast alle vorkommen....dass ist halt Pech. Aber wenn das der Preis für ein funktionierendes Kiefer ist, dann zahl ich den gern! :smile: Außerdem ist man von Ärzten und Schwestern umgeben. Egal was kommt, es wird einem geholfen.

Die Ärzte hören in solchen Situationen sicher nicht so oft vom Patienten, dass es ihm trotzdem gut geht. Ich seh mich zum ersten Mal im Spiegel und muss grinsen soweit das möglich ist. Ich seh aus wie eine fette 15-jährige. Mein Gesicht war so stark geschwollen, dass es ausgesehen hat wie eine Birne. Bei den Augen noch schmal aber gleich darunter ist alles total aufgeblasen. Reden geht total schwer, weil meine Wangen und Lippen wegen der Schwellung eher unbeweglich sind. Die Schwellung fühlt sich auch hart an.

Das Gesicht wirkt hübscher. Ich bin immer noch ich, aber mit normaleren Gesichtszügen. *g*

Komplett taube Stellen hab ich nur stellenweise beim Zahnfleisch und am vorderen Teil des Gaumens. Mein restlicher Gaumen ist leicht eingeschlafen und der rechte Teil meiner unteren Lippe sowie der rechte Teil des Kinns fühlen sich betäubt an. Die Unterlippe tut weh, wenn ich sie berühre. Da müssen sich die Nerven wohl noch besser organisieren. Ich bin voll happy, weil ich mit mehr tauben Stellen gerechnet hab.

Dann wird der Biss mit Splint und ohne Splint kontrolliert. Beides klappt erstaunlicherweise gut! Wenn ich den Unterkiefer nicht vorne halte und er fällt ein wenig zurück, dann tut es weh. Ich bin also automatisch motiviert den Kiefer in der richtigen Position zu halten.

Ich glaub die Verbandsstreifen in der Nase werden hier auch gleich gezogen. Fühlt sich genauso "gut" an wie das hineinstopfen.

Danach gehts ganz langsam zurück auf die Station. Wieder sind alle überrascht, dass ich dazu in der Lage bin. Ja es ging, aber ich fühlte mich schon etwas schwach. Frühstück gibts erst nachher.


Restliche Tage nach der OP:

Die restlichen Ereignisse werd ich nach Themenbereich zusammenfassen.

Lymphdrainage, Schwellung, Haut und Lippen:
Später bekomme ich meine erste von insgesamt 3 Lymphdrainagen. Die macht die Schwellung weicher und reduziert sie auch. Leider kommt die Schwellung nach dem ersten Mal aber am nächsten Tag umso heftiger zurück. Die Lymphdrainage war sehr angenehm. Man muss am Rücken liegen. Ich war überrascht, dass das gar nicht so unangenehm war. Nach dem Zähneziehen letzten Sommer konnte ich die erste Zeit nur mit erhöhtem Kopf schlafen, weil das sonst weh getan und im Kopf gedrückt hätte.

Die Schwellung ist sehr stark. Ich treff andere Kieferoperierte und die sind nur minimal geschwollen und können gut reden. Ich hab echt die Arschkarte gezogen *g* Außerdem ändert sich die Schwellung ständig. Mal sehr stark, dann nur mittel stark und das in ständigem Wechsel über die Tage hinweg. Ich tupfe das Gesicht ein paar Mal mit in Wasser getauchten Taschentüchern ab, weil es so stark fettet. Aber ich möchte kein Waschgel verwenden aus Angst Pickel und Entzündungen zu bekommen. Das Gesicht kann das Fett gut brauchen. Es wird nicht trocken und reißt bei der starken Schwellungsbelastung nicht ein.

Den Lippen gehts nicht so gut. Ich bekomm eine Salbe, die eigentlich für die Augen ist. Die wirkt aber super! Meinen Lippen geht es gleich viel besser.

 

Essen:
Zum essen krieg ich Flüssigkost. Normalerweise soll man sich aus den Menüs die Sachen raussuchen, die man mit der Gabel zerdrücken kann. Durch die Schwellung kann ich nur sehr schwer Zähne putzen. Ich bekomm flache Holzspatel. Damit kann ich mir die Wange weghalten und so besser die Zähne putzen und die Gummiringerl einhängen. Die essbare Flüssigkeit (meistens Suppe) lässt sich auch ausspülen und so bleibt nichts in der Zahnspange hängen. Den Splint muss ich mit insgesamt 7 Gummmiringerl mit der Zahnspange verbinden.

Außerdem hab ich blaues Wachs erhalten. Bei den vorderen unteren Schneidezähnen-Brackets verheddert sich ständig eine Naht. Die Naht daneben hab ich mir schon etwas aufgerissen dadurch. Das hat ganz kurz stärker geblutet. Mit dem Wachs versiegel ich die OP-Häckchen und die Naht wird nicht strapaziert. Wenn man die Nähte berührt tut es sehr weh. Die Ärzte sind aber eh vorsichtig.


Umgang mit dem Patienten:

Ich war zum ersten Mal im Krankenhaus. Folgendes möchte ich erwähnen für alle denen es auch so geht.

Generell kann ich sagen, dass alle immer schauen, dass man nicht unnötig gequält wird. Bei der Anästhesistin hab ich im Gespräch gebeten, dass man mir alle Venen-Zugänge und sonstige Nadel immer in den linken Arm sticht. Daran hat sich auch jeder gehalten. Das war super! So war duschen vom ersten Tag an kein Problem! Ich stell mir alles sehr unständlich vor, wenn man in beiden Armen Stiche und Venen-Zugänge hat.

 

Fragt immer was euch interessiert und äußert eure Wünsche. Dem Arzt ist es beispielsweise egal ob man liegt oder sitzt während er den Venen-Zugang sticht. Sucht euch immer die Variante aus, die euch angenehmer ist.

Die Privatsphäre wird immer gewahrt. Man kommt sich nie überrumpelt vor. Das Ziehen des Blasenkatheters wurde super schnell erledigt von einer Frau. Der Mann, der mich zur Lymphdrainage gebracht hat, hat sofort ohne Aufforderung vor dem Zimmer gewartet während ich mich umgezogen hab und sogar vor dem OP-saal wo man sich ausziehen muss achtet jeder darauf, dass man immer mit einem Tuch oder Decke bedeckt ist.


Kopfverband und Kühlung:
Ich hatte während der ganzen Zeit nach der OP einen Kopfverband, der die Schwellung reduzieren soll. Das hatte mein Gesicht auch bitter nötig. Deshalb hab ich den Verband ständig wechseln lassen, wenn er lockerer geworden ist. Bei der täglichen Kontrolle in der Kieferambulanz wird auch immer der Verband gewechselt.

Das Coolpack auflegen war nur wenig hilfreich. Ich habs gemacht, weil es mir gesagt worden ist. Für mich war das eher schmerzhaft unangenehm. Wichtig: Keinen Kopfhörer aufsetzen wenn man Coolpacks am die Wangen bindet. Eventuell sind meine Ohren empfindlicher als normal. Aber die Kälte staut sich irgendwo beim Ohr und das fühlt sich nicht so super an. Sticht irgendwie leicht.


Sprechen und Aussehen:
Sprechen geht sehr schlecht und ist immer noch nicht besser. Man versteht mich, aber ich muss langsam sprechen und manches wiederholen. Dass beide Nasenlöcher komplett zu sind, macht die Sache auch nicht leichter, nachdem der Splint im Mund die Luftzufuhr auch nochmal einschränkt. Aber: wer seine Ziele ereichen will gibt doch an solchen "Kleinigkeiten" nicht auf. *g*

Krieg echt schlecht Luft und röchel ständig wie Darth Vader. Kein Scherz! Schlafen war sehr schwierig. Bin ständig durch mein eigenes Röcheln aufgewacht. Am Entlassungstag wurde die Nase nochmal abgesaugt. Das tat etwas weh und die Nase ist dadurch nur ein klein wenig luftdurchlässiger. Aber das ist trotzdem schon eine große Verbesserung! Das Röcheln ist nicht mehr so laut.

Die Leute außerhalb der Station haben mich immer mitleidig angeschaut, wenn ich langsam und röchelnd bei ihnen mit stark angeschwollenem Gesicht und Kopfverband vorbeigegegangen bin. Ich fand das ganze so witzig, weil ich in den ganzen 5 Tagen im Krankenhaus nur 2 Patienten begegnet bin, die auch so kaputt wie ich ausgesehen haben. Bitte versucht das ganze mit Humor zu nehmen. Es ist "nur" ein temporär beschissener Zustand.

Na und bevor ich vergess der Klassiker: Ich habe zwei Venen-Zugänge und beide geben den Geist auf. Sie wurden entfernt und ich hatte die Ehre einen dritten gestochen zu bekommen. Gut, dass mir Nadeln nichts ausmachen.


Schlucken:
Gut dass ich vor der OP mit Logopädie angefangen hab. Eine der Übungen soll die Zunge trainieren zu schlucken ohne die Lippe und Wangen zur Hilfe zu nehmen. Das war Gold wert. Mit dem Strohhalm konnte ich gar nicht trinken. Hab von Anfang an einen Becher genommen und kleinweise geschluckt. Anders gehts nicht wenn die Lippen und Wangen sehr starr sind. Das Schlucken braucht seine Zeit vor allem wenn man sowieso schlecht Luft kriegt. Aber es geht irgendwie. Leider schlucke ich auch Luft und muss dann rülpsen. *g* Der ganze Mundraum fühlt sich anders an. Der Gaumen ist mit einem Schlag breiter. Da muss man dem Körper schon viel Zeit geben sich daran zu gewöhnen.


Was lustiges zum Schluss:
Kurz vor meiner Entlassung hab ich noch eine Lymphdrainage erhalten. Anschließend sind breite lange Klebestreifen jeweils 5 Stück für jede Gesichtshälfte aufgeklebt worden. Das nennt man wohl "Tapes". Die sind sehr angenehm und sollen den Lymphfluss noch weiterhin anregen und die Schwellung weiter reduzieren. Sie sollten für 3 Tage draufbleiben, aber besser noch eine ganze Woche. Diese Klebestreifen gehen jeweils strahlenförmig vom Ohr weg und sind.....DUNKEL BLAU. Ur lustig! Fast jeder schaut mich an und lacht sofort nachdem ich vorbeigegangen bin. Ich seh sooo lustig aus und muss auch über meinen Anblick lachen! Wie könnte ich das anderen verübeln :smile:


FAZIT:
Ich kann das KFC-Team im SMZ-Ost echt empfehlen. Die Beratung ist super, mein OP-Ergebnis wird toll, die Ärzte sind sehr kompetent und nett.
 
Ich bereue echt nichts trotz der ganzen negativen Erreignissen. Ich hab wie gesagt echt nichts ausgelassen. Das war Pech und ist sicher die Ausnahme. Trotzdem gefällt mir mein Gesicht jetzt schon VIEL besser und das Hauptziel irgendwann z.B: ein Brot abbeißen und die Lippen schließen zu können bin ich einen Riesenschritt näher :smile:

Und: Dieser "kauptte Zustand" ist nur temporär. Es wird mit jedem Tag leichter und besser!

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Leider war es damit nicht am Ende mit den "Nettigkeiten".

 

Ich bin am Freitag-Nachittag entlassen worden. Zuhause muss man dann ja diese großen Antibiotika-Tabletten nehmen. Ein weiser Rat: schluckt sie nicht als ganzes oder halbes!!!

 

Hab die Tablette zwar geteilt, sie ist mir aber im Hals hängengeblieben. Voll blöde Situation. Atmen war kein Problem, aber die meisten wissen ja wie grauslich die Tabletten schmecken. Hab mit Wasser schlucken und gurgeln einen Teil wieder hochgewürgt. Leider ist noch ein kleines Bröckerl dringeblieben :sad: Na, das wird sich bald auflösen, dachte ich.

 

Blöd nur, dass diese Tabletten sich nicht so ohne weiteres auflösen. Hab die Tablette vor dem Schlafen-Gehen genommen und hatte eine weniger schöne Nacht.

 

In den Morgenstunden hat es mir dann gereicht. Kreislaufmäßig ging es mich auch nicht so gut. Deshalb bin ich ins Spital gefahren. Der dortige HNO-Arzt hat die Nase gesäubert und abgesaugt und danach mit einem Endoskop über die Nase in den Rachen geschaut. Er meinte schon, dass er nichts sehen wird. Ich war total verschleimt mit dem ganzen alten Blut.

 

Hin und wieder hat er mich aufgefordert zu schlucken. Manchesmal hat das Instrument am Hals gescheuert sodass ich kurz husten und schlucken musste. Irgendwann hab ich dann das Tablettenteil gespürt. Auf einmal war der wiederliche Geschmack stärker und ich hab gehustet und geschluckt. Gleich danach ging es mir viel besser.

 

Der Arzt hat das Tablettenteil nicht gesehen. Aber ich denke es war klein und irgendwo im Schleim versteckt. Egal was es war. Es war weg und mir gings besser.

Danach durfte ich wieder nach hause gehen.

 

Die restlichen Tabletten hab ich zerstoßen und mit Wasser runtergeschluckt. Die Apothekerin meinte es gibt für diese Tabletten leider keine flüssige Alternative.

So hat es dann mti der Tabletteneinnahme doch noch geklappt.

 

Und nein: Ich bereue die OP immer noch nicht! :smile:

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was ich noch erwähnen wollte, weil ich das bei keinem anderen Bericht gelesen hab:

 

Ich hatte direkt nach der OP einen Bluterguss hinter den unteren Schneidezähnen. Das hat sich wie ein großer mit Flüssigkeit gefüllter Ballon angefühlt. Er hat hinter den unteren Schneidezähnen begonnen und ging bis zu  der Stelle wo die Zunge aus dem Mundboden rauskommt.

 

Es hat einige Tage gedauert bis der "Ballon" weg war. Die Stelle ist aber immer noch schmerzempfindlich.

 

So ich denke jetzt hab ich alles erwähnt. :-)

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Hallo yuffie,

 

"schöner" OP-Bericht, besonders das mit den mitgenommenen Schwestern. Und hat mich an einigen Stellen an mich erinnert. Bei meiner ersten OK-VV habe ich auch mehrfach Blut erbrochen und hatte den Eindruck, dass es meine Umgebung auch mehr mitgenommen hat als ich. Es hat trotz Verdrahtung immer gut funktioniert und mir war eigentlich immer nur unmittelbar vor dem Erbrechen schlecht und danach ging es mir auch gut. An den Aufwachraum kann ich mich bei meiner Bimax auch nicht mehr erinnern, ich bin erst auf der Zwischenintensiv wachgeworden. Und da ich anscheinend im Aufwachraum so stark gezittert habe, dass mir was dagegen gespritzt wurde, bin ich ganz froh, dass ich diesen Teil nicht abgespeichert habe.

 

Und das nicht mit Strohhalm trinken können kenne ich auch, bei mir war es auch von Anfang an Glas oder Tasse, je größer der Durchmesser, desto besser.

 

Ich hatte im Krankenhaus nach der Bimax auch eine gewisse Freude daran, die Leute zu "ärgern". Geröchelt habe ich nicht, aber ich war gut geschwollen und hatte Blutergüsse im Gesicht und eine Bluterguss, der das ganze Dekolette (und mehr) ausgefüllt hat. Es war faszinierend, die Leute zu beobachten. Erst schauten sie einem ins Gesicht, dann schauten sie nach unten, weil man ja nicht hinguckt. Damit blieben sie am nächsten Bluterguss hängen und dann sah man ihnen förmlich an, dass sie dann gar nicht mehr wußten, wo sie hinschauen sollen.

 

Zerstossen ist der Klassiker für die Antibiotika-Pillen. Ich hatte nach der Bimax mal Probleme mit anderen Antibiotikapillen, die im Gaumenbügel hängengeblieben sind, aber da haben wir das Problem in der Apotheke mit einer leicht anderen Form und einem Überzug gelöst. Und damals meinte die Apothekerin, dass es zwar Alternativen von Kindersäften sind, die sind aber so niedrigdosiert, dass man als Erwachsene Riesenmengen eines Saftes nehmen muß, der nur für Kinder gut schmeckt, dass es keine wirkliche Alternative ist.

 

Und auf der Kinderstation zu liegen finde ich gar nicht so schlecht. Hatte ich bei meiner Sprunggelenks-OP. Ich habe mich zwar etwas älter gefühlt, wenn man von einer 14-jährigen gesagt bekommt, dass sie erst dachte "Oh Gott, mit so jemand alten", aber wir haben uns gut verstanden. Und umgekehrt lag ich bei der zugehörigen ME dann auf einer der Erwachsenenstation und da denkt man sich dann auch, jemand Jüngeres wäre einem eigentlich auch lieber.

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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Hi,

 

Ui, das mit dem Gaumenbügel ist auch fies! Hätte nie gedacht, dass Antibiotika-Tabletten so grauslich schmecken und ewig brauchen zum Auflösen :-(

Gaumenbügel hab ich glücklicherweise keinen.

 

Leute ärgern ist auch meine Freude. Ich mach das gar nicht mal absichtlich. Ich seh nur nicht ein warum ich mich verstecken soll. Mir gehts doch schlecht und die anderen müssen mich ja nicht anschauen :-)

 

Hier in Österreich sind die Leute scheinbar anders. Ich werde direkt angestarrt. Zwar nur kurz, aber die Leute schauen schon genau hin. Das ist aber nicht schlimm. Unangepasst habe ich nur das Verhalten von zwei Personen gefunden, die mich so richtig angeekelt angeschaut und dann absichtlich einen riesigen Bogen um mich gemacht haben. Das finde ich unpassend. Ich hatte eine OP und nicht eine ansteckende faulende Krankheit *ggg*

 

Die Kinderstation ist für eine Kieferop perfekt. Die Schwestern sind gleich nochmal so lieb und nett!

 

Ich fand die Situation total komisch. Ich war vollkommen ruhig während der Nachblutungszeit. Meine Zimmergenossin und die Schwestern waren viel aufgekratzter. Ich denke alle haben es überhaupt nicht verstanden wie ich so ruhig bleiben konnte während andere verständlicherweise weinen, jammern und nicht mehr weiter können. Tja, so hat jeder Mensch seine ganz besonderen Stärken :-)

 

Irgendwer hat hier im Forum geschrieben, dass die Zeit unaufhaltsam voranschreitet. Das ist perfekt formuliert. Mit jeder Sekunde fühlt man sich besser. Nichts ist für ewig. Egal wie schlimm es ist.

 

lg

nicole

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Hallo Nicole,

Schön, dass Du alles überstanden hast. Da hast Du ja einiges mitgemacht. Kompliment, dass Du alles so gelassen genommen hast. Bissl kann ich Dir nachempfinden, hatte vor 11 Tagen eine Bimax und vieles kam mir bekannt vor. Wenn auch nicht so extrem. Aber wie Darth Vader hab ich mich auch angehört ;-)

Zum Thema große Tabletten schlucken : es gibt in der Apotheke Tablettenmoerser. Das sind zwei Teile, die wie eine Riesenschraube ineinander gedreht werden. dazwischen ist die Tablette und ruckzuck ist sie Puder. Das geht natürlich nicht mit allen Tabletten, nur solche die einen festen Kern haben. Man sollte vorher fragen.

Wünsche Dir weiterhin gute Besserung!

LG Mausekind

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Wahnsinn was du da mit machst! Trotzdem vielen dank für deinen ausführlichen Bericht!!!

Weiterhin gute Besserung!! :-)

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Hi Yuffie!

Gratuliere zur überstandenen OP. Toller Bericht übrigens!

Wenn ich den Bericht so durchlese, kommt mir soooo vieles bekannt vor (Nasenbluten, Erbrechen, Schwierigkeiten mit dem Strohhalm)....

Bis zur 4 Post OP Woche hat sich bei mir nicht viel getan, aber jetzt 5 Wochen nach der OP geht die Schwellung schlagartig zurück u. auch das bamstige GEfühl ist viel weniger geworden.

 

Und ich denke, gerade da du so viel mitgemacht hast, wird der Rest ein Spaziergang für dich sein ;)

Ich wünsche dir alles Gute!

 

LG Amy

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@Mausekind:

Es beruhigt mich, dass ich nicht der einzige Darth Vader bin ;-)

 

Wirklich? Fürs Tablettenzerstoßen gibts sogar ein Gerät? Das ist wieder typisch für mich. *lol* Warum einfach wenns kompliziert auch geht *haha*

Ich hab die Tabletten zwischen zwei Gefriersackerl gelegt und hab dann mit einem Hammer vorsichtig draufgeklopft.

 

Mit Tabletten hab ich extrem wenig Erfahrung. Hab schon mal Schmerztabletten genommen. Aber die sind klein und lösen sich ruckzuck in Wasser auf.

 

Wie gehts dir inzwischen? Kreislaufmäßig wieder alles ok? Ich find der schwache Kreislauf ist das was am meisten einschränkt.

 

 

@Melli000

Vielen Dank!

Solche Situationen sind viel weniger schlimm, wenn man bei den Schwestern und Ärzten gut aufgehoben ist. Ich stell mir das horrormäßig vor, wenn die Schwestern pampig und die Ärzte genervt sind.

 

 

@Amy:

Das freut mich zu hören, dass es nach einigen Wochen schon viel besser ist. Mein Vater meinte heute, dass das ganze in 8 Tagen ausgestanden sein wird. :-) Er war schockiert als ich geantwortet hab, dass es noch viele Monate dauern wird bis alles (=taube stellen, kauen, Mimik etc.) deutlich besser werden.

Geht es dir jetzt schon wieder "gut". Also hat du das Gefühl, dass das schlimmste nach ein paar Wochen vorbei ist?

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1 Woche post OP:

 

Sonntag und Montag war ich total verschleimt. Es hat sich so angefühlt, als ob ständig dicker Schleim den Rachen runterläuft. Das war bisher das schlimmste. Am Montag abend hatte ich einen kurzen Durchhänger. Mir ist nichts eingefallen mit dem ich die Situation verbessern kann. Der Schleim war einfach nur extrem anstrengend :-( Hab die Augen zugemacht und den Fernseher leise im Hintergrund laufen lassen. Dienstag früh ist es erstmals langsam bergauf gegangen. Der Schleim ist weg. :-)

 

Meine Hausärztin meinte, dass der Schleim zwar unangenehm ist (oh ja!!!), aber erst gefährlich wird, wenn man gleichzeitig Fieber bekommt. Das Fieber hat mein Körper glücklicherweise ausgelassen. Juhuu!

 

Ansonsten geht es mir heute Mittwoch das erste Mal körperlich deutlich besser! Ich kann mehr und schneller essen, schlafe zumindest einige Stunden am Stück und kann endlich das erste Mal seit der OP konzentriert lesen, Musik hören, etc. Der Kreislauf ist stabiler, lässt aber nach sobald ich irgendwas 15min am Stück mach (z.B: Duschen gehen und vorher noch ein wenig aufräumen).

 

Ich wollte nicht, dass mich jemand im Krankenhaus besucht. Mein Umfeld hat nicht im Detail genau gewußt, dass mir die Kiefer wirklich so arg gebrochen werden. Die kleine Vorinfo von mir hat allen extrem Angst gemacht. Sie waren sehr besorgt um mich. Jetzt wo ich zu Hause bin, werd ich sehr gut versorgt. Hab eine Begleitung für Arztbesuche, Einkaufshilfen und Essen auf Räder. "Ihre Majästät" muss nur anrufen und Bescheid geben *lol*. Mein Vater, mein Bruder und meine Freunde sind sehr hilfsbereit. Vielen Dank!!! :-)

 

Es kommt oft die Frage was man essen kann. Mein Vater ist Koch und beliefert ich mit tollen Sachen. Hier eine kleine Aufzählung:

 

:550:

  • Klare Hühner- oder Rinds-Suppe mit Grießnockerln, Leberknödel, Backerbsen, eingeschlagenes Ei
  • Gemüsesuppe püriert in diversen Sorten
  • dicke Hühnersuppe püriert (da wird das Hühnerfleisch mit hineinpüriert, sehr lecker und nahrhaft!)
  • Bolognese-Sauce (beim Zähneputzen aber etwas blöd wegen den kleinen Bröckerln)
  • pürierter Kohl (iss Kohl und du fühlst dich wohl *g*)
  • Kartoffelpüree
  • Kürbiskoch
  • Puddingsuppe (Pudding mit der doppelten Milchmenge gemacht)

Man kann auch in den diversen Breis und Suppen ein ganz klein geschnittenes Brot untermischen (ohne Rinde). Das Brot löst sich auf und sättigt zusätzlich.

 

Als Nachspeise schmeckt Pudding, Jogurt, pürierte Banane, diverse Pulver die man mit Milch zu Cremen anrühren kann...

Nach der Nahtentfernung probier ich dann diverse Mehlspeisen, die ich in warmes Wasser oder Milch aufweiche.

 

Da ich momentan mehr Milch trinke als normalerweise, hab ich mir laktosefrei Milch besorgt. Ich hab zwar keine Milchunverträglichkeit, aber der Bauch tut sich leichter, wenn man bei hohem Milchkonsum auf laktosefrei ausweicht. Die Milch von einem bekannten Diskounter schmeckt mir persönlich am besten. Sie ist nicht ganz so süß.

 

Von anderen Obstsorten lass ich lieber die Finger. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich mir mit der Säure eventuell Aphten einhandle...Wahrscheinlich ist das nur Einbildung, aber wer weiß. Sicher ist sicher. ;-)

 

Schmerztabletten hab ich bisher noch keine gebraucht. Allerdings tun meine Nähte von Tag zu Tag mehr weh, weil das Gefühl zurückkommt. Ich spüre das aber nur beim Zähneputzen und Gummiringerl-Einnhängen. Dann ist es aber sehr schlimm. Nach der Mundpflege bin ich immer etwas fertig. Die Nahtentfernung wird noch ein Horror. Ich werd das den KFCs dann auf jeden Fall sagen. Eventuell gibt es Betäubungstropfen -spräh oder etwas ähnliches. Wenn nicht, dann Augen zu und durch. ;-)

 

An alle, die jetzt grad die OP hinter sich oder kurz vor sich haben: Es wird nach spätestens einer Woche deutlich besser! Haltet durch und esst so gut ihr könnt! Das gibt Kraft.

 

Ich wünsch euch noch einen schönen Mittwoch! :-)

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schön zu hören das du alles gut überstanden hast - und du auf dem weg der besserung bist  :D

:485:

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Also ich finde es ist schon mal gold wert, wenn der Kreislauf nicht mehr schlapp macht, wenn man wieder in den Spiegel schauen kann ohne dass man sich wie ein Hamster vorkommt etc....

Taube Stellen hab ich noch immer. Das Kinn ist größtenteils noch taub u. am Zahnfleisch im Oberkiefer spüre ich noch gar nix. Nicht mal annähernd. Sonst gehts eigentlich. Habe seit ca. 1 Woche immer das GEfühl das mir jemand Elektroschocks durch mein Gesicht jagt -> also muss das Gefühl langsam aber sicher wieder kommen ;)

 

Ich habe allerdings das Problem das meine Zähne auf Grund der Gummis schmerzen. Dieser permanente Druck ist mir erst bewusst geworden, nachdem die Schwellung zurückgegangen ist u. das bamstige Gefühl nachlässt. Ich will mir ja gar nicht vorstellen wie schmerzhaft es wohl direkt nach der OP war (zum Glück ist da alles taub *gg*).

 

Ich bin jetzt mittlerweile schon richtig positiv eingestellt. Nächste Woche bin ich 6 Wochen Post-OP u. darf dann wieder langsam anfangen alles zu kauen. Ich glaub das ist auch ein großer Fortschritt.

 

DAs einzige was mich doch noch ziemlich stört ist meine Nase. Seit der OP ist diese in liegender Position ständig zu, sodass ich auch jetzt hin u. wieder noch zum Nasenspray greife. Außerdem ist das SChnäuzen mittlerweile sehr ungewohnt. Da kitzelt plötzlich der ganze Gaumen u. man hat so einen extremen Druck im Kopf. Ich trau mich gar nicht richtig....

Wie ist das bei euch anderen so?

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ja das Kinn ist scheinbar der Klassiker. Bei mir ist die rechte Hälfte noch recht taub. Komischerweise fühle ich aber ein Kribbeln unter der Haut und ich bemerke auch sofort, wenn mir Suppe runterläuft. (Wahrscheinlich weil die Lippe nicht ganz so taub ist). Da hilft sich das Gehirn indem es Gefühlsempfinden von anderen Regionen kombiniert ;-)

 

Die Elektroschocks bekomme ich auch :-)

Ich merke, das ich das Kribbeln anstoßen kann, wenn ich mit einer Haarsträhne über die tauben/betäubten Stelle streiche. Ein Tuch, das ich mir manchmal um den Hals binde hat auch denselben Effekt. Anscheinend sprechen taube Stellen am besten auf ganz leichte kleine zarte Berührungen an.

 

Meine Lippen sind jetzt schon sehr trocken, weil ich hauptsächlich noch durch den Mund atme. Die Nase ist noch größtenteils zu.

Ich darf zwar noch nicht schnäuzen, merke aber hin und wieder ein prikelndes Gefühl beim Einatmen in die Nase. Das muss beim Schnäuzen noch unangenehmer sein.

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Ich hatte auch Panik vorm Fäden ziehen! Du bekommst aber so ein Betäubungsgel draufgepinselt- wirkt gut, ich hätte sogar eine Stelle schon ein bißl eingewachsen und auch da war's nur kurz unangenehm! Ich muss aber dazusagen, das ich das nicht wusste und eine Stunde vorher vorbeugend eine Schmerztablette genommen! Vllt. hat das zusätzlich geholfen. Das Gel hat außerdem grauslich geschmeckt! Darauf musst du dich also einstellen, halb so schlimm! :)

Lg andrea

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hi andrea,

 

Vielen vielen vielen Dank! Jetzt hab ich gleich weniger Angst! Den fiesen Geschmack werd ich überleben. Besser als Schmerzen!

Hab mir auch überlegt eine Schmerztablette vorher zu nehmen. Leider nehm ich selten Schmerztabletten. Hab gestern das erste Mal seit der OP eine vorm Schlafengehen genommen. Das Ergebnis: Hat extrem schnell gewirkt und mich total müde gemacht (hab endlich länger durchgeschlafen).

 

Ich hab noch einige Fragen, die ich den KFCs stellen möchte, deshalb möchte ich bei "klarem Verstand" sein und werd keine nehmen. *ggg*.

 

Nochmal danke!

 

lg nicole

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Hallo Nicole.

Also ich bin wieder super fit. Es beruhigt mich aber, dass es Dir mit den Nähten genauso geht. Ich merke sie auch und sie sind recht unangenehm. Genau eben beim Zaehneputzen und beim Gummiringe einhängen. Meine Fäden wurden ja bereits Montag gezogen. Jedoch nur die eine Hälfte, die andere ist noch drinne da selbstauflösend. Schlimm war es nicht. Hatte weder Schmerzgel noch Tablette. Mal schauen wann die sich auflösen. Hoffentlich bald. Meine taubenStellen bitzeln auch oft. Denke das ist ein gutes Zeichen.

Wünsche Dir weiterhin gute Besserung.

LG Angi

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Hi Angi,

 

Es freut mich, dass du wieder fit bist! Der schwache Kreislauf ist echt blöd. Kannst du eigentlich gut schlafen? Ich schlaf maximal ein paar Stunden und wach immer wieder auf. Gut, dass mein Kreislauf endlich auf einem Niveau ist, dass ich spazieren gehen kann. Ich denke meinem Körper fehlt einfach die Belastung, um schlafen zu können ;-)

 

Hoffentlich lösen sich die Fäden bald auf. Ich hab keine selbstauflösenden Fäden. Heute wurden alle gezogen. Die Mimik ist schon ein wenig besser und ich hoffe, dass das Zähneputzen endlich schmerzfreier ist.

 

Ich wünsche dir auch eine weiterhin so tolle Genesung!

lg nicole

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2 Wochen post OP:

 

Heute war es soweit. Die Nahtentfernung stand an. Leider hat sich mein Bauchgefühl bestätigt. Es war der purer Horror! Wenn mal mir sogar die Tränen kommen, dann kann man davon ausgehen, dass es verdammt weh tut.

 

Die Fäden waren fast alle schon eingewachsen. Ich leb einfach zu gesund! Mein Körper legt eine Regenerations-Rate hin...unglaublich. Ich komm mir vor wie Wolverine von den X-Men. Die KFC hat mit der Lupenbrille nach den Fäden gesucht und einen nach den anderen freigelegt. Hab keine Schmerztablette genommen (das war ein Fehler!) und auch kein Betäubungsgel bekommen. Es hat sich angefühlt wie wenn jemand mit der Nagelschere die Haut jeweils ein kleines Stückchen aufschneidet um an die Knoten zu kommen und die Fäden rauszieht. Naja im Prinzip war es ja so. :-(

 

Hab immer gezuckt und gewimmert wenn es besonders gestochen hat. Hab geschwitzt wie bei 40 Grad und bei den letzten Fäden sind mir die Tränen runtergelaufen. Geweint hab ich nicht (d.h. hörbar geschluchzt oder so in der Art). Aber wie gesagt: Ich kann extrem viel aushalten. Wenn mir aber mal lautlos die Tränen kommen, hat das schon was zu heißen :-(

 

Das Gute am Fädenziehen: Meine Mimik ist etwas besser und es zieht nicht mehr so. Ich trau mich zu MIttag nicht zu essen (hab auch keinen Hunger. Das ist sehr seltsam, weil ich immer Hunger hab. *g* Tja, der Körper wird schon wissen wieso er im Moment keine Nahrung ordert *g*). Ich werd erst am Abend was essen und dann vorsichtig Zähne putzen. Zum Frühstück hab ich eh die doppelte Portion gegessen. :-)

 

Und nein: ich bereue die OP immer noch nicht *ggg*

 

Dann hab ich mein Nachher-Röntgenbild gesehen. Weil die Verlagerungsstrecken so weit sind, wurden mir extra lange Platten eingebaut. Im OK 2 links und 2 rechts. Im UK auch jeweils 2 links und 2 rechts (normalerweise reichen hier oft ein paar Schrauben). Beim Kinn hat scheinbar ein Nagel gereicht.

 

Das Röntgenbild sieht sehr imposant aus. Das nächste Mal bekomme ich einen Ausdruck bei meiner KFO. Den will ich als Erinnerung behalten ;-)

 

Letzte Woche war ich einige Tage komplett zugeschleimt. Das war nicht so super. Ich hab gemerkt, dass die letzten Schleimreste heute nach dem Ausflug zu diversen Ärzten (Hausarzt, KFC und KFO) besser weggegangen ist. Die Bewegung tut mir gut. Ab morgen werd ich täglich Spaziergänge machen.

 

Die KFO wollte mich heute schon vom OP-Draht befreien. Ich war aber so fertig nach der Nahtentfernung, dass ich gebeten hab, den Bogen beim nächsten Termin zu tauschen. Sie war einverstanden. Heute war nur mal eine Begutachtung des OP-Ergebnisses (sie war sehr begeistert) und nächste Woche gehts dann weiter in der KFO-Behandlung.

 

Mir macht der bevorstehende Bogenwechsel etwas Sorgen. Die Assistentin muss immer mit viel Kraft die Schlösser auf den Brackets öffnen. Ich hab Angst, dass der gespaltenen OK das nicht so mitmacht oder dass sich sogar eine Platte verbiegt. Meine KFC meint, dass man im OK sehr vorsichtig sein muss. Es wird viele Monate dauern bis der Körper den riesigen Spalt stabil geschlossen hat. Obwohl mit meinen Wolverine-Fähigkeiten geht das vielleicht schneller *lol*

 

Ich lass das auf mich zukommen wie das andere auch. :-)

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Nachtrag:

Hab grad gegessen und die Zähne geputzt. Die Schmerzen sind weg!!! Im Winkel bei den jeweils letzten Zähnen fühlt es sich ein wenig wund an, aber sonst ist alles ok! :-)

 

Hab daweil nur eine Narbe angeschaut. Die ist ein wenig unter dem Rot der Unterlippe auf Höhe der Brackets. Mit dem dortigen Faden bin ich öfters hängengeblieben. Man sieht nur eine ganz kleine Narbe, die ca. 2mm hoch und 3mm breit ist. Der Rest der Wunde ist narbenfrei verheilt!!! Sehr genial! Wenn die anderen Wunden nur ansatzweise so gut verheilen, werd ich fast keine Narben haben. Juhuu!

 

Momentan putze ich noch mit einer Handzahnbürste. Morgen werd ich die elektrische Zahnbürste versuchen. Mit der kriegt man die Beläge doch viel besser weg. Mal sehen :-)

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Super wie bei dir alles klappt , freut mich :-)

Fäden ziehen hab ich schon nach der GNE als total unangenehm empfunden! Dabei sind mir auch einfach 3-4 Tränen runter gekullert! Aber wenn sie dann raus sind ist alles direkt gut :)

Nur weiter so!!

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Hallo liebe yuffie

 

hab gerade deinen kompletten OP Bericht gelesen und freu mich für dich, dass alles gut geworden ist und es jeden Tag ein Stück aufwärts geht. Du solltest dich aber trotz aller Euphorie schonen und deinem Körper die Regeneration gönnen. Und das dauert oft länger als man wahrhaben will.

 

Die Fädenzieh-aktion konnte ich sowas von leibhaftig nachempfinden, da es auch bei mir der Horror war und ich zeitweise dachte, ich kollabiere gleich . Zumal mir die assistierende Schwester den Metallspatel, mit welchem sie die Oberlippe abgehalten hat, immer in die OK_ Bruchkante abgestützt hat . :465:  

 

Daran hab ich nun überhaupt keine guten Erinnerungen, auch weil diegleiche Aktion zur Septumkorrektur 5 Wo. nach der Bimax nochmal anstand, da wieder durch den OK operiert wurde.

 

Nun wird im Jan. meine ME stattfinden und ich hab heute schon Bammel. Aber diesmal werde ich vorsorgen und mich mit Anästhesie-Gel präparieren. Am liebsten wäre mir ne Kurznarkose.....grins

 

alles liebe dir

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Bei mir würden mit selbstauflösenden Fäden gearbeitem aber mein kfc finde das schönes die zu ziehen trotzdem denn bis die sich resorbiert sind dauert das ewig ume denn zieht er die lieber und wenn noch einer oder so drinne ist macht das nicht. Ich finde das aber deutlich angenehmer. Ich habe an fünften schon zum zweitenmal das vergnügen :/

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Hallo Nicole,

ach Mensch Du Arme, hast soviel mitgemacht beim Faedenziehen. Jetzt hast Du es hinter Dir!

Zu Deiner Frage ob ich schlafen kann, naja es geht so. Wache paar Mal nachts auf, das ist bei mir unüblich. Mal schauen wann das besser wird. Vielleicht liegt es daran, dass ich eine eher ungewohnte Schlafposition habe? Bin normalerweise Seitenschlaefer. Das trau ich mich momentan noch nicht. Hab Angst, dass sich was verschieben könnte. Deshalb lieg ich mit dem Körper so halb auf der Seite und mit dem Kopf fast gerade.

Wunde Stellen bzw. Empfindliche Stellen hab ich auch hinter den letzten Zaehnen. Elektrische Zahnbürste? Oh das waer mir aber noch zu extrem. Auch bekäme ich gar nicht wirklich die Bürste in den Mund.

Alles Gute weiterhin!

LG Angi

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