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Kaschi

bitte um Rat, stecke fest mit meiner kieferorthopädischen Behandlung

26 Beiträge in diesem Thema

Hallo!

 

trage nun zwei Jahre Brackets - festsitzende Zahnspange, im ganzen letzten Jahr ist nicht mehr viel gemacht worden, da ich 1. ein Kind bekommen habe und 2. mich nicht entscheiden konnte wie ich weiter vorgehen möchte.

habe einen Vorbiss (oder sagt man Überbiss? - der obere Zahnbogen ist größer als der untere) von ich glaube 3-4 mm (muss die Unterlagen nocheinmal anschauen), man kann das Ausmaß auf meinen Fotos sehen. Außerdem einen Tiefbiss.

 

Mein Kieferorthopäde wollte zu Beginn der Behandlung erst einmal beide Zahnbögen "ausformen", wie er sagt, dh gerade stellen, und dann Entscheiden ob ich eine OP machen oder Zähne im Oberkiefer ziehen lassen soll.

 

Nachdem die Zahnbögen ausgeformt waren, hat er gemeint ich bin ein Grenzfall, er würde mir aber zum Zähneziehen (die 4er im Oberkiefer) raten. Er meint damit könnte das Ausgangsprofil wieder hergestellt werden, das natürlich auch nicht perfekt ist, aber deutlich harmonischer als das jetzige (siehe Fotos)

 

Ich möchte auch gar nicht operieren lassen, insofern bin ich froh über seine Ansicht, aber ich kann nicht so recht glauben, dass mein Profil bzw mein Gesicht wieder so aussehen wird wie davor. wenn die 4er gezogen werden, wird die obere Zahnreihe doch um einige Millimeter zurückgerückt, das müsste das Profil doch verändern?

 

Außerdem waren vor der Behandlung meine oberen Schneidezähne nach innen "eingedrückt", haben sich so dem Unterkiefer angenähert.

Nun möchte sie mein Kieferorthopäde korrekt ausrichten, dh leicht nach außen geneigt, wie es eben bei einem korrekten Biss sein soll.

Heißt das nicht, dass die Zahnwurzeln dann noch weiter nach hinten wandern?

Ich fürchte, dass der ganze Bereich zwischen Nase und Mund sehr weit nach hinten wandern wird.

Ich fürchte, mein Gesicht wird sich sehr verändern, und nicht gerade zum positiven.

 

Wer hat selbst die 4er oben ziehen lassen und kann mir sagen ob und welche Veränderung das bedeutet hat?

 

Mein Kieferorthopäde hat mir  gesagt, der Bereich zwischen Nase und Mund wird um 1 mm weiter nach hinten wandern, bei anderer Gelegenheit sagte er, um 2-3 mm, ein anderes Mal hat er gemeint "dass wir so weit nach hinten gar nicht mehr kommen werden",

hab nicht den Eindruck, dass er sich das genau ausgerechnet hat. Oder ist das gar nicht möglich?

 

Freu mich sehr über konstruktive Kommentare, Erfahrungsberichte und Ratschläge!!!

Vielen Dank im Voraus!

 

- das Foto, auf dem man meine Schultern sehen kann, ist das Ausgangsfoto :smile:

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Hallo Kaschi,

dein KFO widerspricht sich, suche Dir am besten einen anderen auch wenns schwer fällt wegen der Mehrkosten. Man ist ja quasi gebunden kann aber auch wechseln.

Eine zweite Meinung bei einem anderen KFO empfehle ich Dir.

MfG,

Peter

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Ich würde weder Zähne ziehen lassen noch eine OP in Betracht ziehen.

Bei konsequenter Tageweise lässt sich so eine Fehlstellung auch oft mit Gummizügen korrigieren oder festsitzenden Geräten zur Bißlagekorrektur beheben.

Das Risiko einer Operation sollte eigentlich für Patienten sein, die eine gravierende skelettale Abweichung aufweisen, das seh ich zumindest auf deinen Fotos nicht. 

 

Gruß Steve

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@ Steve Die Unterkieferrücklage sieht auf den ersten Blick nicht sehr gravierend aus, da die sagittale Frontzahnstufe recht gering ist. Aber wenn man sich die Verzahnung im Seitenzahnbereich ansieht, dann liegt der Unterkiefer um eine ganze Prämolarenbreite zurück. Das würde ja in etwa 5-6 Millimeter betragen und ich glaube nicht, dass man den Unterkiefer durch Gummizüge so weit nach vorne holen kann...

 

@Threaderstellerin: Meiner Meinung nach hat dir dein KFO 2 Optionen aufgezeigt, die möglich sind. Entweder du lässt dir links und rechts einen Prämolaren entfernen und dann zieht man die Frontzähne nach hinten, oder du überlegst dir, ob du nicht doch eine Unterkiefervorverlagerung machen lässt.

 

Zieht man die Zähne, dann wird in der Tat der Bereich zwischen Oberlippe und Nase im Profil etwas nach hinten rücken. Bei einer Unterkiefervorverlagerung würde dein Kinn etwas weiter nach vorne rücken. Evtl. könntest du mal zu einem Beratungsgespräch zu einem Kieferchirurgen gehen und dir eine unverbindliche Meinung einholen.

 

Aber letztendlich kannst nur du entscheiden, welche der Optionen du machen möchtest.

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Danke  für eure Antworten!

 

@ Steve: bist du tatsächlich Zahnarzt?

 

@flo 89: ich war schon bei einer Kieferchirurgin zur Beratung, Fr. Dr. Watzke in Wien, denk die ist ja sehr bekannt was Kieferchirurgie betrifft. Sie hat gesagt, sie würde an meiner Stelle auf gar keinen Fall oben Zähne ziehen sondern unbedingt OP machen, dh Unterkiefervorverlagerung, weil nur so ein ansprechendes ästhetisches Ergebnis zu erreichen ist und ich mit dem Ergebnis durch Zähne ziehen im Oberkiefer sehr unglücklich wäre. Auf keinen Fall würde sie die Zähne ziehen lassen hat sie gesagt.

Mit dieser Stellungnahme bin ich wieder zu meinem Kieferorthopäden, der hat gemeint, es ist klar, dass sie als Chirurgin die Lösung im chirurgischen Bereich sieht, er denkt, es wird auch mit Zähne oben ziehen ein schönes Ergebnis, ein besseres sogar, weil er meint ich bin im Oberkieferbereich sehr weit vorne und der Oberkiefer- Unterkiefer-Bereich sehr "konvex" wie er sagt, also zur Lippe hin nach außen gewölbt.

Aber er sagt auch, beides ist möglich, es ist eben eine "Geschmacksfrage".

 

Ich habe mir auch eine Zweitmeinung von einem anderen Kieferorthopäden geholt, der hat gemeint, dass der Oberkiefer jetzt sehr exponiert ist, er findet eine OP in meinem Fall nicht notwendig, dh er findet ich bin nicht so ein "schwerer Fall", dass man zum drastischen Mittel einer OP greifen muss. Er meint, Zähneziehen im Oberkiefer würde mich kaum merklich verändern, ich selbst würde den Unterschied ein klein wenig vielleicht bemerken, die Menschen in meiner Umgebung gar nicht.

 

Eine andere Kieferorthopädin, bei der ich vor Beginn meiner jetztigen Zahnspangenzeit schon mal eine Planung hab machen lassen hat damals gesagt, unbedingt mit OP, Unterkiefer nach vorne, sonst erscheint die Nase viel größer und die Nasolabialfalte wird ganz tief, was natürlich älter macht. Sie hat gesagt, das gleiche, was Frau Dr. Watzke gesagt hat, dass es eben gerade schön , dass der Oberkiefer weiter vorne liegt.

 

Ich persönlich wäre froh, wenn ich ohne OP zu einem schönen Ergebnis kommen kann, dh guter Biss und Aussehen so ungefähr wie vor der Behandlung.

 

bin noch immer sehr ratlos...

freu mich auf eure Antworten

liebe Grüße

Kaschi

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@Tiefbiss: Behandlung muss ich hier in Ö selbst bezahlen, bekomme Teil von Krankenkasse dazu. OP würde die Krankenkasse zahlen, es ist aber eben noch nicht entschieden, ob es eine OP geben wird. Mir ist das schon sehr unheimlich, diese OP, das Zersägen des Unterkiefers, der ganze Aufwand, die Schrauben im Kiefer....

also wenn ich das vermeiden kann möchte ichs vermeiden. Oder seh ich das dramatischer als es ist. Jede OP ist doch ein gewisses Risiko oder?

Mein Kieferorthopäde hat mir auch gesagt, dass auch immer wieder der Unterkiefer nicht genau so versetzt würde, wie es optimal schön wäre weil die Chirurgen das nicht so hinbekommen, ein Patient von ihm ist sehr unglücklich mit OP-Ergebnis, weil der Unterkiefer zu weit nach vorn geholt wurde (aber auch von Watzke, die ja top erfahren ist)

 

liebe Grüße

Kaschi

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Hi Kaschi,

 

Das ist eine sehr schwierige Situation in der du steckst. Vor allem weil dein Profil-Foto hübsch aussieht. Nur zur Sicherheit: Hast du deinen Unterkiefer bei dem Foto vorgeschoben?

 

Ich war in einer ähnlichen Situation und hab mich für die OP entschieden. Eines vorweg: Meine Kieferfehlstellung war viel stärker als deine. Ich möchte dich nicht in eine Richtung drängen, sondern dir nur meine Erfahrungen schildern.

 

Vor einer Woche wurde ich bei der Prof. Dr. W. und ihrem Team operiert und bin super zufrieden! OK 5mm hoch und verbreitert. UK fast 1cm verlängert. Meine erste KFO hat mir als Jugendliche auch von einer OP abgeraten. Zähne ziehen wäre doch viel besser. Glücklicherweise hab ich das damals nicht gemacht. Ich hatte zwar einen Engstand im UK (dort habe ich mir vor 1 Jahr die zwei kleinen Backenzähne ziehen lassen), aber im OK hatten die Zähne immer genug Platz.

 

Die KFC hat genauso wie bei dir vom Zähneziehen im OK abgeraten. Ich denke eine OP hilft die Kiefer in eine Position zu bringen in der sie eigentlich gehören. Zähneziehen ist für mich immer eine Kompromisslösung, die zwar oft gute Ergebnisse liefert, leider aber oft auch nicht.

 

Mein Gesicht hätte ästhetisch auf jeden Fall gelitten wenn ich mir im OK Zähne ziehen hätte lassen.

 

Die Zähne in meinem OK sind V-formig angeordnet gewesen. Die Zahnspange hat sie sehr schön ausgeformt und durch die zusätzliche Verbreiterung durch die OP schaut mein Lächeln jetzt VIEL besser aus. Ich hätte mir echt nicht gedacht, dass das so gut aussehen kann! Wenn da jetzt 2 Zähne fehlen würden und der Zahnbogen damit kleiner....das wär sicher nicht so schön.

 

Noch eines: Die Prof. Dr. W. und ihr Team sind super! Aber als Patient hast du eine Mitverantwortung. Wenn du nur wenig Fragen stellst und du deine Wünsche nicht äußerst, dann wirst du auch nicht optimal beraten. Ich bin damals mit einer ganzen Liste von Fragen hingegangen und schreib auch jetzt immer kleine Zettel zu den KFC und KFO-Terminen. Das ist echt wichtig! Wenn die Ärzte deine Einstellung, Wünsche und Ängste kennen, können sie sich viel besser auf dich einstellen.

 

Und: Mir wurde auch im Vorhinein gesagt, dass es Patienten gibt, die mit dem OP-Ergebnis nicht zufrieden sind. Das liegt aber nicht am OP-Ergebnis (denn das ist immer nachher schöner), sondern oft an den falschen Erwartungen. Außerdem muss man sich erstmal an sein neues Aussehen gewöhnen. Das darf man nicht unterschätzen!

 

Am besten du lässt dich nochmal beraten. Rede mit deinen Ärzten und lass dir Fotos zeigen von Patienten, die sich die Zähne entfernen haben lassen! dann kannst du besser einschätzen was für dich der bessere Weg ist.

 

Letztendlich sind beide Wege möglich. Aber das Ergebnis ist Geschmackssache! Du musst dich damit wohlfühlen! Ich wünsch dir alles Gute!

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@ Steve: bist du tatsächlich Zahnarzt?

Ich glaube schon :-)

Also: Ich würde mit den heutigen technischen Mitteln niemanden mehr raten sich Zähne ziehen zu lassen. Der Lückenschluß ist oft nicht perfekt und auch nicht stabil, und du bist zwei Zähne los, die du 

in späteren Jahren noch brauchen kannst.

Es gibt genügend andere Möglichkeiten diese eher kleine Fehlstellung zu beheben. Wenn das mit Gummizügen allein nicht zu bewerkstelligen lässt gibt es auch das Herbstscharnier und seine Varianten, oder Verankerung über 

ein Gaumenimplantat um die Seitenzähne nach hinten zu schieben... alles besser als Extraktion oder OP.

Ist natürlich klar, wenn du einen Chirurgen fragst, der lebt davon, was soll da für eine Antwort kommen ?

Aber wichtig ist am Ende nur, was du willst. 

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Ich habe mir auch eine Zweitmeinung von einem anderen Kieferorthopäden geholt, der hat gemeint, dass der Oberkiefer jetzt sehr exponiert ist, er findet eine OP in meinem Fall nicht notwendig, dh er findet ich bin nicht so ein "schwerer Fall", dass man zum drastischen Mittel einer OP greifen muss. Er meint, Zähneziehen im Oberkiefer würde mich kaum merklich verändern, ich selbst würde den Unterschied ein klein wenig vielleicht bemerken, die Menschen in meiner Umgebung gar nicht.

 

Eine andere Kieferorthopädin, bei der ich vor Beginn meiner jetztigen Zahnspangenzeit schon mal eine Planung hab machen lassen hat damals gesagt, unbedingt mit OP, Unterkiefer nach vorne, sonst erscheint die Nase viel größer und die Nasolabialfalte wird ganz tief, was natürlich älter macht. Sie hat gesagt, das gleiche, was Frau Dr. Watzke gesagt hat, dass es eben gerade schön , dass der Oberkiefer weiter vorne liegt.

 

Hi Kaschi,

 

kann mir gut vorstellen, dass die Entscheidung für dich schwierig ist. Immerhin wurden dir mehrere Alternativen aufgezeigt. Geht es dir eigentlich mehr um das Optische? Von der Funktion her scheinst du keine Probleme zu haben? Also, gesunde Zähne würde ich mir an deiner Stelle auch nicht entfernen lassen! Und zwar unabhängig von der Ästhetik. OP? Allerdings würde ich das Wagnis von GZ u/o ähnlichen Geräten auch nicht eingehen, wenn die Unterkieferlage zentrisch ist.

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Hallo!

vielen Dank für die ausführlichen und hilfreichen Antworten!!

 

@DagmarW: Was ist denn bitte GZ? und von welchem Wagnis sprichst du da? kenn mich offensichtlich noch nicht allzu gut aus!

bei der Frage OP oder Zähne ziehen im Oberkiefer geht es mir schon stark ums Optische, auch beim Entschluss, die ganze Behandlung zu beginnen, war das Aussehen ein starkes Argument. hatte allerdings schon auch andere Gründe: nächtliches Zähneknirschen, stark "abgebissene" Zähne durch die Fehlstellung (Spitze beißt auf Spitze), Kiefergelenksknacken und Mühe beim essen von richtig fester, harter Nahrung wie knuspriger Pizzarand.

 

Allerdings hab ich sowohl vor OP als auch Zähne ziehen große Angst und großes Misstrauen. Ich hab einen großen Widerwillen dagegen, zwei gesunde Zähne ziehen zu lassen, da sind wir ganz einer Meinung.

Im Fall einer OP müssten die 4er im Unterkiefer gezogen werden, das gefällt mir natürlich auch nicht, und das durchsägen meiner Kieferknochen schon gar nicht.

 

Am liebsten wäre mir ein dritter Weg ohne Blut und Zähne ziehen...Herbstscharnier zB. Hab aber gelesen, dass das Ergebnis dieser Behandlung bei Erwachsenen nicht dauerhaft ist, dass sich der Unterkiefer wieder zurückverlagert. Weiß da jemand genauer Bescheid?

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Man sollte bedenken, dass die oberen Schneidezähne sehr steil stehen und so den Überbiss stark kaschieren. In Wirklichkeit ist dieser schon ziemlich groß und wenn dies auf beiden Seiten symmetrisch so stark ausgeprägt ist würde ich vielleicht wirklich eher die OP machen. Mit einem etwas ausgeprägteren Kinn wäre das Profil wahrscheinlich fantastisch :smile:

 

Auf der anderen Seite will ich dir nicht verschweigen, dass ich selbst zu viel Schiss vor einer Op hatte und deshalb einen Behandler gewählt habe, der mit einem Twin-Block ein meiner Meinung nach recht funktionales Ergebnis hinbekommen hat. Allerdings war ich auch "erst" 20 als das gemacht wurde. Daher weiß ich nicht wie das in höherem Alter geht. 

Ich habe 6 Wochen lang nach der Entbänderung Nachts nur eine Plastikschiene getragen und die UK Position hat sich dabei eigentlich nicht sonderlich verändert. Dennoch trage ich jetzt Nachts einen Aktivator um das Ergebnis auf jeden Fall zu erhalten.

 

Also was ich dir sagen will: Ohne OP ist und bleibt natürlich eine Kompensationslösung und du wirst "das perfekte Ergebnis" nur mit einer OP erhalten bei einem derart großen Überbiss. Bei der Herbst-Scharnier oder Twin Block Lösung wirst du nicht das Kinn bekommen, dass du dir vielleicht wünschst (was ich mir zumindest gewünscht hatte). Du wirst weiterhin relativ weiche Gesichtskonturen behalten und meist werden bei dieser Lösung die unteren Schneidezähne stark vorgekippt. Wenn du also das Lehrbuchgebiss willst, dann auf jeden Fall die OP. Wenn du mit einem Kompromiss leben kannst, dann auf jeden Fall ohne probieren. Zähne ziehen wäre für mich gar keine Option.

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Hallo an alle!

 

toll dieses Forum, und danke euch engagierten Leserinnen und SchreiberInnen!

Ich habe vergessen zu erwähnen, dass im Fall einer OP im UK die beiden Vierer gezogen werden müssten, dh bei beiden mir vorgeschlagenene Varianten müsste ich Zähne ziehen lassen. Das haben mir mein Kieferorthopäde und Dr Watzke beide so gesagt.

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@yuffie:

Gratulation zur gelungenen OP! und Gratulation zu deinem Mut! Wie geht es dir denn jetzt? Hast du starke Schmerzen, bist du noch erschöpft von der OP, wie fühlst du dich? kannst du das Ergebnis überhaupt schon sehen (ich meine weil man doch sehr angeschwollen ist)?

deine Geschichte hat mich schon auch wieder ermutigt, etwas offener einer OP gegenüber zu sein. Freu mich für dich, dass du den schwierigsten Teil deiner Behandlung hinter dich gebracht hast!

Wünsch dir jetzt alles gute für die "Erholung" von den Strapazen der OP! würde mich sehr freuen, von dir zu lesen!

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an alle KieferOP-Kenner:

Worin bestehen genau die Risiken so einer OP?

Was kann schiefgehen?

wie oft geht was schief?

wenn ich jemanden, der mit dem ganzen Thema nichts zu tun hat von der Überlegung, eine OP machen zu lassen erzähle, sind die meisten schockiert. Meinen oft, ich bin doch nicht entstellt, warum so was dramatisches und gefährliches wie eine OP?

doch wie riskant und belastend für den Körper ist diese OP eigentlich?

freu mich auf eure Antworten!

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@Steve:

arbeitest du als Kieferorthopäde? ich habe vor einiger Zeit von dem sog. "Herbstscharnier" gelesen und zum Thema gegooglet. Hab dabei den Eindruck gewonnen, dass das in Wien zumindest nicht weit verbreitet ist. und hab den Eindruck gewonnen, dass es eher bei Kindern angewandt wird. Ist das tatsächlich bei mir (bin 36) anwendbar? Ist diese Methode vielleicht in Deutschland gängiger? war doch bei mehreren Kieferorthopäden in Wien, bei Dr. Jonke, bei Dr Reistenhofer, und bei meinem behandelnden Orthopäden, Dr. Scherngell, und niemand von ihnen hat von der Möglichkeit Herbstscharnier oder Twin-Block gesprochen. Glaube nicht, dass die damit arbeiten. Hab immer nur UK-OP oder Zähne ziehen im OK vorgeschlagen bekommen

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@leviathan:

Danke für dein Kompliment!

ne

Ich finde auch, dass der Unterkiefer etwas zu weit hinten ist, mein KO hat mich aber so verunsichert mit seiner Ansicht, dass ich so "konvex" bin, also vorgewölbt (wie bei Affen). Ich weiß nicht was er da sieht, für mich ist schon ziemlich eindeutig der Unterkiefer etwas zu weit hinten, sonst alles "OK".

Er hat mir auch mehrmals gesagt, er würde mir sogar abraten von der OP, eben weil der OK schon zu weit vorne ist, wie er findet, und durch die Ausformung der Zahnbögen noch etwas weiter nach vorn gewandert ist (Veränderung sieht man vom ersten zum zweiten Foto).

 

am liebsten (in ästhetischer Hinsicht) wäre mir OK so weit zurück wie vor Beginn der Behandlung und Unterkiefer etwas nach vorn.

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Ein Herbstscharnier übt eine Kraft auf die Zähne des Unterkiefers nach vorne aus, dadurch soll bei Kindern/Jugendlichen der Unterkiefer zum Wachstum nach Vorne angeregt werden. Auch bei Kindern ist es umstritten, ob das Herbstscharnier tatsächlich den Unterkiefer skelettal verlängert, oder ob nur der Unterkiefer in eine andere Position gebracht wird, also nur eine muskuläre Umstellung erfolgt ist. Da bei Erwachsenen das Wachstum abgeschlossen ist, kann ein Herbstscharnier hier nur den Unterkiefer in eine andere Position bringen, du musst dir das vorstellen, als ob du ständig den Unterkiefer nach vorne schiebst und irgendwann gewöhnt sich die Muskulatur an die neue Lage. Ich denke aber, dass diese muskuläre Umstellung nur bei geringen Distanzen erfolgreich sein kann und es auch nicht gut für die Kiefergelenke ist, wenn der Unterkiefer sehr weit nach vorne gedrückt wird. Ich habe in deinem dritten Bild mal eingezeichnet wo die Zähne bei einem normalen Biss stehen sollten. Die roten/grünen Linien sollten übereinander sein.post-9817-0-26383600-1382994306_thumb.pn

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Zu Herbstscharnier hier meine Meinung:
In meiner Jugend hatte ich solch ein Foltergerät! Es ist total unangenehm zu tragen und ich schämte mich sehr dafür. Zudem kam noch hinzu, dass der Erfolg ausblieb. Im Erwachsenenalter sehe ich das noch viel kritischer, genau wie flo.89 sagte.

 

Und zur Threaderstellerin:  Wird dir zu viel Blödsinn eingeredet? - Ich denke ja. Das sage ich so frech, weil ich auf Bild 1 und Bild 2 keine Unterschiede sehe und deswegen:

mein KO hat mich aber so verunsichert mit seiner Ansicht, dass ich so "konvex" bin, also vorgewölbt (wie bei Affen).

Verdammt, du bist hübsch, so ein Blödsinn!

 

Das hier finde ich nicht gut:

....bei der Frage OP oder Zähne ziehen im Oberkiefer geht es mir schon stark ums Optische, auch beim Entschluss, die ganze Behandlung zu beginnen, war das Aussehen ein starkes Argument. ....

 

Es gibt zwar Fälle, bei denen entstellt die Kieferfehlstellung das komplette Gesicht. Hier kann ich solche Bewegründe nach vollziehen. Aber bei dir sind die Abweichung, wenn sie überhaupt vorhanden sind, so gering, dass du dich eher schämen solltest. Sry, wie ich es ausdrücke, es ist aber so.

 

Im Endeffekt ist es dein Ding, klar kann es sein, dass du objektiv mit einer OP noch schöner werden würdest. Anderst ist es, wenn du von gesundheitlichen Gründen sprichst. Hier hast du volle Unterstützung von mir, aber suche hierfür einen fähigen KFO aus, welcher sich für den Patienten Zeit nimmt. Sprich: Frag hier nicht uns, ob OP oder Zähne ziehen (würde ich aber generall auch nie machen lassen), sondern frage hier nach Fachärzten, Empfehlungen von Freunden oder deinem Zahnarzt, somit du einen KFO findest, der nicht an deinem Geld sondern an deiner Gesundheit interessiert ist.

 

Ich drück dir die Daumen...

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@yuffie:

Gratulation zur gelungenen OP! und Gratulation zu deinem Mut! Wie geht es dir denn jetzt? Hast du starke Schmerzen, bist du noch erschöpft von der OP, wie fühlst du dich? kannst du das Ergebnis überhaupt schon sehen (ich meine weil man doch sehr angeschwollen ist)?

deine Geschichte hat mich schon auch wieder ermutigt, etwas offener einer OP gegenüber zu sein. Freu mich für dich, dass du den schwierigsten Teil deiner Behandlung hinter dich gebracht hast!

Wünsch dir jetzt alles gute für die "Erholung" von den Strapazen der OP! würde mich sehr freuen, von dir zu lesen!

 

Danke! Mir gehts schon besser. Aber der Kreislauf wird noch länger zur Erholung brauchen. Ich werd schnell müde und kann mich noch immer nicht so gut und lange an einem Stück konzentrieren. 8 Stunden konzentriert arbeiten geht jetzt noch nicht. Schmerzen hatte ich bis auf leichte Muskelschmerzen nie. Laut den Unterlagen, die ich von der KFC erhalten hab, haben 98% der Patienten keine Schmerzen (leichte Schmerzen zählen scheinbar in der Umfrage nicht dazu). Meine Kieferfehlstellung war so stark, dass man direkt nach der OP den Unterschied sofort sehen konnte.

 

Hast du deine Fragen nach den OP-Risiken etc. gar nicht deinem KFO und im Krankenhaus gefragt? Hab im SMZ-Ost beim 1. Beratungsgespräch einen Aufklärungsbogen erhalten wo alles genau drinnen steht. Hast du den nicht bekommen? Ich glaub dir fehlen noch viele Infos. Hier eine kleine Aufzählung (ist aber nicht vollständig):

  • Nachblutung
  • Taubheitsgefühl an Teilen der Gesichtshaut und des Zahnfleisches (auch bleibend)
  • verzögerte oder fehlende Knochenheilung
  • Erneute OP, wenn durch z.B: Muskelzug die Kiefer nach der OP nicht perfekt stehen
  • Rezidiv
  • Kieferhöhlen-Entzündung
  • Verbiegen der Nasenscheidewand
  • Lebensbedrohliche Blutung
  • Sekundärinfektionen
  • Kiefergelenksbeschwerden
  • etc.

Wenn du die Behandlung nur oder vorwiegend wegen der Optik machst, wirst du wahrscheinlich enttäuscht werden. Du bist jetzt schon hübsch. Da wird die Behandlung zwar schon eine Verbesserung bringen, aber die wird eher minimal sein. Denn eine Zahnspangenbehandlung und/oder eine OP wird das Gesicht normaler machen. Normal verbinden wir mit hübscher. Mir wurde im Vorhinein gesagt, dass viele Patienten falsche Erwartungen haben und sich dann schwer tun nach der OP ihr Gesicht anzunehmen. Eine Kiefer-OP ist keine Schönheits-OP!

 

Wenn du so viele Basisinfos noch nicht hast, würde ich dir raten wie die anderen auch schon geschrieben haben, nochmal das Gespräch mit deinem KFO und einem KFC suchen. Selbst wenn du 100 Fragen hast werden sich die Ärzte sicher Zeit nehmen, dir alles genau zu erklären. Ich komm auch immer mit Zetteln wo ich meine Fragen aufschreib. Du musst dich deswegen nicht schämen! Den Ärzten ist es viel lieber, wenn der Patient Interesse zeigt und man offen reden kann! Ich wurde von meinen Ärzten im Vorfeld sogar mehrmals ermutigt möglichst viele Fragen zu stellen. Außerdem redet ein Arzt, der seinen Beruf gerne ausübt, auch sehr gerne über sein Spezialgebiet! ;-)

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Was machen denn die Beschwerden (Zähneknirschen / Gelenkschmerzen)? Sind diese noch vorhanden oder durch das ausformen der Bögen verschwunden?

Gruß Norbert

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Das Kiefergelenksknacken ist mir zumindest schon lang nicht mehr aufgefallen, ich habs aber davor immer nur beim Essen von harten Sachen bemerkt, die meide ich seit der Zahnspange eher. Der Biss ist zur Zeit eindeutig nicht besser, eher schlechter, aber das ist ja auch nicht anders zu erwarten, die Bögen passen ja noch nicht zueinander. Zähneknirschen in der Nacht ist zur Zeit glaub ich nicht so extrem, aber schon vorhanden. Ich hab den Eindruck, das hängt eher davon ab, wieviel Stress ich habe.

Wie ist das bei euch so?

Sind Zähneknirschen und Kiefergelenksknacken nach der Behandlung tatsächlich verschwunden?

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Ich mach mir Sorgen, was das lange Zahnspangentragen für meine Zähne für Auswirkungen hat! Ich fürchte Karies, Entkalkungen, Verfärbungen....

Ich putze sehr häufig, weil ja doch mehr hängen bleibt, fürchte stärkere Erosionen dadurch. Zähne ziehen will ich nicht, OP ist mir zu steil, irgendwie bleibt als einzige Möglichkeit, das ganze Ding abnehmen zu lassen. Gefällt mir auch nicht, dann war ja alles bis jetzt umsonst!

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Also ich fand deinen ursprünglichen Biss brauchbar und nicht behandlungsbedürftig. Dein Profil sogar ausgesprochen hübsch. Dein Oberkiefer ist transversal ein wenig zu klein, was auf eine nicht regelgerechte Zungenfunktion hindeutet. In dieser Richtung würde ich etwas unternehmen (Logopädie-"Mush" weghören / lesen) das wäre auch für deine Spannungsproblematik hilfreich. Setze mal aktuelle Bilder rein, dann kann man was dazu sagen. Vermutlich hat sich deine inzisale Stufe vergößert weil durch die Ausformung im OK sich die Achsneigung der OK Frontzähne verändert hat. Wenn du dir einen Retainer kleben lässt ist das ungünstig für deine Spannungsproblematik. Machst du das nicht wird sich die Front fröhlich wieder Steil stellen. Was man machen kann ist im Seitenzahnbereich die Bögen abzwicken und in den Fronten belassen. Wenn man Glück hat stellt sich spontan eine brauchbare Okklusion ein.

Gruß Norbert

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@Norbert: das klingt als wärest du vom Fach? ist das so? mein ursprünglicher Biss war ok meinst du?

vor 9 Jahren bin ich wegen  Ortswechsel zu neuem Zahnarzt, der hat gesagt, meine Zähne sind für mein Alter in schlechtem Zustand wegen Zahnfehlstellung.

Erosionen seiner Ansicht nach wegen Fehlstellung (Zähneknirschen nachts, dadurch Rückzug des Zahnfleischs), Zähne wegen falschem Biss teilweise bis zum Zahnkern durchgebissen, Gelenksknacken auch wegen Fehlstellung. war ziemlich geschockt damals. vielleicht hat er auch übertrieben, seine Frau ist Kieferorthopädin, vielleicht wollte er auch eine neue Patientin für sie anwerben, ich weiß es nicht. Dass mein Biss ok wäre, das überrascht mich jedenfalls zu hören! was bedeutet "Logopädie- "Mush" weghören???"

ich werde ein aktuelles Gebissfoto machen und reinstellen. Ja, die Oberkieferfrontzähne stehen jetzt gerade, durch den Bogen sind sie auch noch weiter nach vorn gewandert, früher hat der oberkiefer ja eher eine eckige Form gehabt, der Vorbiss also viel stärker, der Oberkiefer noch dominanter gegenüber dem Unterkiefer.

Was ist die "Spannungsproblematik?

 

danke für deine Antwort, und danke im voraus für deine Erklärungen:-)

lg

Kaschi

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