ma-lu

Bimax OP am 22.10.13 im Paracelsus Krankenhaus Ruit

Da mir die vielen OP Berichte vor der OP sehr geholfen haben, habe ich mich dazu entschlossen auch einen Bericht zu schreiben, und hier ist er!

 

Vor OP Tag

Um 11 Uhr sollte ich da sein, dann hieß es Nummer ziehen, nach 10 Minuten warten war ich dran und es wurde der gesamte Papierkram für die stationäre Aufnahme erledigt.

Nachdem ich auf meinem Zimmer war, und von den Schwestern wirklich sehr lieb empfangen wurde, durfte ich mit meinem Freund noch Mittagessen gehen und um 14 Uhr ging es dann zum Aufklärungsgespräch in der Anästhesie. Da ich nicht rauche, trinke, keine Medikamente nehme und somit geringe Risiken vorhanden sind, ging das ganze relativ schnell. Danach wurde ich in die MKG (Mund-, Kiefer- Gesichtschirurgie) geschickt, zur letzten Untersuchung vor der OP. Hier wurde mir Blut abgenommen, die verschiendenen Splinte anprobiert, und an ein paar Ecken Zähne und Metall von den Brackets abgeschliffen um später einen optimalen Biss zu erhalten.

Den Nachmittag und Abend habe ich in Ruhe auf meinem Zimmer verbracht, ich habe ein Einzelzimmer bekommen, das war wirklich toll! Gegen 17 Uhr schaute mein Dr. nochmal vorbei um zu sehen ob es mir gut geht oder ich noch Fragen habe. Aufgeregt war ich nicht wirklich, konnte daher auch sehr gut schlafen.

 

OP Tag

Gegen 6 Uhr bin ich aufgestanden um noch einmal zu Duschen, denn um 8 sollte ich dran sein.

Um halb 8 kamen die Schwestern und ich durfte die LMAA Tablette nehmen, mich in das OP Hemd werfen und die Thrombose Strümpfe anziehen. 08:10 wurde ich abgeholt um in meinem Bett zum OP gefahren, dann ging es auf die OP Liege und ab in den OP Saal, hier wurde der Zugang gelegt und auch relativ schnell die Narkose eingeleitet.

 

Aufgewacht bin ich auf der Intensivstation, habe keine Schmerzen gespürt, nur die Kühlmaske im Gesicht. Da ich meinen Freund nicht gehört habe, habe ich direkt weitergeschlafen.

Beim nächsten Aufwachen saß er schon neben mir, und wir waren beide sehr erstaunt wie gut ich doch schon sprechen konnte. Er ist ca zwei Stunden geblieben, das tat mir wirklich gut.

Ich hab Infusionen bekommen, Antibiotika und sobald ich nachgefragt habe Schmerzmittel.

Zusätzlich hatte ich einen Blasenkatheter (nichts von gespürt) und eine Magensonde über die Blut aus dem Magen gesaugt wurde als mir schlecht wurde. Ein paar Schlucke Wasser konnte ich durch einen Strohhalm trinken, es war nur etwas unangenehm wegen der Magensonde.

Am Nachmittag hat mein Dr. vorbeigeschaut und mir gesagt, dass alles super gelaufen ist.

Bis zum nächsten Morgen bin ich auf der Intensivstation geblieben, das war auch so geplant. Die Nacht war sehr anstrengend, mein Nachbar hatte sehr starke Schmerzen und hat dauergeschnarcht, zusätzlich ist jede Stunde die Blutdruckmanschette an meinem Arm angesprungen, mir wurde öfter schlecht von dem Blut im Magen (wurde 6 mal abgesaugt) und schlafen konnte ich höchstens 1,5 Std am Stück. Die Schwester und Ärztin die Dienst hatten haben sich rührend um mich gekümmert.

 

 

1. Tag Post OP

Ich war sehr erleichtert als morgens der Katheter und die Magensonde gezogen wurden, ich gegen 10 Uhr abgeholt und auf die normale Station in mein Einzelzimmer gebracht wurde. Hier konnte ich etwas besser schlafen und die Ruhe war natürlich sehr angenehm.

Zum Mittag habe ich Suppe bekommen, die ich mit einem Teelöffel essen konnte, ich habe keine Gummis! Nur einen Splint der fest mit den OK Zähnen verdrahtet ist.

Antibiotika und Schmerzmittel habe ich weiterhin über den Zugang bekommen. Ansonsten hatte ich Besuch von meinem Freund und habe viel geschlafen an dem Tag. Die Kühlmaske hatte ich außer beim Essen immer auf, die hat sehr gutgetan, da die Schwellung langsam kam und ich von Kinn bis Kiefergelenk einen Druckverband hatte. Der Dr. kam auch wieder vorbei um zu sehen wie es mir geht.

 

2. Tag Post OP

Schlafen konnte ich nicht so gut, die Schwellung fing an zu drücken, und zweimal kam die Schwester nachts um mir Antibiotika zu verabreichen. Ich glaube einmal habe ich mir auch noch Schmerzmittel geben lassen. Zum Frühstück gab es zwei Suppen, die konnte ich mit einem Teelöffel essen.

Morgens ging es dann in die MKG, es wurde geschaut, ob alles gut ist, und etwas gereinigt. Dann war ich zum ersten Mal duschen, das tat unglaublich gut. Die Schwellung wurde immer mehr, und durch den Druckverband hat sie echt gespannt. Als der Dr. nachmittags vorbeigeschaut hat, hat der mir den Verband dann abgenommen.

 

3. Tag Post OP

Schlafen konnte ich immer noch nicht richtig, die Schwellung hatte Ihren Höhepunkt erreicht und hat sehr gespannt und gedrückt. Ansonsten hatte ich so gut wie keine Schmerzen, habe mir für die Nacht aber immer Schmerzmittel geben lassen und täglich auch welches bekommen. Musste wieder zur Kontrolle in die MKG, essen klappte weiterhin gut und ich war draußen ein paar Minuten spazieren, was echt gutgetan hat. Der Dr. schaute auch an diesem Tag wieder vorbei um zu sehen wie es mir geht. Es ging bis auf den Druck durch die Schwellung langsam besser.

 

ab 4.Tag Post OP

Am 4. Tag Post OP fing mein Hals und meine Wangen an sich grün gelblich zu verfärben und die Schwellung wurde weniger, die Verfärbung wanderte bis zum Dekoltee, und hielt sich ca 6 Tage, hat mich jedoch nicht gestört und nicht wehgetan.

Seit dem 3. Tag Post OP geht es jeden Tag bergauf, die Schwellung wird täglich weniger, seit letzer Woche habe ich Lymphdrainage, das tut sehr gut und hilft denke ich auch ungemein um die Schwellung zu reduzieren. Schlafen kann ich seit ca 1,5 Wochen Post OP wieder so richtig gut, das war mein größtes Problem, mir hat die Schwellung auf die Kehle gedrückt und daher hatte ich ständig das Gefühl der Übelkeit.

Schmerzmittel nehme ich seit 3 Tagen keine mehr, da ich absolut keine Schmerzen habe.

Mein Splint bleibt bis zum 4.12 festverdrahtet im OK. Muss sagen, habe mich schon gut dran gewöhnt und mit dem Essen komme ich gut klar. Ansonsten bin ich körperlich schon wieder so fit, dass ich im Haushalt einiges mache.

 

Was euch sicher noch interessiert:

Es wurde der UK in die Mittellinie geschwenkt, dazu wurde mein Kinn reduziert. Es war sehr markant.

Der Kinnknochen konnte genutzt werden um ihn im OK einzusetzten, denn der OK wurde 4mm vorverlagert, gleichzeitig auch in die Mittellinie geschwenkt und dreigeteilt um vorn einen natürlichen Überbiss zu erreichen.

 

Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich sagen, es ist alles weitaus angenehmer verlaufen als ich es mir vorgestellt habe! Das Sprechen hat von Anfang an gut geklappt, genau wie das Essen.

Mal sehen wie die nächsten Wochen verlaufen, aber wenn mich jetzt jemand fragen würde, ich würde es wieder machen. Klar, das optische Ergebnis sieht man noch nicht wirklich, da noch Schwellung vorhanden ist, da bin ich auch gespannt drauf, und hoffe ich habe mich nicht zusehr verändert. Das etwas weniger markante Kinn kann man schon leicht erkennen, und damit bin ich zufrieden da das Seitenprofil viel harmonischer wirkt.

Ich hoffe ich konnte den noch nicht operierten etwas Angst nehmen, denn ich habe mir das alles auch viel schlimmer vorgestellt. Und wirklich schlecht ging es mir zu keinem einzigen Zeitpunkt!

 

Liebe Grüße

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Hallo ma-lu!

Toll, dass bei dir alles komplikationslos verlaufen ist! Wünsche dir weiterhin gutes Abschwellen und schnelle Heilung!

 

Liebe Grüße :)

Kathrinchen

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Vielen Dank!

Noch ein kleines Update:

Gestern war ich zur Kontrolle in der MKG, da meine unteren Zähne beim zubeißen genau in den Soll-Biss im Splint rutschen, brauche ich keine Gummis! :)

Sehr weiches darf ich langsam probieren zu kauen, weichgekochte Nudeln zB. Mal sehen wie das funktioniert, stell mir das mit Splint eher schwierig vor. Ansonsten bleib ich beim, kleine Portionen nehmen und direkt runter schlucken.

Liebe Grüße

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Hallo,

 

das hört sich alles acht gut an. Hoffe läuft bei mir in einer Woche auch so glatt.

 

Schönes abschwellen noch. :524:

 

LG

kleine

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Hallo ma-lu,

 

hab deinen Bericht gerade gelesen. Nachdem du mir ja in einem anderen Forum schon sehr geholfen hast, bin ich jetzt noch entspannter was die OP angeht. Bei mir wird der UK auch geschwenkt und nach hinten versetzt, der OK kommt auch ein wenig vor.

Ich bin schon nicht mehr so ängstlich wie noch vor ein paar Wochen, denn viele beschreiben hier dasselbe wie du...dass sie nicht wirklich Schmerzen empfinden .die Schwellung und das Austrocknen des Mundes und die verstopfte Nase zählen zu den größeren Problemen und das lässt einen doch etwas Aufatmen :380:

 

Ich wünsche dir noch Gute Besserung und alles Gute :473:

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Vielen Dank!

Noch ein kleines Update:

Gestern war ich zur Kontrolle in der MKG, da meine unteren Zähne beim zubeißen genau in den Soll-Biss im Splint rutschen, brauche ich keine Gummis! :)

Sehr weiches darf ich langsam probieren zu kauen, weichgekochte Nudeln zB. Mal sehen wie das funktioniert, stell mir das mit Splint eher schwierig vor. Ansonsten bleib ich beim, kleine Portionen nehmen und direkt runter schlucken.

Liebe Grüße

 

Hallo ma-lu,

 

mein KC meinte vor der Bimax, dass Kauen (von weichen Sachen) mit Splint zwar geht, aber nicht besonders gut. Und genauso habe ich es auch empfunden. Ich habe aber mit festverdrahteten (für 8 Wochen :-() Splint z.B. Käsespätzle und Nudeln allgemein "gekaut". Viele Sachen habe ich aber auch einfach mit der Gabel zerdrückt, aber da geht dann extrem viel, z.B. Fisch, Hackfleisch, Kuchen, von Hipp gibt es ein Babygläschen Kaiserschmarrn in Apfelmus, sehr lecker und gut zum mitnehmen. Das beste, was mir während der Splintzeit passiert ist: Ich habe in einem Cafe Rührei bestellt, und meinte noch, dass sie den Salat weglassen sollen, weil ich ihn sowieso nicht kauen kann und was bekomme ich dazu: ein Körnerbrötchen!!!

 

Liebe Grüße!

 

Irene

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@ Katharina

Das freut mich, dass ich dir helfen konnte. Wann genau ist deine OP?

 

@Schokolädchen

Genauso empfinde ich es auch, es ist irgendwie unangenehm mit Splint zu kauen, kommt sicher durch die Schwellungen im Mund.

Meistens zermatsche ich alles mit der Gabel, oder nehme so kleine Portionen dass ich sie direkt runterschlucken kann. Muss aber sagen, dass ich deutlich mehr essen kann, als ich vorher dachte, und dass ich mich schon gut dran gewöhnt habe.

Das mit dem Brötchen ist witzig, da haben sie es gut gemeint, aber überhaupt nicht mitgedacht ;)

 

Liebe Grüße

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Mal ein Update:

Seit Mittwoch ist der Splint raus, und die Brackets aussen auch. Es fühlt sich wunderbar an!

Gummis brauche ich immer noch keine, meine KFO möchte erstmal schauen wie sich der Biss in denn nächsten Wochen "setzt", er ist schon sehr gut, hat mein Zahnarzt auch bestätigt. Die linken hinteren Backenzähne haben noch keinen Kontakt, wenn sich das nicht von allein reguliert (rechts hat es das schon getan), bekomme ich noch Gummis.

Ansonsten fühlt es sich einfach toll an, einen normalen, unverkrampften Biss zu haben, und wieder alles essen zu dürfen! Zahnstein hat sich kaum gebildet in der Splint Zeit und die Verfärbungen wurden beim KFO gleich weggemacht. Die Schwellung ist relativ gering, an manchen Tagen etwas mehr an anderen fast komplett weg. Ich selber seh sie noch, viele sehen sie nicht mehr und sagen ich sehe schon wieder normal aus. Wenn ich länger rede merke ich die Nähte etwas, genauso ist die Mimik noch nicht komplett wieder da, dauert wohl bis zu 3 Monate. Alles in allem ist es wirklich super gelaufen bei mir, ohne Komplikationen und soweit ich es bis jetzt sehen kann, ist das Ergebnis toll geworden!

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