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Patient3003

Behandlung - ja oder nein?

Hallo zusammen :473:

 

Ich bin totaler Forum-Neuling und habe mich bisher immer dagegen gesträubt, um mich bei Entscheidungen nicht von allzu vielen Meinungen verunsichern zu lassen. Jetzt brauche ich aber wohl doch mal die Hilfe von "Leidensgenossen" bzw. die Erfahrungen von Euch.

 

Hier meine kurze Vorgeschichte. Ich bin 43 Jahre alt und habe bisher keine deutlichen Schwierigkeiten bzw. Probleme mit meinem Kauapparat gehabt. Mein Ober- und Unterkiefer sind sehr eng, die Zähne sind im Laufe der Jahre immer mehr zusammengerückt und mein Unterkiefer steht leicht zurück (leicht fliehendes Kinn). Das hat mich natürlich immer schon irgendwie gestört und man ist ja auch nicht uneitel :445: Allerdings entstellt mich diese Fehlstellung nicht und ich habe ja bisher auch ganz gut damit gelebt. Da ich in letzter Zeit aber doch ein permanentes "Enge-Gefühl" im Mund habe und mir häufig beim Kaufen auf die Wangen beiße, habe ich mich beim Kieferorthopäden über die Möglichkeit einer Zahnkorrektur bzw. einer festen Zahnspange informiert. Bei dieser Untersuchung kam heraus, dass bei mir eine medizinische Indikation vorliegt und eine Korrektur im Zusammenhang mit einer Kiefer-OP möglich ist, so dass die Kosten überwiegend von der Krankenkasse übernommen werden. Puuuuh....das stand ich jetzt mit einer Diagnose, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe :461: . Jetzt bietet mir man nicht nur gerade Zähne sondern auch noch ein schöneres Profil und ich stehe vor der Entscheidung!

 

Ich habe jetzt hier im Forum schon einiges gelesen - allerdings kann ich auch nicht immer erkennen, wie schwer die "Fehlstellung" war, manche berichten von einer gleichzeitigen Korrektur der Nase etc. Fakt ist: ich bin kein besonderer Fall. Der Chirurg in der Uniklinik Düsseldorf hat es bedauert, dass ich nur Standard sei - klar, für ihn bin ich als OP-Patient langweilig :503: Ich find's natürlich super, kein schwieriger Fall zu sein. Mein Oberkiefer soll gelöst werden und etwas begradigt werden (ich glaube auch etwas angehoben werden, damit man beim Lachen nicht mehr so viel Zahnfleisch sieht) und der Unterkiefer soll etwas nach vorne verschoben werden.

 

Tja und jetzt stehe ich hier.....der Chirurg schickt meine Unterlagen wieder zum Kieferorthopäden mit einer Diagnose und Empfehlung. Der wird dann bei meiner Krankenkasse die Genehmigung einholen und ich darf mich dann entscheiden: Ziehe ich das durch oder lebe ich so weiter wie bisher. Die Entscheidung kann mir natürlich niemand abnehmen, aber vielleicht könnt Ihr mir ja Eure Erfahrungen - mit einer ähnlichen Vorgeschichte - berichten und mir sagen, ob Ihr es wieder tun würdet und ob sich Eurer Meinung nach der Aufwand, Schmerzen etc. gelohnt haben und Ihr heute mit dem Ergebnis zufrieden seid?

 

Ich hoffe mein erster Text in einem Forum war nicht zu lang und Ihr seid nicht schon eingeschlafen :611: darüber. Freue mich über hilfreiche Infos. Danke Euch.

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Hallo,

 

bei nicht sehr ausgeprägten Fällen wäre ich eher konservativ, also abneigend gegenüber einer OP. An deiner Stelle würde ich mich nochmals bei mind. einem KFO vorstellen, vielleicht sieht er die Dinge ganz anderst und du bist froh über diese 2te Meinung.

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Ich würde mir auch noch mindestens eine Meinung einholen... und wenn du mit dir selber gar net sooo unzufrieden bist, sondern es eben nur um die Zähne an sich geht, tendiere ich auch zu konservativ. 

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Danke Euch! Ich habe bereits 2 Kieferorthopäden konsultiert. Bei beiden bekam ich die gleiche Diagnose. Klar kann ich so weiterleben und es besteht ja kein lebenswichtiger Grund, mich operieren zu lassen. Beide waren da auch sehr ehrlich und wollten mich zu nichts überreden. Sie haben mir halt nur die Möglichkeiten aufgezählt. Nur eine Zahnkorrektur ist halt nur eine halbe Lösung. Damit habe ich zwar gerade Zähne - der Biss ist aber weiterhin fehlerhaft und man weiß ja auch nicht, wie sich das zukünftig auswirkt. Ich muss dazu sagen, dass ich immer schon Nackenbeschwerden und Rückenprobleme habe - diese aber nicht mit meinem Kiefer in Verbindung gebracht habe. Jetzt sehe ich das natürlich in einem anderen Licht und mache mir Gedanken, ob ich damit etwas ändern kann. Hinzu kommt, dass ich beim Kauen schon Probleme habe und auch einen permanenten Druck im Kiefergelenk.

 

Zu den beiden Kieferorthopäden habe ich schon Vertrauen und fühlte bzw. fühle mich dort gut aufgehoben. Sie waren beider sehr ehrlich und haben mir alle Möglichkeiten aufgezeigt. Ich habe jetzt die Wahl. Wie gesagt....die Entscheidung kann mir keiner abnehmen. Ich wollte mich nur schlau machen, ob es hier im Forum ähnliche Fälle wie mich gibt oder gab und wenn ja, wie Eure Erfahrungen damit waren. Würdet Ihr es wieder tun oder war es der Aufwand nicht wert?

 

Ich muss dazu sagen, dass mein Entschluss von Tag zu Tag mehr zu einer Behandlung mit OP :447:  tendiert. Ich freue mich auf Euer Feedback und werde natürlich weiter berichten.

Gruß, Claudia.

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Hi Claudia,

 

ja ich kann verstehen, daß du jetzt doch mehr dazu tendierst das mit der OP durchzuziehen. Die gesundheitlichen Probleme werden auch net besser sondern eher schlimmer mit den Jahren... auch wenn jetzt soweit alles in Ordnung ist, wie die Ärzte schon sagen, es kann muß aber net, noch schlimmer werden. 

 

Bei mir war es z.B. so, daß ich nur zur KFO bin, weil ich seit Jahren unglücklich mit meinen Zähnen war, hätte nie an eine OP gedacht. Als die Abdrücke u Befunde alle da waren, hieß es, wenn ich ein funktionelles u schönes Ergebnis haben möchte, dann nur mit OP. Ansonsten könnte man zwar rein Ästhetisch was ändern, aber der Biss, der schmale OK, der asymetrische UK bleiben. Und da ich merkte, daß sich im Laufe der Jahre alles verschlechtert hat, mußte ich auch gar net lang überlegen. 

 

Viele meiner Leute sagen dann, warum willst du dir das antun, so schlimm sind deine Zähne doch gar net usw. ... Die wissen ja auch net, was man sonst noch für Beschwerden hat und können sich auch gar net in die Lage versetzen. 

 

Alles Gute Dir  :473:

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Ja genau! Ich denke da ähneln sich unsere Geschichten. Ich bin genau wie Du zum KO um mich beraten zu lassen und habe die gleiche Diagnose bekommen. Und ich merke natürlich mittlerweile, dass es mich nicht nur optisch stört sondern dass ich definitiv zu wenig Platz habe. Mein Freund zum Beispiel konnte das Gefühl gar nicht nachvollziehen, dass meine Zunge - wenn ich sie an den Gaumen drücke - rechts und links unter den Backenzähnen liegt und ich unter normal Umständen darauf beißen würde wenn ich UK und OK zusammendrücke. Ich kenne das nicht anders....aber jetzt wird mir natürlich einiges bewusst, was ich vorher für normal hielt.

 

Wie weit bist Du denn mit Deiner Behandlung? Oder bist Du schon operiert?

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Jetzt wo du das ansprichst mit der Zunge... das ist bei mir auch so. Und die muss richtig Platz haben also net zwischen den Zähnen sein??? 

 

Ich habe am Freitag 22.11. meine GNE und ich kann es kaum noch erwarten :-D Dadurch wird mein Kreuzbiss aufgehoben und der Gaumen erweitert. Später soll mein UK noch an gepasst werden, aber das steht noch net fest wie und ob es überhaupt nötig ist. Kann sein daß sich mein Biss schon durch die erste OP gut einstellt. Aber ich habe mich damit schon angefreundet noch eine OP zu bekommen. 

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GNE? Ihr müsst mir hier noch ein bisschen helfen mit den Fachausdrücken und Abkürzungen :485: 

 

Also hast Du eine ähnliche Geschichte wie ich. Was auch immer GNE ist.....ich drück Dir die Daumen!!!

 

Ich habe am 09.12. einen zweiten Termin bei meinem KO, um die weitere Vorgehensweise und den Heil- und Kostenplan zu besprechen. Auch wenn der Chirurg eine OP befürwortet, muss die Kasse ja erst mal ja sagen!

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Jepp das muß sie (die KK)

 

Eine GNE ist eine Gaumennahterweiterung. Heißt bei mir (es gibt mehrere OP Arten) wird der Oberkieferknochen durchgesägt, aber net komplett, also hinten im Gelenk bleibt des dran, dann wird der Oberkiefer runtergeklappt, und dann noch die Gaumennaht geschwächt (angesägt). Dann wird alles vernäht, also Zahnfleisch mit Knochen wieder zusammengefügt und im Gaumen bekomme ich einen Distraktor in den Knochen eingesetzt, der dient dazu, daß durch Drehen (welches ich erst eine Woche später anfangen soll) der Gaumen geweitet wird. Jeden Tag um ein paar wenige mm, irgendwann so nach 2-4 Wochen ist genug Platz vorhanden, der Distraktor bzw. das Schlüsselloch wird versiegelt, so daß er sich net von alleine drehen kann und verbleibt dann 3-6 Monate in meinem Gaumen bis sich neuer Knochen im Gaumen gebildet hat. 

 

Dann weißt ja bald, was alles gemacht wird bei dir :smile: Das wird schon werden mit der KK, wobei ich denke daß es dieses Jahr nix mehr wird, so kurz vor Weihnachten... 

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Hallo Claudia,

 

ich bin ein Jahr älter als Du und habe meine Behandlung mit 41 angefangen und meiner Meinung nach hat es sich für mich auf alle Fälle gelohnt. Ich genieße meinen neuen Biss noch immer, und bin immer noch erstaunt, wie leicht plötzlich das Abbeissen geht. Ich finde es auch immer noch wunderbar, dass jetzt bei einem belegten Brötchen der Belag gleichzeitig mit dem Brötchen zu Ende ist und nicht schon vorher, weil ich Schinken z.B. nur abreissen konnte. Oder so etwas wie die Erkenntnis, dass man bei einem Brötchen nicht beide Hände braucht, um den Belag festzuhalten, sondern dass es funktioniert, dass man in einer Hand ein Getränk hält und in der anderen das Brötchen und davon abbeissen kann und man nicht vorher das Getränk abstellen muss. Und die optische Verbesserung ist auch nicht zu vernachlässigen, aber da es mir auf die Funktion ankam, ist es "nur" ein angenehmer Nebeneffekt.

 

Um diese Art Behandlung inklusive OP durchzuziehen, sollte aber auf alle Fälle ein gewisser Leidensdruck da sein, da das ganze definitiv kein Spaziergang wird und es immer wieder Momente gibt, wo man sich fragt, warum man sich das antut, normalerweise auch in den ersten Tagen nach der OP. In Deinem ersten Beitrag hörte es sich so an, als sei der Leidensdruck noch nicht besonders groß, im zweiten doch schon deutlich mehr. Und Mitleid bzw. ein Nachvollziehen von der Umgebung kann ziemlich schwierig sein, bei jemanden, bei dem das Essen ganz einfach funktioniert, kann sich gar nicht vorstellen, wie kompliziert das Kauen sein kann. Und es finden sich ja immer Möglichkeiten für Umgebungslösungen, dann wird eben relativ viel mit Messer und Gabel gegessen und wenn man schnell etwas auf die Hand braucht, ist es eher ein süsses Teilchen, was meist weicher und einfacher zu essen ist als ein belegtes Brötchen

 

Das hört sich ja auch böse an

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Ich gebe Schokolädchen recht, die GNE ist die kleineste OP im Kieferfehlstellungsbereich. Und ich denke ebenfalls du solltest dich erkundigen ob bei dir nicht auch eine GNE nötig ist, da deine Zunge so wenig Platz oben hat. 

 

Danke dir für deine Besserungswünsche, das pack ich schon :-) hab schon andere Sachen gemeistert :-)

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Eine GNE kann man auch ohne Chirurgen machen. Aber egal wie, zu empfehlen ist es auf jeden Fall. Um ein brauchbares Schluckmuster und eine physiologische Zungenlage zu ermöglichen, muss man die räumlichen Voraussetzungen schaffen. Alleine durch die GNE wird sich sehr viel zum possitiven wenden und man kann anschließend überlegen in welchem Umfang man weiterbehandelt.

Durch eine GNE werden die hinteren Strukturen im Rachenraum sehr verbessert und sie hat neben den mechanischen Wikungen auch eindeutig orthopädische Auswirkungen. Verbesserung der Nasenatmung um nur die wesentlichste zu nennen.

Gruß Norbert

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Susi261177:

Lasse dich von einem Logopäden dabei unterstützen, dann wird dir eine verbesserte Nasenatmung auch gelingen da durch die GNE die Voraussetzungen dafür möglicherweise erst gegeben sind.

Gruß Norbert

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Ich hätte wohl wirklich große Probleme damit, mir ständig in die Backe zu beißen.

Das Gefühl empfinde ich einfach als unglaublich ekelhaft.

 

Sowas allein wäre schon ein Grund für mich, eine Behandlung durchführen zu lassen.

Entsprechend würde ich mit "ja" auf die Frage antworten.

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