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Rudi

BIMAX an der Seegartenklinik in Heidelberg durch Dr. Frey (Frühjahr 2013)

Ich will nun endlich auch mal meinen Bericht ins Board stellen, habe es bisher irgendwie nicht nicht geschafft.

 

Im Frühjahr 2013 hatte ich mich in die fähigen Hände von Dr. Frey in der Seegartenklinik begeben. Da ich bei der TK gesetzlich versichert bin, hatte ich anfangs erst bedenken, dass die Kasse die OP an dieser Klinik nicht übernimmt, da die Seegartenklinik eine Privatklinik ist. Aber meine Bedenken waren unbegründet – nachdem ich einen formlosen Antrag, für die Übernahme der Kieferoperation an der Seegartenklinik gestellt hatte, ich glaube das nennt sich Kostenerstattungsverfahren, habe ich auch sehr schnell das Ok von der Kasse bekommen.

 

Warum ausgerechnet Dr. Frey und die Heidelberger Seegartenklinik?

Nun ich wohne in der Nähe von Heidelberg, daher sollte es schon eine Klinik in der Nähe sein.

Von Dr. Frey hatte ich bisher nur gutes gehört, fachlich sehr kompetent und auch als Mensch sehr nett, ruhig und freundlich. Auch nachdem ich ihm manche Fragen bestimmt zum zehnten Mal gestellt hatte, blieb er trotzdem ruhig und sachlich (ich hatte nie das Gefühl das er genervt von meinen vielen Fragen ist) und er hat sich stets die nötige Zeit für mich genommen. Ich hatte bei ihm nie das Gefühl nur eine Nummer zu sein oder ein Patient in der Massenabfertigung. Auch das Praxisteam ist sehr nett.

Ein weiterer Grund war für mich war, dass mich auch der Arzt operiert, der mich im Vorfeld beraten hat. Wichtig war mir auch, dass vor der OP eine 3D-Planung gemacht wird, mir kein Blasenkatheter gelegt wird oder ich eine Bluttransfusion erhalte (nur im Notfall). Außerdem war mir wichtig, dass ich für die OP nichts privat hinzuzahlen muss, wie es bei dem einen oder anderen Chirurgen so üblich ist.

Eine private Krankenzusatzversicherung brauchte ich bei ihm nicht.

 

Was wurde bei mir gemacht?

Operiert wurde ich an beiden Kiefern, Oberkiefer zwei Millimeter zurück und Unterkiefer einen halben Zentimeter vor. Großer OP-Tag (BIMAX, ME, etc.) ist an der Seegartenklinik immer am Mittwoch. Da ich nur eine dreiviertel Autostunde von Heidelberg entfernt wohne, hatten mich meine Eltern am OP-Tag am frühen Morgen zur Klinik gefahren. Ich glaube die waren bald nervöser, als ich es selbst war. Gegen 7:00 Uhr waren wir dort und mussten noch etwas in der Praxis warten. Gegen halb Acht hat mich dann eine Schwester aufs Zimmer gebracht, alles Einzelzimmer. Kurzdarauf ging es dann auch schon los, eine Schwester hat mich zum OP-Bereich gebracht. Dort hieß es wieder etwas warten, es waren glaube ich nur wenige Minuten, mir kam es aber wie eine Ewigkeit vor, bis dann richtig los ging. Vorher noch letzte Einzelheiten mit dem Narkosearzt geklärt.

In einem kleinen Vorraum habe ich die OP-Kleidung angezogen. Dann bin ich in den OP-Saal, der eher an das Innere eines Raumschiffes erinnert, als an einem OP-Saal, den viele von einer normalen Klinik kennen oder in einem Film gesehen haben. Das erste was ich sah war diese blau leuchtende Wand (blaues Plexiglas), hatte irgendwie eine ablenkende und beruhigende Wirkung auf mich. Den Rest habe ich dann nur noch wie in einem Film mitbekommen, (an die Geräte anschließen, Zugang legen, usw.). An das nächste was ich mich noch erinnerte ist, das ich mich im Aufwachraum befand und von der Narkose sehr benommen war und ich die OP überstanden hatte. Irgendwann wurde ich dann in mein Zimmer gebracht. Durch die tauben Stellen am Kiefer hatte ich an den ersten Tagen keine Schmerzen, nur durch die Schwellung spürte ich eine gewisse Spannung).  Verschnürt waren meine Kiefer nicht. Am nächsten Tag gab es Pudding, Kartoffelbrei und eine richtig leckere Kartoffelsuppe aus dem 5-Sterne Hotel. Da es mir am Freitag bis auf die Schwellung relativ gut ging, durfte ich nach Hause, war mir auch ganz Recht. Schlecht oder gebrochen hatte ich nach der OP nicht.

Am Montag dann alle zwei - drei Tage zur Kontrolle, nach neun Tagen wurden dann die Fäden gezogen. Nach zwei oder drei Wochen musste ich dann vorsorglich Gummis einhängen.

Nach etwa zwei Monaten war die Schwellung völlig zurückgegangen.

Die OP war ein voller Erfolg, ich würde es wieder machen lassen! Ich habe keine Taube Stellen, die Mundöffnung funktioniert super, kauen oder abbeißen klappt ohne Probleme. Gekostet hatte mich die OP ganze 30 Euro Krankenhaustagegeld.

Auch die Metallentfernung verlief ohne Probleme, keine Lähmung, keine tauben Stellen.

 

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Hi Rudi,

 

echt schöner Bericht! Kam für dich die Uniklinik in HD überhaupt nicht in Frage? Ich hatte dort vor 3 Wochen meine GNE und wie du selber schreibst, bei vielen ist man nur eine Nummer... Massenabfertigung trifft es auch. 

 

Ich bin vom Ergebnis begeistert, gab bisher keine Komplikationen oder so. Aber ich fühlte mich dort nicht wirklich gut aufgehoben. Man sieht den Leuten an, daß die Arbeit oft so gar keinen Spaß macht, sie frustriert und auch genervt sind. Nachdem ich oft nach Schmerzmittel fragen mußte, weil so ne Voltaren 50mg einfach nur ein Witz ist, habe ich am 2. Tag meine Ibus genommen, die ich vorsorglich dabei hatte...

 

Naja alles in allem bin ich soweit zufrieden, aber ich hoffe ich komme um eine Bimax drumherum.

 

LG Susi

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Für mich war es wichtig, dass mich auch wirklich der Arzt operiert, der mich in den Monaten zuvor und bis zur auch nach der OP beraten und behandelt hat, das ist an einer Uniklinik oder Vertragsklinik nicht immer gegeben (wie sagt man so schön, "viele Köche verderben den Brei"). Außerdem kenne ich Dr. Frey schon länger und hat auch schon meine Ellis behandelt.

Dann trotz gesetzlich Versicherter, als Privatpatient behandelt zu werden, das hat schon was, mit Einzelzimmer, kostenloses WLAN und TV, nur eine Schwester die für mich zuständig ist und sich nicht noch um 20 andere Patienten kümmern muss (das alles ohne Zuzahlung oder einer Zusatzversicherung),  war für mich auch eine der Hauptgründe warum die Klinik und nicht die Uniklinik. Hätte die KK nicht das OK gegeben, wäre es sicherlich die Uniklinik geworden, aber da hätte ich vorher auf den u.a. auf die freie Arztwahl und den §13 SGB (Kostenerstattung) gepocht. Ich weiß aber dass nicht jede KK das OK für diese Klinik gibt. Die Abrechnung läuft in diesem Fall aber anders ab, man bekommt von der Klinik eine Rechnung, diese muss man bei seiner KK einreichen, welche dann das Geld überweist. Da ich schon vor der OP das OK von meiner Kasse hatte, verlief die ganze Abrechnung absolut ohne Probleme, 10 Tage hatte es gedauert dann war das Geld auf meinem Konto und ich konnte es der Klinik überweisen.

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