Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Nambi82

Meine GNE am Freitag, den 13.

Hallo Ihr!

 

10 Tage nach meiner OP fange ich nun an zu berichten. Ich hoffe dass es einigen, die das noch vor sich haben, genau so hilft, wie mir das Lesen von solchen Berichten geholfen hat :-)

 

Erstmal vorab: am 27.11. bekam ich bereits mein Metallgestell eingesetzt. Ich war gar nicht so böse darüber, dass ich mich vorher schon mal ein wenig an das Ding gewöhnen konnte, ohne offene Wunde im Mund...

 

Ach ja: meine OP war ambulant!

 

Das Vorgespräch mit Chirurg und Narkosearzt war schon vier Wochen vor der OP. Also: bereits 3 Tage vorher sollte ich anfangen mit Chlorhexamed zu spülen (das Brennen auf der Zunge lässt übrigens von Mal zu Mal nach). Sechs Stunden vorher nix essen, zwei Stunden vorher nix trinken. Morgens noch meine üblichen Medikamente nehmen (Schilddrüse). Außerdem das erste Mal Antibiotika und einen Säureblocker einwerfen.

 

Um 9:00 fuhren wir los. Der Termin war zwar erst um 11 Uhr, aber bei 1h Fahrt lieber mal mehr Zeit einplanen. Die Nervosität ging eigentlich.

 

Dort angekommen waren alle wieder mal total nett. Allerdings musste ich bis 13 Uhr warten, bis endlich der Narkosearzt zu mir kam. Zwischendurch kamen aber immer mal wieder Sprechstundenhilfe und Chirurg vorbei um mich zu fragen wie es geht, mich spazieren zu schicken und zu erklären, dass die OP des Kollegen leider länger dauert.

 

Um 13 Uhr wurde mir dann endlich der Zugang gelegt. Der Narkosearzt bat mich Handtasche und auch Brille bei meinem Mann im Wartezimmer zu lassen, hakte sich bei mir ein und führte mich in den OP, wo er erstmal meine Liege bequem einstellte. Ich kann mich noch an den netten OP-Pfleger (?) erinnern, der mein Bein tätschelte und meinte „gleich isses geschafft“….

 

Dann erst wieder an „Hallo, die OP ist gut verlaufen, schlafen sie noch ein bisschen“… beim nächsten Augenöffnen hörte ich meinen Mann nach mir fragen, der dann auch gleich bei mir war. Es war wohl zwischen halb drei und drei. Mit ihm kam eine Arzthelferin, die mir eine Kühlmaske anlegte und meine Liege einstellte wie es mir angenehm war.

Kurz darauf schaute der Chirurg rein, fragte wie es mir geht…. Mir war kalt… und er deckte mich mit einem weiteren Leintuch zu. Schmerzen hatte ich keine, spürte nur einen Druck im Gesicht und hatte etwas Halsweh vom Beatmen.

 

Als ich – ich weiß nicht mehr wann – aufstehen und gehen durfte, ging das eigentlich ganz gut. Doch als ich an der Anmeldung stand um noch den Termin für den Folgetag zu bekommen, tropfte es plötzlich aus der Nase… meine Reaktion war noch etwas langsam. Irgendwie kam ich ins Wartezimmer mit vielen Taschentüchern in der Hand.

Der Chirurg hatte schon gemeint, dass man bis zu einer Woche hinterher Nasenbluten haben kann. Aber dass es so richtig raustropft, damit hatte ich nicht gerechnet gehabt… obwohl das wohl völlig normal ist. Ich dachte nur „Toll, bis zu einer Woche“… (um es vorwegzunehmen, das Nasenbluten hatte ich immer wieder, aber nur zwei Tage lang). Trotzdem hat sich der Chirurg das nochmal angesehen, bevor ich gehen durfte.  Übrigens inkl. zwei Kühlpads für die Heimfahrt.

 

Daheim hat mich mein Mann aufs Sofa verfrachtet. Es ging eigentlich ganz gut, ich war nur müde und das Kühlen und Kopf hoch lagern war total anstrengend. Nach einer Weile habe ich dann auch einen Vanillepudding gegessen (mit H-Milch und direkt hinten in den Hals geschoben, damit nix an die Wunde kommt). Ich sollte gleich am selben Tag mit Zähneputzen anfangen. Also am Arm meines Mannes ins Bad und putzen. Das ging überraschend gut… danach Mund spülen und mir wurde plötzlich total schwindelig… das Blut lief aus der Nase… und ich setzte mich erstmal auf die Kloschüssel. Als das wieder etwas ging brachte mich mein Mann Richtung Schlafzimmer. Wir schafften es dass ich im Bett lande und da blieb ich auch bis morgens…

 

Am nächsten Morgen geht es mir schon besser. Ich schaffe Frühstück (Fruchtmark), vorsichtiges Duschen und Zähneputzen, bevor wir uns um 10Uhr auf den Weg zur Nachkontrolle machen (ja, Samstag). Der Doc ist mit allem zufrieden und nichtmal restliches Blut muss entfernt werden. Die Schwellung sei weniger als bei anderen, meint er… mir reicht sie J Er nimmt sich viel Zeit, zeigt mir auf dem erstellten Röntgenbild die dünnen Schnitte durch den Kiefer. Am 23.12. soll ich zum Fäden ziehen kommen.

 

Bis Montag Morgen habe ich weiter gut gekühlt, auch nachts. Es gab jeden Tag zweimal Antibiotika und viermal Nasentropfen. Außerdem nach jedem Essen Zähneputzen und spülen mit Chlorhexamed. Nach Bedarf Ibuprofen 600. Nase putzen ist zwei Wochen lang verboten.

 

Donnerstags war ich nochmal beim Kieferchirurg, weil orangenes Zeug an einer Stelle aus der Wunde kam. Er meinte „Ja, da kommt noch Sekret, aber das ist kein Eiter, das würden Sie schmecken“… keine Ahnung, die Spülung und das Antibiotikum schmecken so bitter, dass ich mir da nicht sicher bin… der Doc freut sich über die Synchronität der blauen Flecken ;-)

 

Morgen geht’s zum Fäden ziehen. Aus einer Ecke kommt immer noch etwas „Siff“, aber ich hoffe darauf, dass das normal ist und die Fäden wirklich raus können. Ich will endlich wieder lachen können! Denn danach ist mir schon lange wieder! J

 

Fazit:

War nicht schlimm, ich hoffe jetzt dass die Wunde vollends richtig zuheilt. Die schlimmsten Schmerzen waren die Verspannungen vom Kopf immer hoch lagern und die spannenden Fäden beim Versuch zu lachen. Nur auf das Nasenbluten wäre ich gerne besser vorbereitet gewesen.

Die ambulante Variante hatte den Nachteil, dass wir alleine mit Nasenbluten, Kühlen, Nachwirkungen der Narkose klarkommen mussten. Der große Vorteil waren das eigene Bett, das eigene Klo, die eigene Dusche und nachts einen Menschen neben sich liegen zu haben, dem man vertraut.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Hey Nambi,

 

schöner Bericht :-) dann bin ich mal gespannt was morgen der Doc sagt zu deinem Siff und zum Fäden ziehen. Krass daß du nicht lachen kannst, wegen der Fäden. Die haben mich überhaupt nicht gestört beim Lachen. Blau bist auch ganz schön geworden... aber es geht ja alles vorbei ne :-)

 

Bis dann 

Susi

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hey Nambi,

 

schöner Bericht :-) dann bin ich mal gespannt was morgen der Doc sagt zu deinem Siff und zum Fäden ziehen. Krass daß du nicht lachen kannst, wegen der Fäden. Die haben mich überhaupt nicht gestört beim Lachen. Blau bist auch ganz schön geworden... aber es geht ja alles vorbei ne :-)

 

Bis dann 

Susi

Der Doc meinte er konnte sehr weit oben nähen. Das heißt aber nicht nur über den Zähnen, sondern oben in der Falte einmal lang. Es fühlt sich an als wäre die Operlippe durchgehend ganz leicht angenäht... autsch...

Die blauen Flecken stören nur meinen Mann, weil er Angst hat was die Leute auf der Straße wohl denken ;-)

Weitere Infos morgen :-)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Dann heißt es morgen Zähne zusammenbeißen, bei mir waren die Fäden auch an der Lippe festgenäht, also sehr weit oben... die mußten die dann erst aufschneiden bevor sie die Fäden rausziehen konnten. Waren auch mehrere Stellen... hat gezwickt aber war auszuhalten, wobei nur das Aufschneiden der Knoten gezwickt hat, das Ziehen nicht, war eh noch alles taub ;-)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hmmmm... also vorher nochmal 'ne Ibu nehmen... man muss sich ja nicht quälen ;-) Und auf eine kommt's nicht mehr drauf an

...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0