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banane90

Offener Biss durch Michiganschiene?

Hallo,

 

ich trage seit 2008 Michiganschienen (erst OK, dann UK, jetzt wieder OK) vom KFO.

Im Laufe der Zeit beobachte ich nun dass mein Biss immer offener wird.

Kann das durch die Michiganschiene kommen?

Hat jmd die gleichen Erfahrungen damit gemacht?

Wie bekomme ich den Biss wieder weiter zu?

Mache mir Sorgen.... :483:

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Hallo Banane90,

 

mit Michiganschienen kenne ich mich nicht aus, hatte aber eine ähnliche Erfahrung mit einer Aufbissschiene.

 

Anfang 2002 bekam ich wegen Zähneknirschen zum ersten Mal eine Aufbissschiene von einem Zahnarzt.

Sie war für den Oberkiefer und ließ hinten die Weisheitszähne frei (alle vier waren da). Wie ich hinterher mehrfach von anderen Behandlern hörte, muss eine solche Schiene immer alle Zähne abdecken, aber damals wusste ich das nicht.

 

Allerdings merkte ich dann jeden Morgen, dass meine Zähne nach der Nacht nicht mehr zusammenpassten. In der Praxis konnte man nichts finden. Leider wurde diese Schiene auch immer nur von einer Sprechstundenhilfe angepasst und kontrolliert, was ich mir nie mehr gefallen lassen würde.

Ich merkte, dass etwas nicht stimmte, trug die Schiene aber trotzdem, da ich meine Zähne ja nicht weiter abnutzen wollte.

 

Ein Jahr später passte in meinem Mund nichts mehr zusammen, da ich einen offenen Biss entwickelt hatte. Nur die Weisheitszähne hatten noch Kontakt, mit denen "kaute" ich. Da sie mit der hinten offenen Schiene keinen Gegenbiss mehr hatten, waren sie einfach immer mehr herausgewachsen.

Jetzt fiel es auch dem Zahnarzt auf ... der mich in die Uniklinik Bonn schickte. Dort sagte man mir, das sei nur noch durch eine Operation zu beheben, was ich damals aber ablehnte.

Ein anderer Zahnarzt machte mir eine ordentliche Schiene, die das Problem aber natürlich nicht beheben konnte. Auch das Entfernen der oberen Weisheitszähne brachte nichts, da sich gleichzeitig der Unterkieferknochen irgendwie verformt hatte.

 

Inzwischen habe ich mich aber doch zu einer Behandlung entschließen müssen, da die Folgen des offenen Bisses nicht mehr zu tolerieren waren.

 

Ende März diesen Jahres hatte ich nach kieferorthopädischer Vorbereitung eine chirurgische Unterkiefervorverlegung mit Kinnplastik. Dadurch wurde der offene Biss endlich geschlossen.

 

Ich kann Dir nur raten, schnellstmöglich eine (oder sogar mehrere) weitere Meinung(en) bei einem anderen KFO einzuholen. Vielleicht kann man bei Dir noch mit geringen Maßnahmen (z.B. andere Schiene) etwas erreichen. Ich habe mich damals so geärgert, dass ich die Schiene einfach weitergetragen hatte, obwohl ich merkte, dass etwas nicht stimmte. Damit ist nicht zu spaßen.

 

Deckt Deine Schiene alle vorhandenen Zähne ab? Hast Du mit der Schiene beim Zubeißen überall Kontakt? Es ist nicht normal, dass sich der Biss damit öffnet.

Was sagt denn Dein KFO dazu? Er ist wohl nicht in der Lage, Dir eine ordentliche Schiene herzustellen?

 

Ich wünsche Dir, dass da noch eine gute Lösung gefunden werden kann!

 

LG, Iris

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Iris schreibt:

 

"Deckt Deine Schiene alle vorhandenen Zähne ab? Hast Du mit der Schiene beim Zubeißen überall Kontakt? Es ist nicht normal, dass sich der Biss damit öffnet.

Was sagt denn Dein KFO dazu? Er ist wohl nicht in der Lage, Dir eine ordentliche Schiene herzustellen?"

 

Das ist alles richtig, einer Michigan-Schiene sollte eine aufwendige Diagnostik vorausgehen auch sollte sie eine Front und Eckzahnführung haben sonst ist es keine Michigan-Schiene. Nur in Ausnahmesituationen stellt man sie für den Unterkiefer her aber auch dann müssen alle Zähne abgestützt sein. Vorallem sollte damit Schmerzfreiheit erreicht werden, dann kann man sie auch als Dauerlösung tragen. Auch dann muss sie regelmäßig kontrolliert werden. Schienen werden eingebissen, auch gute Schienen werden invasiv und müssen ausgebessert werden. Wenn dein Biss aufgeht (frontal offener Biss) hast du neben einer nicht fachgerechten Michigan-Schiene auch noch ein Zungenhabit und du solltest dich in Logopädische Behandlung begeben.

 

Gruß Norbert

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Hallo ihr 2,

 

vielen Dank für Eure Antworten

 

@Iris: Ich habe nur noch mit den großen Backenzähnen kontakt! überall sonst ist der biss offen (also seitlich und vorne) dazu habe ich einen distalbiss. Jedoch ist der offene Biss unter 6mm sodass ich eine OP komplett alleine bezahlen müsste. dazu kommt dass ich eigentlich keine OP will

Die Schienen haben immer alle Zähne abgedeckt (weishheitszähne wurden im alter von 18 entfernt). Beim Zubeißen habe ich momentan nur mit 1! Backenzahn Kontakt. war erst im dezember zur Kontrolle und da wurde neu eingeschliffen obwohl alles ok war und jetzt ist wieder alles sch***

Bin echt deprimiert..zumal ich am allermeisten besorgt um meine Zähnchen bin :-( die sind durch das Knrischen schon in Mitleidenschaft gezogen worden..leider

 

@ Norbert Vogel: ja ich habe beim KFO vor ein paar Jahren eine Funktionsanalyse machen lassen die mich über 1000 euro gekostet hat!!! viel geld umsonst..ich war zwar rund 2,5 Jahre mit einer Schiene im UK schmerzlos doch seit diesen Sommer ging alles wieder los als die Schiene iwie nicht mehr richtig passte. Jetzt habe ich eine neue und zwar im OK und irgendwie hab ich damit wieder Schmerzen und beiße mir auch nachts in die Backen! Zungenhabit habe ich anscheinend. Kann durch richtige Zungenlage der offene Biss wieder zurück gehen oder bleibt das jetzt für immer so und ist nur durch OP zu beheben und nochmals feste Spange?

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Hallo Banane,

 

das klingt ja alles nicht so gut.
Lass Dich lieber mal bei einem anderen Arzt beraten, irgendwas stimmt nicht mit Deiner Behandlung. Dass Du eine OP selbst bezahlen müsstest, ist nicht sicher. Ich habe hier im Forum schon von der Möglichkeit gelesen, nur die Spange selbst zu bezahlen und die OP trotzdem von der KK erstattet zu bekommen.

 

Ich selber wollte ca. zehn Jahre lang keine OP, weil ich die Idee wirklich gruselig fand. Derweil habe ich immer fleißig geknirscht, weil es dann mit dem offenen Biss kaum noch möglich war, eine Schiene anzupassen. Eine hatte ich zum Beispiel mal in drei Monaten zerlegt ...

 

Deshalb war ich jahrelang ohne Schiene und wollte trotzdem noch keine OP. Bis mir ein Zahnarzt sagte, ich müsse etwas tun, sonst habe ich in zehn Jahren keine Backenzähne mehr ... und dann könnte man noch nicht einmal Kronen machen, weil ich die auch kaputtknirschen würde.

Er hat einige Patienten, die noch viel viel länger gewartet und geknirscht haben als ich. Deren Zähne sind völlig hinüber, und trotzdem müssen sie zuerst eine KFO-Behandlung und OP haben, bevor alles mit Kronen etc. aufgebaut wird. Langwierig, seeeeeeeehr teuer und kompliziert.

 

Da habe ich mich dann sehr schnell entschieden, die Sache durchzuziehen. Die Berichte hier im Forum haben mir Mut gemacht.

Zumal ich auch immer schlechter kauen konnte, zunehmend Probleme mit dem Kiefergelenk bekam und regelmäßig an Migräne litt.

Ist auch alles sehr gut gegangen und war weit weniger schlimm, als ich immer befürchtet hatte. Ich wünschte mir nur, alles viel früher gemacht zu haben, dann wären meine Zähne heute in einem besseren Zustand.

Sie sind alle mehr oder weniger abgewetzt, die Backenzähne sind völlig platt. Dadurch sind sie auch sehr empfindlich, das Kauen von Obst ist zum Beispiel wegen der Säure nur eingeschränkt möglich.

Inzwischen habe ich wieder eine Schiene, da das Knirschen nicht aufgehört hat. Sie wetzt sich aber viel langsamer ab als vorher, da die Kräfteverteilung mit dem geschlossenen Biss besser ist. Kauen kann ich auch besser, die Migräne ist so gut wie weg und das Kiefergelenk macht auch große Fortschritte ...

 

Aber vielleicht muss ja bei Dir gar nicht operiert werden? Vielleicht geht es ja nur mit einer Spange und/oder anderen Schiene, dazu evtl. Logopädie?

Wenn Du mal schreibst, wo Du wohnst, könnte Dir ja vielleicht jemand hier im Forum einen guten KFO empfehlen?

 

LG, Iris

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Hallo Iris,

 

ich war schon mal bei einem anderen KFO zu einer 2. Meinung. Der meinte meine Fehlstellung wäre jetzt nicht sooo schlimm und hat auch nicht gesagt dass man das unbedingt operieren müsste. Er meinte entweder so lassen oder mit Schiene weiter machen. Jetzt weiß ich auch nicht viel mehr, nur dass es der eine eben schlimmer findet als der andere...

Dass mit einer Schiene durchbeißen ist mir jetzt noch nie passiert. Die Schienen sehen nicht mal abgenutzt aus, meine sind allerdings auch aus sehr hartem Kunststoff. Es kann auch sein, dass ich eher presse als knirsche! Bin mir aber diesbezüglich leider nicht sicher.

Meine Backenzähne sind auch schon ziemlich abgenutzt jedoch eher im UK als im OK. Nur leider ist an manchen Prämolaren im OK der Zahnschmelz am Zahnhals weg. Hier weiß ich allerdings nicht ob das Knirschen/Pressen schuld ist oder dass ich in jungen Jahren regelmäßig Zahnweisscremes benutzt habe und zzgl. meine Zähne sehr geschrubbt habe, hinzu kommt dass ich 2X gebleacht habe..würde ich alles so heute nicht mehr machen :-( aber wie sagt man so schön: jung & dumm, wollte halt unbedingt weiße Zähne..

Darf ich fragen, in welchem Alter du dich zur OP entschlossen hast? Habe ich richtig verstanden, dass du nach der OP immer noch knirschst?

Ich wohne in Ludwigsburg in BW!

LG :473:

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Hallo Banane,

 

ich habe mich im Alter von 32 Jahren zur OP entschieden.

 

Ja, ich knirsche immer noch.

Nach der Spangenentnahme bekam ich eine Schiene, die inzwischen etwas abgewetzt ist, aber lange nicht so stark wie die letzte vor einigen Jahren.

Mit dem offenen Biss war es sehr schwierig, Schienen anzupassen, weil sie hinten ganz dünn sein mussten. Hinten war aber auch der Druck durch das Knirschen am stärksten ... Die letzte Schiene war nach drei Monaten in mehrere Stücke zerbrochen und nicht mehr zu gebrauchen.

 

Das Problem mit dem offenen Biss ist ja auch, dass er das Knirschen oder Pressen noch verstärkt. Da die Zähne keinen normalen Kontakt miteinander haben, versucht der Körper nachts unbewusst, diesen Kontakt herzustellen.

Warum ich jetzt immer noch knirsche, weiß ich nicht genau. Vielleicht kommt es vom Stress oder der Körper ist so daran gewöhnt, dass er diese nächtliche "Tätigkeit" nicht einfach abschalten kann? Vermutlich werde ich mein Leben lang auf Schienen angewiesen sein.

 

Warum wurde denn bei Dir ursprünglich mit einer Schienenbehandlung begonnen?

Beim Lesen hatte ich automatisch gedacht, es müsse sich um Knirschen handeln. Wenn die Schienen aber überhaupt nicht abgenutzt aussehen, ist das wohl nicht der Fall?

Dass sich der Biss immer weiter öffnet, ist auf jeden Fall schlecht ...

 

LG, Iris

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Nicht außer Acht zu lassen sind solche Ursachen für die Entstehung offener Bisse, die nicht im direkten Zusammenhang mit einer Schienenbehandlung stehen.

 

Es ist gut, wenn eine "einfache" und gut handhabbare Ursache vorliegt, aber bevor man Schlüsse darüber zieht, was zu tun ist, sollte man eine Vorstellung davon gewinnen, was eigentlich vor sich geht. Ich frage in solchen Fällen unter anderem, ob der jeweilige Patient Probleme an den Gelenken jenseits des Kopfbereichs hat, beispielsweise an den Fingern. Hin und wieder kann nämlich auch eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis dahinterstecken. Auf dem OPG sieht man dann mitunter deutliche Veränderungen an den Gelenken. Dann ist es umso wichtiger, frühzeitig zu erkennen, was los ist.

 

Es muss andererseits auch gar nichts wildes sein, aber um sicherzugehen, würde ich empfehlen, keine Scheu zu haben und nicht mit dem Nachfragen aufzuhören. Wenn es keine befriedigenden Antworten gibt, kann man auch einmal eine Universitätszahnklinik in Anspruch nehmen.

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Hallo Ihr 2,

 

@ Iris: Ja das mit dem Knirschen ist echt doof :-( Bei mir wurde die Schienenbehandlung ursprünglich vom Zahnarzt begonnen wg Knirschen, als dann der Schmelz an paar Zähnen wegplatze, schickte mich mein Zahnarzt erneut zum KFO. Da bekam ich dann nach eine Funktionsanalyse eine neue Schiene. Die Schienen vom ZA früher waren halt nur "einfache" Knirscherschienen und jetzt habe ich m.M. nach eine Michiganschiene..das ist doch die mit dem erhöhten Frontplateau? :521:

Ob ich nun knirsche oder presse weiß ich leider nicht, jedoch wie gesagt haben die Schienen keine größeren Abnutzungserscheinungen. Meine letzte Schiene hatte ich zb 3 Jahre und bekam nur eine andere weil nach 3 Jahren eben die Schmerzen wieder begannen aber nicht weil sie kaputt war..

Ich habe auch das Gefühl dass die Ärzte teilweise auch nicht wirklich wissen wie sie behandeln sollen und einfach rumprobieren :-(

 

@ Mush: Ja ich plane mal in eine Uniklinik zu gehen bzgl. unabhängiger neutraler Meinung. Jedoch erstmal bzgl,. meinem Kiefer! Kannst du mir vielleicht eine gute in BW empfehlen?

 

Guten Rutsch wünsch ich euch 2! LG

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